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Wolfgangs Neue Anlage

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Beitrag von Lupo60 Fr 10 Jun 2022, 22:33

Hallo zusammen,

ich erzählte ja schon, dass ich

a) umzugsbedingt an meiner aktuellen Anlage nicht mehr weiter bauen kann Traurig 1  , aber
b) am neuen Ort mehr Platz zur Verfügung haben werde 2 Daumen

so wohnen Freud und Leid beisammen. Die neue Anlage soll das gleiche Konzept wie die bestehende haben, allerdings an den Stellen, an denen die Raumnot sehr schmerzliche Kompromisse erzwungen hat, "aufgebohrt" werden. Als Dampflokfan war mir natürlich das Bw viel zu klein, und das war dann auch gleich der erste Bereich für eine, sagen wir: "expansive Überarbeitung":

Wolfgangs Neue Anlage 22-06-10

Aha ... um 90° gedreht ... na, macht nichts. ´

Wie man sieht, sind es jetzt zwei Drehscheiben geworden. Eine 23m Einheitsdrehscheibe und eine 16m Drehscheibe aus Länderbahnzeiten. Die kleine Drehscheibe wurde beim Ausbau und der Modernisierung des Bws in den 30ern beibehalten, da auf der abzweigenden Strecke nach Zepfenfeld ohnehin nur Tenderloks zum Einsatz kommen. Weiterhin hat das Bw jetzt eine große Bekohlung mit Hochbunker und einen doppelten Schleackensumpf erhalten.

Insgesamt haben die beiden Ringlokschuppen 23 Stände, davon 14 im großen Ringlokschuppen. Wenn ich mich dazu durchringen kann, dem kleinen Ringlokschuppen eine 12,5° Teilung zu geben statt 15°, dann werden es 25 Stände.

Es gibt 4 durchgehende Gleise. Von den Drehscheiben aus gezählt sind dies: Das Verkehrs- und Ausfahrgleis, die beiden Behandlungsgleise und das Kohlewagengleis. Vom Kohlewagengleis gehen noch zwei Stumpfgleise ab. Eines für den oder die Schlackenwagen und eines zum Abstellen von Schadloks oder dem Schneepflug. Die ankommenden Lokomotiven werden erst bekohlt, dann rollen sie weiter auf die Entschlackungsanlage, wo auch die Lösche gezogen wird. Von dort aus kommen sie dann auf ein kurzes Stumpfgleis, von wo sie dann aufs Verkehrsgleis und weiter auf die Drehscheiben gelangen. Die Besandungsanlage ist im Ausfahrgleis angeordnet, der Sandwagen steht auf einem kurzen Stumpfgleis, das an die Drehscheibe angeschlossen ist. Leider kommt der Bekohlungskran an diese Stelle nicht mehr dran.

Beide Drehscheiben haben je ein separates Ein- und Ausfahrgleis und es gibt ein Gleis, das die beiden Drehscheiben miteinander verbindet. Hier befindet sich auch eine   der beiden Untersuchungsgruben.

Hinter den Behandlungsanlagen gibt es noch 4 Gleise. Am obersten befindet sich das Rohrblasgerüst. Zwei Gleise führen in ein Werkstattgebäude - eines davon mit der zweiten Untersuchungsgrube - und das vierte Gleis dient, nur über Sägefahrt zu erreichen, der Materialanlieferung für die Werkstatt. Dafür gibt's auch eigens einen Bockkran. Last not least, gibt es ein Gleis für den Hilds- und Werkstattzug. Es liegt am rechten (oberen) Rand des Bws und verschwindet hinter dem kleinen Ringlokschuppen.

Die Verbindung der beiden Ringlokschuppen wird noch eine kleine architektonische Herausforderung. Im Winkel, den die beiden Stirnseiten zwischen den Drehscheiben bilden, steht die Lokleitung. Links neben der Drehscheibe das Stellwerk für's Bw. Das Bw hat 17 Weichen, das sollte für ein eigenes Stellwerk reichen. Und auf der freien Fläche links vom (bzw unter dem) großen Ringlokschuppen steht das große Sozialgebäude, das auch die Bw-Verwaltung beherbergt. Vielleicht setze ich das noch ein Stückchen weiter von den Gleisen weg, dann könnten da Fahrradstände und Parkplätze hin und der Garten, den es in vielen Bws gegeben haben soll. Ich habe den Ausfahrgleisen noch jeweils einen Wasserkran verpasst, an der Ausschlackanlage stehen nochmal 4 Wasserkräne. Der Wasserturm steht irgendwo hinter den Lokschuppen. Da hier allerdings hier das Gelände stark ansteigt, könnte hier vielleicht auch ein hoch gelegenes Reservoir sein, das den Wasserturm überflüssig macht. Mal sehen.  

In einigen Punkten bin ich mir nicht so ganz sicher:

Nicht ganz glücklich bin ich mit der Platzierung der Besandungsanlage. Gibt's da noch einen besseren Platz als die Ausfahrgleise?
Ebenso steht die Lokleitung da etwas blöd in der Gegend herum. Ein Materiallager an dieser Stelle wäre vielleicht geschickter. Spricht etwas dagegen, die Lokleitung mit ins Sozialgebäude zu verlegen?

Über sachdienliche Hinweise würde ich mich sehr freuen. Natürlich auch, wenn ich irgendwo Mist geplant haben sollte und ganz generell erst recht für Vorschläge.

Ein erster Anfang ist damit schon mal gemacht.
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Beitrag von Lupo60 Fr 10 Jun 2022, 23:26

... gerade gesehen, dass man auf der CAD-Zeichnung mit den feinen Linien nicht so richtig viel erkennt. Deswegen nochmal kurzerhand zum Bleistift gegriffen und selbst geplottet:

Wolfgangs Neue Anlage 22-06-11

Nicht schön, aber selten! Und man erkennt wenigstens, wie die Gleise liegen.
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Beitrag von maxl Sa 11 Jun 2022, 08:36

Hallo Wolfgang, meine Gratulation dazu, dass du die räumliche Veränderung eher als Chance siehst und den Neustart innerlich bereits vollzogen hast.
Das ist doch sehr befreiend.
Deine Anlagen-Dimensionen sprengen immer wieder mein Vorstellungsvermögen...
In deine projektierten Lokschuppen passen locker alle meine Lokomotiven und allein dein Betriebswerk hat deutlich mehr Weichen als meine gesamte Anlage.
Und dabei blicke ich in meiner Erinnerung als kleiner Junge bereits neidisch auf das, was mir heute möglich ist.
Ratschläge erteilen kann ich nicht, aber neugierig zuschauen werde ich bei dem, was da alles noch kommt!
Ich wünsche dir in allen Schritten gute Erfolge und bin einfach nur gespannt!

Beste Grüße
Michael
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Beitrag von Lupo60 Di 14 Jun 2022, 17:03

Soderle ... die Planung ist schon mal weiter gegangen:

Wolfgangs Neue Anlage 22-06-12

Schon wieder um 90° gedreht ... naja, was solls. Jetzt erstmal nur das Bild, ein paar warme Worte dazu schreibe ich noch ... kommen gleich!
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Beitrag von Lupo60 Di 14 Jun 2022, 17:51

Hallo zusammen,

jetzt auch der Text zum Bildbeitrag …  den kann ich draußen und im Schatten sitzend auf dem iPad schreiben, für Bilder muss ich rein ins sonnenverwöhnte Arbeitszimmer …

Also, die CAD-Planung für die meisten sichtbaren Gleise ist jetzt schon mal fertig. Die vielen Werks- und Anschlußgleise sind jetzt erstmal frei Schnauze freihändig reingezeichnet … und auch gleich mal Mist dabei gebaut, macht aber nichts. Ebenso sind alle Gebäude außer den Ringlokschuppen freihändig gezeichnet, wobei ich‘s beim Empfangsgebäude wohl sehr gut gemeint habe, worunter dann das Stadtbild ein wenig gelitten hat.

Diese Zeichnung ist jetzt mal ein erster Versuch, ob es denn noch gelingt, eine halbwegs plausible Landschaft dazu zu erfinden. Ich denke, das geht, und zwar auch besser als hier gezeigt, aber da muss doch ziemlich behutsam geplant werden.

Ja, jetzt also mal den sichtbaren Teil des Gleisplans in ganzer Pracht und Größe. Wie schon gesagt, das Konzept der Anlage ist gleich geblieben, aber mit dem größeren Platz ließ sich doch noch das eine oder andere „aufbohren“.

Das Bw (weinrot) habe ich ja schon vorgestellt. Den Werstattschuppen am linken Rand habe ich ein bisschen nach oben geboden, damit ich mehr Platz für die Hauptstrecke bekomme, die sich in einem langen Bogen mit gut 5m Radius Richtung Bahnhof zieht.

Im Bahnhof sind zunächst erstmal die vier Rangiergleise jeweils gute 30 cm länger geworden. Das entspricht etwa 5 zweiachsigen Güterwagen mehr. Und ich habe die Weichen an der linken Seite nochmal anders geplant, so dass jetzt auch alle 4 Gleise vom Ziehgleis aus erreicht werden können. Dafür gibt‘s nur noch eine Gleisverbindung von diesen Gleisen auf die Nebenstrecke nach Zepfenfeld (grün).

Um ein bisschen Abstand zwischen dem Ringlokschuppen und der Zepfenfelder Strecke - in grün - zu bekommen, habe ich das Bw ein bisschen vom Bahnhof weg gerückt. Dadurch wurde es jetzt auch möglich, dieser Nebenbahn noch zwei Abstellgleise für nicht gebrauchte Personenwagen zu gönnen. Diese schmiegen sich jetzt, zusammen mit dem Hilszuggleis an die Rundung des Lokschuppen an. Finde ich jetzt nicht so toll - das ist ja Straßenbahnradius! - wird aber vom Gebäude weitgehend verdeckt.

Die ganze Ecke wird von der Gestaltung her noch spannend. Die Nebenstrecke verschwindet hier im Tunnel, fährt gerade bis an den linken Rand und kommt dann fast genau an der gleichen Stelle höherliegend wieder zurück, um dann ihren Endbahnhof anzusteuern. Das werden wohl einige Stützmauern fällig.

Und dann habe ich noch die Hafenbahn realisiert - als Plan B, nachdem die an dieser Stelle eigentlich angedachte zweigleisige Paradestrecke wegen zu großem Höhenunterschied nicht machbar war.

Die Hafenbahn (hellgrün) „entspringt“ dem vorderen Bahnsteiggleis und läuft gute 2m nach links, angenähert parallel zur Hauptstrecke, hat aber tüchtig Gefälle. Kurz vor Ende erreicht zweigen dann die Gleise der Hafenbahn ab und werden nach Art einer Spitzkehre erreicht. Anders ist der Höhenunterschied zum tief gelegenen Fluss nicht hinzubekommen.

In Schweinfurt war die Vorbildsituation genau die gleiche, der alte Hafen konnte auch nur über eine Spitzkehre mit Gefälle erreicht werden. Heute ist das ein kleines Naherholungsgebiet. Ich konnte immer von meinem Büro aus da runter schauen, und es hat eine ganze Weile gedauert, bis ich heraus bekam, wieso die Wege so seltsam angeordnet sind.

Die Hafengleise selbst sind gute 80 … 90 cm lang. Das reicht für ein Kohlenlager und einen Speicher. Das Gelände steht ca 15 … 20 cm nach vorne über den eiegntlichen Anlagenrahmen vor, aber das sollte an der Stelle kein Problem sein.

Und damit sollten auf der Anlage auch genügend Gleisanschlüsse sein, dass sich ordentlich Güterbetrieb machen lässt.

Ich denke der zusätzliche Platz hat der ganzen Planung nochmal gut getan, auch wenn das natürlich nochmal mit viel mehr Massstab  durchgeplant werden muss.

Wie immer, fast Euch irgend etwas auffällt oder irgendwelche Vorschläge habt … ich bin ganz Ohr … äh Auge oder so. Würde ich mich freuen!
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Beitrag von v8maschine Di 14 Jun 2022, 18:07

Hallo Wolfgang,
Kannst du mal ein Raster einfügen, so das man sich die Dimensionen besser vorstellen kann.
Die 2-gleisige Strecke verschwindet im Tunnel. Möglicherweise zu einem Schattenbahnhof? Und in der Bahnhofshalle ist Schluß oder tarnt die auch den Weg in den Untergrund?
Viele Spiel und Rangiermöglichkeiten, aber für einen allein vielleicht bissel viel. Das artet ja in Arbeit und Stress aus shocked
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Beitrag von Lupo60 Di 14 Jun 2022, 18:33

Hallo Ingo,

gute Sache mit dem Raster. Ich ärger mich auch immer, wenn das fehlt … Aber zur groben Orientierung: Die Anlage ist 4m breit. Links ist sie 85 cm tief, rechts 1,30 m.

Das Anlagenkonzept habe ich hier beschrieben: https://www.der-lustige-modellbauer.com/t34910-wolfgang-s-n-anlage#839331

Betrieblich ist die Anlage bestimmt eine Herausforderung. Aber den Verkehr auf der Hauptstrecke und ggfs auch der Nebenbahn soll der Computer übernehmen, so dass ich Hand und Kopf zum Rangieren frei habe. Oder für den Betrieb im Bw. Entsprechend kann ich mir beliebig viel Stress machen oder mich einfach nur dazusetzen und den Computer machen lassen. Wenn man anderen dabei zuschauen kann, macht auch Arbeiten Spaß.

Bei der bestehenden und nicht mehr fertig zu bauenden Anlage ist die „Unterwelt“ recht kompliziert geworden, weil ich unbedingt noch eine Paradestrecke aus der Gleiswendel herausfädeln wollte … die sich dann eh nicht realisieren ließ.

Also kann ich es mir jetzt einfacher machen. Dafür war der Schattenbahnhof relativ bescheiden - da dürfte jetzt mehr möglich sein. Wünschenswert wäre es … Nach rund 50 Jahren Sammeln von Lokomotiven und Wagen habe ich immer noch mehr als genug für den Betrieb.
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Beitrag von Lupo60 Di 28 Jun 2022, 22:07

Hallo zusammen,

das Mühhörnchen hat sich eichsam weiter ernährt, so dass ich jetzt auch wieder etwas vorzuzeigen habe. Fange ich am besten gleich mal an:

Wolfgangs Neue Anlage 22-06-13

Als erste Handskizze hatte ich das schon mal vorgestellt, aber das ist jetzt so weit in der CAD drin. Wie man sieht, ist der "Bebauungsplan" recht weit fortgeschritten, und die ersten Straßen sind auch schon verplant. Meine Spezialität ist ja, alles so zu planen, dass Straßen keinen Platz mehr haben. Aber - siehe da - hier klappt's, obwohl ich an der kniffeligsten Stelle angefangen habe. Fahrbahnbreite ist 3 cm - entsprechend 4,8 m, und Gehsteig 1 cm = 1,6 m. Das sollte für die 60er Jahre reichen.

An der Ortsgüteranlage habe ich recht lange geknobelt und erst etwas Brauchbares hinbekommen, als ich die Anbindung an das Ziehgleis nochmal geändert habe, so dass etwas mehr Gleislänge zur Verfügung stand. Dafür reicht es jetzt für einen recht großen Güterschuppen und zwei Gleisen mit Kopframpe. Für das rustikalere Ladegeschäft liegt gegenüber des Güterschuppens die Ladestraße mit Gleiswaage und Lademaß, und dahinter sind die Gleisanschlüsse für einen kleinen Industriebetrieb (drei Gebäude links), und das über eine Wagondrehscheibe bediente Gaswerk. Das Gebäude ganz rechts in der Reihe ist eine Kohlehandlung.

Das alles muss noch ein bisschen hingerutscht werden, aber die Richtung stimmt schon mal. Der kleine Endbahnhof und die die Stadt als noch weiße Brache rechts liegen nämlich höher als die Gleise und Betriebe, so dass die Topografie durchaus an einigen Stellen etwas verzwickt ist, aber der größere zur Verfügung stehende Raum rettet da so manches.

Weiter geht's:

Wolfgangs Neue Anlage 22-06-14

Uuups. Hier hat das Programm eine Weiche und die Übergangsbögen gefressen, aber man kann's erkennen, denk ich. Alle Bahnhofsgleise schwenken, versteckt unter der Bahnhofshalle, nach Norden ab, werden in einer recht schmucklosen und rein funktionalen Weichenstraße zusammengefasst und verschwinden unter der Stadt. Das ist dann, auch wenn die Gleise in die selbe Richtung weisen wie am westlichen Bahnhofskopf, der östliche Bahnhofskopf. Von da aus geht es ab in die weitere "Unterwelt":

Wolfgangs Neue Anlage 22-06-15

Man sieht die beiden Abgänge vom Bahnhof. Die Gleise von der "Westseite" des Bahnhofs sind in der linken 180° Kurve etwas schwerer zu erkennen. Die "östlichen" Gleise laufen quer über die Ablage und machen wie gehabt eine Spitzkehre, bevor sie in die inneren beiden Gleise der Wendel bilden. Die westlichen Gleise umrunden die Anlage einmal komplett, bevor sie sich von außen um die Wendel wickeln. Dann geht die Wendel mehrere Umdrehungen nach unten. Unten angekommen, sieht es so aus:

Wolfgangs Neue Anlage 22-06-16

In der untersten Lager der Gleiswendel haben die beiden abwärts führenden Gleise ihr Gefälle verdoppelt und sich damit von den aufwärts Führenden abgesetzt. Sie bilden nun als Parallelgleise die Einfahrt in den Schattenbahnhof. Neu hinzugekommen ist eine kleine Abstellgruppe mit drei kurzen - ca. 1m - Gleisen für kurze Züge, Einzelfahrzeuge usw., mit denen man sich nicht die langen Schattenbahnhofsgleise vollstellen will. Dann geht's um die Kurve herum, und dann ist da der Schattenbahnhof:

Wolfgangs Neue Anlage 22-06-17

Der hat ganz ordentlich vom Längenzuwachs profitiert. Aus 9 Gleisen sind jetzt 12 geworden, und die einzelnen Gleise sind etwa 1,8 ... 2 m lang, mithin also rund einen halben Meter länger geworden.

Sooo. Das ist jetzt der aktuelle Stand. Noch nicht fertig, aber .... "Na endlich wird die Wurst erkenntlich", wie meine Oma immer zu sagen pflegte. Ich denke, die Planung ist so weit rund, dass man sie zu einem guten Abschuss bringen kann.


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Beitrag von maxl Di 28 Jun 2022, 22:21

Wahnsinn, Wolfgang! Zwölf Gleise parallel nebeneinander, das ist schon "große Eisenbahn"! Davon kann ich auch heute nur träumen. Und alles verschwindet im Schattenbahnhof...
Mit sowas will man doch angeben! Aber "die Wurst ist erkenntlich", definitiv!
Die Straßenplanung ist die bekannte Misere bei der Modellbahn. Bei mir hat es nie funktioniert und deshalb habe ich es immer gelassen, so auch jetzt wieder.
Es ist natürlich schön, wenn Straßen einen stimmigen Verlauf haben. Aber bei den Standardkonzepten ist halt alles mit Gleisen vollgestopft, weil sowieso und immer zu wenig Platz ist.
Und die Gleise sind ja eigentlich auch viel wichtiger! Umso besser, wenn du eine Lösung hast.
Ich wünsche weiter gutes Gelingen bei Planung und Umsetzung und werde gespannt verfolgen, was sich so tut.

Beste Grüße
Michael
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Beitrag von Lupo60 Mi 29 Jun 2022, 09:01

Hallo Michael,

freut mich, wenn es gefällt! Für mich ist es sehr befriedigend, wenn sich beim „Stadtplan zeichnen“ doch tatsächlich sinnvolle Nutzflächen und eine machbare Straßenführung ergibt. Mit der kleinen Komplikation, dass der Lokalbahnhof und das Stadtgebiet etwas höher liegt und der Straßenverlauf darauf Rücksicht nehmen soll. Aber es ist ein bisschen wie beim Puzzle legen, wenn man gleich mal eine ganze Serie von passenden Teilen gefunden hat und sich eins ins andere fügt.

Beim Schattenbahnhof ist die Vorstellung tatsächlich attraktiver als die Realität: Bei der derzeitigen Anlage sind es 9 Gleise, und dadurch, dass die Gleise sehr dicht nebeneinander liegen, sieht man eigentlich nur noch eine Ansammlung von Fahrzeugdächern, in der das einzelne Fahrzeug gar nicht richtig zur Geltung kommt.

In diesem Zusammenhang bin ich aber richtig froh über den zusätzlichen Meter für die Anlage, der zum größten Teil an die linke Seite, ins Bahnbetiebswerk gewandert ist. Als willkommener Nebeneffekt ergaben sich nämlich doch deutlich länger gewordene freie Strecken zu den beiden Bahnhöfen und damit auch ein deutlich längerer Genuss, den Zügen beim Fahren zuzusehen.

Alles in allem hat die Anlage durch den zusätzlichen Meter derart gewonnen. dass ich es eigentlich kaum erwarten kann, hier „bald“ wieder loslegen zu können … dauert noch, aber träumen kann ich jetzt schon mal, und wenn‘s nur am CAD-Programm ist.



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Beitrag von Classic Mi 29 Jun 2022, 09:12

Moin Wolfgang,
Du planst in Spur N ?
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Beitrag von maxl Mi 29 Jun 2022, 09:16

Lupo60 schrieb: ...dauert noch, aber träumen kann ich jetzt schon mal, und wenn‘s nur am CAD-Programm ist.

Na klar, Wolfgang! Manchmal habe ich sogar das etwas ernüchternde Gefühl, dass das Träumen ohnehin der schönste Teil des Ganzen ist.
Aber das Träumen allein funktioniert dann auch wieder nicht so richtig. Wann ist der Mensch bloß zufrieden? Genau, nie.

Beste Grüße
Michael
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Beitrag von Lupo60 Mi 29 Jun 2022, 13:49

Wie, wahr, wie wahr, Michael! Wären wir zufrieden, stünde jetzt der Umzug nicht an. Dann könnte ich aber auch nicht alles viel besser und schöner planen. Hat also alles irgendwie sein gutes.

Ja, Thomas. Das ist in Spur N geplant. Bin N-Bahner seit rund 50 Jahren ...

Zwischenzeitlich und weil's so einen Spaß macht, hat Lauertal auch seinen ersten Entwurf für seinen Stadtplan bekommen:

Wolfgangs Neue Anlage 22-06-18

Natürlich ist die Gegend um den Güterschuppen/Ladestraße durchgängig gepflastert, ebenso der kleine Platz am Lokalbahnhof und der Platz vor der Post, wo die Bahnhofsstraße in einer Kurve zum Zauselsweg wird. Was noch fehlt, ist die Stützmauer zwischen dem höher gelegenen Lokalbahnhof und Gaswerk&Co. Weiterhin ist das Gelände zwischen Zauselsweg und Bahnstraße etwas abschüssig und wird für eine kleine Grünanlage, die Norbertsanlage genutzt.

Angesiedelt haben sich schon das protzige Hotel "Excelsior" in der Bahnhofsstraße, die Kneipe "Scharfes Eck" an der Ecke Zollhausstraße/Zepfenfelder Weg. Und das alte Zollhaus an der Ecke Bahnhofsstraße/Zollhausstraße. Ein altes, leicht unansehnliches Gemäuer, das zwar dem ganzen Stadtteil seinen Namen gab, aber mit dem ansonsten niemand etwas rechtes anfangen kann.

So weit so schön. Ansonsten ist Lauertal Zollhaus noch ziemlich leer. Ich habe deswegen mal mit dem Bürgermeister gesprochen. Wer hier als Existenzgründer einen Laden aufmachen möchte, zahlt drei Jahre keine Gewerbesteuer! Also, wer will nochmal zurück in die frühen 60er Jahre und hier ein für die Zeit typisches Geschäft eröffnen? In einer Zeit, in der es noch keine Super- und Baumärkte und kein in Plastik eingeschweißtes Essen gab?

Nur zu! Ich muss eben nur wissen, was der Laden verkaufen oder machen soll, wie er heißen soll und an welcher Straße er liegen soll. Und freue mich natürlich über Vorschläge!
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Beitrag von Lupo60 Fr 08 Jul 2022, 19:52

Hallo zusammen,

so, die Stadtentwicklung ist weiter gegangen. Gewissermaßen als Ausgleich für die wichtigere, aber viel weniger unterhaltsame Arbeit, die Steigungen und Höhenlagen der Gleise festzulegen. Die Gleisanlagen der Lokalbahn und das übrige Stadtgebiet liegen 60 mm über den Gleisen des Bahnhofs Lauertal-Zollhaus und des Gewerbegebiets. Der kleine Binnenhafen an der Lauer liegt nochmal 25 mm tiefer.

Und so sieht die Stadt mittlerweile aus:

Wolfgangs Neue Anlage 22-07-10

Nachdem ich mal die eigene Stadt mit Google Maps von oben angeschaut habe, habe ich erstmal alle Straßen 1 cm breiter gemacht und auch den Bürgersteigen 2 mm mehr gegönnt.

Wer mit dem Auto anreist, kann vor der Bahnpost parken. Nicht vergessen, einige Groschen in die Parkuhr zu werfen. Den Geheimtipp verrate ich später. Aber wer will denn schon mit dem Auto auf einer Modellbahnanlage anreisen, wenn der selbst der Rheingold-Express extra halten würde?

Direkt gegenüber vom Empfangsgebäude steht das Hotel "Exzelsior", vornehm etwas von der Straße zurück gesetzt und mit ein paar Bäumen davor und mit einer eigenen Anfahrt für die Limousinen. Da gibt's von Vollmer einen Bausatz "Archivhaus". Das kommt der Idee recht nahe. Sicherlich ein ordentlicher erster Eindruck für den Reisenden.

Links die schon im vorigen Beitrag erwähnte Grünanlage. Wenn wir die entlang gehen, kommen wir an den Lokalbahnhof, der seinen gepflasterten Vorplatz und zugleich seine kleine Ladestraße erhalten hat. Gehen wir die Zepfenfelder Straße weiter, kommen wir an das nächste Highlight von Lauertal, das große MGM-Kino. MGM deswegen, weil das erste Kino, das ich als kleiner Bub 1967 besucht habe, das MGM im Frankfurt war. Damit es nicht zu langweilig wird, ist das Gebäude an der Straßenecke abgeschrägt und eine Litfasssäule steht davor.

An der Zepfenfelder Straße, direkt neben dem MGM hat eine Dame namens Käthe ihr kleines Wäscheimperium aufgebaut: Im Vorderhaus Käthes Miederwaren, im mit Dachpappe gedeckten niedrigen Hinterhaus Käthes Heißmangel. Danach ist die Anlage fertig, wir müssen umkehren. Machen wir also kehrt und gehen auf der Zollhausstraße wieder zurück Richtung Bahnhof. An der Einmündung zur Bahnhofstraße, steht es also, das Zollhaus.

Das Zollhaus ist also das städtebauliche Sorgenkind Lauertals. Es stammt noch aus dem Mittelalter, deswegen will man es nicht abreißen. Aber anfangen kann man auch nichts richtiges damit. Eine Schönheit ist das Gebäude ohnehin nicht, und da es seit Vorkriegszeiten niemand mehr renoviert hat, ist es auch ziemlich heruntergekommen. Man kann es aufgrund seiner Baulichkeit auf der Seite der Bahnhofstraße auch nicht in eine Häuserzeile integrieren. Also gibt es den Blick frei auf seinen von Gestrüpp überwucherten Garten, ein brach liegendes Grundstück und eine Hinterhofszenerie. Und schon ist der gute Eindruck, den Lauertal mit dem Hotel "Exzelsior" bei der Ankunft gemacht hat, wieder flöten. Der Hotelbesitzer ist auch reichlich sauer über diesen Schandfleck in fast unmittelbarer Nachbarschaft. Allerdings nicht ganz so sauer wie über das Kaufpreisangebot der Stadtverwaltung ... also bleibt's so wie es ist.

Also gehen wir wieder zurück zum Zug, der extra auf uns gewartet hat, oder wieder zum Auto auf dem Postplatz. Ich hoffe, das Zollhaus schreckt jetzt niemanden vor einem weiteren Besuch ab. Oder hält gar jemanden davon ab, in Lauertal ein Geschäft zu gründen. Das Angebot gilt nämlich immer noch. Ein Gutes hat das Zollhaus nämlich: Hinter dem Gestrüpp auf dem daneben brachliegenden Grundstück ist nämlich noch ein inoffizieller Parkplatz ohne Parkuhr. Als Tipp für das nächste Mal.

Ich hoffe, der kleine Rundgang hat gefallen.
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Beitrag von maxl Sa 09 Jul 2022, 08:27

Hallo Wolfgang - da ich einen Kurzurlaub eingelegt hatte, bin ich noch gar nicht dazu gekommen, deine Beiträge zu würdigen. Sorry! Vielen Dank für den Rundgang. Gefällt mir!
Ich sehe: Du lebst in deinem Projekt und so soll es ja auch sein...
Die angebotene Geschäftsgründung kann aus meiner Sicht nur sein: ein echter Spielwarenladen, so richtig zum Stöbern, mit einer großen Moba-Abteilung, also etwas,
das es heute nicht mehr gibt. Ob das kommerziell ein Renner wird, ist allerdings sehr ungewiss. Allerdings könnte man den Laden als Zeitkapsel unter Denkmalschutz stellen.
In Prüm fand ich einen solchen Laden, der damals schon seit (soweit ich das erinnere) über zehn Jahren geschlossen war.
Da dem recht alten Besitzer das Haus gehört(e), konnte er es sich leisten, das Geschäft in den Dornröschenschlaf zu schicken.
Ich habe hier im Forum einige Fotos gepostet, würde sie allerdings so leicht wohl nicht wiederfinden.
Dir weiter Freude an der Planung und hoffentlich zeitnahen Umsetzung. Ich drücke die Daumen!

Beste Grüße
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Beitrag von Lupo60 Sa 09 Jul 2022, 10:49

Hallo Michael,

ich wünsche einen schönen Urlaub gehabt zu haben! Wettermäßig dürfte es ja hingehauen haben.

Aber stimmt - ein Spielwarenladen muss da natürlich unbedingt hin. Ich kann mich auch dunkel an Deinen Beitrag zu dem Laden in Prüm erinnern. Mal überlegen … ich denke, an der Zollhausstraße neben dem MGM würde der gut hinpassen. Ist einerseits nicht zu mondän - Mondänes würde neben das Hotel passen, aber irgend etwas profanes wie den Metzger könnte ich mir auch nicht neben dem Kino vorstellen. Also Spielwarenladen, sehr schön! Ich würde den Laden einfach nach außen mit der Aufschrift „Spielwaren“ kennzeichnen, da der Name des Inhabers so lang ist, dass man das Haus verbreitern oder erhöhen müsste, um ihn an der Fassade unterzubringen.

Das ist gut. Zwischenzeitlich ist mir nämlich noch Meister Röhrich mit seiner Klempnerei und Eisenwarenladen eingefallen, der neben das MGM wollte. Aber der kann auch in den Zepfenfelder Weg, da kommt er mit seiner Werkstatt auch der Heißmangel nicht in die Queere.

Ja, der Stadtteil füllt sich so langsam. Nahrungsmittel fehlen noch. Metzgerei, Bäcker, Obst & Gemüse, Feinkost. Die würden wahrscheinlich um den Lokalbahnhof herum und in die Badstraße (deren Namensgleichheit mit der billigsten Straße in Monopoly nicht zufällig ist) passen.

Gehobenere Geschäfte wären vielleicht noch eine Apotheke, eine Bank und ein Juwelier. Die würde der pingelige Hotelbesitzer vielleicht auch als direkte Nachbarn dulden. Nicht zu vergessen: Ein Tabakladen. Wir sind schließlich in einer Zeit, als Rauchen noch nicht verpönt war.

Und am oberen Ende der kleinen Grünanlage noch ein Kiosk, der die Arbeiter des Industriegebietes morgens mit Zeitungen und mittags mit Bier versorgt.

Kleine Anmerkung: Mir kommt dieser kleine Ausschnitt einer Stadt aus angeblich spießiger Zeit sehr viel bunter und vielfältiger vor als unsere heutiges Einheitsstadtbild mit den immer und überall gleichen Ladenketten und Unmengen von Handy- und Dönerläden und dem unvermeidlichen Mc Donalds.
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Beitrag von Schlossherr Sa 09 Jul 2022, 17:43

Hallo Wolfgang, ich lese hier sehr gerne mit, ist irgendwie nostalgisch und etwas morbid, ich liebe dies Mischung sehr und hoffe noch auf viele Texte, fließen da doch offensichtlich viele Kindheitserinnerungen ein.

@Michael (Maxl): auch ich erinnere mich an diesen Deinen Bericht über das im "Dornröschenschlaf" verweilende Spielzeuggeschäft. Vielleicht findet das ja für uns ein findiger Moderator wieder auf. Very Happy
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Beitrag von doc_raven1000 Mo 11 Jul 2022, 17:40

Hallo Wolfgang,
sehr schön deine Stadtführung Wie geil
vielleicht gibt es ja auch noch eine alte Tankstelle mit Werkstatt und eine Kneipe Very Happy
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Beitrag von Lupo60 Mo 11 Jul 2022, 21:01

Hallo Dietmar,

eine Kneipe ist schon vorgesehen - das „Scharfe Eck“ am Endbahnhof der Lokalbahn. Aber eine Tankstelle hat‘s noch nicht.

Super-Idee, dankeschön! Wäre vielleicht eine sinnvollere Nutzung für das brachliegende Grundstück als der inoffizielle Parkplatz! Ja, doch … das knöpf‘ ich mir mal vor. Ich denke, der Stadtrat wird wohl zustimmen.
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Beitrag von Schlossherr Mo 11 Jul 2022, 21:43

Hallo Wolfgang
vielleicht so eine Tanke aus den späten 50zgern

Code:
https://www.echt-cloppenburg.de/tankstelle-spaete-50er-jahre/#iLightbox[postimages]/0
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Beitrag von Lupo60 Di 12 Jul 2022, 09:08

Wink genau!

Natürlich noch mit diesem Mischdingens, an dem man sich seinen Zweitakter-Sprit selbst anmischen konnte und mit dem ich in den 70ern noch mein Mofa betankt hatte.

Und einer recht winzigen Werkstatt, neben der eine ganze Reihe Autos in verschiedenen Stadien der Demontage auf ihre Wiederbelebung warten. Das gibt Szenerien ohne Ende … schön!

Nun ja, jetzt könnte eigentlich so langsam der Startschuss dazu fallen, aber das wird sich wohl noch eine Weile hinziehen.
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Beitrag von doc_raven1000 Di 12 Jul 2022, 17:16

Faszinierend wie du deine Ideen entwickelst, Wolfgang Einen Daumen
Fehlen nur noch Arzt und Rathaus Very Happy
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Beitrag von Lupo60 Mi 13 Jul 2022, 09:54

Arzt? Hm … grübel … aber eine Apotheke wäre sicherlich noch eine gute Sache. Mit einem altmodischen, der griechischen Mythologie entliehenen Namen, so irgendwas wie „Pegasus-Apotheke“ oder sowas.

Umso mehr, dass da wieder etwas mehr Leerstand in Lauertal herrscht, weil das MGM-Kino wieder gekündigt hat. Das hat nämlich einen besseren Standort in der Innenstadt, leider nicht mehr auf der Anlage drauf gefunden. Vielleicht reicht es noch für einen „Gloria - Filmpalast“ in einem der Gebäude hinter dem Hotel.

Das wird dann auch der Idee der Anlage eher gerecht. Ich habe ja ein reichlich überdimensioniertes Bw und einen „halbierten“ Bahnhof. Das, was das große Bw rechtfertigt, befindet sich in der nicht mehr dargestellten Hälfte des Bahnhofs. Auch von der Stadt selbst sieht man nur den ersten eindeutig städtischen Bezirk, aber nicht die Innenstadt - deshalb auch kein Rathaus, deshalb auch z.B. der Doppelname des Bahnhofs „Lauertal Zollhaus“, der andeutet, dass Lauertal natürlich auch noch einen Hauptbahnhof hat, usw.

Man sieht also nicht „das Ganze“ - das ließe sich nur enorm verniedlicht darstellen - sondern sozusagen nur die ersten, aber durchaus schon von der nahen Großstadt geprägten Anfänge. Mal schauen, ob es klappt.

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Beitrag von Lupo60 So 31 Jul 2022, 17:15

Hallo zusammen,

nachdem ich die geistige Zangengeburt dieses Weichenantriebs durchgestanden hatte, habe ich mich jetzt zur Belohnung wieder mal um die Anlage gekümmert - und zwar um meinen Lieblingsbereich, das Bw.

Ihr kennt bis jetzt noch den alten Planungsstand:

Wolfgangs Neue Anlage 22-07-18

Der war bereits vorher schon Vergangenheit, nachdem ich in meiner Eigenschaft als Blödmannsgehilfe einen Bock geschossen habe. Natürlich baut der kluge Mann vor, und so hatte ich schon mal die Weichen bestellt, die bei der neuen Anlage notwendig sind. Und einige falsche Weichen geliefert bekommen. Ich würde ja jetzt gerne über den Fach- und Versandhandel ablästern, aber dummerweise habe ich sie auch höchstpersönlich falsch bestellt. Also habe ich jetzt eine Anzahl von Streamline-Weichen mit Code 80-Profil und 12° Weichenwinkel, anstelle der vorgesehenen Code 55 Weichen mit 10°. Haben ja auch fast die gleiche Bestellnummer. Aua.

Und da dachte ich mir, dass ich mir den blamablen Heckmeck mit Umtausch usw gar nicht geben wollte. Der Esoteriker würde sagen, das Universum hat sich bestimmt etwas dabei gedacht, als es mir diesen Fehler geschickt hat, ich muss es nur ergründen. Das Bw ist ideal dafür, weil da die Gleise sehr tief in ganz feinem Schotter liegen, so dass der Unterschied zu Code 55 gar nicht auffällt. Nach einigem Kampf mit der Geometrie kam das hier raus:

Wolfgangs Neue Anlage 22-07-19

Ich würde sagen, das Glück ist mit den Doofen. Mit den blau gezeichneten 12° Weichen ließen sich praktisch alle kleinen Ärgerlichkeiten aus der vorigen Version des Gleisplans beseitigen:

- Die Ausfahrgleise von den Drehscheiben sind jetzt gerade. Insbesondere der S-Schlag des Ausfahrgleises der großen Drehscheibe ist jetzt völlig weg.
- Damit hat der Sandbunker auch einen plausibel aussehenden Standpunkt gefunden und es war sogar noch möglich, ein kleines Gleis für den Sandwagen vorzusehen.
- Der kurze Gleisstummel, auf dem die Loks, nachdem sie Behandlungsanlagen durchlaufen haben, kehrt machen und zu den Drehscheiden fahren, ist nicht mehr ganz so dicht an der Nebenstrecke.
- Der etwas zu enge Gleisabstand zwischen dem oberen Gleis der Schlackengrube ist genau den notwendigen Tacken größer geworden.
- Auf dem Lokverkehrsgleis ist der Abstand zwischen der Einfahrweiche zur kleinen Drehscheibe und der Ausfahrweiche der etwas größer geworden, so dass da jetzt eine ausreichende Untersuchungsgrube hinpasst.

Also, ich habe schon Fehler mit blöderen Auswirkungen gemacht. Aber noch etwas anderes hat mich da jetzt bewegt. Mein Sprachfehler beim Lokomotivenkauf - ich kann da einfach nicht "nein" sagen - hat im Lauf von drei Jahrzehnten dazu geführt, dass es viele Schmuckstückchen gibt, die alle ihren Auslauf verdient haben. 14 Stände im großen Ringlokschuppen sind schon mal nicht schlecht, mehr wäre jederzeit willkommen.

Wäre also schön, wenn es einen Lokschuppen gäbe, der innen größer als außen ist. Und genau den hat ein Herr Vieregge, Baurat bei der KPEV tatsächlich entwickelt. Seine Entwicklung ist als "Bauart Potsdam" in die Geschichte eingegangen und war in Preußen und Sachsen sehr beliebt. Und Lauertal ist oder war ja nun mal preußisch ... also habe ich mal einen Lokschuppen dieser Bauart für Lauertal entwickelt und mal versuchsweise auf's Brett gestellt:

Wolfgangs Neue Anlage 22-07-20

Standgleise nachgezählt: Wow, aus 14 mach 18. Konstruktiv ist die Gleisführung von der Drehscheibe zum Lokschuppen etwa so, als hätte man bei einer Außenbogen-("Y-")Weiche den Teil mit den beweglichen Zungen abgesägt und den Teil mit dem Herzstück an die Drehscheibe angesetzt. Das ergibt im Lokschuppen eine Gleisanordnung mit Parallelgleisen, die jeweils mit dem doppelten Winkel auseinander streben, was im hinteren Teil des Schuppens viel Platz ergibt. Nach innen rückt der Lokschuppen näher an die Drehscheibe heran, wobei die Gleise, die über ein Herzstück zusammenhängen ein gemeinsames, etwas breiteres Tor haben. Problematisch ist allerdings, dass einiges der Gleislänge nicht genutzt werden kann, da die Gleise nach dem Herzstück noch ein Stück weit auseinander laufen müssen, bis der lichte Raum für die Fahrzeuge da ist. Vorne ist also viel Raum im Schuppen, der nicht vom Fahrzeug genutzt wird, aber dafür die Möglichkeit bot, die Lokschuppentüren vor der direkten Witterung geschützt nach innen öffnen- zu lassen.

Das hat für mich einen großen Vorteil, da es bei mir der Torantrieb nicht erlaubt, die Untersuchungsgrube gleich unmittelbar hinter der Lokschuppentür anzuordnen. Ein paar cm Platz brauche ich da also. Prima, wenn sich das so fügt. Andererseits ist es natürlich ein Nachteil, dass die große Gleislänge im Schuppen noch voll genutzt werden kann (so lange man nicht jedes zweite Gleis frei lässt). Bei etwa dem gleichen Schuppendurchmesser wie der zuvor geplante, normale Ringlokschuppen bringe ich Lokomotiven mit einer LÜP von ca. 120 mm unter. Aber das reicht auch für praktisch alle preußischen Länderbahnloks außer der P10. Dann wurde eben der Schuppen zunächst durchgehend in dieser Größe gebaut. Als dann später die Einheitslokomotiven aufkamen, wurde der Schuppen in seiner linken Hälfte verlängert und kann jetzt auch 9 Einheitslokomotiven mit ca. 150 mm Länge aufnehmen.

Es gibt also wieder ein Bauwerk zu konstruieren. Dieser Lokschuppen ist allerdings auch deutlich voluminöser als der bisher vorgesehene Ringlokschuppen. Wenn's zu klotzig wird, dann bleibt eben beim bisherigen Entwurf und (seufz) 4 Lokomotiven weniger. Den bisherigen Entwurf habe ich schon 2018 als den zur Eigenbau-Drehscheibe passenden Lokschuppen konstruiert, aber es ist ja auch nicht so, dass ich so etwas nicht gerne mache.

Wolfgangs Neue Anlage 22-07-21






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Beitrag von maxl So 31 Jul 2022, 20:48

Hallo Wolfgang - wie immer beeindruckend! Das Gleise-Zählen war und ist auch immer mein Hobby.
Bei meiner Sorte Spielbahn erbringt der gedankliche Schnitt durch die Anlage bis zu zehn parallele Gleise.
Das erfüllt mich schon mit Stolz. Allein 18 Abstellgleise in den Ringlokschuppen sprengen aber meine Dimensionen.
Naja - ich will ja auch nicht ernsthaft in Konkurrenz zu dir treten... Ich freue mich lieber an dem, was ich sehe!

Die Apotheke könnte auch Aeskulap-Apotheke heißen.

Hast du eigentlich einen Zeitrahmen für den Aufbau im Kopf? Bei mir würde es Jahre bis Jahrzehnte dauern.
So verschieden sind die Maßstäbe und Möglichkeiten!

Weiter viel Erfolg bei Planung und Umsetzung wünscht
Michael
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