Der lustige Modellbauer
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Sächsischer Rollwagen in Spur N

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Sächsischer Rollwagen in Spur N - Seite 3 Empty Re: Sächsischer Rollwagen in Spur N

Beitrag von Lupo60 am Di 01 Dez 2020, 20:54

Hallo, liebe Modellbauer,

vielen Dank für Lob und Zuspruch ... das spornt an! Und damit ist es auch gleich wieder ein Stückchen weiter gegangen. Die Radsätze bleiben mittlerweile nicht mehr auf dem Gleis stehen, wenn ich den Tender hochhebe:

Sächsischer Rollwagen in Spur N - Seite 3 K800_205

Die Schraube im Drehgestell, die alles zusammen hält und zugleich die Drehachse bildet, ist ein Drehteil mit angefeiltem Sechskantkopf. Die Spindel einer Uhrmacherdrehbank lässt sich in definierten Winkellagen arretieren und damit kann man derartige Dinge recht einfach erzeugen.

Das Halteblech besteht aus 0,15 mm Federbronze. Sieht unspektakulär aus, ist aber für mich wieder mal ein kleiner Meilenstein. Das Bronzeblech wird mit einem Transferkleber (Gudy 870) auf eine glatte Unterlage geklebt und dann ausgefräst. Und wie ich mit Erleichterung feststelle, geht das tatsächlich genau so simpel, wie es sich beschreibt. Das Ganze ist ja auch eine Art Fingerübung für die Treibstangen der Lok. Bei den hinteren Drehgestellen bildet das Halteblech auch zugleich die Abdeckung für die Kupplungsmimik. Ist etwas fummelig zu montieren, aber wenn's dann erstmal sitzt, macht es einen guten Job:

Sächsischer Rollwagen in Spur N - Seite 3 K800_206

Wie man sieht, ist der Tender bereit und eifrig, seinen künftigen Aufgaben nachzukommen. Der Kuppelabstand sieht noch arg weit aus, aber das ist teilweise auch den noch fehlenden Puffern geschuldet. Insgesamt habe ich keinen Wert auf eine Kurzkupplung zwischen Lok und Zug gelegt. Durch die Verschiedenheit dieser Fahrzeuge ergibt sich sowieso - auch beim Vorbild - an dieser Stelle eine Zäsur im Zugbild, so dass sich hier auch eine etwas größere Lücke verschmerzen lässt.

Nächste Etappe wäre dann die Fräsbearbeitung der Drehgestell- und des Tenderrahmens von den Seiten her. Das wird dann von der Aufspannung her anspruchsvoll, die Fräsoperation selbst ist überschaubar und eher simpel.

Was Helferleins Glühbirne betrifft, leuchtet sie mittlerweile doch stetig. Ich muss ja nur den Rahmen der Lokomotive mit dünnen Blechen so auffüttern, dass seine Breite dem Spurkranzinnenmaß entspricht. Dann noch eine kleine Presse bauen, deren Aufnahmen für die Räder anhand der Kurbelzapfenbohrung den richtigen Winkel sicher stellen. Schon sollte es funzen. Der Antrieb bleibt also in der Lok, wo er m.E. auch hingehört.

So, das war's auch schon wieder. Nicht viel zu sehen, aber viel neues gemacht und gelernt dabei und viel zu erzählen.

Viele verschneite und liebe Grüße aus der Hauptstadt des Bieres
Wolfgang
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Beitrag von Glufamichel am Mi 02 Dez 2020, 00:58

Lupo60 schrieb: Durch die Verschiedenheit dieser Fahrzeuge ergibt sich sowieso - auch beim Vorbild - an dieser Stelle eine Zäsur im Zugbild, so dass sich hier auch eine etwas größere Lücke verschmerzen lässt.
Viele verschneite und liebe Grüße aus der Hauptstadt des Bieres
Wolfgang

Hallo Wolfgang,
ich finde, es geht hier primär um das Erscheinungsbild des Wasserkochers sunny Da wollen wir uns doch nicht an etwas mehr "Lücke" stören... 2 Daumen
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Beitrag von didibuch am Mi 02 Dez 2020, 09:33

Hallo Wolfgang,

ich finde es sehr spannend, deinen Bericht zu verfolgen und zu sehen, wie du die einzelnen Schritte meisterst. Bislang sieht das schon sehr gut aus.

Viele Grüße
Dieter
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Beitrag von Steffen70619 am Mi 02 Dez 2020, 21:42

Hallo Wolfgang,

eine sehr schöne und feine Fräs- und Dreharbeit, die Du uns hier zeigst.
Meine Hochachtung. Eine Freude, Deinem Baubericht zu folgen.

Herzliche Grüße
Steffen
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Beitrag von Lupo60 am Sa 12 Dez 2020, 23:24

Hallo zusammen,

eine Weile war ich jetzt etwas stiller, aber das lag daran, dass ich zwar recht viel gemacht habe, aber das alles nicht so fotogen oder berichtenswert war. Dafür hab ich jetzt ein bisschen mehr. Besagter Herr Lupo60 hat sich also endlich bequemt, die Fräsdateien für die Seiten von Tenderrahmen- und Drehgestellen fertig zu machen.

Hier der Tenderrahmen in Arbeit:
Sächsischer Rollwagen in Spur N - Seite 3 K800_207

und das saublöd zu fotografierende Ergebnis:
Sächsischer Rollwagen in Spur N - Seite 3 K800_208

Jetzt ist also der Rahmen kein Klotz mehr, sondern besteht von der Seite aus U-Profilen. War für mich wieder mal eine Premiere mit einem 0,5er Fräser. Kein Wunder, dass sich der Herr Lupo60 ein bisschen davor drückte. Aber ging dann doch (fast) problemlos. Und - ich konnte erstmals ein bisschen die Stärke der CNC Maschine ausreizen. Da die Teile genau gleich gespannt wurden, konnte ich die drei Stück in einem Rutsch machen.

Weiter zu den Drehgestellseiten, auch hier wieder bei der Arbeit bzw fertig zur Bearbeitung:
Sächsischer Rollwagen in Spur N - Seite 3 K800_209

Hier war schon etwas mehr an Grübelei für die Aufspannung vonnöten. Man sieht den Drehgestellrahmen von zwei Messingplatten eingerahmt im Schraubstock. Die beiden Spannplatten sind so gearbeitet, dass die etwas feineren Details auf der Drehgestelloberseite nicht direkt gequetscht werden. Außerdem wird der Rahmen so geführt, dass die Achsmitten genau mittig zwischen den Spannflächen liegen. Damit ist es egal, wie herum die Drehgestellrahmen eingespannt werden, und ich kann die rechte und linke Seite in der gleichen Aufstannung machen.

Das war sozusagen meine erste richtige Serienfertigung (Losgröße 12) auf der Maschine und ging hintereinander weg. Wie so oft, haben die meiste Zeit Konstruktion und Fertigung der Spannvorrichtung gebraucht. Hier jetzt das Ergebnis:

Sächsischer Rollwagen in Spur N - Seite 3 K800_210

Man sieht bei den oberen Teilen recht gut, was da gefräst wurde. Im wesentlichen wurde der Drehgestellrahmen im Bereich, wo die metallenen Radreifen laufen, zurück genommen, so dass die Radreifen nicht an den Rahmen anlaufen und Kurzschlüsse verursachen können. Vorne die beiden besagten Spannplatten.

Und daneben ist noch einiges an Kleinkram fertig geworden:

Sächsischer Rollwagen in Spur N - Seite 3 K800_211

Diese Kleinteile dienen zur Komplettierung des Tenderrahmens. Sie werden angelötet (wieder eine Premiere), und das sieht dann so aus:

Sächsischer Rollwagen in Spur N - Seite 3 K800_212

Blöde zu fotografieren. Die Puffer sind Kaufteile, die ich noch genug für zwei Loks im Bestand habe. Tja, und dann konnte ich in 5 Anläufen den 3D-Drucker noch überreden, die Drehgestellblenden mit ganz feiner Düse (0,15 mm) in halbwegs brauchbarer Qualität zu drucken. Und damit konnte ich jetzt den ersten Tender (auf einer Seite ...) mal so richtig optisch fertig machen - und da isser:

Sächsischer Rollwagen in Spur N - Seite 3 K800_213

Sächsischer Rollwagen in Spur N - Seite 3 K800_214

Leider ist beim zweiten Bild das Gehäuse in bisschen liederlich aufgesetzt, aber auf der Fotoseite stimmt's halbwegs. Vorne und hinten müssen noch die Aufstiegsleitern dran, die Stromabnehmer in Inneren fehlen noch und auch ein paar Griffstangen, aber im großen und ganzen ist jetzt der Tender fertig. Der war jetzt für mich das Übungsobjekt, um mich überhaupt erstmal in die Fräsmaschine einzufuchsen*) und die Herstellung von Radsätzen zu üben. Da ist jetzt mal ein erster Schritt gemacht, und jetzt kann's dann mutig voran in Richtung der Lokomotive gehen.

Viele Grüße
Wolfgang

*) da muss ich auch lobend erwähnen, dass der Hersteller der Fräsmaschine, CNC-Step, bei Rückfragen sehr hilfsbereit, freundlich und kompetent war.
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Beitrag von Steffen70619 am So 13 Dez 2020, 01:39

Hallo Wolfgang,

ein feines Stück Modellbau lieferst Du hier. Klassische und neue Technik perfekt kombiniert.
Schön, Dir dabei zuzusehen.

Herzliche Grüße

Steffen
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Beitrag von didibuch am So 13 Dez 2020, 07:53

Hallo Wolfgang,

einfach klasse.

Viele grüße
Dieter
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Beitrag von maxl am So 13 Dez 2020, 09:45

Dieser "Herr Lupo60" hat mit seinen Helferlein mal wieder ganze Arbeit geleistet... In Gedanken fräse ich mit, Wolfgang, in der Praxis beschränken sich meine Metallarbeiten weiterhin auf das Flachklopfen, Durchbohren, Verlöten und Versäubern von Kupferdraht. Schuster, bleib bei dem, was du dir leisten kannst! Es macht aber einfach Spaß, zumindest gedanklich andere, deutlich präzisere Verfahrensweisen nachzuvollziehen. Ich wünsche dir weiter gutes Gelingen. Was macht eigentlich die S3/6? Oder ist das eine unangemessene Frage?

Beste Grüße Michael (maxl)
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Beitrag von Lupo60 am So 13 Dez 2020, 13:09

Hallo zusammen,

danke für die Blumen! Ja, die neue Technik...

Ich hatte vor laaangen Jahren im Rahmen meines Praktikums U-Stahl geschruppt und die diversen Werkzeugmaschinen kennen gelernt. Damals mit einigem Missvergnügen, denn das musste in den Semesterferien passieren, wo es mit den Prüfungsvorbereitungen kollidierte und überhaupt, Ferien wären auch nett gewesen. Sicherlich hätte ich sonst viel mehr Freude daran gehabt und das habe ich im Nachhinein immer ein bisschen bedauert. Nun, das hole ich jetzt gerade nach. Und tatsächlich, es macht viel Freude.

Die S 3/6 steht sehr dekorativ, aber immer noch ohne Tender und Führerhaus auf dem Wohnzimmerschrank und harrt der weiteren Entwicklung. Ich bin noch am überlegen, ob ich das Fahrwerk nochmal neu aus Messing baue oder einfach weiter mit meinen 3D Druckteilen mache. Wird sich im nächsten Jahr entscheiden. Aber abgeschrieben ist die Lok nicht, keinesfalls!

Liebe Grüße
Wolfgang
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Beitrag von Lupo60 am Di 29 Dez 2020, 15:04

Hallo zusammen,

ich wünsche allerseits, eine schöne Weihnachtszeit gehabt zu haben! Wie jeder gute Betrieb nutzte auch mein Lokomotivwerk die ruhige Zeit für einige interne Arbeiten, aber auch beim Lokomotivbau ging es weiter, bzw streng genommen fing es jetzt erst an, nachdem ich mich bisher ja nur am Tender verlustiert habe.

Diese Mal schlug wieder die Stunde für den 3D-Druck und nach einiger Tüftelei liegt jetzt dieses Teil da:

Sächsischer Rollwagen in Spur N - Seite 3 K800_216

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Sächsischer Rollwagen in Spur N - Seite 3 K800_218

Der Kessel ist ein reiner Dummy, der "richtige" Kessel wird aus Messing gedreht. Wie immer finde ich es toll, was so ein Würstchenleger noch zustande bekommt. Mit dem bloßen Auge sieht das Teil auch gut aus - das Makro offenbart allerdings, dass ich bei dem Teilchen wohl doch in irgend einem Grenzbereich gelandet bin.

Insgesamt bin ich mir noch nicht ganz schlüssig darüber, ob es wirklich eine gute Idee ist, die Zylinder gleich mit anzuformen. Klar, was mit gedruckt ist, kann ich nicht schief ankleben, aber blöde bei dem Teil ist, dass ich die Bohrung im Schieberkasten nicht nacharbeiten kann. Von vorne verdeckt die Pufferbohle und die Stufe im Umlauf die Bohrung, von hinten müsste ich drei Bohrer zusammenkleben, um dran zu kommen. War also wahrscheinlich Quatsch, es so zu machen.

Das Ganze war auch insofern aufwändig, weil ich die ursprüngliche Konstruktion noch ohne Praxiserfahrung gemacht habe. Es war einiges an Umarbeitungen notwendig, gerade im Bereich des späteren Führerhauses und der Lok-Tender-Kupplung, um zu einer Lösung zu kommen, die sich auch bauen lässt.

In diesem Rahmen soll später mal ein harter Kern stecken; das Chassis das als Messingbauteil auch die notwendige Präzision und Festigkeit mitbringt, um die Achsen und das Getriebe zu führen. Der 3D-gedruckte Rahmen hat im Prinzip nur die Funktion, hübsch auszusehen und das Chassis elektrisch von den Radreifen zu trennen. Auch beim Chassis war im Licht der Erfahrungen beim Fräsen eine komplette Umkonstruktion fällig.

Ursprünglich war vorgesehen, das Chassis einteilig zu bauen, und es per Fräser von unten her so auszuhöhlen, dass die Zahnräder reinpassen. Damit hätte ich dann mit einem 1 mm Fräser gute 6 mm tief fräsen müssen. Wieder etwas, was auf dem geduldigen virtuellen Papier im Rechner kein Problem ist - und dann daran scheitert, dass man aufgrund der Schneidenlänge eines 1 mm Fräsers keinen tieferen Schlitz als 5 mm hinbekommt.

Die Lösung ist jetzt zweiteilig und sieht so aus:

Sächsischer Rollwagen in Spur N - Seite 3 20-12-10

Der Getriebedeckel ist also tatsächlich nur dazu da, damit das Innenleben des Chassis vernünftig hergestellt werden kann. Danach besteht nie wieder die Notwendigkeit, ihn zu demontieren. Damit bietet es sich an, die beiden Rohteile erstmal so weit zu fertigen, dass sie zusammenpassen und die Innenkontur des Chassis zu erstellen. Danach werden die Teile dann (durch Stifte zentriert) verlötet und als ein Teil mit allen Bohrungen und Führungsflächen fertig bearbeitet. Damit kann sich dann auch kein Versatz der beiden Teile mehr einstellen.

Es ergibt sich jetzt also die Aufgabe, die Zahnräder entsprechend in den benötigten Breiten anzupassen und natürlich das Chassis zu fertigen. (Und sich in der Zwischenzeit etwas mit dem Rahmen und den Zylindern einfallen zu lassen). Über die Fortschritte werde ich selbsredend nzw -schreibend weiter berichten.

Euch allen ein guten Rutsch und viele Grüße
Wolfgang
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Beitrag von Steffen70619 am Di 29 Dez 2020, 18:17

Hallo Wolfgang,

danke für die Fortsetzung. Kessel und Rahmen sehen gut aus.
Muß mir das immer viermal kleiner vorstellen und staune, was Dein 3D-Druck fertigbringt.
Die Zylinder würde ich allerdings wirklich als separates Teil bauen, auch in N. Genauso den Umlauf.
Spätestens beim Nacharbeiten und Lackieren macht sich das bezahlt, und irgendwie muß ja auch noch die Steuerung ran.
Die Idee mit dem geteilten Rahmen ist gut. Erleichtert Wartungs- und Montagearbeiten, und die Frässpäne gehen auch besser raus Very Happy

Danke für Deine tollen Berichte, denen ich gerne folge.
Einen guten Rutsch und ein gesundes und erfolgreiches neues Jahr schon einma jetzt

Herzliche Grüße
Steffen
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Beitrag von Lupo60 am Di 29 Dez 2020, 21:54

Steffen70619 schrieb:... Genauso den Umlauf.

Hallo Steffen,

danke für Deine Überlegungen! Die Zusammenfassung von Rahmen und Umlauf zu einem Bauteil ergab sich, weil die einzelnen Teile nur jeweils 0,5 mm dick sind und alleine fürchterlich schlabberig sind. Als ein Teil steifen sie sich gegenseitig aus. Aber Du hast völlig recht, irgendwie unpraktisch ist das schon.

Im Prinzip ist dieser Rahmen ja aus der Überlegung heraus entstanden, um einen Kurzschluss zwischen Radreifen und Rahmen zu vermeiden. Die Idee, einfach den Rahmen hinter den Radreifen ein paar 1/10 mm zurückzunehmen, so dass allenfalls nur der kunststöfferne Radstern anlaufen kann, hatte ich erst viel später bei den Tenderdrehgestellen, als der Rahmen schon stand.

Insofern hadere ich durchaus noch mit diesem Rahmen als Ganzes. Was mich im Moment noch davon abhält, ihn rauszuschmeißen, sind die beiden Absätze im Umlaufblech, die so schön bogenförmig geschwungen laufen. Da graust es mich noch ein bisschen, das aus Blech zu biegen. Aber vielleicht wage ich mich da noch dran.

Viele Grüße
Wolfgang

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Beitrag von maxl am Do 31 Dez 2020, 09:32

Hallo Wolfgang - immer wieder freue ich mich an deinen detaillierten Überlegungen und technischen Umsetzungen. Da gibt es einfach viel zu lernen, auch, wie nüchtern du die Probleme analysierst und schon das nächste Verfahren gedanklich durcharbeitest, während wir noch staunend vor dem - doch auch nicht gerade schlechten - Zwischenergebnis stehen. Naja - ganz ingenieursmäßig eben. Hatte nicht Edison etwas in der Richtung geäußert, er kenne keine Fehlversuche, er habe eben bis jetzt nur hundert Wege entdeckt, wie man eine Glühlampe besser nicht baut?

Das Blechbiegen gehört bei mir zu den Angstgegnern. Ich verstehe gut, wenn dir davor graust. Nicht ein Teil fällt bei mir exakt so aus wie das nächste... Liegt natürlich auch am Werkzeug und mangelndem Know-How.

Ich wünsche dir - auch für das kommende Jahr - weiter gute Modellbauerfolge!

Beste Grüße Michael (maxl)
maxl
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Beitrag von Lupo60 am Sa 02 Jan 2021, 13:51

Hallo zusammen,

erstmal ein schönes 2021 für Euch alle!

Basteltechnisch ist es hier wieder ein bisschen weiter gegangen. Hier sind jetzt erstmal die Zahnräder für 3 Lokomotiven:

Sächsischer Rollwagen in Spur N - Seite 3 K800_219

Hinten im Bild das "Rohmaterial" und ein Satz Zahnräder so, wie sie in der Lokomotive angeordnet sind. Das Makro bringt wieder mal unbarmherzig an den Tag, wo ich noch säubern und entgraten muss. Der nächste Schritt wäre jetzt, in einem Stück Messing die entsprechenden Achsabstände zu bohren, Achsen rein und dann mal schauen, ob es auch läuft.

Mit dem Rahmen habe ich noch ein bisschen weiter experimentiert. Ein bisschen Farbe soll ja Wunder wirken:

Sächsischer Rollwagen in Spur N - Seite 3 K800_220

Das ist jetzt eigentlich im Detail alles ziemlich unansehnlich, aber ich denke, der erste Eindruck ist gar nicht sooo schlecht.

Sächsischer Rollwagen in Spur N - Seite 3 K800_221

Sächsischer Rollwagen in Spur N - Seite 3 K800_222

Merkwürdig ... mit Puffern sieht es für mich auch gleich nach Eisenbahn aus (aus, wenn ich sie im Eifer des Gefechtes natürlich verkehrt herum eingesteckt habe). Einer der Gründe, warum ich recht wenig mit amerikanischen Eisenbahnen oder neuen Treibwagen mit Schaku anfangen kann. Das fehlt was!

Gut, hier fehlt jetzt nun auch noch einiges, fast noch nichts ist so, wie es sein soll, und der 3D-gedruckte Kessel mit den Zurüstteilen geht ja mal gar nicht (Es handelt sich um erste Druckversuche, die ich vor zwei Jahren mal gemacht habe): aber die Richtung weist es dennoch. Ich werde jetzt erstmal mit dieser Rahmenbauart weiter machen, aber dabei einige Details, die im Druck ohnehin nur unscharf werden, weglassen. Auch die Zylinder bleiben dran. Dass ich die Bohrungen für die Schubstangen nicht nachzupfen kann, stimmt zwar immer noch, ist aber beim zweiten Nachdenken überhaupt kein Problem, weil ich diese Bohrungen überhaupt nicht brauche. Da die Steuerung auf Mittel ausgelegt ist, kommt "oben" ja ohnehin gar kein Hub zustande. Die einzige Bewegung in diesem Bereich macht der Voreilhebel und der funktioniert genau so, wenn sein oberer Anlenkungspunkt festliegt. Das ist bei allen Fleischmann-Piccolo-Loks so gelöst.

Also denn!

Viele Grüße
Wolfgang
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Beitrag von Steffen70619 am Mo 04 Jan 2021, 20:41

Hallo Wolfgang,

das sieht doch für den Anfang sehr gut aus, die typischen Merkmale der BR 38.2 mit niedrigem Umlauf sind deutlich zu erkennen.
Das werden feine und seltene Maschinchen. Immerhin stand im Original die XII H2 in der Länge der Dienstzeit dem preußischen Pendant kaum nach.
Freue mich schon auf die Fortsetzung Very Happy

Herzliche Grüße

Steffen
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Beitrag von Lupo60 am Di 12 Jan 2021, 12:46

Hallo Steffen,

vielen Dank für Deinen sehr ansporndenen Worte! Ich denke auch, dass die Proportionen recht gut getroffen sind.

Im Moment ist bei mir ein bisschen Sendepause, was aber keineswegs auf nachlassenden Basteleifer zurück zu führen ist. Aber ich bin dann doch - auch nach entsprechenden Hinweisen von anderer Seite - noch ein bisschen in mich gegangen bezüglich des 3D-Drucks und letztlich zu dem Schluss gekommen, dass das alles nicht so richtig makrofest ist. Das geht auch besser - und eigentlich weiß ich das ja auch: https://www.der-lustige-modellbauer.com/t26889p525-bau-der-bismarck-in-1100#804807

Also, nachdem ich nun festgestellt habe, dass die SLA-Drucker in der Zwischenzeit ja richtig erschwinglich geworden sind, habe ich einen solchen bestellt - und habe mich natürlich prompt auf ein Modell eingeschossen, das erst im Februar lieferbar ist. Also fasse ich mich noch ein bisschen in Geduld. Die Wartezeit verkürze ich mir gerade damit, dass ich nochmal neue Radreifen drehe und die bislang für den FDM-Druck optimierten Radsterne nochmal neu und dieses mal ein bisschen vorbildgerechter - mit den entsprechenden Gussradien usw - konstruiere.

Unter meiner gleichmütig-geduldigen Fassade freu ich mich schon wie Bolle auf den neuen Drucker und kann's kaum erwarten, dass es wieder weiter geht ... nun, Ihr werdet es erfahren, wenn es so weit ist.

Viele Grüße
Wolfgang


Lupo60
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