Der lustige Modellbauer
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Sächsischer Rollwagen in Spur N

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Sächsischer Rollwagen in Spur N - Seite 2 Empty Re: Sächsischer Rollwagen in Spur N

Beitrag von Lupo60 am So 18 Okt 2020, 00:01

Hallo zusammen,

soderle ... Zeit für einen Update: Hüpfeding

Alle oben so lang dargestellten Überlegungen haben sich als richtig erwiesen und mit den richtigen Spannwerkzeug ließ sich dann doch recht zügig arbeiten. Mit dem Erfolg, dass jetzt alle Räder fertig geworden sind:

Sächsischer Rollwagen in Spur N - Seite 2 K800_175[/url]

Äh ... fast. Noch müssen die Radreifen mit den Radkörpern verklebt werden, und das hat sich als recht anspruchsvoll erwiesen. Mit normalem Sekundkleber will ich eigentlich nicht dran - wenn der bindet abbindet, bevor das richtig gefügt ist, gibt's Kleinholz. Also versuche ich mich mit Loctite 649, der unter Luftabschluss, also erst in der Passfuge aushärtet. Ein Vorversuch mit einem Ausschussteil läuft gerade.

Sollte hier noch jemand einen Vorschlag haben: Immer her damit!

Insgesamt macht die Arbeit an dem Uhrmacherdrehbänkchen mit zunehmender Routine auch wieder zunehmend Freude. Normalerweise arbeite ich mit einer 5-fach vergrößernden Lupenbrille auf der Nase. Damit entsprechen die Teile dann exakt der Spur 1. Witzig war es, als ich nach einer Pause ohne Lupenbrille wieder losgelegt habe. Erster unwillkürlicher Eindruck: Ogott, was ist das denn für ein Gefutzel - was tue ich mir da denn gerade an! Die Kleinheit des Ganzen hat mich dann auch zu diesem Foto inspiriert:

Sächsischer Rollwagen in Spur N - Seite 2 K800_177

Zumindest werde ich wohl keinen Anhänger am Auto brauchen, um die Lok zu transportieren ...

Wenn die Verkleb ung der Radreifen steht, kommen die Räder noch ein letztes Mal in die Drehbank, um die Achsbohrung gerade und mittig zu setzen. Dann können schon mal die Radsätze für Lauf- und Tenderräder zusammengebaut werden. Bei den Treibrädern wird es noch eine ganze Weile dauern. Hier sind auch Zahnräder auf den Achsen und da muss die Lager der Kurbelzapfen auch zur Verzahnung passen, sonst klemmt es. Also macht man das am Besten erst, wenn das Getrieb montiert ist und läuft. So weit bin ich aber noch nicht.

Nächster Schritt ist daher erstmal der Tender, und in den letzten Tagen ist auch die Konstruktion vom Tenderrahmen und der Drehgestellrahmen - der hintere mit Spur-N-Normkupplung ohne Kulisse - fertig geworden. Wenn die Teile da sind, dann kann ich auch schon mal erste Testfahrten machen und sehen, ob die Radsatzgeometrie etwas taugt.

Wenn's gut läuft, kann ich morgen vielleicht schon die entsprechenden Frästeile vorstellen. Bin mal gespannt ...

Viele Grüße
Wolfgang
Lupo60
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Beitrag von didibuch am So 18 Okt 2020, 18:39

Hallo Wolfgang,

ich bin platt, was du da in Spur N hinzauberst, klasse.
Ich schaue dir staunend zu.

Viele Grüße
Dieter
didibuch
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Modellbau-Experte
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Beitrag von Steffen70619 am So 18 Okt 2020, 20:06

Hallo Wolfgang,

soll das wirklich N sein? Kann man irgendwie nicht glauben. Ich wäre froh, wenn manche Räder in H0 so aussehen würden.
Das ist wirklich von feinsten, was Du uns hier präsentierst. Meinen Glückwunsch.

Herzliche Grüße

Steffen
Steffen70619
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Beitrag von Lupo60 am Mo 19 Okt 2020, 10:02

Dankeschön, Dieter und Steffen! Wie gesagt, beim Arbeiten sehe ich es ja als Spur 1 - Modell Wink, da ist dann nicht mehr so fummelig.

Zwischenzeitlich hat sich auch Frage nach dem Klebstoff zwischen Radreifen und -nabe geklärt: Kein HiTech-Kleber, sondern ganz einfacher Plastikkleber. Offensichtlich löst der die Oberfläche des Kunststoffteils hinreichend an, so dass der sich richtig in die Drehriefen das Radreifens einschmiegen kann. Schön, dass auch mal etwas einfach ist.

Gestern nach Mitternacht habe ich auch das Fräsprogramm für die Drehgestellrahmen fertig bekommen. War also aufwändiger als gedacht. Da ich zur Zeit wieder home-office machen darf, finde ich vielleicht die Gelegenheit, heute die Fräsmaschine anzuwerfen.
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Beitrag von Lupo60 am Sa 24 Okt 2020, 22:38

Hallo zusammen,

und wieder mal Hüpfeding Es hat eine ganze Weile gedauert, aber jetzt endlich ist das erste Messingfrästeil so fertig geworden, dass auch ich nichts mehr zu meckern dran habe:

Sächsischer Rollwagen in Spur N - Seite 2 K800_181

Sächsischer Rollwagen in Spur N - Seite 2 K800_182

Sächsischer Rollwagen in Spur N - Seite 2 K800_183

Uff. War ein steiniger, aber auch sehr lehrreicher Weg da hin, und wenn's am Ende erfolgreich ist, hat sich die Mühe auch gelohnt. An einer Stelle musste ich die Kollegen von der "großspurigen Zunft" im Buntbahnforum um Rat fragen, den ich auch prompt, kompetent und sehr freundlich bekommen habe. An dieser Stelle nochmal meinen herzlichsten Dank und viele Grüße Grüße an die Buntbahner, die dem Link hierher gefolgt sind.

Es handelt sich hier um den Rahmen des vorderen Tenderdrehgestells. Das hintere wird genauso aussehen, weist aber noch eine Aufnahme für die Kupplung auf. Die Achsen werden später von einem Bronzeblech gehalten, das mit der Schraube für den Drehzapfen befestigt ist. Die Drehgestellblende mit Achslagern, Federn usw wird ein 3D-Druckteil, das stumpf an die drei Vorsprünge vor, zwischen und hinter den Rädern geklebt wird.

Weil's so schön ist, hier das Ganze schon mal auf dem Gleis:

Sächsischer Rollwagen in Spur N - Seite 2 K800_184

Die Radsätze sind erstmal nur provisorisch zusammengesteckt. Ich habe die Achsbohrungen erst nach dem Einkleben in der Drehbank auf Maß gebohrt, dadurch laufen sie schön rund. Um das ganz wichtige Spurkranzinnenmaß genau einstellen zu können, muss ich mir noch eine kleine Lehre bauen. Einfach so von Hand was zusammentackern klappt in dieser Größe oder Kleine nicht.

Das mit dem Einkleben der Radnaben in die Radreifen mit Plastikkleber hat dann doch nicht funktioniert. Der Abstand zwischen "Fest" und "Ab" ist da doch sehr, sehr gering. Im Moment arbeite ich mit einem Sekundenklebegel von Uhu, das nicht ganz so rabiat schnell abbindet, dass man die Teile doch noch einen Moment lang korrigieren kann. Wenn man genau schaut, sieht man auf den Bildern noch einige Rückstände davon. Da muss ich nochmal drüber ...

Ja, also die Ausbeute ist im Moment eher noch bescheiden, aber die vielen Aha!-Erlebnisse, auf denen ich jetzt aufbauen kann, kann ich halt leider nicht nicht fotographisch darstellen. Aber das große Aha!-Erlebnis, wenn endlich alles genau so läuft, wie man es sich vorgestellt hat, kennt jeder Bastler.

Viele Grüße
Wolfgang

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Beitrag von Helmut_Z am So 25 Okt 2020, 04:12

Sehr schön Wolfgang,  Cool
das sind alles Arbeiten, die ich jetzt seit genau 18 Jahren NICHT mehr mache. Mir wird es ganz anders, wenn ich mir vorstelle wie groß das Teil ist.
Helmut_Z
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Beitrag von maxl am So 25 Okt 2020, 09:38

Das Frästeil "hat was", Wolfgang! Klar - es sind letztlich Maschinchen, denen du die Befehle erteilst, aber genau das muss man eben können! Belohnt wirst du mit einem makellosen Bauteil, das anzuschauen die pure Freude ist. Ganz nebenbei sorgt das Drehgestell ja wohl für eine tiefe Schwerpunktlage und das dürfte sich doch positiv auf die Laufeigenschaften auswirken. Wie auch immer: Meine Gratulation!

Beste Grüße Michael (maxl)
maxl
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Beitrag von Helmut_Z am So 25 Okt 2020, 11:11

maxl schrieb:Klar - es sind letztlich Maschinchen, denen du die Befehle erteilst, aber genau das muss man eben können!
(maxl)

nicht unbedingt Michael, bei so einem Teil würde ich nicht mal programmieren, runter in Keller. in Schraubstock einspannen und fräsen. Very Happy
Helmut_Z
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Beitrag von Steffen70619 am So 25 Okt 2020, 11:33

Hallo Wolfgang,

tolle Arbeit, klasse. Das geradezu monströs erscheinende Millimeterpapier läßt die tatsächliche Größe (oder besser Kleine) des Teils erahnen.
Über die zwischenzeitlich erreichbare Qualität der 3D-Drucke gerate ich immer mehr ins Staunen ...

Herzliche Grüße

Steffen
Steffen70619
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