Der lustige Modellbauer
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Wolfgangs Bayerische S 3/6

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Beitrag von Schlossherr am So 01 März 2020, 13:38

Hallo, in welchem Massstab sind die Druckteile, insbesonderen die Räder nochmal?
Habe den Hinweis nicht mehr gefunden.......Danke für eine kurze Auskunft
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Beitrag von maxl am So 01 März 2020, 14:02

Wie inzwischen schon gewohnt: eine traumhafte Umsetzung deines Vorhabens, Wolfgang! Du druckst dir "einfach" deinen eigenen Bausatz. Revell und Co. ahnen zum Glück nichts davon, sonst hätten sie schlaflose Nächte. Oder: Was du hier zeigst, ist sowieso die Modellbauvariante der Zukunft, zumindest bei Kunststoffmodellen: Selbstdrucken der Teile und die Modellbaufirmen liefern nur noch die Dateien...
Dass nun auch der Kessel der OcCre-Lok einem - oder mehreren selbstkonstruierten Teilen weichen wird, überrascht mich nicht, sondern ist nur folgerichtig.
Wie kommst du mit den Überlegungen zum Lackieren der Teile weiter? Das scheint mir aktuell die größere Herausforderung. Ich bin gespannt!
Gruß Michael (maxl)
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Beitrag von Lupo60 am So 01 März 2020, 17:25

Hallo Michael (Schlossherr),

Das ist 1:32 (Spur 1), es handelt sich ja nur um wenige Teile, um den Bausatz von Occre ein bisschen aufzuwerten Ablachender

Hallo Michael (maxl),

Tja, die Lackierung - ich werde jetzt das Fahrwerk genau so lackieren wie das Drehgestell, Ferrarirot (Vallejo) geluftgebürstet, und ein bisschen mit Dreck (Tamiya) nachbehandelt. Die Auftraggeberin meinte, ich soll meine Sachen ein bisschen pflegen und nicht so einsauen lassen. Also hat das Personal den ehrenvollen Auftrag, mit Putzwolle ein bisschen sauber zu machen und den Schmutz nur so zu verteilen, dass er die Details hervorhebt.

Schönen Sonntag noch,
Wolfgang
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Beitrag von maxl am So 01 März 2020, 18:14

Lupo60 schrieb: Also hat das Personal den ehrenvollen Auftrag, mit Putzwolle ein bisschen sauber zu machen und den Schmutz nur so zu verteilen, dass er die Details hervorhebt.
Guter Ansatz, Wolfgang!
Gruß Michael (maxl)
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Beitrag von didibuch am So 01 März 2020, 18:17

Hallo Wolfgang,

ich kann hier nur sprachlos zuschauen und staunen. Von der Konstruktion bis zum Bau: Einfach klasse.

Viele Grüße
Dieter
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Beitrag von Helmut_Z am So 01 März 2020, 19:08

Hi Wolfgang

lese gerade erst dein Angebot wegen der Konstruktion. Ich danke dir. Ähnlich habe ich auch die Räder für die S3 gemacht. Aber so Konstruktionen wie du da machst schaffe ich nicht mehr, denke ich. Da müsste ich mit meinen knapp 67 schon noch bisschen dazu lernen.
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Beitrag von Lupo60 am Di 17 März 2020, 19:59

Hallo zusammen,

es ging mal wieder ein bisschen weiter im Lokomotivwerk, und da möcte ich Euch den derzeitigen Stand nicht vorenthalten:

Wolfgangs Bayerische S 3/6 - Seite 8 K800_p66

Ja, der vordere Rahmenteil ist - bis auf abbruchgefährdete Details - komplett und der innere Antrieb steht schon mal, oder besser - er läuft auch, beim nächsten Bild habe ich die Achse ein Stück weiter gedreht:

Wolfgangs Bayerische S 3/6 - Seite 8 K800_p69

Die Kolbenstangen sind, von den Nieten abgesehen, die ersten Metallbauteile an der Lok, sie bestehen aus 2,5 mm Federstahl. Der Antrieb läuft zwar recht leicht und ohne "harte" Stellen, aber ich habe meine Zweifel, ob es leicht genug ist, dass das Gestänge beim Schieben der Lok mitläuft. Na ja, wäre jetzt auch kein Beinbruch, wenn es nicht klappt. Ist aber gleich eine Lehre für weitere Modelle (Fahrmodelle in Spur N): Der Antrieb sollte in die Lok. Again what learned.

Wolfgangs Bayerische S 3/6 - Seite 8 K800_p70

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Wolfgangs Bayerische S 3/6 - Seite 8 K800_p72

Ich bin zwar schon ein bisschen erschrocken, wie viel rot noch beim Zylinder durchblitzt, aber die Lackierung ist ja noch nicht fertig.

Die Montage ist ein bisschen ein Tüftelspiel, welche Reihenfolge die geschickteste ist, damit man sich nichts verbaut. Aber ich denke, das ist nichts neues. Das Montagekonzept allerdings mit Kleber + Kupferniete (eingeklebt) als genaue Positionierungshilfe hat sich bisher richtig gut bewährt. Bisher hat immer alles gepasst. Der Drucker tendiert allerdings dazu, alle Löcher, die er als Kreise bauen muss, etwas zu eng zu machen, so dass man mit Stiftenklöbchen und Bohrer ein wenig nachhelfen muss. Sollte jemand eine ähnliche Konstruktion machen wollen, kann ich's nur wärmstens empfehlen.

Es geht eben laaaangsam und bedächtig, aber so soll's ja auch sein, wenn dann die Geduld belohnt wird. Erinnert mich irgendwie an mein allererstes Modell. Das war die "Bismarck" von Airfix, die mir mein Vater mitgebracht hat, damit sein damals 9-jähriger, kranker und quengeliger Sohnemann, der alle seine Bücher durchgelesen hatte, mal eine Beschäftigung hat. Dieses Modell war an einem Nachmittag gebaut … ohne Farbe, aber mit reichlich Kleber. Tja, sooo schnell geht's heute nicht mehr.

Euch noch eine schöne Woche, viel Erfolg mit Euren Bauprojekten und BX *)

Wolfgang


*) Bleibt Xund, wie man in Franken sagt.
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Beitrag von maxl am Di 17 März 2020, 22:10

Ich hatte es nicht anders erwartet, Wolfgang: absolute Spitzenklasse! Ich freue mich mit dir!
Gruß Michael (maxl)
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Beitrag von klaus.kl am Di 17 März 2020, 22:18

Hallo Wolfgang,
wieder klasse Fortschritte und perfekte Bauteile Zehn und dann noch in einer Fertigungsweise, die ich auch gerne beherrschen würde.  lol!
Weiterhin gutes Gelingen.

Gruß Klaus
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Beitrag von Helmut_Z am Mi 18 März 2020, 04:35

Moin Wolfgang

Kann mich meinen beiden Vorrednern nur anschließen. So möchte ich auch können.  
Wie ich lese, willst du ja auch Spur N. Das war eigentlich der Grund, wieso ich eigentlich angefangen hatte, stelle aber in der Zwischenzeit fest, das das ein Traum bleiben wird.
Wie hast du die Metallteile hergestellt?
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Beitrag von Lupo60 am Mi 18 März 2020, 17:55

Hallo Michael, Klaus und Helmut,

Dankeschön für Euer Lob! Bedeutet mir sehr viel, da ich ja auch mit ausgerenkter Kinnlade vor den Fotos sitze.

Wie gesagt, Helmut, aus Metall sind bisher nur die Nieten und die Kolbenstangen. Alles andere ist PLA. Für die Kreuzköpfe und Stangen habe ich, nun ja, der Hersteller nennt es "silbernes" Grundmaterial verwendet. Die hinteren Enden der Treibstangen, sowie der aus dem Rahmen schauende Achszapfen der Treibachse sind noch original, wie sie aus dem Drucker kamen. Die anderen Teile sind mit Vallejo "Chrom" gespritzt.

Das Vallejo Chrom hatte ich auch schon für die Radreifen der vorderen Laufachsen genommen, aber hier mit dem Pinsel aufgetragen. Und ich muss feststellen, dass es dunkler wirkt als mit der AirBrush aufgetragen. Hm. Jetzt alles abkleben, um da nochmal drüber zu airbrushen? Äh ja. Überleg ich mir noch.

Zwischenzeitlich ging es einen deutlich sichtbaren Schritt weiter:

Wolfgangs Bayerische S 3/6 - Seite 8 K800_p73

Man sieht … äh, ja - Schmutz auf der vorderen Abdeckung (Wer war das?!), aber vor allem die Radläufe. Es war nicht wirklich der beste Zeitpunkt, diese Teile zu montieren, aber ich habe da doch tatsächlich einen kleinen Konstruktionsfehler reingebaut. Die Befestigung zwischen 1. und 2. Treibradsatz beißt sich nämlich mit der dort angebrachten zweiten Kesselstütze, die zugleich auch die Steuerung und die Bremszylinder trägt. Das lässt sich nacharbeiten, aber die Kesselstütze verdeckt dann den Befestigungsniet des Radlaufs. Doof. Also mussten jetzt die Radläufe vorher dran, damit die Montage der restlichen statischen Rahmenteile noch ein bisschen fummliger wird … Grinsen

Viele Grüße,
Wolfgang
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Beitrag von Lupo60 am Mi 25 März 2020, 22:33

Hallo zusammen,

soderle, endlich ist es auch wieder ein ganzes Stück weiter gegangen und die Lok ist jetzt auch ein ganzes Stück länger geworden:

Wolfgangs Bayerische S 3/6 - Seite 8 K800_p76

Der hintere Rahmenteil sieht ganz harmlos aus, hatte es aber konstrzuktiv ganz schön in sich. Die Schleppachse der S 3/6 hat eine Adamsachse mit gefederter Rückstellung, ein eigenes Bremssystem und natürlich noch eine Federung, die über Ausgleichshebel mit den Treibrädern kommuniziert, daneben noch die Lok-Tenderkupplung. Von alledem sieht man zwar nicht viel, aber für all das braucht man natürlich irgendwelche Bohrungen an den Rahmenteilen, so dass erstmal alles fertig konstruiert sein muss, bevor man ans Drucken und Bauen gehen kann.

Da Knupfer mittlerweile auch Schraubenimitate, also praktisch Nieten mit Seckskantkopf, Schlüsselweite 1,5 mm anbietet, hab ich mich auch nicht lumpen lassen und hier eine relativ große Anzahl davon verbaut:

Wolfgangs Bayerische S 3/6 - Seite 8 K800_p77

Die Adamsachse ist hier noch "nackig", ohne die Rückstellvorrichtung und die obligatorische Federung. Man sieht an den vielen freien Bohrungen in den Seitenwangen des Rahmens, dass hier noch längst nicht das letzte Teil verbaut ist.

Wolfgangs Bayerische S 3/6 - Seite 8 K800_p78

Auch am Hauptrahmen hat sich ausrüstungstechnisch einiges getan:

Wolfgangs Bayerische S 3/6 - Seite 8 K800_p79

Wolfgangs Bayerische S 3/6 - Seite 8 K800_p80

An der mittleren Kesselstütze ist eine ziemliche Massierung an Bauteilen. Zwei der Nieten halten den bisherigen Rekord bei dieser Lok, indem sie gleich 5 Teile zusammen halten.

Was mir an dieser Art des Modellbaues gut gefällt ist, dass dadurch, dass die einzelnen Bauteile ja schon vorbildnah sind, auch die Lok als Baustelle schon recht natürlich aussieht. Es macht Spaß, ihr beim Wachsen zuzuschauen. Um mal eine Idee zu bekommen, wie sie wohl fertig wirken mag, habe ich mal den Kessel und das Führerhaus des Occre-Bausatzes darauf drapiert:

Wolfgangs Bayerische S 3/6 - Seite 8 K800_p75

Oha! Wenn man Spur N Loks gewohnt ist, ist das schon eine ganz andere Hausnummer. Aber die Stellprobe bekräftigt mich auch einmal darin, auch den Kessel und das Führerhaus selbst zu machen.

Damit dürfte kein einziges Bauteil von OcCre in dieses Modell kommen. Im Prinzip dürfte der Thread hier gerne in Richtung Plastikmodelle verschoben werden.

Wenn es mehr zu knipsen gibt, berichte ich wieder!

Viele Grüße
Wolfgang

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Beitrag von doc_raven1000 am Do 26 März 2020, 09:40

Hallo Wolfgang,
ganz großes Kino was du zeigst, da kann man wirklich von Museumsqualität sprechen 2 Daumen
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Beitrag von maxl am Do 26 März 2020, 09:42

Deinen Baufortschritten zuzuschauen, ist immer ein Hochgenuss, Wolfgang! Die OcCre-Teile sind - gemessen am Rest - eigentlich nicht einmal mehr zur Stellprobe akzeptabel. Aber sie helfen der Imagination. Irgendwann einmal möchte ich deine und meine Lok nebeneinanderstehen sehen. Ich verspreche auch, mich nicht zu ärgern, höchstens zu wundern... Weiter so! Von diesem BB erwarte ich noch viel Schönes und freue mich darauf!
Gruß Michael (maxl)
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Beitrag von Lupo60 am Mi 01 Apr 2020, 21:29

Hallo zusammen,

ich hatte schon am Sonntag einen langen Beitrag geschrieben, es dann aber offensichtlich geschafft, diesen im Nirvana verschwinden zu lassen. Wahrscheinlich "Vorschau" statt "Senden" gedrückt oder sowas. Klopfkopf

Dann jetzt eben nochmal und um einiges länger, es nämlich einiges dazu gekommen. Vielen Dank erstmal für das Lob ... ist sehr motivierend! Ob das jetzt direkt schon Museumsqualität ist, wage ich nicht zu sagen, aber den Sprung vom Dekoobjekt zum Modell hat diese Arbeit durchaus geschafft, würde ich sagen Wink

So ganz allmählich geht es also schrittweise in Richtung Montage der Räder. Dazu muss allerdings erstmal alles im und am Rahmen montiert sein, was später nicht mehr erreichbar ist. Vieles ist ja von außen mit Nieten montiert.

Zunächst erst einmal die Halterungen für die beiden großen Luftkessel:

Wolfgangs Bayerische S 3/6 - Seite 8 K800_p87

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War fast wie im richtigen Leben. Die Halterungen waren ein ziemliches Gefummel, was hinterher keiner mehr sieht. Die ins Auge fallenden Luftkessel sind mehr oder weniger von allein an ihren Platz gerollt. Die Spannbänder, die sie von oben halten, fehlen noch.

Nun, jetzt wo Luft da ist, macht auch die Bremse Sinn. Aus irgendeinem Grund habe ich die Konstruktion der Bremswelle und der Hebel die ganze Zeit vor mir hergeschoben. Dafür ging es jetzt in "klausartiger" Geschwindigkeit: Sonntag früh konstruiert, mittags gedruckt und abends montiert. Hier das Ergebnis:

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Wolfgangs Bayerische S 3/6 - Seite 8 K800_p89

Der Hebel sieht im letzten Bild ein wenig übel aus, weil ich das Treppchen vom Drucken geschliffen habe und sich jetzt matte Schlifffläche und glänzende Originalfläche abwechseln. Sollte nach dem Lackieren weg sein. Hoffentlich. Aber die viele, auf den ersten Blick auch für mich verwirrend aussehende Technik auf dem Bild gefällt mir.

Dann kam der hintere Teil des Rahmens dran. Ich habe ja schon beim Konstruieren gestaunt (und gestöhnt), wie viel Aufwand die Altvorderen in die Ausgestaltung der Nachlaufachse gesteckt haben. Eigentlich sieht man an der fertigen Lok fast nichts davon. Fast, aber auf jeden Fall genug, dass ich mich nicht dazu entschließen konnte, viel wegzulassen. Aber bloß für den Fall, dass man wirklich gar nichts mehr davon sieht, habe ich die Teile und deren Montage mal im Bild festgehalten:

Wolfgangs Bayerische S 3/6 - Seite 8 K800_p91

Der Laufachsträger mit der Federung des "Drehzapfens", die Bremswelle mit (schlecht sichtbarem) anmontiertem Kolbenstößel, eine von drei dort angeordneten Quertraversen mit anmontierten Bremszylindern und vier trickreichen Verbindungen zu einer Bodenplatte, die die drei Führungen für die Tenderkupplung trägt. Und jetzt eins nach dem anderen:

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Montage der Quertraverse mit den Bremszylindern. Die Lötpinzetten zur Fixierung, bis der Kleber getrockent ist, kann ich übrigens wärmstens empfehlen.

Wolfgangs Bayerische S 3/6 - Seite 8 K800_p95

Wolfgangs Bayerische S 3/6 - Seite 8 K800_p94

Montage des Laufachsträgers mit der Federung. Die "Spannschlösser", mit denen die Federn an ihren Enden vorgespannt werden, stammen nicht aus dem Drucker, sondern sind rote Kabelisolation. Im zweiten Bild ist schon das Gehäuse der Adamsachse eingesetzt, sie streckt ihren "Schwenkzapfen zwischen die beiden Federn.

Wolfgangs Bayerische S 3/6 - Seite 8 K800_p96

Einbau der Bodenplatte mit den Öffnungen für die Tenderkupplung. Damit ist ein Teil der Federn schon mal verschwunden. Wenn man hinter dem Original in Neuenmarkt Wirsberg (die Lok hat keinen Tender) in die Knie geht und schaut, dann sieht man die vier Bandeisen und die miteinander verbunden Enden der Feder und wundert sich, was um Himmels Willen das denn sein soll.

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Last not least: Hier jetzt die Tragfedern der Nachlaufachse, die in den Lastausgleich der Treibräder mit einbezogen ist. Die leeren Enden der Ausgleichshebel geben den weiteren Montageweg vor. Zuvor wird aber noch der hintere Rahmen komplettiert. Über den ersten Boden kommt noch ein zweiter, und das Abschlussblech fehlt auch noch. Aber die verzwickten Teile habe alle ihren Platz gefunden.

Ich finde die Genauigkeit, mit der der Drucker die Teile fertigt, immer wieder faszinierend. Die Montage ist zwar manchmal sehr fummelig, aber im Prinzip passt alles genau zusammen, und bei einigen Teilen ging ja jetzt wirklich die Geometrie ziemlich "über Bande".

Morgen geht es dann weiter … wenn wieder etwas zu sehen ist, seht ihr es als zweite (nach der Auftraggeberin).

Viele Grüße & gutes Gelingen und bleibt alle gesund,
Wolfgang
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Beitrag von maxl am Mi 01 Apr 2020, 22:10

Ganz, ganz großes Kino, Wolfgang! Großer Meister Gruß Michael (maxl)
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Beitrag von klaus.kl am Mi 01 Apr 2020, 22:25

Hallo Wolfgang,
ZehnBeifallZehnBeifallWie geil mehr fällt mir dazu auch nicht ein. 
Es ist jedes mal ein Genuss, deinem Baubericht mit den Ergebnissen zu lesen und weiter zu verfolgen.

Gruß Klaus
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Beitrag von Glufamichel am Mi 01 Apr 2020, 22:29

Kann mich nur Michael und Klaus anschliessen, Wolfgang 2 Daumen
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Beitrag von doc_raven1000 am Do 02 Apr 2020, 09:42

Auch ich schließe mich den Vorrednern- schreibern an, ganz großes Kino was du hier zeigst, Wolfgang 2 Daumen
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Beitrag von Helmut_Z am Do 02 Apr 2020, 10:45

Hi Wolfgang
was soll ich da noch sagen, ist alles gesagt.
Als 3D Drucker bin ich da natürlich total begeistert und bekomme schon Minderwertigkeitdprobleme Rolling eyes
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Beitrag von Lupo60 am Sa 04 Apr 2020, 00:22

Hallo zusammen,

hier noch ein kleines abendliches Update. Erstaml etwas nachholen, was ich beim letzten Beitrag glatt vergessen habe:

Wolfgangs Bayerische S 3/6 - Seite 8 K800_p99

Wolfgangs Bayerische S 3/6 - Seite 8 K800_100

Wolfgangs Bayerische S 3/6 - Seite 8 K800_101

Hier mal die Dame von unten. Man sieht die Anlenkung der Bremswelle durch die beiden Bremskolben und die Adamsachse. Bei diesem "Gussteil" hat's auch die innere Geometrie in sich. Ich habe da gute drei Tage dran herumkonstruiert.

Und dann habe ich zwischenzeitlich noch ein bisschen weiter gebaut:

Wolfgangs Bayerische S 3/6 - Seite 8 K800_103

Wolfgangs Bayerische S 3/6 - Seite 8 K800_105

Jetzt hat sie auch ihre Federung und Achsausgleich, die Guteste. Fehlen nur noch die Räder. Und wenn ich hinterste Treibachse nicht nochmal ausbauen müsste, wären sie auch schon längst dran. Leider ist die Achse jetzt trotz Kugellager sehr schwergängig geworden - sie ließ ich auch schon schwer in den Rahmen montieren. Klarer Fall: Die Anlageflächen an den Achsen sind ein bisschen zu weit auseinander, so dass die Lager jetzt total verspannt laufen. Dies zu korrigieren, wäre eine Sache von 3 Minuten, wenn ich Esel das schon früher geprüft und nicht erst das ganze Gedöns drum herum angebaut hätte. Klopfkopf

Die Blattfedern schimmern in einem deutlich anderen Rotton als der Rest. Das liegt daran, dass sie nicht aus rotem, sondern "silbernen" Material gefertigt sind. Die Kamera bringt das natürlich erbarmungslos hervor. Das bleibt jetzt aber so, sie hat eben neue Federn im AW bekommen, und der Ablieferungstermin drängte. Damit sie nicht ganz so clean ist, habe ich mir jetzt verschiedene "Washes" von Vallejo kommen lassen und experimentiere gerade ein bisschen damit herum. Gefällt mir eigentlich ganz gut, mal schauen.

Dann konnte ich mal nicht widerstehen, sie auf die noch zu wenigen Füße zu stellen und mal einen Vergleich mit ihrem virtuellem Ebenbild mit etwa dem gleichen Bauzustand zu machen:

Wolfgangs Bayerische S 3/6 - Seite 8 K800_106

Wolfgangs Bayerische S 3/6 - Seite 8 20-04-10

Ja, doch. Die CAD trifft's ganz gut, aber der Eindruck in real ist noch doller.

Ach so. Und wollte ich noch ein Erfreuliches erzählen: Ich hatte ja noch einige Lücken in meinen Zeichnungsunterlagen, die so langsam aber sicher anfingen, die weitere Konstruktionsarbeit zu beeinträchtigen. Den kompletten, im online-Shop vom Archiv Zander-Heba gelisteten Zeichnungssatz habe ich, aber da haben noch alle Unterlagen zum Tender und eine Ansicht der Lok von der Heizerseite gefehlt. Nachdem ich also gestern Abend wieder das ganze WWW erfolglos durchforstet habe, habe ich mich dann doch mal vertrauensvoll und direkt mit Link auf diesen Thread an Herrn Zander gewendet.

Und gleich heute früh ein Lob für den Modellbau erhalten und die erlösende Nachricht, dass er noch genau die gesuchten und gebrauchten Zeichnungen in seinem Fundus hat und er sie gerne downloadfertig macht. Zum normalen Preis seiner sonstigen Zeichnungen. Eine Stunde später war ich jetzt um sieben Zeichnungen reicher. Und ich muss nicht aus der puren Not heraus den OcCre Tender bauen, weil nix besseres da ist. Hat mich unheimlich gefreut, und ich gebe es gerne als Tipp weiter!

So, das war's erstmal wieder.

Euch noch einen schönen Abend und bx!
Wolfgang
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Beitrag von maxl am Sa 04 Apr 2020, 10:18

Mensch, Wolfgang, was lieferst du hier bloß ab! Ist ja Wahnsinn! Die Achslager beeindrucken mich sehr - trotz der Widrigkeiten. Sehr schön auch, wie du uns an allen Einzelschritten und Klippen deines Projekts teilhaben lässt. Eine Super-Lok und ein Super-BB, den ich mit großer Freude und Spannung weiterverfolge!
Gruß Michael (maxl)
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Beitrag von doc_raven1000 am Sa 04 Apr 2020, 11:15

Faszinierend, Wolfgang,
was du mit dem Cad zauberst und dann noch trotz einiger Probleme ausdruckst.. 2 Daumen
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Beitrag von Lupo60 am So 05 Apr 2020, 00:52

Guten Abend allerseits,

danke für's Lob! Ich freue mich sehr, dass die Lok gefällt! Und hier wieder ein kleines Update:

Wolfgangs Bayerische S 3/6 - Seite 8 K800_107

Wolfgangs Bayerische S 3/6 - Seite 8 K800_108

Wolfgangs Bayerische S 3/6 - Seite 8 K800_109

Also, die Bellingrodt-Perspektive kann sie schon mal, wenn auch zunächst alles nur lose aufgesteckt ist und auf der anderen Seite noch alles fehlt.

War aber ein ziemlich steiniges Stück Weg dahin, weil es die Montage der Räder doch ziemlich in sich hatte. Sie sitzen sehr stramm auf den Achszapfen und ließen sich nur mit Bärenkräften aufschieben, wie man sie eigentlich nicht so gerne aufbringt. Gut, das ist wenigstens ohne Flurschaden abgegangen. Bei der gekröpften Treibachse kann man natürlich nicht wie ein Berserker drücken, entsprechend sind hier die Radscheiben nicht ganz bis in die Endposition gekommen. Wäre es ein Fahrmodell, würde es große Freude auf den Weichen bereiten …

Dann kam erstmal der große Schreck, dass sich die Räder nicht drehten, sondern regelrecht hakten. Der Verursacher war schnell ausfindig gemacht: Viele der Nietköpfe vom Achsausgleich kamen mit den Laufkränzen und Speichen ins Gehege. Also half nur, die zwischen den Speichen durch herauszufummeln und von innen einstecken. Da, wo das nicht ging, wurden die Nieten einen Kopf kürzer gemacht und als Zylinderstift wieder eingebaut. Von dieser Arbeit gibt's leider keine Bilder und gottseidank keinen Ton ...

Also, jetzt können sich die Räder drehen, aber sie sind immer noch relativ schwergängig. Von daher: Beweglich ist alles, aber rollfähig nicht. Nun gut, kann ich beim Erstlingswerk damit leben. Hauptsache, sie sieht gut aus. Ich werde die Lok erstmal so fertig bauen - wer weiß, wo ich noch Böcke schieße, und wenn ich mal viel Zeit habe, kann ich ja dann den Entwurf nochmal überarbeiten. Grinsen

Euch noch einen schönen Abend!

Viele Grüße
Wolfgang
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Beitrag von Glufamichel am So 05 Apr 2020, 01:03

Lupo60 schrieb:Also, die Bellingrodt-Perspektive kann sie schon mal,

Und das kann sie richtig gut Wolfgang 2 Daumen  Lass dir Zeit Wink hier rennt dir keiner davon.... sunny
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