Der lustige Modellbauer
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Wolfgangs Bayerische S 3/6

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Wolfgangs Bayerische S 3/6 - Seite 3 Empty Re: Wolfgangs Bayerische S 3/6

Beitrag von Lupo60 am Mi 27 März 2019, 22:37

Hallo Wim,

Der Tipp ist gut, dankeschön! Ich könnte es auch nochmal mit Polfilter versuchen. So manch ein Fotograf kann damit ja richtig zaubern. Dazu gehöre ich zwar nicht Grinsen , aber vielleicht hilft es ja ein bisschen.

Du lässt Deinen Bausatz noch ein bisschen in der Schachtel schmoren, bevor Du drangehst? Vielleicht macht‘s ja noch mehr Spaß, wenn man sozusagen virtuell zu zweit baut? Nachdem ich jetzt endlich auch mal wieder einen Abend zu Hause bin, konnte ich auch mal ein paar Bilder vom bastlerischen Werk des Wochenendes machen:

Wolfgangs Bayerische S 3/6 - Seite 3 55cb1c10

Der Rauchkammerdeckel ist im Moment nur mit einem Kaugummi angeheftet, damit das Teil schon mal ein Gesicht hat. Aber ich denke, nach zwei Tagen Spachteln und Schleifen kann sich der glatte Kessel doch sehen lassen, oder?

Wolfgangs Bayerische S 3/6 - Seite 3 535b5310

Nun ja. Das Dach ist erstmal nur lose aufgelegt.

Wolfgangs Bayerische S 3/6 - Seite 3 75b8a910

Die Bauanleitung schlägt ja vor, die hölzerne Deckenverschalung auf‘s Dachblech zu kleben und dann beides ans Führerhaus. Kommt mir irgendwie verkehrt vor ... für mich gehört die Beplankung an die Spanten. Ich verputze ja auch nicht die Tapete von hinten, bevor ich sie an die Wand klebe.

Aber bevor ich das Dach zu mache, möchte ich innen die Flächen an den Führerhausseiten mit noch ein bisschen Holz auffüttern, damit das Gerippe nicht ganz so mächtig aussieht. Hat mir bei avi gut gefallen ...

Viele Grüße und schönen Abend noch,
Wolfgang

P.S. Wim, noch besser als Du kann man doch gar nicht deutsch schreiben ...  Wink
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Beitrag von DK48 am Do 28 März 2019, 09:26

Hallo Wolfgang,

danke für die Identifizierung meiner Kabinenbilder, das Foto von der 39 zeigt eine Schmierpumpe Bauart Michalk wie in meiner T16.1. Die S3/6 hat wie zu sehen schon eine Boschpumpe eingebaut, ob das bei der Ursprungsversion schon so war - keine Ahnung? Das kann man vielleicht in München klären. Nur im Deutschen Museum kommt man wegen der hohen Besucherzahlen nicht nahe genug an die Lok heran um Details zu fotografieren. Das ist in Neuenmarkt einfacher, wenn nicht gerade eine Veranstaltungen ist.

Auch in Bochum habe ich die Erfahrung gemacht, an den Museumstagen mit hunderten Besuchern darf keiner die Loks "anfassen" - aus Sicherheitsgründen und weil zu viel geklaut wird. Von den Loks wurden dort auch schon Schilder abgeschraubt. Als ich allein dort war konnte ich fast in das Triebwerk kriechen, ich durfte auf Nachfrage sogar eine Trittleiter mit nehmen um Fotos aus eine höheren Positon zu machen. Sprechen hilft Freundschaft

Fotos mit Polfilter funktionieren übrigens nur gut, wenn kein starkes Licht von hinten oder von der Seite einfällt - deshalb Polfilter und Jacke oder einfach nahe am Glas und ein breitem Rücken.

Schöner Kessel, fast schon zu glatt, aber bei der grünen Lok war das so - zu der Zeit wurden die Loks noch richtig gepflegt. Bei meiner 44 sind diese Bleche verbeult und ähnen einem Flickenteppich. Die Bleche sind alle sehr dünn, auch bei der Kabine und sind deshalb meist von Innen mit Holz verstärkt. (Auch um Gewicht zu sparen) Übrigens gibt es auch bei der S3/6 neben den schon beschriebenen Hauptvarianten unzählige Nebenvarianten, da dürfte es im Betrieb auch hier keine zwei exakt gleichen Loks gegeben haben. Deshalb Obacht bei der Wahl der Nummer - bestenfalls gibt es zu der gewählten Nummer kein Foto (siehe die Diskussion zu meiner T16.1 hier im Forum, hat aber Spaß gemacht).

Grüße vom Niederrhein und viel Freude mit den Nachforschungen Massstab
Dieter

ps. Bau so wie es Dir gefällt ...
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Beitrag von maxl am Do 28 März 2019, 10:28

Lupo60 schrieb:Die Bauanleitung schlägt ja vor, die hölzerne Deckenverschalung auf‘s Dachblech zu kleben und dann beides ans Führerhaus. Kommt mir irgendwie verkehrt vor ... für mich gehört die Beplankung an die Spanten. Ich verputze ja auch nicht die Tapete von hinten, bevor ich sie an die Wand klebe.
Da muss ich die Bauanleitung ausnahmsweise mal in Schutz nehmen... Über das gleiche Problem war ich auch gestolpert - nicht bei der S3/6 sondern bei meinem Glaskasten. Die Lösung sieht man hier:

Wolfgangs Bayerische S 3/6 - Seite 3 05010

Diese Ausführung des Führerhausdaches dürfte Standard sein. Das Bild zeigt nicht etwa die S3/6, sondern eine andere Lokomotive, die ich nicht identifizieren konnte. Die Aufnahme entstand in Nördlingen. Gruß Michael (maxl)
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Beitrag von Lupo60 am Do 28 März 2019, 10:56

DK48 schrieb:Schöner Kessel, fast schon zu glatt, aber bei der grünen Lok war das so - zu der Zeit wurden die Loks noch richtig gepflegt. Bei meiner 44 sind diese Bleche verbeult und ähnen einem Flickenteppich.

Die Loks der K.B.StB. wurden offensichtlich ganz besonders gepflegt. Ich habe jetzt irgendwo, ich glaube in dem EK-Buch gelesen, dass gemäß Lackiervorschrift, vor dem Anstrich erst 4 mal gespachtelt werden musste, und nach dem Farbanstrich noch eine Versiegelung mit einem speziellen Klarlack für Lokomotiven erfolgen musste. Ich hätte nie gedacht, dass der Modellbau gleich derart vorbildgerecht ausfällt.

Obwohl ich gestehen muss, da mal wieder geschlampt zu haben ... ich hab nur dreimal gespachtelt (nicht verraten, bitte). Der Kessel ist trotzdem von der Auftraggeberin abgenommen worden. Very Happy

Grundsätzlich verbinde ich den Begriff Dampflok auch nicht wirklich mit Kinderpopo auf Schienen. Und da bewundere ich Deine BR 44, der man den harten Betrieb und die nicht gerade liebevolle Pflege, die sie durchstehen musste, bevor Du sie geschrumpft hast, so richtig ansieht. Ist wirklich vom Feinsten.

Die Bauweise des Kabinendachs ist ja wirklich interessant, Michael! Ich überleg mir nochmal genauer, wie herum ich's bauen werde. Insgesamt finde ich das Führerhaus recht hübsch, aber es kommt mir alles noch ein bisschen zu scharfkantig vor, um optisch zu überzeugen. Alfred's Fotos der S 3/6 in München zeigen aber tatsächlich Ecken bzw allenfalls einen Biegeradius, aber keine richtige Rundung. Mal schauen, wie das Führerhaus später mit Grundierung aussieht. Vermutlich reicht aber schon ein ganz minimaler Kantenbruch aus, um es optisch zu entschärfen.

Viele Grüße,
Wolfgang
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Beitrag von ODBB am Do 28 März 2019, 13:16

maxl schrieb:
Lupo60 schrieb:... Das Bild zeigt nicht etwa die S3/6, sondern eine andere Lokomotive, die ich nicht identifizieren konnte. Die Aufnahme entstand in Nördlingen. Gruß Michael (maxl)

@ Michael,

es handelt sich um 50 955 (Krupp 2320/1941) - siehe:

Code:
http://www.eisenbahn-museumsfahrzeuge.com/index.php/deutschland/staatsbahnfahrzeuge/dampflokomotiven/baureihe-50/50-955

Uwe
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Beitrag von maxl am Do 28 März 2019, 16:40

Danke, Uwe! Du bist schon unser "Detektiv vom Dienst". Danke auch für den Link. Eine so sauber aufgearbeitete Maschine ist ein optischer Genuss, immer wieder! Gruß Michael (maxl)
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Beitrag von Lupo60 am Fr 29 März 2019, 16:22

maxl schrieb:Ich bin gespannt, wie ihr die Stehkessel/Aschkastenproblematik löst! Der Bausatz bietet hier nur eine erkennbar hohle Attrappe.

Gute Frage, Michael! Ich bin heute den ganzen Tag unterwegs und werde kaum zum Bauen oder Konstruieren kommen, aber es ist auch mal nicht schlecht, wenn man mal in Ruhe nachdenken kann. Du hast schon recht: Mit dem originalen Aufbau eines Lokomotivkessels hat das bausatzmäßige Konstrukt nicht allzu viel zu tun.

Als Mindestes möchte ich den Stehkessel vorne verschließen, analog zu avi‘s Vorgehensweise. Allerdings bin ich mir wirklich nicht sicher, ob das Bausatzkonglomerat überhaupt noch zu dem im Werden begriffenen, vorbildgerechten Rahmen passt. Es gibt im Rahmen einen Querträger, der die Auflage für die Vorderkante der Feuerbüchse bildet. Und die Frage ist, ob die Längenentwicklung des Kessels nach vorn und hinten von diesem Punkt aus noch ansatzweise stimmig ist.

Eine ähnlich Frage stellt sich am anderen Ende des Rahmens, wo ja nicht nur der Schlot mittig über dem Zylinderblock liegen soll, sondern der Zylinderblock aus dem Bausatz auch sonst dazu passen. Wobei natürlich die Kolbenstange mittig und waagerecht im Zylinder liegen muss - und das wiederum auf Höhe der Mitten der Treib- und Kppelräder. Tja, und dann müsste der Kessel in der Höhe dazu passen.

Die zugehörige Geometrie umfasst ja recht viele Bauteile, und so wäre es bei pessimistischer Betrachtung ein großer Zufall, wenn das alles mit den Bausatzteilen hinhauen würde. Hinsichtlich des Aschekastens mache ich mir da eigentlich gar keine Illusionen ...

Deshalb folgender Entschluss: Bisher habe ich mich mit meiner Kontruktion nur auf den Rahmen konzentriert. Ich werde jetzt mal die restlichen geometrisch wichtigen Parameter der Lok, also Kesselhöhe und Länge usw dazu konstruieren und dann mal prüfen, ob sich die Bausatzteile verwenden lassen. Das sollte schnell gehen.

Wenn es gar zu wüst wird, werde ich eben auch den Kessel verwerfen. Gleiches mit dem Zylinderblock. Nur: Dann mache ich es gleich „richtig“ und mache auch die Räder neu. Denn: Die Radreifen sind mit 7 mm nahezu doppelt so breit, wie sie es maßstäblich sein sollten. Die zu breiten Radreifen dürften aber zu Konflikten hinsichtlich der Teib- und Kuppelstangen und der Steuerung führen. Das geht alles in die Breite. Ich könnte zwar durchaus damit leben, die Kolbenstange ein paar mm in waagerechter Ebene aus der Zylindermitte zu rücken. Aber sooo schön sind die Räder nun auch nicht, um als einziges - Bausatzteil mit Kompromissen gerettet zu werden.

Also: Gibt jetzt am Wochenende einen D-Day, ob das Modell als hmm ... 3D-gedruckter Scratch oder als Bausatz weiter geführt wird.

Hallo, Wim,

Na, da bist Du doch auch schon ein ganzes Stück weit gekommen. Und ich sehe, dass Du durchaus auch ein bisschen mit den Unstimmigkeiten am Bausatz kämpfst. Möchtest Du bzw. Ein Mod hier einen eigenen Baubericht aufmachen, damit‘s nicht durcheinander geht?

Viele Grüße,
Wolfgang
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Beitrag von ReStart69 am Fr 29 März 2019, 22:12

Wolgang,
In welchem Abschnitt(?) soll Ich am Besten meine Baurichte stellen? Etappenbausätze vielleicht doch?


Zuletzt von ReStart69 am Fr 29 März 2019, 22:53 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Beitrag von Frank Kelle am Fr 29 März 2019, 22:17

Hallo Wim!
Ich habe mal schnell Deinen angefangenen Bericht abgetrennt und HIER

https://www.der-lustige-modellbauer.com/t31475-wim-s-baubericht-bayerische-s-3-6

aufgebaut. Führe Deinen Bau bitte hier dann weiter!

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Beitrag von ReStart69 am Fr 29 März 2019, 22:54

Vielen  Dank, Frank.

Aber bei näherer Betrachtung möchte Ich doch mit ein ganz neuere Inhalt anfangen.
Also mit dein Gutachten würde Ich vorschlagen um meine Berichte zu entfernen. Dann kan Ich von vorn anfangen mit eine Einleitung für andere neue Besucher an meine Beitrag. Ich habe die schon fertig.
Danach möchte Ich das jenige was da jetzt schon steht mit Verbesserungen, neu plazieren.

Ich möchte dann als Thema wählen: Bayerische S 3/6 OcCre Baukasten bauen oder sowas.

Was meinst du?


Zuletzt von ReStart69 am Fr 29 März 2019, 23:15 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Beitrag von Frank Kelle am Sa 30 März 2019, 10:04

Ja, ok. Dann starte bitte den Bericht kpl. neu, ich ziehe den angefangene oben genannten Beitrag aus dem Forum
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Beitrag von ReStart69 am Sa 30 März 2019, 11:46

Danke vielmals, Frank.
Ich muß jetzt weg, aber Ich mache daß heuteabend.

Freundliche Gruß, Wim.
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Beitrag von Lupo60 am Sa 30 März 2019, 14:54

Hallo zusammen,

so, jetzt habe ich mich mal mit Hilfe der CAD etwas schlauer gemacht. Erstmal der Kessel:


Wolfgangs Bayerische S 3/6 - Seite 3 Massve10

Grün sind die Ist-Abmessungen des bisher gebauten Kessels und des als Stehkessel-Imitat vorgesehenen Blechs. Insgesamt schaut es gar nicht so übel aus. Bei näherem Hinschauen allerdings kann dieses Stehkesseldingens nicht überzeugen:

Wolfgangs Bayerische S 3/6 - Seite 3 Detail10

Sagen wir's mal so: Dieses Teil ist stets bemüht, den geometrischen Anforderungen gerecht zu werden und hat dabei die hintere Senkrechte gut getroffen. Ich habe dieses Blech senkrecht in die Zeichnung hineinprojiziert. Wenn ich's jetzt noch der späteren Einbaulage entsprechend kippe, dann passt es noch weniger. Ich vermute mal, dass es OcCre wegen der zu hohen Spurkränze und des zu langen Radstands auch kaum anders konstruieren konnte. Da sieht es dann wohl auch stimmig aus -  bei meinem Modell wäre es eher blöd.

Also: Selbst ist der Modellbauer! Mir schwebt eine einteilige "Kiste" vor, oben so ausgenommen, dass der Kessel eingepasst werden kann. Mit dem falschen Winkel der Unterkante hat sich dann auch automatisch der Aschekasten des Bausatzes erledigt. Grummel.

Im Bild nicht zeigen kann ich die Prüfungsaktion am Zylinderblock. Der Abstand zwischen Kesselmitte und der Mittellinie der Kolbenstange des Niederdruckzylinders muss maßstäblich 60 mm betragen.  An den Holzteilen des Bausatzes nachgemessen sind es 55 … 56 mm. Damit wäre Michael's (maxls) Hauptaufreger schon mal dingfest gemacht. Wenn ich jetzt die entsprechende Bohrung um 4...5 mm senkrecht nach unten verlege, wäre das Problem schon mal gelöst, und die Kolbenstange wäre damit auch auf einem guten Weg in Richtung Mittelpunkt des Zylinders.

Tja … der Zylinder. Im Original hatte der Niederdruckzylinder einen Durchmesser von 650 mm, macht im Maßstab rund 20 mm. Dazu kommt noch die Zylinderwandung, etwas Dämmmaterial und die Blechverkleidung, also sollten wir so bei 750 mm herauskommen. Also sollte die Rundung für den Zylinder so 23 … 24 mm Durchmesser haben. Tatsächlich beträgt der Durchmesser am Bauteil so mit Ach und Krach 20 mm. Und die ganze Kontur des Blockes wirkt im Vergleich mit dem Original ziemlich rachitisch.

Mir schwant was, sagte der Gänserich, als die Hälse seiner Küken immer länger wurden … also mal weiter gemessen. Die beiden Niederdruckzylinder liegen in der Breite im Original 2070 mm auseinander, macht im Maßstab nicht ganz 65 mm. Das Bauteil gönnt sich hier satte 70 mm. Damit ist wenigstens schon mal klar, wo der fehlende Zylinderdurchmesser geblieben ist.

Tscha, unnu? Also, mal kurz abschätzen, was machbar sein könnte:

Wir haben, von der Mitte aus gemessen, eine Spurweite von 22,5 mm, und müssten bei 32,5 mm für die Mitte der Kolbenstange herauskommen. Macht 10 mm Platz für die Radreifendicke ab Auflagepunkt, Spiel zwischen Radreifen und Kuppelstange, die Dicke der Kuppelstange, Spiel zwischen Kuppel- und Treibstange, die Dicke der Kuppelstange und die halbe Dicke der Auflage am Kreuzkopf.

Das mal an den Bauteilen abgemessen: Radreifen: 4,6 mm, Kuppelstange: (liegt idiotischerweise doppelt): 4,0 mm, Treibstange 2,0 mm; 1/2 Kreuzkopf: 0,6 mm. Macht 11,2 mm Material. Also: Keine Chance, mit den Teilen etwas Maßstäbliches hinzubekommen. Mal zum Vergleich die Vorbildmaße betrachtet: Radreifen: ca. 100 (3) mm, Kuppelstange: (einfach) 65 (2) mm, Treibstange 70 (2,2 mm).

Was also tun? Die Kuppelstangen muss ich sowieso neu machen. Die werden nicht geteilt, jedenfalls nicht am Kurbelzapfen. Der Stangenkopf an der Treibstange sieht ohnehin sch...lecht aus, also - auch das nochmal neu. Dann kann ich's auch am Kreuzkopf noch so schwächen, dass Treibstange und Zylinderstange in einer Ebene liegen. Macht eine Ersparnis von 3,6 mm und es bleiben 2,4 mm für Spiel zwischen den Stangen übrig. Sollte also reichen, zur Not könnte ich ja noch die Räder schmaler drehen. … wäre vielleicht sowieso eine Idee …  auauau  

Also gut: Die Konstruktionsliste wird länger … Neuer Zylinderblock mit vorbildgerechten Abmessungen.

Äh … ja. Eigentlich hatte ich den Baukasten gekauft, um einfach mal munter drauf los bauen zu können. Das war wohl eher nix. Na ja. Aber Maulen hilft nichts. Morgen Abend möchte ich gerne die erste Rahmenwange fertig haben … also 'ran geht's!
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Beitrag von Glufamichel am Sa 30 März 2019, 16:43

Hallo Wolfgang,
ich finde es klasse, dass Du uns so ausgiebig an deinen Gedanken teilhaben lässt. 2 Daumen  Aber das wird. Da bin ich mir ganz sicher
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Beitrag von maxl am Sa 30 März 2019, 17:15

Lupo60 schrieb:Äh … ja. Eigentlich hatte ich den Baukasten gekauft, um einfach mal munter drauf los bauen zu können. Das war wohl eher nix. Na ja. Aber Maulen hilft nichts. Morgen Abend möchte ich gerne die erste Rahmenwange fertig haben … also 'ran geht's!
Du hast es dir ausgesucht, Wolfgang, und dafür sowohl unsere Bewunderung als auch Unterstützung. So, wie du hier mit CAD und ausführlichen Überlegungen zur Sache gehst, kannst du den Bausatz eigentlich nur noch als Referenz dafür nutzen, wie man es nicht machen sollte...
Ich bin jedenfalls gespannt wie ein Flitzbogen, wie du die Sache anpacken wirst. Das wird ein hochinteressanter Baubericht!

Gruß Michael (maxl)
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Beitrag von ReStart69 am Sa 30 März 2019, 19:14

Hallo Wolfgang,

Ich fühle mich jetzt schon ziemlich eifersüchtig. Ich habe noch ein Drehmaschine oder ein 3D-Drucker. Aber das wird mir nicht zurückhalten, du!
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Beitrag von Lupo60 am Sa 30 März 2019, 21:24

Auweh, dann bekomme ich ja fast ein schlechtes Gewissen, wenn ich jetzt dieses Bild zeige.

Wolfgangs Bayerische S 3/6 - Seite 3 A36aa610

aber nur fast. Bestimmt bist Du handwerklich so gut drauf, dass Du so Krücken gar nicht nötig hast. Und wenn ich mal mit einem Dreh- oder Druckteil aushelfen kann, mach ich das auch gerne ...

Wie dem auch sei: Große Ereignisse werfen gerade ihre Schatten bzw Kunststoffraupen voraus. Druckzeit etwa 6 Stunden. Bin schon mal gespannt wie ein Flitzebogen, wie es wird. Ihr werdet es morgen als erste erfahren!

Und vor allem danke für Eure Kommentare! Ich habe schon befürchtet, dass ich mit meinem letzten Beitrag einen „tldr“ - too long didn‘t read - abgeliefert habe. Aber diese Knobeleien sind für mich auch ein bisschen das Salz in der Bastelsuppe. Sofern man vor lautet Knobeln nicht das Basteln vergisst.

In diesem Sinne werde ich jetzt noch ein bisschen Dampfdom & Co für den Kessel einschleifen. Euch wünsche ich einen schönen Abend und viel Erfolg beim Basteln!

Viele Grüße,
Wolfgang
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Beitrag von ReStart69 am Sa 30 März 2019, 22:38

Brauchst du nicht zu haben, Wolfgang.
6 Stunden? Dann sollst du mal ein verdiente Pause machen, braucht jederman ab und zu.

Übrigens habe Ich heute eines ganz neues BB gemacht. Kanst du auch damit mal Pause machen.... Very Happy

Viel Grüße,
Wim.
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Beitrag von ReStart69 am Sa 30 März 2019, 23:52

Dan kannst du auch gleich sehen, wie Ich mein Führerhausdach nach eigene Idee gemacht habe.
Eien Aufmerkung noch: in der rechten unteren Ecke macht das Licht ein verzerrstes Bild. Dieser Ecke dort sieht kurviger aus als der Rest, ist aber nicht so.

Übrigens: zu zweit bauen, mit unsere eigene Ideen natürlich, spricht mir wohl an.

Gruß,
Wim.
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Beitrag von maxl am So 31 März 2019, 12:09

Lupo60 schrieb:Auweh, dann bekomme ich ja fast ein schlechtes Gewissen, wenn ich jetzt dieses Bild zeige.
Na, wenigstens das, Wolfgang! Aber Scherz beiseite - was da in deinem 3D-Drucker entsteht, ist vom Feinsten.... Gratulation! Zu diesem Ansatz passt dann natürlich kein einziges sichtbares Holzteil mehr. Ich denke allein an die Drehgestelle, und, und, und... Alles nur noch unbrauchbare Attrappen, gerade gut genug, um zu entscheiden: So nicht! Mit umso mehr Spannung verfolge ich deinen BB. Weiter guten Erfolg! Gruß Michael (maxl)
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Beitrag von Lupo60 am So 31 März 2019, 12:49

Dankeschön, Michael!

Also, während die hohen Herren von der Konstruktion und Firmenleitung des Schlaf der Gerechten hielten, hat die Fertigung gewaltig rangeklotzt und in der Nachtschicht die Rahmenwangen fertig gemacht. Mal gucken, was die so zuwege gebracht hat:

Wolfgangs Bayerische S 3/6 - Seite 3 K800_p20

Massstab

Wolfgangs Bayerische S 3/6 - Seite 3 K800_p21

Joah, kann man so durchgehen lassen, wenn's denn auch passt. Nochmal gucken:

Wolfgangs Bayerische S 3/6 - Seite 3 K800_p22

Ja, doch. Wie hat dieser Knabe da so nett gesungen: "So soll es sein, so kann es bleiben …".

Um genau zu sein: Ich bin total zufrieden. Das ist einer der Momente, in denen das Hobby richtig Spaß macht  Hüpfeding .

Jetzt geht es aber erstmal weiter mit dem Stehkessel. Und wenn der druckt, dann kommen weitere Rahmenbauteile dran - ich denke, die Radlager.


Viele Grüße an Euch und einen schönen Sonntag noch!

Wolfgang
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Beitrag von klaus.kl am So 31 März 2019, 13:08

Hallo Wolfgang,

konnte in den letzten 2 Wochen deinen BB nur mitlesen, bin aber sehr begeistert über deine Baufortschritte und dem Einsatz der neuesten Techniken. Bin mal gespannt, was Du uns hier noch so alles zeigen wirst.
Viel Erfolg und Spaß dabei. lol! 2 Daumen

Gruß Klaus
klaus.kl
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Beitrag von ReStart69 am So 31 März 2019, 15:11

Ein fantastisches Ergebnis, Wolfgang, gratuliere!
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Beitrag von maxl am So 31 März 2019, 16:29

Vielleicht stellst du neben deine Rahmenteile nochmal das U-Profil des Bausatzes, damit man den Unterschied zwischen Modellbau und Fantasie besser sieht, Wolfgang... Oder sollte ich sagen: Den Unterschied zwischen "gut gemeint" und "gut gemacht"? Gruß Michael (maxl)
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Beitrag von Lupo60 am So 31 März 2019, 17:17

Hallo Michael,

klar doch - unmögliches wird sofort erledigt, Wunder dauern etwas länger:

Wolfgangs Bayerische S 3/6 - Seite 3 K800_p23


Natürlich sind bei beiden Rahmen die Räder Freihand, pi x Daumen aufgelegt. Den Occre-Rahmen habe ich provisorisch mit einem Edding-Stift geschwärzt. Ich denke, das ist jetzt echte Qual der Wahl, welche Ausführung man nehmen soll …

Schönen Gruß,
Wolfgang
Lupo60
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