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Mein H0-Fahrzeugpark

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Beitrag von laiva-ukko Mi 07 Dez 2022, 12:54

Tolle Schätze Steffen, die gefallen mir alle ausgesprochen gut 👍👍👍
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Beitrag von lok1414 Mi 07 Dez 2022, 13:40

@Steffen:
Der "Bananen"-Wagen weckt Erinnerungen.
In den frühen 1970er Jahre war ich und einige Kameraden zur "Sprachenschule der Bw" nahe Hamburg abkommandiert. Den halben Tag eine Fremdsprache lernen war die eine Sache. Aber was tun mit der zweiten Tageshälfte, waren wir doch vom militärischen Dienst freigestellt (wir konnten, brauchten aber nicht mitmachen). Da kam einer auf den Gedanken: Tun wir was "soziales" ... Rolling eyes ... und verdingen uns (hin und wieder) für jeweils eine Schicht (wie ein Tagelöhner) als Schauermann im Frei-Hafen. Das Zauberwort "soziale Arbeit" brachte uns vom Dienstherrn schnell die schriftliche Genehmigung zur "Fremdarbeit" ... mit dem Hinweis: ... und bei Wochenend-Schichten gibt es noch einen halben Tag Sonderurlaub. Genehmigung? ... klar wegen der Versicherung bei einem Arbeitsunfall.
Kurz darauf waren wir zu viert bei der Meldestelle im Hafen, wo man uns einen Kai nannte, ab wann was zu entladen war und den Namen des Gangbosses. Vier durchtrainierte 20jährige waren besonders bei den Bananen-Dampfern gern gesehen. Die Stauden mußten zwar nicht aus dem Schiffsbauch händisch geholt, aber vom Kai zu den bereitgestellten Güterwagen geschultert werden. Mukki-Bude oder sowas wie eine "Gym" gab es damals noch nicht, dafür aber massenhaft Bananenstauden ... Grinsen. Und entlohnt wurden wir bei Schichtende auch noch.

PS: Eine zweite "Fremdsprache" lernten wir nebenbei ... Hamburger Platt, lebenswichtig bei Ansagen vom Gangboss.
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Beitrag von Steffen70619 Mi 07 Dez 2022, 18:36

Hallo zusammen,

vielen Dank für Eure netten Kommentare zu dem Züglein. Nun ja, Schätze sind das nicht, und überbewerten würde ich die - realistisch gesehen - auch nicht. Es sind Fahrzeuge aus dem Serienprogramm von Trix, die damals sicher Stückzahlen erreicht haben, die heute nicht mehr drin sind. Sie sind eigentlich immer in der Bucht zu finden, und ich habe natürlich gewartet, bis sie als Auktion auftauchten. Vom guten Zustand des Sets war ich dann doch angenehm überrascht. Man darf sich beim Glaskasten von schief und abenteuerlich sitzenden Griffstangen nicht täuschen lassen.Die sind nur gesteckt und rutschen gerne mal heraus, gehen aber problemlos wieder einzufädeln.

Die Trix-Wagen ähneln konzeptionell den Fleischmann-Wagen. Außer vielleicht ein paar Rungen keine Zurüstteile und nicht überdetailliert. Da sind die meisten Second-Hand-Modelle doch in Ordnung. Bei gebrauchten Roco-Wagen fehlen gerne mal die Zurüstteile oder sind mit fetten Klebeklecksen befestigt, was gerade bei den Reisezugwagen problematisch ist. Z.B. den sonst fabelhaften dreiachsigen preußischen Abteilwagen.

@Michael: Der VT 858 ist noch ganz gut vertreten und - wenn man auf die Originalverpackung Wert legt - für irgendwas zwischen 100 - 120 EUR in gutem Zustand zu beschaffen. Auf den ET 87 in der KPEV- oder DRG-Ausführung wäre ich noch scharf, aber die Dinger sind wirklich selten und teuer.
Die LAG-Fahrzeuge passen nicht so recht in mein Beuteschema, so daß danach auch nicht aktiv gesucht habe. Trix ist eben recht bayern-lastig. Es ist schade, dass Trix sein H0-Programm nicht mit seinem N-Programm (so wie Fleischmann) quasi synchronisiert hat.

@Wolfgang: Das ist ja mal eine interessante Sache ... Du hast also auch Bananen im Hamburger Hafen geschleppt. Zu der Zeit dürfte aber "mein" Bananenwagen schon längst ausgemustert gewesen sein. Mir gefallen die Wagen ja insbesondere, wenn sie gelb lackiert sind. Kommt noch aus meiner TT-Zeit, der gelbe "Bananen"-Güterwagen (ex. Kassel) war ein Wunschmodell von mir.
Hamburg war die erste Stadt der BRD, die ich nach der Wende besucht habe (West-Berlin zählt ja nicht). Und zum Diplom-Praktikum hatte es mich 1992 mal für einen Tag zur Autoverwertung Kiesow nach Norderstedt verschlagen.
Alle Jahre wieder komme ich trotzdem mal nach Hamburg, wenn auch nur für eine Tagestour. 2018 war ich im Museum Aumühle, das wäre ein Verein nach meinem Geschmack. Keiner hat mehr alte Preußen, darunter richtige Schätzchen. Leider 900 km zu weit weg.
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Beitrag von Steffen70619 Di 13 Dez 2022, 14:52

Hallo zusammen,

heute hat die Bucht zwei Trix-Dampfer angeschwemmt, die ich zu einem guten Kurs, ungelaufen und in Originalverpackung, an Land ziehen konnte.

Die Dampfer waren meiner Meinung nach hinsichtlich der Modellvielfalt nicht unbedingt eine Kernkompetenz von Trix, aber als bayerisches (besser wohl fränkisches) Unternehmen hat man doch einige Modelle entwickelt, die es bei anderen Herstellern auch Jahrzehnte später noch nicht gab. Gemessen an der Entstehungszeit waren sie gut umgesetzt.

Dazu gehören die Loks der BR 38.4 und BR 54.15-17, die jeweils bayerische Länderbahnmaschinen zum Vorbild hatten.

Mein H0-Fahrzeugpark - Seite 3 Trix-b11

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Die 54 1518 ist eine 1'C h2-Güterzuglokomotive der bayerischen Gattung G 3/4 H. Vom Vorbild wurden zwischen 1919 und 1923 insgesamt 225 Loks bei Krauss und Maffei beschafft, die von der DRG alle übernommen und in 54 1501 - 1725 umgezeichnet wurden. 1966 wurden die letzten Maschinen ausgemustert, die in der Mehrzahl stets im bayerischen Streckennetz verblieben.

Das Trix-Modell ist in der Express-Ausführung erstmals im Katalog 1973/74 aufgeführt. Für diese Zeit weist es schon eine wirklich gute Detallierung auf und ist maßstäblich ausgeführt. Der Antrieb ist, wie bei der BR 38.4, im Tender.

Mein H0-Fahrzeugpark - Seite 3 Trix-510


Die 38 403 gehört zu der 80 Maschinen umfassenden bayerischen Gattung P 3/5 H. 1921 lieferte Maffei die 2'C h4v-Loks aus; sie hatten ein Vierzylinder-Verbundtriebwerk und erwiesen sich wohl als recht leistungsfähig und sparsam. Trotzdem sind sie bereits Anfang der 50er Jahre ausgemustert worden, während die preußische P8 noch in unverzichtbaren Diensten stand.

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Mein H0-Fahrzeugpark - Seite 3 Trix-311

Das Trix-Modell erschien Anfang der 80er Jahre (meine Katalogsammlung ist da etwas unvollständig, 1983 ist es bereits verzeichnet). Das Innentriebwerk ist leider trotz des großzügigen Rahmendurchblicks nicht einmal angedeutet. Ansonsten finde ich es von der Detaillierung her gelungen, mehr muß zumindest für mich nicht unbedingt sein.

Wie alle Trix-International-Modelle haben auch die beiden Loks recht unschön auffallend breite Radreifen und hohe, wenngleich noch in der NEM-Norm liegende, Spurkränze. Besonders im Vergleich mit den zeitgleichen Roco-, Liliput- und Fleischmann-Maschinen fällt das auf. Trix hat wohl einen fertigungstechnisch bedingten Kompromiß zwischen seinem Express- und International-System gesucht.

Ich denke, daß sich die Modelle insbesondere mit neuen Radsätzen auch heute noch sehen lassen können, und besonders für Betriebsbahner und Sammler bayerischer Fahrzeuge interessant sind.
Wenngleich auch nicht unbedingt in mein Beuteschema passend, wollte ich sie in meiner Sammlung haben, da die Lieferung der Vorbildmaschinen bereits in die Reichsbahnzeit fiel.
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Beitrag von lok1414 Di 13 Dez 2022, 17:48

@Steffen: Für eine 2'C h4v-Lok sieht sie etwas "leer" unter dem Kessel aus.... da wo eigentlich Zylinder 2 und 3, mit samt der Steuerung sein sollten. Liegt wahrscheinlich am Herstellungsjahr.
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Beitrag von Steffen70619 Di 13 Dez 2022, 18:23

@Wolfgang: Ja, zumindest die Steuerung innen hätte Trix ruhig nachbilden können. Die Zylinder lagen waagerecht in einer Ebene, da wäre von den innenliegenden Hochdruckzylindern nicht viel zu sehen.
Kann mir vorstellen, dass Arbeiten an diesen Zylindern das Werkstättenpersonal nahezu in euphorische Stimmung versetzte Very Happy - wird wohl auch der Grund für die frühzeitige Ausmusterung gewesen sein. Abgesehen von den pr. S 10.1 und den bay. S 3/6 waren den Verbundmaschinen keine langen Betriebszeiten gegönnt.
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Mein H0-Fahrzeugpark - Seite 3 Empty Vierachsige Dieseltrieb-, Bei- und Steuerwagen der DRG

Beitrag von Steffen70619 Do 26 Jan 2023, 21:31

Zu meinem Fuhrpark gehören auch einige vierachsige Dieseltriebwagen der Reichsbahn-Bauarten.

Mein H0-Fahrzeugpark - Seite 3 Alle10

Der Brawa-Zug, bestehend aus dem Triebwagen 137 013 und dem Beiwagen 149 022 in Epoche III-Ausführung der DR, ist mein jüngster Erwerb.

Mein H0-Fahrzeugpark - Seite 3 Brawa-10

Vorbild für den Triebwagen ist der bei LHW gebaute vierachsige dieselmechanische Leichtbautriebwagen nach Skizzenblatt BC4vT-32.
Der Sechszylinder-Maybach-Dieselmotor leistete 175 PS und gab seine bescheidene Kraft über ein Viergang-Getriebe und Blindwelle ab. Das gestattete immerhin eine Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h.

Mein H0-Fahrzeugpark - Seite 3 Brawa-12

Der Beiwagen nach Skizzenblatt C4v-32 entstammt einer Lieferung der Waggonfabrik Uerdingen aus dem Jahre 1932.

Mein H0-Fahrzeugpark - Seite 3 Brawa-11

Die Formgestaltung der eingezogenen Stirnseiten des Trieb- und Beiwagens ist ... nun ja .. gewöhnungsbedürftig. Das BRAWA-Modell ist jedoch gut umgesetzt, da gibt es nichts zu meckern, jedenfalls für mich.

Piko brachte irgendwann Mitte der achtziger Jahre ein Modell eines vierachsigen dieselelektrischen Einheitstriebwagens nebst Steuerwagen heraus.
Die Triebwagen hatten im Original einen Maybach-V12-Dieselmotor mit 302 kW und waren für 110 km/h zugelassen.

Mein H0-Fahrzeugpark - Seite 3 Piko_110

Der Triebwagen 185 004-9 stammte aus der Bauserie VT 137 058 - 067 nach Skizzenblatt BC4ivT-32a. Ursprünglich hatten die Wagen Längsträgerschürzen, die Piko bei der DRG-Version leider nicht nachgebildet hatte. Der Triebwagen hat den sogenannten Eilzugwagen-Grundriss, d.h. der Fahrgastraum war durchgehend, ohne Mitteleinstieg, und in der Sitzteilung 1+3 in der zweiten und 2+3 in der dritten Klasse.

Mein H0-Fahrzeugpark - Seite 3 Piko_210

Der Steuerwagen entstammt der Bauserie VS 145 048 - 080 nach Skizzenblatt BC4ivS-34a und weist ebenfalls den Eilzugwagen-Grundriß auf. Auch die Steuerwagen wurden ursprünglich mit Längsträgerschürzen geliefert.

Mein H0-Fahrzeugpark - Seite 3 Piko_310

Hier habe ich mal den Piko-VT mit dem Steuerwagen VT 145 102 aus der Liliput-Wien-Produktion verbunden.

Mein H0-Fahrzeugpark - Seite 3 Lilipu23

Liliput hatte ein sehr schön detalliertes Modell des VT 137 100 (BC4ivT-34b, mit MAN-Motor) mit dem Steuerwagen VS 145 102 (BC4ivS-34c). Im Gegensatz zu den etwas später erschienenen Piko-Wagen hatte Liliput die Längsträgerschürzen nachgebildet. Trieb- und Steuerwagen wiesen den sogenannten Essener Grundriß auf, bei dem der Fahrgastraum durch einen Mitteleinstieg mit Schiebetüren getrennt wurde.
Der Wagen stammt aus der Bastelkiste, war zusammen mit dem bereits zerlegten VT ein Wechselstrommodell, bei dem ein Teil der Zurüstteile fehlte, und das ich vor Jahren für einen äußerst günstigen Kurs erworben habe. Ist also Bastelvorrat.

Mein H0-Fahrzeugpark - Seite 3 Lilipu24

Mein Favorit von der Form her ist eigentlich der Liliput-Zug. Schon wegen der gefälligen Schürze. Der Piko-VT hat Potential zum Umbau, ist aber auch hinsichtlich Beschriftung und Lackierung, nun ja, nicht allererste Liga. Da geht der Pokal an Brawa.

(Quelle: Heinz Kurz, Triebwagen der Deutschen Reichsbahn, EK-Verlag Freiburg)
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Beitrag von Steffen70619 Sa 01 Apr 2023, 23:32

Hallo zusammen,

seit einigen Jahren ist eine G 8.1 mit Laufachse - die BR 56.2 - in meinem Bestand. Über das Vorbild ist einiges in der einschlägigen Literatur zu finden. Und in dem Umbau der reichlich vorhandenen G 8.1 auf Laufachse bei Verringerung der Achsfahrmasse wird wohl auch die Ursache zu sehen sein, daß es von der BR 86 keine Schlepptender-Variante wie bei den BR'n 64/24 gab.
Das H0-Modell stammt von Trix, oder besser Märklin, dessen ehemalige HAMO-Linie unter dem Trix-Label vertrieben wird.

Abgesehen von den zu hohen Pufferbohlen und dem reichlich bemessenen Lok-Tender-Abstand hinterläßt die Maschine einen insgesamt ordentlichen Eindruck und ist nicht überdetalliert, so daß man ständig Sorge vor abfallenden Teilen haben muß. Die immer etwas grob wirkenden Radsätze sind Stand der Serie bei MäTrix.
Das Epoche-II-Modell hat die Betriebsnummer 56 569 und gehört hiernach zur Rbd Wuppertal, Bw Dieringhausen. Das Untersuchungsdatum ist mit dem 29.5.38 angeschrieben. Dazu passen die Lokschilder mit Alu-Rundziffern.

Mein H0-Fahrzeugpark - Seite 3 Tr-56_11
Trix 22562 - BR 56.2 DRG - Lokführerseite

Mein H0-Fahrzeugpark - Seite 3 Tr-56_12
Trix 22562 - BR 56.2 DRG - Heizerseite

Mein H0-Fahrzeugpark - Seite 3 Tr-56_10
Zum Vergleich - Fleischmann BR 55 aus Roco-Neuauflage

Nur Märklin hat es fertiggebracht, neben der G 8.1 auch die an sich völlig naheliegende G 8.1 mit Laufachse herauszubringen.
Piko und Fleischmann (beide gleich zweimal) und jetzt auch Rivarossi haben sich an der G 8.1 versucht, Liliput an der G 8.1 mit Laufachse.
Mein Favorit bleibt ganz klar die Fleischmann-G 8.1 aus der Neukonstruktion der 90er Jahre. Vielleicht erbarmt sich Roco noch einmal einer DRG-Variante.
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Beitrag von maxl So 02 Apr 2023, 08:27

Hallo Steffen - deine Fotografiertechnik sorgt immer wieder für Hingucker!
Und deine fundierten Kommentare sind wie immer sehr informativ.
Wenn ich mir das nur alles merken könnte...
Das gezeigte "Trix"-Modell gefällt mir sehr. Der Verzicht auf Überdetaillierung ist bestimmt weise,
auch wenn ich im Vergleich zu meinen historischen Trix-Lokomotiven eine überwältigende Detailfülle wahrnehme.
Gleiches gilt für die "grob wirkenden" Radsätze.
Naja, meine Ansprüche an Vorbildtreue sind halt in den 60ern stehengeblieben!

Beste Grüße
Michael
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Mein H0-Fahrzeugpark - Seite 3 Empty Märklin 26509 - Fernschnellzug Berlin-Leipzig

Beitrag von Steffen70619 So 02 Apr 2023, 23:25

Hallo Michael,

vielen Dank. Siehst Du, und meine Ansprüche an Vorbildtreue sind in den späten 70ern entstanden und den 80ern/frühen 90ern stehengeblieben.
Ich brauche nicht alle Kesselleitungen und auch nicht jeden noch so kleinen Handgriff an Dampfloks freistehend.
Blumenbretter, wie z.b. die Anstellstangen der Piko 41 auf der Heizerseite, mag ich überhaupt nicht. Die fallen sofort auf, und waren an sich bereits fertigungstechnisch in den späten 70ern "out".
Bei Dampflokradsätzen bin ich durch Fleischmann verwöhnt. Die hatten es schon in den 80ern drauf. Nachgebildete "Schwimmhäute", ordentliche abgerundete Speichen.
Roco hatte das in den 90ern dann auch in Kunststoff ganz gut hinbekommen.

Ich hatte mal in den Kleinumbauten den doch etwas umfangreicheren Hütchentausch zwischen einer HAMO-E19 und einer Märklin-E18 aus dem Zugset 26509 vorgestellt.
Zeit also, auch mal das komplette Set zu zeigen. Ich habe es durch Radsatztausch der Wagen nun komplett auf Gleichstrom umgebaut. Mir gefallen vor allem die zweifarbigen Schürzenwagen. Die aufgedruckten Zuglaufschilder weisen einen Laufweg Leipzig - Bitterfeld - Lutherstadt Wittenberg - Berlin auf. Die E 18 dürfte dann nur von Leipzig bis Bitterfeld am Zug gewesen sein, die Strecke wurde 1958 wieder elektrifiziert. Für den Restlaufweg wäre wohl eine 03 des Bw Lutherstadt Wittenberg vorgespannt worden - ein zu der Zeit passendes Modell fehlt bis heute.

Mein H0-Fahrzeugpark - Seite 3 Mae-2611

Die E 18 ist weitgehend aus Zinkdruckguß gebaut und entsprechend schwer. Hat aber bloß zwei angetriebene Achsen. Das Gehäuse ist sauber und tadellos gefertigt, fein und scharfkantig graviert, und der Guß ohne Lunkern und Zinkpest. Lackierung und Beschriftung sind einwandfrei. Auch ist die Maschine gut, aber nicht übermäßig, detailliert. Mich stören eigentlich nur die "Blumenbretter" des Lenkgestells. Die Fahreigenschaften sind allerdings - trotz der im Zuge des Umbaus durchgeführten Reinigung und Ölung - sehr bescheiden.

Mein H0-Fahrzeugpark - Seite 3 Mae-2612
E 18 40, Rbd Halle, Bw Leipzig Hbf West, letzte Unt. 30.9.60

Enthalten sind im Basisset (es gibt noch eine Ergänzung mit zwei Wagen) drei der bekannten und maßstäblich langen Märklin-Schürzenwagen.
Die beiden C4ü-38 sind bereits als 2.-Klasse-Wagen beschildert. Kein Wunder, als der elektrische Zugbetrieb der DR wieder aufgenommen wurde, war die dritte Klasse gerade zur zweiten mutiert.

Mein H0-Fahrzeugpark - Seite 3 Mae-2610
B4ü (ex. C4ü-38), Wagen-Nr. 243-209, Bww Berlin Rga, nächste Unt. 12.4.62

Mein H0-Fahrzeugpark - Seite 3 Mae-2613
A4ü (ex. AB4ü-38), Wagen-Nr. 243-004, Bww Berlin Rga, nächste Unt. 12.2.62

Mein H0-Fahrzeugpark - Seite 3 Mae-2614
B4ü (ex. C4ü-38), Wagen-Nr. 243-213, Bww Berlin Rga, nächste Unt. 17.6.62

Wie schon mal erwähnt, sind die Schürzenwagen bei der DR Anfang der 60er Jahre umgebaut worden. Das gestutzte Untergestell erhielt einen neuen Wagenkasten.
Habe hier mal einen Modernisierungswagen auf den Spenderwagen gestellt. Die übereinstimmenden Hauptabmessungen sowie die identische Abteilzahl fallen hier auf.
Wahrscheinlich hat man sie aus diesem Grunde nicht als Reko-Wagen bezeichnet, denn der technologische Ablauf des Umbaus war grundsätzlich der gleiche.

Mein H0-Fahrzeugpark - Seite 3 Mae-2615
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Beitrag von maxl Mo 03 Apr 2023, 07:59

Herzlichen Dank, Steffen, für die schönen Bilder und die interessanten Informationen!

Die E 18 gehört - aus rational nicht nachvollziehbaren Gründen - zu meinen besonderen Lieblingslokomotiven.
Einen persönlichen Bezug zu ihr habe ich eher nicht,
außer dass ich ihr bei meinen Besuchen im Nürnberger Verkehrsmuseum auf jeden Fall immer einen Besuch abstatte,
den protzigen Reichsadler tapfer ignorierend...

Das Modell gefällt mir besonders. Das Charakteristische der Lokomotive ist sehr gut getroffen.
Zu ihrem Besitz kann ich dir - trotz "Blumenbrettern" nur gratulieren!

Beste Grüße
Michael
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Mein H0-Fahrzeugpark - Seite 3 Empty 3 x Nachwende-V180/BR 118 von Gützold

Beitrag von Steffen70619 Do 06 Apr 2023, 23:12

Michael, die E18/E19 gehören auch zu meinen Lieblingen. Im Original habe ich die Loks nur im Museum (E19 in Berlin und Nürnberg) bzw. bei den Dampfloktagen in Meiningen (E18 19) gesehen. Im Betrieb sind mir die nie über den Weg gelaufen.
Rationale Gründe finde ich aber durchaus: Die Loks wirken aufgrund ihrer vorn liegenden und strömungsgünstigen Führerstände und der klaren, symmetrischen Gliederung m.M. recht zeitlos und unterschieden sich deutlich von den bis dahin mehr funktionell zusammengeklöppelten Kasten-Elloks. Dann waren sie sehr leistungsfähig und haben eine 01/01.10 hinsichtlich Zugkraft und Geschwindigkeit nicht nur locker an die Wand gespielt, sondern im Betriebsdienst auch deutlich überlebt.

Zu meinen Petroleum-Lieblingen gehört die V180 / BR 118 der DR, die "dicke Babelsbergerin". Bewußt im Einsatz erlebt habe ich sie vor den Sputnik-Zügen auf dem Berliner Außenring und vor Containerzügen am Bhf. Frankfurter Allee. Konzeptionell entsprach sie mit der Zwei-Maschinen-Anlage und hydrodynamischer Kraftübertragung der V 200 der DB und nahm auch gestalterische Anleihen. Für den schweren Schnellzugdienst war sie zu schwach motorisiert und konnte daher weder die 01 noch die 03 wirklich ersetzen. Im Eil-/Personenzugdienst und leichten Güterzugdienst führte ihr Einsatz allerdings zur schnellen Ausmusterung einer ganzen Reihe von Dampfloks.

Da mir die sechsachsige Variante optisch irgendwie nicht so recht zusagt, habe ich nur die B'B'-Modelle im Bestand.
Die drei nachfolgenden Exemplare stammen aus der Nachwende-Produktion von Gützold; sie haben sich so nach und nach - gebraucht - bei mir "angesammelt".

Mein H0-Fahrzeugpark - Seite 3 Gue_4711
Gützold 47200 - Betriebs-Nr. 118 118-9, RBD Schwerin, Bw Rostock, Unt.-Datum 30.1.76

Mein H0-Fahrzeugpark - Seite 3 Gue_4710
Gützold 47300 - Betriebs-Nr. 118 550-3, RBD Berlin, Bw Ostbahnhof, Unt.-Datum 25.4.84

Mein H0-Fahrzeugpark - Seite 3 Gue_4712
Gützold 47400 - Betriebs-Nr. V180 032, RBD Dresden, Bw Dresden-Pieschen, Unt.-Datum 31.7.64

Aus der DDR-Produktion habe ich auch noch einige Exemplare. Wenn ich die die Gehäuse vergleiche, meine ich, daß die meines Wissens nach ab 1994 ausgelieferten Nachwende-Maschinen komplette Neukonstruktionen sind, und nicht unter Verwendung des überarbeiteten Gehäuses entstanden. Mit dem massiven Zinkdruckguß-Rahmen und -Drehgestellen sind sie ausgesprochene Schwergewichte. Leiden aber hin und wieder unter gerissenen Achszahnrädern. Ersatz gibt es bei Fischer-Modell, und an zwei Räder von zwei Modellen muß ich entsprechend ran.

Die 118 550-3 gehörte zu den Regierungszug-Loks. Die Wagen des Regierungszuges konnte man übrigens von der S-Bahn aus zwischen den Bahnhöfen Nöldnerplatz und Lichtenberg aus bequem auf ihren Abstellgleisen beim Bw Lichtenberg sehen. Bin oft genug an ihnen vorbeigefahren.
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Beitrag von Fraenkyzuma Do 06 Apr 2023, 23:28

Hallo Steffen,
Von der E18 und den Schürzenwagem bin ich auch großer Fan, findet sich in meinem Bestand ebenfalls. Die Schürzenwagen hab ich neben der standard-grünen Ausführung zusätzlich noch in der Loreley-Express Variante in blau. Leider hab ich die Altbau Elloks auch nicht mehr wirklich im Betrieb erlebt, nur noch als H0-Modelle ... nur E10/ E41 und E40 liefen hier oben in Massen ... über deren Anblick würde man sich heute auch wieder freuen.

Gruß von Frank
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Beitrag von Steffen70619 Do 06 Apr 2023, 23:57

Hallo Frank,

als ex-Berliner & Jahrgang 1965 habe ich überhaupt keine Altbau-Elloks mehr in Betrieb gesehen. Als der Fahrdraht Berlin erreichte, waren die neuangelieferten Loks der BR 243 allgegenwärtig. Die zottelten quasi alles über die Gleise, über denen bereits ein Fahrdraht hing. Und das ging ab Mitte der 80er ziemlich schnell.
Nur von zwei Ausflügen nach Leipzig und Dresden kann ich mich noch an die Loks der BR'n 211, 242 und 250 erinnern.
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Beitrag von Steffen70619 Mi 22 Nov 2023, 00:39

Hallo zusammen,

nach längerer familiär bedingter Forenabstinenz finde ich nun doch wieder ein wenig Zeit für die Beschäftigung mit der Modellbahn.

Auf der Suche nach Projekt-Loks fiel mir vor wenigen Tagen wieder einmal eine Roco-01 in die Hände.
Das Modell mit der Artikelnummer 43316, Betriebsnummer 01 069, erschien zeitgleich mit einer Epoche-III-DR-Version (43317, 01 089) in der zweiten Hälfte der 90er Jahre.
Es war die zweite Überarbeitung der 01 von Roco. Endlich wanderten die Pumpen der DRG- und DR-Maschinen in die Rauchkammernischen, und die angespritzte Dampfleitung zur vormals mittigen Speisepumpe verschwand vom Kessel.

Erstmals gab es die 850-mm-Vorlaufräder mit 7 oder 9 Speichen, einseitig wirkende Klotzbremsen und eine Nachlaufachse mit Winkelhebel-Lastausgleich. Sahnehäubchen war der genietete Tender 2'2'T32 Bauart 1926, den es in der Form bei Roco leider nur an der 43316 gab. Geblieben ist die leicht lösbare Lok-Tender-Kupplung.
Der Tender selbst ist ein Schwergewicht mit 5-Poler und Schwungmasse sowie 4 angetriebenen Achsen, davon 2 mit Haftreifen.

Mein H0-Fahrzeugpark - Seite 3 Rc_01_10

Das Vorbild der 01 069 wurde von der AEG gebaut und 1928 in Dienst gestellt. Die Lok verblieb nach 1945 bei der DR, erhielt 1970 die EDV-Nr. 01 2069-1 und wurde 1978 beim Bw Dresden-Alt z-gestellt. Bei der DR fuhr die ursprünglich mit kleinen Wagner-Blechen gelieferte Lok mit gekürzten "großen Ohren" und erhielt irgendwann einmal lange Ausgleichshebel und eine Schleppachsbremse.

Die Roco-Lok gehört zu meinen Lieblingen, ist als Basis für DR-Umbauten und Tendertausch bestens geeignet. Bei dem hier gezeigten Exemplar hat wohl der Vorbesitzer die Laufräder gegen solche mit 9 Speichen getauscht. Roco lieferte die Lok mit vorbildgerechten 7-Speichen-Rädern im Drehgestell aus.
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Beitrag von maxl Mi 22 Nov 2023, 10:18

Wie schön, wieder von dir zu lesen, Steffen! 
Und eine 01 sehe ich immer gerne - egal in welcher Ausführung.
Es ist einfach die Lok an sich, die das (Modell-)Eisenbahnerherz höher schlagen lässt...
Das gezeigte Modell gefällt mir sehr!

Beste Grüße
Michael
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Beitrag von Steffen70619 So 10 Dez 2023, 00:43

Die 58 525 war 1990 meine erste Roco-Lok. Überhaupt ist Rocos Ein- und Aufstieg in der H0-Welt sicher nicht unwesentlich dem seinerzeit hervorragend detallierten Modell der BR 58 zu verdanken.
Im Laufe der recht langen Produktionszeit wurde die Maschine mehrmals dezent überarbeitet. In der "guten alten Zeit" in den 80ern und 90ern, als es noch ein Stammprogramm auch bei Roco gab, ist die Betriebsnummer bei jeder Neuauflage, auch bei gleicher Artikelnummer, geändert worden.

Mein letzter Erwerb, mit der Artikelnummer 43203 als DRG-Maschine, hat die Betriebsnummer 58 502. Diese ist bereits messingfarben aufgedruckt. Interessanterweise hat Roco bei den DRG-Versionen stets Betriebsnummern württembergischer Maschinen (BR 58.5) verwendet.

Mein H0-Fahrzeugpark - Seite 3 Img_0116

Die 58 ist ein Muß für DRG und DR-Bahner. Als inoffizielle erste Einheitslok wurde die Maschine von den preußischen, badischen, württembergischen und sächsischen Staatsbahnen beschafft. Nach 1945 gab es nennenswerte Bestände auch in Polen, Jugoslawien und Bulgarien.
Bei der DR wurden 56 Maschinen aus dem recht üppigen Bestand zur BR 58.30 rekonstruiert. Auch etliche Altbaumaschinen erlebten noch die Umzeichnung mit EDV-gerechten Betriebsnummern.

Das Roco-Modell hätte eigentlich im Rahmen einer Überarbeitung schon vor Jahren neue Radsätze verdient. Es gab die Maschine nur in der Variante mit 3 Kesselaufbauten (S-D-S), nie als vierdomige Variante, und auch nicht mit der ursprünglichen durchgehenden Domverkleidung. Schade eigentlich.

Jüngste Wagen-Neuerwerbung ist das ACME-Modell des 26,4-m langen Bautzener Speisewagens der CSD. Mir hat der Wagen einfach gefallen. Von den Bautzener Mitropa-Speisewagen unterscheidet er sich grundsätzlich durch den in der Mitte liegenden Küchentrakt, der durch den Speiseraum mit 6 Abteilen und den Büffetraum flankiert wird. Auch das bei der CSD verwendete Blau für Schlaf- und Speisewagen steht dem Wagen gut zu Gesicht.

Mein H0-Fahrzeugpark - Seite 3 Img_0114

Mein H0-Fahrzeugpark - Seite 3 Img_0115

Es ist schade, dass die osteuropäischen Bahnverwaltungen vor allem in den Epochen II, III und IV bei den Modellbahnherstellern unterrepräsentiert sind, und man typische Wagen, die im internationalen Verkehr eingesetzt wurden, mit der Lupe suchen kann.
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Beitrag von Steffen70619 Mi 13 Dez 2023, 23:48

Hallo zusammen,

ich hatte einige Beiträge zuvor bereits den SVT "Leipzig" vorgestellt.
Zu meinem Fuhrpark gehört seit vielen Jahren aber auch ein SVT "Köln" aus Liliput-Wien-Zeiten.
Den Zug gab es in mehreren Ausführungen, das begehrteste Exemplar ist offenbar der "Vindobona", DR, Epoche III.
Mein Zug stellt die DRG-Ausführung der Epoche II dar, hat die Betriebsnummer SVT 137 853 a/b/c und die Artikelnummer 126 02 2. Soweit ich in Erinnerung habe, gab es die DRG-Version mit zwei verschiedenen Betriebsnummern.
Der Zug hat es auch noch zu Liliput-Bachmann geschafft, ist aber, wie alle SVT, nur noch gebraucht zu bekommen.

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Der "a"-Wagen hat neben dem Führerstand mit der Antriebsanlage einen Gepäckraum, ein Küchenbereich sowie einen Speiseraum.

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Der "c"-Wagen als Mittelwagen hat 9 Abteile der 2. Klasse mit Seitengang.

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Der "b"-Wagen hat neben dem Führerstand mit Antriebsanlage 8 Abteile der 2. Klasse mit Seitengang.

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Die Züge der Bauart Köln waren mit "V12-TDI"-Maybach-Motoren und elektrischer Kraftübertragung ausgerüstet.
Ein dreiteiliger Zug aus dem Bestand der DR mit CKD-Motoren ist erhalten geblieben.
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Beitrag von maxl Do 14 Dez 2023, 08:46

Ein Kleinod, Steffen! Gefällt mir sehr!

Beste Grüße
Michael
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Beitrag von Steffen70619 Do 21 Dez 2023, 17:53

Hallo zusammen,

Michael, vielen Dank für Deine netten und immer wieder gern gelesenen Kommentare. Bei meiner aktuellsten Neuanschaffung - sozusagen ein Weihnachtsgeschenk für mich selbst - habe ich an Deine Trix-Geschichte gedacht. Es stimmt, daß die Eisenbahn-/Modellbahnerfahrungen der Kindheitsjahre wesentlich dafür sind, womit man sich im Hobby dann beschäftigt. Denn schon früh fielen mir die Schnellzugwagen der PKP auf, die sich aufgrund ihrer Dachform, der olivgrünen Lackierung und der eckigen Fenster doch deutlich von dem unterschieden, was sonst so unterwegs war.

Nachdem nun unlängst der "Ost-West-Express" von Robo mit den Wagen in Epoche-IV-Ausführung erschien, habe ich mir die Zugpackung mit der Artikelnummer 200020 bei Robo in Polen direkt bestellt, und 4 Tage später war sie per UPS da.

Mein H0-Fahrzeugpark - Seite 3 Img_0210
Gepäckwagen Bauart 209C, Gattung Ds, Betriebsnummer 51 51 95-80 027-8, Unt.-datum 25.03.1991

Mein H0-Fahrzeugpark - Seite 3 Img_0212
Liegewagen Bauart 110Ac, Gattung Bc, Betriebsnummer 51 51 59-80 228-6, Unt.-datum 09.05.1991

Mein H0-Fahrzeugpark - Seite 3 Img_0211
Bar-/Buffetwagen Bauart 113A, Gattung WRbd, Betriebsnummer 51 51 88-70 079-0, Unt.-datum 15.08.1991

Mein H0-Fahrzeugpark - Seite 3 Img_0213
Schnellzugwagen 1./2. Klasse, Bauart 104Af, Gattung ABdu, Betriebsnummer 51 51 39-80 085-5, Unt.-datum 21.03.1991

Die Wagen sind qualitativ sehr gut ausgeführt und kamen in einem ansprechenden stabilen Karton.

Leider gibt es zu polnischen Reisezugwagen keine Literatur - jedenfalls habe ich noch nichts gefunden.
Soweit ich weiß, entsprechen die Sitz- und Liegewagen dem Typ Y nach UIC und wurden von den Waggonfabriken Cegielski Poznan und Pafawag Wroclaw zu etlichen hunderten gebaut.
Im Ost-West-Express sind neben den ABdu und Bc auch Bdu/Bm der PKP (Robo, Heris, Piko), RIC-Schlafwagen der SZD (Sachsenmodelle oder Piko), ABm und Bm der SNCF (Typ Y, Roco) sowie je nach Zeitraum auch ABm/Bm der DR und/oder DB und ein BDs der SNCF gelaufen.
Innerhalb der DDR war der Laufweg von Marienborn über Berlin nach Frankfurt/oder. Ich denke, daß bis zur Lieferung der BR 132 hier eine 01 oder 03 vorgespannt war.

Vielleicht halte ich noch nach den Y-Wagen der SNCF Ausschau, die RIC-Schlafwagen der SZD sowie die DR-Wagen habe ich bereits, teilweise seit fast 20 Jahren.
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Beitrag von Steffen70619 Sa 23 Dez 2023, 22:10

So, um den Ost-West-Express zu vervollständigen, habe ich mir nun noch zwei der fehlenden SNCF-Wagen beschafft. Steht noch der Bm und der BDs aus.

Mein H0-Fahrzeugpark - Seite 3 Roco-s10
Roco 44600, Liegewagen 2. Klasse, Gattung B9c9x, Betriebsnummer 51 87 59-70 591-7, Unt.-Datum 16.8.78

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Roco 44606, Schnellzugwagen 1./2. Klasse, Gattung A4B5, Betriebsnummer 51 87 39-80 651-2, Unt.-Datum 17.1.75

Mein H0-Fahrzeugpark - Seite 3 Roco-s11
links Roco, rechts Robo

Habe hier nun einmal beide Liegewagen (unten Robo, oben Roco) "Bremer Stadtmusikanten" spielen lassen.
Beide Wagen gehören zu den Einheitsreisezugwagen der Bauart Y, die im UIC-Kodex 567-1 beschrieben ist.

Mein H0-Fahrzeugpark - Seite 3 Roco-s13

Man sieht in der Fensteranordnung, den Drehfalttüren, dem Drehzapfenabstand und der LüP die übereinstimmenden Baumerkmale.
Der UIC-Kodex 567 sieht für die Dachhöhe über SO 4.050 mm vor, die auf 4.230 mm erhöht werden darf, um die Unterbringung von Lüftungs- und Klimaanlagen zu erleichtern.
Das wurde hier bei dem SNCF-Liegewagen sowie den Einheitsreisezugwagen Typ Y aus DDR-Produktion praktiziert.

Nun möchte ich allen Lesern ein frohes Weihnachtsfest und ein gesundes, glückliches neues Jahr wünschen!
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Beitrag von Steffen70619 Do 11 Jan 2024, 19:45

Nach recht langer Abstinenz ist Piko in den letzten Jahren wieder in díe Dampflokkonstruktion eingestiegen und hat Modelle der Baureihen 83.10, 78, 93 und 03 herausgebracht sowie aktuell die BR 62 angekündigt. Und bei Piko darf man sich auch darauf verlassen, daß der Ankündigung Taten folgen.

Eine neue 03 ohne die Schwächen des Fleischmann-Modells stand schon lange auf meiner Wunschliste.
Nun ist die 03 100 in Epoche-III-Ausführung der DR (Art.-Nr. 50684) bei mir gelandet.

Die Beschriftung weist die Lok als der Rbd Halle und dem Bw Leipzig-West zugehörig aus. Letztes Untersuchungsdatum ist der 23.10.1953.

Mein H0-Fahrzeugpark - Seite 3 Img_0215

Mein H0-Fahrzeugpark - Seite 3 Img_0214

Erstmals gibt es eine 03 mit vorn liegenden Pumpen, wie sie bei der 03 001 - 122 ab Werk Serie waren.
Nach Endisch "Baureihe 03 Reko" ist die 03 100 im RAW Karl-Marx-Stadt vom 28.04. - 23.10.1953 im Rahmen einer Ersatzinvestition (EI) wieder betriebsfähig aufgearbeitet worden.
Die Lok erhielt 1971 einen Reko-Kessel und wurde 1977 ausgemustert.

Inwieweit der von Piko dargestellte Zustand korrekt ist, kann ich mangels Bildbeweis nicht beurteilen.
Das Modell ist aus meiner Sicht rundum gelungen, und im Vergleich zu der Fleischmann-Maschine (Bild unten) ist sowohl das Fahrwerk, als auch die Frontschürze deutlich besser geraten.

Mein H0-Fahrzeugpark - Seite 3 Img_0216

Mein H0-Fahrzeugpark - Seite 3 Fl_41013

Ich bin auf das angekündigte DRG-Modell gespannt. Die im Neuheiten-Prospekt dargestellte CAD-Zeichnung läßt leider in Bezug auf den Tender mit dem falschen Kohlenkasten nichts gutes ahnen.


Zuletzt von Steffen70619 am Do 11 Jan 2024, 20:06 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Beitrag von maxl Do 11 Jan 2024, 19:59

Immer wieder erstaunlich, wie unterschiedlich MoBa-Hersteller das Vorbild "interpretieren", Steffen!
Nach den Fotos sind aber beide Loks "Traumloks" für mich...
In H0 bin ich als Trix-Bahner der Sechziger ja nicht so anspruchsvoll, was die Vorbildnähe betrifft.
Ich vermute, dass du diese Art von Lokomotiven wie rohe Eier behandeln musst.
Aber die Optik ist natürlich große Klasse! Zum Träumen...

Beste Grüße
Michael
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Beitrag von Steffen70619 Do 11 Jan 2024, 20:30

Na ja, Michael, man muß die Loks schon recht vorsichtig behandeln und am besten nur an Zylindern, Führerhausseiten und Tenderwasserkasten anfassen. Bei Piko ist (wie bei Roco) der Vorteil, dass es mehrere Kesselsteckteile gibt und die einzeln zum akzeptablen Tarif zu bekommen sind, wenn mal was abfällt. Fleischmann hatte recht komplizierte Gußformen gebaut, um pro Kesselseite mit einem oder zwei Steckteilen auszukommen. Wenn da was abbricht, wird es teuer.

Und vom Gleis oder gar der Anlage möchte ich sie nicht fallen lassen. Und das würden Deine Trix-Loks wahrscheinlich weitgehend schadlos überstehen. Von deren Wartungsfreundlichkeit ganz abgesehen. Hat eben alles sein Für und Wider - oder: Die Summe der Gemeinheiten ist konstant.
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Beitrag von laiva-ukko Do 11 Jan 2024, 23:20

Ja Michael, man muß vorsichtig mit diesen modernen Loks umgehen.

Ich kann Deine Aussage Steffen nur bestätigen. Meine zugegebenermaßen gelungene BR 78 von PIKO ist einmal umgefallen, schon war ein filigraner Tritt zum Führerhaus angebrochen, das ließ sich auch mit Sekundenkleber nur schwer dauerhaft wieder  fixieren. Mein Glück war, dass PIKO mir nach mehreren Werkseinsendungen wegen technischer Defekte, die Lok final einfach gegen eine neue getauscht hat. Very Happy

Glück gehabt. Jetzt behandle ich die 78 wirklich wie ein rohes EI. Meine alte- auch passabel dtaillierte- 78er von Fleischmann kann da beileibe mehr ab. Da sind die Leitern deutlich stabiler !

Jede Medaillie hat halt 2 Seiten Winker Hello
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