Der lustige Modellbauer
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Die LUPO - Bahn

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Beitrag von Lupo60 Mo Apr 01, 2024 9:43 pm

Ich dachte mir, bevor ich mich jetzt auf den Lorbeeren ausruhe, kann ich ja gleich mal - nach ausgiebigem Osterspaziergang mit der besten Frau von allen - in die nächste Baustelle stürzen.

Und hier gleich die ersten Vorergebnisse:

Die LUPO - Bahn - Seite 6 P1020242

Dieses Bild oder so ähnlich kennt Ihr bereits. Es handelt sich aber um heute früh fertig gewordene Gehäuseunterteile, die eigens für diese ersten Versuche gedruckt wurden (und zum Ausprobieren eines anderien Resins ) und ziemlich schrecklich geworden sind. Aber für das, worum es geht, ausreichend. Dazu muss man aber näher ran gehen:

Die LUPO - Bahn - Seite 6 P1020243

Die LUPO - Bahn - Seite 6 P1020244

Die beiden Fahrzeugunterteile sind nämlich erstmals nicht nur zusammengeschoben, sondern tatsächlich gekuppelt. Von unten und ohne Drehgestell sieht die Sache dann so aus:

Die LUPO - Bahn - Seite 6 P1020245

Also eigentlich recht simpel gemacht. Ich Simpel habe es natürlich zu simpel gemacht, weil ich vergessen habe, die Schraubenköpfe anzusenken, so dass die Fahrzeugenden zu hoch im Frehgestell sitzen. Ziele dieses ersten Versuchs waren gewesen, herauszubekommen, ob

a) ich imstande bin aus dem mir zur Verfügung stehenden "endlosen" Zugfedermaterial eine Feder in passender Länge mit Ösen am Ende anzufertigen - wird nicht schön, aber geht.
b) ob sich's auch einigermaßen vernünftig montieren lässt - geht, und
c) ob das Konzept, dass sich die Fahrzeuge mit ihren Faltenbälgen im "Mittelgang" der Einstiegsteiles zentrieren#, überhaupt funktioniert. Tut es.

Ohne Einstiegsteil wären sich die Wagenkästen etwa 5 mm näher, und um diesen Betrag wird die Feder also gelängt. Sie erzeugt dann schon eine recht ordentliche Richtkraft, die natürlich und löblicherweise bestrebt ist, den Zug gerade zu ziehen.

Und hier erwarte ich, dass der Teufel im Detail liegt. Wird die Richtkraft zu stark, dann haut es die Enddrehgestelle aus dem Gleis. Ist sie zu schwach, zieht es während der Fahrt den Zug auseinander (um so wichtiger, dass die Drehgestelle ordentlich laufen). Wie breit jetzt das Fenster ist, in dem weder das eine, noch das andere passiert, weiß ich nicht. Ich hoffe, dass es überhaupt existiert.

Was kann ich tun? Sollte sie Feder zu stramm sein, kann ich sie länger machen. Je länger, desto weicher wird sie. Ich könnte sie also ohne sonstige konstruktive Änderung bis zu 4 mm länger machen, damit noch ein bisschen Vorspannung übrig bleibt. Und sollte das immernoch nicht reichen, könnte ich die Aufhängung der Feder weiter ins Fahrzeuginnere verlegen. Das wäre allerdings schlecht, weil sie dann praktisch nicht mehr zu montieren sein würde, ohne das Fahrzeug zu demontieren. Der andere Fall, dass die Feder zu weich ist, wäre simpler - man müsste sie nur kürzen. Irgendwann, wenn man sie zur Montage in die Länge ziehen müsste, wäre es auch wieder blöd, aber damit ist wohl eher nicht zu rechnen.

Und noch einen Punkt gibt es - beim jetzt im Versuch verwendeten Drehgestell sind die "Türkästen" fest am Drehgestell dran - das wurde als ein Teil gedruckt. Das Ganze sollte dann mit dem Dachteil des Einstiegsbereiches abgeschlossen werden. Das hat sich aber als schlecht heruasgestellt, einfach weil die Auflagefläche zwischen Türkasten und Drehgestell zu klein ist, so dass das ein fürchterlich schlabberige Angelegenheit ist. Auch das fugenlose Einfügen des Dachteils in die Türkästen ist nicht so ganz trivial. Also sollen Türkästen und Dachteil zu einem Teil zusammengefasst werden, die dann unten im Drehgestell eingeklipst werden. Das ist noch zu konstruieren.

Tja, und dann bleibt nur noch, mal zumindest die Unterteile für eine fünfteilige Zuggarnitur auszudrucken und einen ersten wirklich rollfähigen Zug zu bauen, um dann mit den Federn zu experimentieren und darauf hoffen, dass es mit den erwähnten 4 mm Spielraum hinhaut. Es wäre ja gar nicht unwillkommen, wenn mal irgendwas einfacher als erwartet wäre, aber darauf kann man ja nicht bauen.

Das wird jetzt ein paar Tage dauern ... in der Zwischenzeit könnte ich mich ja mal um die Radlagerung des Güterwagens kümmern.
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Beitrag von Lupo60 So Apr 07, 2024 10:12 pm

Hallo zusammen,

die letzten Tage standen (fast) ganz im Zeichen der Serienfertigung. Wagenkästen, Drehgestelle, Einstiegsteile - wobei sich die Wagenkästen als ziemlich schwierig herausgestellt haben. Ich musste nämlich mit dem "guten Resin" etwas knausern - Lieferung ist erst Mitte April, so dass ich mich mit einem Anderen behelfen musste, das mir einigen Ausschuss bescherte. Aber egal, es kamen auf die Dauer doch genügend Teile für eine erste Erprobung zusammen.

Wobei sich "Erprobung" ein bisschen hochtrabend für die erste Stell- und Rollprobe anhört. Aber egal, der Zug hat jetzt schon mal die Schienen gesehen:

Die LUPO - Bahn - Seite 6 P1020246

und hier noch ein Bild, auf dem es etwas ordentlicher zugeht:

Die LUPO - Bahn - Seite 6 P1020247

Also, ich denke, 5 Wagen sind optimal. Insgesamt ist der Zug mit 4 Federn gekuppelt, und ich habe keine zwei Gleichen verwendet, um gleich mal ein bisschen Erfahrung zu sammeln. So, wie es aussieht, hätte ich mir um die Federsteifigkeit gar nicht so viele Gedanken machen brauchen. Auch die weichste Feder hält den Zugverband noch sicher zusammen, und die härteste Feder lässt noch Kurvenfahrten zu. Viel wichtiger ist, dass die "Faltenbalgkinematik" absolut klemmfrei arbeitet. Hier habe ich einen Kandidaten, der recht schwergängig ist. Der Zug steht im oberen Bild ja nun wirklich in einem weiten Bogen, aber selbst hier haut es das betreffende Drehgestell im Übergang von oder zur Geraden heraus. Hier ist erstmal Nacharbeit erforderlich, bevor die Versuche weitergehen können.

Und bei einem oder mehreren Drehgestellen scheinen die Radsätze oben am Wagenkasten anzustreifen - trotz entsprechender Ausnehmungen. Das muss nochmal geprüft werden. Die von oben ins Drehgestell geklipsten Einstiegssegmente funktionieren einwandfrei, das Federn einbauen ist ein bisschen fummelig. Ebenso auch das Aufgleisen des Tatzelwurms.

An anderer Stelle ist auch eine Entscheidung gefallen:

Die LUPO - Bahn - Seite 6 P1020248

Jörg wird sich freuen, auch wenn es nicht "Bull Blood Red" ist. Das Rot ist im Original noch etwas dunkler, mit weniger gelb drin, als es hier rüberkommt. Der Würfel ist so gefallen, weil es bei allen anderen Farbkombinationen Fahrzeuge aus dieser Zeit gibt, die sich irgendwann auch auf meine Anlage verirren könnten (bzw. den Rheingold gibt's schon). Und die sollen ja nicht alle gleich aussehen.

Ja, das ist also der Stand von heute. Die nächsten Tage wird also nachgearbeitet, bis dieser Prototyp ordentlich fährt und die dafür erforderlichen Änderungen ins endgültige Modell übernommen. Aber insgesamt macht es schon mal einen recht hoffungsvollen Eindruck.

Schönen Abend noch!
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Beitrag von Lupo60 Mo Apr 08, 2024 10:51 am

Schönen Dank für die Likes! Freundschaft

Und Du hast völlig recht, Jack - es ist erstaunlich, was mit dem 3D-Drucker so alles möglich wird. Das Teil ist eine ungeheuere Erweiterung der eigenen Möglichkeiten.

Aber:

Das Bewusstsein ist schon ein merkwürdiges Ding … schon, als ich den Zug zusammengesetzt habe, war ich irgendwie noch nicht ganz 100% zufrieden, ohne dass ich‘s wirklich greifen konnte.

Aber ja - nach einer Nacht drüber schlafen, hab ich‘s: Ich würde den Zug nicht nochmal so bauen. Das geht einfacher und besser. Und ist auch gar nicht viel Arbeit, es umzukonstruieren. Danach ist dann

1.  der Zug einfacher - werkzeugfrei - zu kuppeln und zu entkuppeln und damit viel leichter handhabbar.
2. Das Anstreifen einiger Räder am Wagenboden beseitigt
3. Die lange außere Trennfuge zwischen oberem und unterem Deck beseitigt.
4. Die Inneneinrichtung leichter zu lackieren und die Fenster leichter einzubauen.

Genau - dass ich das nicht gleich so gemacht habe?! Ganz einfach: Auch dieser Testaufbau war wieder ein Versuch, der kluch gemacht hat. Wenn ich den Zug nochmal bauen müsste, würde ich‘s ganz anders machen. Grins. Der Zug ist ja noch gar nicht gebaut … also gibt‘s keinen Grund, es nicht ganz anders zu machen. Und wenn dann etwas heraus kommt, das auch in der Hanghabung Spaß macht und deswegen im Einsatz bleibt und nicht über kurz oder lang in der Vitrine verschwindet, ist‘s das wert.

Also, den virtuellen Bleistift gespitzt und nochmal ans Werk! Natürlich werde ich weiter berichten … und dann wird auch klarer, wovon ich eigentlich rede!
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Beitrag von Heimo Mo Apr 08, 2024 1:19 pm

Hallo Wolfgang,
mir gefällt der Zug jedenfalls so wie er gerade ist.

Nur, ich denke es ist eine ganz natürliche Sache, daß man später Dinge "anders" machen würde. Man hat, wie Du schon sagst, in der Bauphase viel dazu gelernt und das möchte man gerne dann auch umsetzen. ganz natürliche "Evolution".  Wink
Ich bin auf die "Erneuerungen " gespannt.

Weiter viel Spaß beim Zeichnen, Grübeln und Bauen.
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Beitrag von Lupo60 Mo Apr 08, 2024 1:27 pm

Danke schön, Heimo!

Eines kann ich versprechen: Der Zug wird Dir nach der Konstruktionsänderung genauso gefallen wie vorher, weil er ganz genauso aussehen wird.
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Beitrag von Jörg Mo Apr 08, 2024 4:45 pm

Jetzt hab' ich den 'Gefällt-mir-Button' extra drei mal gedrückt ... Cool

- und trotzdem steht nur einmal da, daß mir Deine Fortschritte und Ausführungen gefallen ... Grinsen


Gruß - Jörg - Wink
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Beitrag von Lupo60 Mo Apr 08, 2024 7:01 pm

Hallo Jörg,

freut mich, dass Du eine ungerade Anzahl Klicks darauf gemacht hast! Dankeschön!

So, ich habe jetzt die Konstruktion soweit fertig, so dass ich erklären kann, worum es geht. Eigentlich nur eine Winzigkeit. Und zwar diese hier:

Die LUPO - Bahn - Seite 6 24-04-10

Darf ich vorstellen: Der neue Faltenbalg ohne Falten. Bisher war er in den Rückwänden der Wagen integriert. Er sitzt jetzt als autonomes Teil in der entsprechenden Ausnehmung, dem "Mittelgang" des Zwischenwagens mit Eingangsbereich, auf jeder Seite einer natürlich:

Die LUPO - Bahn - Seite 6 24-04-11

Die LUPO - Bahn - Seite 6 24-04-12

und halten sich da gegenseitig mit der, an dem integrierten "Poller" eingehängten Feder fest. Der Zwischenwagen mit den beiden Faltenbälgen kann dann mit den unten angebrachten Häkchen in den Drehgestellrahmen eingeklipst werden und ist dann eine abgeschlossene Baugruppe.

Der zugehörige Mittel- oder Endwagen hat jetzt in seiner Rückwand eine passende Ausnehmung, mit der er in die dafür vorgesehene Nut des Faltenbalges eingeschoben wird:

Die LUPO - Bahn - Seite 6 24-04-13

Das sollte sich mit einem Handgriff erledigen und auch auch wieder rückgängig machen lassen. Man muss also nicht mehr endlos an einem womöglich fix und fertig lackierten Wagen herumschrauben und dabei den ganzen Zug bändigen, während man mit einer Schraube im Nebelherumstochert, um die Öse der Feder zu treffen. Die kleinen Zwischenwägelchen sollten ja absolut handlich und fix zu montieren sein. Der Klipsmechanismus am Drehgestellrahmen funktioniert jedenfalls, so weit ist es schon erprobt.

Der bisherige Aufbau des Wagens ist - wie sich das gehört - solide von unten nach oben. Ist aber, so wie ich's gemacht habe, Mist. Es ergibt sich ja ein laaaanger Spalt zwischen Wagenober- und Unterteil, den man kaum wegbekommt. Ausgehend von dem Gedanken, dass es den Wagenboden gar nicht braucht, da der Wagen ja oben in seiner Nut hält, wird sich jetzt auch die Konstruktion der Wagen ein bisschen ändern. Die Außenwand wird, wie im Bild zu sehen, ein durchgehendes Einzelteil, ohne Spalt, das auch von oben nach unten montiert und zu guter Letzt mit dem Wagenboden verschlossen wird. Wenn irgendwelche Spalte bleiben, dann liegen sie auf der Fahrzeugunterseite - und da sind sie relativ wurst.

Ein paar Konstruktionsarbeiten sind an den Wagen noch zu machen, aber das nicht so wild, wie es sich anhört. Aber bis auf die Drehgestelle kann ich alles nochmal neu drucken - aber das wird jetzt ein so viel besseres Fahrzeug, dass mir das diesen "Spaß" wert ist.



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Beitrag von Glufamichel Mo Apr 08, 2024 7:59 pm

Schon der absolute Hammer was du hier zeigst Wolfgang Großer Meister
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Beitrag von Lupo60 Di Apr 09, 2024 9:01 am

Danke, Uwe!

Der Probedruck gestern mit den neuen Zwischenwagen und Faltenbälgen hat zwar gezeigt, dass das Konzept prima funktioniert, aber auch, dass die viele Druckerei der letzten Wochen seinen Tribut fordert: Die Teile sind ziemlich schlecht geworden. Das ist ein Zeichen, dass das FEP, also die Folie unten im Tank, anfängt, auszuleiern und ausgetauscht werden sollte.

Ersatz ist, zusammen mit dem knapp gewordenen Harz, schon längst geordert, kommt aber erst in 1 - 2 Wochen. Grummel. Also werde ich mich mal in Geduld fassen und die Zeit nutzen, um die Konstruktion abzuschließen. Und dann gibt es da ja auch noch eine Anlage, auf der schon etliche Gleise liegen, die nach dem Elektriker rufen.

Also - es geht bald weiter!









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Beitrag von Bastlerfuzzy Di Apr 09, 2024 10:55 pm

Hallo Wolfgang,

ich bin jedesmal beeindruckt, wenn ich in Deinen Bericht reinschaue, Also einsame Klasse. Das mit den Übergängen sieht doch sehr gut aus.
Ebenso gefällt mir der Zug als Fünfteiler. Als Cabrio macht er sich auch gut... Nix wie weg
Ansonsten bin ich gespannt, wie es hier weiter geht.

Gruß Dietmar
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Beitrag von Lupo60 Di Apr 09, 2024 11:02 pm

N'aahhmt zusammen,

wie schon meine Oma zu sagen pflegte: Wo ein Wille ist, ist auch ein Gebüsch.

Ich dachte mir, wenn der/die/das FEP in der Mitte zu sehr ausgelutscht ist, vielleicht wird es noch was, wenn ich die Teile in die Ecken der Bauplatte schiebe? Tatsächlich hat das funktioniert, obwohl sich die Kamera wieder als Spaßbremse betätigt. Aber egal. Um mich jetzt davon zu überzeugen, dass ich hier jetzt den richtigen technischen Lösungsweg eingeschlagen habe, reicht es allemal.

Zwei Exemplare des Zwischenwagens konnte ich drucken. Hier sind sie, einer davon fertig montiert:

Die LUPO - Bahn - Seite 6 P1020249

Die LUPO - Bahn - Seite 6 P1020250

Die Feder ist im Handumdrehen montiert. Man erste Öse kann man ganz simpel einhängen, die zweite mit einer spitzen Pinzette durch die Bauteile ziehen und ebenfalls einhängen. Das Tippen dieses Satzes hat länger gedauert als der Vorgang selbst.

Ich hatte oben noch gesagt, ohne Werkzeug montierbar, und jetzt prangt da doch wieder unübersehbar eine Schraube. Aber die ist harmlos, sie muss auch nur einmal montiert werden, sie hält den Aufbau und das Drehgestell zusammen. Die geklipste Lösung habe ich nämlich verworfen. Aus folgendem Grund: Der "Faltenbalg" kann auch um die Querachse des Fahrzeugs kippen. Das ist etwa dann der Fall, wenn der Zug über eine Bergkuppe fährt. Damit der Faltenbalg auch dafür eine ordentliche Führungskante bekommt, hat der Aufbau jetzt einen durchgehenden Boden erhalten. Die Klipslösung lebt jedoch davon, dass kein durchgehender Boden da war und man den Aufbau unten ein bisschen zusammendrücken konnte, um die Klipse frei zu bekommen. Das geht jetzt nicht mehr und als Maschinenbauer mag ich diesen Klips- und Einschnappkram sowieso nicht. Also Schraube.

Bisher waren am Drehgestell zwei kleine Konsolen angebracht, auf denen der Wagenboden auflag. Diese konnten jetzt entfallen. Mit entfallen sind leider auch die zwar vorbildgerechten Verstärkungswinkel für den Notanschlag bei Federbruch. Aber, schwacher Trost: Man hat sie sowieso praktisch nicht gesehen. Und starker Trost: Das Drehgestell ist jetzt auf seiner Oberseite völlig plan. Beim Druck sitzt hier die Stützkonstruktion und die davon resultierenden Pickelchen lassen sich jetzt problemlos wegschleifen.

Hier noch zwei Bilder vom kompletten Zwischenwagen auf dem Gleis:

Die LUPO - Bahn - Seite 6 P1020251

Die LUPO - Bahn - Seite 6 P1020252


Sehr erfreulich ist das Laufverhalten des Drehgestells. Wenn ich das Gleis wegziehe, bleibt der Wagen an Ort und Stelle stehen und lässt lieber seine Räder drehen als sich selbst zu bewegen. Das zweite Bild zeiht nochmal die Aufhängung der Feder und die nach oben überstehenden Räder. Ich denke, damit ist auch nachvollziehbar, dass sich recht froh bin, den Wagenboden an dieser Stelle ganz weglassen zu können.

Nicht gefallen tut mir allerdings, was die Kamera über die Qualität des Druckes offenbart. Da ist ja kein Teil so richtig gerade geworden und das sieht alles aus, wie von Dalis zerlaufenden Uhren inspiriert. Also hat der/die/das FEP wohl wirklich seine besten Zeiten hinter sich. Allerdings habe ich jetzt - haha! - doch noch meine Ersatz-FEPs gefunden. (Die Dinger waren genau da, wo ich sie die ganze Zeit gesucht habe, sie haben sich mit der Kleblasche ihres Umschlags von unten irgendwo festgeklebt und haben sich damit unsichtbar gemacht. Fies, sowas). Also bin ich nicht ganz außer Gefecht gesetzt.

Und damit kann ich auch diese Baustelle abhaken. Jetzt ist nur noch die Spur N-Kupplung zum Kuppeln zu bringen und die Fenstereinsätze zu machen.

Es geht also voran! Jubel!


P.S. Kleiner Vermerk für Steffen: Zur allgemeinen Verblüffung sieht man durchaus, dass das Drehgestell mit dem langen Achsstand vier Wiegenfedern hat. Ob dem auch noch so ist, wenn alles schwarz gestrichen und komplett unterm Fahrzeug verschwunden ist, ist eine andere Frage. Aber zumindest jetzt fällt es auf und ihr Fehlen wäre mindestens genauso unverzeihlich wie linksdrehende Schraubenfedern.

Ablachender
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Beitrag von laiva-ukko Di Apr 09, 2024 11:14 pm



Moin Wolfgang Du Held der Lupo-Bahn Very Happy Winker Hello

Also:

wahnsinnig toll was Du da auf die Beine stellst, bin nach wie vor mega-begeistert ! Da passt einfach alles. Der Zug komplett ist absolut harmonisch und könnte definitiv auch original so gewesen sein. Twisted Evil

Frage zur Farbe: das ist bei mir nicht so angekommen Grinsen

Wird der Zug jetzt denn aubergine-beige ?? Oder hast Du da andere Pläne. Finde einfach der muß aubergine werden, passt voll ins zeitliche Konzept scratch study Winker Hello
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Beitrag von Lupo60 Di Apr 09, 2024 11:55 pm

Hi Stephan,

ja, nach vielem Grübeln fiel meine Wahl auf rot (also so ein V200 rot) - beige.

Weniger, weil diese Farbkombi so herausragend gut an dem Lupo-Zug aussieht, sondern einfach, weil es nicht die Farbgebung des Rheingold-Express oder des Karwendel-Express ist, und das sind ja beides Zeitgenossen des Lupo-Zuges.

Da bliebe noch rot/elfenbein oder grün/elfenbein übrig. Bei grün könnte ich mir einen Farbton wie RAL 6016 oder RAL 6026 oder RAL 6036 recht gut vorstellen. Aber irgendwie ist Grün bei mir eine Farbe, die ich mir immer vornehme, mal zu verwenden, um mich dann doch für blau zu entscheiden. Embarassed

Also blieb erstmal nur Rot.

Aber da wird es wohl noch einige Probelackierungen geben. Wenn ich es endlich schaffe, mal die Dunstabsaugung zu installieren …



Code:
https://craftmasterpaints.de/c/coach-enamel/ral-farben/ral-6000-gruentoene?sort=position-asc&page=3
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Beitrag von laiva-ukko Mi Apr 10, 2024 12:08 am

Na, ich bleibe da mal gespannt Wolfgang. Du machst das definitiv schon, und das in einer nie gesehenen Qualität Winker 2 tolle Performance 🫷
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Beitrag von Lupo60 Di Apr 16, 2024 10:41 am

Hallo allerseits,


ja, die Qualität des 3D-Drucks … ich hatte ja schon bei den letzten Bildern gemosert, dass ich da nicht so richtig zufrieden war. Der wesentliche Kritikpunkt für mich war, dass vieles ziemlich deformiert aus dem Drucker kam, und wesentliche Abmessungen einfach nicht gestimmt haben.

Also habe ich mich dieses Problemes mal ausführlicher gewidmet. Hinzu kam, dass „mein“ 4K Harz, mit dem ich bislang alles gedruckt habe, beim Hersteller offensichtlich so langsam ausrangiert und durch 8K Harze verdrängt wird. Und dann gibt es da auch noch einen neuen Drucker (Elegoo Mars 4 ultra), der auch noch „zugeritten“ werden musste.

Der neue Drucker hat in der x-y-Ebene eine Auflösung von 0,018 mm. Theoretisch müsste er damit „Voxel“ in der halben Größe wie der bisherige Drucker erzeugen können. Das ist in der Ebene die vierfache, im Raum die achtfache Zahl von „Bildpunkten“. Damit müssten sich Beschriftungen usw richtig gut machen lassen. Was allerdings auch nach einem 8K Harz verlangt.

Das alles auf einmal führte jetzt erstmal dazu, dass in der letzten Woche alle erdenklichen Druckprobleme auf einmal auftraten und erst einmal überhaupt nichts mehr geklappt hat. In dieser Woche habe ich nur Schrott produziert. Wobei das Spektrum von Teilen, die niemals den Zustand der Räumlichkeit erreicht haben und als flache Schatten im Tank klebten, über prima gedruckte Stützkonstruktionen, von denen sich die Teile ganz oder teilweise losgerissen hatten bis hin zu Dali-Teilen reichte.

Aber, was soll‘s? Erfolge werden erst so richtig schön, wenn es vorher auch so richtig schwierig war. Jedenfalls ist da wohl gestern der Knoten endlich geplatzt, und der Drucker hat zweimal hintereinander perfekte Teile zustande gebracht.

Es kann also weiter gehen! Und wird es auch bald, wenn erstmal genug einwandfrei Teile zur Verfügung stehen.

Neben den typischen Grundlagenfragen beim 3D Druck wie Belichtungszeiten usw, über die man sich überall im Internet schlau machen kann, findet sich nicht allzu viel zu den Spezialproblemem beim Drucken technischer Modelle, insbesondere, wenn diese sehr klein und filigran sind.

Irgendwo ist da eine Grenze, ab der auch die Slicing-Software nichts 100% Brauchbares mehr liefert und man ihr gezielt unter die Arme greifen muss. Ich werde deswegen noch etwas zu den Lehren, die ich aus der zeitweiligen Druckermisere gezogen habe, in der Rubrik für 3D Drucker schreiben.




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Beitrag von Lupo60 Di Apr 16, 2024 1:16 pm

... und hier einfach mal ein bzw zwei Bilder zum direkten Vergleich:

Die LUPO - Bahn - Seite 6 P1020253

Die LUPO - Bahn - Seite 6 P1020254


Also, ich denke, die Mühe hat sich gelohnt. Man vergleiche nur mal die linke vordere Ecke des Drehgestells und die rechte untere Kante des Aufbaus. Und die Blattfedern sind jetzt tatsächlich gestuft aus einzelnen Blechen aufgebaut. Ich finde es nach wie vor absolut toll, was für diese Technologie alles möglich macht. Hätte ich mir nie träumen lassen, dass ich mal so etwas bauen kann. Eines hätte ich noch:


Die LUPO - Bahn - Seite 6 P1020255

Das ist jetzt ungefähr 5-fach vergrößert. Demnächst muss ich noch die Sechskante mit den korrekten Schlüsselweiten nachbilden Very Happy . Aber es freut mich, meinem Intimfeind, dem Makroobjektiv, jetzt auch mal ein Schnippchen schlagen zu können.

Also, dann mal sehen, dass ich den Bau jetzt auch zügig zum Abschluss bringe. (... und nicht beim Lackieren versaue!)

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Beitrag von Lupo60 So Apr 21, 2024 10:04 am

Hallo zusammen,

nach all den Metathemen mit dem neuen Drucker, der Ultraschallreinigung und der Absaugung ist jetzt auch wieder der Doppelstockzug etwas mehr in den Fokus gerückt.

Mittlerweile sind jetzt zwei einteilige Endwagengehäuse gedruckt und die erste zweiteilige Garnitur "steht":

Die LUPO - Bahn - Seite 6 P1020258

Blöde fotografiert, wie ich sehe - sorry! Der Clou an der Geschichte ist das Zusammenkuppeln des Zuges:

Die LUPO - Bahn - Seite 6 P1020259

Der Wagen wird mit seiner rechteckigen Aussparung einfach in die sichtbare Nut des Faltenbalgteils geschoben. Fertig. Keine nervtötende Schrauberei an unhandlichen Tatzelwürmern mehr. Also, auch an dieses Thema kann ich jetzt einen Haken machen.

Bleiben die Restthemen. Neu aufgepoppt ist jetzt der Fahrzeugboden, der ja jetzt zu einem separaten Bauteil wird, die Fenster und die Kupplung sind noch zu machen. Und weil es ja jetzt zwei Drucker gibt, kann ich hier auch zweigleisig fahren und die durchsichtigen Teile (Fenster und Kupplung) und die Undurchsichtigen gleichzeitig verfolgen.

Bei den Fenstern habe ich auch schon einmal eine neue Idee ausprobiert:

Die LUPO - Bahn - Seite 6 P1020260

Ganz einfach: Tesafilm hat ja den großen Verteil, dass es sich rückstandsfrei von festen Oberflächen abziehen lässt. Auch von festen Oberflächen, die es noch gar nicht gab, als das Tesafilm verklebt wurde. Also ich habe einfach die untere Fensterreihe mit Tesafilm abgeklebt, dann von innen eine Schicht durchsichtiges Gießharz dahinter gekippt und das Ganze zwei Tage aushärten lassen. Und nach dem Aushärten des Harzes das Tesafilm wieder abgezogen. Fertig sind die absolut bündigen, fugenlosen und optisch klaren Verglasungen. Das rechte Fenster in der Reihe ist nicht so gut gelungen. Lag an meiner Ungeduld ... das ist eben nur ein allererster Versuch, aber ich denke, da lässt sich was draus machen!

Leider kann ich dieses Verfahren aber dann doch nicht verwenden. Wie Fotos vom LBE-Zug zeigen, waren die damaligen Verglasungen eben doch nicht genau bündig mit der Oberfläche und die geknickten oberen Fenster sind damit auch nicht so ohne weiteres zu machen. Aber ich habe das schon mal als Rückfallebene da - und vielleicht kann auch der eine oder andere Wagenbauer hier etwas mit dem Tipp anfangen?

Wie auch immer - ich wünsche noch einen schönen Bastelsonntag!
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Beitrag von Lupo60 So Apr 21, 2024 11:24 pm

... und ein bisschen weiter geht's.

Weil Stephan sich ja seinerzeit sehr für die transparenten/durchsichtigen Teile interessiert hat, hier ein Special mit den ersten durchsichtigen (na ja  ...) Druckteilen für den Zug. Um es gleich vorweg zu sagen: Zufrieden bin ich mit den Teilen noch nicht. Das muss noch besser gehen. Aber es weist schon mal die Richtung. 

So sehen die Teile aus, wenn sie fertig gedruckt sind und frisch aus dem Drucker kommen:

Die LUPO - Bahn - Seite 6 P1020261 

Es handelt sich um Fensterscheiben und Kupplungen, die jetzt noch vom anhaftenden überschüssigen Harz verfremdet sind. Ein Ärgernis sieht man schon in der mittigen Fensterreihe: vom zweiten Fenster von rechts auf dem Streifen ist nur das Stützgerüst vorhanden. Der Rest schwimmt noch irgendwo im Resintank des Druckers und kann beim nächsten Druck Ärger machen. Also: Vor dem nächsten Druck erstmal den Inhalt des "VAT" genannten Tanks durchsieben. Kein Beinbruch, aber nervig. 

Dann folgt das (Ultraschall-)Waschen in Isopropanol. Dabei werden die Teile leicht milchig an der Oberfläche. So glasklar wie sie aus dem Drucker kommen, bleiben sie eben leider nicht. Nach dem Waschen dann das Härten in UV-Licht, bei dem die Teile direkt etwas Mystisches bekommen: 

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Sieht ein bisschen nach Walpurgisnacht aus, aus der die Teile dann, sobald das Licht aus ist, in wesentlich langweiligerem Zustand herauskommen, als man es erwarten würde. Und für mich ist hier gleich das nächste Ärgernis: Man sieht die beiden Stützen ganz links im Bild. Eigentlich sollten diese, damit sie etwas stützen können, bis ans Teil heranreichen. Und hier sogar recht massiv - an der Berührungsstelle zwischen Stütze und Teil sollte der Durchmesser noch 0,5 mm betragen. Sprich: Irgend etwas klappt da ganz entschieden überhaupt nicht. Jedenfalls muss ich mich nicht wundern, wenn dann eine Menge Teile im Tank bleiben. 

Aber gut, die Kupplungen, die hier ihren Hexenreigen tanzen, sind wenigstens schon mal für erste Versuche brauchbar. Und die sehen schon mal gar nicht schlecht aus:

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Auf jeden Fall kuppeln sie gut mit den gekauften Kupplungen aus dem Fundus. Wobei mich der etwas verhungert aussehende Zapfen an meiner Kupplung schon wieder etwas verblüfft. Was ist denn das für ein Mist, wie Bernd das Brot fragen würde. Noch im Slicing-Programm sieht das alles doch viel massiver und gesünder aus: 

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Also, irgendwas passt da nicht. Und es kommt, wenn man versucht, sich den überflüssigen Glibber aus dem ersten Bild weg zu denken, auch schon so abgewanzt aus dem Drucker. "There's something rotten in the state of Denmark!". Irgendwas mach ich da wohl noch falsch ... aber gut: Im Vergleich zu dem schwarzen Knubbel den die normal-schwarzen Kupplungen bilden, sind die durchscheinenden Kupplungen doch optisch so gut wie nicht vorhanden, oder? Also, das ist etwas, was ich ganz unabhängig von den Doppelstockwagen weiter verfolgen werde. Ich denke, das ist wohl der eleganteste Weg, zu nicht so klobigen Kupplungen zu gelangen. 

Natürlich habe ich auch gleich noch die Fenster ausprobiert - am gleichen Gehäuse, bei dem ich mich auch schon mit den Gießharzfenstern ausgetobt habe: 

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Hier kleben schon mal vier Fenster. Das Fenster ganz rechts hat gemäß Konstruktion umlaufend einen Spalt von 0,05 mm zum Gehäuse - in Summe also 1/10 mm. Reicht nicht ganz. Aber auch das wollte ich mit diesen Mustern heraus bekommen. Das zweite Fenster von rechts ist umlaufend 1/10 mm kleiner und passt zwar schon besser, aber nur saugend und schraubend. Wenn das Gehäuse mal lackiert ist, dann wird es wohl eng. Die beiden Fenster links sind umlaufend 2/10 mm kleiner und passen problemlos. In die Fenster sind tatsächlich "-" und "--" eingedruckt, nur damit ich hinterher noch weiß und erkenne, was ich da verbaut habe. Bei den fertigen Modellteilen sind die natürlich weg. Also 2/10 mm kleiner sollte es sein. Bei der Gelegenheit viele Grüße an Robert: Genau das, was Du gesagt hast ...

Schön - eine der lobenswerten Eigenschaften eines Fensters wäre, dass es passt, eine andere wäre, dass man durchschauen kann. Und von Zweiterem bin ich noch nicht so richtig angetan. Was machen die da drin, dass die Fenster so beschlagen sind? Eine schwache Hoffnung war, dass ein späteres Finish mit Klarlack auch den Fenstern etwas mehr Durchblick verschafft. Also, probühren geht über studühren: 

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Hier habe ich jetzt mal das Fenster rechts mit dem Abschlusslack eingepinselt, und Bernd das Brot würde jetzt "Mist!" sagen. Außer, dass ich mit dem Pinsel noch irgendwelchen Dreck zwischen die Fenster geschmiert habe, kann ich nicht wirklich behaupten, viel bewirkt zu haben. Zu allen Überfluss habe ich der Fairness halber auch eines der Gießharzfenster auf der anderen Seite mit dem Klarlack eingepinselt. Mit dem Ergebnis, dass man jetzt von außen in der Zeitung des dort sitzenden Reisenden mitlesen kann. Und hier hat der Lack durch den Pinselauftrag die gleiche, nicht optimale Oberfläche. Schönes, aber irgendwie im Moment doch eher unwillkommenes Ergebnis. 

Erstaunlich ist allerdings, dass die eingesetzten Fenster alle am oberen Rand richtig klare Stellen haben. Das sind die Stellen, an denen ich ein wenig Sekundenkleber angebracht habe. Nun habe ich dabei aber aufgepasst, dass ich genau nicht auf die Fensterfläche komme. Und Kleber, egal welcher, ist nun auch nicht dafür bekannt, Kunststofffenster von Bausätzen transparent und klar zu machen. Welt der Wunder! Also, dem muss ich wohl noch nachgehen.

Also, Fazit des Tages: Das "So, jetzt muss ich nur noch ..." kann ich mir auch hier wohl abschminken. Bei diesen Wagen will irgendwie alles hart erkämpft werden. Aber genau so wollte ich's ja auch haben. Also lautet die Devise: Weitertüfteln! 

Aber: Wenn da jemand einen heißen Tipp zum Resindruck mit durchsichtigem Harz haben sollte - immer her damit! Wäre mir sehr willkommen!
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Beitrag von maxl Mo Apr 22, 2024 9:10 am

Hallo Wolfgang - so weit, wie du bis jetzt schon gekommen bist, kann die Devise nur lauten: Durchhalten!
Ich drücke dir dafür alle Daumen. Ich bin mir aber jetzt schon sicher, dass du auf das Endergebnis wirst stolz sein können...
Es ist jedenfalls hochinteressant, von diesem Entwicklungsprozess mit all seinen Fortschritten und Rückschlägen zu lesen!
Konkret kann ich daraus leider nicht lernen, da der 3D-Druck meinem nächsten Leben vorbehalten bleibt, aber im übertragenen Sinne schon!

Beste Grüße
Michael
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Beitrag von Lupo60 Mo Apr 22, 2024 5:11 pm

Schönen Dank, Michael!

das Schöne daran ist ja, dass sich immer Lösungen finden lassen.

Für das im wahrsten Sinne des Wortes „magere“ Druckergebnis lautet die Lösung, die Belichtungszeiten beim Druckvorgang zu verlängern. Der Hersteller des Harzes gibt 10,5 Sekunden maximal an - ich habe jetzt heute früh einen Druck 12 Sekunden gemacht, und siehe da - es ist schon mal nichts mehr im Harztank liegen geblieben. Ich denke, noch eine Sekunde drauf, dann ist es richtig gut. Die Druckzeiten werden damit natürlich astronomisch. Bei einem normalen Harz reicht eine Belichtungszeit von 2 Sekunden.

Das Problem mit dem Durchblick bei den Fenstern ist damit natürlich noch nicht gelöst. Aber wenn ich mir das historische Werkfoto eines LBE-Zuges am Anfang dieses Artikels so anschaue:

Code:
https://www.saechsische.de/doppelpack-entwickelte-sich-zur-zugnummer-3438796.html

frage ich mich, ob ich mir da nicht ein bisschen zu viele Gedanken mache. Auf dem Bild stehen die Fenster so weit hinter der Außenwand zurück und Rahmen gibt es auch nicht. Also, um sich daran anzulehnen reicht es, ein Stück durchsichtiges Plastik von innen an die Wand zu kleben.

Und die Kupplung sah ja schon von Anfang an recht gut aus. Vor allen Dingen passt sie auch ins Drehgestell. Also dürfte hier erst gar kein Problem entstehen.

Bleiben also nur noch ein paar Konstruktionsarbeiten am Wagenboden, der ja jetzt zum separates Bauteil wird. Das sollte nun wirklich kein Problem sein.

Mit anderen Worten: Da kommt jetzt so langsam die Ziellinie in Sicht!

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