Der lustige Modellbauer
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3d-Drucker

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Beitrag von gekd1407 am Do 11 Apr 2013, 20:45

Hallo Leute,

wollte mal fragen, ob jemand von euch Erfahrungen mit 3d-Drucker beim Modellbau hat.
Habe hier noch nichts gefunden...

Finde es interessant Bauteile zu drucken und zu verbauen.

Gruß aus Marl
Karsten
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Beitrag von Figurbetont am Do 11 Apr 2013, 21:01

unser Bahnindianer hat mir beim treffen so ein
3-d gedrucktes Teil gezeigt.....
ich war verblüfft um nicht zu sagen von den socken
wie toll das ausgesehen hat.

der wird sich zu dem Thema sicher melden..wenn er das liest.

liebe Grüße
vom Ossi Very Happy
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Beitrag von Babbedeckel-Tommy am Do 11 Apr 2013, 21:18

Hallo Karsten,

ueber welche Größenverhaeltnisse hast du dabei gedacht?

Als Funktions-Elemente sind gedruckte Teile leider nur bedingt einsetzbar...
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Beitrag von gekd1407 am Do 11 Apr 2013, 21:44

Hallo Tommy,

über Größenverhältnisse habe ich mit noch keine Gedanken gemacht.
Aber bis 1:160 sollte möglich sein.

Funktions-Elemente sind kein Problem. Eine Freund von mir hat eine Firma,
die Bauteile sintert. Die Teile sind z. B. Greifsysteme deren pneumatischer Antrieb
mit gesintert werden. Alles in einem Abeitsgang. Gehäuse mit Gelenke kein Problem....

Gruß
Karsten
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Beitrag von Gast am Do 11 Apr 2013, 21:48

Hallo Karsten,
gute Thema die 3d-Drucker...
Wird in den nächsten Monaten ziemlich rund gehen...
Eröffenen total neu Möglichkeiten auch im Modellbau...
Bin ja in einigen Modellbau-Foren unterwegs, da gibt es schon einige
gute Ansätze.
Mein Gefühl sagt mir in ein bis zwei Jahren haben wir Alle (interessierten Modellbauer)
so ein Ding zu Hause (genau so wie einen normalen Drucker).
Für mich als vorwiegenden Militärmodellbauer z.B. für die herstellung von Einzelglieder-Ketten, div. Bewaffnungen, Gussformen für Resinteile oder einfach Teil die in einem Bausatz nicht vorhanden sind u.s.w., interessant.
Geht schneller als wir glauben, wirst sehen... 3d-Drucker 1836318468

Es grüsst der WeBa
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Beitrag von Babbedeckel-Tommy am Do 11 Apr 2013, 21:55

Hallo Weba,

Gussformen werden das einfachste sein. Da muesste doch bestimmt das Gips-Harz-Gemisch reichen, woraus sie fuer werdende Eltern ihre ungeborenen Kinder als 1-1-Modell machen.


Das teuerste an dem Ganzen werfen die Granulate oder Poly-Blaetter sein. Gibt sogar Metall-Pulver shocked
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Beitrag von gekd1407 am Do 11 Apr 2013, 21:59

Hallo WeBa,

genau meine Meinung. Da kommt was auf Modellbauer zu.
Nicht für Serienmodelle, aber für deren Erweiterung oder Umbauten
könnten Teile gefertigt werden. Der Umweg über Formenherstellung
und Gießen der Teile wird umgangen. Bei Einzelstücke unschlagbar.

Der Modellbaure wird sich mit CAD-Porgramme auskennen müssen.
Die Technik der 3d-Scanner wird auch immer besser für den Heimanwender.
Teile einscanner, bearbeiten und drucken... fertig ist die Änderung.

Karsten
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Beitrag von Gast am Do 11 Apr 2013, 22:20

Hallo Karsten,
demnächst kommt z.B. ein neuer Hersteller mit einem Sortimen diverser Einzelgliederketten für Modellpanzer auf den Markt. Bin überzeugt der arbeitet auch mit 3d-Druck 3d-Drucker 1836318468
Vor einiger Zeit gab es hier ein Diskussion über 3d-Drucker. Kann es leider nicht mehr finden. Da gab es dann ungefähr solche Meldungen wie "Aber eine Victory kann ich damit auch nicht ausdrucken" 3d-Drucker 231615
Aber wer realistisch denkt, weis was auf uns zukommt.
Modellbau im 21.Jahrhundert. Wenn man vor dreissig Jahren einem Modellbauer erklärt hätte wie das Internet für sein Hobby hilfreich sein kann (Recherche, leichter Zugang zu orig. Bilder, kommunikation mit Gleichgesinnten u.s.w.) hätte er auch nur ungläubig mit dem Kopf geschüttelt.

In diesem Sinne..
Mögen viele neu Werkzeuge für unser Hobby entwickelt werden 3d-Drucker 877974
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Beitrag von Gast am Do 11 Apr 2013, 22:35

Babbedeckel-Tommy schrieb:Hallo Weba,

Gussformen werden das einfachste sein. Da muesste doch bestimmt das Gips-Harz-Gemisch reichen, woraus sie fuer werdende Eltern ihre ungeborenen Kinder als 1-1-Modell machen.


Das teuerste an dem Ganzen werfen die Granulate oder Poly-Blaetter sein. Gibt sogar Metall-Pulver shocked

Hallo Tommy,
Sarkassmus on:
Meine Kinder mache ich schon mit meinem eignen Drüucker.
Am liebsten in eine passende Latex-Form, mit dem Naturprodukt Eiweiß
und das ist gratis Wink
Sarkassmus off:

Aber Du hast recht, jedoch ist der Preis auch nur eine Frage der Zeit bzw. der Kundennachfrage.


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Beitrag von Jörg am Fr 12 Apr 2013, 00:00

Weba schrieb:Vor einiger Zeit gab es hier ein Diskussion über 3d-Drucker...
https://www.der-lustige-modellbauer.com/t15085-das-ende-des-konventionellen-modellbaus#347892

Hier ist eine sogenannte Brigadelok im 3D-Druck entstanden ...

https://www.der-lustige-modellbauer.com/t11970p30-brigadelok-187-in-3d-drucken#268990

der Link ist mal mitten rein in den Trööt gesetzt,
weil das Thema dank einiger übermotivierter Beiträge
leider sehr zerrissen und unübersichtlich ist ... Rolling eyes

Gruß - Jörg - Wink
Jörg
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Beitrag von bahnindianer am Fr 12 Apr 2013, 00:11

Hallo,

zum 3D-Druck kurz folgende Infos. Ein Drucker der im Auflösungsbereich von ca. 0,1 mm arbeitet gibt es in den USA bereits für ca. 600 US$. Da hier aber neben der Korngröße des Materials von ca. 0,1 mm noch eine erhebliche Toleranz hinzukommt werden die Teile doch relativ grob und uneben. Von den Drucken die Plastikschnüre aufschmelzen und verdrucken ist wegen sehr großer Ungenauigkeiten nicht viel zu halten.

Der bessere, weil preiswertere Weg ist, die Teile bei einem der bekannten Dienstleister drucken zu lassen. Bekannt ist hierfür z.B. die Firma Shapeways. Dort wurde auch das von mir gezeigte Modell gedruckt. Was der Ossi als gut bezeichnet bedeitet für mich noch schlechte Qualität. Prinzipiell ist zu sagen je kleiner das Teil um so gröber sieht das Ergebnis aus.

Inzwischen gibt es auch einen Druck-Dienstleister in der USA der 3D-Drucke in Edelstahl und Aluminium anbietet. Frag aber bitte nicht nach dem Preis - das ist mächtig teuer.

Gruß Georg

Ergänzung:

was meines Erachtens auch von den vielen 3D-Anwendern immer wieder verkehrt gemacht wird ist das sie möglichst komplexe Modelle auf einmal ausdrucken wollen. Den Gedanken an einen Aufbau nach dem Prinzip eines bausatzes, also aus Einzelnen Elementen, vergessen die meisten an das Wunderwerk 3D-glaubenden Modellbauer komplett. Alle Modelle die ich als wirkliche Spitzenprodukte kenne sind aus Einzelteilen zusammengesetzt. Diese sind nur so groß und komplex wie notwendig. Darunter ist auch ein in Stahl gedruckter Bagger im Maßstab größer/gleich 1:16. Mit der Rückbesinnung auf Einzelteile kann man die Druckausrichtung bestimen und damit Streifen (Höhen und Täler) im Druckbild entgegenwirken.
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Beitrag von Figurbetont am Fr 12 Apr 2013, 10:20

na ja...ich betrachte die ganze 3-d druckerei lediglich
hinsichtlich meines eigenen Baugebietes und
das sind nun mal die Figuren;
da würde die gezeigte Genauigkeit alledings schon
ausreichen.

Mit Technischen Teile im 3-d Druck wird sich ein neuer
unglaublicher Markt öffnen. Irgendwo müssen diese
Dateien ja herkommen. Die Mehrzahl der Bastler
können die Druckdateien garnicht erstellen, weil
hochwertige Software viel zu teuer ist und sie diese
auch nicht bedienen können. Das ist nämlicheine wissenschaft
für sich....sich grad mal an den PC setzen und was zeichnen
lassen, so einfach ist die Sache nicht.
3D CAD Programme sind was feines...aaaaaaaaaaaaber...
ich sehe den Jürgen im hintergrund schon lachen....der arbeitet
damit ja schon länger.

Ich kenne das aus meinem eigenen Beruf als Graphiker
und Layouter...zu der Zeit, als die Layoutprogramme für
jeden erschwinglich wurden brachen mir etliche Kunden weg.
Alle wollten ihre Sachen selbst machen...und ich hab gegrinst.
95 Prozent sind wiedergekommen, bei den restlichen 5 Prozent
sahen die Ergüsse entsprechend schei...aus. Aber da sind
viele Kunden ja schmerzfrei.
Deshalb sehe ich speziell der 3-D Druckerei auch relativ gelassen
entgegen. Tolle Ergebnisse werden immer dem Spezialisten
vorbehalten sein, oder man kauft sich halt die Grundlagen der
Arbeit. Drucken kann jeder..ich werd mir natürlich auch so einen
3-D Drucker zulegen....keine Frage...aber ich geb mich keinen
Illusionen hin....alles selbst machen, das wird bei mir nicht
hinhauen. Zig-Tausend Knoten in einem Gitternetzwerk hin- und
herschieben, das ist Arbeit für einen, der Vater und Mutter
totgeschlagen hat und erfordert grundsätzlich ein gewisses Talent
und vor allem räumliches vorstellungsvermögen. Die meisten Normalos
können ja noch nicht mal fachgerecht eine 2-D Bauzeichnung in
3 Seiten Ansicht mit Schnitten erstellen....und wollen sich dann an einem
Gitternetzwerk versuchen.....das möchte ich gerne mal sehen.

Nicht viel anders ist die Sache mit 3-D Scannern. Die Nachbearbeitung
dieser Scanergebnisse ist im Niedrigpreissektor dieser Technik
so außerordenlich umfangreich, daß der Normalanwender (wie ich auch)
schnell die Lust verliert.

Nichts desto trotz freue ich mich auf die neue Technik und
werd mithalten, solange meine Gesundheit und mein Alter
mir Zeit dazu lassen.

der ewige Schwarzseher
Ossi Very Happy
grüßt mal nett




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Beitrag von Jörg am Fr 12 Apr 2013, 11:12

Das seh' ich ähnlich, Ossi ... Freundschaft

Ich hab' mir mit Müh' und Not (objekt- und zweckbezogen) einige Grundlagen
in der 2D CAD Erstellung angeeignet ... siehe z.B. meine Instrumentenskalen.
Liebend gerne würde ich auch einige bestimmte Sachen in 3D CAD machen wollen/müssen,
aber hier bin ich bisher immer schon im Anfangsstadium gescheitert. Rolling eyes

Das professionelle Erstellen von Dateien und das Auftragsdrucken wird ein Neuer Markt,
der die bisherige Aftermarket-Industrie - wenn nicht revolutionieren -
zumindest ergänzen wird ... denke ich ... Very Happy

Gruß - Jörg -
Jörg
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Beitrag von rc-radi am Mo 05 Aug 2013, 19:11

Moin !

Pearl hat seit kurzem drei 3-D-Drucker im Programm:

1. ) 799,90 €
Code:
http://www.pearl.de/a-PV8600-1040.shtml

2.)  899,90 €
Code:
http://www.pearl.de/a-PV8610-1040.shtml

3.)  1099,90 €
Code:
http://www.pearl.de/a-PV8611-1040.shtml

Dazu noch div. "FreeSculpt ABS-Filament´s" usw.
Code:
http://www.pearl.de/a-PV8602-1040.shtml
rc-radi
rc-radi
Modellbaumeister
Modellbaumeister


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Beitrag von doc_raven1000 am Mo 05 Aug 2013, 19:16

Gut ausser das ich Pearl nur als Billigfirma kenne, vielleicht würde das mit dem 3 D Scanner funktionieren...
doc_raven1000
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Forenurgestein
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Beitrag von ironghost747 am Mi 27 Nov 2013, 21:52

Hallo Dietmar,
Das mit dem 3D Scannen über mehrere Kameraaufnahmen ist insofern interressant, weil man mit einer vergrößerten Symbolplatte auch größere Objekte scannen kann.
Wenn das "Opfer" für fünf Bilder stillsteht, sogar Personen.
Die Bauqualität des perl-druckers ist allerdings eher mäßig bis saumäßig.
Ich habe 15 Jahre Erfahrung mit FDM, Stereolithographie und Lasersinterteilen.
Wenn man nur ein Teil braucht, kann man das auch in besserer Qualität als STL-Teil kaufen.
Mit den Druckern würde ich noch ein bis zwei Gerätegenerationen warten. Momentan muß man für einen guten Drucker noch mindestens 2000 Euronen blechen,
ironghost747
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Beitrag von John-H. am Mi 27 Nov 2013, 21:58

In Berlin hat Heute ein Laden aufgemacht,
da kann man hin gehen und sich seine Modelle
in 3D drucken lassen! Wink

Code:
http://www.berliner-zeitung.de/berlin/berliner-firma-bietet-3d-druck-auf-bestellung-an--foto---aktuell--,10809148,25444074,view,asTicker.html
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Beitrag von ironghost747 am Mi 27 Nov 2013, 22:13

Nicht übel,
ich glaube solche Läden sind in zehn Jahren so normal, wie heute Copyshops und Handyläden.
ironghost747
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Beitrag von John-H. am Mi 27 Nov 2013, 22:15

Ja, das denke ich auch,
wenn es überhaupt so lange dauert! Wink
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Beitrag von bahnindianer am Do 28 Nov 2013, 10:23

Hallo,

das Problem mit den Ausdrucken ist ein ganz anderes. das was uns so landläufig als 3D-Drucker vorgestellt wird druckt einzelne Schichten mit Hilfe von aufgeschmolzenem Druckmaterial. Zwangsläufig sind deshalb die Schichtstärken sehr dick und deshalb das Druckresultat auch sehr grob.

Was ich dem Ossi mal gezeigt habe entstand in komplett anderer Art und Weise. Hier wird durch ein 3D-Laser, sprich also 3 Laser (in jeder Achse einen), in flüssigem Kunststoff oder einem anderen Baumaterial das Modell durch Aushärtung des Druckmediums erzeugt. Dort wo alle drei Laserstrahlen aufeinandertreffen härtet das Printmedium aus. Hier sind der Auflösung nur durch die Genauigkeit der Schrittmotoren, deren Ansteuerung und der Laserstrahlstärke Grenzen gesetzt. Dieses Verfahren wird in aller Regel von den Profi-Anbietern benutzt. Nachteil: nicht für den Hausgebrauch geeignet weil die Geräte Sündhaft teuer sind und sich wohl kaum einer von uns Otto-Normal-Verbrauchern leisten kann. Es gilt hier das Motto: Wohnst Du noch oder steckt dein Geld im Drucker?

Was aber immer mehr wird sind die Schichtdrucker. Hier wird eine sehr feine Schicht feinster Pigmente auf eine nach unten wandernde Platte aufgetragen. Die Schichtstärke hängt auch hier wieder von der Steuerung der Motoren und der Pigmentstärke des Druckmediums ab. Hier sind aber schon heute Werte um die 1/100 mm durchaus machbar. Der Druckvorgang funktioniert wie folgt: Die Schicht Druckpigmente wird aufgetragen (in Pigmentstärke oder einem geringen Vielfachen davon) danach wird mittels Laser diese Schicht belichtet. Dort wo der Laser aktiv war härtet das Material aus und verschmilzt mit der vorherigen Schicht. Danach wird die Platte um den Wert der Schichtstärke nach unten abgesenkt und eine neue Schicht Druckmaterial aufgetragen. Es erfolgt nun die nächste Belichtung. Mit dieser Methode sind natürlich auch andere Materialien wie Kunststoffe machbar. Metalle und Edelmetalle sind machbar, ebenso Glas und Keramik. Fast wöchentlich kommen neue Materialien hinzu. Ein Modellbauer hat sich so z.B. einen kompletten RC-Bagger in Maßstab 1:14 erschaffen. Das Ding ist absolute Spitze aber frag nicht nach dem Preis. War eben ein Versuch das Original so Detailgetreu wie möglich in Edelstahl zu bauen. Versuch geglückt.

3D-Druck wird das Medium der Zukunft sein und es wird Geschäftsleute geben die so etwas als Dienstleister anbieten. Aber das wird immer seinen Preis haben oder eben schlechte Qualität. Wer es genau will der muss eben zur Zeit noch etwas tiefer in die Tasche greifen und hat nur einige wenigen Firmen zur Auswahl. Dafür hat er aber Qualität die nicht enttäuscht. Sicherlich wird es irgendwann der Fall sein, dass der Arzt die Herzklappen direkt während der OP passgenau ausdruckt oder das Ersatzteil direkt in Einzelanfertigung beim Händler ausgedruckt wird. Bis dahin geht und kommt aber noch viel Soft- und Hardware.

Ein solches Gerät für den Eigenverbrauch anzuschaffen lohnt sich meines Erachtens nicht. Dafür gibt es mehrere Gründe:

1.) Der doch relativ hohe Anschaffungspreis wenn man Qualität und feine Strukturen möchte.
2.) Das doch relativ teure Druckmaterial.
3.) 3. Die speziellen Software-Kenntnisse im 3D-CAD Bereich
4.) Die Häufigkeit der Nutzung eines solchen Druckers

Selbst im Druckverfahren im Flüssigmedium sind Wandstärken unter 1/10 mm noch nicht von den Dienstleistern gerne gesehen und führen meist zur Ablehnung des Druckauftrages. Was das Erstellen von 3D-Daten-Wolken mittels einfacher Software und Kameras betrifft, so kann ich davon nur abraten. Versuche mit dieser Software zeigten deutlich die Grenzen. Drucke im Flüssigmedium sind damit fast gar nicht zu machen. Zum einen sind Flächen oft nicht geschlossen und damit druckbar, zum anderen sind Körper entweder hohl und danach mit niemals aushärtender Flüssigkeit gefüllt oder sie sind massiv. Egal teuer wird beides den das verbrauchte Druckmaterial ist der Maßstab für die Kosten an Materialaufwand und Druckzeit.

Für 3D-Schichtdrucker liefert diese Art der Datenwolke nicht genug Informationen um detailgenau arbeiten zu können. Lediglich für den, ich nenne es mal Schmelzdruck (wie z.B. beim Pearls) sind solche Datenwolken ausreichend. Hier macht ein grobes Rendering nicht viel aus, man wird es nachher sowieso nicht bemerken. Letztendlich gilt für mich der Satz: „nur weil ich irgendwann einmal eine Grippe bekommen könnte studier ich auch nicht gleich Medizin.“

Gruß vom Bahnindianer

PS.: ein 3D-Lehrgang für eine Profi-CAD-Programm wurde mir vor wenigen Wochen für einen Preis von fast 15.000 (in Worten fünfzehntausend) Euro angeboten. Man rechne sich mal bitte aus wie viele Modelle ich dafür konstruieren und drucken lassen kann.
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Beitrag von Frank Kelle am Do 28 Nov 2013, 11:04

Interessante Ausführung Georg!
Ich hatte mir den Drucker auf der Intermodellbau ja angesehen und war ganz angetan, dann kamen nach und nach die Berichte in der Schiffsmodell/Modellwerft und auch im Fernsehen (Markt meine ich...).
Ehrlich gesagt warte ich noch ab... wäre ne schöne Sache, aber mich stört im Moment die reine ZEIT und der Material (=Geld)aufwand.
Habe hier zum Beispiel die S3/6 von Revell hier liegen, angefangen bekommen. Da fehlt eine Drehgestellblende - das wäre für den Drucker fast schon ZU viel wegen der Hinterschneidungen. Da nehme ich das noch vorhandene Teil vielleicht lieber die Tage zu nehm Freund mit und lass mir das in Silikon nachgiessen. ... NOCH...
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Beitrag von Figurbetont am Do 28 Nov 2013, 11:22

die Revolution im Modellbau wird kommen....früher oder später,
wahrscheinlich früher als wir glauben.....mit dem 3D druck......
ich bin bereits einmal von der graphischen Seite in der Anfangszeit
der PC Arbeiterei beinahe überrollt worden.....im Nachhinein
also aus heutiger sicht, hat sich alledings doch etwas herausgestellt.
Wer graphisch kreativ arbeiten will, muß das, was später an Ergebnis
rauskommen soll auch von Hand können...also zu Fuß entwerfen und
von Hand zeichnen, bis zum fertigen Stück. Der graphische PC ist dabei
nur ein Hilfsmittel für schnelleres arbeiten, wenn auch ein tolles.
Alles andere ist keine Kunst, sondern nur vorgekautes Zeug
verarbeiten.

Es wird auch bei 3 D Druck so kommen....in meinem Falle die Figurenbauerei.
Man muß erst einal die Grundlage schaffen, d.h. eine verarbeitbare
3 D datei...ob mit scanner oder von Hand.....und da wird später die
Kunst des Modellierens einsetzen....ich muß mein Können am Bildschirm
genauso wie von Hand umsetzen...da hilft mir das Programm nicht.
Das Programm hilft mir nur die finger zu schonen und lästige Handgriffe zu
erleichtern.....Alles entsteht nur im Kopf und der PC setzt das um.

Fertige oder fertig gekaufte  3-D dateien verarbeiten....das wird später
jeder können....es kann sich ja auch heute schon  jeder einen Bausatz kaufen.
Die spätere Präzision der fertigen 3-D drucke, die von Hand gemacht
kaum erreichbar ist schreckt mich nicht ab.....künstlerisch wird
am Ende immer die sichere und geübte Hand des Erbauers über dem
3-D Ausdruck stehen.....

Schwieriger wird es für den technischen Modellbau, also Flugzeuge,
Schiffe, Panzer u. ähnliche Dinge...da wird irgendwann, und zwar bald, der 3-D-
Druck für eine Revolution im Detailreichtum sorgen.....da werden die Laien
im Panzer oder Flugzeugbau triumphierend ihre teuren gedruckten
Superdetailierten Machwerke hochhalten und jubeln....
aber spätestens, wenns an die Endgestaltung dieser dinger geht....so mit
allen Schikanen, die unsere Jungs hier zeigen, ausgeklügelt bis
in die kleinsten farblichen Abplatzer und Roststellen, werden sich auch
hier die wahren Modellbauer durchsetzen.....

also ich hab keine angst ....man wird immer sehen wer was kann oder nicht....

jouh, Georg und ihr anderen, wir werden uns später mal nicht schämen müssen
denn unsere Hirne und unsere Hände werden uns den Kampf gegen die
Maschinen gewinnen lassen.

In diesem Sinne, nutzen wir die Chancen und lassen uns schöne
Modell drucken und anschließend zeigen wir denen mal, wo der Hammer hängt.

liebe Grüße
vom Ossi Very Happy
Figurbetont
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Beitrag von bahnindianer am Do 28 Nov 2013, 11:30

Halo Ossi,

eines wird für immer bleiben: wer sich etwas nicht erst im Kopf aufbereiten kann, der wird auch nie eigene Kreativität anwenden können. All die 3D-Dinge sind nur Hilfsmittel um letztendlich etwas erdachtes zu materialisieren. Modellbau ist zum einen eine Sache der geschickten Hände aber Modellbau nach eigenen Entwürfen ist Kopfsache.

Ich habe keine Angst vor 3D. Ganz im Gegenteil, ich freue mich auf neue Harausforderungen. Nur erdenken muss ich auch in 30 Jahren noch immer alles im Kopf (wenn der noch funktioniert).

Gruß Georg
bahnindianer
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Beitrag von Jörg am Do 28 Nov 2013, 22:05

Karsten ... zu Deiner Frage ...
gekd1407 schrieb:...wollte mal fragen, ob jemand von euch Erfahrungen mit 3d-Drucker beim Modellbau hat.
Habe hier noch nichts gefunden...
Hier war schon mal was zu diesem Thema im Forum ...
https://www.der-lustige-modellbauer.com/t11970-brigadelok-187-in-3d-drucken#265864

Gruß - Jörg - Wink
Jörg
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3d-Drucker Empty Re: 3d-Drucker

Beitrag von Gast am Do 28 Nov 2013, 22:12

Hi Ossi, Winker 2 

ich sag nur: "Wahre Worte die Du da geschrieben hast"!
Modellbau von Hand und nicht von Maschinen.

WYSIWYG - Prinzip Very Happy 

Mfg Dirk
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