Der lustige Modellbauer
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H.M.A.S. Hammersley

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Frank Kelle
Mariner
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Beitrag von Mariner Fr 18 Nov 2022, 18:15

HMAS Hammersley - Armidale Class Patrol Boat

Winker Hello

Hier möchte ich euch mal ein weiteres meiner Modelle vorstellen. Da mein BB auch in anderen Foren als sehr interessant bewertet wurde, möchte ich diesen BB auch hier in diesem Forum ausführlich aufzeigen, doch zunächst erst einmal ein wenig zur voraus gehenden Geschichte:

Wie ihr im Thema schon seht, hatte ich mir im Jahr 2017 vorgenommen ein Patrouillenboot zu bauen. Als großer Fan der australischen Fernsehserie "Sea Patrol", die deinerzeit im Fernsehen lief habe ich mir schon in den Kopf gesetzt ein Schiffchen wie die "HMAS Hammersley" in meinem bevorzugten Maßstab 1:72 für den RC-Gebrauch nach zu bauen. Nun war es damals nicht gerade einfach an eine Zeichnung oder einen Bauplan der "Hammersley" o.ä. zu kommen, also habe ich monatelang alles an Info's und möglicherweise für mich brauchbaren Zeichnungen und Foto's zusammen getragen. Heute wimmelt das Netz geradezu davon, manche brauchbar und sau teuer, andere nur sau teuer und unbrauchbar, meistens aber nur als fertiges Modell und ebenso teuer. Nach entsprechenden Maßstabsumrechnungen etc. konnte dann endlich mit dem Zeichnen des 3D-Modells begonnen werden, aber dazu später mehr.

Anmerkung: Die Bezeichnung "Hammersley" selbst ist ein fiktiver Name des Schiffes, der auch nur für die Fernsehserie benutzt wurde, die Nr 82 ist aber real.

Hier erst einmal ein paar Daten zum eigentlichen realen Schiff:


Länge: 56,8 m

Breite :9,7 m

Tiefgang:2,7m

Geschwindigkeit: max 25 kn

Besatzung: 21 Mann

Bewaffnung: 1 x Rafael Typhoon M242 cal.25 mm Kanone, 2 x M2HB Browning cal.12,7 mm Heavy Machine Gun

Technische Ausstattung:

X-Band Navigation Radar

S-Band Navigation Radar

BAE - Prism III Radar

ESM

Rafael Toplite Electrooptical Detection System

2 x Zodiac 7,2 Meter RHIB (Riged-Hulled-Inflatable-Boat)

Einsatz:


Die Armidale Class Patrol Boote dienen hauptsächlich der Sicherung der australischen Küstengewässer im Kampf gegen Drogenschmuggel, illegale Einwanderung, Menschenhandel und Verstöße gegen die australischen Fischereigesetze.

Das sollte aber zur Einleitung erst einmal reichen. Nun wieder zurück zum Modellbau:

Jedes Modell welches gebaut werden soll bedarf erst einmal einer Überlegung in welchem Maßstab man eigentlich bauen will. Ich habe mich aus Platzgründen für den Maßstab 1:72 entschieden, und dementsprechend auch meine Zeichnungen ausgelegt. Die Betonung auf meine Zeichnung habe ich absichtlich gemacht, da alles was von jetzt an an Zeichnungen und Bildern von Modellteilen zu sehen ist, habe ich selbst gezeichnet und modelliert und kann von daher mit ruhigem Gewissen hier veröffentlicht werden. Wenn ich hier von "modelliert" rede, muss ich noch hinzufügen, meine ich den 3D Druck, denn ich hatte mich dazu entschlossen dieses Boot im 3D-Druck in Verbindung mit PVC-Scratchbau  zu bauen. Somit basieren meine Zeichnungen sowohl auf 2D, als auch auf 3D Ansichten.

Hier erst mal die zeichnerische Entwicklung des Modells:

Grundsätzlich werden Seitenansicht, Draufsicht und Wasserlinienrisse benötigt um die Spanten zu ermitteln:
H.M.A.S. Hammersley 1_riss10

Aus dieser 2D Zeichnung konnten nun in 3D, die Spanten heraus gezeichnet und positioniert werden:
H.M.A.S. Hammersley 2_span10

Danach konnten mit Hilfe der Spantmaße die Rumpfformlinien gezogen werden:
H.M.A.S. Hammersley 3_span10

Nun konnte aus diesem Wirrwarr an Linien die Rumpfform entstehen:
H.M.A.S. Hammersley 4_span10

... und in der freien 3D Ansicht sah es dann so aus:
H.M.A.S. Hammersley 5_span10

Als nächstes war die Bugreeling an der Reihe, also wieder zeichnen, formen und in 3D fertigzeichnen:
H.M.A.S. Hammersley 6_bugr10

H.M.A.S. Hammersley 7_bugr10

H.M.A.S. Hammersley 8_bugr10

Wie ihr seht, Stück für Stück nimmt das Boot seine Form an, und somit war der Rumpf erst einmal fertig für den anschließenden 3D Druck

Anmerkung: das Loch im Bugbereich ist angedacht für den kommenden Einbau des Bugstrahlruders.

... hier mal die Gesamt - Ansichten:

H.M.A.S. Hammersley 9_ansi10

H.M.A.S. Hammersley 11_ans10

H.M.A.S. Hammersley 12_ans10

So, nun war soweit erst einmal alles gezeichnet, nun ging es an die Planung für den bevorstehenden 3D Druck. Für den 3D Druck habe ich den gezeichneten Rumpf am PC in mehrere Segmente "zerschnitten" da mein Drucker nicht in der lage ist einen Korpus von 790mm Länge zu drucken. D.h. ich habe vom Heckspiegel beginnend Richtung Bug an jedem Spant einen virtuellen Schnitt des gezeichneten Modells vorgenommen, und so mehrere Segmente erhalten.  Also wurden dann die einzelnen Segmente ausgedruckt und nach dem Versäubern fest miteinander gesteckt und verleimt. Doch dazu mehr im nächsten Update.

Wer es trotzdem nicht abwarten kann das Modell zu sehen schaut doch vorab einfach mal hier rein:



Grüße Dirk Winker 3
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Beitrag von Frank Kelle Fr 18 Nov 2022, 18:25

Ich bin echt gespannt Dirk, wie der Bau zustande kam. Meine Frau und ich hatten "Sea Patrol" immer gern gesehen. Schade, daß es da nie eine Fortsetzung, weitere Staffel zu gab.
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Beitrag von Mariner Fr 18 Nov 2022, 18:35

Hallo Frank,

erst einmal vielen Dank, dass Du/Ihr mich hier wieder aufgenommen habt. Freundschaft

Ja, das war und ist eine wirklich tolle Serie, ich habe mir die gesamte Edition gekauft und vor kurzem auch mit meiner Frau mal wieder angeschaut. Und es ist wirklich ein echt tolles Schiff, meines ist aber auch noch nicht ganz fertig, da fehlen noch etliche Kleinigkeiten, und schlussendlich ja auch noch die Farbgebung. Also zeig ich euch den kompletten BB sozusagen rückwirkend, und kann dann mit aktuellem stand den BB weiterführen.

Grüße Dirk
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Beitrag von Der Graue Wolf Fr 18 Nov 2022, 18:44

Hallo Dirk,

Ja....
Sea Patrol.... habe ich auch gerne gesehen.

Jetzt mal zum Schiff.
790 mm ist auch nicht gerade klein ... aber Fein.
Und dazu noch selber gezeichnet, konstruiert und gedruckt.
Nicht schlecht.
Also meinen Respekt ist dir sicher.

Gruß Tom
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Beitrag von Mariner Fr 18 Nov 2022, 19:06

Winker Hello Tom

Danke

Grüße Dirk
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Beitrag von Mariner Fr 18 Nov 2022, 20:18

Hallo,

die Urlaubstage noch etwas ausnutzen, und den BB weiterführen.

Ich habe die einzelnen Rumpfsegmente nach und nach ausgedruckt, und montiert. Nun wird der eine oder andere denken, was meint er denn mit montiert? Ganz einfach, ich habe bereits in der vorherigen Zeichnung in jedem Rumpfsegement eine bzw. 3 Verbindungsröhren mit eingezeichnet, welche jede eine durchgehende Bohrung von 1,75mm hat. 1,75mm deshalb, weil mein Filament zum drucken die Stärke von 1,75mm hat.

Zur besseren Erklärung:

H.M.A.S. Hammersley Segmen10

Dadurch konnte ich nun nach dem Druck vom Heck aus beginnend erst einmal in alle 3 Bohrungen jeweils 1 PLA-Filamentstripe einsetzen (mit Sekundenkleber) und dann nach und nach jedes weitere Rumpfsegment sozusagen 3-fach auffädeln und somit exakt fixiert mit Sekundenkleber endgültig verkleben.

Hier nun der gedruckte Rumpf:

H.M.A.S. Hammersley 20190110

H.M.A.S. Hammersley 20190112

H.M.A.S. Hammersley 20190113

... und hier schön zu sehen, die Verbindungsröhren, und die Enden der Filamentstripes:

H.M.A.S. Hammersley 20190111

Danach ging es wieder erst mal ans Zeichnen, denn ich brauchte ja vernünftige und stabile Decksauflagen in Form von Rahmen, und auch die Bugreeling sollte erst mal gedruckt werden. Das war eigentlich eine recht unspektakuläre angelegenheit von daher zeige ich euch da mal nur die gedruckten Ergebnisse:

Die gezeichnete Bugreeling,

H.M.A.S. Hammersley 20_dec10

... und hier die fertigen Druckteile. Die Bugreeling musste auch wieder geteilt gedruckt werden. Nach dem Druck wurden die Bauteile wieder zusammengesetzt, und sehen jetzt so aus:

H.M.A.S. Hammersley Bugree10

Probestellen... passt:

H.M.A.S. Hammersley Bugree11

Dann ging es ans zeichnen der Hecktreppen:

H.M.A.S. Hammersley 15_hec10

... und in 3D:

H.M.A.S. Hammersley 16_hec10

Diese werden aber erst später gedruckt. Da sie als separates Element gezeichnet sind, können sie jederzeit aus dem PC-Modell gesondert extrahiert werden.
Weiter ging es dann mit den beiden Propellern, die wie in der Zeichnung schon zu erkennen ist entgegengesetzt (also Links-und Rechtsläufer) gezeichnet werden mussten.

Hier mal 2 Bilder aus der Zeichnung ...

H.M.A.S. Hammersley 17_pro10

H.M.A.S. Hammersley 18_pro10

und nach dem Druck, mal leicht ansetzen:

H.M.A.S. Hammersley Propel10

Weiter geht's beim nächsten Update.

Grüße Dirk
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Beitrag von Der Graue Wolf Fr 18 Nov 2022, 20:34

Klasse,
bin begeistert Bravo
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Beitrag von laiva-ukko Fr 18 Nov 2022, 20:57



Interessantes Projekt Dirk, ich bleibe da dran bei Dir, auch wenn die moderne graue Flotte weniger mein Metier ist Cool
laiva-ukko
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Superkleber
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Beitrag von Peter2018 Fr 18 Nov 2022, 23:58

Ein beeindruckender BB von Dir, Dirk.   Bravo
Wie von dem 3D-Konstruieren dann der 3D-Druck kommt! Klasse.
Da kommen bei mir aber gleich Fragen zur Praxis auf:   scratch
 - Wie machst Du das mit den überhängenden Teilen beim Druck?
    Z.B. die Flossen am Unterwasserschiff?
 - Oder die Spanten? Auf der 3D-Zeichnung sieht es so aus, als hätte jedes Modul nur einen Spant, nämlich den „unteren“, der also auf der Druckplatte aufliegt?
 - Aber in welcher Lage wird der Bug gedruckt?  Massstab
 - Oder die Bugreling mit den vielen Öffnungen?
Klar, man kann/muss es mit Unterstützungkonstruktion drucken, aber geht das alles?

Ich werde zwar nie in diese hohe Kunst kommen, aber vielleicht kann ich für meine Projekte noch was lernen. Also, ich bin für jeden weiteren Hinweis über Deine Arbeitsweise diesbezüglich dankbar.

Und die Idee mit dem Filament ist pfiffig. Ich hätte es wahrscheinlich mit Drahtstiften an der Nahtstelle gemacht. Aber klar, es ist ja alles etwas gebogen, da geht es so mit Filament viel besser.
2 Daumen
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Beitrag von Mariner Sa 19 Nov 2022, 16:45

Hallo in die Runde,

erst mal vielen Dank für euer Lob und Interesse. Freundschaft

Und da sich hier schon die ersten Fragen offenbaren möchte ich auch gleich bestmöglich versuchen, diese Fragen zu beantworten.

@ Peter

zu Deiner ersten Frage: "überhängende Teile beim Druck"

Grundsätzlich versuche ich bereits beim Zeichnen dieses "Problem" zu umgehen. D.h. wenn ich z.B. die Flossen an der Speziellen Rumpfsektion 7 nehme, sieht man auf dem virtuellen Druckbett (mein Sliceprogramm angelehnt an CURA) das diese Flossen nach oben hin ansteigend sind. Ebenso sieht man ganz links am Bauteil den Rammschutz der auch einen leichten Anstieg aufweist. Auf der Rumpfunterseite am oberen Rand des Bauteils sieht man auch (wenn auch ganz klein) die ebenfalls leicht schräg nach oben angesetzten Stabilisatoren.

H.M.A.S. Hammersley Fragen10

Da der Druck bei mir 0,1 er Schichten durchgeführt wird, und jede Schicht für sich auf der vorhergehenden aufbaut, brauche ich keinerlei Stützen, zumal die Bordwand eine Stärke von ca. 3mm aufweist.

zu Deiner 2. Frage: "Spanten Druck"

Ja, das hast Du richtig erkannt, und hier auch nochmal ein Bildschirmfoto zum besseren Verständnis:

H.M.A.S. Hammersley Fragen11

Zu Deiner 3. Frage: "Wie wurde die Bugreeling gedruckt"

Auch hier habe ich Dir mal ein paar Bildschirmfotos gemacht die das Ganze in Zusammenhang mit deiner 1. Frage erklären:

H.M.A.S. Hammersley Fragen12

H.M.A.S. Hammersley Fragen13

Auch hier habe ich für den Druck keinerlei Stützen als Hilfe verwendet. Die Öffnungen in der Reelingwand wurden zwar etwas wellig, aber mit ein wenig Nacharbeit in form von ausfeilen war die sache erledigt. Ich persönlich habe eine gewisse Abneigung gegen diese "Hilfsstützen", weil diese meiner Meinung nach im automatischen Hinzufügen grundsätzlich an den unmöglichsten Stellen eingefügt werden, nur nicht da wo man sie brauchen könnte. Außerdem leidet die Gesamtqualität der Bauteile mehr unter den Stützen, da nehm ich doch lieber etwas Handarbeit in Kauf.

Nun noch zu Deiner letzten Frage: "In welcher Lage wurde der Bug gedruckt"

Auch hier noch mal ein Paar Bilder dazu, ich denke die erklären alles:

H.M.A.S. Hammersley Fragen14

H.M.A.S. Hammersley Fragen15

und hier auch mal die Rumpfsektion mit der Öffnung für das Bugstrahlruder:

H.M.A.S. Hammersley Fragen16

Grundsätzlich sei an dieser Stelle auch mal erwähnt, das ich auf einer 5mm starken Glasplatte drucke. Diese Glasplatte isteben nur eine einfache Glasplatte ohne jegliche zusätzlichen Druckmatten, auf die kann ich gut und gerne verzichten. Ich verwende (nur mal so als Tipp) einen Sprühlack nennt sich genau 3DLAC (Beschreibung = ADHESIVE SPRAY FOR §D PRINTER PREVENT WARPING) gibt es relativ günstig in der 400ml Dose beim großen A..
Verwendung ganz einfach, Glasplatte sauberwaschen, gut trocknen, dann dünn das Spray auftragen ... und drucken! Kein Warping mehr, kein plötzliches ablösen des Bauteils, die Druckteile haften perfekt auf der Glasplatte, und lassen sich nach abkühlen ganz einfach von der Platte lösen.

So konnte ich auch ohne jegliche Stützen auch diese Bauteile drucken:

H.M.A.S. Hammersley Fragen17

Wie im Bild zu sehen ist (man beachte die Koordinaten links im Kästchen Z-Achse = 0)

H.M.A.S. Hammersley Fragen18

Soll heißen, imm darauf achten, dass das Bauteil exakt auf dem Druckbett aufliegt, und mit dem Spray konnte ich sogar diese Teile trotz der doch sehr geringen Auflagefläche  perfekt drucken.

So ich hoffe ich konnte das Ganze verständlich rüber bringen.

Grüße Dirk Winker 3
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Beitrag von Mariner Sa 19 Nov 2022, 18:22

Winker Hello

Und weiter geht es erst mal mit den Decks und den Pollern.

Dann ging es erst mal daran die Decks zu zeichnen. Diese werden später aber nicht gedruckt, sonder entstehen Scratch. Zusätzliche Elemente wie Kisten, Poller, Ankerwinde etc... werden dann wieder im 3D Druck entstehen. Die Decks wurden erst einmal unter Berücksichtigung der Poller und Reelingpositionen gezeichnet. Alles, also Poller, Reelinge und die entsprechenden Öffnugen der Bugreeling mussten beim Zeichnen kollisionsfrei mit einbezogen werden. Hört sich kompliziert an ist es aber nicht, wenn man weiß was man tut. Ist aber in der Vorausplanung sehr wichtig um spätere Probleme und Ungenauigkeiten in den Passungen beim Bau auszuschließen.

Hier die recht unspektakulären Zeichnungen dazu:

H.M.A.S. Hammersley 19_dec10

Hier nun ein Drahtmodell so nennt man das halt vom Schiff mit Deck und Pollern, auch die beiden Treppenaufgänge wurden gleich mit integriert.

H.M.A.S. Hammersley 20_dec11

... und hier die 3D-Ansicht:

H.M.A.S. Hammersley 21_dec10

Anschließend waren auch gleich die Reelinge dran. Diese werden später auch gedruckt, mal sehen was geht. Aber erst einmal müssen diese wohl oder übel gezeichnet werden. Unter Berücksichtigung der Freiräume für die Poller, und der vorgegebenen Wegerungen wurden diese dann ins Boot integriert. Ich habe bei allen Zeichnungsschritten vom Rumpf angefangen immer darauf geachtet, dass jedes gezeichnete Bauteil letztendlich ein Bauteil für sich ist, welches ich jederzeit aus dem Schiff nehmen (Extrahieren) kann und mir somit das Umwandeln ins*.STL Format (druckbare Datei) erleichtere, und mir auch noch ein "Türchen" offen bleibt für spätere Korrekturen!
Hier nun die eingezeichneten Reelinge:

H.M.A.S. Hammersley 23_ree10

... und in der 3D-Ansicht schon besser zu erkennen:

H.M.A.S. Hammersley 24_ree10

Soviel erst mal dazu. Die Decks wurden Scratch aus PVC-Platten 1mm gefertigt, die beiden Treppenaufgänge die Poller und auch die Reelinge wurden gedruckt, Bilder dazu später.

Kommen wir nun zum Hauptmast:

Auch dieser wurde für den Druck gezeichnet, der spätere Druck wird auch hier in mehreren Teilen erfolgen. Hier erst einmal die Zeichnungen dazu:

H.M.A.S. Hammersley 25_hau10

Die Ausleger für die Beleuchtungen wurden zwar mitgezeichnet, werden aber später nicht gedruckt sondern mittels Messingrohr realisiert, dazu aber später mehr.

H.M.A.S. Hammersley 26_hau10

Übrigens, jede dieser Leuchten oder die Kombination dieser Leuchten hat seine Bedeutung, auch dazu später mehr.

... und in der 3D-Ansicht:

H.M.A.S. Hammersley 27_hau10

so, nun erst mal genug gezeichnet, aber es gört nun mal dazu. Im nächsten Threat gehts dann aber auch mal wieder ans Drucken und Bauen. Das Bordgeschütz entsteht dann, und das Bugstrahlruder.

Grüße Dirk
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Beitrag von Mariner Sa 19 Nov 2022, 20:52

Winker Hello

Die Aufbauten, das Bugstrahlruder und das Geschütz von der Zeichnung bis zum Druck.

Bevor ich nun zur Zeichnung für die Aufbauten komme, möchte ich euch die Entstehung des Bugstrahlruders und des Geschützes von der Zeichnung, über den Druck bis zum Einbau zeigen. Im gedruckten Rumpf war die Öffnung für das Bugstrahlruder bereits berücksichtigt worden, so dass ein nachträgliches Bohren entfällt. also wurden hier nur die sich aus der Zeichnung ergebenen Maße verwendet um auch hier eine separate Elementzeichnung für das Bugstrahlruder zu zeichnen. Mit 14mm Durchmesser und beidseitige durch die Rumpfform bedingte Schrägen nicht gerade eine Großraumwohnung, und das Ding musste auch noch so gezeichnet werden, dass tatsächlich ein 5mm Micromotor samt kleinem Propeller funktionabel verbaut werden können.

Also erst mal ran an die Zeichnung ...

H.M.A.S. Hammersley Querst10

Dann habe ich meinem Minimotor einen ziemlich gewagten (also in der Herstellung gewagt!) sehr wirksamen kleinen Schraubenpropeller verpasst. Dieser sitzt fest auf der Motorwelle, dreht sich aber mit seinen Propellerflügeln um den Motor herum. Das bewirkt zum einen eine größere Saug- und Schubleistung zum anderen sorgt dies für eine gute Kühlung des Motors. Der Motor selbst ist laut Hersteller bereits weitgehend wasserdicht, wird aber nach dem Einsetzen in den Tunnel nochmals versiegelt:

Hier der Motor samt Propeller (Propeller ebenfalls gedruckt!) ...

H.M.A.S. Hammersley 910

... und hier der gedruckte und bereits montierte Tunnel.

H.M.A.S. Hammersley Querst12

H.M.A.S. Hammersley 710

Und so sah das Ganze dann mit instlliertem Motor aus:

H.M.A.S. Hammersley Querst11

Eine senkrecht noch oben, also in den Rumpf des Schiffes, ausgeführte Bohrung von 0,7mm diente für die Kabeldurchführungen, und wurde anschließend mit Stabilit Express versiegelt. Ebenso die Rückseite des Motors. Anschließend wurde noch ein klein wenig der Tunnel am Rumpf beigeschliffen, für einen sauberen Übergang zum Rumpf. Der Tunnel selbst wurde im Innenrumpf übrigens auch erst mit Sekundenkleber fest und stabil verklebt, und anschließend beidseitig rundherum mit Stabilit Express wasserdicht versiegelt.

Kommen wir nun zum Geschütz:

Laut planung war ja angedacht das Geschütz beweglich (also mit Servo) zu bauen, dies musste natürlich beim Zeichnen mitbedacht und berücksichtigt werden. Als Servo habe ich mich für ein Micro.Servo entschieden, weil es von den Maßen am besten dazu passte. Also wieder mal ran an die Zeichnung:

Zuerst wie gewohnt wurde die "Zeichnungsbaustelle" eröffnet, da das Geschütz aus vielen kleinen Einzelteilen besteht.

H.M.A.S. Hammersley Geschz10

... und hier der Geschützturm:

H.M.A.S. Hammersley Geschz11

Für euch jetzt sicher ein Wirrwarr an Stricheln, von daher hier ein Blick auf die 3D-Ansicht:

H.M.A.S. Hammersley Geschz12

Und aus diesem Ganzen wurde jedes einzelne Bauteil extrahiert, ins druckfähige *.STL Format konvertiert und anschließend gedruckt ... hier die Ergebnisse:

H.M.A.S. Hammersley G_110

Auch eine 1:72 Testfigur hat sich als sehr praktisch für die Größenvergleiche erwiesen. Weitere Bilder zum Geschütz:

H.M.A.S. Hammersley G_310

Der kleine "Stift" rechts neben dem Centstück ist die Verlängerung für den Servoantrieb. Dieser Stift wird dann von unten durch den Drehkranz in das Geschütz eingesetzt und verklebt, das andere Ende hier sichtbar mit dem Loch ist die Aufnahme für das Servo. Wo wir gerade beim Servo sind ... viola das passt auch:

H.M.A.S. Hammersley G_410

Nun konnten auch die restlichen Bauteile montiert werden, und das Geschütz war soweit erst einmal für den Einbau bereit:

H.M.A.S. Hammersley Geschz13

Da aber immer noch kein Deck gebaut war wurde das Geschütz erst mal zur Seite gestellt. Das Deck konnte vorerst noch nicht gebaut werden, da zuviele Faktoren wie fehlende Ruderanlage, Wellentunnel für die Antriebe, Decksaufbauten, spätere Wartungsluken Vorrang hatten.

Zwei dieser Faktoren habe ich dann aber auch sogleich in den Focus genommen und umgesetzt. Die Wellentunnel habe ich mittels 4mm Messingrohr und Teflondichtungen realisiert. Auf die Wellenrohre habe ich auch jeweils einen Rohrstutzen Durchmesser 2mm und 1,5 cm Lang aufgelötet um ein Schmieren der Wellen zu ermöglichen.
Für die Ruderanlage welche ich mit einem Miniservo realisiert habe, wurde ebenfalls wieder einen Halterung gedruckt, die passgenau ins Heck des Rumpfes eingesetzt und verklebt wurde:

H.M.A.S. Hammersley R_110

H.M.A.S. Hammersley R_210

Das soll es hierzu erst mal gewesen sein, im nächsten Update geht es dann an die Aufbauten, und dann ist erst mal Schluss mit Zeichnungen dann wird gebaut.

Bis dann Winker 3

Grüße Dirk
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Beitrag von Peter2018 Sa 19 Nov 2022, 22:07

Mariner schrieb:
.....

So ich hoffe ich konnte das Ganze verständlich rüber bringen.

Grüße Dirk Winker 3

Das konntest Du!  Cool

Autocad werde ich nicht verwenden (können) und vor allem nicht so ausgefeilt konstruieren.
Aber ich werde jetzt mir mehr zutrauen bzw. versuchen bezüglich "Überhängen".
Hätte ich so nicht erwartet.

Dass Du mit einer Glasplatte und Spray arbeitest, ist ja hoch interessant.
Werde Dir weiterhin sehr interessiert folgen.
Peter2018
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Beitrag von Mariner Mo 21 Nov 2022, 11:47

Hallo miteinander, hier mal wieder ein Update meiner Missetaten an der Hammersley.

Heute mal ohne Zeichnen, den es muss ja auch mal mit dem Bau vorangehen.
Ich habe meinem Böötchen schon mal die Antriebswellen eingebaut. Die Wellentunnel sind 4mm Messingrohr natürlich mit aufgesetzten Stutzen für die Schmierung. Die Antriebswellen bestehen aus 2mm Messingrohr innen mit 1mm Stahldraht verstärkt. Eingeklebt wurde das Ganze mit Stabilit Express. Danach wurde das Deck angefertigt aus 1mm PVC. Das Drucken des Decks wäre aus meiner Sicht nicht sonderlich sinnvoll, zumal ich ja anfangs auch schon erwähnt hatte das ich neben dem Druck auch im Scratch bauen werde.

H.M.A.S. Hammersley Bild_110

... und hier die Wellen und die Ruderanlage

H.M.A.S. Hammersley Bild_210

H.M.A.S. Hammersley Bild_310

Ich habe das Deck mit zwei Öffnungsklappen versehen um später auch an die wichtigen Stellen (Schmierung und Ruderservo) heran zu kommen.

H.M.A.S. Hammersley Bild_410

Diese Öffnungsklappen habe ich möglichst unsichtbar gestaltet, aber doch so, dass ich ohne großen Aufwand da ran komme.

H.M.A.S. Hammersley Bild_510

Hier mal eine kurze Erklärung wie ich das gebaut habe:

H.M.A.S. Hammersley Bild_610

Weiter ging es dann mit dem Drucken des Hauptmastes. Diesen habe ich in 3 Teilen gedruckt, Oberteil, Unterteil und die kleinen Abzüge. Da hier noch einiges an Beleuchtung und sonstigen Gedöhns ran kommt erschien mir der Bau in einzelnen Teilen einfacher.

H.M.A.S. Hammersley Bild_710

Vormontiert sah das Ganze dann so aus:

H.M.A.S. Hammersley Bild_810

Danach kam dann nun endlich auch die Hecktreppe an die Reihe. Auch diese besteht aus insgesamt 5 einzelnen gedruckten Bauteilen. Nach dem Druck ordentlich versäubert und geschliffen und eins zwei fix verklebt.

H.M.A.S. Hammersley Bild_910

Einmal beim Drucken ging es anschließend auch den Geländern/Reelingen an den Kragen. Zuerst die beiden Seiten, und danach kamen alle weiteren an die Reihe. Jedes dieser Geländer besteht aus mehreren gedruckten Einzelteilen. Was für eine Strafarbeit!!!

H.M.A.S. Hammersley Bild_111

H.M.A.S. Hammersley Bild_112

H.M.A.S. Hammersley 1510

Soviel erst mal dazu, im nächsten Update geht es an die Aufbauten.


Grüße Dirk
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Beitrag von Der Graue Wolf Mo 21 Nov 2022, 12:18

Klasse Dirk Cool
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Beitrag von Mariner Di 22 Nov 2022, 23:28

Winker Hello

auch hier noch ein Update.

Jetzt kamen die Aufbauten an die Reihe. Diese mussten aber auch erst einmal gezeichnet werden. Also ran ans Werk:

H.M.A.S. Hammersley Bild_138

Auch hier eigentlich nichts spektakuläres, zumal hier ja auch nicht viel gedruckt wird. Nur muss eben alls stimmig sein, und dem Original entsprechend auch passen.

... die spätere Brücke:

H.M.A.S. Hammersley Bild_219

Und das Ganze erst mal grob in der 3D Ansicht:

H.M.A.S. Hammersley Bild_319

Nun musste der gezeichnete Aufbau auch noch in die vorhandene Zeichnung vom Schiff integriert werden, Kollisionsabfrage ... und passt!

H.M.A.S. Hammersley Bild_416

... in der 3D Ansicht, erst mal grob, und ohne Geschütz ...

H.M.A.S. Hammersley Bild_516

... und dann in voller Pracht ...

H.M.A.S. Hammersley Bild_616

so, geschafft, dass sieht doch schon mal ganz gut aus, muss jetzt nur noch praktisch umgesetzt werden.

Nachdem nun alles gezeichnet war, habe ich mich auch gleich den vorderen Aufbauten zugewandt. Hier habe ich einzelne Rahmen gedruckt, und diese dann Stück für Stück zusammen gesetzt. Dieses Rahmengerüst besteht aus den unteren Rahmen, den oberen Rahmen, und den Zwischenrahmen. Da die Maße variieren sowohl im unteren als auch im oberen Bereich schien mir das die beste Lösung zu sein. Die Seitenwände sind auch hier im Scratch aus einzelnen PVC-Platten gebaut. Und schlussendlich soll dieses "Gebilde" später als zentraler Ort für die gesamte Elektrik/Elektronik und die Stromversorgung genutzt werden.

H.M.A.S. Hammersley Bild_716

Danach musste sozusagen  nur noch das Dach drauf, aber eben abnehmbar und das Ganze möglichst unsichtbar. Das Dach besteht hier wieder aus 3 gedruckten Bauteilen, welche untereinander fest verklebt wurden. Die kleine "Brandstelle" vorn an Backbord wurde von meiner überhitzten Druckerdüse erzeugt! Die brauchte dann erst mal 'ne längere Pause.

H.M.A.S. Hammersley Bild_815

Dann mal alles auf's Schiff gebaut, und genaue Passprobe gemacht:

H.M.A.S. Hammersley Bild_915

H.M.A.S. Hammersley Bild_139

H.M.A.S. Hammersley Bild_140

Die hinteren Kabinen links und rechts neben dem Mast, sind ebenfalls einfach im Scratch gebaut, hier wurden auch nur die Grundrahmen gedruckt.

H.M.A.S. Hammersley Bild_141

Und wie ihr seht, habe ich auch schon die Reelinge angebaut.


... nächstes Update folgt in Kürze ...

Grüße Dirk
Mariner
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John-H., ullie46, klaus.kl, Peter2018, laiva-ukko und Thoto mögen diesen Beitrag

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Beitrag von John-H. Mi 23 Nov 2022, 13:45

Ein wirklich schönes Projekt! Bravo
John-H.
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H.M.A.S. Hammersley Empty Re: H.M.A.S. Hammersley

Beitrag von laiva-ukko Mi 23 Nov 2022, 14:04



Erstaunlich was mit dem Drucken heute so alles geht scratch Cool
laiva-ukko
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