Der lustige Modellbauer
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Kleinst-U-Boot Biber

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Beitrag von WS222 am So 26 Apr 2020, 13:19

Als kleiner Nachtrag zum letzten Mal:

Natürlich müssen die Leitungen alle ziemlich sauber geführt werden. Immerhin darf nichts über die innere Kontur hinausstehen, sonst bekommt man den Rahmen nicht in den Rumpf!
Das sieht dann ungefähr so aus:

Kleinst-U-Boot Biber - Seite 2 Dscn0110

Die Leitungen sind an den Gewindestangen befestigt, teils mit Kabelbindern und teils mit Klettband.

Kleinst-U-Boot Biber - Seite 2 Dscn0111

Trotz Allem ist es sehr eng und für Reservelängen grade bei den Servoleitungen ist kein Platz! Die Verlängerung für das Tiefenruderservo habe ich selbst auf Länge gebracht, damit es keine Schlaufen gibt
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Beitrag von doc_raven1000 am So 26 Apr 2020, 19:17

Schön das es weiter geht, sieht gut aus und wenn es nachher auch noch funktioniert wie vorgestellt Einen Daumen
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Beitrag von WS222 am Mo 27 Apr 2020, 07:39

Hallo Dietmar,

vielen Dank für Deine Rückmeldung.
Ja, es geht voran- leider bin ich einfach nur sehr schreibfaul Very Happy
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Beitrag von Plastikschiff am Mo 27 Apr 2020, 10:19

Ich bewundere die Präzision in der du arbeitest. Alles schaut aus als hättest du es schon zig mal so gebaut. Aber leider sind deine Arbeiten für mich Böhmische Dörfer. Ich hoffe für dich das alles so funzt wie du es dir vorgestellt hast. Im übrigen bin ich schon von Anfang an dein Beobachter, aber meistens Komentarlos weil ich keine Ahnung von U - Booten habe.
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Beitrag von WS222 am Mo 27 Apr 2020, 11:12

Wenn alles schief geht, habe ich ein weiteres Standmodell und ganz viel Erfahrung gesammelt.
Bei einem Totalschaden oder Verlust werde ich mir eine Gedenktafel hinhängen Very Happy
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Beitrag von Plastikschiff am Mo 27 Apr 2020, 12:10

Gott bewahre dir deinen Humor
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Beitrag von WS222 am Di 28 Apr 2020, 08:26

Ein Versuch gegen meine Schreibfaulheit zu arbeiten:

Zu den großen Merkwürdigkeiten dieses Bootes gehört die Anordnung der Ruder. Es ist klar, dass man wegen der Torpedos für das Tiefenruder nicht viel Platz hatte, aber es sieht doch alles ziemlich provisorisch aus:  

Kleinst-U-Boot Biber - Seite 2 Contro10

Mir war klar, dass so ein Ruder mit einer Breite von knapp 70mm mit meinen Fähigkeiten nicht gut werden wird. Deshalb musste es 3D- Druck sein. Viele meiner Arbeitskollegen haben einen Drucker, aber keine sinnvollen Projekte und freuen sich, wenn sie etwas zu tun kriegen. Das Material ist mittlerweile günstig und so bekomme ich die Sachen fast geschenkt.
Mal ehrlich: Wer von euch bekommt eine 2mm Bohrung in 4mm Material über eine Tiefe von 70mm unfallfrei hin? Also ich nicht!

Kleinst-U-Boot Biber - Seite 2 Zwisch12

Auch wenn das für Einige kein richtiger Modellbau ist, mir hilft es weiter.

Das gedruckte Seitenruder sieht so aus:

Kleinst-U-Boot Biber - Seite 2 Dscn0026

Etwas problematisch sind die Durchmesser der Bohrungen. Rund sind sie, aber leider alle zu klein. So kommt man um ein Aufbohren nicht herum. Leider habe ich noch keine Idee, um wieviel das korrigiert werden muss. Scheinbar hat auch der Drucker und das Material einen Einfluss

Hier die beiden Ruder in der Stellprobe:

Kleinst-U-Boot Biber - Seite 2 Dscn0027

Für das Tiefenruder ist die Anlenkung zu sehen. Da die Bohrung durchgängig ist, konnte ich einfach einen Draht durchschieben.

Bleibt Gesund!
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Beitrag von Plastikschiff am Di 28 Apr 2020, 10:06

............ist doch klasse geworden. Du hast eine geniale Lösung durch die 3D Drucker gefunden. Das schaut sehr professionell aus. Das Plexiglas Teil, vermutlich Anlenkung, könnte fragil sein wenn Druch drauf kommt.
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Beitrag von doc_raven1000 am Di 28 Apr 2020, 10:23

da kann ich mich nur dem Vorschreiber anschließen, wirklich gut geworden, würde vielleicht auch Alu statt Plexiglas nehmen.. Einen Daumen
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Beitrag von WS222 am Fr 22 Mai 2020, 14:04

Dietmar, Du hast Recht. Plexiglas ist ein komisches Zeug. In Querrichtung bricht es wahnsinning schnell, aber in Längsrichtung ist es ziemlich stabil. Der Hebel liegt gut geschützt in der Mechanik und ich hoffe, dass alles hält.

Noch etwas mehr Plexiglas:

Heck oben sieht so in der Zeichnung aus:

Kleinst-U-Boot Biber - Seite 2 Heck_o11



Und in Natura dann so:

Kleinst-U-Boot Biber - Seite 2 Dscn0028

Zum Verkleiden habe ich ABS genommen: Zwei Schichten mit je 0,5mm übereinander, weil der Radius zum Heck hin richtig klein wird. Das Bearbeiten mit dem Fön lässt die Oberfläche sofort wellig wird. Im kalten Zustand bleibt die Oberfläche zwar glatt, aber das Plexiglas ist beim Kleben an zwei Stellen gebrochen.
Bilder dazu folgen
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Beitrag von bonapate am Fr 22 Mai 2020, 20:10

Moin Winfried,
ich bin immer wieder von Deinen Zeichnungen beeindruckt. und das denn noch aufs material rüber bringen..... RESPEKT !!
Grüße Edmund
bonapate
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Beitrag von doc_raven1000 am Sa 23 Mai 2020, 08:31

saubere Zeichnung und gut umgesetzt, Winfried, das ist ärgerlich, vielleicht nicht so stark erwärmen?
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Beitrag von WS222 am Sa 23 Mai 2020, 10:11

Dietmar, da sagst du was: Leider habe ich den richtigen Punkt noch nicht gefunden, an dem das Material sich biegen lässt, aber noch keine Wellen wirft Traurig 1
Das sieht dann nach dem Beplanken so aus:

Kleinst-U-Boot Biber - Seite 2 Dscn0113

Das sind, wie schon geschrieben, zwei Lagen ABS übereinander, mit Plastikkleber zusammengeklebt. Leider hat das nicht immer ganz fehlerfrei funktioniert, so dass es noch was zu spachteln gab.

Kleinst-U-Boot Biber - Seite 2 Dscn0112

Das Teil von Innen

Und noch mal von Außen:

Kleinst-U-Boot Biber - Seite 2 Dscn0114

Man sieht hier noch die Trennstellen zwischen den Teilen dre zweiten Lage. Trotz der stabileren Konstruktion wäre die Spannung bei einem einzigen Teil zu groß
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Beitrag von Lupo60 am Sa 23 Mai 2020, 10:51

WS222 schrieb:Etwas problematisch sind die Durchmesser der Bohrungen. Rund sind sie, aber leider alle zu klein. So kommt man um ein Aufbohren nicht herum. Leider habe ich noch keine Idee, um wieviel das korrigiert werden muss. Scheinbar hat auch der Drucker und das Material einen Einfluss

Hallo Winfried,

dazu kann ich ein paar Hinweise geben. Sehr wesentlich ist nämlich die Lage der Bohrung beim Drucken:

Läuft die Bohrung senkrecht zur Schichtung, dann schichtet der Drucker einen Kreis auf den anderen. Dann wird die Bohrung zwar rund, aber immer einen Tacken zu klein. Das hängt davon ab, welchen Durchmesser das „Würstchen“ hat, das der Drucker da legt. Dieser Parameter kann zwar im Druckprogramm eingegeben werden, aber wenn man kein „fadenscheiniges“ Teil will, wird man da lieber einen zu kleinen als einen zu großen Wert eingeben. Damit druckt der Drucker dann enger, und stopft mehr Material rein als theoretisch nötig, wodurch dann Bohrungen eng und Außenabmessungen ein paar 1/10 zu groß werden. Ich drucke meistens mit 0,1 mm Schichtdicke und 0,25er Düse und gebe als Durchmesser für den Kunststofffaden 0,22 mm an. Den Bohrungsdurchmesser konstruiere gleich 0,1 mm größer, dann passt er mit nur wenig Nacharbeit.

Baut der Drucker bei einer waagerecht zum Druckbett laufenden Bohrung die Rundung als „Treppchen“ nach, wird die Bohrung im Durchmesser passend, bzw tendenziell zu groß. Offensichtlich arbeiten sich die Kanten der „Treppenstufen“ recht schnell ab, so dass die Passung recht schnell labberig wird. Deswegen konstruiere ich liegende Bohrungen um 1/10 mm zu klein, dann passen sie ebenfalls mit nur wenig Nacharbeit genau und halbwegs maßstabil.

Wäre daher empfehlenswert, sich, bevor man den stl-File fertig macht, mit dem druckenden Freund u unterhalten, wie er‘s denn drucken möchte.

Ich hoffe, das hilft ein bisschen. Viel Erfolg noch!

Viele Grüße
Wolfgang

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Beitrag von WS222 am So 28 Jun 2020, 13:01

Eigentlich wollte ich ja längst wieder Schreiben....

Aber irgendwie kommt immer was dazwischen Very Happy

Hier ist die untere Hälfte des Heckbereichs:

Kleinst-U-Boot Biber - Seite 2 Dscn0029

Dieses Teil wird hinterher mit dem Technikrahmen verbunden und liegt im "nassen" Bereich. Konstruktiv war das die einzige Lösung, die Welle mit dem Motor zu verbinden, ohne eine zusätzliche Trennstelle zu schaffen.  An der Unterseite befinden sich Öffnungen, durch die ich an die Schrauben gelange, mit dem alles (hoffentlich) wasserdicht verschraube.

Im CAD sieht das so aus:

Kleinst-U-Boot Biber - Seite 2 Zwisch13

Oben sind die Servos mit den Faltenbälgen und den Umlenkhebeln zu sehen
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Beitrag von WS222 am So 28 Jun 2020, 13:23

Teil 2:

Da das mein erstes U_Boot ist, bin ich natürlich an vielen Stellen völlig unvorbelastet. Die Steuerung soll später mal so aussehen:

Kleinst-U-Boot Biber - Seite 2 Steuer10

Rechts ist der normale Fersteuerempfänger. Wie sicherlich die meisten Anderen auch, fahre und fliege ich mit 2,4Ghz. Dass das unter Wasser nicht gut funktioniert, ist mir klar. Trotzdem möchte ich erst mal auf die Anschaffung einer 35Mhz- Anlage verzichten.
Jedenfalls wird der Antrieb und das Seitenruder direkt über diesen Empfänger gesteuert.
Die Steuerung bekommt das Signal vom Antrieb und das Tiefenrudersignal. Über den Antrieb werden zwei unterschidliche Betriebsarten umgeschaltet

1. Wenn das Boot fährt, wird die ohne Tiefenruder mit dem Kreisel waagerecht gehaltet. Damit möchte ich eine Fahrt auf Sehrohrtiefe realisieren. Das Boot taucht also dynamisch
2. Wenn der Antrieb gestoppt wird, wird die erreichte Tiefe über den Drucksensor und den Tauchtank geregelt. Zusätzlich wird die Lage des Bootes über die Trimmung waagerecht gehalten.

Dadurch braucht die Fernsteuerung nur die klassischen Funktionen: links/rechts, rauf/runter, vorwärts/rückwärts. Der Rest wird von der Steuerung übernommen. Zum Leeren des Tanks gibt es noch einige Spezialitäten, doch dazu später mehr

Liebe Spezialisten, was haltet ihr davon?
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Beitrag von godfligher am So 28 Jun 2020, 15:50

Hallo
Mit 2,4Ghz kommst du unter die Wasseroberfläche ... und ab da hast du ein steuerloses Boot!
Eine 35Mhz Anlage ist auch HEUTE noch nur dem Modellflug erlaubt!
Die bleibt nur 40Mhz oder ... 27 evil or very mad .
Für U-Boote gab es mal fertige Steuerungen, incl. Kolbentanks und Sensor .... bei Engel, modelluboot.de, ...
mfg HF
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Beitrag von WS222 am Fr 24 Jul 2020, 10:23

Mensch, der Monat ist ja schon wieder rum:

Nachdem ich beschrieben habe, das die Steuerung können soll, hab ich einen Schaltplan erstellt. Dieses Programm kann aus dem Plan dann eine Leiterplatte generieren:

Kleinst-U-Boot Biber - Seite 2 Zwisch14

Da der Platz im Boot bekannt ist, kann man das Ganze so lange hin- und herschieben, bis alles passt. In China gibt es tatsächlich firmen, die dann aus diesem Entwurf eine fertige Leiterplatte machen! Stückpreis: 1€, allerdings muss man fünf  Leiterplatten abnehmen und die Frachtkosten sind etwa so hoch wie der Materialpreis. Das ist natürlich praktisch, weil man keine Lochrasterplatinen machen muss und dann mit irgendwelchen Drähten die Verbindungen macht. Außerdem kann man SMD- Bauteile verwenden, also die Bauteile ohne richtige Anschlussdrähte. Das Löten ist zwar etwas schwierig, aber man spart viel Platz.
Teilbestückt sieht das dann so aus:

Kleinst-U-Boot Biber - Seite 2 Dscn0115

In der Mitte ist der Prozessor, rechts der Kreisel und links einige Bauteile für den Drucksensor. Unter den "großen" Komponenten sind die Steuerelemente für den Tauchtank und die Trimmung.
Jetzt muss ich nur noch das Programm schreiben und alles läuft? Nee, Quatsch- das wird wohl wieder eine unendliche Geschichte....
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