Der lustige Modellbauer
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Kleinst-U-Boot Biber

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Kleinst-U-Boot Biber Empty Kleinst-U-Boot Biber

Beitrag von WS222 am Mi 13 Nov 2019, 12:08

Hallo

und vielen Dank für euer Interesse am Baubericht meines Minensuchers

Mein zweitesProjekt ist das U- Boot "Biber", dass 1944 gefertigt wurde. Seine Konstruktion wies dabei so erhebliche Mängel auf, dass die meisten Biber infolge technischen Defekts während ihrer Einsätze ausfielen oder die Mission abbrechen mussten.

Das Thema U- Boote beschäftigt mich schon eine ganze Zeit und nach dem letzten Schaufahren in einem Freibad bin ich zu dem Entschluss gekommen, es noch einmal zu versuchen. Mein letztes Projekt zu diesem Thema, ein Seehund, ist eigentlich gescheitert und wird vermutlich nie wirklich tauchen. Bilder seht ihr hier:

Kleinst-U-Boot Biber Dsc_0020

Kleinst-U-Boot Biber Dsc_0021

Probleme sind bei diesem Modell die große, nicht dicht zu bekommende Wartungsluke und einige andere technische Themen, über die ich mir vorher nicht genug Gedanken gemacht habe....
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Beitrag von Al.Schuch am Mi 13 Nov 2019, 12:15

Da bin ich gespannt und nehme schon mal Platz.
Vor Jahren habe ich hier mal nen Bericht über die Restauration eines original Seehunds im Technikmuseum Speyer eingestellt.
Gruß
Alex
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Kleinst-U-Boot Biber Empty Re: Kleinst-U-Boot Biber

Beitrag von WS222 am Mi 13 Nov 2019, 12:55

Am Anfang stand dieses Mal die ausführliche Planung:

Grundlage für den Bau ist eine Zeichnung, die ich mir vor vielen Jahren aus dem Internet heruntergeladen habe. Daraus habe ich ein 3D- Modell gemacht, um die entsprechenden Komponenten einbauen zu können. Für alle, die den Biber nicht kennen:

Kleinst-U-Boot Biber Demo10

Um das Problem mit den großen Dichtungen zu umgehen, wird es einen Technikrahmen geben:

Kleinst-U-Boot Biber Techni10

Hier sind alle Dinge, wie der Tauchtank, Servos, Akku, Motor montiert. Dieser Rahmen wird in den Rumpf eingeschoben so, dass es eine ziemlich kleine Dichtfläche gibt:

Kleinst-U-Boot Biber Rahmen10

Seiten- und Tiefenruder werden als drittes Teil auf den Technikrahmen gesetzt:

Kleinst-U-Boot Biber Heck_o10

Eine Bitte an alle erfahrenen U- Boot Erbauer:

Bitte schreibt mir, wenn ihr Fehler in meinen Überlegungen findet. Noch kann ich Ändern
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Beitrag von WS222 am So 17 Nov 2019, 15:18

Zunächst noch einige Eckdaten:

Maßstab 1:9
Länge über alles :1060mm
Gewicht ca.3,8 kg

Am Anfang war übrigens das KG Rohr.....
Da die Hestellung der gerundeten Formen etwas schwierig ist, war ich auf der Suche nach geeignetem Rohmaterial und bin im Kanalbau fündig geworden. Der Maßstab wurde bewusst so gewählt, dass die obere Rumpfschale aus einem DN110 Kanalrohr besteht.

Kleinst-U-Boot Biber Dscn0010

Die Seitenteile wurden dann aus HT- Rohren gefertigt.

Kleinst-U-Boot Biber Dscn0011

Was bei den HT- Rohren wie eine gute Idee aussah, stellte sich dann als ziemlicher Fehlschlag heraus: Das komplette Rohr passte prima zur Spantkontur. Nach dem Zusägen änderte sich der Durchmesser so massiv, dass hier eine andere Lösung her muss. Morgen werde ich im Baumarkt ein Regenrohr kaufen. Mal schauen, ob das formstabil bleibt.

Übrigens:

Vielen Dank für den Tipp mit dem Fahrradventil. Man kann auf diese Weise auch die Dichtheit des gesamten Bootes teten
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Beitrag von Plastikschiff am So 17 Nov 2019, 16:36

Moin Winfried,
ich möchte auch zuschauen und nehme schon mal Platz.
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Beitrag von Der Boss am So 17 Nov 2019, 23:08

Moin Winfried 

Da bin ich auch gespannt,  ich setzte mich zu euch. Cool
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Beitrag von Plastikschiff am Mo 18 Nov 2019, 10:52

MOin Winfried,
denkst du beim Tauchtank an die Zwischenschots damit das Wasser nicht unkontrolliert hin und her schaukeln kann? Etwa alle 2-3 cm, abwechelnd rechts und links ein Stück frei lassen damit das Wasser trotzdem durchfließen kann.
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Beitrag von doc_raven1000 am Mo 18 Nov 2019, 18:26

Hallo Winfried,
da setze ich mich auch dazu, sofern noch Platz ist.
Gerade so ein Projekt fasziniert mich auch wegen Wasserdichtigkeit.
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Beitrag von WS222 am Di 19 Nov 2019, 08:13

Hallo Dietmar,

nimm Platz, es ist genug da.....

Reinhard, Dein Post bringt mich dazu, ein wenig vorzugreifen:

In der Schulpyhsik haben wir gelernt, dass Körper mit einer Dichte kleiner Wasser schwimmen und mit einer Dichte größer Wasser untergehen. Also muss man die Dichte größer und (hoffentlich) auch wieder kleiner als die von Wasser machen.
Die großen Boote haben Tanks, die unten offen sind, so dass man durch das Öffnen einer Klappe auf der Oberseite die Luft aus den Tanks lassen kann. Das Wasser wird üblicherweise durch das Einleiten der Dieselabgase wieder nach unten ausgeblasen.
Das geht natürlich im Modell nicht, so dass es bei mir einen Kolbentank geben wird. Der sollte mal im "Seehund" laufen und wird hoffentlich hier seinen Dienst tun. Das sieht im Modell so aus:

Kleinst-U-Boot Biber Taucht10

Ein Kolben wird mit einer Gewindestange und einem Elektromotor im Tank bewegt und füllt diesen mit Wasser. Klingt zunächst ganz einfach, hat aber so seine Tücken, wenn es um die Dichtigkeit geht. Das Rohr muss glatt sein und der Kolben muss eine Dichtung haben, die leicht läuft und trotzdem gut dicht hält.

Der fertige Tank sieht dann so aus:

Kleinst-U-Boot Biber Dscn1810

Als Rohr dient ein Acrylglasrohr mit 40mm Durchmesser und der Kolben stammt aus einem ausgedienten FESTO Luftzylinder. Die Dichtlippe ist aus Silikon, so dass sich ein Effekt wie bei unserem Duschabzieher ergibt.
Bei einer Länge von 20cm komme ich auf ca. 250ml Wasser. Das sind ca. 8% des Volumens des Modells
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Beitrag von doc_raven1000 am Mi 20 Nov 2019, 11:45

Eine anspruchsvolle Lösung, da werde ich dir weiter über die Schulter schauen Einen Daumen
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Beitrag von WS222 am So 24 Nov 2019, 18:04

Auch dieses Mal werde ich die Einzelteile nach Möglichkeit irgendwo fertigen lassen. Mir liegt das Aussägen nicht so und man sollte auch die Möglichkeiten, die es heute gibt, nutzen.
Etwas ungewohnt ist die Materialwahl: KEIN Holz, KEIN Eisen, dafür aber Alu, Messing und viel Kunststoff.

Im Mittelteil wird 3mm Aluminium verwendet. Die Teile kommen aus einer etwas dubiosen Quelle, also lieber nicht nachfragen. Es gibt fünf Spanten, die mit Gewindestangen und vielen Muttern in die richtige Position gebracht werden. Im Heckbereich wird an diesen Stangen später der Technikrahmen angeschraubt.

Kleinst-U-Boot Biber Dscn0012

Die Aluleisten sollen später als Führung für den Technikrahmen dienen.

Bemerkung am Rande:

Der Plan, die Leisten einzulöten ist leider gescheitert. Was bei Messing problemlos möglich ist, habe ich bei Alu nicht hinbekommen. Auch mein Arbeits- und Modellbaukollege Thomas hat das versucht und mir geraten, weiter bei UHU Endfest 300 zu bleiben
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Beitrag von doc_raven1000 am So 24 Nov 2019, 18:48

Hauptsache es geht weiter Winfried,
und fast jeder von uns kennt das, wenn der Plan geändert werden muss, weil die ursprüngliche Idee nicht so umzusetzen ist..
doc_raven1000
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Beitrag von WS222 am So 24 Nov 2019, 20:15

Da sagst Du was Very Happy
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Beitrag von Plastikschiff am Mo 25 Nov 2019, 09:58

Moin Winfried,
ich liebe es wenn ein Plan funktioniert.
Wenn mal nicht, hilft oft mal drüber schlafen, und ´nen neuen Plan machen.
So ist nun mal Modellbau, nicht aus dem Baukasten, dir meine Hochachtung!
Am Ende wird es gut sein, ist noch nicht gut?
Na dann ist es nicht das Ende!
Deine SOUND ELEKTRONIC funzt immer noch super.
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Beitrag von WS222 am Mo 02 Dez 2019, 12:46

So,

weiter geht's:

Hier seht ihr den Technikrahmen, auch schon mal mit Gewindestangen zusammengeschraubt....

Kleinst-U-Boot Biber Dscn0013

Als Abschluss kommt dann der Deckel mit allen notwendigen Bohrungen (von unten nach oben):

- Welle
- Drucksensor
- Einlass Tauchtank
- vier Anschlüsse zu den Rudern

Kleinst-U-Boot Biber Dscn0015
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Beitrag von WS222 am Di 10 Dez 2019, 15:06

Bei Ebay habe ich einen Drucksensor gesehen: Maximaler Druck 1 Bar (entspricht 10m Wassertiefe), für Wasser geeignet und das zu einem Preis von nur 10 Euro. Die Idee ist, diesen Senor mit dem Tauchtank zu verbinden, so dass eine eingestellte Wassertiefe automatisch gehalten werden kann.
Das einzige Problem ist, dass es dieses Bauteil nur mit einem 1/8" Gewinde zu bekommen ist. Also in der Werkzeugausgabe gefragt und tatsächlich einen Gewindebohrer bekommen. Im Internet steht, dass mit 8,8mm (!) vorgebohrt werden soll und dann klappt das schon. Das diese Angaben irgendwie komisch sind, habe ich erst mal ein Probegewinde geschnitten. Ergebnis: Der Sensor lässt sich nicht einschrauben. Gewindebohrer zurückgebracht und erfahren, dass es unterschiedliche Gewindesteigungen gibt. Tatsächlich haben die Amerikaner und die Briten andere Gewinde!
Bei Ebay einen passenden Bohrer gekauft (NPT) und statt 8,5mm mit 9mm gebohrt. Das sieht dann so aus:

Kleinst-U-Boot Biber Dscn0016

Unter dem Sensor ist das Stevenrohr eingebaut, laut Werbung des Modellbauhändlers soll sie 100% wasserdicht sein. Sollte er die Unwahrheit gesagt haben, gibt es genug Platz, um einen Simmering nachzurüsten...
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Beitrag von godfligher Heute um 17:01

Hallo
Im Moment durchschaue ich noch nicht, wo du die Trennung machen möchtest, Druckkörper - gefluteter Rumpf. Die im U-Boot Bau verwendeten Bajonette (Modell-Uboot-Spezialitaeten) kennst du? Damit im Zusammenhang wird meist ein Rohr als Druckkörper verwendet.
Wenn ich mir dein Projekt ansehe, wird bei der Rumpfform ein zerstörungsfreies tauchen zum Problem. Im Buch Modell U-Boote ist das gut erklärt, Materialdicke - Form und Druck. Immerhin fahren wir auch mal bis 5m Tauchtiefe (Sprungturm - Schwimmbad) ...
Bei Verwendung eines Kolbentanks komprimierst du die Restluft im Druckkörper, demnach solltest du auf gute Außenborddurchführungen (Nullringe für Gestänge / Simmeringe bei Wellen) achten. Bin gespannt wie das weiter gehen wird.
mfg HF
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