Der lustige Modellbauer
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Griechischer Hoplit, ca. 450 v.Chr., 54mm

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Griechischer Hoplit, ca. 450 v.Chr., 54mm

Beitrag von Werner001 am Fr 22 Nov 2013, 18:09

Hallo zusammen,

anbei die wohl 20te Figur zur zeitgleichen Bemalung...:-)

Es handelt sich um den Griechischen Hoplit, ca. 450 v.Chr., 54mm, von EKCastings

Grüße,

Werner







Und hier die Ölfarbrezeptur...


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Re: Griechischer Hoplit, ca. 450 v.Chr., 54mm

Beitrag von marcolux am Fr 22 Nov 2013, 19:03

Sieht goil aus...2 Daumen 

Das musst du näher erklären.....würde mich interessieren wie du das machst...
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Re: Griechischer Hoplit, ca. 450 v.Chr., 54mm

Beitrag von Werner001 am Fr 22 Nov 2013, 19:47

Hallo Marco,

freut mich wenn dir die Farbe gefällt. Bei den Bronzerüstungen gehe ich wie folgt vor:

1. Palette wie oben anlegen mit

- Vandykbraun
- Umbra gebrannt
- Gebr. Sienna
- Bronze
- Silber

und zum Abtönen

- Pariserblau (Preußisch Blau)
- Lampoil Schwarz

zum 2ten Abtönen

- braune Tinte
- schwarze Tinte

2. Ich mische also die Bronze in das Vandykbraun hinein und schaffe Abstufungen von ganz dunkel bis sehr hell (fast nur Bronze)

3. In die dunklen bis mittleren Farbtöne mische ich noch gebranntes Sienna ein um den Farbton etwas weicher zu gestalten.

4. Am hellsten Farbton gebe ich noch mit Silber etwas mehr in die Lichter...(das werden dann die absolut hellsten Spitzentöne)

5. Ich trage die Farbe aus 3 bis 4 Tönen auf, je nach Lichteinfall. Also Vandykbraun mit etwas Bronze in die Schatten und die beinahe reine Bronze in die hellen Bereiche. So entstehen 3-4 Streifen, die ich anschließend verblende.

6.1 Um die Schatten etwas realistischer zu gestalten mache ich ein Washing aus Schwarz und Blau und gebe dies ganz vorsichtig auf die durchgetrocknete Farbe. Dabei löst sich teilweise die Bronzefarbe und es kommt zu Aufschürfungen (sieht man an dem Helm im Hinterkopfbereich). Dadurch wird der Schatten auch gleich etwas matter und füllt das mit Leben.

6.2 Alternativ mache ich das auch mit deiner Backofenmethode, da die Bronzefarbe den Glanz verliert und so wesentlich besser wirkt.

7. Dann nehme ich die Tinten und mach mir zwei Washings und trage die Tinte in den Vertiefungen ganz vorsichtig und ungleichmäßig auf.

Voila...

Hier noch ein Film der das Thema Bronze ähnlich angeht (die Sprache dürfte für dich kein Problem sein!):

Code:
http://www.youtube.com/watch?v=YdFshzNwg0g
Grüße,

Werner
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Re: Griechischer Hoplit, ca. 450 v.Chr., 54mm

Beitrag von marcolux am Fr 22 Nov 2013, 20:28

Danke schön Werner für die Mühe...

Werde das mal demnächst ausprobieren...sieht gut aus...
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Re: Griechischer Hoplit, ca. 450 v.Chr., 54mm

Beitrag von Lützower am Sa 23 Nov 2013, 07:46

Hallo Werner,

sehr schön, das mit der Bronze-Bemalung. Die Ölfarben hab ich ja, aber was ist das für Bronze? Welches Fabrikat? Und vom Schattieren mit Tinte hab ich auch noch nie gehört. Ist doch sicher keine Schreibtinte?
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Re: Griechischer Hoplit, ca. 450 v.Chr., 54mm

Beitrag von Werner001 am Sa 23 Nov 2013, 12:01

Hallo Werner,

für die Bronze kannst du Bronzepigmente nehmen oder, wie in meinem Fall, die Bronzeölfarbe von Schmincke Norma Nr. 804

Bei der Tinte habe ich tatsächlich ganz normale Tinte genommen und stark mit Wasser verdünnt. Klar, das hält normalerweise nicht so gut auf Ölfarbe, nicht wahr. Der Trick ist: Durch das tippende Verblenden der Farbe entstehen leichte Krater in der Oberfläche und die reichen aus in Kombination mit der Oberflächenspannung für eine Lasur. Aber, mann muss mehrfach überlasieren, da die Tinte nicht flächig deckt. Ab dem 3 Aufstrich legt sich dann die Tinte auf die anderen Schichten oder Tintenflecken und es wird deutlich einfacher. Immer darauf achten, dass die Tinte sehr sehr stark verdünnt ist. In den Vertiefungen reichen bei mir sogar 2 bis 3 Lasuren völlig aus.

Wenn du schneller zum Erfolg kommen willst, mache einfach beide Schritte, erst das Washing mit blauer Ölfarbe und dann auf den aufgrauten Untergrund ( da schaut dann die Mittelbraune Acrygrundierung durch) die Tintenlasur.

Ich hoffe das hilft.

Grüsse,

Werner
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Re: Griechischer Hoplit, ca. 450 v.Chr., 54mm

Beitrag von Lützower am Sa 23 Nov 2013, 14:20

Vielen Dank, Werner,

ich habe nämlich einen Römer, der einen bronzenen Muskelpanzer trägt. Mal sehen,ob ich mit deiner Methode klar komme. Den Tipp mit dem frischen Blut habe ich inzwischen schon mal umgesetzt. Danke nochmals dafür.
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Re: Griechischer Hoplit, ca. 450 v.Chr., 54mm

Beitrag von Werner001 am Sa 23 Nov 2013, 19:42

Hallo Werner, hallo Marco,

wenn ihr wollt, kann ich eine bebilderte Anleitung für jeden Schritt machen, insbesondere für die Lasuren. Da habe ich mich mit der Beschreibung etwas schwer getan. Trotzdem, immer an die "Backofenmethode" von Marco denken. Er hatte nämlich damals geschrieben, alles was in Öl bemalt wird in den Backofen, dann wird es schön matt. Hmm.... er hatte auch geschrieben, dass man bei Metallfarben aufpassen muss, da die sonst sehr stumpf und matt werden. Jaaaaaa....das stimmt. Ist mir mit einer Büste sehr aufgefallen, wobei ich das Glück hatte, dass es um Bronze ging und gerade die ein mattes Finish hat. Also, lange Rede kurzer Sinn. Bei Bronzefarbe ist der Ofen auch eine sehr gute Methode um der Farbe mehr Leben einzuhauchen.

Zu guter Letzt ist ein bisschen Grünspan auch sehr schön und man kann den in die Ecken und Ritzen malen. Einfach eine türkis-blaue Lasur anmachen und vorher auf einem Stück Plastik ausprobieren. Ich lege mir immer noch ein Stück Plastik mit dem Farbverlauf (z.B. Bronze hell-dunkel) an, um dann noch solche Dinge auszutesten, bevor ich sie auf die Figur klatsche!

Beste Grüße,

Werner
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Re: Griechischer Hoplit, ca. 450 v.Chr., 54mm

Beitrag von Werner001 am Di 26 Nov 2013, 22:34

So, hier mal ein paar neue Bilder nach dem Austrocknen der Bronzefarbe...







Grüße,

Werner
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Re: Griechischer Hoplit, ca. 450 v.Chr., 54mm

Beitrag von SibirianTiger am So 15 Dez 2013, 10:59

Boah, sieht echt der Hammer aus
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Re: Griechischer Hoplit, ca. 450 v.Chr., 54mm

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