Der lustige Modellbauer
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Gigant, Hai & Co.

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Gigant, Hai & Co.

Beitrag von Al.Schuch am Mo 10 Apr 2017, 14:00

Hallo.
Ich habe mal wieder in meiner Fotosammlung gewühlt und einige sehr interessante Bilder von Schiffshebekränen bei der Arbeit gefunden.
Diese mächtigen Dampfflusskräne wurden ( und werden) vorwiegend zur Wrackhebung genutzt.

Die folgenden Bilder stammen von meinem Dad, der damals öfter mit seinem Schlepper bei solchen Aktionen dabei war.
Da die Kräne sich nicht selbst fortbewegen konnten, waren mehrere Schlepper nötig,die sie zum Einsatzort brachten und dort in Position hielten.
Trotz einiger eigener schwerer Anker waren diese Ungetüme eben doch ein lebloser Klotz im Wasser und immer bestand die Gefahr, das die z.T. mächtige Strömung sie
abtrieben lies.
OK, schauen wir uns die Jungs mal bei der Arbeit zu.
Die folgenden Bilder stammen alle aus der Mitte der 1960er Jahre:


Mein Dad (1931-2013) an seinem Arbeitsplatz.Er steuert den Schlepper "Hans-Peter"

Der Hebekran "GIGANT" bei der Arbeit:





Ein Bild geballter Kraft. Diese Kräne hoben z.t. ganze Schiffe am Stück aus dem Wasser.
Es darf nicht vergessen werden, das die Rümpfe voll Wasser waren, was ihr Gewicht vervielfachte.
Wenn sie bereits etwas länger auf Grund lagen, sind sie teilweise eingesandet, was den Kraftaufwand beim Heben noch zusätzlich erhöhte.





Es ist schön zu sehen, wie weit er nach vorne absackt,als er den Havaristen vom Grund holt.
Man sieht gut den Haltedraht vom Schlepper, der ihn auf Position hällt.



Hier ist auch deutlich die starke Strömung bei der Bergung zu sehen.
Die Bilder wurden vorwiegend im Mittelrheintal nahe der Lorelei gemacht,einer der engsten Stellen des Flusses.
Gleichzeitig gab es in dem Bereich die meisten Schiffsunfälle.

...und hier sein "Kollege" der Kran "HAI"













Mein Dad und ich auf dem Maschinenhaus des Krans "Hai".



Nochmal Dad und ich. Man sieht auch gut die schweren Seil-und Ankerwinden des Hai`s.

Ein schönes Bild von der Schleppfahrt.


TREFFER, VERSENKT !!










Holländische Flusskräne bei der Arbeit.





Meine Wenigkeit an Bord eines Polizeibootes.


Ein gesunkener Seedampfer auf dem Isselmeer in Holland.




Das wars erstmal. ich hoffe, ihr habt Gefallen an den Bildern.
In Erinnerung an meinen Vater !!!
Gruß
Alex


Zuletzt von Jörg am Mo 10 Apr 2017, 19:12 bearbeitet; insgesamt 3-mal bearbeitet (Grund : Beitrag hier her verschoben!)

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Re: Gigant, Hai & Co.

Beitrag von Lützower am Mo 10 Apr 2017, 15:18

Hallo Alex,

danke für das Zeigen dieser interessanten Bilder.
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Re: Gigant, Hai & Co.

Beitrag von Figurbetont am Mo 10 Apr 2017, 16:12

Das waren schon Riesenbiester, diese Kräne und Bagger,
die bis in die siebziger Jahre auf Rhein und
Mosel gearbeitet haben.
Die Touristen haben haben Mund und Nase aufgesperrt
beim Anblick eines solchen Monsterteils.
Von meinem Schreibtischsessel in Koblenz hatte ich einen
tollen Blick auf den Rhein und die Festung Ehrenbreitstein in Koblenz.
Schöne Erinnerungen, lieber Alex, die du da bei mir mir geweckt hast.

liebe Grüße
vom Ossi Very Happy
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Re: Gigant, Hai & Co.

Beitrag von Jörg am Mo 10 Apr 2017, 19:17

Sehr interessante Aufnahmen aus erster Hand ... die dürften einigen Seltenheitswert haben, Alex! Cool

Herzlichen Dank für Deine Mühe ... Freundschaft


Gruß - Jörg - Wink
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Re: Gigant, Hai & Co.

Beitrag von OldieAndi am Mo 10 Apr 2017, 22:31

Hallo Alex,

das sind absolut beeindruckende Bilder, einfach toll! Danke dafür, dass Du sie uns hier zeigst.Cool

Ich frage mich, wie die die Gurte um die Rümpfe bekommen haben, um die Wracks heben zu können. Weißt Du etwas darüber?

Schöne Grüße
Andreas
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Re: Gigant, Hai & Co.

Beitrag von kaewwantha am Mo 10 Apr 2017, 23:55

Hallo Alex,
vielen Dank für das zeigen der Bilder.
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Re: Gigant, Hai & Co.

Beitrag von Al.Schuch am Di 11 Apr 2017, 00:12

Hallo Andreas.
Meines Wissens wurden sie von den beiden Enden her mit den Schleppern unter dem Rumpf hindurchgezogen,dann von Helmtauchern fixiert und danach über dem Schiff zurück an die Haken geführt.
Auf den Bildern des Giganten sieht man Männer an Bord des Wracks,die das wohl gerade kontrollieren.

So eine Hebung konnte durchaus ein paar Tage dauern, ansonsten hätte mein Vater kaum die Zeit gehabt, mit mir den Kran zu besuchen.
Nachts wurde nicht gearbeitet,ausser bei Explosionsgefahr, oder Säureladung etc.
Das Wrack wurde erneut gekennzeichnet, ein Wahrschauboot blieb bei ihm und der Kran wurde in der Nähe an einer geeigneten Stelle vertäut, oder zum nächsten Hafen gebracht.

In wenigen Stunden war das eben nicht zu machen, insbesondere,wenn das Wrack zerbrochen war, was oft vorkam.
Man sieht das sehr schön bei dem einen Bild des Giganten, auf dem er den vorderen Teil eines Frachtkahns am Haken hat.
War ein Hafen,oder gar eine Werft in der Nähe, wurde das Teil dorthin gebracht, ansonsten auf einem geeigneten Uferstück abgelegt und sogar dort zerteilt.
Meist waren auch zwei Hebeböcke vor Ort,man sieht es auf einigen Fotos,die die Teile manchmal sogar im Tandem abtransportierten.

Es gibt Bilder von den Neckarwiesen hier in Mannheim,einem recht breiten Uferstreifen nahe meiner Wohnung,wo sich nach dem Krieg die Wracks versenkter Frachtschiffe stapelten.
Da lagen z.t. Duzende von Wracks.
Der Fahrweg musste möglichst schnell wieder frei sein.
Das galt natürlich auch später.
Die Havaristen taten den Schiffern selten den Gefallen,am Ufer zu sinken, meist geschah das mitten im Fahrwasser.
Auch das kann man schön auf den Bildern beobachten.
Ich hoffe, ich konnte dir weiterhelfen.
Gruß
Alex

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