Der lustige Modellbauer
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Atlantikliner Normandie 1932.Fertig.

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Atlantikliner Normandie 1932.Fertig.

Beitrag von Gast am Fr 14 Nov 2008, 18:43

Hallo,zusammen.
Heute moechte ich euch wieder mit einem laengeren Baubericht "nerven" :D
Die Bilder und Textauszuege sind von Thorsten,mit freundlicher Genehmigung.
(Thorsten Totzke--lostliners.de)

Es wird die legendaere "Normandie" Stolz und auch Elend zugleich fuer die franzoesische Nordamerika-Linie.
Bevor ich zum Baubogen komme,erst einmal etwas ueber das Orginal:


(Bild:Sammlung Marion &Thomas Lehmann)

Am 29.Oktober 1932 lief auf der Bauwerft "Penhoet" in St.Nazaire einer der bemerkenswertesten Oceanliner vom Stapel:die Normandie der Compagnie Generale Transatlantique(CGT).
Selten hatte der Bau eines Passagierschiffes bereits im Vorfeld derartig die Gemueter Frankreichs beschaeftigt.
Murde doch mit diesem Megaliner nicht nur der Bau des bis dahin groeßte Schiff der Welt in Angriff genommen,sondern gleichzeitig ein Schiff konzipiert,dessen Form bahnbrechend,dessen Geschwindigkeit rekordtraechtig und dessen Ausstattung atemberaubend sein wuerde.
Schon desshalb gab es im Vorfeld Stimmen,die Bedenken anmeldeten,ob es in der Zeit der Weltwirtschaftskrise angebracht sei,ein derartiges Luxusschiff zu bauen.


(Bild:Sammlung Marion &Thomas Lehmann)

Fortsetzung folgt. :D


Zuletzt von Helmut Lubos am Mo 15 Dez 2008, 20:27 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet

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Re: Atlantikliner Normandie 1932.Fertig.

Beitrag von Gast am Fr 14 Nov 2008, 19:09

Danke Gerhard!
Aber vorerst texte ich euch noch ein wenig zu. :D

Und weiter Gehts:

Doch setzten sich Reederei und Werft durch und der gigantische Bau der Vertragsnummer T6 konnte im Januar 1931 beginnen.
Was nun mit stattlichen Subventionen in Hoehe von 60 Millionen Dollar auf den Hellingen der Pehoet-Werft entstand war etwas Einzigartiges.Aus ueber 160 verschiedenen Varianten entschied man sich fuer den Entwurf des russischen Fluechtlings Vlademir Yourkewitch,der bereits als junger Konstrukteur fuer die zaristische Marine Kriegsschiffe entworfen hatte.
Yourkewitch Entwurf basierte auf von mittschifs an spitz aufeinander zulaufende Linien.
Die Plattengaenge verjuengten sich nach vorn und achtern.


(Bild:co Marion &Thomas Lehmann)

Das Schiff bekahm einen stark geschwungenen Steven.Back und Vorschiff waren ausgebildet wie ein Walruecken,an dessen hinterem Ende ein V-foermiger Wellenbrecher stand.
Dahinter befanden sich die Winden und Spillkoepfe,die so geschickt gegen Wind und Wetter geschuetzt wurden.

Modelltest mit diesem Entwurf wurden im uebrigen in Hamburg durchgefuehrt.


(Bild:Sammlung Marion&Thomas Lehmann)

Das Schiff war so elegant,man koennte es auf Bildern beinahe fuer ein Modell halten.


Vor der Taufe gab es bereits etliche Geruechte,wie das Schiff,das offiziell zunaechsts nur nach der Baunummer T6 hieß,aber von der Presse bereits als "Super Ile De France" bezeichnet wurde,heißen soll.
Als Namen waren dabei "La Belle France","Maurice Chevalier","Jeane D`Arc","General Pershing","Pax Napoleon","Benjamin Franklin","Neptune","Lindbergh" oder aber "President Doumier"(dieser Name wurde einmal sogar oeffendlich angekuendigt.)im Gespraech.
Letztendlich entschied sich die Reederei jedoch fuer den Namen "Normandie".


Fortsetzung folgt. :D

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Re: Atlantikliner Normandie 1932.Fertig.

Beitrag von Gast am Fr 14 Nov 2008, 20:10

Danke John,schoen,das du dich auch eingefunden hast.

Nun geht es weiter mit meiner Zeitreise ueber das Schiff:

Am 29.Oktober 1932 war es nun soweit.
Ueber 200 000 Besucher saeumten das Ufer der Loire und der 27.657 t schwere Schiffsrumpf wartete darauf,auf der mit
42 t Seife und 2,5 t Fett geschmierten Helling dem nassen Element uebergeben zu werden.
Zwei Tage zuvor stand der Stapellauftermin noch in Frage,da ein schwerer Sturm ueber die Daecher von St.Nazaire fegte,doch rechtzeitig vorher legte sich der Wind,so das die Veranstalltung wie geplant stattfinden sollte.
Der franzoesische Staatspresident Lebrun unternahm zusammen mit seiner Frau,die als Taufpatin fungieren sollte,zunaechst noch einen Rundgang durch die Hellinganlage bevor der eigentliche Taufakt stattfinden sollte.
Um 15.00 Uhr war es dann so weit.Nach den obligatorischen Reden durchschnitt Madame Lebrun das Band und ließ unter den Klaengen der franzoesischen Nationalhymne "Marseilles" die Champagnerflasche am Bug der "Normandie2,dem euen Stolz der franzoesischen Handelsmarine zerspringen.
Der Schiffsrumpf des Giganten glitt nun in sein neues Element.
Nur hatte dabei niemand so richtig die wirkung beruecksichtigt,die eine solch giantische Masse im Wasser hervorruft.
Als Folge der ungeheuren Verdraengung und des Rueckstromes wurden die Zuschauer in Ufernaehe nahezu "weggeschwemmt" und standen bis zur Huefte im Wasser.
Danach wurde die "Normandie" zur weiteren Fertigstellung und Ausruestung wieder zur Werft geschleppt.


Bild:Sammlung Marion&Thomas Lehmann)
Eines der elegantesten Schiffe der Welt!

Die weiteren Arbeiten zogen sich dann bis zum 27,Maerz 1935 hin.Das Schiff haette wohl auch schon frueher fertig gestellt werden koennen,jedoch fuehrte die immer noch anhaltende wirtschaftliche Depression dazu,das man seitens der "CGT" dazu entschloss,den Liner erst zur Sommersaison 1935 einzusetzen.
Diese lange Zeitdauer wurde dazu genutzt,einen wahren Giganten zu schaffen,der an Eleganz und Luxus,seines Gleichen sucht.
Waehrend des letzten Jahres der Ausruestung quartierten sich dann die ranghoechsten Officiere,die spaeter Schluesselpositionen auf dem Schiff wahrnehmen sollten,in Penhoet ein,um die Fertigstellung der Arbeiten zu ueberwachen.


(Bild:Sammlung Marion&thomas Lehmann)
Die Bruecke der Normandie!

Es entstand letztlich ein 79.280 BRT großer Riese mit insgesammt drei Schornsteinen,von denen der hintere jedoch nur eine Atrappe war.
Mit 313,8m Laenge war die Normandie das erste Schiff,was die 1000Fuß-Grenze uebertraf.
Allein die Dreiton-Dampfpfeife am vorderen Schornstein wog 620 Pfund und jede der 4 Schrauben brachte es auf ein Gewicht von 23t.


fortsetzung folgt.. :D

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Re: Atlantikliner Normandie 1932.Fertig.

Beitrag von Gast am Fr 14 Nov 2008, 22:21

Nun,noch einen Absatz fuer heute:


(Bild:Sammlung Marion&Thomas Lehmann)
Der Speisesaal der ersten Klasse.

Fuer den Innenausbau zeichneten vier Innenarchitekten veratwortlich.
Piere Partout,der u.a. auch den Speisesaal der ersten Klasse der "Ille de France" gestalltete,und Roger Henri Expert waren ebenso
beteiligt wie Henri Pacon und Richard Bouwens van der Boijen,der ebenfalls fuer die "Ile de France" das Foyer entwarf.
Der Speisesaal erster Klasse der "Normandie" uebertraf sogar die Laenge des Spiegelsaales von Versailles und ist wohl heute noch als einzigartig zu bezeichnen.
Es gab nicht nur einen Kinosaal,sondern sogar eine richtige Theaterbuehne.

(Bild:Sammlung Marion&Thomas Lehmann)
Das Kinderspielzimmer.

Besonders geschickt war es auch,das Kinderspielzimmer der 1.Klasse in den ersten Schornstein zu integrieren.
(Anmerkung von mir: Die Kinder wurden natuerlich nicht "Verheizt" oder "verrauchert".Da die Konstrucktion der Schornsteine wie ein "umgedrehtes Y" aussah konnte der Zwischenraum der beiden Abgaskamine noch ausgenutzt werden.)

Auch die monumentalen Plastiken wurden sorgsam ausgewaehlt.
Eine riesige weibliche Skulptur mit der Bezeichnung "Friede" erhob sich ueber den Tisch des Kapitaens und eine ueber lebensgroße Skulptur mit namen "Normandie" des franzoesischen Kuenstlers Baudrys in Gestallt einer staemmigen mit einer Tunika bekleideten Baeuerin bekahm einen Standplatz ueber der Treppe des Rauchsalons 1.Klasse.
Dieses Meisterwerk existiert heute noch und steht heute noch vor dem "Fontainbleau-Hotel" in "Miami" und macht einen vom Abfall umgebenen Eindruck.
Es gab auch noch eine weitere Plastik in Form eines Meeresgottes.Diese wurde aber nie aufgestellt.Ihr Gewicht haette die Tragkraft des Promenadendecks,auf dem sie aufgestellt werden sollte,uebertroffen.
Nicht einmal bei der Jungfernfahrt war diese Skulptur an Bord,sondern sie verblieb auf einem Parkplatz in Le Havre,wo sie sich hoch ueber dem Parkplatz erhob.



Bild:Sammlung Marion&Thomas Lehmann)
Das Theater der Normandie.


Fortsetzung folgt... :D

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Re: Atlantikliner Normandie 1932.Fertig.

Beitrag von Gast am Sa 15 Nov 2008, 14:00

So,und weiter im Text:

Auf dem Sonnendeck wurden zwei Appartements de grand lux a`Terasse mit den Namen "Deauville" und "Trouville" eingebaut.
Diese bildeten die einzigen fuer Passagiere zugaenglichen Unterkuenfte auf diesem Deck.Sie bestanden jeweils aus vier Schlafzimmern,einem Salon,einem Speisezimmer und einer Kochnische.Zusaetzlich gab es noch zwei weitere Schlafzimmer,die offensichtlich zunaehst fuer Personal bestimmt waren.
Der Schifffahrtsgesellschaft wiederstrebte es aber offensichtlich,diese sehr schoenen Raeumlichkeiten als Dienstbotenzimmer zu bezeichnen,denn wenn die Suiten nicht belegt waren,gaben diese Studios,wie sie nungenannt wurden,wunderbare 1.Klasse Kabinen in einem sehr schoen abgeschiedenen und wenig frequentiertenBereich des Schiffes ab.
Natuerlich haetten die gut betuchten Passagiere es abgelehnt,stattliche Summen fuer eine Dienstbotenkabine hinzulegen.
Auch ein eigener Speisesahl fuer das Dienstpersonal neben dem Spielzimmer fuer Kinder wurde so nie auf den Plaenen,die fuer die Oeffendlichkeit bestimmt waren,eingezeichnet.


Der Salon der Normandie.
(Bild:Sammlung Marion&Thomas Lehmann)

Ueberall auf dem Schiff zeigte sich ausschließlich erste Quallitaet und hoechste handwerkliche Kunst.
Jedes Badezimmer der 1.Klasse besaß eine Frischwasserzufuhr und jede angrenzende Kabine hatte ein eigenes Dekor,wofuer ueber 400 Plaene ohne eine Wiederholung erforderlich waren.
Ein gutes utzend Kabinen wurde gaenzlich mit Stahl und Alluminium ausgekleidet und bildete somit ein Vorlaeufer der feuerfesten Perfektion,wie sie spaeter auf der United States betrieben wurde.


Die prachtvolle Kapelle bot ueber 100 Glaeubigen Platz.
(Bild:Sammlung Marion&Thomas Lehmann)

Es brauchte auch niemand auf geistigen Beistand verzichten.Auf dem Luxusliner existierte eine prachtvolle Kapelle,die insgesammt ueber 100 Glaeubigen Platz bot.
Selbst die Hunde genossen Luxus pur und waren in einer ovalen Hundehuette untergebracht,die in ihrer Ausfuehrung aehnlich dekoriert war,wie der Speisesaal der Kinder an Bord.Dieser war von Jean de Brunhoff gestalltet worden,der kleine Elefanten bauen ließ,die sich mit ihrem Ruessel am Schwanz des vorigen Elefanten festhielten und so eine lange Reihe bildeten.

Unter der Bruecke des Vorschiffes befand sich ein wintergarten,der in kraeftigen Gruentoenen gehalten war.In diesem Raum wurden exotische Voegel in Kaefigen gehalten und praechtige Marmorbecken mit fließenden Wasserfaelen rundeten das maerchenhafte Bild ab.


Die große Halle der Normandie.
(Bild:Sammlung Marin&Thoms Lehmann)


Am 5.Mai 1935 begannen dann die Probefahrten des Riesenliners vor Les Grenans an der Suedkueste der Bretagne,die bis zum 11.Mai 1935 andauerten.
Dabei erreichte die "Normandie" unter dem Kommando von Kapitaen Pugnet,dem Kommodore der CGT,ohne Probleme eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 31 Knoten.
Die Fischer dieser Region berichteten spaeter,daß das Schiff wie eine Moewe durch das Wasser glitt und dabei keine riesige Kielwelle hinter sich herzog,was alle Schaulustigen in Erstaunen versetzte.
Aber auch die Weltpresse und Vertreter anderer Schifffahrtsgesellschaften waren bei der als Werbekampagne genutzten Probefahrt dabei.
So hielten diese einige Sekunden den Atem an,als Kommodore Pugnet ohne Vorankuendigung eine nach Steuerbord durchgefuehrte "Notwende"
durchfuehren ließ.
Das Schiff machte eine scharfe Kehre und richtete sich anschließend sofort wieder auf.
Die Reporter waren von dieser Showeinlage tief beeindruckt und begeistert.Der englische Journalist A.C.Hardy schrieb spaeter:"Die Normandie ist das Bemerkenswerteste und luxurioeseste Schiff dieser Epoche."
Wieder zurueck von der hochzufriedenstellenden Probefahrt zeigte sich allerdings im Speisesaal ein chaotisches Bild.Sicherlich musste kistenweise neues Bordgeschirr angeschafft werden.Durch die Uebung ging ein betraechtlicher Teil davon kaputt.
Aber,das duerfte fuer die Reederei sicherlich zu verschmerzen gewesen sein,hatte man die Welt doch fuer ihren Teil im Moment beeindruckt und das zaehlte in jenen Tagen.




Luxus in einer Der Hallen.
(Bild:Marion&Thomas Lehmann)


fortsetzung folgt... :D

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Re: Atlantikliner Normandie 1932.Fertig.

Beitrag von Gast am Sa 15 Nov 2008, 17:27

Na,dann werd ich euren Hunger noch ein wenig steigern und mit Fakten und Geschichtchen ueber das Schiff Fuettern. :D



Die Normandie laeuft auf ihrer Jungfernfahrt in New York ein.
Bild:sammlung Marion&Thomas Lehmann


Ende Mai 1935 war es dann soweit.Die "Normandie" traf in Le Havre ein und ruestete sich zu ihrer Jungfernfahrt.
Am 25.Mai 1935 erfolgte ein letzter Test und dann stieg die Spannung.Wird es der Normandie gelingen,auf Anhieb das begehrte "blaue Band" des Nordatlantik zu erringen?
Die Normandie war jedoch zu diesem Zeitpunkt immer noch nicht vollstaendig fertig gestellt.Es fehlten in einigen Kabinen die Betten,die Klemptnerarbeiten waren noch nicht abgeschlossen und diegesammte Außenflaeche des Riesenliners brauchte bis zur Jungfernfahrt einen erneuten Anstrich.Drei Tage vor dem Auslaufen des Schiffes hatte man prachtvolle Gala-abende angesetzt,bei der die Creme de la Creme der franzoesischen Gesellschaft zufrieden gestellt werden sollte.Einige Mitglieder des Balettes der Pariser Oper sollten zur Unterhaltung am Letzten Abend vor dem Auslaufen beitragen.
Auch eine Komoedie von "Francoise de Croisset" sollte spaeter noch zur Auffuehrung kommen.


Theater-Auffuehrung an Bord.
(Bild:Sammlung Marion&Thomas Lehmann)

Die Kuenstler begaben sich an Bord,um fuer den anstehenden Abendauftritt zu proben.
Daher brach doch langsam eine betriebsame Hektik aus,denn viele Dinge an Bord waren immer noch nicht fertig gestellt.So gab es in einigen Kabinen der 1.Klasse immer noch kein fließend Wasser.die Handwerker hatten immer noch reichlich zu tun und die teward hielten Kruege bereit,um sie fuer die Uebernachtungsgaeste in die Kabinen zu bringen.
Selbst die Kabine von Madame Lebrun,die an der Jungfernfahrt der "Normandie" teilnahm,glich am Morgen des 28,Mai 1935,dem Tag der Abfahrt,noch einem Schlachtfeld.
Es wurde bis zuletzt fieberhaft gearbeitet,um alles bis zum auslaufen des Schiffes fertig zu haben.


Das Schwimmbad.
(Bild:Sammlung Marion&Zhomas Lehmann)

Es muss schon ein lustiges und ungewoehnliches Bild gewesen sein,wie die Installateure in ihren Blaumaennern zwischen dieser hochelegant gekleideten Gesellschaft schwitzend und mit Werkzeug bewaffnet,welches auf den schoenen Teppichen ausgebreitet wurde,arbeiteten.
Diese Widrigkeiten hielten jedoch Madam Lebrun und ihren Mann,den franzoesischen Staatspresidenten,nicht davon ab,die nacht nicht in einem Hotel an Land,sondern an Bord der "Normandie" zu verbringen.
Trotz diese turbulenten Tage,waren die Veranstalltungen ein voller Erfolg.
Waehrend dieser aufregenden Zeit wurde im Uebrigen auch der "Gare Maritim" von "LE Havre" durch Staatspresident Lebrun eingeweiht.


Ein weiterer Blick in die Hallen der "Normandie".
(Bild:Sammlung Marion&Thomas Lehmann)



Fortsetzung folgt... :D

( :D im uebrigen habt ihr es bald geschafft,ich bin jetz genau bei der Haelfte der Geschichte.
Muss auch mal zwischenzeitig ein "paeuschen machen,tippe das ganze manuell ein. :D )

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Re: Atlantikliner Normandie 1932.Fertig.

Beitrag von Gast am Sa 15 Nov 2008, 18:36

Gut,Peter.
Dann kanns weiter gehen,Pause beendet:


Doch dann am 29.Mai 1935,begann die lang ersehnte Jungfernfahrt.Üeber 50 000 Schaulustige bestaunten die Abfahrt des neuen Riesendampfers.Bereits auf der Jungfernfahrt machten sich jedoch Vibrationen bemerkbar,die das Schiff kraeftig durchschuettelten.
Auch die Kabine von Madam Lebrun war davon betroffen.sie soll sich aber nichts anmerken lassen haben.Einige Kabinen mussten allerdings evakuiert werden,da die Vibrationen zu heftig waren.Am 3.Juni 1935 um 11.00 Uhr passierte die "Normandie das "Ambrose Lightship".Damit war klar,das die "Normandie",angetrieben von ihren 4 Zoelly-Turbinen mit 9 Penhoet-Kesseln(Oelbrenner),die eine Leistung von
"165.000 PS" ermoeglichten,de italiaenischen "Rex" das Blaue Band entrissen hatte.
Der Turboelektrische antrieb,der bei der Normandie zum Ersten Mal bei einem Schiff ueber 22.000BRT genutzt wurde,brachte den Luxusliner auf eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 29,98 Knoten.
Obwohl die Reederei im vorfeld der Reise stets bestritten hatte,auf das "blaue Band" aus gewesen zu sein,wurde aus dem Safe des Zahlmeisters,Schatullen mit Ehrenmedaillen hervorgezaubert,auf der Schiffsname und das Datum eigraviert waren und die sinnigerweise an einem blauen Band baumelten.
Diese wurden an die Passagiere verteilt.


Das blaue Band am hinteren Mast zeugt fuer den Triumph der Franzosen.
(Bild:Sammlung Marion6Thomas Lehmann)

Doch damit nicht genug.Am Topp des Achtermastes wurde ein 30 Meter(fuer jeden Knoten Geschwindigkeit ein Meter!)langer dunkelblaur Wimpel entrollt,der bereits in "Le Havre" genaeht wurde.
Der Empfang in New York war ueberwaeltigend.Unzaehlige Schiffe und Boote begleiteten das Riesenschiff,wie es den Hudson hinaufglitt und Feuerloeschboote jagten Wasserfrotainen in die Luft.
Viele New Yorker standen an dem Ufer und ließen sich dieses Schauspiel nicht entgehen.
10 Schlepper schließlich zogen die stolze "Normandie" nun an den neugebauten "West 50th Street-Terminal".
Dabei waren zwei Anlaeufe noetig.Beim ersten Versuch haette es beinahe eine Kollision mit der Kaimauer gegeben.
Ein Zuschauer musste sogar beiseite springen,da er sonst von dem ueberstehenden Bug der "Normandie" erwischt worden waehre.
( :D Kleine Anmerkung meinerseits:"schon merkwuerdig,stelle mir in dem Zusammenhang einen Unfallbericht vor--Ueberfahren von Luxusliner.)
Die "Normandie war das erste Schiff,das diese Anlagen nun benutzte.



Die Heckansicht der "Normandie"
(Bild:Sammlung Marion&Thomas Lehmann)


Die naechsten Tage hatten die Buerger von New York die Moeglichkeit,den neuen Superliner zu besichtigen.Bereits am ersten Tag nutzten 9200 Besucher diese Chance.
Bis zum naechsten Auslaufen des Schiffes sollten es 27891 Personen gewesen sein,die die "Normandie" auf einem ca.40 minuetigem Rundgang ihre Refferenz erwiesen.
Auch die Rueckfahrt war ein voller Erfolg,zumal es auch au dieser Fahrt bei einer Geschwindigkeit von 30,31 Knoten einen neuen Rekord zu bestaunen gab.


Die Turbine der Normandie.
(Bild:Sammlung Marion&Thomas Lehmann)


Fortsetzung folgt... :D

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Re: Atlantikliner Normandie 1932.Fertig.

Beitrag von Gast am Sa 15 Nov 2008, 18:39

Helmut,auf den Baubogen und die Dimensionen des Modells werde ich gegen Ende meines "Geschichtsunterrichtes"noch eingehen. :D
Bis dahin must du dich,wie alle anderen noch gedulden.
Ich kann dir aber verraten,das es in etwa die gleiche Groeße wird,wie die "France",welche ich schon bei "Bauberichte" eingestellt habe.
Auch der Verlag und herausgeber ist der Selbe. :D

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Re: Atlantikliner Normandie 1932.Fertig.

Beitrag von Gast am So 16 Nov 2008, 13:39

Hallo,zusammen.
Nachdem ich mich durch die neuen Beitraege von euch "durchgekaempft" habe. Beifall
Werde ich die Gelegenheit nutzen und hier weiter schreiben.:

Nachdem Die "Normandie" von ihrer Jungfernfahrt zurueckkehrte,begannen im Winter 1935/36 weitere Umbaumassnahmen und Veraenderungen.
Die Vibrationen mussten behoben werden.
Also,wurde der Rumpf noch einmal verstaerkt und es wurden neue Propeller eingesetzt.
Nun ueberschritt die "Normandie" auch die Grenze von 80.000 BRT in der Groeße.
Sie wurde jetzt mit 83.423 BRT vermessen und war damit bis 1940 das groeßte Schiff der Welt.
Das Problem mit den Vibrationen war geloest.Spaeter sollte es sich aber herausstellen,das die Rumpfverstaerkungen ueberfluessig waren.
Als nach dem Verlust eines der neuen Propeller,der alte Satz Schiffsschrauben in einer Nacht- und Nebel-Aktion wieder angebracht wurden,traten bei der darauf folgenden Fahrt wieder die gleichen Vibrationsprobleme auf.Sobald die Propeller wieder gewechselt worden waren,sind auch die Vibrationen nicht mehr vorhanden gewesen.Also,ein Fehler des ersten Propellersatzes.

Die Normandie wurde nun ueberwiegend im Liniendienst Le Havre-New York eingesetzt.
Insgesammt unternahm siein ihrer Karriere 139 Fahrten.Auch eine Kreuzfahrt war darunter.
Die Normandie unternahm am 5.Februar 1938 eine Reise New York-Suedamerika und lief dabei unter anderem Nassau,Trinidad,Rio deJaneiro und Martinique an.
Im Liniendienst konnte die "Normandie" das "blaue Band" noch bis 1936 verteidigen.Dann wurde es ihr von der "Queen Mary" abgenommen.
Ein Jahr spaeter,im Juli 1937 konte sie es kurzfristig mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 30,58 Knoten fuer die Ost-West-Route und im August 1937 mit 31,20 Knoten fuer die West-Ost-Passage zurueckgewinnen um es dann erneut an die "Queen Mary" zu verlieren.
Zwischen diesen beiden Schiffen gab es einen staendigen Wettkampf um diese Trophaee.


Der Eingang zum Rauchsalon.


Das Schlafzimmer eines der Luxuskabinen.
(Bilder:Sammlung Marion&Thomas Lehmann)


Fortsetzung folgt.. :D

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Re: Atlantikliner Normandie 1932.Fertig.

Beitrag von Gast am So 16 Nov 2008, 17:07

Hallo,Joe.
Nun,mit Inneneinrichtung,das waere natuerlich die Kroenung.Aber,bei einem Papiermodell in der Groeße nicht zu realisieren.Es sei denn,ich haette die Fingerfertigkeit wie Mike oder unseres Nuernberge Helmut,oder wie der Elger oder unser Adnares.

Aber nun weiter,da du von Inneneinrichtung sprichst,geht es weiter:



Die Blumenhalle.
(Bild:Sammlung Marion&Thomas Lehmann)

Am 22.Juni 1936 gab es fuer die "Normandie" ungewoehnlichen Besuch!
Ein Flugzeug der britischen Marine umkreiste den Liner und der Pilot war wohl etwas zu neugierig.Die Maschine flog so tief und so dicht an die "Normandie" heran,das sich eine Tragflaeche an einem Krankabel der "Normandie" verfing und das Flugzeug auf dem Bug notlanden musste.
Es ging nun folgendes Geruecht um:Als der Pilot erfuhr,das sein Flugzeug bis Le Havre mitreisen muesse,soll er darum gebeten haben,auch mitgenommen zu werden,da er sich vor seinem Vorgesetzten fuerchte.
Im Fruehjahr 1938 kam es dann zur sogenannten "Hummerfahrt" auf der "Normandie".
Durch einen Uebertragungsfehler bei der telegraphischen Bestellung der Vorraete wurde vom Versorgungsagenten in New York irrtuemlich die 12-fache Menge an Hummer geordert.
Da die ortsansaessigen Fischer und Lieferanten die zu viel gelieferte Menge an Hummer nicht zuruecknehmen wollten,gab es auf dieser Reise fuer die Passagiere nun taeglich Hummer in allen erdenklichen Variationen.


Viele Beruehmtheiten machten in dieser Zeit ihre Transatlantikreisen mit diesem eleganten Schiff.
Hierzu gehoerten nicht nur der Schauspieler "Lawrence Oliver" und der "Stardirigent "Arturo Toscanini",der bekanntlich vor der Machtuebergreifung der Nationalsozialisten ueberwiegend mit den deutschen Schiffen "Bremen" und "Europa" reiste,aber danach kein deutsches Schiff mehr betrat,sondern u.a. auch die Filmstars "Marlene Dietrich" und "Cary Grant".



von links nach rechts:
die Normandie,Queen Mary und Queen Elisabeth.
Die drei groeßten Schiffe der Welt,liegen 1941 im Hafen von New York.

(Bild:Sammlung Marion&Thomas Lehmann)


Fortsetzung folgt.. :D

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Re: Atlantikliner Normandie 1932.Fertig.

Beitrag von Gast am So 16 Nov 2008, 17:50

Doch dann zog drohend das Gespenst des zweiten Weltkrieges auf.
Am 16.August 1939 unternahm die "Normandie" ihre letzte Fahrt von New York nach Le Havre.Am 28.August 1939 erreichte sie dann wieder New York und wurde dort nach Kriegsbeginn aufgelegt.Nun lag der Liner zunaechst mit der ebenfalls aufgelegten "Ile de France" in New York.
CA 200 Besatzungsmitglieder Kuemmerten sich um beide Schiffe.
Nach und nach trafen immer mehr große Ozeanliner der Alliierten in New York ein.
Schließlich lagen mit der "Normandie",der "Queen Mry" und der "Qeen Elisabeth" die drei groeßten Passagierschiffe der Welt nebeneinander.
Nach dem Kriegseintritt der USA wurde die Normandie am 12.Dezember 1941 von der amerikanischen Seebehoerde beschlagnahmt.Vier Tage spaeter,am 16.Dezember 1941 wurde die franzoesische Trikolore entgueltig eingezogen und das Riesenschiff der US-Navy uebergeben.
Nur wenig spaeter erhielt der ehemalige Luxusliner seinen neuen Namen.
Neben der eher nuechternen Schiffsnummer:"AP 53" wurde er nach dem franzoesischen General "LAFeyette",der im amerikanischen Unabhaengigkeitskrieg auf Seite "Georg Washingtons" fuer Amerikas Freiheit gekaempft hat,benannt.
Sicherlich ein wuerdiger Name fuer ein Schiff,welches franzoesischen Ursprungs war und nun fuer die Vereinigten Staaten von Amerika in den Krieg ziehen sollte.
Es war naemlich vorgesehen,das die ehemalige "Normandie" als Truppentransporter eingesetzt werden sollte.
Aus diesem Grund wurden nun am 24.Dezember 1941 die Umbauarbeiten an die Firma"RobinsDD&Repair Inc. vergeben.
Da kein Trockendock in New York groß genug war,dieses Schiff aufzunehmen,verblieb es an Ort und Stelle.Es erfolgte nun der Umbau.
Dabei wurden auch die wunderbaren Kunstschaetze der Normandie von Bord geschafft.
So befinden sich die Tueren des Speisesaales der 1.Klasse immer noch in der "Our Lady of Lebanon Church" in Brooklyn!


Am 15.Januar 1942 uebernahm das "War Department" das Schiff,um weitere Ausruestung voranzutreiben.Es war vorgesehen,den Truppentransporter "Lafayette" innerhalb der naechsten 28 Tage vollstaendig auszuruesten und einsatzbereit zu machen.
Am 6.Februar 1942 wurde berichtet,das der ehemalige Luxusliner am 28.Februar fertiggestellt sein sollte.
Am 7.Februar 1942 wurde angefragt,ob das Schiff bis zum 14.Februar so weit sei,das es ins Trockendock nach Bosten gehen koenne.
Doch dazu sollte es nicht mehr kommen.


Fortsetzung folgt... :D

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Re: Atlantikliner Normandie 1932.Fertig.

Beitrag von Gast am So 16 Nov 2008, 18:17

Am 9.Februar 1942 wurde bereits begonnen,Ausruestung an Bord des Schiffes zu bringen.
Unter anderem wurden !1140" Leinensaecke mit "Kapokschwimmwesten auf dem Promenadendeck gelagert,auf dem zu diesem Zeitpunkt noch Schweißarbeiten durchgefuehrt wurden.
Dabei kahm es zur Katastrophe!
Funkenflug setzte die dort gelagerten Schwimmwesten in Brand und wie in so vielen Faellen,schafften Unvermoegen und Pech,das aus einem relativ kleinen Brand ein großes Feuerunglueck entstand!
Es war wie in einem Slapstickfilm.
Ein Arbeiter stolperte mit einem Wassereimer,ein Vorarbeiter suchte verzweifelt einen Schlauch,fand ihn auch,um dann festzustellen,das der Wasserdruck nicht ausreichte und ein weiterer Arbeiter stuerzte mit einem Feuerloescher zum Brandort um festzustellen,das er den Loescher nicht bedienen konnte!
Jetzt raechte sich auch,das die Feuerschutzpatrouillen durch die US-Kuestenwache mit uebernommen wurde!
Diese Gruppen bestanden nun naemlich nicht mehr aus Zwanzig Mann,wie es bei der CGT ueblich war,sondern waren nur noch Acht Mann stark.
Darueber hinaus hatten die Feuerstationen an Bord keine Verbindung mit den Stellen an Land.
So konnte sich der Brand zunaechst kaum behindert,ausweiten.
Als erste Einheit war das Feuerloeschboot "James Duane" am Brandort und versuchte die Flammen einzudaemmen.
Waehrenddessen wurde die "Lafayette" eiligst evakuiert.


Verzweifelte Menschen auf dem Bug der brennenden "Normandie".
(Bild:Sammlung Rainer Pachauer)


Fortsetzung folgt... Traurig 1

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Re: Atlantikliner Normandie 1932.Fertig.

Beitrag von Gast am So 16 Nov 2008, 19:42

Trotz der Evakuierung waren 1 Toter und 250 Verletzte unter den Arbeitern zu beklagen.
Nun Trafen immer mehr Einheiten der New Yorker Feuerwehr ein.
Dazu pumpten 12 Feuerloeschboote staendig Wasser in das Schiff,um der Flammen Herr zu werden.Dabei bemerkte man zunaechst nicht die Gefahr,die dadurch heraufbeschworen wurde.
Durch die Unmengen an Loeschwasser wurde das Riesenschiff wegen der Schwerpunktverlagerung instabil und bekahm mehr und mehr Schraeglage.


Die Normandie brennt.
(Bild:Sammlung Reiner Pachauer.)

Die Loesung des Problems waere eine gleichmaeßige Flutung des Schiffes gewesen.Auch der anwesende Konstrukteur der "Normandie" Vladimir Yourkewitch machte diesen Vorschlag.Er war sogar bereit selbst auf das brennende Schiff zu gehen,doch die Verantwortlichen lehnten ab,da die Gefahr fuer Leib und Leben zu groß war.
So passierte jetzt,was geschehen musste.
Am 10.Februar 1942 um 2.45 Uhr kenterte der stolze Truppentransporter "Lafayette" im New Yorker Hafen und blieb wie ein gigantischer gestrandeter Wal Liegen.


(Bild.Sammlung Reiner Pachauer)

Er bildete danach fuer ueber ein Jahr einen traurigen Anblick im Hafen von New York.Erst im Sommer 1943 wurde damit begonnen,den ehemaligen Liner wieder aufzurichten.
Dazu war es erforderlich,die Aufbauten bis zum Promenadendeck abzutragen und zu verschrotten.


Die Normandie waerend des Aufrichtens im New Yorker Hafen.
(Bild:Sammlung Reiner Pachauer)

Die Aufrichtung des Wracks gelang dann am 7.August 1943.
Ab dem 13.September 1943 wurde damit begonnen,die "Lafayette" zu heben.Die Arbeiten wurden von der Bergungsfirma "Merrit-Chapman&Scott" durchgefuehrt und konnten erst am 27.10.1943 abgeschlossen werden.
Das Schiff wurde anschließend wieder der Navy uebergeben und am 3.November 1943 von 15 Schleppern zum "Brooklyn Navy Yards Erie Basin" geschleppt.
Was sollte nun mit dem Wrack geschehen?


Die Ueberreste der "Normandie" liegen im Hafenbecken.
(Bild:Sammlung Reiner Pachauer)

Zunaechst gab es Ueberlegungen,das Schiff zu einem Flugzeugtraeger umzubauen.Dieses Projekt wurde dann aber eingestellt.
Obwohl die Lafayette" niemals repariert wurde,blieb sie zunaechst offiziell in den Listen der US-Navy.
Sie wurde erst am 11.Mai 1945 daraus gestrichen.
Jetzt bot man der CGT an,ihr ehemaliges Schiff zurueck zu nehmen!
Doch die Reederei lehnte dankend ab.
Sie entschied sich lieber dafuer,die ehemalige "Europa" des"Norddeutschen Lloyds" als Kriegsbeute und Entschaedigung zu uebernehmen und stellte diese spaeter als "Liberte" in Dienst.

So wurde jetzt auch das letzte Kapitel im Leben der "Normandie" eingelaeutet.
Am 3.Oktober 1946 verkaufte die "US-Maritim-Commission" das Schiff fuer 161000 $ zur Verschrottung an die "Lipsett Inc." aus "Port Newark".
Das Wrack erhaellt fuer die Ueberfuehrungsfahrt noch einmal einen inoffiziellen Namen.
Mit großen Lettern wird "Lipsett" auf den Rumpf gemalt.
Kaum in Newark angekommen,wird der ehemalige Transatlantikliner verschrottet.
So endet das kurze Leben eines der Wohl interessantesten Luxusliner der Welt!


Die Normandie.

(Bildt: Sammlung Thorsten Totzke)


Und damit beginnt beim naechsten Beitrag auch der Neu Bau dieses Schiffes als Papiermodell.
Ich danke allen,die bisher so aufmerksam und vor allem geduldig diesen Bericht mit verfolgt haben.

Mein besonderer Dank gilt Thorsten Totzke,ohne dessen freundliche Genehmigung ich dies alles nicht schreiben haette koennen.Desshalb hier noch einmal mein Verweis auf seine Seite:Lostliner.de,die Eine Quelle des Wissens und der Recherche ist,an der Thorsten schon seit Jahren arbeitet und sie immer wieder aktualisiert!

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Re: Atlantikliner Normandie 1932.Fertig.

Beitrag von Gast am So 16 Nov 2008, 21:01

Hallo,Gerhard,hallo,Helmut:Danke schoen fuer euer Lob!
Bis jetzt war es erst eine Fleißarbeit an der Tastatur.Jetzt faengt die Arbeit mit der Schere an.
Morgen kann ich schon die ersten Bilder einiger Einzelteile presentieren.

Das Schoene dabei ist,wenn die Geschichte eines Schiffes oder anderer Objekte selbst eingetippt wird,bleibt selbst einiges im Gedaechtniss haengen,was schon vergessen war.
So mach ich mir doch Gedanken darueber,ob dieses sogenannte "Unglueck" nicht absichtlich inszeniert wurde.Oder ob es einfach "Bloedheit" der Hafenarbeiter war.
Die Franzosen sind ja,was ihre Schiffe und ihre Macht auf den Meeren betrifft,hart ins Hintertreffen geraten.Mir faellt da beispielsweise die Vernichtung der großen Schlachtschiffe der franzoesischen Marine im afrikanischen Hafen ein,der ja durch "befreundete" Alliierte" geschehen ist.

Aber,ich denke mal,das sind wieder rein philosophische Verwinkelungen bei mir. :lol:


Zuletzt von Helmut Lubos am So 16 Nov 2008, 21:14 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet

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Re: Atlantikliner Normandie 1932.Fertig.

Beitrag von Gerhard am So 16 Nov 2008, 21:08

Ja Helmut,

Auch Oradur, so hieß der nordafrikanische Hafen, war eine große Tragödie.
Aber stell Dir vor, diese Schiffe wären den Deutschen unversehrt in die Hände gefallen.....

Die damalige Vichy-Regierung unter dem ehemaligen Generalfeldmarschall Pétain ließ auch Plakate drucken, mit der Aufschrift: "N'oubliez pas Oradur". Auf Deutsch: "vergesst Oradur nicht".
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Re: Atlantikliner Normandie 1932.Fertig.

Beitrag von Gast am So 16 Nov 2008, 21:17

Gerhard,danke.Alles kann man nicht im Kopf behalten.
Du hast schon Recht.Wenn diese Kampfschiffe den Nazis zur Verfuegung gestanden haetten,dann saehe es anders aus.
Nur,es ist leider sehr unmenschlich gewesen,die Franzoesischen Marinesoldaten dafuer zu opfern.Ich bin sicher,es waere auch mit einer Blokade gegangen.

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Re: Atlantikliner Normandie 1932.Fertig.

Beitrag von Gerhard am So 16 Nov 2008, 21:22

Dies hatten die Briten ja zuerst versucht, aber die Franzosen griffen mit den Einheiten sofort an, die auslaufbereit waren - und das waren zwei Zerstörer, die jedoch nichts ausrichten konnten. Und dann gab es eben dieses Scheibenschießen auf gerade Dampf machende französische Schlachtschiffe.
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Re: Atlantikliner Normandie 1932.Fertig.

Beitrag von Gast am Mo 17 Nov 2008, 13:00

Danke schoen,Joe!
Nun gehts aber weiter mit der Vorstellung.

Den Herausgeber und Verleger hab ich schon bei der "France" bekannt gegeben,desshalb an dieser Stelle nur das Vorschau- und Titelbild.
Das Schiff hatte eine Laenge von 305 Metern,das Modell ist 61 cm lang.
Somit ergibt sich ein Maßstab von 1:500.


ebenso,zwei der Begleitbider des Bauplans.




Das Modell wird in etwa 61cm lang.
Hier die schon ausgeschnittenen Teile des einfachen Spantenaufbaues.


Diese Teile muessen alle noch mit 0.5mm Pappe verstaerkt werden,damit das Modell etwas an Festigkeit gewinnt.
Da werd ich nun noch eine Weile beschaeftigt sein. :D


Zuletzt von Helmut Lubos am Di 18 Nov 2008, 19:37 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet

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Re: Atlantikliner Normandie 1932.Fertig.

Beitrag von Gast am Di 18 Nov 2008, 09:46

Hey,ihr Witzbolde. Roofl
Wenn ich das Schiff in 1:100 bauen taete oder noch groeßer,dann waehre es machbar!
Sogar bei 1:250 ließe sich das ein oder andere machen.
Aber,nicht hier!
1:500,da bin ich froh,wenn ich die Klebelaschen von den Beibooten noch erkenne! :lol:
Da kann mir nur noch ein "Futzelkoenig wie der Felix helfen.Oder der Olli,der ist auch so ein Micromodeller!


Zuletzt von Helmut Lubos am Di 18 Nov 2008, 19:35 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet

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Re: Atlantikliner Normandie 1932.Fertig.

Beitrag von Gast am Di 18 Nov 2008, 19:56

Nun,das Problem mit der Inneneinrichtung hab ich geloest.
Ich werde die Einzelteile aus speziellem Papier herstellen.
Hier schon mal eine Kostprobe.


Wir sehen die Grundplatte und einige angeklebte Spanten.
Davor ein paar Hilfswinkel.
In den Hilfswinkel sind die einzelnen Fahrstuhlschaechte verborgen und hinter dem zweiten Spant sind auch die Kessel und Feuerungsanlage der Maschinen zu erkennen.
Im Hohlraum davor die Oelbunker.Waerend der hintere Laderaum,wie man ja sieht,fuer die anderen Gueter reserviert ist.
Ein Stockwerk uber Laderaum XYZ befindet sich die Waescherei,wo auch schon fleißig gebuegelt wird.

Wie?Ihr seht nichts?
Tja,ich sagte doch :"ein spezielles Papier"!
Hab ich ueber Umwege vom amerikanischen Geheimdienst bekommen.Und der hat es dem KGB stibitzt.
Voellig unsichtbar,federleicht und die Gegenstaende,die daraus gestalltet werden werfen auch keine Schatten bei Lichteinstrahlung.
Genial was? :lol: Nix wie weg

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Re: Atlantikliner Normandie 1932.Fertig.

Beitrag von Gast am Mi 19 Nov 2008, 09:56

Helmut ( Mod ), ich glaube das war bei meiner Europa. 85 Liegestühle waren das und das auch noch in verschiedenen Farben.
Da fällt mir ein, hat jemand die Europa von WHV noch ungebaut im Schrank liegen?
Joe

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Re: Atlantikliner Normandie 1932.Fertig.

Beitrag von Gast am Mi 19 Nov 2008, 11:25

Joe,genau,jetzt faellt es mir wieder ein!
Du warst das,mit den Liegestuehlen!
Und,das hat mir damals richtig gut gefallen!

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Re: Atlantikliner Normandie 1932.Fertig.

Beitrag von Gast am Mi 19 Nov 2008, 18:03

Hallo,zusammen.
Heute ist mal,nach allem Phantasygeschreibsel meinerseits,ein kleiner Vortschritt im Bau zu verzeichnen.
Nachdem das Grundgerippe durchgetrocknet ist und alle Biegungen verschwunden sind,habe ich heute das "Kleid" :D uebergezogen.
Also,der Rumpf ist ausgeschnitten und an die Bodenplatte und die Hilfsspanten angeklebt.



auch die Bug und Heckparti sind gleich mit eingeklebt worden,damit dem Ganze ein wenig mehr Halt gegeben wird.
Ich hab mich zwar bemueht,nicht so viele Dellen zu produzieren,aber ganz "knitterfrei" ist es auch diesmal nicht gegangen.



Wie Gerhard aber schon Schrieb:"ein Schiff ohne Dellen,ist ein Schiff ohne Leben."
Damit kann ich auch leben.

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Re: Atlantikliner Normandie 1932.Fertig.

Beitrag von Gast am Do 20 Nov 2008, 21:54

Hallo,zusammen.
Trotz Computerwurschtelei und Skypgespraechen,ein kleiner Fortschritt ist heute zu zeigen.
Die Relings an den hinteren Sonnendecks sind dran.
Da ist auch schoen zu erkennen,das die Passagiere,die diese Luxussuiten gebucht hatten sehr unter sich waren und die Seereise fast wie zuhause am heimischen Balcon oder Terasse genießen konnten.



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Re: Atlantikliner Normandie 1932.Fertig.

Beitrag von Gast am Fr 21 Nov 2008, 09:34

Ich danke euch.
Mir ist aber jetzt aufgefallen,das ich die Reling am Abschluss krumm und schief angeklebt habe.Da muss ich noch was abschneiden.

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Re: Atlantikliner Normandie 1932.Fertig.

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