Der lustige Modellbauer
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BR 75.5 - sächs. XIV HT

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Beitrag von lok1414 Mi 04 Jan 2023, 19:05

Von 1911 bis 1921 wurden dann in drei Serien insgesamt 106 Lokomotiven von den Kgl. Sächsischen Staatseisenbahnen in Dienst gestellt. Eingesetzt wurden die Lokomotiven nicht nur vor Vorortzügen, sondern vor allen Arten von Reisezügen auf den Neben- und Hauptstrecken in den sächsischen Mittelgebirgen.

Nach dem Ersten Weltkrieg musste ein Teil der Lokomotiven entsprechend den Bestimmungen des Versailler Vertrages als Reparationsleistung abgetreten werden. Die neu gegründete Deutsche Reichsbahn nur noch 83 Lokomotiven in ihren Bestand einreihen, welche sie ab 1925 in die Baureihe 75.5 einordnete.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges verblieben bei der Deutschen Reichsbahn (DDR) 88 Lokomotiven. Darunter befanden sich auch einige Fahrzeuge, die 1918 an Polen und Frankreich abgegeben worden waren. 1968 waren noch 25 Maschinen im Betriebsbestand, die aber bald abgestellt wurden. Im Umbezeichnungsplan für die Einführung der EDV-Nummern waren die Maschinen der Reihe 75.5 noch enthalten, doch erhielten sie keine neuen Nummern mehr.


Fa. Piko hatte der Baureihe 75.5 schon früh ein Denkmal gesetzt.
Aus wirtschaftlichen und ökonomischen Gründen ging Fa. Piko einen Kompromiss ein und setzte das gut gemachte Gehäuse auf das vorhandene Modellfahrwerk der BR24. Sah etwas seltsam aus, war aber besser als nichts. In den Heften des "Modelleisenbahners" des DMV/DDR gab es verschiedene Umbau-Vorschläge für den Modellbahner. Erst als Fa. Gützold das Modell in den 2010er Jahren neu auflegte bekam die Lok das richtige Fahrwerk.


Auch ich habe einen Umbau der ex PIKO BR 75.5 in 2021 realisiert und dem Gehäuse ein verbessertes Fahrwerk spendiert. Frei nach der Maxime: "Kennst Du einen Umbau, kennst Du alle" habe ich mich an die Hinweise aus den Forum gehalten und bringe keinen Baubericht sondern zeige nur noch das fertige Ergebnis ohne weiteren Kommentare ....

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Beitrag von Steffen70619 Do 05 Jan 2023, 02:48

Hallo Wolfgang,

tja, die BR 75.5 steht seit Jahrzehnten auf meiner ToDo-Liste. Das Modell ist eine Gützold-Konstruktion und nutzte das Fahrwerk der BRn 64 und 24. Die aus den sechziger Jahren stammenden Modelle waren allesamt kompromißbehaftet, nichtsdestotrotz aber beliebt.
Es gab Umbauvorschläge unter Verwendung des Fahrwerkes der BR 66. Als die Piko-38.2 erschien und die so typische Steuerung mit den zweischienigen Kreuzköpfen aufwies, habe ich auch nach und nach das "Rohmaterial" beschafft. Liegt jetzt seit Ewigkeiten im Bastelvorrat.

Schönes Modell. Ich denke nicht, dass Fischer-Modell es fertigbringen wird, jemals so bliebte und entsprechend teure Gützold-Modelle wie die 18.0, 19.0, 75.5 (neu) und 98.0 wiederaufzulegen. Scheitert ja schon an der BR 52.80 und 58.30, weil man sich offenbar in Elektronik-Spielereien verliert. Bleibt also nur der Selbstbau, wenn man die exorbitanten Gebrauchtpreise nicht bezahlen will.

Wenn ich das richtig sehe, hat eine Liliput-75 das Fahrwerk spendiert, und das Gützold-Gehäuse hast Du überarbeitet. So ist die markante Abdampfleitung von der Luftpumpe zum Vorwärmer angebaut, und die Stellstangen zu den Anstellventilen nachgerüstet. Die Lackierung läßt nun die Griffstangen der Wasserkästen und am Kessel nicht mehr so wuchtig erscheinen. Das ist Dir gut gelungen.
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Beitrag von lok1414 Do 05 Jan 2023, 08:35

@Steffen: Zu deinen Anmerkungen zum Bau brauche ich nichts mehr hinzuzufügen.

Ja, es scheint bei den Modellbahn-Herstellern nicht mehr um das Modell zugehen, sondern nur noch um Elektronik-Spielereien (ähnlich den Automobilen), die - meiner Ansicht nach - kein Mensch wirklich braucht. Die Elektronik nimmt den Menschen das Denken und die Phantasie ab .... schöne neue Welt.

Ich habe mir gestern ein weiteres Chassis einer badischen 75 besorgt plus einer Steuerung mit doppelter Kreuzkopfführung. Das o.a. Modell war quasi nur ein Zwischenschritt. Mal sehen ob die Kombination passt. Langsam wird es dann doch noch eine richtige Sächsin.

Klar, kann man die Lok bei Gützold auch fertig kaufen, es ist nicht das Geld (ist eh nur wertloses Papier), aber ich bin nicht bereit den irren Trend mitzumachen bzw. zu unterstützen. Ist was für Leute, die keinen geraden Sägeschnitt hinkriegen. Wahre Modellbauer ticken eben anders.
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Beitrag von Frank Kelle Do 05 Jan 2023, 09:15

lok1414 schrieb:....
Ja, es scheint bei den Modellbahn-Herstellern nicht mehr um das Modell zugehen, sondern nur noch um Elektronik-Spielereien ....

Ja, da muss ich Dir Recht geben. das ist auch mein Eindruck. Vor allem - es gibt die neuen Modelle kaum noch ohne Decoder und Co., Du kaufst den ganzen Kram mit - inkl. Probleme und Nachteile beim reinen Gleichstrom. Das Thema war auch vor kurzem in der MIBA zu lesen, da sprach ein Leser das an. Die Antwort war da nur "ein "Abspecken" der Loks - sprich kein Decoder + Anschlüsse - würde für die Hersteller die Produktion verteuern, die analogen Loks teurer machen. Klar - China arbeitet nur auf Masse... Aber - wozu brauche ich Fahrwerksbeleuchtung, Kohlenschaufelgeräusch usw. auf der Anlage, im "Betrieb"? Das ist doch nur für die Maschinen, die in der Vitrine (bestenfalls) stehen - und alle 7 Pfingsten auf einen Rollprüfstand gestellt werden - "Schau hier Besucher, die Lok kann auch..." Meine Meinung ...
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Beitrag von lok1414 Do 05 Jan 2023, 12:37

... und damit sollte das Thema "Elektronik-Schnickschnack" bei Modell-Lokomotiven durch sein.
Kommentare zum Thema: "BR 75.5 - sächs. XIV HT" gerne, aber bitte hier keine weiteren Kommentare zum Thema "Elektronik-Schnickschnack".
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Beitrag von Steffen70619 Do 05 Jan 2023, 15:27

... gut, sind wir uns in der Elektronik-Sache einig Very Happy

Zurück zur BR 75.5. Hab mal in meinen alten "modelleisenbahnern" geschmökert. Die BR 75.5 wurde von der Gützold KG auf der Leipziger Frühjahrsmesse 1963, zusammen mit dem SVT 137 Bauart "Leipzig", vorgestellt. Das Modell feiert also seinen sechzigsten Geburtstag.
Die Maschine basierte auf dem Fahrwerk der 1961 vorgestellten neu konstruierten BR 64. Es wird wohl ein Rätsel bleiben, warum alle Maschinen (BR 24, 64 und 75.5) zu kleine Kuppelräder hatten, die wiederum einem Vorbilddurchmesser von 1.400 mm entsprachen. Womöglich hatte man bereits die BR 52 im Hinterkopf.

Die 75.5 gab es als DR-Maschine mit Oberflächenvorwärmer sowie als sächsische Länderbahnmaschine und in Ausführung der nach Frankreich abgegebenen Waffenstillstandslok. Die letzten beiden mit spitzer Rauchkammertür.

Die Originale waren recht zählebig und hielten sich immerhin bis Ende der sechziger Jahre - also gut 45 - 50 Jahre - im Betriebsdienst. Es sind erstaunlicherweise gleich zwei Exemplare erhalten geblieben: die DR-Museumslokomotive 75 515, die wohl in Schwarzenberg steht, und die 75 501 im DDM Neuenmarkt-Wirsberg.
Letztere konnte ich dort 2015 auf dem Freigelände ablichten:

BR 75.5 - sächs. XIV HT 75_50110

BR 75.5 - sächs. XIV HT 75_50111

Die Lok hat die abgeschrägten Wasserkästen, während die 75 515 gerade, geschweißte Wasserkästen hat. Kohle- und hinterer Wasserkasten sind bei beiden Maschinen bereits in geschweißter Ersatz-Ausführung. Der seitlich liegende Oberflächenvorwärmer mit den darüber liegenden Leitungen (sieht wie mit Draht festgemacht aus) verleiht der Maschine ihr charakteristisches Aussehen seit DRG-Zeiten.
Man sieht also, dass die 75.5 eine Reihe von Varianten bietet. Da ist für das AW Bonn sicher noch einiges an Arbeitsvorrat drin Very Happy
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Beitrag von Erzgebirger Fr 20 Jan 2023, 18:43

Hallo Bastelfreunde,
ich habe mal diverse "Rückstände" bei den Berichten aufgearbeitet und möchte noch ein paar Informationen zur 75 515 beisteuern.
Die Ältere der beiden erhalten gebliebenen 75-er ist die "515" mit Baujahr 1911. Die 75 501 ist Baujahr 1915. Somit wurden die ersten Lokomotiven mit geraden Wasserkästen geliefert und erst bei den Lieferungen ab Baujahr 1915 die Schrägen in den Wasserkästen eingebaut.
Die 75 515 ging nach Ablauf ihres aktiven Dienstes bei der DR 1970 in den Bestand des Verkehrsmuseums Dresden über, erhielt dort nochmals eine HU und kam bis 1977 mehrfach vor Sonderzügen zum Einsatz. Ihren letzten Einsatz hatte sie am 02.10.1977 mit einem Sonderzug von Karl-Marx-Stadt (heute wieder Chemnitz) nach Wolkenstein im Erzgebirge. Später wurde sie im Hbf. von Karl-Marx-Stadt als Denkmal aufgestellt. Im Juni 1983 wurde sie bei einem Rangierunfall schwer beschädigt (Rahmen, Führerhaus, Kohlenkasten), was erst 1989 im Raw Meiningen repariert wurde. Heute steht die Lok als Dauerleihgabe des VM Dresden im Sächsischen Eisenbahnmuseum Chemnitz-Hilbersdorf.
Grüße aus dem verschneiten Erzgebirge, Karl-Heinz Winker 2
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Beitrag von lok1414 So 22 Jan 2023, 19:09

@Karl-Heinz und Steffen: Danke für Eure fachlichen Ergänzungen.
Ich habe die gleichen Ausgangsbauteile (Kessel und Fahrwerk) noch einmal hier liegen, aaaaber auch eine weitere Steuerung ... und zwar mit doppelter Kreuzkopfführung. Es kann gut sein, dass ich die Maschine nochmal baue, aber dann mir anderes Steuerung.
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Beitrag von Erzgebirger Mo 23 Jan 2023, 19:13

Dann wünsche ich Dir viel Erfolg. Ich hatte zu DDR-Zeiten schon mal die 75 563 auf Basis Gützold-Lokgehäuse und Piko-Fahrwerk der BR 38 gebaut. Da der Antrieb im Eigenbau nicht so toll gelungen war, habe ich sie wieder "zurückgebaut" und so liegen die Einzelteile noch im Fundus. Mal sehen, was da noch machbar ist . . .
Gruß, Karl-Heinz Winker 2
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