Der lustige Modellbauer
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Modellbahn-Hersteller im Vergleich

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Beitrag von lok1414 Fr 01 Okt 2021, 13:35

Angeregt durch die kürzlich angekündigte Neuerscheinung der 18 314 von Märklin/Trix sind mir so einige Gedanken durch den Kopf gegangen. So, einerseits, sind die verlangten Preise (begründet mit der Detaillierung) gerechtfertigt ??? .... und andererseits ist die Detaillierung für ein Industrie-Modell zum Spielen verbraucherkonform ???

Ist alles Neue immer besser? Da mich z.Zt. Modelle der V160-Familie beschäftigt hier mal ein Vergleich zur Detail-Entwicklung:

Modellbahn-Hersteller im Vergleich Dscf5712

Modellbahn-Hersteller im Vergleich Dscf5710

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Nachreichen will ich noch die Dachansicht der Lima V160 ... ein billig Modell, ca. 30 Jahre alt

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Modellbahn-Hersteller im Vergleich Dscf5714

Es geht hier nicht um richtig oder falsch der Dachausrüstung bzw. -darstellung, es geht hier nur was möglich ist und war.

Noch vor wenigen Jahren saßen die Graveure / Werkzeugmacher in Deutschland, heute sitzen sie in China und wissen oft nicht einmal was sie dort fertigen. Und nein, es sind nicht die Lohnkosten allein, die die Preise nach oben treiben (Ich weiß es aus eigener Tätigkeits-Erfahrung, nicht als Modellbahner). Warum lassen wir Modellbauer, das mit uns machen?

Warum baue ich lieber mit den "alten" Modellen, statt mit mit Neuen. Klar könnte ich mir, auch als Rentner, ein 500 EUR leisten. Aber wozu? Ich unterstütze durch bewußten Verzicht nicht die aktuelle Entwicklung. Mein Leben geht weiter auch wenn ich dies oder das "Super-Modell" nicht jetzt und sofort habe ... aber vielleicht demnächst, selbst gebaut aus diversen Materialien und "Alt-"Teilen ... Die Modelleisenbahn ist für mich ein kleines unbedeutendes Teil in meinem Leben, sie ist nicht mein Leben. Die Modelleisenbahn ist (m)ein Hobby, keine Religion oder Weltanschauung und erst recht keine Geldanlage.
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Beitrag von Dirk Kohl Fr 01 Okt 2021, 18:27

Hallo Wolfgang, ich stehe voll und ganz hinter deiner Aussage.....die Hersteller beklagen sich ständig, das es keinen Nachwuchs gibt im Bereich Modellbahn z.B.....wer kann sich denn als Schüler oder Azubi schon das Hobby leisten...Selbst so ein "Popeliges" Häuschen von Faller z.B. kostet ja schon ein Vermögen mittlerweile, eine Lok kostet locker mal 300 € oder Waggons mit Preisen von 80€ usw...
Ich habe auch bewusst mit Märklin angefangen und da auch ganz gezielt mit den M-Gleisen, die sind nicht das non plus ultra der heutigen Zeit, aber man kann es bezahlen und das rollende Material wie Waggons und Loks ist auch bezahlbar...ich muss nicht die "SUPER MEGA ULTRA GETREUE LOK" von z.B. Roco haben wo noch zirka ein Pfund Teile zugerüstet werden muss,die in den Zubehörtütchen beiliegen und ich dann nicht mehr weiss wie ich sie anfassen kann ohne das wieder etwas abbricht...mit der Märklin V200 z.B.kann ich auch mal einen Nagel in die Wand schlagen,wenn der Hammer gerade nicht bereitliegt...iss nur Spass...
Ist aber alles nur meine Meinung....
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Beitrag von Steffen70619 Fr 01 Okt 2021, 21:27

Hallo Wolfgang,

erst mal danke für Deinen Modellvergleich, bei dem die älteste Lok gar nicht mal so schlecht abschneidet und die mittelalterliche Fleischmann-Lok meiner Meinung nach die beste Figur macht. Das überrascht eigentlich nicht, denn beim Umrechnen der Vorbildmaße auf das Modell sollte zumindest vor 50 Jahren das gleiche herausgekommen sein wie heute.
Und die Technologie des Kunststoff-Spritzgusses mit Thermoplasten hat man spätestens in den 60er Jahren beherrscht.

Die ständig steigenden Preise werden mit der immer höheren Detaillierung und immer umfangreicheren Elektronik begründet. Damit wird aber Geld verdient, wie im Automobilbau. Zumal die Produktionskosten gedrückt sind. Denn die Modelle der von mir präferierten Epoche II/III DR/DRG kommen nicht mehr aus Salzburg, Heilsbronn und Sonneberg, sondern aus Arad in Rumänien, aus Vietnam und Chashan und weiß Gott sonstwo. Und ich bin mir sicher, dass die Lohnkarawane aus dem teurer werdenden China weiterzieht nach Kambodscha und Laos.

Nein, bereits vor und verstärkt nach der Pleitewelle der ersten 2000-er Dekade haben die Hersteller, allen voran RoFl und MäTrix, ihr Konzept geändert. Es gibt kein Stammprogramm mehr, allenfalls nur rudimentär, und es wird nur das produziert, was bis zu einem Zeitpunkt X vorbestellt ist. Kein Risiko für den Hersteller mehr, das ist komplett auf den Handel abgewälzt worden. Und der Kunde, der nicht rechtzeitig bestellt, schaut in die Röhre.
Mit den Sammlern wird das Geld verdient, nicht mit dem Nachwuchs, der vielleicht alle zwei Jahre mal ein paar Wagen kauft und zu Weihnachten und zum Geburtstag eine Lok geschenkt bekommt. Und noch gibt es genug Sammler, und es wachsen einige nach, die als Kind noch die Eisenbahn/Modellbahn aktiv erlebt haben. Das sieht man schön an der Verschiebung der Epochen im Sammelgebiet und den steigenden Preisen für Gebrauchtware aus der Epoche IV.

Der einzige Hersteller, der die letzten 20 Jahre kontinuierlich gewachsen ist, ist Piko. Und das vor allem mit dem preiswerten Expert-Programm aus der Schmiede im Reich der Mitte. Interessanterweise mit gut gemachten Butter- und Brot-Modellen, nicht mit exklusiven limitierten Sondermodellen. Man darf gespannt sein, was dort noch kommt.

Andere Hersteller mit einem Programm in DR Ep. II/III, wie Liliput/Bachmann, Hornby-Gruppe, Gützold und Kato sind nur noch ein Schatten ihrer selbst, falls da überhaupt noch mal was kommt. An den Modellen kann es nicht liegen, denn die erreichen gebraucht durchaus stolze Preise. Lohnt sich aber wohl nicht mehr, Nachauflagen zu produzieren.

Für meinen Teil kann ich das nur in meinem Interessen- und Sammelgebiet, DRG/DR in Epoche II/III, H0-DC beurteilen. In den letzten 15 Jahren habe ich da mehr Gebraucht- als Neuware gekauft. Macht das jeder so, versiegt allerdings der Nachschub an Gebrauchtware, und man merkt ja bereits, dass normale Modelle nach der Jahrtausendwende durchaus wertstabil sind. Einige Modelle, wie die Piko-Doppelstock-Gliederzüge sind im Gebrauchtpreis regelrecht explodiert. Die Roco-Reko-50er, die 50.40 und die 44 Öl/Kst. werden über dem ehemaligen Neupreis gehandelt.

Bei meinen Bauprojekten halte ich es ähnlich wie Wolfgang. Ich selbst brauche keine superdetaillierten Modelle, bei denen man Angst hat, daß irgendwelche Zurüstteile abfallen. Und ich bediene mich aus Basismodellen, die aus den 70ern und 80ern stammen. Ein gesundes Maß an Basisdetallierung, aber nicht übertrieben.
Neue Modelle kaufe ich nur, wenn sie mich interessieren, in mein Gebiet passen, es vorher nichts wirklich brauchbares gab oder sie eine erhebliche Verbesserung darstellen. Dabei ist es mir egal, welcher Hersteller sich eines Modells annimmt. Ich bin kein Marken-Fanboy.

Und ja, so oute ich mich - ich habe den Trix-"Schorsch" vorbestellt. Was überhaupt meine allererste neue MäTrix-Lok sein wird, so sie erscheint. Aber seit über 15 Jahren dümpelt die Roco-18 201 bei mir herum, und die 18 314 aus Max Baumbergs Zoo hat mich schon immer fasziniert. Mit vertretbarem Aufwand und meinen bescheidenen handwerklichen Fähigkeiten überfordert mich der Eigenbau, vor allem wegen der rundgelutschen Schürze.

Alle Hersteller hatten über 50 Jahre Zeit gehabt, die 18 314 im Modell umzusetzen. Getan hatte es bis vor ein paar Tagen keiner. Das darf auch belohnt werden. Vielleicht kommt ja noch eine Reko-19.

Soweit meine fürchterlich langen Gedanken zum Freitag Very Happy


Zuletzt von Steffen70619 am Fr 01 Okt 2021, 21:42 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet (Grund : Tante Edit hat ein paar Satzfehlstellungen entdeckt.)
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Modellbahn-Hersteller im Vergleich Empty ... etwas außerhalb des Themas, aber ...

Beitrag von lok1414 Di 26 Okt 2021, 10:28

Klarlack, ob matt, semi-matt oder glänzend, braucht man eigentlich immer. Ich nehme es im wesentlichen zum Versiegeln der Decals ...

Eine preiswerte Alternative:

Modellbahn-Hersteller im Vergleich Dscf5826
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