Der lustige Modellbauer
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VOR 80 JAHREN...

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Beitrag von Al.Schuch Di 18 Mai 2021, 01:56

Hallo.
Heute vor 80 Jahren begann eine der berühmtesten Seekriegsoperationen des 2. Weltkrieges..."Operation Rheinübung".
Das Schlachtschiff "BISMARK" und der schwere Kreuzer "PRINZ EUGEN" sollten die Schifffahrtslinien der Alliierten im Atlantik bekämpfen.

Hier ein Link zur Geschichte:
Code:
https://de.wikipedia.org/wiki/Unternehmen_ Rheinübung

Die nächsten 9 Tage wurden zu Geschichte.
Gruß
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VOR 80 JAHREN... Empty Re: VOR 80 JAHREN...

Beitrag von Der Graue Wolf Mi 19 Mai 2021, 08:46

Zum Gedenken an "Operation Rheinübung" vor 80 Jahren
mal meine Bismarck und Prinz Eugen
VOR 80 JAHREN... Img_4618

VOR 80 JAHREN... Img_7219
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Beitrag von Al.Schuch Mi 19 Mai 2021, 11:57

Danke, ich will in den nächsten Tagen vereinzelt auf Aktionen hinweisen, die damals zu dieser Zeit passierten.

Am 19.05.1941 ab 02:00 Uhr war der Verband , nachdem die Schiffe in der Nacht vorher vor Gotenhafen zu letzten Materialübernahmen in Küstennähe auf Reede ankerten, zu ihrem Zwischenstopp in Bergen, Norwegen, unterwegs.

Bei dieser Aktion vor Gotenhafen riss ein Bunkerschlauch bei der Ölübernahme, wodurch das Bunkern abgebrochen wurde.
Ab 22:30 Uhr, nachdem der Zerstörer Hans Lody zur Kampfgruppe stieß, lief der Verband durch den großen Belt, der zu diesem Zweck für den Handelsschiffverkehr gesperrt wurde, nach Norden weiter.

Soweit für heute.

Gruß
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Beitrag von Al.Schuch Do 20 Mai 2021, 13:53

Hallo.
Was war am 20.5.1941 los.....einiges !!!!

Zur großen Sorge der Deutschen ist es ein glasklarer, sonniger Tag mit weiter Fernsicht.
Der Verband steht nun im Kattegat und passiert viele Fischkutter.
Erster Fliegeralarm, aber es sind eigene Maschinen.
13:00 Uhr, Der schwedische Flugzeugkreuzer "Gotland" kommt in Sicht.
Code:
https://de.wikipedia.org/wiki/Gotland_(Schiff,_1933)
Geheimhaltung vorbei.
15:00 Die Gotland meldet die Sichtung, die sofort an die Briten weitergegeben wird.
16:00 -21:00 Eine Minensperre wird durchfahren.
21:00 Der Verband verlässt den Sperrbereich und erhöht die Fahrtstufe kriegsmarschmäßig auf 27 kn.
Alle Waffen sind Kriegswachmäßig, also zur Hälfte, besetzt.
Zu dieser Zeit wird in der Offiziersmesse der einzige Unterhaltungsfilm auf der Fahrt gezeigt. ( Spiel im Sommerwind )
21.00 Der Verband wird von der Insel Heröja aus fotografiert.
Es ist das letzte Bild, das vom Flottenverband gemacht wird.
Hier ist es zu sehen :

VOR 80 JAHREN... Img23010

Inzwischen waren die Briten unterrichtet und begannen mit den Gegenmaßnahmen.

Es geht in die Nacht zum 21.Mai 1941.

Gruß
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Beitrag von Al.Schuch Fr 21 Mai 2021, 20:46

Mittwoch den 21.Mai 1941
So langsam wird es spannend....

Der Flottenverband nähert sich im Klarschiffzustand  der norwegischen Stadt Bergen.
Alle Waffen sind besetzt und Feuerbereit.
07:00 Dämmerung, das Wetter ist diesig, die beste Gelegenheit für Flugzeuge, oder U-Boote zum Angriff.
Prompt der erste Flieger(Fehl-)Alarm.
Die Flotte durchfährt das der Küste vorgelagerte  Schärengebiet.

08:00 - 11:00 Einlaufen Korsfjord.
Bismarck fährt zum Grimstadtfjord weiter, Prinz Eugen und die 3 Zerstörer laufen den nördlicher gelegenen Kavanesfjord an.
11:00 Bismarck ankert nur 500 m vom Ufer entfernt.

Dieser Zwischenstop war eigentlich gar nicht vorgesehen, man sollte weiter nördlich am Polarkreis mit dem Tanker Weisenburg zusammentreffen, aber Prinz Eugen hat keine ausreichenden Tankkapazität, um bis zum Versorger zu gelangen.

Während Prinz Eugen beölt wird, wird die Bismarck nicht betankt.
Bis heute streiten sich die Fachleute, warum nicht.
Sturheit des Admirals, der sich sehr genau an die Einsatzbefehle hält und geistig unflexibel ist ?
Nur weil der Kreuzer unbedingt Sprit benötigte, legte man überhaupt  diese Pause ein.
Aufgrund dieses Fehlers fehlen Bismarck nun 1100 To. Treibstoff, was sich später bitter rächen sollte.

Bei dem Aufenthalt wird die SW- Balkentarnung entfernt, lediglich die schwarzen Felder an Bug und Heck, sowie die vorgetäuschte Bugwelle und Hecksee bleiben erhalten.
Auch die roten Streifen mit den Hackenkreuzen vorn und hinten auf dem Deck werden übermalt.
Diese, als Fliegerkennung gedachten, Hoheitszeichen, wären jetzt im Feindgebiet zu verräterisch.

Über den Tag hinweg besuchen viele Wehrmachtsangehörige das Schiff zum Sightseeing.

Auch ein Soldat, der mit einem kleinen Ruderboot zum Schiff gepaddelt ist und nun ,an der himmelhoch aufragenden Bordwand liegend, die Besatzung um Tabak und Zigaretten bittet, die ihm ausgegangen sind.
Er wird geradezu damit zugeschüttet.

13:30 Erneuter Fliegeralarm, aber wieder kein Angriff.
Aber es ist ein Spitfire Aufklärer der aus 8 000 m. Höhe die Schiffe fotografiert.
Jetzt ist auch für die Briten klar, um welche Einheiten es sich handelt.
Hier das berühmte Bild....

VOR 80 JAHREN... Bismar10
Bild Copyright by Wikipedia.

Die Bismarck liegt rechts oben.

19:30 Bismarck geht Anker auf, um sich vor dem Kavanesfjord mit Prinz Eugen und den Zerstörern zu treffen.
Der letzte dt. Besucher verlässt mit dem Lotsenboot das Schiff.

23:40 Die Fahrt Richtung Norden geht weiter.
00:00 Der Ankerplatz wird verspätet von 18 engl. Bombern angegriffen.
Das Wetter wird immer schlechter, und Nebel kommt auf.

Was machen die Briten?

Nachdem der Flottenkommandant Admiral Tovey wusste, um welche dt. Einheiten es sich handelte, lies er die schweren Kreuzer Suffolk und Norfolk in der Dänemarkstraße Patrollieren.
Hier ihre Daten:

Code:
https://de.wikipedia.org/wiki/HMS_Suffolk_(55)
Code:
https://de.wikipedia.org/wiki/HMS_Norfolk_(78)

Gleichzeitig gingen vom Flottenstützpunkt Scapa Flow aus das nagelneue Schlachtschiff Prince of Wales und der Schlachtkreuzer Hood Richtung Island in See.

Der Rest der Flotte wurde in Bereitschaft versetzt.

Der 22. Mai bricht an.....

Soweit für heute.

Gruß
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VOR 80 JAHREN... Empty Re: VOR 80 JAHREN...

Beitrag von Al.Schuch Sa 22 Mai 2021, 23:55

Sorry, heute gehts recht spät weiter....

Der 22.5.1941.
05:00 Auf Höhe von Drontheim  werden die 3 Zerstörer entlassen.
Bismarck und Prinz Eugen laufen ab jetzt mit 24 kn. allein weiter. Bismarck voraus, Prinz Eugen folgt.
Das Wetter wird langsam schlechter.
Die dt. Aufklärung  meldet fälschlicherweise, das es bei den Engländern keine Schiffsaktivität gibt.
Die Flieger sind auf falsche Einheiten, die  aus Handelsschiffen, die  mit Holz und Segelstoff als Kriegsschiffe getarnt wurden, hereingefallen.

Der Bericht veranlasst den dt. Admiral in Richtung Dänemarkstr abzudrehen und das Betanken sein zu lassen.

12:37 - 13:07 U-Bootalarm. Es wird nach Norden abgedreht und im Zickzack gefahren.
13:07 Zurück auf alten Kurs.

16:00 - 21:00 Das Wetter wird immer schlechter, die Sicht nimmt durch Nebel und Schneefall auf 300-400 m. ab.
Um die hohe Marschgeschwindigkeit zu halten, strahlt Bismarck mit einem Scheinwerfer nach hinten, um Prinz Eugen ihren Standort anzuzeigen.

Hier ein Bild davon :
VOR 80 JAHREN... Img23110

23:00 Es kommen nochmals 3 Aufklärungsberichte herein, die die vorangegangene Fehleinschätzung des Vormittags bestätigt.

23:22 Aufgrund dieser Berichte lässt Admiral Lütjens endgültig in Richtung Dänemarkstraße abdrehen.

                                   DIE BRITEN..

Hood und Prince of Wales erreichen Island.
Inzwischen machen sich die Schlachtschiffe King George V und Repulse, der Flugzeugträger Victorius mit ihren Begleitschiffen klar zum Auslaufen.
21.00 Die Flotte geht mit Nordwestkurs in See.

Winston Churchill hatte am Nachmittag den US- Präsidenten um Mithilfe bei der Verfolgung der Deutschen gebeten.

Die Amerikaner sollten den Briten nur sagen, wo die Deutschen sind, man würde sich um den Rest kümmern.

Soweit für heute.

Gruß
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Beitrag von Al.Schuch So 23 Mai 2021, 22:14

Dann wollen wir mal weitermachen.....

Es ist Freitag der 23.Mai 1941.....

Nach einer ereignislosen und recht ruhigen Fahrt erreicht der Verband gegen 12:50 den Polarkreis und dreht in die Dänemarckstraße ein.
Ab jetzt besteht volle Gefechtsbereitschaft, alle Waffen sind geladen und voll bemannt.
Die Geschwindigkeit ist anhaltend 24 Knoten.

18:48 Die Eisgrenze ist erreicht.
Ab jetzt wird das Orten durch die großen Eisfelder und hohen Eisberge sehr schwierig.
Obwohl es im Polargebiet jetzt ständig hell ist, führen Schatten und entsprechend aussehende Eisberge zu ständigen Fehlalarmen.
Die Stimmung auf beiden Schiffen wird immer nervöser.

Die Funkmessanlage, die deutsche Version von Radar, ist ständig in Betrieb, aber trägt durch ihre relative "Primitivität" auch zum Durcheinander mit bei.

Ständig muss Eisbergen ausgewichen werden, was die Fahrt verlangsamt.
Oft schrammt jetzt Eis an den Bordwänden vorbei.

Deshalb und um größeren Kollisionen und damit eventuellen Havarien vorzubeugen, muss die Geschwindigkeit zeitweise auf nur 14 kn. reduziert werden.

Inzwischen hat das Wetter teilweise aufgeklart, nur noch in Richtung Island liegt Nebel auf der See.

19:05. Genau dort taucht für einen kurzen Augenblick die Silhouette eines brit. 3-Schornstein Kreuzers auf und verschwindet so schnell wieder, sodas es zu keiner Kampfhandlung kommt.

Es war die HMS Suffolk, die  sofort den Kontakt ihrer Flotte meldet und als Fühlungshalter ab jetzt ständig vor Ort bleibt.
Aber jetzt wissen die Deutschen von der Anwesenheit der Briten, von denen sie bislang dachten, dort wisse man nichts von ihnen.

20:30 Der Kreuzer Norfolk kommt überraschend rund 6 000 m von Bismarck entfernt aus dem Nebel und wird sofort mit der schweren 38er Artillerie von Bismarck beschossen.

5 Salven werden innerhalb kurzer Zeit abgegeben, wobei die letzte fast deckend nahe am Gegner liegt.
Trotzdem kann der Kreuzer unbeschädigt entkommen und schließt sich HMS Suffolk, die das bessere Radar an Bord hat, am Rand des Sichtfeldes als Fühlungshalter an.

Ab jetzt kommt es zu keinem Gefechtskontakt mit diesen Kreuzern mehr.

Auf Bismarck ist durch den Abschuss Schock der schweren Geschütze die vordere Funkmessanlage ausgefallen und kann auf die Schnelle nicht repariert werden.

Da Bismarck nun nach vorne praktisch Blind ist, wird ein "Nummernwechsel" vorgenommen und Prinz Eugen nimmt jetzt die Spitze ein.
Das und die große Ähnlichkeit der beiden Schiffe auf größere Entfernung (....man nannte die Prinz Eugen auch den kleinen Bruder der Bismarck.) führt am nächsten Tag zu einer tödlichen Fehleinschätzung der Briten.

In der Folgezeit wird mehrfach versucht, die Briten anzugreifen, aber die Kreuzer können immer wieder rechtzeitig ausweichen.
Das macht dem deutschen Admiral erschreckend klar, wie gut die englische Ortungstechnik inzwischen ist.

23:00 Die Deutschen verschwinden in einem Schneesturm und die Verfolger verlieren den Kontakt zu ihnen.

                                                                                    Die Briten......

19:25 Hood, Prince of Wales und ihre Begleitschiffe nehmen nach der Sichtungsmeldung von HMS Suffolk sofort Kurs auf die genannte Position.
Noch sind sie 300 sm. entfernt und erhöhen ihre Geschwindigkeit auf 28 kn.

An Bord der nagelneuen und noch nicht vollständig eingefahren Prince of Wales sind noch immer freiwillige ,zivile, Werfttechniker, die während der Fahrt Reparaturen, besonderst an den schweren 35 cm Geschütztürmen, vornehmen.

Es geht dem ersten Höhepunkt dieser Unternehmung entgegen.

Gruß
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