Der lustige Modellbauer
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F-16 C Halinski 1:33

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Frank Kelle
Paperjoe
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Beitrag von Paperjoe Mo 11 Jan 2021, 11:46

Nach meinem letzten Modell hatte ich mal wieder Lust auf ein Fliegerchen. Meine Wahl fiel hierbei auf die F-16, da ein Jet mit seiner länglichen Bauform auch noch locker in ein Regal (Vitrine) paßt und weil mir die schnittige Form dieses Vogels einfach gefällt.

Den ersten Bau (etwa 2/3 des Rumpfs) habe ich in der Ablage rund versenkt ... die Ungenauigkeiten des Rumpfs (Spantengerüst) und die Optik hatte meinen doch recht hohen Ansprüchen nicht genügt. Aber aufgegeben wird nur ein Brief, daher starte ich nun einen zweiten Anlauf mit sehr großen Änderungen.

Der vorhandene Baubogen wird fast komplett neu gestaltet - doppelte Beplankung, Lackierung, Spant auf Spant Methode ... Weiters werde ich meinen Lasercutter bis an die Grenzen fordern und sämtliche Beplankungen und Nieten in den Karton lasern (gravieren) damit das Teil nach der Lackierung nicht allzu fade aussieht. Natürlich ist das mit einer Riesenarbeit auf dem PC verbunden und wird sehr viel Zeit in Anspruch nehmen und der Baufortschritt wird daher nur sehr sporadisch und in kleinen Abschnitten erfolgen, aber ich bin ja nicht auf der Flucht.

Am meisten störte mich beim ersten Anlauf die Form der Nase. Die Stupsnase des Originals konnte mit der vorgegebenen Bauweise nicht einmal annähernd erreicht werden, daher bin ich beim zweiten Versuch einen anderen Weg gegangen. Nach dem Organisieren von ordentlichen Zeichnungen habe ich den vorderen Abschnitt des Rumpfs in 3-D konstruiert und eine Form mit dem 3-D Drucker gemacht. Über diese Form wurden dann die Papierteile geformt und angepaßt. Die Oberfläche eines 3-D-Drucks ist ja für Modellzwecke unbrauchbar, aber mit einer Kaschierung durch Papierteile sehr gut verwendbar - die Unebenheiten des Drucks werden mit dem Papier perfekt geglättet und durch die stabile Unterlage ist beim Formen auch die Gefahr des Verbeulen und Eindrücken gebannt.

Die Papierteile werden dann mit Tapetenkleister auf die Kunststoffbasis aus dem 3D-Drucker aufgeklebt. Durch das Einweichen mit dem Kleister werden die Papierteile sehr weich und gut formbar. Durch die Feuchtigkeit werden die Teile etwas größer und können mit gewissen Toleranzen sogar durch (sehr vorsichtiges) Dehnen in die optimale Form gebracht werden. Nach dem Trocknen des Kleisters ziehen sich die Papierteile dann wieder etwas zusammen (aber nicht bei den fest angedrückten Stößen) und legen sich ganz glatt an die Unterlage. Ist genauso wie beim Tapezieren der Wand. Diese sehr aufwändige Methode mit dem 3D-Druck wende ich aber nur bei der Nase und bei einigen sehr kritischen Teilen an. Die meisten Rumpfsegmente werde ich mit normaler doppelter Beplankung bauen - hier ist halt die erste Schicht die Unterlage für die gekleisterte Deckschicht. Die Unterlage wird zu diesem Zweck mit einer satten Schicht Lack versiegelt.

Wie ich bei der Anpassung der Bauteile vorgehe, werde ich im Verlauf dieses Bauberichts noch aufzeigen.

Das erste Bild zeigt den Fortschritt bei der Doppelbeplankung. Alle gedruckten Linien wurden nachgezeichnet und beim Lasern eingraviert, desgleichen wurden alle Nieten mit einem 0,3 mm Kreis nachgezeichnet und ebenfalls eingraviert. Beim zweiten Bild habe ich mal versuchsweise mit der Originalfarbe lackiert um zu Testen, ob die gravierten Linien erhalten blieben. Mit dem aufgestecktem Radom (bereits fertig lackiert) konnte ich mir ein Bild machen, wie das Ganze im Endeffekt aussehen wird.

F-16 C Halinski 1:33 Bild_001  F-16 C Halinski 1:33 Bild_002

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Beitrag von Paperjoe Mo 11 Jan 2021, 11:46

Das bisher geschriebene ist nun fast 5 Jahre her, der Bau wurde abgebrochen. Sehr untypisch für Halinski ergaben sich sehr große Fehler in der Paßgenauigkeit und ekllatante Verzerrungen beim Druck des Originalbogens. Aufgrund dieser Fehler wurde mir auch klar, warum es so gut wie keine Bilder eines fertigen Modells im Netz gibt.

Weiters gab es Probleme mit der Verklebung der doppelten Beplankung in Form von Dellen und Ungenauigkeiten bei den Übergängen der Panellinien. Das klingt doch alles nach einer echten Herausforderung ...

Hier nun der Anlauf für den nächsten Versuch.

Diesmal werde ich die Bauweise der Nase für das ganze Modell verwenden. Dadurch ist das eigentlich keine Fehlerkorrektur mehr, sondern eher eine komplett neue Konstruktion auf Basis eines Kartonmodells. Auch wenn ich viele 3D-Druckteile verwende, wird fast alles was sichtbar ist, aus Papier sein. Ich verwende quasi ein erweitertes Spantengerüst aus dem 3D-Drucker. Der Weg dahin ist sehr aufwändig und dieser Baubericht wird sich etwas hinziehen.

Begonnen habe ich mir der visuellen Darstellung der originalen Spanten.

F-16 C Halinski 1:33 F16C_Spantenskelett

Die Konturen der Spanten wurden dann für die Konstruktion eines Vollrumpfs verwendet (da symmetrisch, arbeite ich mit einem Längsschnitt).

F-16 C Halinski 1:33 F16C_Vollrumpf

Dieser Vollrumpf wurde mit einer Hülle aus 'Blechteilen' versehen. Die Querschnitte der einzelnen Rumpfsegmente sind ungefähr dem ursprünglichem Modell entnommen.

F-16 C Halinski 1:33 F16C_Abwicklungen

Die Abwicklungen der 'Blechteile' werden dann in CorelDraw übernommen und die Panellinien, sowie andere Gravuren nachgezeichnet und von Abschnitt zu Abschnitt angepaßt.

F-16 C Halinski 1:33 Panellinien

Auf diese Art und Weise arbeite ich mich von Teil zu Teil.
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Beitrag von Frank Kelle Mo 11 Jan 2021, 12:57

Ich bin wirklich gespannt!! Wobei - wenn ich mir allein die "Nase" des Jets anschaue... ich würde das NIEMALS NICHT so perfekt rund/spitz hinbekommen
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Beitrag von doc_raven1000 Di 12 Jan 2021, 08:15

Ganz großes Kino was du hier ankündigst, Paperjoe, allein das Spantengerüst in 3d zu drucken, dazu die doch sehr überarbeiteten "Planken". Bin auf "weitere Folgen" gespannt 2 Daumen
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Beitrag von Paperjoe Fr 29 Jan 2021, 17:50

Für die winzigen Beschriftungen habe ich Grundlagenforschung betrieben und eine brauchbare Methode gefunden. Aus speziellem Transparentpapier (Laternenpapier - 40g/m²) werden Schablonen gelasert und die Beschriftungen mit der Airbrush aufgesprüht. Die abgebildeten Schriftzeichen sind gerade mal 0,84 mm hoch.

F-16 C Halinski 1:33 Bild_005

Eine Schlüsselstelle beim Modell ist das Cockpit. Mein erster Probebau hatte Ungenauigkeiten und Verzerrungen gezeigt, daher wurde neu konstruiert und die Panels des Baubogens als Basis genommen.

F-16 C Halinski 1:33 Bild_006  F-16 C Halinski 1:33 Bild_007

Der Steuerknüppel (und auch der Gluthammer) wurde anhand von Fotos in 3D modelliert und ausgedruckt.

F-16 C Halinski 1:33 Bild_008

Da die (fotografierten?) Panels des Baubogens etwas farblos und blass wirken wollte ich das Cockpit aufhübschen und habe daher den Schleudersitz der F16 von Yoaf (kostenloser Download) auf 1:33 skaliert und aus Papier gebaut.

F-16 C Halinski 1:33 Bild_004

Alles zusammen ergibt ein stimmiges Bild, dass den klaustrophobischen Arbeitsplatz einer F16 recht gut darstellt. Es fehlt noch die Visiereinrichtung. Die (geschlossen dargestellte) Cockpithaube ist dann eine andere Geschichte und auf die Anpassung freue ich mich schon jetzt ...

F-16 C Halinski 1:33 Bild_009
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Beitrag von Jörg Fr 29 Jan 2021, 20:32

Hmm ... eigentlich ein sehr interessanter Ansatz, Josef ... F-16 C Halinski 1:33 Gruebe10

Wenn da nicht schon Hasegawa, Revell, Academy und auch Tamiya
die General Dynamics F-16C in 1:32 seit Jahren im Programm hätten ... shocked

Ich bin (wenn man das so sagen will) durchaus ein Fan Deiner Arbeiten,
aber hier stellt sich mir nun die ketzerische Frage ... lohnt sich denn dieser ganze Aufwand,
ausgerechnet diesen Vogel praktisch noch mal neu zu 'erfinden', zumal dabei weder die Oberflächengüte,
noch die dreidimensionale Detailtiefe (z.B. im gut einsehbaren Cockpit) der fast genau
so großen Plastikmodelle erreicht werden können ... Question  shocked

Wohlgemerkt ... Deine Fähigkeiten und Finessen sind unbestritten (!!!) Bravo
aber was bei Panzern und Fahrzeugen mit dem Material "Karton" optisch gut 'funktioniert',
wirkt bei einem modernen Flugzeug trotz aller Akkuratesse (zumindest für mich)
dann doch nur etwas grobstrukturiert ... Suspect

Wären diese Zeit und Energie nicht in einem etwas "exklusiverem" Projekt
als der modellbaumäßig schon reichlich bedienten F-16C besser angelegt ... Question Pfeffer


Gruß - Jörg - Wink
Jörg
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Beitrag von Paperjoe Sa 30 Jan 2021, 00:09

Servus Jörg!

Da gebe ich dir in allen Punkten absolut recht, auch ich hatte diese Gedanken nach dem ersten Probebau, aber ...

1. Möchte ich aus jeder Sparte mindestens ein Kartonbasiertes Modell in meiner Sammlung haben, also auch einen modernen Jet und die F16 hat mir schon immer extrem gut gefallen.
2. Mir ist es lieber, wenn ich nicht zu schnell voran komme, da der Platz für fertige Modelle beschränkt ist.
3. Die Form der F16 ist für ein Kartonmodell extrem herausfordernd und damit ist mein sportlicher Ehrgeiz geweckt, diesen Vogel so gut wie irgendwie möglich aus Karton umzusetzen.
4. Ich verwende diesen Bau auch als Lernprogramm für das 3D-Programm (SolidWorks), learning by doing hat bei mir schon immer am besten funktioniert und die Konstruktion und Abwicklungen der Teile ist bei diesem Programm eine echte Herausforderung und obwohl ich schon Jahre damit (vor allem Beruflich) arbeite, lerne ich fast täglich neue Funktionen und Abläufe.

P.S.: Ich habe eine umfangreiche Sammlung von Fotos der Tamiya F16 als meisterlich gebautes Modell auf meiner Platte und sehe da auch immer wieder gerne rein. Allerdings habe ich immer das Gefühl, dass die Blechstöße und Befestigungsnieten bei Plastikmodellen zu stark betont werden - bei Originalen sind diese Marken so gut wie kaum zu sehen.

LG
Josef
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Beitrag von Jörg Sa 30 Jan 2021, 19:00

Ja ... das hab' ich mir so ungefähr auch schon selber gedacht, Josef ... Wink

Wobei Du mit den z.T. etwas überbetonten Details an Plastikmodellen Recht hast,
die zudem von manchen Modellbauern dann noch zusätzlich farblich 'herausgearbeitet' werden ... F-16 C Halinski 1:33 Nasebo10

Mir erscheint für Deinen speziellen Zweck hauptsächlich die Kartonstruktur zu grob ... F-16 C Halinski 1:33 Gruebe10
damit hat der Lightweight-Fighter im Modell eine Oberflächengüte in Gußstruktur-Optik ... shocked

Aber mach' mal ... interessant genug sind Deine Projekte allemal! Cool


Gruß - Jörg - Wink
Jörg
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Beitrag von Paperjoe So 14 Feb 2021, 13:07

Nachdem ich die Cockpithaube mit viel Geduld und Ausdauer halbwegs hinbekommen habe, wurde auch das vorderste Drittel fertig gestellt. Einige Kleinteile fehlen noch, da ist die Gefahr des Abreissens doch zu groß. Wirklich zufrieden bin ich nicht, aber besser habe ich es nicht hinbekommen - aber seht und urteilt selbst.

F-16 C Halinski 1:33 Bild_010  F-16 C Halinski 1:33 Bild_011

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F-16 C Halinski 1:33 Bild_016  F-16 C Halinski 1:33 Bild_017
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Beitrag von Paperjoe Di 23 Feb 2021, 13:24

Wie bereits weiter oben erwähnt, arbeite ich mit einem erweiterten Spantengerüst aus dem 3D-Drucker. Um einen Schwanzhocker zu vermeiden, drucke ich die vorderen Segmente in geschlossener Form mit einer Füllung von 15 %, während die hinteren Teile hohl gedruckt werden. Hier zeige ich ein Beispiel eines solchen Segments.

F-16 C Halinski 1:33 Bild_018

Durch die Teile aus dem 3D-Drucker wird der Vogel natürlich um einiges schwerer, wie ein reiner Papierflieger. Um diesem Umstand Rechnung zu tragen, habe ich die Aufnahme für das Fahrwerk mit Messinghülsen verstärkt, die einen Innendurchmesser von genau 1 mm haben und dann sie Schablonen-Drahtteile aufnehmen.

F-16 C Halinski 1:33 Bild_019

Derzeit habe ich die beiden Segmente mit dem Hauptfahrwerk in Arbeit. Bevor die Außenhaut aufgezogen wird, müssen die Innereien der Fahrwerksschächte fertig sein. Rechts ist die Lücke noch leer, während links schon fertig gebaut ist.

F-16 C Halinski 1:33 Bild_020  F-16 C Halinski 1:33 Bild_021

Die Hauptstützen des Fahrwerks wurden ebenfalls mit Messingröhren verstärkt. Die Drahtschablonen aus 1 mm dickem Neusilber habe ich in der Mitte geteilt und können nun beidseitig in die Röhrchen eingesetzt sind. Da die Drähte an beiden Enden mit unterschiedlichen Winkeln abgebogen sind, habe ich dadurch wesentlich mehr Kontrolle über die Winkelstellung und Längen.

F-16 C Halinski 1:33 Bild_022

Hier sind die beiden miteinander verklebten Hauptstützen probeweise in die Lager eingesteckt. Durch die geteilten Schablonendrähte können die korrekten Winkel und Abstände exakt festgestellt werden und dann mit einem Tröpfchen Superkleber fixiert werden - das hält bombensicher. Zusätzlich wird alles noch mit einer Abstützung versehen. Die ist zwar schon fertig, wird aber erst später mit den Hauptstützen zusammen verklebt werden.

F-16 C Halinski 1:33 Bild_023  

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Beitrag von Gravedigger77 Di 23 Feb 2021, 13:28

Da bist du nicht zu 100% zufrieden.
Ich finde die wird der Hammer
Riesenrespekt vor der Arbeit und deinem Können
Gravedigger77
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Modellbaumeister
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Beitrag von Paperjoe Fr 05 März 2021, 18:15

Da ich alle Teile lackiere, fange ich mit gedruckten Details nicht viel an. Die Bremsplatten des Hauptfahrwerks sind mit so einem gedruckten Teil dargestellt - ich habe einfach ein Relief daraus gemacht.

F-16 C Halinski 1:33 Bild_025  F-16 C Halinski 1:33 Bild_026

Der zweite Schacht des Fahrwerks ist auch schon fertig und zeigt sich im ersten Bild in jungfräulichem Weiss. Das zweite Bild zeigt dann das 'Nachher' mit öliger Verschmutzung.

F-16 C Halinski 1:33 Bild_027  F-16 C Halinski 1:33 Bild_028

Bugfahrwerk in Baislackierung, Hydraulikzylinder in verschiedenen Größen für Fahrwerk und Klappen aus gerolltem Papier.

F-16 C Halinski 1:33 Bild_029  F-16 C Halinski 1:33 Bild_030
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Beitrag von maxl Sa 06 März 2021, 09:52

Hallo Josef - in der Fliegerei bin ich so gar nicht zu Hause... Dennoch habe ich durch deinen Link hierher gefunden und bewundere weiterhin deinen modellbauerischen Ehrgeiz und dein großes Können. Dein Wohnsitz im Penthouse des Modellbauolymps bleibt gesichert!

Beste Grüße Michael (maxl)
maxl
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Beitrag von Paperjoe Sa 03 Apr 2021, 21:35

Nach längerer Zeit ist der Rumpf wieder etwas gewachsen. Da ich zwischendurch immer wieder Teile konstruieren muß, geht es mit dem Baufortschritt nicht so schnell voran. Die Beschriftungen mittels Schablone gehen übrigens doch noch kleiner. Die hervorgehobenen Schriftzeichen sind gerade mal 0,72 mm groß.

F-16 C Halinski 1:33 Bild_032

Das Fahrwerk ist inklusive der Klappen bereits fertig, allerdings habe ich nur die notwendigsten Teile für einen sicheren Stand verbaut. Die meisten Teile werden erst in der Schlußphase montiert ... Zerstörungsgefahr!

F-16 C Halinski 1:33 Bild_033  F-16 C Halinski 1:33 Bild_034

Verschmutzung und Abnutzung mittels Speziallackierung erfolgen ebenfalls erst später.

F-16 C Halinski 1:33 Bild_035

Um meine Vorgangsweise nochmals zu verdeutlichen hier einige Bilder zu meiner Bauweise. Jegliches Spantengerüst wird großzügig mittels Teilen aus dem 3D-Drucker hergestellt. Ich verwende einen (Original!) Prusa MK3S. Als Bausatz direkt bei Prusa in Tschechien bestellt, zusammengebaut und mit den Voreinstellungen in Betrieb genommen. Seither habe ich an den Einstellungen nie mehr etwas ändern müssen. Als Filament verwende ich auch nur Original Prusa PLA (Herstellung in Europa, teilweise direkt von Prusa). Über die Qualität der Teile kann sich jeder selbst ein Bild machen. Die dargestellte Tragfläche stammt ohne irgendeine Nachbearbeitung direkt vom Druckbett.

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Die Teile werden alle am Computer (SolidWorks) nach Vorlage des Baubogens (Abmessungen, Anordnung, etc ...) konstruiert. Die Außenhaut wird dabei als Blechteil verarbeitet, um die Abwicklungen für die Papierteile zu erhalten. Diese Abwicklungen werden dann in 2D Form gebracht und nachbearbeitet (Nieten, Stöße, Wartungsklappen, Beschriftungen usw.). Anschließend werden die Papierteile mit dem Laserschneider geschnitten, bzw. graviert. Durch die sehr hohe Genauigkeit der Konstruktion einerseits und die hohe Qualität des 3d-Druckers und des Lasers entstehen nach dem Aufkleben der Papierteile auf die gedruckte Spantenbasis Teile mit sehr hoher Genauigkeit, die kaum Nacharbeit benötigen. Die folgenden Bilder zeigen diesen Fortschritt beim Seitenleitwerk und sind allesamt nur zusammengesteckt. Die Spaltmaße zeigen dabei die erwähnte Genauigkeit.

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F-16 C Halinski 1:33 Bild_039  F-16 C Halinski 1:33 Bild_040

Über die Lackierung und alles was dazu gehört gehe ich Euch dann demnächst auf die Nerven.
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Beitrag von Gravedigger77 Sa 03 Apr 2021, 23:45

Ich bin gespannt dabei.
Die Fortschritte lassen mich dercichbmichvauchvscjonan Papier versucht habe einfach nur erstaunen
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Beitrag von Paperjoe Di 13 Apr 2021, 18:05

Vor der Heckflosse hatte ich ein wenig Angst. Sie bildet einen Hotspot beim Betrachten des Modells und ist durch die aufwändige Bemalung und die kleinen Details ziemlich schwierig zu bauen. Glücklicherweise habe ich es recht gut hinbekommen.

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F-16 C Halinski 1:33 Bild_043  F-16 C Halinski 1:33 Bild_044
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Beitrag von Frank Kelle Mi 14 Apr 2021, 09:34

Absoluter Wahnsinn - sowas würde ich manchmal gern in Plastik hinbekommen - und Du zauberst das in Karton
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Beitrag von Gravedigger77 Mi 14 Apr 2021, 10:17

Da lässt sich nichts mehr hinzufühgen

Einfach Spitze
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Beitrag von maxl Mi 14 Apr 2021, 11:07

Geschrieben "OH", ausgesprochen: "Oha" - steht schon auf der Heckflosse. Dem ist nichts hinzuzufügen, Josef...

Beste Grüße Michael (maxl)
maxl
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Beitrag von Paperjoe Do 06 Mai 2021, 12:35

Der nächste große Abschnitt sind die Tragflächen mit den Pylonen für die Außenlasten. Desgleichen habe ich bei der Bemalung einige Details hinzugefügt.

F-16 C Halinski 1:33 Bild_045 F-16 C Halinski 1:33 Bild_046

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Fragen werden gerne beantwortet.
Paperjoe
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F-16 C Halinski 1:33 Empty Re: F-16 C Halinski 1:33

Beitrag von John-H. Do 06 Mai 2021, 13:32

Und das alles aus Papier.... ich bin wirklich begeistern
von deinem Modell! Bravo
John-H.
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F-16 C Halinski 1:33 Empty Re: F-16 C Halinski 1:33

Beitrag von Paperjoe Do 27 Mai 2021, 12:45

Danke für die Wortmeldung an John!

Flügel und Höhenleitwerk sind montiert.

F-16 C Halinski 1:33 Bild_057_x  F-16 C Halinski 1:33 Bild_058_x

F-16 C Halinski 1:33 Bild_059_x

Derzeit arbeite ich an den Aussenlasten. Die Sparrows habe ich von Yoaf genommen - die sehen wesentlich besser aus und sind auch dem Original ähnlicher.

F-16 C Halinski 1:33 Bild_053_x  F-16 C Halinski 1:33 Bild_054_x

Bombenlasten, beidseitig in 3er-Pack.

F-16 C Halinski 1:33 Bild_055_x

Mittig angebrachter Zusatztank.

F-16 C Halinski 1:33 Bild_056_x

Im Moment arbeite ich an den Sidewinders, die ich ebenfalls von Yoaf übernehmen werde.
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F-16 C Halinski 1:33 Empty Re: F-16 C Halinski 1:33

Beitrag von maxl Do 27 Mai 2021, 13:03

Ein absolutes modellbauerisches Kabinettstückchen, Josef! Die Präzision deiner Bauweise ist nicht zu übertreffen.
Man sieht, staunt und genießt und sagt sich: Gut, wenn andere das können - dann muss ich mich nicht mehr so anstrengen!
Deshalb bastele ich jetzt lieber Papphäuser...

Beste Grüße Michael (maxl)
maxl
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F-16 C Halinski 1:33 Empty Re: F-16 C Halinski 1:33

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