Der lustige Modellbauer
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Geschützter Kreuzer 1. Ranges "Askold" (1902) / Oriel, 1:200

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Beitrag von slowcutter am Do 03 Sep 2020, 01:24

Hallo,
ich möchte euch gern einige meiner Modelle aus dem russisch-japanischen Krieg etwas näher vorstellen.
Ich habe mir gedacht, dass ein etwas verkürzter Baubericht mit den entsprechenden Hintergrundinformationen ganz spannend sein könnte,
auch wenn die Modelle schon fertig sind und darüber auch im Nachbarforum schon berichtet wurde.
Falls euch das nicht interessiert, sagt bitte Bescheid, dann spare ich mir die Mühe.

Zu Beginn etwas geschichtlicher Hintergrund:
Nachdem die Japaner den chinesisch-japanischen Krieg1894/95 gewonnen hatten, sahen die Russen ihre Felle im fernen Osten davonschwimmen und wollten mit einem gewaltigen Rüstungsprogramm etwas zur Aufbesserung des Kräfteverhältnisses tun. Die russischen Militärexperten wollten eine Pazifikflotte von 10 Panzerschiffen und 24 Kreuzern aufstellen. Nach damaliger Doktrin gehörten zu jedem Panzerschiff mindestens 2 Kreuzer, einer 1. Ranges für die Fernaufklärung und einer 2. Ranges für den Nahbereich. Es fehlten 6 Kreuzer 1. Ranges. Zar Nikolai II. unterschrieb am 20. Februar 1898 einen entsprechenden Erlass und das russische Marineministerium machte sich sofort an die Ausschreibung. Danach sollten die Kreuzer max. 6000 t Wasserverdrängung haben, mindestens 23 Knoten Höchstgeschwindigkeit erreichen und an Bewaffnung 12 Stück 152 mm- und 12 Stück 75 mm-Geschütze haben.

Bevor die Ausschreibung zu Ende war, hatte die amerikanische Werft "William Cramp &Söhne" aus Philadelphia, die sich "zufällig" in Sankt Petersburg aufhielten und wahrscheinlich einen Sack Schmiergeld dabei hatten, bereits den ersten Auftrag in der Tasche (ich glaube, das läuft heute immer noch so mit den russischen Ausschreibungen). So entstand der "Varjag". (Schiffe haben im russischen oft männliche Namen).

An der Ausschreibung selbst hatten sich dann das Newa-Werk St. Petersburg, die Germania-Werft Kiel, Schichau aus Elbing die Howaldtswerke und die italienische Werft "Ansaldo" beteiligt. Gewonnen hat die Germania-Werft und am 4. August 1898 den Vertrag zum Bau des "Askold" unterschrieben. Zwei Firmen haben ihre Angebote für die Ausschreibung verspätet abgegeben, eine englische und die Stettiner Vulkanwerft. Der Vorschlag von Vulkan wurde sogar noch höher bewertet als der für den bereits vergebene "Askold", drum erhielt auch die Vulkanwerft noch einen Auftrag, aus dem dann der "Bogatyr" wurde.

Innerhalb eines Jahres wurden also auf der Grundlage einer Ausschreibung in drei verschiedenen nicht-russischen Werften 3 Kreuzer in Auftrag gegeben und nach den Originalplänen der Werften gebaut. Die russische Flotte hat sich auf diese Weise in kürzester Frist modernes Know how aus verschiedenen westlichen Schiffbauschulen eingekauft. Der "Bogatyr" wurde dann noch 3 mal in Russland nachgebaut ("Oleg", "Otschakow", "Kagul") und schon war die Kreuzerflotte komplett.

Aus den Auslandsaufträgen sind also Schiffe mit 5, 4 und 3 Schornsteinen herausgekommen. Auch sonst gibt es einige Unterschiede. Diese Kreuzerflotte möchte ich nun bauen. Sie sind alle als Modellbogen verfügbar, Askold und Varjag sind von Alexander Kustov, die Bogatyr ist ein etwas älterer Bogen von Dmitrij Hotkin, der auch gut detalliert sein soll.

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Zuletzt von slowcutter am Do 03 Sep 2020, 01:58 bearbeitet; insgesamt 3-mal bearbeitet
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Beitrag von slowcutter am Do 03 Sep 2020, 01:29

Beginnen möchte ich mit dem Kreuzer "Askold", für den ich eine lange Bauzeit von Oktober 2009 bis April 2011 benötigt habe, wobei ich bei diesem Bau auch viel gelernt habe. Es war mein erstes Modell aus dem Oriel-Verlag und mein erstes anspruchsvolles Karton-Schiffsmodell.
Der Bogen macht einen ausgesprochen guten Eindruck. Er ist auf Karton unterschiedlicher Stärken gedruckt, da wo erforderlich, sind auch die Rückseiten bedruckt. Außerdem sind Reservefelder in der verwendeten Farben vorhanden. Allein die deutsche Bauanleitung ist ein Lacher, aber darauf kommen wir später noch einmal zurück. Die guten Montagezeichnungen sollten den Text jedoch fast überflüssig machen.

Wie der Konstrukteur sagt, gehört es zur Philosophie seiner Konstruktion, dass das Modell komplett aus Karton gebaut werden kann, bis auf die Reling und die Takelage. Ich werde ihn beim Wort nehmen und versuchen, das Modell so weit wie möglich aus dem Bogen zu bauen.

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Beitrag von slowcutter am Do 03 Sep 2020, 01:32

Bevor es mit der Bastelei losgeht, noch ein paar Angaben zum Original:
* Kiellegung: 20. Juli 1899 bei der Krupp Germania Werft in Kiel
* Indienststellung: 25. Januar 1902
* Verdrängung (Standard): 5.910 t
* Länge über alles: 131,20 m
* Maschinenanlage:
9 Schulz-Thornycroft-Kessel, kohlegefeuert
3x Dreifach-Expansions-Dampfmaschinen
* Leistung: 19.650 PS
* Geschwindigkeit: 23 kn
* Bewaffnung:
12x 152 mm
12x 75 mm
8x 47 mm
2x 37 mm
6x Torpedorohre 381 mm
* Panzerung:
Decks 51-76 mm
Kommandoturm 152 mm
* Besatzung: 534 Mann, davon 20 Offiziere

Durch ihren schlanken und langgezogenen Rumpf war der Askold mit 23 Knoten für seine Zeit sehr schnell, was ihm im russisch-japanischen Krieg noch zu Gute kommen sollte.

Das Schiff hat also deutsche Wurzeln, genau so wie ihr erster Kapitän, der damals auch den Bau in Kiel überwachte, Nikolai Karlowitsch Reitzenstein.

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(Die gezeigten Bilder sind gemeinfrei, weil ihre urheberrechtliche Schutzfrist abgelaufen ist.)


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Beitrag von slowcutter am Do 03 Sep 2020, 01:36

Nun geht es los mit dem Bau. Man kann den "Askold" als Wasserlinienmodell oder mit Unterwasserschiff bauen, das allerdings nicht abnehmbar ist. Zunächst wird das Spantengerüst bis zur Wasserlinie gebaut und das Hauptdeck montiert. Das sieht dann so aus (Bilder 6 und 7). Die elegante Form des Schiffes ist bereits zu ahnen.

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Beitrag von doc_raven1000 am Do 03 Sep 2020, 09:14

Da setze ich mich doch schnell in die erste Reihe, Slow, Pappe ist zwar nicht so meins aber das Thema ungeheuer interessant zumal bei mir die Varyag noch auf ihre Fer5tigstellung wartet.
Bisher sieht dein Kreuzer jedenfalls sehr elegant aus Cool
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Beitrag von slowcutter am Do 03 Sep 2020, 11:41

Hallo Doc,
willkommen in der 1. Reihe. Die beiden angefangenen Bauberichte im Plastikbereich, deiner und der vom Kollegen Unosoculus (Chrille) haben zu meiner Entscheidung beigetragen, meine alten Bauberichte in abgewandelter Form noch einmal aufzukochen. Der Waräger ist dann als zweiter dran, ich beeile mich!

Viele Grüße
Hans-Jürgen
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Beitrag von Der Boss am Do 03 Sep 2020, 12:11

Moin Moin

Rück mal ein Stück, ich will auch mit aufs Sofa.

Wo sind die Chips ? Wink
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Beitrag von Jörg am Do 03 Sep 2020, 19:23

Sehr schön, Hans-Jürgen ... einer der wenigen "Fünfschloter" ... Cool

Besonders interessant finde ich, daß hier gleich drei Modelle im 'Flottenverband' entstehen! Very Happy


Gruß - Jörg -  Wink
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Beitrag von slowcutter am Do 03 Sep 2020, 23:43

So Leute, damit es euch auf dem Sofa nicht langweilig wird, geht es auch schon weiter.
Schiffe mit Vollrumpf befestige ich durch Verschrauben mit der Grundplatte. Dazu baue ich in das Spantengerüst Verbindungsmuttern ein. Die sind länger bzw. dicker als normale Muttern und die Schrauben haben eine bessere Führung.

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Beitrag von slowcutter am Do 03 Sep 2020, 23:49

Das Unterwasserschiff bekommt eine doppelte Beplankung. Zunächst wird das Spantengerüst geschliffen, dadurch wird Platz geschaffen für die dickere Doppelbeplankung. Die erste Beplankung mache ich aus Karton 120 oder 160 g/m2. Dann kann man noch einmal vorsichtig schleifen oder auch spachteln, bis man die perfekte Auflage für die zweite Beplankung erhält. Ich muss dazusagen, ich bin Purist, d.h. bei mir werden Kartonmodelle nicht angemalt, Ausnahmen sind nur die Schnittkanten und Laser- oder Ätzteile. Darum muss die zweite Beplankung perfekt sitzen. Durch die Doppelbeplankung wird der Rumpf sehr stabil.

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Beitrag von slowcutter am Fr 04 Sep 2020, 00:01

Nun sind die Bordwände an der Reihe. Die müssen nicht verdoppelt werden. Dafür werden die Bullaugen etwas aufgepeppt. Die Bullaugen werden mit einer der bekannten Techniken ausgestochen und von hinten mit einem Tropfen Duosan rapid ausgefüllt. Von vorn wird ein selbstgefertigter Messingring eingesetzt. Cristal clear kannte ich damals noch nicht, darum habe ich Duosan genommen. das ist nach dem Aushärten auch schön durchsichtig. Man kann die Bullaugen auch mit Folie hinterkleben. Die Dreidimensionalisierung der Regenabweiser habe ich mir erspart, da hätte ich wieder anmalen müssen, vielleicht sogar die gesamte Bordwand.
So sieht das ganze im Vergleich aus:
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Das kann man natürlich noch etwas akkurater hinbekommen. Nun sind die Bordwände alle vorbereitet.

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Beitrag von slowcutter am Fr 04 Sep 2020, 00:04

Und nun sind sie auch schon dran und der Rumpf ist zu.

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Schrauben und Ruder sind auch schon fertig, da kann es ja demnächst mit den Aufbauten losgehen.

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Beitrag von DickerThomas am Fr 04 Sep 2020, 07:50

2 Daumen 2 Daumen 2 Daumen
DickerThomas
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Klebt besser als Sekundenkleber
Klebt besser als Sekundenkleber


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Beitrag von doc_raven1000 am Fr 04 Sep 2020, 13:49

Tolle Arbeit, besonders die Lösung mit den Bullaugen, Slow 2 Daumen
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Beitrag von slowcutter am Fr 04 Sep 2020, 22:32

Na ja, bei den Bullaugen muss ich wohl noch ein bißchen üben...
Jetzt geht es mit den Aufbauten weiter. Die stellen keine große Schwierigkeit dar, haben allerdings "runde Ecken". Da ist man gut beraten, ein formgebendes Teil aus Karton wie einen Spant einzubauen. Der Karton des Bogens ist etwas störrisch, deshalb habe ich die Stellen, wo gebogen werden muss, angefeuchtet. Auch die Schornsteine bekommen jetzt schon ein paar Spanten, sind aber noch nicht an der Reihe.

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Beitrag von slowcutter am Fr 04 Sep 2020, 22:36

Außerdem sind jetzt schon ein Menge Kleinteile zu fertigen und an Deck zu bringen, zum Beispiel Oberlichter, Munitionsaufzüge, Niedergänge, Lüfter, Wasserbehälter etc. Später wird es hier mitschiffs sehr eng.

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Die Oberlichter sind wieder nach der oben beschriebenen Methode verglast. Das Hauptdeck hat sich inzwischen gefüllt, nur ein paar Kleinigkeiten fehlen noch. Ich halte ich mich kaum noch an die Reihenfolge der Nummerierung der Teile, sondern baue die einzelnen Abschnitte "von innen nach außen", um mit den kleinen Teilen noch einigermaßen zurecht zu kommen. Drum steht auch die Winde schon, die wäre sonst erst später dran.

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Beitrag von slowcutter am Fr 04 Sep 2020, 22:48

Inzwischen nimmt die Scheinwerferbrücke langsam Gestalt an. Dabei war das Problem zu lösen, wie die Reling gebaut werden soll - Laser- oder Ätzteile oder Eigenbau.

Ich habe mich für Eigenbau entschieden. Mit der dem Bogen beigefügten Schablone sollte das wohl zu machen sein. Ich habe die Schablone für die Stützen mit 0,25 mm starkem Kupferdraht bespannt, für die Züge habe ich einen dünnen Seidenfaden genommen. Die Schnittstellen wurden mit Sekundenkleber verklebt, dann wurde die Reling noch auf der Schablone gepönt. Nach dem Abtrennen von der Schablone noch einmal nachpönen - fertig!

Ich finde, die Eigenbaureling sieht um einiges realistischer aus als die Laser- oder Ätzteile. Nur beim Pönen muss ich mir wohl noch etwas mehr Mühe geben...

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Beitrag von doc_raven1000 am Sa 05 Sep 2020, 09:12

Alle Achtung, deine Eigenbaureeling sieht Super aus, Slow, aber sag mal ist die Treppe da so richtig? Einen Daumen
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Beitrag von slowcutter am Sa 05 Sep 2020, 16:44

Hallo Doc,
danke für dein Lob. Mit selbstgebauten Relings habe ich viel experimentiert. Inzwischen mache ich sie anders und auch wohl besser, wie du irgendwann in einem der nächsten Bauberichte sehen kannst.
Ich wüßte nicht, was an dem Niedergang (Treppe) falsch sein sollte. Auch die Stelle ist richtig. Auf dem Bild sieht es nur so aus als ob der Abstand zum Träger der Munitionstransportschiene zu gering ist. Für normal gewachsene Matrosen passt das schon.

Viele Grüße
Hans-Jürgen
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Beitrag von doc_raven1000 am So 06 Sep 2020, 13:56

Verguckt, Slow, auf dem letzten Bild sah es aus, als würde der Niedergang etwas durch den Aufbau gehen, beim genaueren Betrachten sehe ich das der Niedergang ganz normal ist..
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Beitrag von Jörg am So 06 Sep 2020, 14:23

Stark ... besonders auch die selbstgemachten Relinge wirken prima! Cool

Jetzt läßt sich auch dieser merkwürdige "Block" da auf der Zeichnung richtig zuordnen ... Very Happy


Duosan Rapid ... dat gibt es noch!? shocked  shocked  shocked

Duosan und Weißleim ... unverzichtbare Begleiter meiner Kinder- und frühen Jugendzeit ... sunny


Gruß - Jörg - Wink
Jörg
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Beitrag von slowcutter am So 06 Sep 2020, 16:55

Hallo Jörg,
ja Duosan gibt es noch, wird wahrscheinlich wenig benutzt, weil das Volk bei anderen Marken gelandet ist. Hier sind mal zwei Bilder vom Original, auf denen man ein paar Details zur Reling und den Niedergängen erkennen kann (Quelle: Wikipedia.ru, die Bilder sind gemeinfrei):

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Das erste Foto stammt von einer Erprobungs- oder Abnahmefahrt, bei der der Nachweis der geforderten Geschwindigkeit von 24 Knoten erbracht werden sollte. Es sieht fast so aus, als wären nicht alle Ausrüstungen an Bord gewesen, um Gewicht zu sparen.
Inzwischen hat sich das Heck mit Kleinteilen gefüllt.

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Beitrag von slowcutter am So 06 Sep 2020, 17:01

Weiter geht's mit Gefechtsstand und Brücke. Auch dort geht es ziemlich filigran zu.

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Inzwischen ist das Vorderdeck gut gefüllt, die Ankerketten fehlen allerdings noch.

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Damit ist Bauabschnitt 7 von 12 abgeschlossen, es stehen noch aus:
BA 8 "immer außen an der Bordwand lang" (Luken, Torpedonetze, Davits...)
BA 9 Schornsteine und Lüfter
BA 10 Boote
BA 11 Artillerie
BA 12 Masten und Takelage
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Beitrag von slowcutter am Mo 07 Sep 2020, 22:20

Die Stengen für die Torpedonetze sind relativ lange (4 cm) und nur knapp 1 mm dicke Röhrchen aus Karton.
Hergestellt habe ich sie so: Auf einer Innenseite des Röllchens habe ich einen 0,4 mm starken Draht knapp 1mm nach innen gerückt aufgeklebt. Am besten wäre ein Stahldraht gewesen, hatte ich aber nicht da. Bei dem Messingdraht hat man etwas mehr Mühe, das Teil gerade zu kriegen, aber es geht auch. Nachdem der Leim gut getrocknet ist, habe ich erst die schmale Seite des Papierstreifens um den Draht gebogen, dann die breitere Seite. Wenn dann die grobe Form da ist, kann man das dünne Papier gut zwischen den Fingern rollen (wie beim Bart zwirbeln), bis der gewünschte Durchmesser von knapp 1 mm erreicht ist. Dann wird das Ganze wieder etwas aufgerollt, der Kantenbereich mit etwas verdünnten Weißleim bestrichen und noch einmal "gezwirbelt". Nach dem Trocknen, dem Abschneiden des überstehenden Drahtes (der Überstand erleichtert das Handling beim Rollen und Kleben) und ein bißchen Ausrichtung erhält man eine ganz passable Stenge.

Das zweite Bild zeigt die 36 Miniaturhalterungen der Stengen der Torpedonetze. Da könnt ihr euch vielleicht vorstellen, wo die ganze Bastelzeit geblieben ist...

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Vor der Montage bringe schon die Takelung an der Spiere an und "versenke" die freien Enden anschließend im Rumpf. Die Torpedonetzlager hätte man noch supern können, indem man sie als Drahtgitter darstellt. Ich habe sie so genommen, wie sie der Bogen hergibt, das ist schon Fitzelei genug...

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Beitrag von slowcutter am Mo 07 Sep 2020, 22:31

Die Spieren waren untereinander verbunden, und zwar durch das Netz selbst. Das Netz bekommt eine Tragleine an den oberen Rand, die dann an den einzelnen Spieren befestigt wird. Bleibt die Frage des Materials. Aus den Teilen 335 auf der Seite 14 des Bogens könnte man die gerollten Netze aus dünnem Papier herstellen. Das würde der Philosophie des Konstrukteurs Alexander Kustow entsprechen. Hat mir aber nicht so recht gefallen. Dann war ich schon drauf und dran, einen Damenstrumpf aus meiner Fetischsammlung zu opfern. Aber dann fiel mir dieses sehr feine und flexible Fliegengitter in die Hände und damit habe ich es probiert. Das erste Bild zeigt, wie die Torpedonetze in der Realität aussahen (ist allerdings ein anderes Schiff), auf dem nächsten sieht man meinen ersten Versuch: Fliegengitter unter Zuhilfenahme von Weißleim rollen, Takelgarn dranlegen und abbinden. Anschließend wird noch ein bißchen gefärbt, nur nicht zuviel, damit die Netzstruktur nicht zugekleistert wird. Das Probestück ist doch gar nicht so schlecht gelungen, wie der Vergleich mit dem "papiernen" Netz aus dem Bogen zeigt.

Ich finde, es sieht gut aus (und die Fetischsammlung musste nicht angetastet werden).Es bleibt die Herausforderung, das ganze mit einem ca. 40 cm langen Netz hinzukriegen....

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