Der lustige Modellbauer
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Bahnpostwagen aus den zwanziger und dreißiger Jahren - H0-Umbaumodelle

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Bahnpostwagen aus den zwanziger und dreißiger Jahren - H0-Umbaumodelle Empty Bahnpostwagen aus den zwanziger und dreißiger Jahren - H0-Umbaumodelle

Beitrag von Steffen70619 am Mi 29 Jan 2020, 21:51

Hallo zusammen,

nach der freundlichen Aufnahme im Forum, in dem ich bisher nur mitgelesen habe, traue ich mich nun endlich, einmal meine Bauprojekte vorzustellen, auch wenn diese noch nicht fertig sind.
Mein Interessenschwerpunkt sind die Einheits-Personen- und Gepäckwagen sowie die zugehörigen Schlaf-, Speise- und Bahnpostwagen aus der Zeit der zwanziger und dreißiger Jahre.
Dabei auch die "Ableger", die von der deutschen Waggonbauindustrie an Privatbahnen und ins Ausland geliefert wurden.

Während das Modellangebot in der von mir auch bevorzugten Baugröße H0 bei den Personen- und Gepäckwagen brauchbar ist, fehlen bei den Bahnpostwagen die wichtigsten Modelle.

Daher möchte ich mal chronologisch anfangen:
Bis Mitte der zwanziger Jahre war bei der Reichspost der vierachsige Bahnpostwagen mit 17 m Kastenlänge und Oberlichtaufbau ein Standardfahrzeug. Ursprünglich in Holzbauart entstanden, wurden ab 1914 die ersten Wagen in eiserner Bauart gefertigt. War bei diesen noch die Seitenwandbeblechung über die Längsträger gezogen, so waren bei den späteren Bauformen der Längsträger mit den aufgenieteten Kastenstützen sichtbar.
Die Dächer waren an den Einstiegsenden als Rammdach mit Blechbeplankung ausgeführt, während das Mittelteil aus drellbedeckter Holzlattung auf Stahlspriegeln bestand.

Vorbild meines Modells ist der Post4ü-a/17 der Baujahre 1924-26 (Wagennummern 3483 ... 3909). Nach meiner Liste dürfte es in dieser Bauform 74 Wagen gegeben haben, die von allen größeren deutschen Waggonbaufabriken geliefert wurden.
Anhand von Werksfotos (van der Zypen & Charlier, Köln) und Skizzen habe ich erstmal eine Zeichnung erstellt.

Bahnpostwagen aus den zwanziger und dreißiger Jahren - H0-Umbaumodelle Skizze10

Rohmaterial bildeten zwei Roco-Hechte, denn es werden die Einstiege mit den einflügeligen Türen benötigt.
Angefangen habe ich aber mit dem Dach, hier wurde jeweils eine Oberlichtfensterbreite herausgetrennt.
Das Dach wurde anschließend zusammengeklebt und bildete sozusagen das maßliche Grundgerüst.

Bahnpostwagen aus den zwanziger und dreißiger Jahren - H0-Umbaumodelle Post4u14

Der Wagenkasten mußte genauso scheibchenweise zusammengestückelt werden.

Bahnpostwagen aus den zwanziger und dreißiger Jahren - H0-Umbaumodelle Post4u15

Dabei habe ich zuerst das Mittelstück mit den Laderaumtüren gebaut und dann die Endstücken angepaßt.

Bahnpostwagen aus den zwanziger und dreißiger Jahren - H0-Umbaumodelle Post4u16

Nun kann man immerhin schon den Wagenkasten erkennen ...

Bahnpostwagen aus den zwanziger und dreißiger Jahren - H0-Umbaumodelle Post4u17

Schwierig gestaltete sich das Untergestell. Es mußte die Ballastplatte gekürzt werden, und die Drehgestellzapfen weiter zu den Wagenenden versetzt werden.
Dann sollten auch die Kastenstützen und die Zeitungskästen einigermaßen passen. Hier zunächst einmal die Hauptteile.

Bahnpostwagen aus den zwanziger und dreißiger Jahren - H0-Umbaumodelle Post4u18

Der Untergestell-"Knochen" ist zusammengeklebt, und die Inneneinrichtung gekürzt.

Bahnpostwagen aus den zwanziger und dreißiger Jahren - H0-Umbaumodelle Post4u19

Der erste Probe-Zusammenbau - paßt. Dann konnte die Ballastplatte eingeklebt werden, welche die nötige Stabilität bietet.
Die Seiten des Untergestells wurden mit passenden Stücken aufgefüttert, so daß Tritte und Kastenstützen passen.

Bahnpostwagen aus den zwanziger und dreißiger Jahren - H0-Umbaumodelle Post4u20

Der Wagen mit dem fertigen Untergestell-Rohbau. Der Batteriekasten ist vorbildgerecht versetzt.

Bahnpostwagen aus den zwanziger und dreißiger Jahren - H0-Umbaumodelle Post4u21

Am Nichthandbremsende hatten die Wagen einen kleinen Paketraum. Dort war ein Fenster zu verschließen.
Die Fenstereinsätze sind inzwischen gekürzt und angepaßt. Sie lassen sich wieder als Streifen einsetzen.

Bahnpostwagen aus den zwanziger und dreißiger Jahren - H0-Umbaumodelle Post4u22

So harrt der Wagen nun der noch kommenden Feinarbeiten (Dach- und Einstiegsgriffe) und Lackierung.
Ich hoffe, mein Halbfertigprodukt gefällt. Bis zur Lackierung und Beschriftung werden aber wohl noch ein paar Monate ins Land gehen.

Viele Grüße

Steffen
Steffen70619
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Beitrag von klaus.kl am Mi 29 Jan 2020, 22:06

Hallo Steffen,

H0 ist zwar nicht ganz mein Maßstab aber ein schönes Vorbild hast Du dir da genommen. Würde mir auch gefallen, ist sehr gut geeignet für kleine Anlagen. Gelungene feine Bauausführung, bin mal gespannt wie er nach Lackirrung und Beschriftung aussieht. Viel Erfolg weiterhin.

Gruß Klaus
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Bahnpostwagen aus den zwanziger und dreißiger Jahren - H0-Umbaumodelle Empty ... und ein Bayern-Hecht ...

Beitrag von Steffen70619 am Mi 29 Jan 2020, 22:20

... und der nächste ...

Bayern hatte innerhalb der Reichspostverwaltung einen Sonderstatus und bis 1934 eigene Bahnpostwagen beschafft.
Darunter befanden sich "Hecht"-Wagen mit 20 m Wagenkastenlänge, die in zwei Bauformen von 1927 - 1931 beschafft wurden.
Die ersten 10 Wagen (Nr. 14633 - 14642, MAN und Rathgeber 1927) hatten bayerische Drehgestelle mit 3,50 m Achsstand.
Die folgenden 17 Wagen (Nr. 14659 - 14664, 14690 - 14699, MAN und Rathgeber, 1930/1931) hatten Drehgestelle der Bauart Görlitz II schwer mit 3,60 m Achsstand.

Abgesehen von den Drehgestellen unterschieden sich die Wagen in einem zusätzlichen Laderaumfenster und einem damit geänderten Dachaufbau von den Reichspost-Hechten.
Auch hier habe ich nach einigen Fotos und Skizzen aus den Bahnpostwagen-Büchern erstmal eine Zeichnung erstellt:

Bahnpostwagen aus den zwanziger und dreißiger Jahren - H0-Umbaumodelle Skizze11

Vom Bau des Post4ü-a/17 ist noch ein Stück des zweiten Roco-Wagens übriggeblieben.

Bahnpostwagen aus den zwanziger und dreißiger Jahren - H0-Umbaumodelle Post4u23

Das Mittelteil zwischen den Laderaumtüren lieferte das Teilstück mit dem bei dem Bayern vorhandenen zusätzlichen Fenster.
Damit stimmt auch die Zahl der Kastenstützen - eine mehr als beim Reichspost-Hecht.
Der Bayern-Hecht hatte zudem einen größeren Paketraum am Nichthandbremsende.

Bahnpostwagen aus den zwanziger und dreißiger Jahren - H0-Umbaumodelle Post4u24

Fensterstreifen und Untergestell sind angepaßt, die beiden senkrechten Blechstreifen der Seitenbeplankung sind mit Evergreen-Streifen nachgebildet.

Bahnpostwagen aus den zwanziger und dreißiger Jahren - H0-Umbaumodelle Post4u26

Am Untergestell ist der zuätzliche Batteriekasten angebracht, und die Drehgestelle, die ein Liliput-28-er Schnellzugwagen spendete, montiert.
Der Oberlichtaufbau des Daches wurde entsprechend des Vorbilds geändert.

Bahnpostwagen aus den zwanziger und dreißiger Jahren - H0-Umbaumodelle Post4u25

Auch dieser Wagen harrt nun der Verfeinerung und Lackierung.


Viele Grüße

Steffen
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Bahnpostwagen aus den zwanziger und dreißiger Jahren - H0-Umbaumodelle Empty ... und noch der Post4ü-a/20 der Baujahre 1928-35

Beitrag von Steffen70619 am Mi 29 Jan 2020, 22:52

... einen hab ich noch, und das ist auch zugleich der letzte, der auf Basis eines Roco-Hechtes entstand.

Das Vorbild entstand 1928, und nach meiner Liste wurden von dem Wagentyp um die 190 Stück gebaut. Es gab zwei Grundrisse, einmal als Briefpostwagen (Post4ü-a/20) und als Allesbahnpostwagen (Post4ü-bII/20), die sich im Oberlichtaufbau unterschieden. Dieser war erstmals vollständig aus Stahl und genietet. Die Einstiege wurden nunmehr wie bei den 28-er Schnellzugwagen eingezogen, die Fensterteilung entsprach dem Vorgängermodell, weshalb auch ein Roco-Hecht das Grundmodell bildete.

Der Post4ü-bII/20 Nr. 4467 (Westwaggon, 1933) kann im Deutschen Museum München besichtigt werden. Er weist einige Umbauten auf und entspricht daher nicht mehr dem Lieferzustand.

Auch hier habe ich erstmal eine Zeichnung erstellt.

Bahnpostwagen aus den zwanziger und dreißiger Jahren - H0-Umbaumodelle Skizze12

Unten der bereits entkernte Roco-Hecht, die eingezogenen Seiten habe ich quasi aufgeklappt. Die Einstiege, eine doppelflügelige Laderaumtür und die Fenster spendiert der Liliput PwPost4ü-28.

Bahnpostwagen aus den zwanziger und dreißiger Jahren - H0-Umbaumodelle Post4u29

Hier ist der Wagenkasten bereits zusammengestückelt. Zur Verstärkung sind oben Plastikstreifen aus der Bastelkiste eingeklebt.

Bahnpostwagen aus den zwanziger und dreißiger Jahren - H0-Umbaumodelle Post4u27

Und der Wagenkasten von innen. Die hellen Teile stammen vom Liliput-PwPost4ü.

Bahnpostwagen aus den zwanziger und dreißiger Jahren - H0-Umbaumodelle Post4u28

Das zusammengestückelte Dach auf dem zusammengestückelten Wagenkasten.

Bahnpostwagen aus den zwanziger und dreißiger Jahren - H0-Umbaumodelle Post4u31

Das vorgearbeitete und begradigte Untergestell.

Bahnpostwagen aus den zwanziger und dreißiger Jahren - H0-Umbaumodelle Post4u30

Detail des Einstiegsbereiches. Das Oberlicht-Dach wurde mit Resten eines zweiten Daches verlängert, so daß es nun gerade durchläuft.
Der Einstieg des Liliput-Wagens paßt sehr gut an den Roco-Hecht-Korpus.
Die oberen Rundungen der Fensterausschnitte sind eckig gefeilt, da ab 1928 die Fenster bei den Reisezugwagen oben ebenfalls nicht mehr ausgerundet waren.

Bahnpostwagen aus den zwanziger und dreißiger Jahren - H0-Umbaumodelle Post4u32

Das Untergestell wurde mit Evergreen-Streifen aufgefüttert, die begradigten Kastenstützen angeklebt und die Einstiege neu gebaut.
Für den größeren Schwenkbereich des Görlitz-II-Drehgestells habe ich ein Stück des Untergestells ausgesägt und mit einem Evergreen-Streifen verschlossen - das, was weiß ist.

Bahnpostwagen aus den zwanziger und dreißiger Jahren - H0-Umbaumodelle Post4u34

Der Wagen im Rohbau. Die Drehgestelle kommen wieder von einem Liliput-28-er.

Bahnpostwagen aus den zwanziger und dreißiger Jahren - H0-Umbaumodelle Post4u33

Auch dieser Wagen wartet nun auf Lackierung und Beschriftung, was sicher noch dauern wird.
Dafür brauche ich für die nun drei Wagen nur einmal Farbe anzurühren.

Vielen Dank und beste Grüße

Steffen
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Beitrag von maxl am Mi 29 Jan 2020, 23:18

Hochinteressant, was du hier zeigst, Steffen! Vorbildrecherche und Umbauten sind sehr eindrucksvoll. Schöne Fotodokumentation! Ich schaue gerne zu und lese aufmerksam mit - hier gibt es viel zu lernen auf einem mir fremden Spezialgebiet. Jeder Umbau in H0 in dieser Qualität nötigt mir den größten Respekt ab. Da hast du auf diesem Forum ja etliche Gleichgesinnte. Da formiert sich eine hochkarätige Mannschaft...
Gruß Michael (maxl)
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Beitrag von didl am Mi 29 Jan 2020, 23:37

Tolle Modelle Steffen Zehn
Bin ein Fan der Bahnpostwagen!
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Beitrag von Steffen70619 am Mi 29 Jan 2020, 23:42

Hallo Michael & Klaus,

besten Dank für die anerkennden Worte.
Ich habe hier aus dem Forum schon eine ganze Menge Anregungen entnommen, vor allem, was den Umbau mit Revell-Bausätzen und diversen Piko-loks angeht. Beeindruckend, was mit überschaubaren Mitteln alles zu erreichen ist.
Ich muß mich nun mal an der Airbrush-Lackierung versuchen. Genügend Bastelreste habe ich ja nun, die ich versauen kann.
Erst nach Lackierung und Beschriftung zeigt sich nun einmal, ob das Modell was geworden ist ...

Viele Grüße
Steffen
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Bahnpostwagen aus den zwanziger und dreißiger Jahren - H0-Umbaumodelle Empty ... und noch einen - geschweißter Post4ü-a/21,6 (1936)

Beitrag von Steffen70619 am Fr 13 März 2020, 01:02

... einen hab ich doch noch, aber das war es dann auch mit den Postwagen.

Das Vorbild entstand ab 1936, und stückzahlmäßig ging diese Bauart in die hunderte.
Die Wagen lehnten sich gestalterisch an die geschweißten 35-er Schnellzugwagen an. Untergestell und Wagenkasten waren geschweißt. Die Brüstungsleisten und die Dachmittelbahnen waren hingegen aufgenietet.
Es gab fünf auch äußerlich unterscheidbare Grundrisse:
- Post4ü-a/21,6 - Briefpostwagen (ab 1936)
- Post4ü-bI/21,6 - Allesbahnpostwagen (1938/39), ein Paketraum am NHBrE
- Post4ü-bII/21,6 - Allesbahnpostwagen (1937), Briefraum in Wagenmitte, je ein Paketraum an den Wagenenden, WC am HBrE
- Post4ü-bII/21,6 - Allesbahnpostwagen (1938/39), Briefraum und WC in Wagenmitte, je ein Paketraum an den Wagenenden
- Post4ü-c/21,6 - Paketpostwagen (1940/41)

Diese zahlenmäßig starke Postwagenfraktion wird von den Herstellern beharrlich ignoriert, man könnte es fast schon boshaft nennen.
Nur in N hatte Fleischmann den Post4ü-c/21,6 kredenzt, allerdings mit falschen Drehgestellen.

Die Einstiege wurden bei den Wagen wie bei den 35-er Schnellzugwagen eingezogen, die Fensterlinie lag aber etwas höher, auf dem Niveau der Vorgänger. Dafür wurden die Fenster 200 mm breiter.
Der Wagentyp wurde zum Schürzenwagen weiterentwickelt, abgesehen von den Einstiegen und der Längsträgerschürze sind die Unterschiede marginal.

Der Post4ü-a/21,6 Nr. 4503 (Crede, 1937) kann bei der 3Seen-Bahn in Seebrugg besichtigt werden. Er stammt von der Deutschen Post der DDR und weist einige Umbauten auf. So sind die Dachfenster verschlossen und die Zeitungskästen entfernt. Die waren auch im Zeitalter des Rollbehälterverkehrs nicht mehr erforderlich.
Den Wagen habe ich vor 2 Jahren bei allerschönstem Winterwetter angesehen und eine Reihe Fotos geschossen.

Bahnpostwagen aus den zwanziger und dreißiger Jahren - H0-Umbaumodelle Vorbil10

Bahnpostwagen aus den zwanziger und dreißiger Jahren - H0-Umbaumodelle Vorbil11

Auch hier habe ich erstmal eine Zeichnung erstellt.

Bahnpostwagen aus den zwanziger und dreißiger Jahren - H0-Umbaumodelle Skizze13

Spenderwagen waren der Liliput-Schürzenpostwagen und der Roco-Eilzugwagen im DB-Gewand (AByse). Bin also den umgekehrten Weg wie beim Vorbild gegangen.

Bahnpostwagen aus den zwanziger und dreißiger Jahren - H0-Umbaumodelle Post4u35

Bahnpostwagen aus den zwanziger und dreißiger Jahren - H0-Umbaumodelle Post4u36

Die zu hohe Fensterlinie des Roco-Eilzugwagens wurde ja zur Genüge beanstandet. Hier paßt das aber perfekt.

Bahnpostwagen aus den zwanziger und dreißiger Jahren - H0-Umbaumodelle Post4u37

Am NHBrE liegen die doppelflügeligen Laderaumtüren. Die konnte ich vom Liliput-Wagen übernehmen.

Bahnpostwagen aus den zwanziger und dreißiger Jahren - H0-Umbaumodelle Post4u38

Da der Roco-Eilzugwagen breiter ist, habe ich die Dachenden längs aufgetrennt,auf Liliput-Dachbreite gebracht und dann an das passend gekürzte Schürzenwagen-Dach angeklebt.
Hier Wagenkasten und Dach im Rohbau.

Bahnpostwagen aus den zwanziger und dreißiger Jahren - H0-Umbaumodelle Post4u39

Nachdem der Wagenkasten der Schwerkraft folgte und sich beim Aufprall auf den Boden zerlegte, habe ich einige Verstärkungen eingeklebt.
Das Dach ist inzwischen geschliffen, und die fehlenden Dachfenster ergänzt. Man kann die Lage dieser am Wagen in Seebrugg noch nachvollziehen.

Bahnpostwagen aus den zwanziger und dreißiger Jahren - H0-Umbaumodelle Post4u40

Nach einigen Feil- und Schleifarbeiten kann man den Wagen schon erahnen.

Bahnpostwagen aus den zwanziger und dreißiger Jahren - H0-Umbaumodelle Post4u41

Das Untergestell besteht aus dem "Gerippe" des Schürzenwagens, den Enden des Eilzugwagens und dem Mittelstück mit Zeitungskästen des übriggebliebenen Roco-Hechtes aus dem Post4ü-a/17-Projekt.
Das Abfeilen der Schürze des Liliput-Wagens ging einfacher als gedacht.

Bahnpostwagen aus den zwanziger und dreißiger Jahren - H0-Umbaumodelle Post4u42

Das zusammengesetzte Untergestell. Noch müssen die Einstiege ordentlich mit Plastikstücken komplettiert werden.

Bahnpostwagen aus den zwanziger und dreißiger Jahren - H0-Umbaumodelle Post4u43

Mit den nicht ganz vorbildgerechten Drehgestellen eines Liliput-28er Schnellzugwagens kann man den Postwagen zumindest schon erkennen, denke ich.

Bahnpostwagen aus den zwanziger und dreißiger Jahren - H0-Umbaumodelle Post4u44

Er harrt nun noch der Verfeinerung und Lackierung. Insbesondere muß das Untergestell noch vervollständigt werden.
Muß mich jetzt doch mal wirklich ernsthaft mit der Airbrush-Technik auseinandersetzen...

Vielen Dank und herzliche Grüße

Steffen
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Beitrag von lok1414 am Fr 13 März 2020, 08:53

War der Original Post4ü-a/21,6 (1936) nicht mit Drehgestellen vom Typ Görlitz III, schwer, ausgerüstet. Der Unterschied zum 6,8mm längeren Radstand gegenüber dem Görlitz III, leicht, oder Görlitz II fällt nur auf, wenn beide Drehgestelle nebeneinander stehen. Hat der WR4ü-28 DSG von ROCO nicht die richtigen "langen" Drehgestelle?


Zuletzt von lok1414 am Fr 13 März 2020, 09:48 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Beitrag von Jürgen(S) am Fr 13 März 2020, 09:37

Hallo Wolfgang
sehr intressanter Bericht -
werde es gerne verfolgen.
mfg
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Beitrag von Steffen70619 am Fr 13 März 2020, 13:51

Hallo Wolfgang,

das ist richtig, die 21,6-m-Postwagen hatten Drehgestelle der Bauart Görlitz III schwer geschweißt mit 3.600 mm Achsstand.
Die von mir verwendeten Drehgestelle sind vom 28-er Schnellzugwagen, also Görlitz II schwer genietet, aber ebenfalls mit 3.600 mm Achsstand. Der Liliput-Schürzenwagen hatte die falschen Drehgestelle (Görlitz III leicht, mit vierfacher Federung).
Der WR4ü-28 hat auch die Görlitz II schwer genietet. Mir fällt kein Modell ein, dass die G-III schwer mit dreifacher Federung hat.
Abgesehen von der Niet- bzw. Schweißbauart war der wesentlliche erkennbare Unterschied die Auflagerung der Wiegenfederbunde.

Mit dem Kompromiß kann (und muß) ich aber leben. Auch die Modelle der Roco-Hechtpostwagen und der Liliput-Schürzenpostwagen haben noch weitere Kompromisse, die ich mit übernommen habe.
So waren beispielsweise bei allen doppelflügeligen Laderaumtüren die Schlösser auf den rechten und die Haltegriffe auf dem linken Türflügel. Liliput und Roco haben das immer auf einer Fahrzeugseite falsch. Zuviel Symmetrie ist eben auch nicht richtig.


Viele Grüße
Steffen
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Beitrag von Glufamichel am Sa 14 März 2020, 15:14

Hoi Steffen,
noch so ein Verrückter Wink der anderer Leute Modellbahnerherz zuerst bluten und dann lachen lässt Staunender Smilie Die Umbauten schauen aber klasse aus Beifall
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Bahnpostwagen aus den zwanziger und dreißiger Jahren - H0-Umbaumodelle Empty Kurzes Update zum Post4ü-a/17

Beitrag von Steffen70619 am Sa 23 Mai 2020, 19:52

Hallo zusammen,

inzwischen habe ich mich mal an der Inneneinrichtung versucht.
Zu meinem Vorbildwagen gibt es zwei Werkfotos der Innenausstattung, die mir als Vorlage gedient haben.

Für die Nachbildung der Briefverteilfächer und Arbeitstische habe ich Evergreen-Streifen verwendet.

Bahnpostwagen aus den zwanziger und dreißiger Jahren - H0-Umbaumodelle Post4u45

Bahnpostwagen aus den zwanziger und dreißiger Jahren - H0-Umbaumodelle Post4u46

Nachdem mich schon das Zusammenkleben an die Grenzen meiner feinmotorischen Fähigkeiten führte, hätte ich doch besser vor dem Kleben die Baugruppen bemalen sollen.
Hinterher sehen die Kanten nicht so dolle aus.

Bahnpostwagen aus den zwanziger und dreißiger Jahren - H0-Umbaumodelle Post4u47

Bahnpostwagen aus den zwanziger und dreißiger Jahren - H0-Umbaumodelle Post4u48

Die Fenstereinsätze werde ich innen dann doch wohl noch holzfarben anmalen, damit eine vernünftige Wand entsteht.

Bahnpostwagen aus den zwanziger und dreißiger Jahren - H0-Umbaumodelle Post4u50

Da allerdings von der Innenausstattung am zusammengebauten Wagen so gut wie nichts zu sehen ist, werde ich die der übrigen Wagen wohl doch wesentlich einfacher darstellen.

Bahnpostwagen aus den zwanziger und dreißiger Jahren - H0-Umbaumodelle Post4u49

Herzliche Grüße & bleibt gesund

Steffen
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Bahnpostwagen aus den zwanziger und dreißiger Jahren - H0-Umbaumodelle Empty Re: Bahnpostwagen aus den zwanziger und dreißiger Jahren - H0-Umbaumodelle

Beitrag von lok1414 am Mo 25 Mai 2020, 08:15

@Steffen: Früher habe ich mich auch immer noch bemüht noch Inneneinrichtung zu gestalten. Aber, wenn man es nüchtern betrachtet: aus 50cm Betrachtungsabstand - was irgendwo realistisch ist - sieht i.d.R. niemand mehr eine Inneneinrichtung. Klar es gibt Ausnahmen, aber da "schnitze" ich mir was zurecht .... und Gepäcknetze oder Aschenbecher nachbilden ??? - nicht mein Ding.
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