Der lustige Modellbauer
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280 004 - noch so'n Gedicht ...

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Beitrag von lok1414 Mo 18 Nov 2019, 12:28

Moin Männers (schließt Frauen, Divers und andere natürlich mit ein),
ich hatte mir ja vorgenommen meine größeren und kleineren Baustellen zu bereinigen und versprochen diese vorzustellen.

Pimp up, finde ich eine nette Bezeichnung für Aufhübschungen von Modellen. Ich zeige euch hier war ich mit einer LIMA 280 gemacht habe .... war sowas wie eine Wochenend-Bastelei.

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Die LIMA V80 004, als 280 004-3 nachgebildet, kennt wohl jeder Modellbahner. Für viele gehörte sie zur "Erstausrüstung". Erst kurz vor der Beendigung der LIMA-Selbstständigkeit wurde das Modell komplett überholt, einem Reengineering unterzogen. Das alte Modell hatte zwei entscheidende Mängel unter denen das Modell Zeit seines Produktlebens litt. Zum einen war das Modell um 5,5 mm im Gehäuse zu hoch, ...
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... was zum anderen wieder aus dem zweiten Mangel resultiert: der voluminöse Standard-Rundmotor von LIMA ...
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Wer nun eine mäßstäbliche V80/280 haben wollte, hatte zunächst zwei Möglichkeiten. Entweder ein (teures) Großserien Modell z.B. von Lima selbst, von Roco oder Märklin/Trix kaufen oder ...... selber das Gehäuse modifizieren.
Mein Motto kennt ihr ja: Kaufen kann jeder ... dass, schließt diese Alternative entgeltlich aus.

Die andere Alternative teilt sich nochmal in zwei Möglichkeiten. In den Anfangsjahren sah die eine Möglichkeit so aus, das ein 5,5 mm breites Stück aus dem Gehäuse gesägt wird; etwa so wie im Bild oben angezeigt ist. Das Ergebnis sieht etwa so aus ...
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Die zweite Möglichkeit ist modellbauerisch die etwas einfachere Variante. LIMA hat neben dem Modell der 280 auch ein "einfaches" zweiachsiges Spielmodell heraus gebracht. Dieses "Modell" hat zwar ein seeeehr vereinfachtes Fahrwerk, aber ein maßstäbliches Gehäuse. Aus meinem Bau des "Jagsttal-Krokodils", bei dem das Fahrwerk passte "wie Faust auf´s Auge", sind zwei dieser Gehäuse über geblieben .....
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<< Vergleich der Gehäuse "Spielmodell" (hellrot) vs. "Eigenbau" (dunkelrot)>>
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________________
Ende 1. Teil, im zweiten Teil geht´s um den eigentlichen Umbau ...
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Beitrag von lok1414 Di 19 Nov 2019, 09:58

Teil 2: Die Montage Fahrwerk + neues Gehäuse ist eigentlich keine Hexerei, zumal nicht wirklich Anpassarbeiten anfallen ...

Die wesentliche Arbeit ist die, den alten Rundmotor ...
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... an das neue niedrigere Lok-Gehäuse anzupassen.

Nur Mut, bei der nächsten Arbeit .... der läuft auch ohne die fehlende "Kappe".
Der Motor muß rund 3mm niedriger werden ...
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Hier sollte schon "schweres" Werkzeug eingesetzt werden ... mit aller Vorsicht!, denn der Kunststoff ist zääääh und das Metallgehäuse hart. Ich hab´s diesmal mit dem Tisch-Bandschleifer gemacht; das war es ein Klacks. Beim ersten Mal hab ich mir "´nen Wolf gefeilt". Motor sauber machen nicht vergessen !!!!

Etwas pfriemelig ist die nächste Arbeit: die neue Gehäusehalterung.
Statt der Rastnasen (die brechen irgendwann immer ab), werden Chassis und Gehäuse richtig verschraubt. Ich nutze die "Öffnungen" im Chassis, in denen die "alte Beleuchtung" befestigt war. Das 3mm-Rohr wird soweit aufgebohrt, dass eine M2,2 eingeschraubt werden kann (das Gewinde schneitet sich von selber ... wenn man es vorsichtig macht).
Ausrichten und mit einem 2K-Kleber werden die Rohre ins Gehäuse geklebt ...
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Im Anschluss werden noch die Pufferbohlen etwas aufgehübscht mit "vollem Gehänge": neue Puffer, Bremsschläuche, Heizleitung und Kupplungshaken. Die alte plumpe LIMA-Kupplung habe ich ersetzt durch einen "Eigenbau-Kupplungshaken" (zurecht gebogene Stecknadel) ...
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Fertig !!!!
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Na klar man kann noch vieles mehr machen: Motor ersetzten, wie z.B hier vom Freund "Gronauer" gezeigt: https://www.der-lustige-modellbauer.com/t31543-ersatzmotor-fur-lima-und-fleischmann-rundmotoren?highlight=lima (Danke, Manfred)

Was ich noch mache ist, 6 weiße und 4 rote LEDs als Beleuchtung einbauen (Platz ist ja genügen im Gehäuse) und das Gehäuse der Malerwerkstatt vorführen, zwecks RAL3004-Lackierung (purpurrot) und neuer Beschriftung.
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Beitrag von Spur 1 Di 19 Nov 2019, 11:13

Hallo Wolfgang,

so kann Modellbau auch aussehen.

Feine Sache, was Du da zeigst!

Auch wenn mir diese Maschine vom Design her leider gar nicht gefällt - das Ergebnis heiligt alle Mittel.

Beste Grüße aus Berlin von Andy
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Beitrag von Frank Kelle Di 19 Nov 2019, 11:28

lok1414 schrieb:...

Etwas pfriemelig ist die nächste Arbeit: die neue Gehäusehalterung.
Statt der Rastnasen (die brechen irgendwann immer ab), ...

Wem sagst Du das... Traurig 1
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Beitrag von lok1414 Di 19 Nov 2019, 12:20

@Andy: Wahre Worte!!! Was sich die Designer dabei wohl gedacht hatten ... Die wenige Jahre später erschienene Baureihe V100 der DB sah gleich ganz anders aus. Na, vielleicht spielte das damalige Modegetränk "Kentucky-Whisky" eine entscheidende Rolle.
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Beitrag von klaus.kl Di 19 Nov 2019, 12:42

Hallo Wolfgang,
kann mich Andy nur anschließen. Beim Design gibt's nur "ich liebe es" oder völlige Abneigung und dann noch mit der aufgesetzten Abgashutze. affraid  Grausam in meinem Augen. Ich hätte mir die Lok auch schon in Spur 0 besorgt (< 300.-) aber wie schon gesagt....

Dir trotzdem viel Spaß beim Umbau. Werde trotzdem gerne deinen Baubericht verfolgen.

Gruß Klaus
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Beitrag von steef derosas Di 19 Nov 2019, 14:55

Das ist der echte spass von eigenbau/umbau/ausbesserung! Wolfgang, Gratuliere Cool

Super umbau! Zehn
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Beitrag von OldieAndi Di 19 Nov 2019, 23:27

Hallo Wolfgang und alle anderen,

nun muss ich das Design der V80 doch mal tapfer verteidigen! auauau Eigentlich ist es moderner und schnittiger als das der V100. Ob es praktischer war, mag dahingestellt sein. Schick ist halt nicht immer vernünftig... Pfeffer

Egal, ob so oder so, tauchte so etwas im heutigen Bahnbetrieb unversehens auf, freute ich mich über beide.Wink

Schöne Batelarbeit übrigens, Wolfgang. Very Happy

Schöne Grüße
Andreas


Zuletzt von OldieAndi am Mi 20 Nov 2019, 00:08 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Beitrag von Jörg Di 19 Nov 2019, 23:55

Also ich mag das Design der V80 auch - das hat in meinen Augen was von der Eleganz eines Sportwagens Cool
- wogegen die V100 vergleichsweise höchstens den Charme eines Backsteins aufzubieten hat ... 280 004 - noch so'n Gedicht ... Gaehn10

Nichtsdestotrotz macht es selbst einem 'Nicht-Eisenbahner' wie mir immer wieder Spass,
bei Deinen mehr oder minder 'rabiaten' Umbauten zuschauen zu können, Wolfgang! Cool  Cool  Cool


Gruß - Jörg -  Wink
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Beitrag von lok1414 Mi 20 Nov 2019, 08:33

Danke für die netten Reaktionen. Nachträglich - hier mal eine kurze Abhandlung (aus Wiki) zur V80:
Die Lokomotive V80 wurde als erste neuentwickelte Diesellok für den Streckendienst der Deutschen Bundesbahn (DB) gebaut. Die Baureihe wurde in den Jahren 1951/1952 in einer Anzahl von nur zehn Exemplaren gebaut, bildete aber die Grundlage aller weiteren Entwicklungen der DB auf diesem Sektor.

Die Lokomotiven waren zunächst auf die Bahnbetriebswerke Frankfurt am Main und Bamberg verteilt. In Frankfurt (Main) kamen sie im Vorortverkehr Frankfurt (Main) Hbf – Bad Homburg v. d. Höhe bzw. nach Kronberg zum Einsatz und zogen auch Eilzüge zwischen Frankfurt (Main) und Köln. Die Bamberger Maschinen kamen im Nürnberger Vorortverkehr sowie auf diversen Nebenbahnen rund um Bamberg zum Einsatz. Ab 1963 wurden dann alle Loks im Bamberg zusammengefasst und übernahmen Personen- und Güterzugleistungen auf vielen Nebenbahnen in Nordbayern.

Das Nebenbahnsterben in den 1970er Jahren führte dazu, dass sich die DB zwischen 1976 und 1978 von den nur zehn Exemplaren trennen konnte, da auch ausreichend Lokomotiven der vergleichbaren Baureihe V 100 verfügbar waren.


Das ungewöhnliche Design ist dem Umstand geschuldet, dass die V80 als Streckenlokomotive entwickelt worden war und den Neuanfang der jungen DB zeigen sollte. Interessant ist auch, dass ursprünglich drei verschiedene Motoren mit 800 bis 1000 PS eingebaut waren; später erfolgte der Einbau von 1.100 PS starken MTU-Motoren. Alle Motoren sind aufgeladene V12-Viertaktdieselmotoren.

Was ist ganz vergessen hatte: ein V80 Vergleichs-Photo - vor und nach der Modifikation ...
... Gehäuse "alt" ....
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.... Gehäuse "neu" ...
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.... die unterschiedlichen Schwestern ...
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Beitrag von maxl Do 21 Nov 2019, 12:46

Mal wieder eine Lokbaustelle fast verpasst, und dann auch noch deine, Wolfgang! Gewohnt höchst saubere Arbeit am Modell und exzellente Vorbildrecherche - was will man mehr? Immer wieder ein Genuss... Gruß Michael (maxl)
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