Der lustige Modellbauer
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Meine alte TRIX-Anlage

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Beitrag von maxl Fr 02 Apr 2021, 09:53

Hallo Helmut, dann werde ich wohl auf einen Schattenbahnhof verzichten müssen... Ich bin froh, wenn ich eine zur Wand klappbare Platte hinbekomme. Darüber hinaus kann ich noch nicht denken. Für mich ist es nicht schlimm, wenn die Anlage nur eine Ebene hat, zumal das der Vorläuferanlage aus den Sechzigern ohnehin mehr entspricht.

Anlagentraum - die Zweite:

Meine alte TRIX-Anlage - Seite 8 Img_5646

Wenn ich den Bahnhof Friedbach nach vorn verlege, komme ich auf eine Plattenbreite von ca. 110 cm. Das scheint mir handhabbar. Ein mittelgroßer Bahnhof könnte dann als Halbrelief den Hintergrund bilden.
Ich habe die Anlage mit ein wenig rollendem Material belebt, damit das Auge auch etwas hat...

Meine alte TRIX-Anlage - Seite 8 Img_5647

Ja, und das war's schon wieder! Beste Ostergrüße an alle!
Michael (maxl)
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Beitrag von OldieAndi Fr 02 Apr 2021, 12:04

Hallo Michael,

was bist Du ein fleißiger Anlagen-(Vorläufer-)Bauer! Cool
Beim jetzigen Entwurf gefällt mir, dass die Station Friedbach in den Vordergrund gerückt ist und dadurch mehr zur Geltung kommt. Verschwunden hinter einem Großstadtbahnhof wäre doch sehr schade. Auch die Gleisanlagen dazu finde ich sehr passend.
Ein angedeutetes größeres Empfangsgebäude im Hintergrund in Verbindung mit den Hochhäusern und der passenden Kulisse käme sicherlich sehr gut.
Etwas Sorge würde mir dennoch die Plattenbreite, wenn man nur von vorne drankommt. Sich über diese Breite drüberzubeugen, um ganz hinten etwas zu montieren oder eine Entgleisung zu beheben (was ja bekanntlich immer in den entlegensten Winkeln passiert), stelle ich mir doch als eine recht akrobatische Übung vor. Das Problem wäre allerdings behoben, wenn die Platte hinten an den Scharnieren lösbar und die Platte auf rollbaren Beinen montiert wäre. Ja, ich weiß, noch mehr Aufwand, aber Du kämst von beiden Längsseiten bequem überall dran und müsstest nicht so sehr mit der Plattenbreite geizen.

Schöne Grüße
Andreas
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Beitrag von Tobe-in-style Fr 02 Apr 2021, 12:53

Moin Michael,

Das macht Spass dir zu zusehen wie deine Anlage entsteht.
Zum Thema Zukunft und Schattenbahnhof, plane doch schon Mal ein oder zwei Zukunftsgleise ein. Ich hab's bei mir tatsächlich auch vergessen Zukunftsgleise zu legen für vielleicht noch eine zweite Ebene 😅

Finde es aber auch schon das der Bahnhof im vorderen Bereich steht 😊

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Beitrag von raily Fr 02 Apr 2021, 13:11

Moin zusammen,

die erste Frage die sich mir hier stellt: Brauche ich wirklich einen unterirdischen Schattenbahnhof ? Question

Tut es nicht auch ein einfaches FiddleYard in gleicher Ebene um meine Züge von der Anlage zu wechseln
und sie ohne vom Gleis nehmen zu müssen aufzubewahren ?
Die Weiche mit dem Gleisanschluß des FiddleYards ist bei jeder Anlage schnell nachträglich eingebaut.
Mann kann es auf Rollen bauen und bei Nichtgebrauch samt Zügen irgenwoanders abstellen.

@ Michael:
Dein Konzept scheint seine Form zu bekommen, gefällt mir außerordentlich! Very Happy

Ein mittelgroßer Bahnhof könnte dann als Halbrelief den Hintergrund bilden.
Warum?
Je näher die Gleise in der Mitte zusammenrücken bietet sich doch ein anderes Szenario mehr an:

"Auf der einen Seite sind die Personengleise des Bahnhofs und dann um den Bogenherum kommt
der Güterbereich nebst Abstellgleisen oder Ausweichen für Betriebshalte wenn der Bf besetzt ist."


Denke, 2 Bahnhöfe direkt aneinander zerstören das ganze Bild.

Viele Grüße,
Dieter.
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Beitrag von Straßenbahner Fr 02 Apr 2021, 13:51

Hallo Michael,
das Problem um auf der Anlage schlanker zu werden liegt eigentlich bei den Weichen. Der Weichenwinkel vom Abzweiggleis ist zu groß,
somit ist der Abstand zwischen den benachbarten Gleisen zu groß. Im Bahnhof ist der Abstand wegen dem Bahnsteig schon zu beachten.
Aber der Abstand von Schiene zu Schiene muss kleiner werden.
Was da weiterhelfen würde wären schlankere Weichen. Auch das kleine Gleis das als Zwischenstück zwischen den beiden Weichen ist sollte man kürzen oder ganz entfernen.
Auch über Bogenweichen sollte man an Kurven nachdenken. Die alten Weichen mit dem steilen Winkel waren für den Spielbetrieb auf kleinen Flächen ein Vorteil,
somit konnte man mehrere Abzweige einfügen. Aber das sieht auf größeren Anlagen etwas unwirklich aus, da die benachbarten Nebengleise zu weit auseinanderliegen.
Auch die Anordnung der Weichen ist zu überlegen. Dazu mal ein Beispiel, siehe Link.

Code:
https://modellbahning.de/anordnung-der-weichen-bringt-zusaetzliche-nutzlaenge/

Das Beispiel ist zwar von Märklin, aber es zeigt was mit schlanken und Kurvenweichen gemeint ist.

Code:
https://blog.modellbahnshop-lippe.com/2019/04/02/maerklin-c-gleis-geometrie-beispiele/

Da Du ja noch in der Planungsphase bist solltest Du das mal überlegen. Aber bitte nicht falsch verstehen es ist nur ein Vorschlag den Du nicht beachten must.

Gruß Helmut Winker 2
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Beitrag von maxl Fr 02 Apr 2021, 15:46

Hallo, ihr Lieben, und vielen Dank für eure Rückmeldungen, Andreas, Tobi, Dieter und Helmut! Über mangelndes Interesse kann ich mich wirklich nicht beklagen...

Ich versuche mal zusammenzufassen: 110 cm Platten-Breite sind in der Tat immer noch relativ viel, um das hinterste Gleis zu erreichen. Die Platte wird aber auf jeden Fall mit aushängbaren Scharnieren konstruiert, zudem wird sie sich auch nach unten klappen lassen. Erreichbarkeit jedes Punktes - schlimmstenfalls vielleicht mit etwas Aufwand - wäre garantiert. Das hinterste Gleis ist zudem durchgehend als offene Strecke ohne Weichen gestaltet, so dass "Unfälle" hier eher unwahrscheinlich sind (jedenfalls hoffe ich das!).

Auf jeden Fall aber gehen mir eure Anregungen durch den Kopf! Da verstehe ich ganz bestimmt nichts falsch - im Gegenteil! Ich erinnere aber nochmals daran: Das Grundkonzept ist und bleibt eine "Spielbahn" der sechziger Jahre, ohne hohe Ansprüche an Vorbildnähe, sondern einfach nur mit vielen Optionen für einen abwechslungsreichen Spielbetrieb.

Der zweite Bahnhof muss in der Tat nicht sein, er hätte mich nur modellbauerisch sehr gereizt. Aber ich kann mich ja zunächst an Lokschuppen, Bekohlungsanlage, Wasserturm, Wasserkran u.ä. "austoben"...

"Zukunftsgleise" - schon der Name klingt toll. Ich kann mir aber ganz konkret nichts Genaueres darunter vorstellen...

Die Gleise mit engerem Abstand zueinander zu verlegen war mein allererster Versuch, von dem ich schnell wieder abgerückt bin. Die Weichen lassen sich zwar in der Abzweigung verkürzen, nicht aber die DKWs - und auf die wollte ich keinesfalls verzichten. Kurz: Es passte gar nichts mehr zusammen! Also musste ich den größeren Abstand wählen. Beim TRIX-Pappschwellengleis sind die konstruktiven Vorgaben halt etwas starrer als bei heutigem Gleismaterial.

Euch nochmals herzlichen Dank! Wie immer werden eure Ideen und Anregungen in mir arbeiten.

Beste Grüße Michael (maxl)
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Beitrag von maxl So 11 Apr 2021, 16:22

Gerade habe ich einen Rückfall in meine allererste Modellbahn-Zeit erlitten. Auf einmal stand sie wieder vor mir, die fantasievolle, unmaßstäbliche, kleine Lokomotive aus der Startpackung, die 1954 oder 55 unter dem Weihnachtsbaum lag. Ob ich nicht etwas aus ihr machen könne, hat sie mich gefragt...

Also, ich habe sie komplett zerlegt, ihr ein neues Dach gespendet (das alte war unwiderruflich hin...), Kohlen in den Tender, Fenster nach vorne eingebohrt und gefeilt, auf die sie aus ungeklärten Gründen verzichten musste, eine Lackierung, um den traurigen Plastik-Look zu verbergen, eine Verglasung, eine rot lackierte Schubstange und Personal.

Meine alte TRIX-Anlage - Seite 8 Img_5648

Nun gut, eine Modell-Lok ist sie trotzdem nicht geworden, sondern bleibt eine recht primitive Spielbahnlokomotive. Aber genau das will ich ja...

Über E-Bay habe ich den wohl ältesten Anhänger meiner Sammlung ergattert: Einen vierachsigen Personenwagen im Originalkarton. Heilix Blechle! Der Preis für diesen Anhänger war handschriftlich vermerkt: 1,50 DM. Ich will noch nachforschen, wie alt der Anhänger tatsächlich ist. Die Chancen stehen gut, dass er mehr Jahre als ich auf dem Buckel hat!

Ansonsten: Hingebungsvolle Restaurierungsarbeiten an der Kesselwagenflotte. Komplette Zerlegung, Neulackierung, wo erforderlich, Lötarbeiten. Ach - es macht Spaß!
Mit Ausnahme des BP-Wagens alles Zukäufe in meist traurigem Zustand.

Meine alte TRIX-Anlage - Seite 8 Img_5649

Zum Schluss noch ein Güterzugbegleitwagen - mit Schlusslichtern und Innenbeleuchtung. Exakt ein solches Modell hatte ich vor mehr als fünfzig Jahren "versilbert".
Nun hab ich's wieder!

Meine alte TRIX-Anlage - Seite 8 Img_5650

Damals gehörte dieser Wagen der Schlusslichter wegen für mich ans Ende des Zuges. Heute weiß ich durch unser Forum, dass diese Wagen hinter der Lokomotive laufen. Wozu dann aber Schlusslichter? Vielleicht habt ihr Erklärungen?

Beste Grüße Michael (maxl)
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Beitrag von Helmut_Z So 11 Apr 2021, 17:42

Hi Michael, ich bin begeistert, und mir fehlen gerade bisschen die Worte....
In sowas könnte sogar ich mich verleiben.
Helmut_Z
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Beitrag von OldieAndi So 11 Apr 2021, 22:08

Hallo Michael,

ich habe keine Ahnung, wie es in der Praxis der großen Bundesbahn war, aber als Herr(scher) über deine Modellbahn entscheidest du, an welcher Stelle der Güterzugbegleitwagen eingereiht wird. Dann dürfen auch gerne die Schlusslichter ihre Aufgabe erfüllen. Wink
Ansonsten ist es wieder einmal nostalgische Eisenbahn im Kleinen vom Feinsten! Cool Und genau das ist es, was deine Trix-Bahn ausmacht und so ungemein sympathisch ist. Fleißig weiter so, auf dass die wiedererwachte Leidenschaft mächtig brodele. Very Happy

Schöne Grüße
Andreas
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Beitrag von Helmut_Z Mo 12 Apr 2021, 03:27

Moin ztusammen

OldieAndi schrieb:
Ansonsten ist es wieder einmal nostalgische Eisenbahn im Kleinen vom Feinsten! Cool Und genau das ist es, was deine Trix-Bahn ausmacht und so ungemein sympathisch ist.
Schöne Grüße
Andreas

Andreas spricht die Worte aus, die ich nicht gefunden habe Very Happy
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Beitrag von maxl Mo 12 Apr 2021, 09:21

Herzlichen Dank euch beiden, Helmut und Andreas, für euer "Mitgefühl"! Freut mich! Ja, ich bin in der (TRIX)Modellbahn-Nostalgiewelt angekommen... Unwiderruflich, wie es scheint. Nach der jetzt abgeschlossenen Restaurierungswelle des Fahrzeugparks wende ich mich nun wieder einigen Gebäuden zu, dem Schreiber-Wasserturm (ein besonders stimmiges Gebäude, wie ich finde) und dem Schreiber-Fabrikgebäude. Ob ich hierzu Bauberichte mache, habe ich noch nicht entschieden.

Hermine ist stinksauer; ihre neuen Decals sind auch noch nicht eingetroffen.

Was den vierachsigen Personenwagen betrifft, bin ich mit meinen Recherchen weiter. Die Wahrscheinlichkeit, dass er älter ist als ich, ist sehr hoch. Er wurde 1937 auf den Markt gebracht: Lithografiertes Feinblech, Cellonfenster. Ab 1941 kriegsbedingter Produktionsstopp bei TRIX. Ab 1948 fuhr man die Produktion allmählich wieder an. Da kostete ein solcher Anhänger schon 3,75 DM. Und ein genauerer Blick auf den auf der Packung handschriftlich vermerkten Preis fördert zutage: 1,50 RM - Reichsmark also. Somit ist der Anhänger, wenn es sich tatsächlich um seine OVP handelt, spätestens 1941 produziert worden, also etwa 80 Jahre alt.

Beste Grüße und einen guten Start in die neue Woche!
Michael (maxl)
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Beitrag von lok1414 Mo 12 Apr 2021, 10:51

@maxl: Die Reichsmark war bis zum 20. Juni 1948 gültig. Erst ab dem 21. Juni galt die deutsche Mark als verbindliches, alleiniges Zahlungsmittel in West-Deutschland.
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Beitrag von maxl Mo 12 Apr 2021, 11:25

Danke für die Info, Wolfgang! Soweit ich weiß, lief die TRIX-Produktion aber erst nach der Währungsreform wieder an. Ab da natürlich Preise in DM. Die Währungsangabe RM spricht also wohl doch für ein Vorkriegsprodukt, selbst wenn der Anhänger für 1,50 RM nach dem Kriegsende angeboten worden sein sollte.

Gruß Michael (maxl)
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Beitrag von Straßenbahner Mo 12 Apr 2021, 14:44

Noch etwas zu dem Begleitwagen für Güterzüge.
Auch brauchten Güterzüge einen Zugführer, für diesen Beamten, auch für den Wagenmeister und Rangierer musste zweckmäßigerweise ein Wagen gebaut werden, der mehrere Funktionen erfüllen musste:
Erhöhter Dienstplatz für den Zugführer, der somit den Zug und Signale überblicken konnte und den Lokführer bei Gefahr durch ein Warnsignal hinweisen konnte.
Aufenthaltsraum für Wagenmeister, Rangierer und Bremser. Auch bei Bedarf als Ladefläche für besondere Güter.
Schon vor 1900 wurden solche Wagen gebaut, die als Gepäckwagen für Personenwagen verwendet wurden.
Allerdings haben diese Wagen ihr Aussehen mit der Zeit, auch durch Umbauten, ihr Aussehen verändert. In der Anfangszeit waren die Güterzug-Begleitwagen braun gestrichen.
Ende der 30er Jahre bekamen sie einen grünen Anstrich, die Laternen sind leider eine Zugabe von den Modellbahnhersteller. Einige Hersteller haben das aber später korrigiert.
Als Güterzug-Begleitwagen waren sie unverkennbar. Sie mussten in allen Güterzügen eingesetzt werden, meistens gleich hinter der Lok.
Aber es gab auch eine Ausnahme,  das waren Güterzüge mit Selbstentladewagen (z. B. OOtz).

Code:
https://shop.vgbahn.info/media/pdf/Blick%20in%20diese%20Ausgabe/15087248.pdf

Wegen des hohen Gewichts dieser Wagen wurde aus Sicherheitsgründen der Zugbegleitwagen am Zugschluss angehängt.
Bei Auffahrunfällen, oder Notbremsungen wäre der am Anfang eingesetzte Begleitwagen (Leichtbauweise) zerquetscht worden. (Armer Zugführer)

Dieser Güterzug-Begleitwagen war recht langlebig: Erst ab 1970 wurden die letzten Pwg 014 bei der DB ausgemustert, bei der DR erst Ende der 80er Jahre.
Mit der Zeit wurden bei der DB auch die Zugführer wegrationalisiert und die Lokführer bekam die Zug- und Ladepapiere, somit wurden die Begleitwagen überflüssig.
Heute wird auch dies der Vergangenheit angehören, die Papiere werden bestimmt elektronisch (WhatsApp) übermittelt. Wir werden ja ganz modern und schnelllebiger.

Gruß Helmut
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Beitrag von lok1414 Mo 12 Apr 2021, 15:08

@Helmut: Der Zugführer hat mit dem Fahrdienst nichts zu tun. Alleinig der Lokführer ("der Meister" genannt) und sein Gehilfe (auch Heizer genannt) waren für den Fahrdienst und somit der Signal- und Streckenbeobachtung zuständig .... Eindeutigkeit der Anweisungen! Der Lokführer meldete laut seine Beobachtung dem Gehilfen und der Gehilfe wiederholte oder korrigierte die Beobachtung. Studentische Hilfskräfte, in Heizerfunktion, waren davon ausgenommen, da sie als "3. Mann" nur mitfuhren.

Heißläufer und/oder "Plattfüße" etc. hatte der Zugführer "dem Meister" zu melden.
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Beitrag von maxl Mo 12 Apr 2021, 16:11

Vielen Dank für deine Ausführungen, Helmut!

Ich hatte inzwischen schon ein wenig weiter recherchiert und komme auch zu dem Schluss, dass der Güterzugbegleitwagen seine Schlusslaternen "wohlmeinenden" Modellbahn-Herstellern zu verdanken hat. TRIX war da nicht allein...
Leider bin ich auf Foren gestoßen, in denen dieses Thema kurz vor dem Überkochen war. Die Steigerungsformen sind immer die gleichen nach dem Muster: meines Wissens - stimmt so nicht - ist falsch - ist komplett falsch - ist Unfug - ist völliger Unsinn - ist krasser Blödsinn - Schwachsinn - du hast keine Ahnung... Nach oben ist die Skala völlig offen. Köpfe einschlagen inklusive. Wie man sich nur so aufregen kann!

@ Wolfgang: Ich bin sehr interessiert an der Frage, wer dienstrangmäßig höher stand, der Lokführer oder der Zugführer, oder ob beide schlicht nur auf getrennten Zuständigkeits-Feldern unterwegs waren.

Beste Grüße Michael (maxl)
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Beitrag von lok1414 Mo 12 Apr 2021, 17:06

@Michael:
a) Wie der Zugschluß signalisiert wird legt das "Signalbuch" DV301 fest. Die DV301 gilt auch heute noch in aktueller Form (auch wenn Spieleisenbahner darüber lächeln). Weiter oben hatte ich ja einen Scann eingestellt. Zu "Dampflokzeiten" - und darum geht es ja hier - galt: Das Zugende wird tagsüber durch (mindestens) eine rot/weiße Schlußscheibe singalisiert. Nachts wird das Zugende mit einer roten Laterne (die bekannte Petroleumlampe) signalisiert.

b) Die Kontrolle des Schlußsignals war u.a. Aufgabe des Zugführers. Nur wenn kein Zugführer personal bereitstand, kontrollierte der Heizer. Und ja, es gab und gibt - wegen zuvor genannten Gründen #120 - eine deutliche Abgrenzung der Tätigkeitsfelder. Wobei der Lokführer letztendlich entschied bzw entscheidet, den er trägt die Verantwortung für den Zug, die Fracht oder Passagiere (Wer trägt im Flugzeug die Verantwortung? der Lademeister oder der Chefsteward).
Die Ränge sind beispielhaft und eindeutig im u.a. Bild zu sehen ....
Meine alte TRIX-Anlage - Seite 8 Rang10

So habe ich´s mal beim EBA gelernt.

Die Ränge und Abzeichen sind zwar aus (DDR) DR-Zeiten, waren aber aus DRG-Zeiten übernommen ... auch bei der DB.
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Beitrag von maxl Mo 12 Apr 2021, 17:16

Vielen Dank, Wolfgang - sehr informativ! Ich will auch Schulterstücke!

Kaum ist ein bisschen Sonne da, gelingen etwas bessere Bilder:

Meine alte TRIX-Anlage - Seite 8 Img_5651

Naja - etwas bessere Bilder... Ich probier's später nochmal.

Beste Grüße Michael (maxl)
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Beitrag von Rudolf Mo 12 Apr 2021, 17:29

Hallo Maxl,

bezüglich Deines Schnellzugwaggons habe ich mal meinen Mikado (Handbuch für Modellbahnsammler Trix) befragt: es dürfte sich um die Variante des Wagens 20/152/3 von 1939/40 handeln. Ein sehr schönes und super gut erhaltenes Exemplar, Glückwunsch.

Gruß Rudolf
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Beitrag von maxl Mo 12 Apr 2021, 19:46

Herzlichen Dank, Rudolf! Deine Recherche deckt sich mit meiner. Die Artikelnummer 20/152 ist auf dem Schachteletikett aufgedruckt.
Der Wagen ist wirklich in einem sehr guten Erhaltungszustand. Die Cellonfenster konnte ich zur problemlosen Reinigung gut aus- und wieder einbauen.
Und bezahlt habe ich 10,50 €. Das war es mir wert!

Beste Grüße Michael (maxl)
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Beitrag von OldieAndi Mo 12 Apr 2021, 21:56

Ach, Michael,

je länger ich mir diese Bilder anschaue, um so mehr beneide ich ich dich um deine Trix'sche Nostalgiebahn. Und dann noch 10,50 € für für solch ein bestens erhaltenes Schätzchen - ich glaube, ich steige um. Wink Ich freue mich sehr mit Dir!

Schöne Grüße
Andreas
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Beitrag von Straßenbahner Mo 12 Apr 2021, 21:58

Lok1414 schrieb:@Helmut: Der Zugführer hat mit dem Fahrdienst nichts zu tun.
Bitte beachten dass der Begleitwagen in der Länderbahnzeit entstanden ist. Der Zugführer hieß dazumal Kondukteur, was Kontrolleur / Schaffner bedeutet.
Also besser wäre Zugbelgleiter. Er musste darauf achten dass sich die angehängten Wagons während der Fahrt sich nicht entkuppelten, deswegen der überhöhte Arbeitsplatz mit Überblick auf die angehängten Wagons, auch als zusätzliche Hilfe für die Überwachung der Signalanlagen, was dazumal mit der Petroleumbeleuchtung nicht einfach war.
Bitte auch bedenken dass dazumal die Länderbahnen unterschiedliche Fahrzeuge hatten. Erst durch die Reichsbahnzeit wurde so manches vereinheitlicht um Kosten zu senken.
Bein Güterzug war er für die Sicherheit von dem angehängtem Zug zuständig, z.B. Bremsen, Zuladung, Berechnung vom Bremsweg, was er dem Lokführer mitzuteilen hatte. Also der Lokführer war selbstverständlich der Hauptverantwortliche von dem Ganzen.
Da die Sicherheit und die Modernisierung weiter voran schritt konnte man den Zugführer bei dem Güterverkehr einsparen.

Gruß Helmut
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Beitrag von maxl Di 13 Apr 2021, 10:29

Vielen Dank euch beiden, Andreas und Helmut, für eure Beiträge!

Andreas, zum Glück weiß ich, dass du gar nicht auf eine andere Marke umsteigen kannst, dazu hast du schon zu viele wunderbare Märklin-Schätze gehortet. Ich erinnere mich gut, dass sich in meiner Kindheit und Jugend zwar die erhitzten Schulhof-Debatten um das bessere System abspielten, ich aber gleichwohl den Besuch bei Freunden genossen und mit deren Fleischmann- oder Märklin-Bahn hingebungsvoll gespielt habe. In Wahrheit war es dann doch eine friedliche Koexistenz... Das würde ich gerne in die Jetztzeit hinüberretten!

Helmut, aus der Zugführerdiskussion kann ich nur lernen und freue mich über neue Erkenntnisse!

Beste Grüße Michael (maxl)
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Beitrag von gronauer Di 13 Apr 2021, 12:42

Moin!

Na, dann geb auch ich meinen Senf dazu, hoffentlich ohne, das der Beitrag wieder ins "Nirwana" verschoben wird, da er ja nicht zu MAXL s eigentlichem Thema paßt. evil or very mad
Sollte Dir lieber Michael (Maxl), der Beitrag unpassend erscheinen, laß ich ihn natürlich sofort löschen!

Hier wurden einige Thesen aufgestellt zum Thema Zugführer bzw Lokführer (Triebfahrzeugführer) die ich einfach so nicht unkommentiert lassen will.

Ja, ich habe noch Lokführer kennengelernt, die im Führerstand einen Kreidestrich zogen, damit der Heizer wußte, bis wo er laufen durfte.
Ich kannte auch Zugführer, die " 3 Spuren im Schnee" hinterließen ......2 Spuren von den Füßen und die dritte Spur vom imaginären Schleppsäbel.
Wenn die Arbeit am Zug eingeteilte wurde, bekam man auf die Frage nach seiner Arbeit u.U. die Antwort: Ich bin da!

Das der Mann mit der roten Mütze der örtliche Aufsichtsbeamte und nicht der Bahnhofsvorsteher war, setzt ich jetzt mal als bekannt voraus (er kann es allerdings sein Grinsen)
Der Mann mit dem roten Band um die Dienstmütze ist sicherlich weniger bekannt.....es war das Zeichen für den Rangierleiter der im örtlichen Rangierdienst in seiner Kolonne das "sagen" hatte.....wenn die Rangieraufsicht (mit roter Mütze) ihm nicht dazwischen "funkte".
Das rote Lacklederband das (soweit mir bekannt bis auf eine Dienststelle) von der rechten Schulter quer über den Oberkörper getragen wurde, war das Erkennungsband für den Zugführer.
So weit, so klar.....hoffe ich.
Jetzt einfach mal auszugsweise die DV 408 von 1972....wer eine aus der Reichsbahnzeit besitzt, kann ja mal vergleichen:

Meine alte TRIX-Anlage - Seite 8 40968025ut

Jetzt zu den für das Thema wichtigsten Texten:

Meine alte TRIX-Anlage - Seite 8 40968039bb

Meine alte TRIX-Anlage - Seite 8 40968040cd

Meine alte TRIX-Anlage - Seite 8 40968041ac

Ich meine, daraus geht hervor, daß man nicht unbedingt aus der Besoldungsgruppe auf die Zuständigkeit schließen sollte.

Der BAufs(Rg) (Besoldungsgruppe  A3) der als Rangierleiter eingeteilt ist, war z.B. durchaus berechtigt, dem Hlokf (Besoldungsgruppe A8) eine dienstliche Weisung zu erteilen, die dieser zu befolgen hatte. Auch wenn es ihm nicht passte.

Schulterstücke mit Sternen usw hat es bei der DB nicht mehr gegeben.
Da gab es Anfangs nur unterschiedliche Kragenspiegel und auch unterschiedlich stark mit "goldenen Fäden" durchwirkte Mützenkordeln und gegebenenfalls einen "goldenen"  Rand um die Mütze........ Je mehr "Schmand", je mehr Kohle.... Very Happy

Freiwillig wurden vereinzelnt auch sogenannte Funktionsabzeichen am Uniform Jackenärmel gtragen.
z.B. für den Fahrdienst ein Flügelrad, für den Rangierdienst ein verschnörkeltes R, die Fernmelder hatte einen Blitz als Ärmelzeichen.
Leider hab ich dazu aber nix finden können.

Gruß
Manfred
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Beitrag von lok1414 Di 13 Apr 2021, 14:40

@Manfred: Hast Du auch eine bahntechnische Ausbildung durchgemacht?
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