Der lustige Modellbauer
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Projekt "Hermine" - die BR E69 03

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Beitrag von gronauer am So 12 Apr 2020, 08:12

Moin!

Also der Scheibenwischer mit Antrieb sieht einfach großartig aus! Gratulation!

Ich frag mich aber, warum konstruiert man so einen komplizierten Antrieb für so ein simples Teil.

Bei den meisten der V und E Loks auf denen ich zu Gast war, wurden die Wischer mit Druckluft betrieben. Dazu saß ein ca 20 cm langer Zylinder direkt unterhalb der Scheibe. Der Druckluftantrieb war nicht sonderlich gut zu regulieren.
Die Wischerblätter waren ebenfalls sehr "rustikal" gebaut.
Außerdem gab es auf/an dem Zylinder einen einfachen, von Hand zu betätigen ca 10 cm langen Hebel, mit dem man mal eben kurz 2-3 mal über die Scheibe wischen konnte, ohne den eigentlichen Antrieb anzuschalten.

So eine komplizierte Mimik habe ich jedenfalls nie wahrgenommen.
Wie heißt es so schön? Warum einfach, wenn es umständlich länger dauert und teurer wird. Very Happy Grinsen

Ein (notgedrungen) besinnliches Osterfest!

wünscht
Manfred
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Beitrag von Glufamichel am So 12 Apr 2020, 09:06

gronauer schrieb:

Ich frag mich aber, warum konstruiert man so einen komplizierten Antrieb für so ein simples Teil.

Bei den meisten der V und E Loks auf denen ich zu Gast war, wurden die Wischer mit Druckluft betrieben.

Als der Wischer eingebaut wurde, gab es nur diese Art der Kulissensteuerung Manfred Wink Dürfte noch heute bei den meisten Kraftfahrzeugen so usus sein
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Beitrag von maxl am So 12 Apr 2020, 10:07

Soviel anerkennende Rückmeldung zu Hermines Scheibenwischern hatte ich gar nicht erwartet und freue mich umso mehr über eure Wortmeldungen, Dietmar, Dieter, Andreas, Wolfgang, Klaus, Helmut, Uwe, Manfred und nochmals Uwe!
Eure Gedanken zusammenfassend möchte ich sagen: Hermine ist und bleibt ein echtes Langzeitprojekt. Ich habe es geschafft, mich nicht mehr "hetzen" zu lassen. Folgeprojekte schwirren gleichwohl in meinem Kopf, weil die Materialsammlungen dazu schon weit gediehen sind: Fend-Roller und KöfII (und ganz in der Ferne das Schweineschnäuzchen). Ich werde nicht arbeitslos...
Zum Antriebsgestänge der Scheibenwischer habe ich mir auch so meine Gedanken gemacht. Vielleicht interpretiere ich es verkehrt und die Hin- und Herbewegung wird bereits im Motorgehäuse durch ein Getriebe erzeugt und nur nach außen übertragen. Im Betrieb hab ich die Teile ja nicht gesehen. Zum Glück spielt diese Überlegung für die Modellausführung keine Rolle. Die würde sich so oder verhaken... Sollte aber doch die andere Variante die richtige sein, fände ich sie eigentlich nicht besonders kompliziert, sondern mechanisch eher simpel umgesetzt. Vielleicht hilft den Fachleuten die Begutachtung des innenliegenden Antriebsmotors (mit Handrad vermutlich für den manuellen Betrieb):

Projekt "Hermine" - die BR E69 03 - Seite 20 29910

Euch allen alles Liebe zum Osterfest
Michael (maxl)
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Beitrag von Lützower am So 12 Apr 2020, 13:35

Hallo Michael,

der Scheibenwischer ist ja wieder ein besonders schönes Detail. Wie immer dicht am Original. Zehn

Auch dir alles Liebe zum Osterfest.
Lützower
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Beitrag von maxl am So 12 Apr 2020, 14:54

Herzlichen Dank an dich, Hans-Werner! Und die besten Wünsche zum Osterfest zurück! Ich hoffe, du kannst das wunderbare Wetter genießen!
Liebe Grüße Michael (maxl)
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Beitrag von didibuch am Mo 13 Apr 2020, 14:04

Hallo Michael,

du legst Wert auf wunderschöne Details, das gefällt mir sehr 2 Daumen

Viele Grüße
Dieter
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Beitrag von maxl am Mo 20 Apr 2020, 11:00

Ganze drei Anläufe habe ich benötigt, um bezüglich der Innenwände eine Lösung zu finden und umzusetzen. Anders als beim Vorbild habe ich die Wandungen schließlich verdoppelt, damit die Optik des Innenraums stimmt.

Projekt "Hermine" - die BR E69 03 - Seite 20 14711

Zugleich entstanden die Scheibenwischermotoren:

Projekt "Hermine" - die BR E69 03 - Seite 20 14610

Die Verglasung der Fenster und die hellbraune Lackierung des Bereichs unterhalb der Fenster werden die nächsten Schritte sein.
Aktuell sieht alles etwas abgehoben aus:

Projekt "Hermine" - die BR E69 03 - Seite 20 Img_5325

Projekt "Hermine" - die BR E69 03 - Seite 20 Img_5326

Obwohl es mich in den Fingern juckt, muss ich mich mit dem Zusammenkleben gedulden. Acrylglas und Sprühfarbe sind geordert. Im ersten Durchgang hatte ich für die Innenwand Karton verwendet und (mangels Sprühlack) mit dem Pinsel angestrichen. Das wurde mein kleines Waterloo... Ich habe mich freiwillig nach St. Helena begeben und übe mich nun in der Kunst des Wartens.
Alles Gute allen Mitlesern! Gruß Michael (maxl)
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Beitrag von doc_raven1000 am Mo 20 Apr 2020, 11:15

Hallo Michael,
wieder ganz großes Kino was du hier zeigst, mit welcher Liebe zum Detail diese umsetzt.
Die Pinsellackierung wirkt gar nicht so schlecht, zumindest wenn du keine fabrikneue Lok darstellen willst. Wie geil
doc_raven1000
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Beitrag von maxl am Mo 20 Apr 2020, 11:28

Danke für das Lob, Dietmar und - nein, nein, Pinseln beim Modellbau (außer den ganz kleinen Teilen) ist nicht meins... Ich bin wieder einmal fast verzweifelt...
Gruß Michael (maxl)
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Beitrag von Glufamichel am Mo 20 Apr 2020, 12:25

maxl schrieb:Obwohl es mich in den Fingern juckt, muss ich mich mit dem Zusammenkleben gedulden.

Mohltiet eure Geduldigkeit sunny

Auch das Innenleben will stimmig ausschauen  Beifall  Gefällt mir, der Kleinkruscht.  Nichts passendes an PE-Verpackung für die Scheiben im Haushalt zu finden gewesen? Das Stellrad für den Wischermotor hast Du doch bestimmt auch aus einem Nähkorb gefischt Wink

Nachtrag: Werden die Scheibenwischer-Motoren verschieden angebracht?


Zuletzt von Glufamichel am Mo 20 Apr 2020, 12:27 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet (Grund : Nachtrag...)
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Beitrag von Straßenbahner am Mo 20 Apr 2020, 13:24

Man, man, man jetzt soll das noch einer verstehen! Da werden an der Lok Staub und Verschmutzungsreste so Originalgetreu wie möglich aufgetragen
und dann ein Geheule wegen dem Innenanstrich! Der doch sehr gut aussieht, aber noch nicht ganz fertig ist, also kein Waterloo!
Wenn Du den Innenanstrich so anbringen möchtest wie im Original, dann müsstest Du auch die Fensterscheiben am Rand anmalen.
Siehe doch mal Dein eigenes Bild von oben! Was für ein herrlicher Anstrich von Meister Klecksel!

Projekt "Hermine" - die BR E69 03 - Seite 20 2991010

Die Innenlackierung wurde bei dem Original auch mit dem Pinsel oder Rolle aufgetragen, …. dann wäre es beim Original auch ein kleines Waterloo?
Also mir gefällt die Bauausführung sehr gut, wünsche Dir weiterhin viel Erfolg beim Ausbau von der Superlok.

Gruß Helmut Winker 2
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Beitrag von maxl am Mo 20 Apr 2020, 13:46

Vielen Dank für eure Beiträge, Uwe und Helmut!

Helmut: Da ist wohl ein kleines Missverständnis aufgetreten... In meinen Fotos habe ich euch wohlweislich mein Waterloo nicht gezeigt, das ruht in den Tiefen des Mülleimers. Ich kann dir nur versichern: Dorthin hättest du es auch entsorgt... Was ich fotografiert habe, ist die schlussendliche Sprühlackvariante, auf die ich das helle Braun noch nicht aufgetragen habe.

Adlerauge Uwe: Du hast völlig recht! Die beiden Wischermotoren sind tatsächlich unterschiedlich montiert. Siehe hier:

Projekt "Hermine" - die BR E69 03 - Seite 20 25210

Für die Scheiben will ich starres Acrylglas (0,5 mmm) verwenden. Und natürlich: Die Handräder stammen - wie immer - aus dem Nähkästchen!
Liebe Grüße Michael (maxl)

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Beitrag von Lupo60 am Mo 20 Apr 2020, 15:06

Hallo Michael,

wieder mal wunderschön!

Das Handrad an dem Motor hat mich jetzt doch etwas beschäftigt. Ich habe daher mal nach „Getriebemotor mit Stellrad“ gegoogelt und bin auf dieses hier gestoßen:

Code:
https://docplayer.org/49056107-Stufenlos-einstellbare-stahlsystemantriebe-h-trieb.html

Altehrwürdiger Maschinenbau ... eine mechanische Drehzahleinstellung.

Die würde bei einem Scheibenwischerantrieb ja auch Sinn machen. Muss wohl nicht wie bei Heynau mittel eines einstellbaren Riementriebs (der aussieht, wie die alten DAF-Getriebe) sein, sondern könnte auch über Reibräder gehen und wäre dann recht platzsparend. Wenn man das Reibrad über den Mittelpunkt der Antriebsscheibe hinaus bewegt, hat man auch gleich eine Drehrichtungsumkehr.

Das wäre jetzt mein heißer Tipp dazu.

Wie Du siehst, Dein Modell ist wirklich anregend. Auch auf die Gefahr hin, als Nimmersatt da zu stehen: Ich freue mich schon auf mehr ... Very Happy

Viele Grüße
Wolfgang

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Beitrag von dampf am Mo 20 Apr 2020, 17:00

Hallo Michael
Dein Kartonbau ist großes Kino,habe schon Schwierigkeiten mit meiner 86.
Gruß Dietmar
dampf
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Beitrag von maxl am Mo 20 Apr 2020, 17:27

Vielen Dank an euch beide für euer Lob, Wolfgang und Dietmar!

Wolfgang - deine Recherche ist hochinteressant und ich werde mich in die Technik von Getriebemotoren mit Stellrad noch weiter einlesen. Solche Erkenntnisse liebe ich! Ich glaube nahezu unbedingt, dass die Fährte stimmt... Zu viele Ähnlichkeiten in Aufbau und Aussehen. Das kann kein Zufall sein. Ich dachte ja schlicht, das Handrad diene im Bedarfsfall der Bewegung des Wischers von Hand. Wenn es die Wischgeschwindigkeit regelt, wäre das wahrlich die bessere Lösung! Längst neige ich auch mehr zu der These, dass bereits im Getriebe die Hin- und Herbewegung erzeugt wird. Spannende Details!

Dietmar - der Kartonanteil an der Hermine schrumpft (leider?) gegen Null... Immerhin hat das Modellbausperrholz noch die Dicke von etwas stärkerer Pappe. Das war's dann aber. Ich hoffe, dich damit nicht allzu sehr zu enttäuschen!

Beste Grüße Michael (maxl)
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Beitrag von Straßenbahner am Di 21 Apr 2020, 12:41

Ein Scheibenwischerantrieb (z.B. Auto) hat ja noch eine Endabschaltung, somit bleibt der Scheibenwischer nach dem Abschalten in der Endstellung stehen.
Es dürfte sich bei dem Stellantrieb (ohne Endabschaltung) in der Lok noch um ein älteres Modell handeln. Das Handrad vom Stellantrieb hat in der Mitte noch einen Stellknopf.
Mit diesem Stellknopf konnte man durch ziehen oder drücken das Handrad an das Getriebe ankuppeln, somit war ein Handbetrieb möglich.
Beim Ausschalten bleibt der Stellantrieb vom Scheibenwischer in irgendeiner Stellung stehen. Mit dem Handrad konnte man nun den Wischer in die gewünschte Endstellung bringen.
Stellantriebe mit Handrädern werden z.B. bei Ventilen, Schleusentoren,  verwendet.
Bei Spannungsausfall kann man dann die Handräder ins Getriebe einkuppeln und die Ventile oder Schleußen öffnen oder schließen um Gefahren abzuwenden.
Auch bei Revisionsarbeiten sind solche Handantriebe ein Vorteil. Kenn ich noch aus vergangenen Tagen.

Gruß Helmut Winker 2
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Beitrag von maxl am Di 21 Apr 2020, 17:14

Vielen Dank für die Informationen, Helmut! Ich sehe immer klarer... Einfach toll, wenn man solche Hilfe bei der Recherche hat!
Beste Grüße Michael (maxl)
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Beitrag von OldieAndi am Di 21 Apr 2020, 22:02

Hallo miteinander,

ich staune, was es alles über Wischerantriebe zu wissen gibt. Höchst interessant, solche Details zu verfolgen. Cool

Schöne Grüße
Andreas
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Beitrag von maxl am Mi 22 Apr 2020, 10:17

Das geht mir genauso, Andreas - von solchem Detailwissen kann ich nie genug bekommen. Da ist unser Forum eine großartige Hilfe!
Beste Grüße Michael (maxl)
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Beitrag von Bernd Mühlstraßer am So 26 Apr 2020, 23:07

Hallo,

ich hab die Tage mal die neuesten Beiträge nachgelesen und dabei die "Gedanken" um den Scheibenwischer mitbekommen. Nur mal so als "Beispiel" kann ich Euch zeigen, wie das Ding im Betrieb läuft, zumindest bei der Schwester E69 04. Ich gehöre ja zum Betreuerteam der Murnauer Denkmallok und einer unserer "Höhepunkte"....nein, das ist jetzt tiefgestapelt....., einer unserer "Aha"-Effekte ist immer, wenn wir den Besuchern erst zeigen, wie die Loks bei Betriebsbeginn per Handpumpe aufgebügelt wurden. Mit der vorhandenen Luft können wir dann den Scheibenwischer vorführen



Insgesamt waren die Scheibenwischer schon ein merkwürdige, abenteuerliches und unfertig wirkendes Szenario. Aber - funktioniert bis heute!

Ansonsten natürlich: Maxl, der Baufortschritt ist natürlich wieder mal sehenswert und bemerkenswert. Vor allen, nachdem nun das freundliche Gesicht der 3er dran ist. Ich finde im übrigen die einzigartige Stirnlampe, die gerade mal so klein ist, das eine Glühbirne reinpasst, ganz besonders süß. Wo auch immer die Murnauer, die ja immer an ihren Loks rumbastelt haben, "gefunden" haben. Alle anderen 69er haben normalgroße Stirnlampen erhalten

Bernd
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Beitrag von maxl am Mo 27 Apr 2020, 10:21

Herzlichen Dank, Bernd, dass du dich bei diesem Thema einklinkst! Dein Link ist allein der Geräuschentwicklung wegen sehens- und hörenswert... Die 04 hat also druckluftbetriebene Scheibenwischer. Siehst du das aber auch so, dass bei der 03 die Wischer elektromotorisch betrieben werden? Ich kann das Motorgehäuse mit angeflanschtem Getriebe und elektrischer Zuleitung nicht anders deuten. Wenn dereinst mal wieder "freie Fahrt" nach Koblenz angesagt ist, werde ich diesem Detailproblem noch einmal gründlich nachspüren.
In Sachen Stirnlampe lasse ich mir noch Zeit. Der Lampenbau ist immer eine kleine Herausforderung!
Beste Grüße Michael (maxl)
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Beitrag von Bernd Mühlstraßer am Di 28 Apr 2020, 01:06

Ach Maxl.......,
da hast Du ja was angestellt. Mir ist in der Theorie schon klar, das ich zwar viel, aber bei weitem nicht "alles" über die E69 weiß. Verunsichert werde ich aber immer dann, wenn aufgrund einer punktuellen Frage klar wird, das ich auch mal Wissenslücken an Stellen habe, an denen ich die gar nicht vermute.....

So ging es mir heute mir Deiner Antwort. Der Scheibenwischer der 03 elektrisch angetrieben? Ich glaube, ich habe mir diese Frage nie gestellt, aber ich hatte es nicht angezweifelt, dass auch er mit Druckluft funktioniert, so wie bei der 04, auf der ich in den letzten Jahren ja soviel Zeit verbringen durfte, das ich sie so inspizieren konnte, wie keine zweite Lok.
Ich konnte mir heute zwar noch nicht die irgendwo archivierten Detailfotos der 03 auch bezüglich der Scheibenwischer durchschauen, aber ich hatte ganz schnell noch ein Video in peto, auf dem der Wischer auch gut zu sehen sein sollte.

Und - ich bin der Meinung: Der Scheibenwischer der 03 ist NICHT elektrisch. Die Kabelverbindung, die zu sehen ist, führt zur Heizscheibe, nicht in den Wischer. Der aber verfügt über ähnliche Zuleitverbindungen zur Luftleitung, wie ich das von der 04 ja aus der Praxis kenne. Das pumpende/blasende und unstete Wischen, wie es auf meinem gestrigen Video der 04 zu erkennen ist, kenne ich auch von der 03. Insofern hätte ich bis gestern auch keine Zweifel daran gehabt. Jetzt bin ich verunsichert, aber tendiere doch zu meiner Ursprungsmeinung...

Aber - ist ja eigentlich nichts, was nicht aufklärbar wäre...auch wenn das jetzt und hier nicht endgültig entschieden werden kann.

Das genannte Video stelle ich Euch zur Unterhaltung mal ein, damit in die Lok, über die  hier so viel diskutiert wird, mal echtes "Leben" kommt. Allerdings ist es ein etwas "schmerzliches" Video, den die Lok wird extrem gequält. Kurz zur Ausganglage: Sonderfahrt Oberammergau - Murnau mit schwerem Zug (als regulärer Planzug!). Zuglok E69 03, Schublok 169 005 auf einer ihren ersten Fahrten nach 22 Jahren Abstellzeit. D.h. - das Personal auf der 05 war noch nicht so ganz sattelfest. Bei der Anfahrt aus Altenau heraus sollte der Zug nach dem Bahnübergang auf 50km/h beschleunigen. Die 05 wurde so stark aufgeschaltet, das sie ins Schleudern kam. Urplötzlich hing also das gesamte Zuggewicht an der 03, die - aufgeschaltet zur Beschleunigung - daher bei der Zugkraft nach "oben" schoß (Zugkraft sieht man auf dem mitgefilmten Zugkraft-Anzeiger) und damit das (bei der 03 eh empfindliche) Überstromrelais auslöste. Der Zug stand nun in einer S-Kurve mit maximaler Steigung und die Lokpersonale waren nicht so ganz "koordiniert". Seht selbst (ich bin im übrigen NICHT der Typ mit dem sächsischen Dialekt!)


Viel Spaß - trotzdem.....

Bernd
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Beitrag von maxl am Di 28 Apr 2020, 11:13

Herzlichen Dank, Bernd, für dies einmalige Geschenk einer Führerstandsmitfahrt! Ich habe es genossen - trotz der spürbaren Mühen bei der Koordination der Lokomotiven! Ein wunderbares Zeitdokument.
Die Scheibenwischerfrage kann ja gerne ruhen, da sie meinen Modellbau nicht unmittelbar berührt. Ich baue einfach nach, was ich so sehe. Es muss zum Glück ja nicht funktionieren... Dass das schwarze Kabel zur Fensterheizung führt, war mir bewusst. Es gibt aber noch ein unscheinbares weißes Kabel zur Wischeranlage. Natürlich könnte ich Herrn Ihrlich "anfunken", aber ich möchte ihn wegen einer solchen Kleinigkeit nicht extra behelligen. Da freu ich mich schon auf meinen nächsten (hoffentlich coronasicheren) Besuch in Koblenz-Lützel, der dann sicher auch die Klärung solcher Detailfragen bringen wird.
Dir nochmals vielen Dank für die wohlwollende und stets bereichernde Begleitung meines Bauberichts. Gerade werden die Fenster verglast und es entstehen die Seitenwände des Führerhauses. Die nächsten Baufortschritte sollten also ins Auge fallen!
Beste Grüße Michael (maxl)
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Beitrag von Glufamichel am Fr 01 Mai 2020, 11:16

Das ist eigentlich das Spezial-Salz in der Modellbauberichtsuppe, von dem es nie zuviel geben kann Cool  Tolle Beiträge Bernd. Und wieder etwas dazu gelernt... Very Happy
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Projekt "Hermine" - die BR E69 03 - Seite 20 Empty Re: Projekt "Hermine" - die BR E69 03

Beitrag von maxl am Mo 04 Mai 2020, 10:14

Angesichts der vielen hochkarätigen Lokomotivbaustellen und dem guten Austausch auf diesem Forum fühle ich mich sehr angespornt. Wäre schön, wenn Dieter (DK48) sich doch entschließen könnte, den Bau seiner BR 44 zu Ende zu führen!
Ich bin wieder etwas vorangekommen und habe die Fenster verglast (Acryl, 0,8 mm). Wann hat man das schon: Eine Lokomotive, die man gleichzeitig von vorn und von hinten sehen kann...

Projekt "Hermine" - die BR E69 03 - Seite 20 15011

Zum Glück konnte ich die Verglasung so ausführen, dass im sichtbaren Bereich keine Verklebungen notwendig wurden. Dann waren die Seitenwände dran:

Projekt "Hermine" - die BR E69 03 - Seite 20 15110

Projekt "Hermine" - die BR E69 03 - Seite 20 15310

Auch hier arbeite ich wieder doppelwandig. So kann ich die Innenarbeiten weitgehend unabhängig von den Außenseiten durchführen.

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Bei der Hermine wurde wegen Einbaus diverser Aggregate jeweils ein Seitenfenster nachträglich geschlossen. Zahlreiche Schraub- und Nietköpfe weisen auf die eingebauten Teile hin. Natürlich konnte ich nicht widerstehen, alles ganz provisorisch zusammenzustellen, um einen ersten Eindruck des vollständigen Lokkörpers zu bekommen:

Projekt "Hermine" - die BR E69 03 - Seite 20 15510

Bis ich alles fest miteinander verkleben kann, muss ich mich noch sehr gedulden. Das fällt manchmal schwer...

Gruß Michael (maxl)
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