Der lustige Modellbauer
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Darwins Beagle's Sovereign of the Seas

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Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Empty Darwins Beagle's Sovereign of the Seas

Beitrag von Darwins Beagle am So 15 Apr 2018, 12:11

Hallo liebe Modellbauer(innen) und Mitleser(innen),

heute starte ich seit langer Zeit einen neuen Baubericht. Endlich habe ich mich dazu durchgerungen, die Sovereign of the Seas (DeAgostini / ModelSpace) zu bauen. Beginnen möchte ich mit folgendem Gedicht von Joachim Ringelnatz (1930):

Segelschiffe

Sie haben das mächtige Meer unterm Bauch
Und über sich Wolken und Sterne.
Sie lassen sich fahren vom himmlischen Hauch
mit Herrenblick in die Ferne.

Sie schaukeln kokett in des Schicksals Hand
Wie trunkene Schmetterlinge.
Aber sie tragen von Land zu Land
Fürsorglich wertvolle Dinge.

Wie das im Wind liegt und sich wiegt,
Tauwebüberspannt durch die Wogen,
Da ist eine Kunst, die friedlich siegt,
Und ihr Fleiß ist nicht verlogen.

Es rauscht wie Freiheit. Es riecht wie Welt. –
Natur gewordene Planken
Sind Segelschiffe. – Ihr Anblick erhellt
Und weitet unsre Gedanken.


In diesem Sinne möchte ich meinen Baubericht angehen. Nachdem ich bereits einige Schiffsmodellbauprojekte abgeschlossen habe, sind (historische) Segelschiffe meiner Meinung nach immer noch eine sehr große Herausforderung im Modellbau. Zwar nenne ich mittlerweile auch die Bismarck und die U 96 mein Eigen - jedoch strahlt keines dieser Modelle die gleiche Magie aus, wie ein mächtiges, stolzes und majestätisches Segelschiff. Dementsprechend möchte ich zukünftig meinen Schwerpunkt eher auf den historischen Segelschiffmodellbau legen.

Mein allererstes Modell war tatsächlich die HMS Victory von DeAgostini im Jahre 2012 (leider habe ich dazu keinen Baubericht angefertigt). Ich war ein absolut blutiger Anfänger mit keinerlei Erfahrung in diesem Bereich. Im Laufe der Zeit musste ich dann lesen, dass historische Vierdecker in diesem Maßstab keinesfalls für Anfänger geeignet seien. Entgegen dieser Aussage, habe dieses wunderschöne Schiff trotzdem erfolgreich fertig gebaut und erfreue mich noch heute daran. Hier mal ein aktuelles Bild von dem Platz in unserem Esszimmer:

Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Dsc_1114

Danach habe ich die "Black Pearl" aus dem Bausatz von Hachette gebaut (der Baubericht findet sich auch hier im Forum). Auch wenn das Modell noch nicht komplett fertigestellt ist, schmückt es nun unser Wohnzimmer:

Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Dsc_1115


Ich möchte diesen Baubericht für all diejenigen schreiben, die noch nie ein historisches Segelschiff gebaut haben und mit dem Gedanken spielen, ebenfalls ein solch großartiges Projekt zu wagen. Dementsprechend werde ich sehr kleinschrittig vorgehen und auch scheinbar unrelevante Arbeitsschritte näher beleuchten.

Natürlich freue ich mich auf zahlreiche Kommentare, Hinweise und Kritik, seitens erfahrener Modellbauer aus unserem Forum. Davon leben Bauberichte und gerade interessierte Mitleser und ich als Modellbauer, können davon NUR profitieren. Dies schließt vor allem konstruktive Kritik mit ein. Nur so kann man ein Modell noch besser machen!!!

Als ich damals die Victory baute, habe ich im Vorfeld sehr viele Bauberichte gelesen, von denen ich immens profitiert habe. So lassen sich schon im Vorfeld Fehler vermeiden, welche man ohne dieses Wissen vielleicht schnell gemacht hätte.

Also, bevor man überhaupt mit dem Bauen beginnt, ist eine gute Vorbereitung die halbe Miete, um am Ende ein schönes Modell sein Eigen zu nennen. Ich erhebe nicht den Anspruch ein historisch absolut korrektes Schiffsmodell zu bauen, da dies mit dem Bausatz auch kaum möglich ist. Wer sich in diesem Bereich ein wenig auskennt weiß, dass es eine absolute Königsklasse des Modellbaus ist, die wahre Meister ihres Faches beheimatet.

Vielmehr möchte ich mich darauf konzentrieren, ein ansehnliches und sauber gebautes Modell hinzubekommen, welches den eigenen Erwartungen gerecht wird. Und diese sind ja bekanntlich bei jedem Menschen anders.

Noch eine Sache vorneweg: da ich natürlich nicht nur Modellbauer bin, sondern auch im Familien- und Berufsleben stehe, wird dieser Baubericht sicherlich ein Marathon und kein Sprint. Aber das ist ja auch nicht verkehrt, ganz im Gegenteil. Gerade beim historischen Schiffsmodellbau sollte man Geduld haben und Zeit walten lassen, um die teilweise diffizilen Arbeitsschritte erfolgreich zu bewältigen. In der Ruhe liegt die Kraft!

So, jetzt aber genug der Schreiberei. Los geht´s!!!

In diesem Sinne,

AHOI  Kaffeetrinker


Zuletzt von Darwins Beagle am So 15 Apr 2018, 13:00 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Beitrag von Darwins Beagle am So 15 Apr 2018, 12:59

Hallo liebe interessierte Mitleser,

kommen wir zu den ersten Arbeitsschritten. Hierzu gehört natürlich die Recherche. Früher gab es bei deAgostini noch Magazine, die wenigstens ein bisschen Hintergrundwissen über die Zeit und die Sprache des Schiffmodells und des Baus vermittelt haben. Spätestens, wenn in der Bauanleitung Begriffe wie Gaffel, Spiere, Barkholz, Saling, Rüsteisen etc. zur Sprache kommen, steht man als Anfänger davor wie der bekannte Ochs vorm Berg (zumindest erging es mir so). Deshalb habe ich dann damit begonnen, mir sukzessive ein wenig Fachliteratur zum historischen Schiffsmodellbau zuzulegen, von denen ich jetzt eine kleine Auswahl vorstellen möchte.

Gerade für all diejenigen, die sich tiefer mit der praktischen Anwendung auseinandersetzen möchten, empfehle ich das Buch von Peter Holz: Historische Modellschiffe aus Baukästen (GeraMond-Verlag). Hier finden sich wirklich sehr gute Praxistipps, von denen man sehr viel lernen kann, um ein gutes Schiffsmodell zu bauen.

Darüber hinaus gibt es natürlich das "Standardwerk" im historischen Schiffsmodellbau: Wolfram zu Mondfeld, Historische Schiffsmodelle - das Handbuch für Modellbauer (Bassermann Verlag). Hierin finden sich unzählige Detailzeichnungen und Erklärungen, die sämtliche Bauabschnitte und Teile eines Schiffsmodells betreffen.

Ich habe hier mal ein Bild von meiner Literatur gemacht, die ich im Vorfeld der Sovereign studiert habe:

Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Dsc_1210

Wenn man dann schonmal eine gute theoretische Grundlage hat, weiß man zumindest, welche Stolpersteine einen erwarten oder welche Arbeitstechniken einem bevorstehen. Dies schließt natürlich mit ein, dass man ebenfalls die Bauanleitung zumindest einmal oberflächlich gelesen haben sollte.

Hier die Bauanleitung. Was für ein Schinken!!!!:

Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Dsc_1123

Nach diesem Arbeitsschritt kommt dann natürlich die Werkzeug- und Maschinenausstattung. Frühere Modellbauprofis - darunter auch Gefangene in Marinegefängnissen - reichte ein Messer und Tierknochen, um wunderschöne Modellschiffe zu bauen. Ich als "Wohnzimmertischbauer" käme damit natürlich nicht zurecht. Dementsprechend habe ich mir ein System entwickelt das es erlaubt, abends nach Feierabend den Wohnzimmertisch in eine Werkstatt umzufunktionieren und ihn dann nach den Bauarbeiten so zu hinterlassen, als wäre nichts gewesen (dies findet meine Ehefrau toll und beide Seiten sind glücklich).

Dafür habe ich mir einen großen Werkzeugkoffer im Discounter geholt, in dem wirklich alle Werkzeuge und Maschinen Platz finden:

Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Dsc_1119

Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Dsc_1118

Natürlich will der geneigte Leser sicherlich auch wissen, was in dem Koffer steckt. Bittesehr:

Die wichtigsten Utensilien sind sicherlich eine Schneidematte, diverse Cuttermesser und Skalpelle, ein Handbohrer, Schlüssel-/Diamantfeilen, eine kleine Handsäge, Pinnadeln, Klemmen, Modellbauhammer.........

Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Dsc_1117

und natürlich der wichtigste Freund des Schiffsmodellbauers, HOLZLEIM:

Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Dsc_1121

Cuttermesser gibt es auch in solch vorsortierten Boxen mit Wechselklingen:

Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Dsc_1211

Außerdem war mir ein Mini-Schraubstock immer eine große Hilfe:

Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Dsc_1116

Ein elektrischer Plankenbieger kann ebenfalls sehr hilfreich sein:

Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Dsc_1212

Im Laufe der Zeit sammeln sich natürlich auch etliche Farben an, die ich in einer extra Box aufbewahre:

Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Dsc_1122

Nicht mehr verzichten möchte ich auf meinen elektrischen Modellbaubohrer mit Bohrständer. Er hat mir schon viele gute Dienste geleistet:

Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Dsc_1124

Das soll es erstmal gewesen sein, mit Einblicken in mein Werkzeugarsenal. Bei den folgenden Arbeitsschritten werde ich immer auf die eingesetzten Werkzeuge und Bearbeitungstechniken zu sprechen kommen.

Mein nächster Beitrag behandelt dann den Baustart. Genießt die Sonne!
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Beitrag von Darwins Beagle am So 15 Apr 2018, 13:50

Bauphase 1

Ich persönlich sammle immer erst alle Ausgaben und kontrolliere bei jeder Lieferung die Vollständigkeit ALLER Teile. Es gibt nichts schlimmeres, wenn man  mitten im Bauprozess steckt und dann voller Verzweiflung feststellen muss, dass eine Verzierung oder ein anderes spezielles Teil fehlt. Natürlich kann man sich fehlende Teile als Modellbauer auch selbst anfertigen, doch ärgerlich ist es trotzdem. Gleiches gilt natürlich für andere Materialien und Werkzeuge. Bevor man auch nur den ersten Schnitt macht oder das erste Loch bohrt, sollte man gewährleisten, dass man auch alle Werkzeuge für die Bauphase parat hat. Ebenfalls sollte man die Bauanleitung besser zwei- oder dreimal lesen und auch alle Arbeitsschritte verstanden haben, BEVOR man anfängt etwas abzusägen, was man nur schwer wieder rekonstruieren kann.

Und noch eine Sache. Man sollte sich absolut sicher!!!!! sein, dass man dieses Wahnsinnsprojekt, was ein Segelschiffmodell nunmal ist, auch zu Ende bringt. Leider gibt es genügend Bauberichte - auch hier im Forum- die mit großer Leidenschaft und Enthusiasmus begonnen wurden und dann niemals zu Ende geführt werden. Es ist schade für das Geld und vor allem schade für einen selbst. Man beraubt sich vieler wertvoller Erfahrungen, die man während des Baus sammelt, um zukünftig Fehler zu vermeiden. Aber eins garantiere ich: wer einmal ein solches Projekt zu Ende gebracht hat, wird schwer wieder von diesem tollen Hobby loskommen.

Eins ist sicher: es wird ein Projekt von mehreren Jahren.

Am Anfang waren Holzteile und Verpackungen:

Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Dsc_1125

Wie ich oben schon erwähnt habe, sammle ich das Modell komplett. Dies hat zwei Vorteile. Ich muss mich nicht über fehlende Teile ärgern und ich kann manche Arbeitsprozesse ökonomischer gestalten. Beispielsweise kann ich sämtliche Kanonen gleichzeitig bauen. Somit benötigt man nur einmal alle Werkzeuge und Arbeitstechniken für diesen Bauabschnitt und muss während der Bauphase nicht ständig wieder damit beginnen. Gleiches gilt für das Langboot und andere Arbeitsschritte, welche in der Bauanleitung unterbrochen werden oder anders dargestellt sind.

Gerade beim Spantengerüst finde ich es wichtig, anders vorzugehen, als es die Bauanleitung vorgibt. Warum, darauf werde ich später zu sprechen kommen.

Wenn man ein historisches Schiffsmodell fertigt, so benötigt man auf jeden Fall eine sogenannte "Helling". Das ist eine Konstruktion, welche den Schiffskiel gegen Verziehen und Verkrümmen schützt, damit der Kiel nicht aussieht wie eine Banane. Die einfachste Methode ist ein stabiles Holzbrett auf das man eine gerade Linie zeichnet:

Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Dsc_0810

Anschließend werden auf das Brett Metallwinkel aus dem Baumarkt geschraubt. Danach wird der Modellkiel dort eingespannt und schon ist gewährleistet, dass sich dieser nicht mehr verbiegen kann.

Meine Helling habe ich etwas anders konstruiert. Ich habe zwei Bretter mit einer gerade Kante genommen. Ein Anlegebrett habe ich auf der Trägerplatte festgeschraubt und die andere Seite kann mittels Schrauben verstellt werden. Dazwischen kann man dann ganz einfach den Kiel mit dem Spantengerüst festklemmen:

Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Dsc_1216

Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Dsc_1217

Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Dsc_1224

Die Schraubenköpfe wurden an der Unterseite versenkt:

Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Dsc_1223

Doch nun zurück zu den Bauteilen für die Spanten. Ich habe sämtliche bauteile für die Spanten und den Kiel KOMPLETT herausgesucht:

Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Dsc_1213

Teilweise mussten die Bauteile erst mit dem Cutter herausgelöst werden. Die Bauteile NIEMALS herausbrechen. Damit könnte man sie beschädigen!!!

Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Dsc_1220

Anschließend wurden sämtliche Klebeflächen von den schwarzbraunen Brandrückständen mittels Schlüsselfeilen befreit. Hier das Bauteil vor der Behandlung:

Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Dsc_1214

Und danach:

Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Dsc_1215

Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Dsc_1218

Die Außenkanten der Spanten habe ich noch nicht geschliffen, da dies später beim Straken geschieht. Zudem ändert man (wenn auch nur minimal) die Form.

Warum entferne ich die Rußrückstände? Weil die Spanten das Grundgerüst des Schiffes sind und der Kleber ansonsten nicht gut haftet.

Sämtliche bereits bearbeiteten Teile sammle ich in einer extra Box:

Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Dsc_1219

Nachdem alle Spantenteile geschliffen worden sind, werden sie gemäß Anleitung verklebt.

Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Dsc_1222

Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Dsc_1221

Die Kielteile wurden ebenfalls verleimt. Hierbei ist vor allem darauf zu achten, dass sie plan auf einer ebenen Fläche aufliegen.

Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Dsc_1225

Die Stabilisatoren habe ich mit Klemmen fixiert. Das Ganze sollte über Nacht gut durchtrocknen.

Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Dsc_1227

Rechte Winkel kontrolliere ich gerne mit Hilfe von Duplosteinen:

Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Dsc_1228

Und nun nochmal zurück zu der Frage, weshalb man das Spantengerüst in einer anderen Reihenfolge verkleben sollte, als in der Bauanleitung angegeben.
Der Rumpf ist das Aushängeschild des Schiffes. Sollten Spanten ungenau verklebt sein, führen selbst kleinste Ungenauigkeiten zu einem ungleichmäßigen Bild des kompletten Rumpfes. Dies schließt Dellen etc. mit ein. Hier sollte man von vornherein wirklich genau arbeiten. Je weniger man spachteln und ausbessern muss, desto besser. Ein Rumpf bestimmt den Wert des eigenen Modells und jeder Modellbauer wird darauf ein besonderes Augenmerk legen.
Die genaue Lage der Spanten kann man allerdings nur kontrollieren, wenn man ALLE Spanten erstmal lose einsetzt und dann sukzessive - beginnend vom Bug zum Heck - nach und nach verklebt. Somit kann man immer genau die Lage der Spanten kontrollieren. Hierbei empfiehlt es sich, ca. 1,50 m vom Modell zurückzutreten, längs dem Kiel zu kontrollieren und gegebenenfalls zur korrigieren.

In diesem Bild sind die Spanten nur lose auf den Kiel aufgesteckt, um den Rumpfverlauf erahnen zu können.

Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Dsc_1226

Da ich vorhabe, den unteren Bereich des Rumpfes mit Balsaholz als Füllholz aufzufüllen, habe ich mir schonmal welches besorgt:

Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Dsc_1126

So, dass war die erste Bauphase. Mal schauen wie lange es dauert, bis ich mich wieder melde. Ich wünsche euch allen einen wunderschönen Sonntag!
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Beitrag von Gast am So 15 Apr 2018, 15:17

Da gucke ich sehr gern zu. Freu mich drauf , da du deine Modell sehr schön gebaut hast.

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Beitrag von meninho am So 15 Apr 2018, 16:46

Moin Christian,

da ich den Bausatz auch noch hier liegen habe, schau ich dir natürlich gerne sehr interessiert zu.

Viel Spass beim Bau und gutes Gelingen Wink
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Beitrag von Darwins Beagle am So 22 Apr 2018, 18:54

Hallo Mario und Andreas.
schön, dass ihr mit zuschaut und die weiteren Baufortschritte kommentiert.

Ich hoffe, es werden noch mehr Mitleser, die sich in den Baubericht einklinken.

Bei mir ging es weiter mit der Komplettierung des Spantengerüstes:

Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Dsc_1229

Zudem wurden fast alle Spantzwischenräume mit balsaholz versehen.

Hier sieht man mal exemplarisch, wie die Bugspanten mit Balsaholz aufgefüllt werden.


Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Dsc_1231

Hier das Balsaholz:
Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Dsc_1235#

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Und hier bereits grob geschliffen:

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Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Dsc_1237

Hier sieht man, das ich einen Pinsel als Bugsprietattrappe zweckentfremde:

Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Dsc_1243

Die Spanten werden mittels Duplosteinen verleimt:

Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Dsc_1242

Oder mit Hilfe von Klemmen:

Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Dsc_1240

Hier sieht man das Sammelsurium an Füllklötzen aus Balsaholz:

Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Dsc_1241

Und hier der Einbau. Der Klotz wird auf die breite Spanteseite ganzflächig aufgeleimt. Dies habe ich bisher auch noch nie praktiziert. Aber es scheint zu rocken:

Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Dsc_1239

Hier erfolgt der Einbau der ersten Decks mittels Klemmen:

Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Dsc_1238

Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Dsc_1247

Hier sieht man bereits die grobe Schleiforgie des Balsaholzes mittels eines Modellbau-Schleifgerätes:

Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Dsc_1249

Und Raspeln, sowie anderen Werkzeugen:

Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Dsc_1252

Und hier die Sauerei danach. Ich verwende eine billig Gummimatte aus dem Baumarkt, um den Schleifstaub zu entsorgen:

Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Dsc_1250

Das beste Gerät ist ein kleines Schleifgerät vom Discounter:

Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Dsc_1248

Unter die Decksbalken habe ich Balsaholzreste in der entsprechenden Höhe verleimt:

Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Dsc_1246

Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Dsc_1253

Weiter geht es in meinem nächsten Post.....
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Beitrag von Darwins Beagle am So 22 Apr 2018, 19:10

Hallo an alle MitleserInnen,

als nächstes erfolgte das Einziehen der Decksbalken, die mittels Balsaholzresten mittig zentriert stabilisiert wurden:

Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Dsc_1258

Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Dsc_1254

Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Dsc_1259

Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Dsc_1264

Außderdem habe ich die Leiste für die Kanonenattrappe nach Spant 27 1,8mm überstehen lassen. Man weiß ja nie, ob man die Stückpforte nicht doch offen darstellen möchte:

Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Dsc_1257

Die verklebten Decks wurden mit allerlei Gewichten beschwert, um entsprechend anzutrocknen:

Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Dsc_1262

Geholfen wurde mit Hilfe von Leimzwingen:

Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Dsc_1256

Hier jetzt das Verleimen der Heckgalerie:

Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Dsc_1261

Zum Schleifen am Wohnzimmertisch verwende ich immer ein geschlossenes Kehrblech zum Einfangen des Schleiftaub´s:

Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Dsc_1263

Nach etlichen Einpasssitzungen und groben Anpassungsstunden, sieht der Rumpf nun so aus:

Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Dsc_1255

Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Dsc_1260

Jetzt geht es weiter mit dem Straken. YEAH!!!!! Hüpfeding
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Beitrag von Darwins Beagle am So 22 Apr 2018, 19:23

Apropos,

einige aufmerksame Mitleser werden hoffentlich mitbekommen haben, dass ich mich für eine Helling mittels "normalen" Baumarktwinkeln entschieden habe. Nur so kann ich die Spanten und den Kiel in einer Linie fixieren. Die andere Helling hat -aufgrund der Tiefe der Spanten- leider nicht funktioniert.
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Beitrag von Cpt. Tom am Mo 23 Apr 2018, 06:21

Hallo Christian,

ein Mitleser mehr in Deinem Baubericht Very HappyVery HappyVery Happy Ich wünsche Dir viel Spaß beim Bau Deiner Sovereign und weiterhin viel Erfolg.
Deine Idee den ganzen Baubericht in kleinen Schritten, gerade für Anfänger, zu führen find ich super und auch dafür viel Geduld.

So, jetzt zu den gezeigten Bildern Very HappyVery Happy ........das sieht bis jetzt alles saustark aus und ich freue mich auf weitere Bilder Cool Cool
Cpt. Tom
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Beitrag von Darwins Beagle am Mi 25 Apr 2018, 13:53

Hallo Tom und alle Mitleser,

vielen Dank Freundschaft, Tom. Deine goldige Sovy ist ja schon viel weiter und ich liebe deinen "Blattgold-Stil", den ich sicherlich für mein Modell übernehmen werde. Bis ich aber ans Vergolden der Verzierungen und Ornamente komme, dauert es aber sicherlich noch eine ganze Weile.

Da ich selbst einmal blutiger Anfänger war und aus Bauberichten echt verdammt viel gelernt habe, ist es mir aus diesem Grund ein großes Anliegen, einzelne Baufortschritte näher zu beleuchten. Warum sollte man sein Wissen für sich behalten, wenn andere doch davon profitieren können. Man muss das Rad ja nicht immer neu erfinden. Foreenmusketier

Was die Sache mit der Geduld angeht, so danke ich dir ebenfalls. Man braucht schon Zeit - sowohl für das Modell, als auch für den Baubericht. Aber die nehme ich mir gerne. Ihr möget mir bitte Nachsehen, wenn die Antworten oder neue Posts manchmal etwas auf sich warten lassen, da ich nicht direkt jedesmal etwas online stelle. Ich versuche aber schon, mindestens einmal wöchentlich -sofern es etwas zu berichten gibt- die Baufortschritte zu zeigen.

Und nun mal los zur "Strak- und Beplankungshelling":

Warum sich manche Arbeitsschritte unnötig schwer machen, wenn es auch einfach geht? Das hat sich sicherlich auch Heiko (Piesel) hier aus dem Forum bei seinen Modellen gedacht. Sein Baubericht hat mich dazu inspiriert Massstab , ebenfalls eine Vorrichtung zu bauen, welche die Beplankungsarbeiten erleichtert und die Kraftauswirkung auf die dünnen Spantenenden minimiert. Nochmals danke für deinen Baubericht der Sovereign, Heiko!!! Freundschaft

Zunächst einmal habe ich mir Rundhölzer mit dem Durchmesser 8mm und 10mm besorgt. Die passen perfekt in die Mastlöcher. Hier mal eine Passprobe.

Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Dsc_1265

Der Bau der Beplankungshilfe hat keine 20 Minuten gedauert.

Materialien:
- eine (schwere) Restholzplatte. Ich glaube, ich habe ein Stück aus einer Küchenarbeitsplatte erwischt.
- ein 6cm dicker Balkenrest
- 8mm und 10mm Holzbohrer
- die drei oben erwähnten Rundhölzer
- 5 x 7,5cm lange Holzschrauben

Zunächst habe ich exakt die Abstände der Mastlöcher auf dem Deck abgemessen und mittig auf den Balken übertragen:

Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Dsc_1268

Danach wurden mittels der Bohrer die Löcher gebohrt:

Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Dsc_1267

Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Dsc_1269

Dann wurde der Balken auf der Grundplatte verschraubt:

Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Dsc_1270

Und zum Schluss wurden die Rundhölzer in den Bohrlöchern verleimt. Fertig ist die Beplankungshilfe!!!

Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Dsc_1266

Das Verbindungsbrett habe ich achtern schon bis auf den Kiel runtergeschliffen:

Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Dsc_1271

Nun noch eine Frage zum Fockmastloch: wer kann mir sagen, wie der Fockmast später befestigt wird? Schließlich gibt es ja keine Halterung im Kielbrett. Außerdem "kollidieren" der Bugspriet und der Fockmast doch, wenn man beide Rundhölzer durch die jeweils vorgesehen Löcher steckt. Ich verstehe es nicht. Vielleicht kann mich jemand aufklären.

Bis bald!
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Beitrag von Cpt. Tom am Mi 25 Apr 2018, 15:08

Hallo Christian,

ja das stimmt das eigentlich beide im Rumpf kollidieren müssten. Am Original war der Bugsprit seitlich versetzt und wurde am Fockmast mit befestigt. Da ich den Bugsprit aber noch nicht verbaut habe kann ich Dir daher keine eindeutige Aussage geben. Muss das ganze Morgen mal in der Bauanleitung suchen.
Cpt. Tom
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Beitrag von Admiral65 am Mi 25 Apr 2018, 19:48

Hallo Christian,

Auch ich habe die SotS noch in meinem Schrank liegen und deshalb sitze ich bei dir in der ersten Reihe.
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Beitrag von Darwins Beagle am Do 26 Apr 2018, 08:37

Cpt. Tom schrieb:Hallo Christian,

ja das stimmt das eigentlich beide im Rumpf kollidieren müssten. Am Original war der Bugsprit seitlich versetzt und wurde am Fockmast mit befestigt. Da ich den Bugsprit aber noch nicht verbaut habe kann ich Dir daher keine eindeutige Aussage geben. Muss das ganze Morgen mal in der Bauanleitung suchen.

Hallo Tom,

jeps, eigentlich war der Bugspriet bei den meisten (oder sogar allen???) Schiffen im 17. Jh. seitlich versetzt. Dies ist auch bei der Sovereign der Fall. Wenn man also historisch korrekt bauen möchte, sollte man auf jeden Fall darauf achten. Wahrscheinlich werde ich aber der Bauanleitung folgen. Ich lese mich in den nächsten Tagen mal in das Thema rein.

Danke für den Hinweis mit der Bauanleitung. Da hätte ich ja auch mal selbst drauf kommen können Auahahn Embarassed

Auf den Seiten 473 und 474 steht, dass erst der Fockmast und dann der/das Bugspriet eingesetzt werden. Allerdings werden an dem Fockmast noch "Montageringe" aufgeleimt, die anscheinend einen festeren Sitz gewährleisten sollen. Trotzdem verstehe ich nicht, warum man nicht gleich -zwecks Stabilität- noch eine Vorrichtung im Kiel vorgesehen hat. Immerhin ist der Fockmast der zweithöchste des Schiffes. Soweit ich mich erinnern kann, war das bei der HMS Victory anders gelöst. Mal abwarten.

@Detlef: Freut mich, dass du auch dabei bist! Winker Hello
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Beitrag von Darwins Beagle am So 06 Mai 2018, 14:56

Hallo liebe Leut,

nun geht es weiter. Heute mit dem Kapitel "STRAKEN".

Bei meinen ersten Modellen bin ich genau der Bauanleitung gefolgt und habe deshalb nie die Spantenzwischenräume mit Balsaholz aufgefüllt. Allerdings kann ich nun sagen, dass sich die Mehrarbeit definitiv gelohnt hat. Doch dazu später mehr. Zunächst einmal möchte ich die wichtigsten Strakwerkzeuge vorstellen:

Ein Mundschutz/Staubmaske. Wirklich wichtig, wenn man keine Lust darauf hat, seine Gesundheit zu ruinieren.
Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Dsc_1295

Schleifhilfen/Schleifklötze in verschiedenen Größen:

Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Dsc_1293

Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Dsc_1294

Schleifschwämme (braucht man nicht unbedingt):

Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Dsc_1291

Und ganz wichtig: Schleifpapier in den Körnungen 40er/80er/120er

Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Dsc_1296

Zum Straken rolle ich das Schleifpapier immer wie auf dem obigen Foto. Je nach Rundungen, kann man so dem Spantenverlauf angemessen schleifen. Gerade für die stärkeren Rundungen verwende ich auch gerne die runde Seite des kleineren Schleifblocks.

Alternativ dazu, kann man natürlich auch Schleifpapier um Rundhölzer o.ä. wickeln oder mit Sekundenkleber festkleben. Gleiches gilt übrigens für Leisten.

Man sollte sich eine 1,5-2cm breite Leiste- die min. 3-4 Spanten in der Länge abdeckt-mit Schleifpapier bekleben. Somit kann man hervorragend Material im Plankenverlauf abtragen.

Wenn man strakt sollte man darauf achten, dass man immer die gleichen Bereiche an Steuer- und Backbord bearbeitet. Nur so kann man gewährleisten, dass beide Seiten gleich gestrakt werden.

Los gings erstmal mit dem groben Vorschliff mit 40er bzw. 80er Schleifpapier. Damit habe ich das Balsaholz bis fast auf die Spanten runtergeschliffen und den entsprechenden Spantrundungen angepasst. Man kann es super kontrollieren, indem man auf die Rußränder der Spanten schaut. Solange diese unversehrt sind, solange kann man schleifen.

Dies ist auch gleich ein wichtiger Hinweis. Man sollte sich immer ein Stück Rußrand stehen lassen, da damit gewährleistet ist, dass man die Form der Spanten NICHT verändert. Sollte man doch einmal zu viel runtergeschliffen haben, so kann man es aber später noch mit Holzresten ausgleichen.

Hier mal ein paar Eindrücke der "Schleiforgie", wie sie von manchen liebevoll bezeichnet wird:

Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Dsc_1280

Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Dsc_1287

Gerade Richtung Heck, müssen die Spanten sehr stark angeschliffen werden. Hier gilt es sorgsam, genau und vorsichtig zu schleifen. Man sollte immer wieder den Plankenverlauf mit Hilfe einer Holzleiste kontrollieren.

Als Staubfangunterlage verwende ich übrigens eine Gummimatte aus dem Baumarkt.

Bei den folgenden Bildern kann man sehr gut die "Rußlinie" erkennen. Man sollte darauf achten, dass sie einigermaßen gleichmäßig in einer Linie verläuft (natürlich nur an den Rundungen - an den geraden Seiten ist straken so gut wie nicht nötig).

Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Dsc_1279

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Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Dsc_1286

Auch die Verstärkungsbretter des Kiels wurden entsprechend runtergeschliffen und angepasst:

Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Dsc_1274

Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Dsc_1290

Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Dsc_1272

Hier mal eine Rückansicht auf das Heck. Man kann sehr gut die stark angeschliffenen Heckspanten erkennen (der Kiel ist auch etwas mitgeschliffen worden. Macht aber nichts, da ja später noch der falsche Kiel draufgeleimt und die Seiten mit Leisten verkleidet werden):

Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Dsc_1278

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Hier Ansichten vom Bugbereich:

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Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Dsc_1288

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Und hier nochmal einige Gesamtansichten nach dem fertigen Straken:

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Wichtig ist also nochmal zusammengefasst:

-Immer längs -also im Plankenverlauf von Bug nach Heck oder von Heck nach Bug straken.
-Immer wieder den Schleifstaub entfernen und das Ergebnis mit Hilfe einer Holzleiste kontrollieren.
-Darauf achten, dass beide Seiten symmetrisch gestrakt sind und gleich viel Material weggenommen wird.
-Nicht zu viel von den Spanten entfernen, weil dies die Spantenform verändert (am Rußrand orientieren).
-Immer im Freien mit Staubmaske arbeiten!
-Besser mal eine Pause machen und am nächsten Tag erneut beginnen. Vielleicht fallen einem da nochmal kleine Ungenauigkeiten auf.

Generell gilt: je genauer und sauberer gestrakt wurde, desto weniger muss später vor der Zweitbeplankung ausgeglichen werden: Stichwort spachteln.

Und nun nochmal zum Auffüllen mit Balsaholz. Wie ihr unschwer an den Bildern erkennen könnt, lässt sich durch das Balsaholz hervorragend der Rumpfverlauf erahnen. Dies wäre nur mit den Spanten kaum möglich. Deshalb hilft es ungemein beim Straken, da man dadurch viel mehr Anhaltspunkte hat, wo etwaige unsymmetrische Bereiche am Rumpf nochmal nachbearbeitet werden müssen, bevor es an die Erstbeplankung geht.

Zudem stabilisiert das Balsaholz ungemein die Erstbeplankung, da diese ja wesentlich mehr Klebe- und Auflagefläche hat. Gerade die Erstbeplankung wird an manchen stellen etwas dünn, was aber dann durch das darunter liegende Balsaholz wieder ausgeglichen wird.

Nun kann es schon ans Beplanken gehen. Genießt die Sonne und bis demnächst!!!!

Ich freue mich auf eure Kritik und Rückmeldungen!!!!
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Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Empty Start der Beplankung

Beitrag von Darwins Beagle am So 13 Mai 2018, 12:04

So Leute,

eine Woche ist um und das Schiff macht Fortschritte. Der Inhalt des heutigen Berichtes beschäftigt sich mit allem, was mit den Beplankungsarbeiten zu tun hat.

Statt den mitgelieferten Bambusleisten verwende (und empfehle ich) Lindenholzleisten in der gleichen Größe. Warum Lindenholz? Es ist die klassische Holzart bei der Beplankung von Modellschiffsrümpfen. Man kann es super biegen, es splittert nicht, wenn man die kleinen Nägel o.ä. durchtreibt, es lässt sich gut schleifen, man muss es nicht unbedingt vorbohren und man kann es super zuschneiden. Die Leisten haben eine Länge von 100cm. Somit erspart man sich zudem die Übergänge der Einzelleisten an manchen Spanten.

Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Dsc_1105

Zunächst einmal wurde mit dem Heck begonnen:

Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Dsc_1106

Ihr könnt ganz deutlich die Holzleimlinie erkennen. Danach wird die Leiste mit Nägeln fixiert:

Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Dsc_1107

Ein super Hilfsmittel bei der Beplankungsarbeit sind Wattestäbchen und Küchenrolle, die man in ausreichender Anzahl zur Hand haben sollte:

Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Dsc_1102

Damit entferne ich den austretenden Leim zwischen den Nägeln und entlang der Klebenut.

Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Dsc_1104

In der Art und Weise wird das Heck "aufgestockt" und komplettiert:

Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Dsc_1103

Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Dsc_1298

Ihr könnt gut erkennen, dass ich die Seitenkanten schonmal grob mit Bleistift markiert habe, um den Spantenverlauf anzupassen.

Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Dsc_1101

Die Überstände wurden erstmal grob mit einem Bastelmesser entfernt:

Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Dsc_1100

Anschließend wurden sämtliche Kanten entsprechend beigeschliffen:

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Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Dsc_1297

Beim Übergang der Rundung habe ich eine Leiste sehr dünn abgeschnitten und an dem Übergang aufgeleimt. Das wird später beigeschliffen, damit man eine schöne Rundung erhält:

Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Dsc_1129

Während das Heck an die Spanten angepasst wurde, habe ich immer zur Kontrolle den Verlauf mit einer Leiste kontrolliert. Sollte man zuviel wegschleifen, wäre es nicht gut:

Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Dsc_1109

Und hier das Endergebnis:

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Nun zum wichtigsten Beplankungswerkzeug: der Nageldrücker. Die Nägel bewahre ich immer in einer kleinen Box auf:

Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Dsc_1130

Bevor es nun an die ersten Plankenreihen geht, möchte ich euch zeigen, wie ich die Planken biege.

Zunächst einmal werden die Enden der Leisten für mindesten drei bis vier Stunden in einem heißen Wasserbad gewässert. Sollte das Wasser zwischendurch abkühlen, ersetzt man das Wasser wieder durch heißes. Ein Wasserkocher ist hierbei sehr hilfreich Embarassed

Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Dsc_1108

Nach dem Wässern kommt der Plankenbieger zum Einsatz. Dort werden die einzelnen Leisten in Ruhe vorgebogen:

Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Dsc_1134

Und nun zu den weiteren Hilfsmitteln. Wäscheklammern und leere Konservendosen oder Wassergläser:

Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Dsc_1136

Die Leiste wird gebogen:

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Anschließend werden die gebogenen Leisten mit Hilfe der klammern auf den Dosen oder Gläsern festgeklemmt:

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Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Dsc_1138

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Nun heißt es: abwarten und Tee trinken. Man lässt die Leisten nun über Nacht trocknen. Am nächsten Tag sieht das Ergebnis dann so aus:

Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Dsc_1150

Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Dsc_1148

Nun sind alle Vorbereitungen getroffen, um mit der Rumpfbeplankung zu beginnen. Die erste Leiste wird gemäß Bauanleitung aufgeklebt und fixiert. Alternativ zu den Nägeln kann man auch Pinnadeln o.ä. verwenden.

Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Dsc_1141

Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Dsc_1143

Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Dsc_1142

Rund um die Mastlöcher und an den Übergängen zu den Decksplatten, habe ich Restholz als Verstärker verklebt. Es lastet bei der "kopfüber-Helling" doch schon viel Gewicht auf den Mastlöchern:

Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Dsc_1147

Da die Leisten ja lang sind, klemme ich als Stabilisierung der Länge nach Klammern als Leistenträger an den Rumpf. So verrutscht die Leiste bei der Montage nicht so sehr:

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Und so geht es dann Reihe für Reihe....immer abwechselnd an Backbord und Steuerbord, damit sich der Rumpf nicht verzieht.

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Wenn man sauber gestrakt hat, sollte sich der "Treppeneffekt", also das Hervorstehen einzelner Plankenreihen, in Grenzen halten:

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Hier mal eine verjüngte Leiste, die noch geschliffen werden muss:

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Und hier zeige ich euch nochmal, wie ich die Reihen untereinander verklebe. Erst eine Leimlinie aufbringen:

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Dann feste gegen die obere Plankenreihe drücken und direkt mit Nägeln fixieren:

Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Dsc_1154

Leim direkt entfernen! ich empfehle übrigens NICHT den Expressleim, sondern den normalen, langsam trocknenden Leim. Ansonsten härtet der Kleber schneller aus, als man arbeiten kann.

Und hier noch ein paar abschließende Eindrücke der bisherigen Arbeiten:

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Die erste Leiste am Bug ist leider etwas gesplittert. Macht aber nichts. ich habe sie mit Leim stabilisiert. Beim Schleifen wird das alles angepasst:

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Hier sieht man auch die eingebauten, verjüngten Leisten:

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So. Jetzt heißt es erstmal, Nägel entfernen und weitere Leisten biegen. Der genaue Beobachter wird festgestellt haben, dass ich einzelne Nägel komplett in die Spanten getrieben habe. Das ist einfach nur Ausdruck von übertriebener Kraft. Die Nägel muss ich dann mit einer spitzen Zange wieder rausholen.

Wenn es wieder Fortschritte zu berichten gibt, geht es hier weiter.

Ich freue mich über eure Kritik oder eure Kommentare. Leider scheint das Interesse an Beiträgen nicht so groß zu sein. Aber ich finde, davon lebt ein Baubericht.

In diesem Sinne noch einen schönen Sonntag!







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Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Empty Beplanken des Unterwasserrumpfes

Beitrag von Darwins Beagle am So 27 Mai 2018, 12:32

Hallo liebe MitleserInnen,

mein heutiger Bericht widmet sich der Beplankung des Unterwasserrumpfes. Eins vorneweg: ich habe mich NICHT an die Bauanleitung von Deagostini gehalten, was ich an einigen Stellen aber bereut habe. Dazu später mehr.

Wenn man Leisten anpassen/dünn schneiden soll, gehe ich immer so vor:

Ich messe den Abstand des Schlitzes/Endbreite der Leiste und zeichne sie entprechend der Länge an: Dann ziehe ich einen Strich, um den Verlauf nachvollziehen zu können. Anschließend nehme ich ein Skalpell mit breiter Klinge und schneide die Linie entlang. Zum Schluss schleife ich die Kante noch gerade und fertig ist die Leiste.

Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Dsc_1111

An die Stoßflächen gebe ich Weißleim, nachdem die Leiste bereits mit einem Nagel am Rumpf fixiert wurde:

Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Dsc_1112

Und nun zu dem ersten BAUSCHOCK!!!!! Der vorletzte Spant zeigte enorme Ungenauigkeiten Steuerbord stand der Spant zu weit über, während  er Backbord scheinbar zu sehr nach innen ragte. Ergo, entweder habe ich ihn schräg/falsch eingeleimt (ich frage mich, wie das passieren konnte), oder er war bereits falsch bemessen Auahahn

Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Dsc_1113

Nun ja. Eine Lösung musste her. Via Augenmaß habe ich dann den überstehenden Spant an den rumpfverlauf angepasst und erstmal eine Orientierungslinie gezeichnet, wo Material abgetragen werden musste:

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Die Backbordseite wurde mit Balsaholz unterfüttert:

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Anschließend war ich schon wesentlich zufriedener:

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Und nun ging es weiter mit der Beplankung. Leider habe ich den Leistenverlauf gen Bug weniger verjüngt. Das führte unweigerlich zu mehr unschönen "Stufeneffekten". An dieser Stelle ist es ratsam, wirklich den Anweisungen der Bauanleitung zu folgen. Wer nicht hören will, muss sich dann eben ärgern. So wie ich  Embarassed

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Hier die angeschrägten Leisten für den Übergang zum Heck:

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Und hier bereits verbaut:

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Und weiter geht´s:

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Man kann schon gut erkennen, wie ich von der Anleitung abweiche. Ich habe es dann wieder ausgebügelt, indem ich zuerst das Heck geschlossen habe (die Leisten endeten auf dem Mittelspant), bevor dann abschließend der vordere Teil mit entsprechend angepassten Leisten verkleidet wurde:

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Und hier zeige ich, wie ich zu tief eingedrückte Nägel entferne: einfach mit einem kleinen seitenschneider die Nagelköpfe "rauspulen" und dann rausziehen. Klappt eigentlich ganz gut:

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Zum Schluss wurde dann schon die Unterkonstruktion der Heckgalerie verklebt und die Kanonenrohrhalterungen festgeklebt und schwarz gestrichen.

Jetzt geht es weiter mit dem Rest der Beplankung. Mal schauen, wann ich das nächste Mal Fortschritte zeigen kann. Es ist ja schließlich Fußball WM  Pfeffer

Bis bald!!!
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Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Empty Re: Darwins Beagle's Sovereign of the Seas

Beitrag von Gast am So 27 Mai 2018, 18:27

Die Bilder sind ein wenig seeeeeehr grooooooß.

Mußt nochmal neu hochladen in 800 Pixel.
Das macht man bei ein Bild hosten , da kann man das einstellen.

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Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Empty Re: Darwins Beagle's Sovereign of the Seas

Beitrag von Frank Kelle am Sa 02 Jun 2018, 13:32

Habe die Bildergrösse "händisch" reduziert.
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Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Empty Schleifen des Rumpfes und Stückpforten ausschneiden

Beitrag von Darwins Beagle am Mo 02 Jul 2018, 13:41

Hallo Mario und Frank,

herzlichen Dank für eure Hilfe Foreenmusketier

Da "die Mannschaft" sich ja frühzeitig vom Acker der Fußballweltmeisterschaft verabschiedet hat  evil or very mad  Daumen runter  Ablachender , blieb mir wieder mehr Zeit um zu basteln.

Bei mir ging es weiter mit dem Schleifen des Rumpfes und dem Ausschneiden der Stückpforten. gabei sind mir wieder einige Unkonzentriertheiten passiert, auf die ich später noch zu sprechen kommen werde.

Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Dsc_1312

Das Schanzkleid wurde bis oben erweitert und die Beplankung endlich abgeschlossen.

Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Dsc_1310

Am Heckspiegel wurde mittels Klammern noch eine Leiste eingeklebt und fixiert.

Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Dsc_1311

Dann ging es ans Schleifen. Zunächst wurden sämtliche ausbesserungswürdigen Stellen überspachtelt. Dann ging es mit 80er Schleifpapier ans Werk. Was für eine staubige Arbeit!

Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Dsc_1315

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Ich verwende folgenden Holzspachtel:

Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Dsc_1318

Beim Schleifen immer einen Mundschutz tragen!!!

Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Dsc_1316

Und so sah das ganze nach dem Spachteln aus:

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Dann wurde geschliffen. Dabei immer wieder kontrollieren, ob alles schön gleichmäßig aussieht. Notfalls erneut spachteln:

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Hier mal das Endergebnis:

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Und weil ich mal wieder nicht aufgepasst habe, passierte mir natürlich sogleich folgendes Maleur:

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Das muss ich dann später noch ausgleichen....

In der Anleitung steht, man solle die Überstände am kiel bis auf 2mm runterschleifen. Da aber bei mir alles etwas ungleichmäßig war, bin ich folgendermaßen vorgegangen. Zunächst habe ich die Beplankung komplett bis auf den falschen Kiel runtergeschliffen:

Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Dsc_1329

Am Übergang zur Untergalerie, habe ich zwei bereits angeschrägte Restleiten eingesetzt:

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Dann habe ich zwei ca. 4mm breite Streifen aus Lindenholz abgeschnitten.

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Diese habe ich dann drangeklebt und entsprechend angepasst. Zum Anpassen und zur Ermittlung der korrekten Breite des Spalts, habe ich den späteren Kiel zur Kontrolle immer wieder eingesetzt.

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Am Ende sah es ungefähr so aus, wie es laut Anleitung sein sollte:

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Und nun zu den Stückpforten. Aus einem Kunststoffdeckel habe ich mir eine Schablone gebaut. In deren Mitte habe ich einen Pin reingesteckt, um die Schablone am Rumpf befestigen und gleichzeitig das Bohrloch für die Kanonenrohrattrappen markieren zu können:

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Nachdem sämtliche Stückpforten markiert waren, habe ich mit einem 2mm zentriert ein Loch durch die dahinterliegenden Halterungen gebohrt (laut Anleitung soll man das später freihändig machen. Dies ist mir zu ungenau):

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Nachdem alles gebohrt war, wurden die Rahmen mit Hilfe einer scharfen Klinge grob ausgeschnitten und später beigefeilt:

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Und, wie sollte es anders sein, habe ich schon wieder einen Fehler gemacht. Ich habe mich bei der Eingangspforte vermessen und es erst gemerkt, als sie schon ausgeschnitten war.  Auahahn
Glücklicherweise konnte ich meinen Fehler durch das Einsetzen und Verschleifen von Restleisten noch korrigieren Embarassed

Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Dsc_1348

Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Dsc_1353

Und hier noch einmal ein Blick auf den derzeitigen Bauzustand:

Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Dsc_1346

Das Galion habe ich übrigens -entgegen der Anleitung- bereits jetzt verleimt, damit die spätere sichtbeplankung bündig und sauber am Galion abschließen kann

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So. Nun geht es an die Sichtbeplankung. Bis die Tage!!!
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Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Empty Sichtbeplankung

Beitrag von Darwins Beagle am So 29 Jul 2018, 18:58

Hallo liebe Mitleser,

mühsam ernährt sich das Eichhörnchen. In diesem Monat gibt es kaum Fortschritte zu vermelden. Ferien, Hitze und Urlaub tun ihr Übriges. Trotzdem möchte ich euch einige Ergebnisse präsentieren.

Um die Sichtbeplankung anzubringen verwende ich folgenden Kontaktkleber (möchte keine Werbung machen):

Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Dsc_1354

Das Tolle an dem Kleber ist, dass die Leisten nach dem Anbringen bombenfest haften und man sie nicht mehr anhalten oder anderweitig fixieren muss.

Doch wo es Vorteile gibt, da gibt es auch Nachteile. Man kann den Sitz der Leisten nach der Montage kaum noch korrigieren. Außerdem dünsten die Lösungsmittel extrem aus. deswegen habe ich mir eine Atemmaske zugelegt, da ich ansonsten nach spätestens drei angeklebten Leisten rosarote Elefanten sehe drunken Staunender Smilie sunny

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Den Kleber muss man erst aufbringen und trocknen lassen. Nach drei Minuten klebe ich die Leisten dann an.

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Und hier mal die weiteren Arbeiten:

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Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Dsc_1360

Wir waren im Urlaub am Bodensee und mein Sohn war total fasziniert von den Luftschiffen. Was macht man also als Modellbauer? Mal kurz einen Papierbausatz (Firma Schreiber) eines alten Zeppelin gekauft und aufgebaut. Den Bausatz hatte ich in wenigen Stunden fertig. Und man brauchte nur ein Stahllineal, Klebstoff und ne Schere. Kein Vergleich zu unserer Sovy....

Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Dsc_1363

Hier mal ein Vergleich zur Sovereign:

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So. In der Hoffnung, dass mir meine Sovy nicht über Nacht mit dem Zeppelin verschwindet, werde ich mich wieder melden, wenn ich mit der Sichtbeplankung weitergekommen bin. Es ist mühsamer, als erwartet hatte.

Bis bald!!!

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Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Empty Sichtbeplankung 2

Beitrag von Darwins Beagle am Do 16 Aug 2018, 12:13

Hallo Leute,

mühsam ernährt sich das Eichhörnchen. Dies trifft auch auf die Sichtbeplankung zu. Phieuw. Es ist wirklich langwierig, wenn man ein einigermaßen sauberes Ergebnis hinbekommen möchte. Gerade am Anfang braucht man erstmal ein wenig Übung, um die einzelnen Arbeitsschritte zu perfektionieren. Zudem gebe ich noch einige Tipps, auf die man unbedingt achten sollte.

Hier nochmal genauer meine Vorgehensweise. Zunächst länge ich sämtliche Stücke einer Plankenreihe ab und schleife die Kanten beidseitig. Dann trage ich (mit Atemschutzmaske) zunächst Kleber auf die Planken (als Unterlage verwende ich ein altes Brett. Keramikfliesen, eine Glasplatte o.ä. sind hier aber empfehlenswerter, weil dort der überschüssige Klebstoff leichter entfernt werden kann).

Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Dsc_1366

Anschließend bringe ich den Kleber auf ganzer Länge und Breite der Planken auf dem Rumpf auf.

Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Dsc_1367

Im letzten Schritt drücke ich die Plankenreihen sehr dicht (teilweise sogar etwas überlappend) an die darunterliegende Plankenreihe und fahre abschließend sämtliche Nähte mit dem Griff eines Küchenmessers nach. Vorteil: ein Großteil des überschüssigen und getrockneten Klebers kann ich damit abrubbeln. Den Rest entferne ich dann beim Feinschliff.

Und hier nochmal einige Bilder von dem bisherigen ungeschliffenen Zustand:

Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Dsc_1369

Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Dsc_1370

Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Dsc_1371

Noch ein paar Tipps zu den Stückpforten:
- erst freischneiden, nachdem der Kleber über Nacht getrocknet ist.
- nur ein sehr scharfes Skalpell verwenden und am besten direkt an der Kante schneiden. Ansonsten splittert das Edelholz (ist mir leider auf der Steuerbordseite passiert. Ich musste dann kleine Holzreste in die Splitterfugen einleimen).

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Die Stückpforten müssen natürlich noch mit einer flachen Feile bearbeitet werden.

Ich melde mich wieder, sobald ich Fortschritte bei der Beplankung des Unterwasserschiffes zu vermelden habe. Mittlerweile habe ich mir angewöhnt, abends maximal zwei bis drei Plankenreihen anzukleben.

Bis bald


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Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Empty Beplankung Unterwasserrumpf

Beitrag von Darwins Beagle am Do 30 Aug 2018, 13:34

Hallo Leute,

endlich kann ich euch von meinen Fortschritten am Unterwasserrumpf berichten. Es ist immer viel Anpassungsarbeit nötig, um ein gutes Ergebnis zu erzielen. Nachfolgend erkläre ich genauer einzelne Arbeitsschritte.

Zunächst einmal habe ich versetzt einige Leisten mit dem Kontaktkleber angeklebt. Die Abstände zwischen den Stößen betragen rund 5cm.

Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Dsc_1377

Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Dsc_1378

Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Dsc_1376

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Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Dsc_1384

Nun möchte ich euch näher erklären, wie ich die Leisten anpasse und festklebe.

Die Planke wird erst aufgelegt, damit ich die Schnittlinie einzeichnen kann.

Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Dsc_1390

Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Dsc_1387

Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Dsc_1382

Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Dsc_1383

Mit dem abgerundeten Griff eines Messers drücke ich die Planke fest.

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Die Bleistiftmarkierungen werden beim Feinschliff entfernt.

Hier noch einige Eindrücke des Schiffs und der bereits fertig beplankten Steuerbordseite. Am Heck müssen noch einige Füllleisten eingefügt werden.

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Ich werde mich wieder melden, sobald der Rumpf endlich fertig beplankt ist. Danach geht es an die Feinarbeit vor dem Lackieren.
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Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Empty Vollendung der zweiten Rumpfbeplankung

Beitrag von Darwins Beagle am Di 11 Sep 2018, 15:24

Hallo liebe Mitleser,

nun ist es endlich vollbracht und der Unterwasserrumpf ist fertig!!! Ich bin echt so froh, diese langwierige Feinarbeit endlich hinter mir zu haben.

Zu den Bildern werde ich diesmal nicht viel schreiben, da sie eigentlich selbsterklärend sind. Allerdings habe ich die einzelnen Arbeitsschritte dokumentiert, damit man sich als Anfänger eine bessere Vorstellung von der Vorgehensweise machen kann:

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Hier wurde mit der kielseitigen Plankenreihe begonnen, nachdem bereits 14 Reihen unter der Edelholzbeplankung aufgeklebt wurden:

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Die Plankenreihen wurden immer ca. 5cm versetzt angebracht. Nach der vierten Reihe begann ich wieder auf Höhe des Stoßes der ersten:

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Jetzt war die 125g Tube leer und es musste eine 50g Tube her:

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Und am Ende fehlt nur noch eine Leiste, um den Rumpf zu schließen:

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Als Nächstes werde ich den Rumpf schön glatt schleifen. Damit befasst sich dann mein nächster Beitrag.

Euch bis dahin weiterhin frohes Bauen!!!!
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Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Empty Re: Darwins Beagle's Sovereign of the Seas

Beitrag von Aron am Di 11 Sep 2018, 17:13

Hallo
sehr schöne Arbeit Einen Daumen
Gruss Jürgen
Aron
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Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Empty Schleifen des Rumpfes und schwarze Bemalung

Beitrag von Darwins Beagle am Di 18 Sep 2018, 08:34

Hallo Jürgen,

herzlichen Dank für deine Rückmeldung Willkommen

Es ging weiter, indem abschließend die Unterseite des Heckspiegels beplankt wurde

Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Dsc_1108

Zudem deckte ich mich mit Schleifpapier unterschiedlicher Körnungen ein 150,240+400

Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Dsc_1109

Da stand die Sovey nun auf der Terrasse und wartete auf eine Schonheitskorrektur

Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Dsc_1110

Die Ergebnisse sahen dann so aus. Den Bug habe ich oberhalb nicht geschliffen, da dieser Bereich später durch die Gallionsverkleidung abgedeckt wird

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Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Dsc_1111

Da das Schiff nun wieder richtig herum bearbeitet wird, benötigte ich einen Ständer. Ich habe einfach die Formen des Ausstellungsständers aus Sperrholz übertragen, ausgesägt und die beiden Teile mit zwei Rundhölzern von 20cm Länge verbunden.

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Damit der lackierte Rumpf nicht verkratzt, habe ich eine Art Moosgummistreifen mit Sekundenkleber befestigt. Und fertig ist der Modellbauständer:

Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Dsc_1116

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Zudem habe ich die Spanten im späteren Decksbereich entfernt und beplankt.

Erst angesägt

Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Dsc_1415

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Dann mit einer Spitzzange rausgebrochen:

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Holzleimreste mit einer Feile entfernt und beplankt:

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Abschließend geschliffen und die Stückpforten mittels Skalpel wieder freigeschnitten:

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Das Endergebnis sah dann so aus:

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Nun zu den Farben. Ich habe mir das Farbenset von Deagostini geholt. Es handelt sich dabei um sogenannten Admiralitätsfarben, also Farben, welche der Zeit in der die Schiffe gebaut wurden, nachempfunden sind (gibt es u.a. auch von der Fa. Krick) Einfach im Internet recherchieren!. Dank Heiko (Piesel) habe ich dann auch das richtige Rot für die Innen- und Außenseite, die Lafetten und Drempel identifizieren können Foreenmusketier DANKE HEIKO!!!!!!

Hier nochmal zum Vergleich drei unterschiedliche Rottöne. In der Bauanleitung steht lapidar, man solle die Bereiche "matt Rot" lackieren. Doch was ist matt Rot? Ein "normales" Rot wirkt an dem Modell definitiv unangebracht und störend.

Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Dsc_1426

Empfehlenswert ist der Farbton: "Red occre"

Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Dsc_1425

Zudem empfehle ich zum Abkleben der Kanten beim Bemalen "tamiya masking tape". Wenn man es gut andrückt, hat man ganz klare, abgegrenzte Farbkanten und es läuft definitiv keine Farbe unter die abgeklebte Fläche, was bei einem solchen Modell - gerade in den Naturholzbereichen- extrem ärgerlich wäre:

Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Dsc_1429

Hier das Ergebnis

Darwins Beagle's Sovereign of the Seas Dsc_1428

Nun muss ich erstmal warten, bis ich neues Masking tape gekauft habe. Dann geht es auch hier weiter.

Genießt die Sonne und den Herbstanfang!!!
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