Der lustige Modellbauer
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Havhingsten fra Glendalough

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Beitrag von Falco 2014 am Mi 21 Aug 2019, 22:10

Vielen Dank für das Lob Timo,

Ich habe heute einige kleinere Utensilien gesägt und geschmirgelt-

Als erstes einen hölzernen Löffel, mit dem wohl Nahrung verteilt oder auch direkt gegessen werden kann.
3mm Buchenleiste, gebohrt und gefeilt, geschmirgelt.

Havhingsten fra Glendalough - Seite 12 Img_2387

dann noch einen größeren Löffel gebaut, der eher schon eine Schüssel mit Stiel ist als ein Löffel. Keine Ahnung, wofür die Wikinger den benutzt haben, ist aber ein Grabfund aus dem Osebergschiff.
10mm Buchenleiste als Ausgangsmaterial:

Havhingsten fra Glendalough - Seite 12 Img_2388

gefeilt und geschmirgelt:

Havhingsten fra Glendalough - Seite 12 Img_2389

Beide zusammen:

Havhingsten fra Glendalough - Seite 12 Img_2390

Unterseite:

Havhingsten fra Glendalough - Seite 12 Img_2391


Da bei den offenen Wikingerschiffen immer Wasser ins Schiff kam, musste das dort auch wieder raus. Eine Lenzpumpe wie in den modernen Nachbauten gab es natürlich nicht, wohl aber Eimer und Özfass.

Havhingsten fra Glendalough - Seite 12 Img_2392

Vorlage gesehen in Haithabu

Nach dem Beizen dann so:

Havhingsten fra Glendalough - Seite 12 Img_2393

dann noch die Laufplanke mit Paynes Grau behandelt:

Havhingsten fra Glendalough - Seite 12 Img_2394

Soweit für heute.

LG
Kurt
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Beitrag von Falco 2014 am Fr 23 Aug 2019, 14:08

Habe gestern dann mit dem Segel begonnen, nachdem ich einen passenden Stoffe gefunden hatte (bzw. meine Frau ihn mir gegeben hat ).
Den Stoff auf einer Pappunterlage plan mit Hilfe zweier Bretter und Schraubzwingen befestigt und dann mit Bleistift die Maße aufgezeichnet.
Obere Breite 46cm, nach unten hin verbreitert auf 49 cm. Höhe 40cm, entsprechend der Masthöhe, so dass es voll gefahren werden kann.

Havhingsten fra Glendalough - Seite 12 Dsc02827

Dann die vertikalen Linien für die Streifen eingezeichnet und abgeklebt.
Die Farben des Segels   (rot / gelb) könnten angeblich (Aussage eines Mitarbeiters des Wikinger-Museums-Haithabu, wohin die Havhingsten zu einer Veranstaltung gesegelt war ) am Horizont nicht wahrgenommen werden und so Überraschungsangriffe gelingen.
Ich selbst habe die Havhingsten allerdings noch nie am Horizont segeln gesehen und kann den Wahrheitsgehalt der Aussage daher nicht beurteilen.

Gefärbt habe ich den Stoff mit Marabu Textilfarben, mit denen ich schon bei dem Gokstadschiff gute Erfahrugnen gemacht habe.

Havhingsten fra Glendalough - Seite 12 Dsc02828

Schon beim Färben ist es wichtig, die hinterher enstehenden Lichter und Schatten zu bedenken, um dem Segel ein realistisches Aussehen zu geben.
Durch Sonnenlicht und Wölbung erscheint die Vorderseite des Segels im unteren Drittel dunkler (Schatten) und im oberen Drittel etwas heller. Bei der Rückseite ist es genau umgekehrt, dort liegt der obere Teil im Schatten und die untere Hälfte, besonders um das Schothorn erscheinen heller.
Das muss schon beim Färben mit einfließen.

Havhingsten fra Glendalough - Seite 12 Dsc02829

Für die gelben Streifen habe ich als Grundfarbe Mittelgelb genommen, im oberen Teil durch Zitronengelb aufgehellt.

Havhingsten fra Glendalough - Seite 12 Dsc02830

Aufgetragen wurde die Farbe mit einer kleinen Farbrolle, wobei das hinterher nicht unbedingt völlig gleichmäßig aussehen soll. (das Segel ist schließlich nicht fabrikneu)

Seitliche Ansicht:

Havhingsten fra Glendalough - Seite 12 Dsc02831

Dann die roten Streifen, Grundfarbe Korallenrot, im oberen Teil mit Zitronengelb aufgehellt.

Havhingsten fra Glendalough - Seite 12 Dsc02832

Nach dem jeweiligen Farbauftrag muss die Farbe mit dem Bügeleisen ca. 3 Minuten lang fixiert werden und ist danach sogar waschmaschinenfest.

Zum Schluss kommt das "Segel" auf die Wäscheleine zur Resttrocknung.

Havhingsten fra Glendalough - Seite 12 Img_2395

Soweit für heute.

LG
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Beitrag von Lützower am Fr 23 Aug 2019, 14:47

Hallo Kurt,

schöne Farben. Wenn das Segel am Horizont unsichtbar sein sollte, hätte ich allerdings gedacht, dass es mehr und dafür dünnere Streifen waren. Das ist aber meine laienhafte Überlegung.
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Beitrag von doc_raven1000 am Fr 23 Aug 2019, 19:36

Wieder ganz großes Kino was du hier zeigst Kurt und wieder was gelernt mit den Segeln 2 Daumen
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Beitrag von Falco 2014 am Sa 24 Aug 2019, 08:54

Vielen Dank Dietmar, freut mich zu hören, dass du dich auch für die Segel interessierst.

Hans-Werner, über die Breite der Streifen kann ich auch nichts sagen, da ich weder die eine noch die andere Version selbst mal am Horizont gesehen habe. Kann mich nur darauf verlassen, was der besagte Mitarbeiter bei der Führung erzählt hat.

LG
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Beitrag von Lützower am Sa 24 Aug 2019, 21:47

Hallo Kurt,

der Mitarbeiter in Haithabu wird wohl mehr wissen, als die Filmemacher in Hollywood, die Wikingerschiffe gezeigt haben, wo Robert Wagner den Prinz Eisenherz spielt. Ich glaube, da hatten die Segel schmale Streifen.
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Beitrag von Falco 2014 am So 25 Aug 2019, 18:09

Das war auch einer der Filme, die mich schon als Kind fasziniert haben und wahrscheinlich auch zu meinem Hobby beigetragen haben, Hans-Werner. Habe damals mein erstes Wikingerschiff gebaut, das einem Film mit Kirk Douglas nachempfunden war, hieß glaube ich "Die goldene Glocke".
Ich habe das Schiffchen immer noch, hat allerdings inzwischen etwas gelitten:

Havhingsten fra Glendalough - Seite 12 Img_2396

Ich habe dann heute bei der Hitze draußen ein wenig im kühlen Keller am Segel weiter gewerkelt. Die Verstärkungsstreifen für die Reffbändsel wurden mit Weißleim aufgeklebt.
Der hält optimal und ist hinterher nicht mehr sichtbar, auch wenn er an einigen Stellen überquillt.

Havhingsten fra Glendalough - Seite 12 Img_2397

Dann probeweise mal mit Wäscheklammern an der Rah befestigt, um einen Eindruck zu bekommen.

Havhingsten fra Glendalough - Seite 12 Img_2398

Da das gut passt, beginnt jetzt die eigentliche Arbeit am Segel.
Das wird allerdings ein wenig dauern.

LG

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Beitrag von Lützower am So 25 Aug 2019, 23:40

Guten Abend Kurt,

schön, dass du die beiden Schiffe immer noch hast. Das mit dem Vogel auf den Segel gefällt mir sehr. Welchen Massstab hat den das Schiff? Vom Zweiten sieht man ja leider nicht viel.
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Beitrag von Falco 2014 am Fr 30 Aug 2019, 10:58

Der Maßstab beträgt ungefähr 1:50 Hans-Werner. Ich habe das Schiffchen damals gebaut, um meine kleinen Elastolin Figuren darauf zu setzen. Das andere Schiff ist das Osebergschiff im Maßstab 1:48 von Graupner. Beide sind halt nur halb so groß wie meine anderen Schiffchen. Ich war damals ganz vernarrt in die kleinen Elastolin Figuren.

Inzwischen habe ich am Segel weiter gemacht.
Bei den meisten Segelschiffsmodellen werden die Segel immer strahlend sauber dargestellt. Das mag auch stimmen,wenn sie direkt aus der "Fabrik" kommen, nach einer Weile im Gebrauch sehen sie dann aber schon anders aus. Hat natürlich etwas mit Salz, geteertem laufendem Gut, Schmutz an Bord etc. etc. zu tun.
Mal einige Beispiele:

Havhingsten fra Glendalough - Seite 12 Roskil37

Hier das Segel der Helge Ask (Skuldelev 5), mit der ich einmal mitsegeln durfte.

Dann das Segel der Havhinsten:

Havhingsten fra Glendalough - Seite 12 19436710

anderes Foto:

Havhingsten fra Glendalough - Seite 12 53850410

Man sieht deutlich die "Gebrauchsspuren".

Ich  habe das Segel als erstes mit einer stark verdünnten Beize behandelt. Wenn die getrocknet ist, werden einzelne, ganz kleine Spots in etwas dunklerer Farbe gesetzt.

Havhingsten fra Glendalough - Seite 12 Dsc02833

Dann habe ich beim Stöbern noch ein Foto der Rah gefunden, das auf der Oberseite sechs kleine eingearbeitete Erhöhungen zeigt.
Ich nehmen an, die sind dafür gedacht, das die Rahleinen ( ráband ) nicht verrutschen können und das Segel sich evtl. bei unbeabsichtigter Schieflage teilweise von der Rah lösen kann.

Havhingsten fra Glendalough - Seite 12 56168110

Da die Teile mir vorher noch nicht aufgefallen waren, wurden sie jetzt nachträglich eingebaut.

Havhingsten fra Glendalough - Seite 12 Dsc02834

Mit Stemmeisen ein Langloch hergestellt.

Havhingsten fra Glendalough - Seite 12 Img_2399

Dann mit Weißleim eingeklebt und das Ganze bemalt.

Havhingsten fra Glendalough - Seite 12 Dsc02835


Havhingsten fra Glendalough - Seite 12 Img_2400

Zuletzt noch ein Blick in den Bug.

Havhingsten fra Glendalough - Seite 12 Dsc02836


LG
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Beitrag von Lützower am Fr 30 Aug 2019, 11:16

Moin Kurt,

danke für die Informationen. Wenn deine Figuren im Schiff untergebracht werden, sollte das das Segel auf jeden Fall Gebrauchsspuren aufweisen. Schön, dass die Stopper noch auf die Rah montiert wurden. Dein Schiff wird immer perfekter. Cool Wie geil
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Beitrag von klaus.kl am Fr 30 Aug 2019, 12:25

Hallo Kurt,

Schiffbau ist zwar nicht mein Thema, aber deinen Baubericht verfolge ich schon sehr gerne. Perfekte Umsetzung gegenüber den noch vorhanden Originalen (Nachbauten). Begeisternd die Bauausführung und Menge an herrlichen Details, die so ein Projekt erst richtig lebendig und interessant werden lässt.

Weiterhin viel Spaß beim Bauen, natürlich auch mit dem dazugehörenden Figurensatz.

Gruß Klaus
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Beitrag von Glufamichel am So 01 Sep 2019, 16:25

Hallo Kurt,
vielleicht die kräftigen Farben vom Segel noch etwas "brechen"? Nur so ein Gedanke. Leuchten schon stark die Farben. Vielleicht in einer stark verdünnten Beize tauchen. Natürlich erst ein Probestück anfertigen...
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Beitrag von Falco 2014 am So 01 Sep 2019, 19:53

Vielen Dank für eure wohlwollenden Kommentare Hans-Werner und Klaus.
Hallo Uwe, ich habe mir das Segel noch ein paar mal genauer angeschaut, weil ich erst dachte, die Farben seien nur auf dem Foto so stark leuchtend. Dem ist aber doch nicht so, besonders bei Tageslicht leuchten sie sehr. Und das sieht in der Tat eher unnatürlich aus.
Den Vorschlag mit dem "Brechen" der Farben kann ich gut annehmen, habe nur im Augenblick noch keine ausgefeilte Idee, wie. Stark verdünnte Beize ist sicherlich eine Option, mal sehen, ob mir dazu auch etwas mit dem airbrush einfällt. Ich muss halt ein paar Proben machen.

In der Zwischenzeit habe ich am Unterliek gearbeitet.
Dort müssen mehrere Legel für die Mittelschot, einzuhängende Taljen, Schothorn etc. eingearbeitet werden, ebenso die Durchführungen für die Gordings.

Havhingsten fra Glendalough - Seite 12 67442410

Die Durchführungen für die Gordingleinen wurden aus einen Buchenrundstab, 5mm, gemacht und mit Sekundenkleber am Seil fixiert, um sie fest einbinden zu können.

Havhingsten fra Glendalough - Seite 12 Img_2401

Davon gibt es insgesamt sechs, obwohl auf manchen Fotos oder Videos nur vier gefahren werden.

Havhingsten fra Glendalough - Seite 12 Img_2402

Das ganze Unterliektau dann auf einen Blick:

Havhingsten fra Glendalough - Seite 12 Img_2403

Soweit für heute.

LG
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Beitrag von Falco 2014 am Mi 25 Sep 2019, 13:22

Melde mich mal wieder nach einem erholsamen Urlaub im Süden.
Die meisten Gedanken hatte ich mir in der letzten Zeit über die Segelfarben gemacht, da zu leuchtend und nicht so richtig zum "Gebrauchtstatus" des restlichen Schiffes passend.

Es gab einige gute Vorschläge, wie ich die Farben verändern könnte, etwa beizen oder Handwäsche etc.
Ich habe es also erst einmal mit schwarzem Tee ausprobiert, aber dabei schon gesehen, dass der Stoff keine Färbung annahm. War mir nach kurzer Zeit auch klar, warum.
Ich hatte, um das Segel steifer zu machen, den Stoff mit Mattlack eingesprüht. Jetzt war mit Farben auf Wasserbasis nichts mehr zu erreichen, auch nicht mit Beize auf Wasserbasis.

Also blieb mir nichts anders übrig, als mit Farbe weiter zu arbeiten, die auf dem Lack hält.
Habe daher zuerst mit der Farbrolle einen Auftrag mit sehr verdünntem hellen Grau (Acrylfarben) gemacht, dann - wieder dünn - ein Orange, gemischt aus Magenta, Zitronengelb und Kadmiumrot dunkel, aufgetragen. Nach dem dritten Orangeauftrag entsprach die Farbe dann meinen Vorstellungen.

Havhingsten fra Glendalough - Seite 12 Img_2404

Da es jetzt ja dann mit dem Segel weiter gehen kann, habe ich mit den Reffbändseln angefangen und zwischendurch ein paar Blöcke für die spätere Takelage aus Buchenholz - gebeizt - begonnen.

Havhingsten fra Glendalough - Seite 12 Img_2405

Soweit erst einmal, jetzt geht es dann auch weiter.

LG

Kurt
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Beitrag von Gravedigger77 am Mi 25 Sep 2019, 14:32

Sieht doch aus wie das Orginal auf dem Bild wie ich finde.

Mal ne Frage. Wozu sind eigentlich die Kleinen Schnüre am Segel
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Beitrag von DickerThomas am Mi 25 Sep 2019, 15:32

2 Daumen 2 Daumen 2 Daumen Bravo Bravo Bravo
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Beitrag von Gast am Mi 25 Sep 2019, 16:17

"Mal ne Frage. Wozu sind eigentlich die Kleinen Schnüre am Segel"

Das sind Reffbändsel um die Segelfläche der Windstärke anzupassen.
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Beitrag von Falco 2014 am Fr 27 Sep 2019, 10:52

Danke Timo und Thomas,

Timo, Bilgenpumpe hat deine Frage ja schon beantwortet. Mithilfe der Reffbändsel läßt sich die Segelfläche schrittweise verkleinern, bis schließlich zu einem Fünftel der Ursprungsfläche. Das kann nötig werden, um bei stärker aufkommendem Wind eine Havarie zu vermeiden.

Ich habe noch ein wenig weiter an Teilen des laufenden Guts gewerkelt. Für die Gordingleinen wurden Blöcke mit Scheiben hergestellt. Ich konnte auf Fotos und Videos nicht genau erkennen, ob die Blöcke Scheiben besitzen oder scheibenlos sind. Um es ein wenig interessanter zu machen, habe ich mich für die Scheiben entschieden.

Zuerst wurden in eine Buchenleiste Langlöcher gefräst ( Ging mit den 1mm Fräsern, die mir Jürgen netterweise geschickt hatte, auch gut).

Havhingsten fra Glendalough - Seite 12 Img_2406

Darein dann die Scheiben, ebenfalls Buchenholz,  eingesetzt, mittig Löcher gebohrt und 1mm Eisennägel  durchgeführt.

Havhingsten fra Glendalough - Seite 12 Img_2407

Bevor die Klinkscheibe aus Fimo aufgeklebt wurde, bekam alles ein Tauchbad in Beize.

Havhingsten fra Glendalough - Seite 12 Img_2408

Dann noch an einigen scheibenlosen Blöcken weiter gemacht.

Havhingsten fra Glendalough - Seite 12 Img_2409

Aus zwei Blöcken soll eine Talje entstehen, mit der das Seitenliek bei Am-Wind-Kursen nach unten gezogen wird. Die bekommen dann natürlich wieder Scheiben.

Auf Videos erkennt man, dass die Talje mit einem Metallhaken in den Legeln eingehängt ist. Der untere Teil wird dann an Bord eingehängt.

Havhingsten fra Glendalough - Seite 12 Img_2410

Das Ganze mal probeweise mit Seilen bestückt.

Havhingsten fra Glendalough - Seite 12 Img_2411

Soweit erst einmal.

LG
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Beitrag von Gravedigger77 am Fr 27 Sep 2019, 11:13

Jetzt hab ich es auch kapiert mit dem Segel
Ist also dazu da es Stück für Stück hoch zu binden


Die Teile sehen wieder mal super aus
Gravedigger77
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Beitrag von Der Boss am Fr 27 Sep 2019, 11:28

Moin Kurt 

Immer wieder ein Vergnügen deine Arbeit zu betrachten.  Cool
Der Boss
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Beitrag von Falco 2014 am Fr 27 Sep 2019, 19:29

Danke euch Timo und Wolle,

Ich mache zwischendurch immer mal ein paar Kleinigkeiten. Merke dann aber, dass schon wieder eine Stunde vergangen ist.

Heute die Blöcke für die Bulin. Ein Buchenholzrundstab als Grundlage.

Havhingsten fra Glendalough - Seite 12 Img_2412

Am Segel gibt es unterschiedliche Möglichkeiten der Einbindung von Blöcken für die Mittelschot oder die Handreffs bei gerefftem Tuch.
An unterschiedlichen Segeln, die auf der Havhingsten gefahren wurden, gab es dafür unterschiedliche Befestigungslösungen, einerseits Holzringe wie bei den Gordings, dann eingenähte Schlaufen.
Ich habe mich für beides entschieden, die Mittelschot wird sowohl am Holzring als auch an Schlaufen eingebunden.
Also mussten sechs Schlaufen hergestellt werden, die später im Segel eingenäht werden.

Havhingsten fra Glendalough - Seite 12 Img_2413

Hier die Schlaufen, die noch etwas gekürzt werden, daneben die Blöcke für die Bulin.

Dann schließlich die Reffbändsel des gesamten Segels eingeknotet.

Havhingsten fra Glendalough - Seite 12 Img_2414

Soweit erst einmal.

LG
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Beitrag von Falco 2014 am Mo 30 Sep 2019, 18:25

Habe in den letzten Tagen immer mal wieder am Segel gewerkelt.
Dort müssen diverse Befestigungspunkte ( Handreff, Mittelschot, Niederholer) eingebaut werden.

Havhingsten fra Glendalough - Seite 12 Img_2415

Im Segel "eingenäht" dann so:

Havhingsten fra Glendalough - Seite 12 Img_2416

Auf der Vorderseite schauen die eingenähten Enden natürlich heraus uns müssen abgedeckt werden.

Havhingsten fra Glendalough - Seite 12 53850411

Hier sieht man das beidseitig aufgenähte Karo zur Verstärkung des Segeltuches und Kaschierung der durchgezogenen Seile.
Ich habe mich entschlossen, das Karo nur auf der Segelvorderseite aufzukleben.
Also erst einmal die Vierecke hergestellt und ausgeschnitten.

Havhingsten fra Glendalough - Seite 12 Img_2417

Insgesamt werden drei rote, sechs gelbe und sechs rotgelbe Teile benötigt.

dann aufgeklebt.

Havhingsten fra Glendalough - Seite 12 Img_2418

Schließlich noch mit dem Unterliek und einem Seitenliek begonnen und mit Patex angeklebt, das den Vorteil hat, dass die Flexibilität erhalten bleibt und der Kleber in etwa die gleiche Farbe hat wie das Tau.

Havhingsten fra Glendalough - Seite 12 Img_2419

Soweit fürs erste

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Beitrag von doc_raven1000 am Mo 30 Sep 2019, 19:40

Klasse umgesetzt Kurt, da sieht man das ein Segel mehr als ein Stück Stoff mit 4 "Befestigungsstellen" ist 2 Daumen
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Beitrag von Lützower am Di 01 Okt 2019, 22:37

Hallo Kurt,

es ist schon bemerkenswert, welche Details bei einem Segel vor rd. 800 Jahren vorhanden waren und vor allem, wie du das bei deinem Modell umgesetzt hast. 2 Daumen 2 Daumen 2 Daumen
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Beitrag von Falco 2014 am Do 03 Okt 2019, 12:06

Danke Dietmar und Hans-Werner.
In der Tat wird angenommen, dass die Herstellung des Segels genauso lange gedauert hat wie der Bau des Schiffes selbst. Das sagt ja auch etwas über die anstrengende und zeitraubende Arbeit des Wollespinnens, Webens und eventuell Färbens der Segel aus. Zudem wurde alles noch imprägniert, das ganze Tauwerk eingearbeitet etc.
Bei meinem Modell geht das natürlich wesentlich schneller, ich kann ja auch auf fertiges Tuch zurückgreifen und muss zumindest das nicht erst herstellen.

Zur Befestigung der Rah und des Segels am Mast diente ein sogenanntes Bügelrack, das man beim Wrack der Skuldelev 2 (dem Vorbild der Havhingsten) nicht mehr gefunden hatte und daher auf ein Teil des Wracks von Haithabu zurückgegriffen hat. Zudem kannte man das Bügelrack aus den Grabfunden von Oseberg und Sigtuna.

Grundmaterial war ein 10mm Buchenholzbrett, aus dem die Form ausgesägt wurde, nachdem vorher die Löcher für Rackleine gebohrt worden waren.

Havhingsten fra Glendalough - Seite 12 Img_2420

Links sieht man die Schlaufe des Schothorns, die gegen Schamfilen gekleidet ist. Da ich keine dementsprechende Maschine besitze, wurde das Seil von Hand gekleidet, indem ein Ende im Schraubstock eingespannt war und dann mit den Umwicklungen begonnen wurde.

Das Bügelrack wurde dann mit unterschiedlichen Beizen behandelt und Teerverfärbungen durch Painesgrau (Acryl) angedeutet.

Havhingsten fra Glendalough - Seite 12 Img_2421

Nach dem Trocknen wird der Eindruck noch durch ein Abreiben von schwarzem Möbelwachs verstärkt.

Havhingsten fra Glendalough - Seite 12 Img_2422

Das dann beim nächsten Mal.

LG
Kurt
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