Der lustige Modellbauer
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Goslarer Jäger

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Goslarer Jäger

Beitrag von The Black Brunswicker am Mi 12 Jul 2017, 10:49

Liebe Mitbastler,

mein erster Beitrag hier im Forum wird von meinem ersten Ausflug in die Welt der Zinnfiguren handeln. Wie ich in meiner Vorstellung bereits erwähnt habe, baue und bemale ich derzeit eigentlich eher Häuser für die Modelleisenbahn. Doch ein Besuch des Zinnfigurenmuseums Goslar im Vorfeld der Geburtstagsvorbereitungen für meine inzwischen 11-jährige Tochter machte mir Appetit, mal etwas Neues zu probieren. Hierzu trug sicher auch bei, dass ich bei einer dort angeboteten Selbstmachaktion lernen durfte, dass man auch dort dieselben Acrylfarben benutzt (Revell, Humbrol, Hobby Line), die ich auch für meine Häuser verwende. Im Zinnfigurenmuseum findet sich auch eine große Auswahl von Figuren unterschiedlichster Sujets, aus denen man sich auch etwas "Heimarbeit" mitnehmen kann. Meine Wahl fiel schließlich auf einen Schützen und einen Trompeter des Hannoverschen Jäger-Bataillons Nr. 10, gemeinhin auch als Goslarer Jäger bekannt.
Code:
https://de.wikipedia.org/wiki/Hannoversches_J%C3%A4ger-Bataillon_Nr._10

Die 70 mm hohen Figuren sind aus einer Metalllegierung hergestellt und aus mehreren Teilen zusammengelötet bzw. -geklebt. Damit bieten sie genau wie Kunststofffiguren die volle Plastizität und einen großen Detailreichtum, was natürlich auch auf die Art der Bemalung Einfluss hat. Muss man bei den sonst eher üblichen Flachfiguren die Hell-Dunkel-Effekte praktisch vollständig ählich einem Gemälde aufmalen, kann man sich bei diesen hochdetallierten Figuren aufs Akzentuieren beschränken und dem Umgebungslicht einen Teil der Arbeit überlassen. So habe ich mich beim Bemalen vor allem der Gesichter eher zurückgehalten, um ein gutes Mittelding zwischen "käsig flach" und "zombiehaft zerfurcht" zu erreichen. Mit weiß zum Höhen war ich sparsam, während ich schwarz für Schatten gerade im Gesicht lieber zugunsten von Ocker- und Sepiatönen ganz vermieden habe. Es sollte an den Figuren auch nur glänzen, was in Realität auch so aussieht, weil ich diesen speckigen Hochglanzlook von Zinnfiguren, der wohl durch die traditionell verwendeten Ölfarben zustandekommt, nicht so mag. Also wurden nur Metall- und Lederteile mit Metallic- bzw. Seidenmatt-Tönen dargestellt. Eine gewisse malerische Herausforderung waren der mit Dachsfell teilweise gegen Nässe abgedeckte Rucksack und natürlich die Bataillonsnummer "10" auf den Schulterstücken. Bei der Lesbarkeit des Ärmelbands "GIBRALTAR" habe ich dann aber doch etwas geschwächelt...

Vor dem Bemalen habe ich natürlich recherchiert, denn mein militärgeschichtliches und uniformkundliches Spezialwissen auf diesem Gebiet und für die Epoche um 1900 hielt sich in Grenzen. Das Internet und ein Uniformenhandbuch lieferten erste Anhaltspunkte. Ein Besuch in einem kleinen Museum zur Goslarer Militärgeschichte unweit des Zinnfigurenmuseums half schließlich, letzte Fragen zu klären.

Und das ist nach ca. zwei Wochen abendlicher Bastelei herausgekommen:





Viel Spaß beim Anschauen!

Andreas


Zuletzt von Jörg am Mi 12 Jul 2017, 14:11 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet (Grund : Direktlinks entfernt, bzw. codiert!)
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Re: Goslarer Jäger

Beitrag von Figurenfreund am Mi 12 Jul 2017, 11:40

Hallo Andreas,

mir gefallen die beiden, dafür das es deine ersten Figuren sind finde ich die sehr gut Beifall
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Re: Goslarer Jäger

Beitrag von plastikhobbit am Mi 12 Jul 2017, 15:11

Hallo Andreas, das schaut doch schon gut aus. Weiter so und "Willkommen im Club"
Gruß Holger
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Re: Goslarer Jäger

Beitrag von Lützower am Di 18 Jul 2017, 12:29

Hallo Andreas,

Respekt! Sehen sehr gut aus für die ersten Figuren. Weiter so und "Willkommen bei den Lustigen" Wir Figurenbemaler können Verstärkung gebrauchen.
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Re: Goslarer Jäger

Beitrag von Falkenauge am Di 18 Jul 2017, 12:34


Da kann ich mich nur anschließen, Andreas. Für den ersten Versuch sind insbesondere die Augen gut geworden.

Viele Grüße, HW
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Re: Goslarer Jäger

Beitrag von Falco 2014 am Di 18 Jul 2017, 21:24

Hallo Andreas,

Finde ich auch gut gelungen, deinen Jäger.
Möchte dich aber ermutigen, ruhig etwas mutiger mit Licht und Schatten zu sein.
Kann natürlich auch am Foto liegen.
Aber trau dich ruhig, dunklere und hellere Partien zu malen.

LG
Kurt
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Re: Goslarer Jäger

Beitrag von SibirianTiger am Di 18 Jul 2017, 21:31

Da schließ ich mich Kurt an
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Re: Goslarer Jäger

Beitrag von Figurbetont am Di 18 Jul 2017, 21:39

haste richtig schön gemacht, Andreas, gefällt mir sehr
gut, dein Goslarer Jäger.....
alles nur ne Sache der Übung.....das wird....

und mal wieder Nachwuchs für uns Figurenfritzen.....
da freu ich mich !!!

liebe Grüße
vom Ossi Very Happy
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Re: Goslarer Jäger

Beitrag von Mr. Pett am Mi 19 Jul 2017, 08:25

Willkommen bei den Püppchenmalern sunny

Die sind echt klasse die beiden.

Muss gleich mal Freund Internet durchforsten, wegen des Goslarer Zinnfigurenmuseums.
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Re: Goslarer Jäger

Beitrag von The Black Brunswicker am Mi 19 Jul 2017, 08:48

Liebe Mitbastler,

so viel ermutigende Antworten von Euch! Dann sag ich einfach mal Danke ... und Fortsetzung folgt:)

@Falkenauge: Naja, wenn ausgerechnet Scharfschützen wie diese Jäger schielen, wird's unfreiwillig komisch. Das Tupfen der Pupillen war neben dem Aufmalen der Bataillonsnummer auch der Moment mit dem längsten Luftanhalten...

@Kurt: Das Hell-Dunkel ist im Original ausgeprägter. Auf den Fotos, die bei eher bedecktem Himmel aufgenommen worden sind, kommt das leider nicht so heraus und gerade hellere Teile wirken so ziemlich flächig. Aber Du hast natürlich recht: Etwas malerische Übersteigerung bei den Kontrasten muss sein. Bei meinen ersten flächigen Zinnfiguren werde ich da noch mehr drauf achten müssen.

@Mr. Pett: Wenn es Dich aus dem tiefen Süden mal in Richtung Harz verschlagen sollte, liegt Goslar direkt an der Route. Auf der südlichen Harzseite gibt es in Herzberg gleich noch ein weiteres Zinnfigurenmuseum im dortigen Schloss. Dort allerdings ohne Verkauf von Figuren und Werkstatt.

Viele Grüße

Andreas
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Re: Goslarer Jäger

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