Der lustige Modellbauer
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Ansaldo S.V.A.5 / M 1:48*

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Ansaldo S.V.A.5 / M 1:48*

Beitrag von Jörg am Di 11 Okt 2016, 21:48



S.V.A. 5 del Tenente Aldo Finzi, con numero individuale "5 bianco" (SVA # 11779)

(Bild gemeinfrei)

DER BAUSATZ

Hallo Freunde,

ich hab' da jetzt mal was aus meinen Bausatz-Fundus ausgegraben ...  Very Happy

Die Ansaldo S.V.A. 5 ist einer jener alten ex-Merit/Artiplast Kits aus ca. Mitte der 1970er Jahre,
die bis heute (!) immer noch im aktuellen Programm der tschechischen Firma SMĚR zu finden sind.

*Der Modellmaßstab ist zwar mit 1:48 angegeben, dürfte aber tatsächlich eher 1:50 entsprechen
(wie auch seinerzeit auf der Artiplast-Box angegeben war).


SMĚR Boxart V. Suchý

Die wenigen Bauteile hängen an einem offenen GießAST, der diese Bezeichnung zu Recht trägt;
teils starke Grate, Auswerfermarken und Formversatz, besonders bei den Kleinteilen,
bedürfen vor der Montage noch jeder Menge Versäuberungsarbeit ...  Grinsen



Dem Alter entsprechend ist das einfache Modell nur äußerst dürftig detailliert;
die rudimentäre Cockpitnachbildung beschränkt sich auf Pilotensitz, Steuersäule und Armaturenbrett.
Weitere Innendetails sucht man vergeblich ...  Massstab



Die wenigen, als erhabene Gravuren dargestellten Außendetails sind teils falsch oder zumindest unvollständig;
ob hier der Aufwand für Korrekturen oder Ergänzungen lohnt, liegt im Ermessen und Können des Modellbauers ... scratch

Eine vormals beiliegende Standard-Pilotenfigur ist inzwischen nicht mehr am Gießast zu finden,
ebenso wurden der früher beiliegende Modellständer und das kleine Klarsichtteil für die Frontscheibe "eingespart".

Als uneingeschränktes Highlight darf jedoch ein qualitativ hochwertiger Decalbogen gelten,
der die Markierung von zwei Maschinen erlaubt ...  Cool

S.V.A.5 #11779 - Corpo Aeronautico Militare, 87° Squadriglia Ricognizione, San Pelagio 1918

S.V.A.5 #6760 - US Army Air Corps, McCook Field 1917



Die SMĚR-übliche Bauanleitung führt in wenigen, überschaubaren Schritten zum Erfolg ...  sunny



Die Illustration der Packungsrückseite zeigt wie üblich eine der Markierungsoptionen in Farbe.
Der Farbschlüssel bezieht sich dabei auf die Enamel-Farben von Humbrol.




Nun steht die Frage, OB und WARUM man sich so einen Uralt-Kit überhaupt antun sollte Question  Question  Question

Ich kenne etliche dieser Bausätze schon seit frühester Jugend und habe mir im Laufe der letzten Jahre
direkt in der Tschechischen Republik eine 'kleine Kollektion' dieser dort äußerst preiswerten Kits wieder beschafft.
Die Bausatzteile sind natürlich immer noch so wie früher, neu hingegen ist neben der Verpackung
die Beigabe sehr hochwertiger Decalbögen, manchmal sogar einiger Resin- oder Ätzteile.

Diese Zugaben können die zeitbedingten Defizite der alten Bausätze natürlich nicht wettmachen;
einige haben sogar noch erhabene Gravuren für die Hoheitszeichen und Markierungen,
die früher "auszumalen" waren, weil es beiliegende Decalbögen schlicht noch nicht gab.
Solche Gravuren, wenn immer noch vorhanden, sollte man selbstverständlich entfernen ...  Pfeffer

"Man" weiß also, was bei diesem angedacht schnellen Zwischendurch-Projekt auf einen zu kommt ...  Grinsen
Der Schwerpunkt soll deshalb lediglich im sauberen Zusammenbau und der farblichen Gestaltung liegen.
Besonders reizvoll ist hier auch wieder die farbliche Herausarbeitung der Struktur des eigentümlichen Sperrholzrumpfes.

Also ... BACK TO THE ROOTS  ... schau'n wir einfach mal, wie sich das anlässt ...   Question  sunny

bis bald dann also, Gruß - Jörg -  Cool



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Zuletzt von Jörg am Mi 09 Nov 2016, 00:27 bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
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Re: Ansaldo S.V.A.5 / M 1:48*

Beitrag von Lützower am Di 11 Okt 2016, 22:33

Hallo Jörg,

ich glaube, dass du trotz der Unzulänglichkeiten des Bausatzes ein schönes Modell daraus zauberst. Mit Farben eine Holzoptik darzustellen dürfte für dich kein Problem sein, wie man in der Vergangenheit gesehen hat. Auf das Endergebnis bin ich gespannt.
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ERSTE SCHRITTE ...

Beitrag von Jörg am Mi 12 Okt 2016, 00:31

Danke, Hans-Werner ... sehen wir mal, wie's weiter geht ...  Freundschaft

Die SMĚR S.V.A.5 soll eigentlich nur ein kleineres Zwischendurch-Projekt zur Eigenmotivation sein, bevor ich mich wieder
an die > 1:32er Siemens-Schuckert D.III < wage, die ja auch noch auf ihre Fertigstellung wartet ...

Soll heißen ... diesmal wirklich (!) kein großer Aufwand für zusätzliche Verfeinerungen;
allerhöchstens ein paar wenige kleine, schnell und einfach zu bewerkstelligende Ergänzungen ... Grinsen

VORBEREITUNG DER RUMPFHÄLFTEN


Hier fallen zuerst mal nur die überdimensionierten angegossenen Auspuffstutzen etwas unangenehm in's Auge.  shocked
Daneben im Bild der schon ein wenig versäuberte Frontkühler und der noch unbearbeitete Propeller ...



Die angegossenen Auspuffstutzen können komplett abgetrennt und verschliffen werden.
Aus den neu angelegten Öffnungen in der Motorenverkleidung sollen dann feine Aderendhülsen ragen ...



Vorderrumpf mit neuen Auspuffstutzen, winzige Ätzteilreste imitieren kleine Beschläge;
am Heck sind Streifchen aus dünner Metallfolie aufgeklebt, welche die Heckspornbeschläge darstellen sollen ...



Die Rumpfseiten erhalten einige Gravuren, um die Stöße der Sperrholzpanele darzustellen;
ebenso werden an der linken Rumpfhälfte unterhalb des Cockpits die Aufstiegstritte eingraviert ...



Damit wären nun die Rumpfhälften auch schon soweit vorbereitet,
daß die rudimentäre Cockpitausstattung eingesetzt werden kann.  Very Happy

Bis dahin ... Gruß - Jörg - Wink



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Re: Ansaldo S.V.A.5 / M 1:48*

Beitrag von Lützower am Mi 12 Okt 2016, 06:16

Hallo Jörg,

das sind jetzt aber schon mal ein paar schöne Veränderungen, die zeigen, das ein guter Modellbauer selbst aus so einem Kit noch etwas herausholen kann.
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INNENEINRICHTUNG ...

Beitrag von Jörg am Do 13 Okt 2016, 22:53

BAUTEILE FÜR DAS COCKPIT


Weiter geht's mit den wenigen Bauteilen, die das Cockpit darstellen sollen.
Wie schon erwähnt ... hier soll kein zusätzlicher Aufwand betrieben werden.
Weil man später sowieso nicht viel davon sehen wird, entsteht die Inneneinrichtung strikt OOB.  Grinsen

Das Instrumentenbrett in der Grundbemalung;
die versenkten Gravuren sind auffallend fein und wirken ganz anders als auf den übrigen Bauteilen;
anscheinend wurde die Werkzeugform an diesem Teil irgendwann nachgearbeitet?!  Massstab



Pilotensitz und Instrumentenbrett fertig eingefärbt,
am Sitz wurde ein Kopf-/Nackenpolster ergänzt, die Beckengurte sind nur aufgemalt ...



Das Makro offenbart noch Korrekturbedarf ... mal sehen, ob da noch was geht ...

Die Rumpfinnenseiten erhalten im Cockpitbereich eine nur grob angedeutete "Holzfärbung";
der Rest wird schwarz ausgemalt, um später "Plastikblitzer" aus dem Inneren zu verhindern ...



Diese Teile sollen dann also für das Cockpit genügen (der Steuerknüppel ist nicht mit im Bild) ...



Derweil werden auch schon weitere Bauteile vor-versäubert;
Propeller, Maschinengewehre, Frontkühler und das zweiteilige Höhenleitwerk.



Die beiden Höhenleitwerksteile im Vergleich: rechts noch unbearbeitet,
links mit gerade geschliffener Vorderkante und überarbeitetem Ruderausschnittwinkel.

Bis demnächst dann wieder ... Gruß - Jörg - Wink



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Zuletzt von Jörg am Sa 15 Okt 2016, 00:43 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Re: Ansaldo S.V.A.5 / M 1:48*

Beitrag von Lützower am Fr 14 Okt 2016, 01:12

Hallo Jörg,

beim Instrumentenbrett noch die Zeiger zu malen ist bei dieser Größe eine echte Leistung. Cool
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INNENEINRICHTUNG ...

Beitrag von Jörg am Fr 14 Okt 2016, 21:40

Die Zeiger sind nur jeweils ein Strich mit einem feinen Druckbleistift, Hans-Werner.  Very Happy

COCKPIT-EINBAU


Das Instrumentenbrett wurde also noch mal etwas nachgearbeitet;
immer noch nicht perfekt, aber durch die schwarzen Umrandungen (0,1er Fineliner) nun etwas akzentuierter ...  



Sitz und Steuerknüppel wurden in eine der Rumpfhälften eingeklebt;
der Sitz braucht etwas Anpassungsarbeit bis sich die Rumpfhälften richtig schließen lassen,
der dicke, undetaillierte "Plastikknüppel" aus dem Kit wird gleich durch ein Stück Draht ersetzt ...



Das nachgearbeitete Instrumentenbrett braucht jetzt noch etwas Trockenzeit,
wenn es dann auch noch eingeklebt ist, können die Rumpfhälften geschlossen werden ... Cool

bis dahin ... Gruß - Jörg - Wink



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Re: Ansaldo S.V.A.5 / M 1:48*

Beitrag von Lützower am Sa 15 Okt 2016, 14:27

Hallo Jörg,

in 1/48 müsste es doch einen passenden Piloten geben. Oder wäre das zuviel des Guten?
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PILOTENFIGUR ?

Beitrag von Jörg am Sa 15 Okt 2016, 18:35

Och, an passenden Piloten mangelt es nicht, Hans-Werner,
aber eigentlich möchte ich gar keine Figur da reinsetzen ...

Ich hab' ja noch mehr Bausätze von dieser Art, bei denen die Figuren noch beiliegen.

Das hier ist eine Auswahl dieser "Standard-Pilotenfiguren" ...  Very Happy



Ob diese Figuren nun zur Verbesserung des einfachen Modells beitragen könnten, sei dahin gestellt ...  Pfeffer

Der Beigefarbene passt ganz gut und könnte nach etwas Umbau auch noch im Nachhinein im Cockpit platziert werden,
aber ich glaube ... eher nicht. Eine Pilotenfigur aus dem Zubehörhandel kommt hier auch nicht in Frage. Grinsen

Gruß - Jörg - Wink
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Re: Ansaldo S.V.A.5 / M 1:48*

Beitrag von Lützower am Sa 15 Okt 2016, 19:37

Hallo Jörg,

die (hellen) Standard-Pilotenfiguren sind auch nicht unbedingt geeignet, das Modell wesentlich zu verfeinern. Wahrscheinlich wirst du die Maschine sowieso abgestellt darstellen. Ich hatte kürzlich Piloten in 1/48 aus Zinn gesehen, die eine sehr gute Gravur hatten. Die waren aber wohl II.WK.
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Re: Ansaldo S.V.A.5 / M 1:48*

Beitrag von didibuch am Sa 15 Okt 2016, 20:43

Hallo Jörg,

an Plastikbausätze dieser Art kann ich mich auch noch gut erinnern. Schön, dass du dir so eine Herausforderung vorgenommen hast. Es sieht schon sehr gut aus und, ehrlich gesagt: Auf diese einfachen Pilotenfiguren würde ich auch eher verzichten. Das wäre schade um den Aufwand beim Modell.

Viel Spaß weiterhin mit dem Flieger
Dieter
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Re: Ansaldo S.V.A.5 / M 1:48*

Beitrag von Ostdeutscher74 am Fr 21 Okt 2016, 19:02

Hallo Jörg,

interessantes Modell was Du da hast. Fühle mich beim Anblick arg an meine Anfänge erinnert, Flugzeugmodelle aus DDR-Zeiten oder aber auch die Schnapper wie z.B. Avia B 534 die ich mir im ČSSR Urlaub gegönnt habe. Wink
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NOSTALGIE IN PLASTIK ...

Beitrag von Jörg am Fr 21 Okt 2016, 20:33

Hallo miteinander, vielen Dank für Euer Interesse ... Freundschaft

Interessant ist der Flugzeugtyp, André;
das alte SMĚR-Modell ist nur pure Plastikmodellbau-Nostalgie!  Wink

Die Kopro Avia B-534 hatte ich in früher Jugend auch schon mal "zusammengeklebt" und noch etliche (!) andere.
Später dann hab' ich mich an diesen ČSSR-Bausätzen auch erstmals an "Farbgebung" versucht;
kein leichtes Unterfangen in der DDR-Planwirtschaft, die keine Plastik-Modellbaufarben bereitstellte ... Grinsen

Nach etlichen Fehl- und Rückschlägen ermöglichten dann Kopal-Lacke (mit etwas Mehl gemischt, um den Glanz zu mindern!),
die ersten Flugzeugmodelle mit zumindest annähernder Grundfarbgebung fertig zu stellen.

Naja ... und nun hab' ich mir im Laufe der Jahre etliche dieser "alten Bekannten" wieder angesammelt
(auch ein paar, die ich damals noch nicht gebaut hatte),
und möchte nun ganz ohne Stress, große Ansprüche oder Erwartungen einfach mal sehen,
was man mit den heutigen Fertigkeiten und Möglichkeiten (Farben!) OOB aus diesen Uralt-Kits noch machen kann ... Cool

Ich werd' mich auch tunlichst davor hüten, die Bauteile mit maßstäblichen Rissen abzugleichen ... Pfeffer



An der Ansaldo S.V.A.5 ist nicht sehr viel passiert, aber der Rumpf ist zu und fast fertig verschliffen ...




Gruß - Jörg - Wink



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Re: Ansaldo S.V.A.5 / M 1:48*

Beitrag von IngoisT™ am Mo 24 Okt 2016, 10:33

Hallo Jörg!
Da kommen Erinnerungen hoch.
Als Kind hatte ich auch ein paar Bausätze. Es ist toll zu sehen, was Du daraus machst.
Ich guck weiter zu! 
Gruß Ingo
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FARBE ...

Beitrag von Jörg am So 06 Nov 2016, 20:07

Kleines Update ... die ersten Farbgebungsarbeiten sind im Gange ... Cool

Grundbemalung der am Vorbild sperrholzbeplankten Bereiche am Rumpf ...



Für die Leitwerksflächen gibt die Bemalungsanleitung eigentlich einen blauen Anstrich vor.
Laut anderen Quellen soll aber tatsachlich Grün richtig sein, was dementsprechend so übernommen wurde ...



Die Unterseiten der Tragflächen erhielten eine dünne Schicht Beige aufgesprüht,
auf die nach dem Trocknen mittels Fineliner und Acrylfarbe die Holme und Rippen aufgemalt wurden ...



Diese Strukturen sollen dann mal unter einer weiteren Schicht Beige immer noch schwach durchscheinen.
Damit soll das Durchscheinen der TF-Struktur im Gegenlicht von oben durch die naturfarbene Stoffbespannung
simuliert werden ... mal sehen, ob das so wie gewünscht gelingt ...

Bis demnächst dann wieder ... Gruß - Jörg - Wink



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Zuletzt von Jörg am Mo 07 Nov 2016, 00:06 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Re: Ansaldo S.V.A.5 / M 1:48*

Beitrag von Lützower am So 06 Nov 2016, 22:33

Hallo Jörg,

die Tragflächen sind auf jeden Fall super-sauber bemalt. Ne dumme Frage: Könnte man einen Fineliner auch bei Figuren verwenden? Wäre z.B. bei der Bemalung eines Kilts nicht schlecht.
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Re: Ansaldo S.V.A.5 / M 1:48*

Beitrag von Jörg am So 06 Nov 2016, 23:52

Das ist eine schwierige Frage, Hans-Werner ...

Für z.B. einen Kilt bräuchte man erst mal mehr Farben als nur Schwarz ... eventuell könnten da auch Gel-Stifte geeignet sein?

Das Hauptproblem ist immer die Verträglichkeit der Farben untereinander;
daß die Liner zunächst mal auf der Grundfarbe haften und beim Bemalen nicht verwischen ist noch das geringste Problem.

Der Knackpunkt ist die Versiegelung - da hatte ich auch schon mal einen bösen Reinfall erlebt:
beim Übermalen mit Acrylklarlack ist mir eine dokumentenechte Finelinerbeschriftung sofort spinnennetzartig breitgelaufen ...
Da hat nur noch blitzschnell alles Abwischen geholfen ...

Hab' dann diese Beschriftung neu gemacht und mit Enamel-Klarlack aus der Sprühpistole zwischenversiegelt.
Danach konnte gefahrlos die Endversiegelung mit Acrylklarlack und Pinsel fertig gestellt werden.

Man sollte die Vorgehensweise und Farbverträglichkeit also unbedingt immer erst testen!

Ich habe hier dokumentenechten Fineliner auf einer matten Enamel-Grundfarbschicht verwendet.
Die Finelinerstriche werden dann nochmals mittels Airbrush (!) mit Enamelfarbe überzogen,
bis sie nur noch sehr schwach sichtbar sind. Ich bin zwar momentan recht zuversichtlich,
aber das Ganze ist trotzdem ein Experiment, dessen Ausgang noch gar nicht sicher ist ...No

Im Zweifelsfall werden die Tragflächen also wieder komplett entfärbt und was anderes gemacht ...   Grinsen

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Re: Ansaldo S.V.A.5 / M 1:48*

Beitrag von Lützower am Mo 07 Nov 2016, 08:33

Hallo Jörg,

vielen Dank für deine ausführliche Information. Da male ich wohl besser so weiter wie die letzten 40 Jahre. Den Rest meines Highlanders werde ich hoffentlich auch so schaffen. sunny
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Re: Ansaldo S.V.A.5 / M 1:48*

Beitrag von Jörg am Mo 07 Nov 2016, 10:21

Lützower schrieb:Den Rest meines Highlanders werde ich hoffentlich auch so schaffen.
Auch da bin ich ganz zuversichtlich, Hans-Werner! Freundschaft

Manchmal sollte man auf derlei 'gewagte Experimente' lieber verzichten;
hier macht das nix aus ... solche Uralt-Bausätze (Preis ca. 5,-€ !) bieten sich dafür geradezu an!

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CAMOUFLAGE ...

Beitrag von Jörg am Do 17 Nov 2016, 23:37

Aktueller Stand der Ansaldo S.V.A.5 ...  Cool

Tragflächenunterseiten in den Italienischen Nationalfarben;
das "Durchscheinen" der mit Fineliner gezogenen Holme und Rippen funktioniert recht gut;
die Technik an sich kann aber durchaus noch optimiert werden ...  



Tragflächenoberseiten in einem der typisch italienischen Augenkrebs-Tarnmuster,
es fehlt noch die farbliche Absetzung von Details wie z.B. Querruderspalte, Falltank, usw. ...



Die holzfarbenen Bereiche am Rumpf und das Leitwerk warten auf Decals und Detailbemalung,
die später aluminiumfarbene Motorverkleidung wurde vorerst schwarz grundiert.

Weitere Kleinteile sind noch in Vorbereitung ...  Very Happy


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Re: Ansaldo S.V.A.5 / M 1:48*

Beitrag von Lützower am Fr 18 Nov 2016, 14:33

Hallo Jörg,

die Tragflächenoberseiten hast du ja fantastisch bemalt. Hut ab und Großer Meister Großer Meister Großer Meister
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Re: Ansaldo S.V.A.5 / M 1:48*

Beitrag von Figurbetont am Fr 18 Nov 2016, 20:36

jouh Jörg,
das sieht schon klasse aus, wie du den uralten Gaul
aufgemöbelt hast....
nach allen Regeln der Kunst...
echt toll....

in dem französischen Figurenforum, wo ich auch noch
bisserl mitmische hat einer kürzlich Fineliner vorgestellt
die wären auf Acrylfarben-basis und sollen sich mit
praktisch allen anderen Farben vertragen....
ich werd mal nachgucken wie diese Stifte heißen
vielleicht kann man sowas ja brauchen....

trotzdem, lieber Jörg, stramme Leistung !!!

liebe Grüße
vom Ossi Very Happy
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DECALS ...

Beitrag von Jörg am Fr 18 Nov 2016, 23:48

Danke für's reinschauen, Hans-Werner und Ossi ...  Freundschaft

Das Tarnmuster wurde nach einer Vorlage einfach mit Acrylfarben aufgepinselt;
das geht sicher auch noch etwas besser, mag aber hier genügen.

Die Holzfärbung am Rumpf schien mir etwas zu dunkel geraten und wurde deshalb mit Lacklasur etwas aufgehellt;
auch das ist nicht wirklich so gelungen, wie ich mir das vorgestellt hatte.  No

Erkenntnis daraus ... zukünftig schon die Grundfarbe der Holzmaserung differenzierter auswählen!  Twisted Evil

Diese preiswerten Uralt-Kits (hab' noch etliche mehr von dieser Art) sind jedenfalls ideale Testvehikel,
um ohne Stress mal wieder die eigenen Fertigkeiten zu schulen und Dies und Jenes auszuprobieren.

Ein Lichtblick sind die dem Kit beiliegenden, qualitativ sehr hochwertigen Decals ...



Der hauchdünne, aber strapazierfähige Trägerfilm haftet ganz hervorragend und wird später nahezu unsichtbar.
Die dank partieller Weißunterlegung im Druck sehr gut deckenden Dekorelemente
wirken nach dem Trocknen fast wie aufgedruckt, bzw. aufgemalt!  Very Happy

Frisch aufgebrachte Decalelemente am Rumpf;
die Lichtreflexion verdeutlicht, daß Trägerfilm und Druckfarben lediglich hauchdünn auftragen ...  Massstab





Ossi, diese Acryl-Fineliner bzw. -Marker wurden auch hier im Forum schon von Deichmichel empfohlen ...

https://www.der-lustige-modellbauer.com/t27463-feine-linien#675366

Speziell der SOLO GOYA Triton Acrylic Paint Marker 1.4 könnte eine echte Alternative für solche Aufgaben sein,
zumal das erhältliche Farbspektrum mit 34 Farbtönen recht umfangreich ist.
Zu beachten wären die Hinweise auf der Farbkarte zum unterschiedlichen Deckvermögen der einzelnen Farben.
Ich werd' das auf jeden Fall bei Gelegenheit mal testen (hab' da schon was iN's Auge gefasst)!  Very Happy

bis demnächst dann wieder ... Gruß - Jörg - Cool


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Zuletzt von Jörg am Sa 19 Nov 2016, 14:19 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Re: Ansaldo S.V.A.5 / M 1:48*

Beitrag von eydumpfbacke am Sa 19 Nov 2016, 12:05

Hallo Jörg,

ich schaue ja schon länger gespannt (aber still) zu.

Hut ab, was du aus dem Bausatz zauberst...
....und in dem Maßstab.

Jörg schrieb:Frisch aufgebrachte Decalelemente am Rumpf;
die Lichtreflexion verdeutlicht, wie hauchdünn Trägerfilm und Druckfarben auftragen ... Massstab



Die Decals sind noch frisch und der Weichmacher ist auch noch aktiv, daher die rauhe Oberfläche?
Das ist dann nach dem Trocknen glatt, richtig?
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Laune : Who the f*** is "Laune"

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Re: Ansaldo S.V.A.5 / M 1:48*

Beitrag von Jörg am Sa 19 Nov 2016, 14:32

Danke für's Reinschauen, Reinhart ... Freundschaft

ja, diese scheinbaren "Rauheiten" im gestrigen Bild wirken heute schon merklich glatter.
Immer noch minimal (!) im Reflex erkennbare Rauheiten auf den farbigen Flächen der Decals
resultieren anscheinend aus dem Druckverfahren, dürften aber nach der abschließenden
Klarlackversiegelung auch noch gänzlich verschwunden sein.
Der farblose Trägerfilm ist jedenfalls schon jetzt völlig glatt und nahezu unsichtbar! Cool

An der bei SMĚR gebotenen Qualität der Decals sollten sich
so einige der großen, renommierten Hersteller mal ein Beispiel nehmen! Pfeffer

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Re: Ansaldo S.V.A.5 / M 1:48*

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