Der lustige Modellbauer
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Eigenerdachtes Schiff in Anlehnung der Yamato-Klasse, 1/200

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Eigenerdachtes Schiff in Anlehnung der Yamato-Klasse, 1/200

Beitrag von Kelles Kleener am Sa 26 Dez 2015, 17:13

Hallo Leute!

wie ein paar von euch wissen bin ich kürzlich umgezogen, und habe seitdem viel mehr Platz zum Bauen als zuvor- ein eigener Raum für meine Werkstatt, die mich dazu veranleitet hat einen alten Traum von mir wieder aufleben zu lassen.

Vor vielen Monaten hatte ich mir auf der Ebay ein Kartonbausatz der Yamato in 1/200 günstig erstanden, und wollte diesen in Holz bauen- leider hatte ich da nicht so sonderlich viel Ahnung von der Materie, und das Ding wurde eine Banane sondergleichen- schon damals hatte ich das Design des Schiffes verändert, es verlängert und weitere Geschütze hinzugefügt. Jetzt, da ich den Platz, die Zeit und vorallem die Möglichkeit habe die Teile einfach liegenzulassen, das Schiff auf mich wirken und Fehler ausbügeln kann, habe ich die übrig gebliebenen Teile mir zur Brust genommen und das Schiff wieder neu angefangen.

Zum Bau:
Das Spantengerüst besteht aus Sperrholz, wie man es im Baumarkt bekommt. Die Querspanten werden durch den Mittelspant in die richtige Reihenfolge und Form gebracht, der widerum von drei 1m Kanthölzern verstärkt wird- das ist nötig, da beim ersten Versuch einige Teile des Mittelspants verkleinert wurden und andere ganz weggelassen, um "Gewicht zu sparen". Da ich die RC Funktion diesmal anders angehe, kann ich getrost das Gewicht erstmal ignorieren, und baue vorallem auf Stabilität, damit das Spantengerüst nicht nochmal kaputtgeht.

Insgesamt ist das Schiff 1,40m lang, 15cm breit und wird etwa 30cm hoch wenn es mal fertig ist. Der RC Antrieb wird durch den Playmobil RC Motor verwirklicht, der entgegen des Namens beim besten Willen kein Spielzeug ist- er kann ohne Probleme meine Trumpeter Missouri auf realistische Geschwindigkeit bringen.

Ein paar Daten zum Schiff selbst, bevor wir anfangen:

Mega-Yamato Schlachtschiff "Tsushima"
Länge: 280m
Breite: 33m
Tiefgang: 12m
Bewaffnung: 10x51cm/45 Kanonen in vier Doppelgeschützen, 18x15,5cm/45 Kanonen in sechs Drillingsgeschützen, 24x10cm/50 Kanonen in zwölf Doppelgeschützen sowie diverse weitere Flugabwehr- eventuell Torpedorohre, eine Platform für V-2 Raketen oder anderes
Flugzeuge: 1xMesserschmidt 262, einstehend für die Nakajima Kikka die dieser sehr ähnlich sieht

So, aber jetzt mal ein paar Bilder!
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Re: Eigenerdachtes Schiff in Anlehnung der Yamato-Klasse, 1/200

Beitrag von Kelles Kleener am Sa 26 Dez 2015, 17:26



Dies war das erste Bild, nachdem ich das Spantengerüst einigermaßen gebändigt hatte. Die Decks und die meisten Spanten sind alle noch vom ersten Versuch, einzig das Flugdeck wurde nach diesem Bild durch ein neues, längeres ersetzt....



..nämlich dieses. Es besitzt anders als das Original einen aufgemalten Aufzug und ein Katapult, und ist etwa 15cm länger, leicht über das Schiff überhängend.



Hier ein späteres Bild des Flugdecks, mit einem Katapult und zwei 8,8cm Flugabwehrkanonen, alles aus Modellresten.



So sah es dann heute Morgen aus, mit den Aufbauten langsam wachsend (Teils Karton, teils Holz), und aus Spass eine Kanone meines Nagato-Modells auf die Grundplatte einer gigantischen 51cm Kanone geparkt.
Die Kanonenrohre sind selbstgebaut, aus einem Aluminiumrohr, etwas Karton und einem PVC-Rohr das als Abschluss dient. Auch sichtbar sind die ursprünglichen Kartondecks, die nach und nach ersetzt werden, aber wichtig sind um zu wissen wo welches Teil hingehört.


Die Aufbauten in der Nahaufnahme.


Das vordere Deck, mit Teilen von einem alten Panzer, die später die Ankerkette führen sollen.


Das hintere Deck, nach der Bemalung mit Revell "Ocker",


Und zu guter Letzt, das Gerüst der hinteren 15,5cm Barbette und des Schornsteins.

Das ist erstmal alles für heute- morgen geht es dann daran, das Spantengerüst weiter zu stabilisieren und es langsam zu beplanken.
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Re: Eigenerdachtes Schiff in Anlehnung der Yamato-Klasse, 1/200

Beitrag von Babbedeckel-Tommy am Sa 26 Dez 2015, 17:47

Noch größer gingen die Bilder nicht? Staunender Smilie

Bitte zukünftig auf 800px Breite reduzieren! Danke Wink
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Re: Eigenerdachtes Schiff in Anlehnung der Yamato-Klasse, 1/200

Beitrag von Kelles Kleener am Sa 26 Dez 2015, 18:09

Shiet, Sorry Tommy!

Die Bilder kamen direkt von der Kamera Embarassed
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Re: Eigenerdachtes Schiff in Anlehnung der Yamato-Klasse, 1/200

Beitrag von Babbedeckel-Tommy am Sa 26 Dez 2015, 19:17

Vielleicht findest du bei dem Anbieter eine Verkleinerungsoption.
ODER einfach die Forensoftware nutzen Wink
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Re: Eigenerdachtes Schiff in Anlehnung der Yamato-Klasse, 1/200

Beitrag von Frank Kelle am Sa 26 Dez 2015, 20:32

Ich muss gestehen, bisher gefällt es mir Tobias - bis auf die Geschütze Very Happy
"Hau rein", jetzt hast Du Platz..
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Re: Eigenerdachtes Schiff in Anlehnung der Yamato-Klasse, 1/200

Beitrag von kaewwantha am So 27 Dez 2015, 07:46

Hallo Tobi,
bisher gefällt mir das gebaute. Da bin ich gespannt wie es weiter geht.
Das Deck ist aber noch nicht mit den Spanten verklebt oder? Denn sonst bekommst Du Probleme mit dem RC-Einbau.
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Re: Eigenerdachtes Schiff in Anlehnung der Yamato-Klasse, 1/200

Beitrag von Gast am So 27 Dez 2015, 10:46

Tobias plant die Verwendung des RC-Satzes von Playmobil, der wird einfach außen unter dem Schiff angebracht, also keine Probleme wegen Einbau. Very Happy

Code:
http://www.mytoys.de/PLAYMOBIL-Pirates-PLAYMOBIL-5536-RC-Unterwassermotor-Aktionsartikel/PLAYMOBIL-Sonstiges/PLAYMOBIL/KID/de-mt.to.br01.26.21/3350677

Ein sehr kreatives Projekt, bin schon gespannt, wie´s weitergeht.

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Re: Eigenerdachtes Schiff in Anlehnung der Yamato-Klasse, 1/200

Beitrag von John-H. am So 27 Dez 2015, 10:50

Bei einem Modell mit 140 cm stelle ich mir die Steuerung schon abenteuerlich vor, vorallem wenn man bedenkt für welche Modelle,
diese Steuerung ausgelegt ist. Rolling eyes
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Re: Eigenerdachtes Schiff in Anlehnung der Yamato-Klasse, 1/200

Beitrag von Kelles Kleener am So 27 Dez 2015, 19:51

John, die Missouri ist etwa 130cm lang- das Lenken ist etwas schwergängig aber machbar. Ist eh nichts für Teiche auf denen viel los ist.

Nicht viel Fortschritt heute, stressiger Tag- aber ich habe das Spantengerüst soweit fertig, und die ersten Planken kleben.



Morgen kommen unter anderem die Barbetten dran, vielleicht ein weiteres Hauptgeschütz- die Decks müssen noch ihre angedeuteten Planken (Zu klein für die Kamera, nur von nahem sichtbar) und ihre Farbe bekommen- vielleicht gehe ich noch an die Aufbauten dran.
Aber oberste Priorität hat erstmal das Beplanken des Rumpfes.
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Re: Eigenerdachtes Schiff in Anlehnung der Yamato-Klasse, 1/200

Beitrag von Kelles Kleener am Mo 28 Dez 2015, 18:31

Kommen wir zur 3.000 Euro Frage....

Wie ernährt sich das sprichwörtliche Eichhörnchen?

Ist es:

A: Qualvoll

B: Sportlich

C: Mühsam

oder D: Voll krass!



EDIT: Ach ja, die Barbette von Turm 2 ist soweit fertig- aber hab kein Bild davon gemacht, ist eh nur ein Gerüst. Kommt dann vielleicht morgen.
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Re: Eigenerdachtes Schiff in Anlehnung der Yamato-Klasse, 1/200

Beitrag von kaewwantha am Mo 28 Dez 2015, 19:13

Hallo Tobi.
das Eichhörnchen ernährt sich mühsam.
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Re: Eigenerdachtes Schiff in Anlehnung der Yamato-Klasse, 1/200

Beitrag von Frank Kelle am Mo 28 Dez 2015, 19:51

E = bei MacNuss Roofl

Wieviele Planken hast Du noch da?
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Re: Eigenerdachtes Schiff in Anlehnung der Yamato-Klasse, 1/200

Beitrag von Kelles Kleener am Mo 28 Dez 2015, 21:18

Frank Kelle schrieb:E = bei MacNuss Roofl

Wieviele Planken hast Du noch da?

Das war jetzt etwa ein viertel der Tüte.... sollte für den ganzen Rumpf reichen, aber nur einmal...
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Re: Eigenerdachtes Schiff in Anlehnung der Yamato-Klasse, 1/200

Beitrag von Frank Kelle am Di 29 Dez 2015, 09:34

Denk dran - immer eine links - eine rechts setzen!
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Re: Eigenerdachtes Schiff in Anlehnung der Yamato-Klasse, 1/200

Beitrag von Kelles Kleener am Do 31 Dez 2015, 00:40



Nichtssagendes Bild über den heutigen Quantensprung in Sachen Fortschritt- das Schiff ist zu etwa 50% beplankt, aber ich wollte einfach mal wieder was anderes machen und hab mich etwas den Aufbauten gewidmet. Der Schornstein hat einen Teil seiner Verkleidung bekommen, der Kommandoturm hat ein paar Stockwerke gewonnen.... inzwischen fällt es allerdings auf, das einige Teile in dem Jahr in dem das Schiff von links, nach rechts, und schließlich in ein anderes Haus gewandert ist verloren gingen.
Eventuell muss ich den Bausatz nochmal kaufen, oder zumindest eine gute PDF davon finden um Ersatzteile zu kriegen.... keine leichte Aufgabe, denn dieser Bausatz ist inzwischen neu aufgelegt worden, mit teils völlig anderen, besser detaillierten Teilen.
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Re: Eigenerdachtes Schiff in Anlehnung der Yamato-Klasse, 1/200

Beitrag von Kelles Kleener am Mo 07 März 2016, 12:11

Erster Baufortschritt in diesem Jahr!
Nachdem ich zwei Monate mal nichts an dem Schiff gemacht habe, gefielen mir die Aufbauten einfach nicht mehr. Papier mit Spachtel sah einfach beim besten Willen nicht schön aus-, generell fand ich dass das Papier auf dem Schiff keine Daseinsberechtigung hat... also hab ich die Aufbauten abgerissen, und neu gebaut- Aus Holz.
Dazu muss man sagen, das ich zudem noch das Design des Schiffes verändert habe- der hintere 15,5cm Turm fällt weg, dafür werden die Aufbauten länger, was Platz für vier weitere 10cm Geschütztürme bietet, sowie einen zweiten Schornstein. Der Kommandoturm wird höher, eventuell wird die leichte Flugabwehrbatterie noch verändert... mal sehen. Jedenfalls hat das Schiff immer weniger mit einer Yamato zu tun, sondern wird immer mehr etwas besonderes- etwas eigenes.

Hier ein paar Bilder:


Der größte Baufortschritt, im vorderen Deck. Beide Barbetten sind nun fertig gebaut, nicht aus dem PVC Rohr wie ursprünglich geplant, und auch nicht wie im letzten Bild zu sehen in einer Skelettierten Ausführung, sondern massiv, aus sechs Holzkreisen die zusammengeleimt sind, mit Plankenresten beklebt. Das Deck ist nun bemalt, nicht mehr mit dem alten Papierteil belegt, und hat seinen Wellenbrecher bekommen- der aus drei McDonalds Rührstäben zusammengeklebt ist. Die beiden Lüfter dahinter sind Kühlschrankmagnete von Tedi, die zufälligerweise passten...
Beide Geschützplattformen sind drehbar in den Barbetten eingelegt. Hinter den beiden Haupttürmen sieht man noch den vorderen 15,5cm Turm, der fertig gespachtelt und bemalt wurde.


Eine Nahaufnahme der zweiten Barbette, um die Verstärkungsbänder darauf zu zeigen.


Die neuen Aufbauten, zum Vergleich die alten lose aufgelegt. Ein deutlicher Unterschied, sowohl in Größe als auch in Qualität.



Die Katapultschienen. Das sind Schienen der Spur N, die mich etwas in den Wahnsinn trieben da sie so biegsam sind- man sieht noch deutlich das sie sich auf dem Aufzug leicht krümmen. Nicht zu sehen ist der Prototyp eines 25mm Drillingsgeschützes, da es noch nicht so aussieht wie ich es gerne will- es besteht aus einem Schaumstoffkreis, der bei Tedi in dicken Batzen verkauft wird, zum basteln von Ketten und Schmuck- leicht abgerundet auf einer Seite, mit Stahldraht bestückt als Geschütze, und Grau angemalt sieht er dem was er sein soll recht ähnlich. Reicht mir- die Alternative wäre gewesen Resingeschütze teuer zu kaufen.

Das wars fürs erste- Aber ich bleibe dran. Ich lerne mit dem Schiff- am Ende kommt hoffentlich was bei raus, auf das ich stolz bin. Bis dahin ist es allerdings noch ein langer, langer Weg.
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Re: Eigenerdachtes Schiff in Anlehnung der Yamato-Klasse, 1/200

Beitrag von Al.Schuch am Mo 07 März 2016, 18:40

Hallo. Winker 2
Schön, das du weitermachst. Ich bin z.zt. auch dabei, einige Baustellen aufzuarbeiten.
Das du 50 cm Geschütze bauen willst, hat mich angeregt, mal in meinen Unterlagen nachzusehen, da ich glaube, ein Jap. Projekt mit diesem Kaliber gesehen zu haben.
Und richtig, es gab eines, bzw. sogar 2. Very Happy
Eines dieser Projekte wurde sogar begonnen, mit der Baunummer 111. Kiellegung war am 7.11.1940. Ein Jahr später erfolgte der Baustop und Anfang 1942 wurde der Bau annulliert. Das verbaute Material wurde abgebrochen. shocked
Der Auftrag zur Baunummer 797, dem 2. Projekt, wurde erst gar nicht vergeben.

Hier noch ein paar Daten dazu:
Bauwerft (..wie Jamato und Musashi) Marinewerft Kure.
Gewicht und Größe entsprechen der Jamato-Klasse, nur die kleinere Artillierie war anderst, aber vermutlich hätte sie sich im laufe des Krieges der Anzahl der beiden Jamato`s angepasst.

Neben den 4-50,8 cm Doppeltürmen war besonderst das Fehlen der 15,5 mm Mittelartillierie in den Drillingstürmen von Anfang an auffällig.Der eingesparte Platz und das Gewicht wurde für den 4. 50,8 cm Turm verwendet.
Erste Versuche mit den schweren Geschützen waren in Planung, wurden aber nach Bauabbruch ebenfalls eingestellt.

Ich schau mal, ob ich irgendwo ein Bild, oder eine Zeichnung von dem Projekt finde.
Du bist also gar nicht so weit weg von der Wirklichkeit mit deinem Fantasieprojekt. Cool
Gruß
Alex

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Re: Eigenerdachtes Schiff in Anlehnung der Yamato-Klasse, 1/200

Beitrag von Kelles Kleener am Di 08 März 2016, 05:17

Hallo Alex!

das stimmt so halb. Baunummer 111 und 797 sollten noch "normale" Yamatos werden, allerdings verbesserte nach Vorbild von dem was die Shinano werden sollte. Also 10cm Zwillinge statt 12,7cm und verändertes Panzerungsschema.

Soweit wir es wissen wurde keine der sogenannten Super-Yamatos angefangen weil sie Material für Flugzeugträger brauchten- die 51cm Kanonen wurden allerdings testweise gebaut und abgefeuert. Man merke, 51cm, nicht 50,8- das wären 20inch, von den Amerikanern runtergerechnet auf ihre Maßeinheiten.

Man weiß nicht mal ob die Super Yamatos tatsächlich vier oder drei Doppeltürme gehabt hätten, die Baupläne wurden gegen Kriegsende zusammen mit denen der Yamatos und der Shinano vernichtet auf das sie den Alliierten nicht in die Hände fallen- soweit man es weiß sollen die Pläne zu den Schiffen allerdings vollständig gewesen sein. Und das die 15,5cm Drillinge wegfallen macht durchaus Sinn- auf Papier waren deren Magazine ein deutlicher Schwachpunkt, dadurch das sie schwächer gepanzert, aber nahe der Hauptartillerie waren.

Soviel meine zwei Pfennig zum Thema, ich lese viel zu viel über diese Schiffe :D
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Re: Eigenerdachtes Schiff in Anlehnung der Yamato-Klasse, 1/200

Beitrag von Al.Schuch am Di 08 März 2016, 11:47

Hallo. Winker 2
STIMMT. Very Happy
Ich habe mal ne ganze Weile im Netz rumgesucht,und ein paar Zeichnungen gefunden,die zeigen, wie man sich die div. Turmanordnungen gedacht hat.
Es sind die typischen "Cerrytrees" wie die Amis solche Projekte nennen. Also Hirngespinste wie unsre H-Klasse, die ja auch mit 50 cm Geschützen ausgerüstet werden sollte.Bei einem dieser Monster wurde immerhin noch der Kiel gestreckt und dann die Sache sein gelassen.
Genau wie bei den nächsten "Jamatos".
Warum sollte man in Japan also nicht doch damit angefangen haben? Laut meinen Unterlagen wurde 1 Jahr daran gebaut.
Es dürfte nicht allzuviel gemacht worden sein. Rolling eyes
Nun, eigentlich ist es egal,baue sie so, wie es dir recht ist. Aber es freut mich,das sich jemand so intensiv mit Seefahrthistorie beschäftigt.
Wenn du möchtest, kann ich dir ja die Zeichnungen mal zumailen, per PN.

Ach ja, wie du schon erwähnst,schwächten die 15 cm Türme und deren Magazine den Panzerschutz. Es gibt ein Schiff aus dem 1 WK, bei dem das durchbrechen der Deckspanzerung und die mangelnde Rumpfunterteilung noch intensiver betrieben wurde: Die "HMS Agincourt" ,ein Schlachtschiff mit 7 Geschütztürmen. Deren Magazine waren z.T. zwischen den Kesselräumen gelegen.
Das Schiff war zu gering gepanzert und alles in allem eine Fehlkonstruktion.
Ihr Panzerdeck war zu zerlöchert mit Durchbrüchen,als das es seinen Zweck richtig erfüllen konnte.
Sie überstand den Krieg, wurde zum Kauf angeboten, aber als sich niemand für sie Interessierte, ziemlich schnell Abgewrackt.
Gruß
Alex

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Re: Eigenerdachtes Schiff in Anlehnung der Yamato-Klasse, 1/200

Beitrag von Kelles Kleener am Di 08 März 2016, 20:54

Al.Schuch schrieb:
Warum sollte man in Japan also nicht doch damit angefangen haben? Laut meinen Unterlagen wurde 1 Jahr daran gebaut.
Es dürfte nicht allzuviel gemacht worden sein.  Rolling eyes
Nun, eigentlich ist es egal,baue sie so, wie es dir recht ist. Aber es freut mich,das sich jemand so intensiv mit Seefahrthistorie beschäftigt.
Wenn du möchtest, kann ich dir ja die Zeichnungen mal zumailen, per PN.

Gut möglich das sie damit angefangen haben, allerdings finde ich das recht unwahrscheinlich, da die IJN ja auch andere Schiffe ausser Superschlachtschiffe bauen musste um einigermaßen Kampfbereit zu bleiben. Mit Musashi und Shinano im Dock stelle ich mir das recht umständlich vor, besonders da eine ganze Flotte an Flugzeugträgern im Kriegsverlauf gebaut wurden. Wenn sie damit angefangen haben wurde das Schiff auf jeden Fall nach dem einen Jahr wieder abgerissen und der Stahl dafür anderen Projekten zugeführt.

Über die Zeichnungen würde ich mich sehr freuen! Ist immer interessant Sachen über die Yamato-Klasse zu erfahren die ich vorher nicht wusste. Cool
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Re: Eigenerdachtes Schiff in Anlehnung der Yamato-Klasse, 1/200

Beitrag von Al.Schuch am Di 08 März 2016, 21:52

Hallo.
Vieleicht haben sie ja gerade deswegen aufgehört, weil so viel anderes Vorrang hatte. So wars doch auch bei uns,mit der H-Klasse.Das begonnene Schiff wurde zugunsten anderer, wichtigerer,Sachen abgebrochen.
So, hier mal die Zeichnungen, die ich entdeckt habe,sofern ich mit diesem neuen, unnötigen, Bildprogramm zurecht komme. Ich machs öffentlich, damit alle, die es Interessiert, auch was davon haben:



Gruß
Alex

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Re: Eigenerdachtes Schiff in Anlehnung der Yamato-Klasse, 1/200

Beitrag von Al.Schuch am Di 08 März 2016, 23:49

Hallo.
Ich habe gerade was auf Youtube über die Jamato gefunden. Es zeigt die Geschichte der Japanischen Marine ab 1905 mit vielen, recht interessanten, Aufnahmen der IJN und auch anderer Marinen, im Vergleich. Erstaunlicherweise wird da recht wenig Unfug geredet und auch die Bilder passen meist zum Text, was man ja auch ganz anderst kennt. In der zweiten Hälfte der Doku wird dann genauer auf die Jamato`s eingegangen,z.T. auch mit Spielfilmszenen.
Schau`s dir mal an,evtl. kennst du es ja schon:

Code:
https://www.youtube.com/watch?v=XNa_GSbaHAg

Gruß
Alex

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Re: Eigenerdachtes Schiff in Anlehnung der Yamato-Klasse, 1/200

Beitrag von Kelles Kleener am Mi 09 März 2016, 00:27

Ah, ja- die Spielfilmszenen die man da sieht stammen aus dem ausgezeichneten Film "Yamato- The Last Battle", den ich nur empfehlen kann- anders als bei den meisten anderen Filmen wurde da ein 1-1 Modell des Schiffes gebaut um es möglichst real darzustellen und die Kampfszenen echter wirken zu lassen. Es werden zwar auch viele Computereffekte benutzt, besonders für die Flugzeuge und den Rest des Schiffes (Selbst dieses 45%ige Modell war schon über eine Million Yen teuer, und für ein komplettes 1-1 Modell gab es keine Genehmigung) aber viele der Szenen sehen wirklich sehr real aus.

Code:
https://www.youtube.com/watch?v=VW5yahSEdqU

Kann den Film nur empfehlen, allerdings ist er, ganz nach den Vorlieben der Japaner, sehr sehr blutig.

EDIT:
Die Zeichnungen sind auch ganz interessant, das sind so ziemlich die verschiedenen Ideen welche die Konstukteure beim Entwerfen der Yamato hatten- Von Entwurf A140 ging es dann bis A140J oder so weiter, bis sie sich schließlich auf das recht moderne Konzept von drei Drillingstürmen, zwei vorne, einer achtern geeinigt hatten.
Man muss dabei bedenken das die Yamato jahrelang entwickelt und entworfen wurde, und an allem herumexperimentiert und neuentwickelt wurde um das perfekte Schlachtschiff zu erschaffen.
Und von den Zeichnungen sollte man sich nicht täuschen lassen- das ist die Yamato, so wie sie kurz vor ihrem Untergang aussah. Ihre Bewaffnung hat sich im Laufe ihrer Dienstzeit sehr stark verändert bis sie schließlich so aussah.


Zuletzt von Jörg am Mi 09 März 2016, 20:05 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet (Grund : Videolink codiert)
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Re: Eigenerdachtes Schiff in Anlehnung der Yamato-Klasse, 1/200

Beitrag von Al.Schuch am Mi 09 März 2016, 05:37

Jau, ich kenne den Film, hab die DVD.Klasse gemacht. Schönster Großmodellbau, ähnlich wie bei "Tora,Tora,Tora ".
Richtig ist auch, das sich das Aussehen der Jamato erheblich veränderte,vor allem bedingt durch den Wegfall der seitlichen 15 cm Drillingstürme und dem Aufrüsten mit einer erheblichen menge Flak. Wenn man eine Decksansicht der "ersten" Jamato sieht, wirkt sie richtig leer.

Auch die Großkampfschiffe der Kriegsmarine waren gegen Ende des Krieges mit Flak zugepflastert.
Ich habe Bücher über die Britische Marine,in denen ebenfalls deren Großkampfschiffsprojekte gezeigt werden, und die haben deutliche ähnlichkeit mit der erdachten Aufstellung der schweren Geschütztürme der Jamato,wie sie oben zu sehen sind.
Das beste Beispiel sind ja wohl "Nelson" und "Rodney",die einzigen Schlachtschiffe mit der gesamten schweren Artillierie in drei Türmen auf dem Vorschiff.
Das gabs zwar auch bei leichterern Geschützen,aber nur die beiden trugen ihre dicken Brummer alle vorne.
Gruß
Alex

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Re: Eigenerdachtes Schiff in Anlehnung der Yamato-Klasse, 1/200

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