Der lustige Modellbauer
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Rommenhöller-Wagen

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Kohlensäurewagen der Fa.. Rommenhöller

Beitrag von lok1414 am So 05 Jul 2015, 22:50

"Sprudelwasser", ein Thema passend zur Temperatur:
Carl Gustav Rommenhöller war ein deutscher Unternehmer und Wegbereiter der sich Ende des 19. Jahrhunderts ausbreitenden Kohlensäureindustrie. Er gründete das umgangssprachlich kurz „Rommenhöllerwerke“ genannte Unternehmen Kohlensäurewerke C. G. Rommenhöller dem an verschiedenen Standorten in Europa (und bis 1926 in Afrika) insgesamt 40 Kohlensäurewerke, zahlreiche Kohlensäuresprudel und -lagerstätten gehörten.
Das Kohlensäuregas (schlicht auch CO2 genannt) wurde verflüssigt in schweren Stahlflaschen transportiert. Um einen sicheren Transport zu gewährleisten, ließen die Rommenhöllerwerke spezielle 3- (aber auch 2- und 4-) achsige Güterwagen bauen. Kohlensäurewagen sind gedeckte Spezialwagen zur Beförderung der in Stahlflaschen verflüssigten Kohlensäure.
Die von der Gothaer Waggonfabrik gelieferten Wagen entsprechen in Bezug auf Zug- und Stoßvorrichtung, Bremse u. dgl. den Normalien des deutschen Staatsbahnwagenverbandes; sie sind wegen des großen Gewichtes der Stahlflaschen dreiachsig (Radstand 2×4 m). Die ganze Wagenlänge über Puffer gemessen beträgt 12,6 m; die Kastenbreite ist 2,8 m, die Kastenlänge 11 m.
Im Wagen sind 107 Kohlensäureflaschen untergebracht. Diese haben eine Einzellänge von 3,50 m bzw. 5,83 m, bei einem äußeren Durchmesser von 205 mm. Sie werden reihenweise mit etwas Gefälle übereinander mit der Wagenlängsrichtung gleichlaufend in einem Gestelle gelagert; die Ablassköpfe sind abschraubbar durch Rohrleitungen waagrecht untereinander verbunden. Die Sammelleitungen münden in eine gemeinsame Hauptleitung und sind durch Ventile absperrbar. Durch diese Anordnung wird der Vorteil erreicht, daß die Flaschen beliebig reihenweise oder aber alle Flaschen auf einmal gefüllt bzw. entleert werden können.
Das Ein- und Ausbringen der Flaschen erfolgt durch die an den Stirnwänden befindlichen Drehtüren. Außerdem besitzt der Wagen noch je eine Drehtür in jeder Seitenwand.
Das Dach des Wagens ist vierteilig und leicht abnehmbar; gegen Wasser sind sämtliche Stoßfugen mit Blech abgedichtet.
Der Wagen wiegt einschließlich der montierten Flaschen und Armaturen 34,7 t; das Ladegewicht beträgt 9,5 t.
Die Wagen waren stets weiß angestrichen und so gut sichtbar im Zugverband; später kam dann noch eine orange-gelbe "Bauchbinde" hinzu.


Einige 2-achsige "Rommenhöllerwagen"  werden von den Modellbahnherstellern vertrieben, doch beschränken sich diese Modelle fasst nur auf die "Rommenhöller"-Beschriftung auf Kühlwagen oder G-Wagen und berücksichtigen nicht die geringere Profilhöhe. Hier ist der Modellbauer gefragt. Bei 3- und 4-achsigen Wagen ist totale Fehlanzeige.

Der nachfolgende Wagen zeigt einen moderneren 2-achsigen Wagentyp (Wagen 44) wie er in den 1960er-Jahren im Werk Herste (bei Bad Driburg) zum Einsatz kam:







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Re: Rommenhöller-Wagen

Beitrag von Frank Kelle am Mo 06 Jul 2015, 09:40

Wirkt interessant - und erinnert mich irgendwie in dem Moment an die "Milch-Wagen", die an die D-Züge immer angehangen wurde (ein mehrfaches Thema in der Miba).
Wie baust Du die Kupplungsmechanik /-mimik wieder an?
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Re: Rommenhöller-Wagen

Beitrag von lok1414 am Mo 06 Jul 2015, 10:59

@Frank: ... hab´s mit gutem Cyan-Kleber (Sekundenkleber) gemacht. da der Kinematik-Rahmen etwas höher wie die Deichsel ist. Die Kupplungsdeichsel bewegt sich einwandfrei.
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Re: Rommenhöller-Wagen

Beitrag von lok1414 am Fr 10 Jul 2015, 14:14

@Frank: Vor vielen, vielen Jahren habe ich mal 2 oder 3 Milchwägelchen der Hasper-Kleinbahn nachgebaut. Bis zur Aufgabe der Hagener Molkerei im Jahr 1952, (Anlass waren einige-100 Typhus-Fälle in Hagen und dem gesamten Ruhrgebiet) transportierte eine Bo'Bo'-E-Lok täglich frühmorgens einen Milchzug von Breckerfeld zur Molkerei in der Altenhagener Str.

Das Wägelschen mit dem kurzen Achsstand, direkt hinter der Lok, ist einer der o.a. Wagen. Hier nur zweckentfremdet und auf Regelspur im Mittelhessischen eingesetzt.
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Re: Rommenhöller-Wagen

Beitrag von lok1414 am Di 21 Jul 2015, 11:56

Hier geht´s bald weiter. Wann? Wenn die farbe getrocknet und die Beschriftungen von Andreas Nothaft eingetroffen sind.
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Re: Rommenhöller-Wagen

Beitrag von lok1414 am Di 28 Jul 2015, 17:27

Es geht weiter ....

Wagen 28 bekommt seine Beschriftung:
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Re: Rommenhöller-Wagen

Beitrag von maxl am Di 28 Jul 2015, 17:36

Das schaut aber fein aus, Wolfgang! Da weiß jemand, wie man mit Decals umgeht... Saubere Arbeit! Und weiter viel Erfolg! Gruß Michael (maxl)
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Re: Rommenhöller-Wagen

Beitrag von lok1414 am Di 28 Jul 2015, 19:50

... und weiter geht´s mit Wagen 28.
Jetzt ist er bereits fertig belabeled





Im nächsten Schritt geht´s bei Wagen 44 weiter.
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Re: Rommenhöller-Wagen

Beitrag von lok1414 am Di 28 Jul 2015, 20:10

Wagen 44 musste vor der Lackierung nochmal etwas modifiziert werden. Nach der Beschriftung sieht er nun so aus:






Wagen 28 und 44 im Verband:




@Admin: Bitte in "fertige Bauberichte" verschieben - danke.

PS: Wenn ich noch einen interessanten Wagen finde wird er hier angehangen
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Re: Rommenhöller-Wagen

Beitrag von kaewwantha am Di 28 Jul 2015, 20:15

Hallo Wolfgang,
Dein Wunsch war mir Befehl. Ist in fertige Bauberichte verschoben.
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Re: Rommenhöller-Wagen

Beitrag von lok1414 am Fr 31 Jul 2015, 14:44

Ich habe da noch einen - aus dem AGA-Museum/NL
Code:
http://lowa.lima-city.de/lowa2/Fotos/Rommenholler/Rommenholler_Drehscheibe_Wagen.jpg

... und erste Planungsarbeiten sind schon eingeleitet
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Re: Rommenhöller-Wagen

Beitrag von lok1414 am Mi 05 Aug 2015, 14:01

Hier nun die finalen Fotos der Rommenhöller-Wagen 28 und 44 auf der "Fotostrecke"

Wagen 28:







Wagen 44:




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Re: Rommenhöller-Wagen

Beitrag von lok1414 am Do 06 Aug 2015, 14:51

... es weiter an Rommenhöller-Wagen 40 (siehe oben):

Die Seitenwagen (Träger) für den Tragrahmen sind fertiggestellt.
Die Drehgestelle sind haben Form angenommen.

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Re: Rommenhöller-Wagen

Beitrag von lok1414 am Fr 07 Aug 2015, 12:25

Der Rahmen wird aus Traversen und den beiden Seitenwangen zusammen "geschweißt".

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Re: Rommenhöller-Wagen

Beitrag von lok1414 am Mi 12 Aug 2015, 20:09

Die Wangenträger werden zum Tragrahmen zusammengefügt und die Drehgestelle montiert ...:






... an den Kopfseiten noch die Pufferbohlen "angeschraubt" und auf eigene Räder bzw. Drehgestelle gestellt:





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Re: Rommenhöller-Wagen

Beitrag von Glufamichel am Mi 12 Aug 2015, 20:19

Eine hoch interessante Baustelle Wolfgang. Der Tragrahmen ist dir auf jeden Fall schon mal gut gelungen.
Ich habe nach Bildern geschaut, von den Rommenhöller K.W.St.E Modellen Standort Eyach, welche Bilger damals hergestellt hat. Irgendwo müssten noch alte Prospekte in den Schränken sein... scratch
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Re: Rommenhöller-Wagen

Beitrag von lok1414 am Do 13 Aug 2015, 14:19

... und weiter geht´s. Im nächsten Schritt wird der Wagenkasten hergestellt.

Ein Piko-G09 wird in den Kasten und das Dach zerlegt ...:


... danach der Wagenkasten "nackich" gemacht:


... na? - wer merkt was mit dem Rahmen passiert ist? Oh, ist das Werkstatt-Personal schnell ...:


... so - oder so ähnlich - soll es dann mal später aussehen:
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Re: Rommenhöller-Wagen

Beitrag von maxl am Do 13 Aug 2015, 17:01

Feinarbeit vom Feinsten! Meinen ganz großen Respekt, Wolfgang! Schaut saugut aus! Gruß Michael (maxl)
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Re: Rommenhöller-Wagen

Beitrag von lok1414 am Fr 14 Aug 2015, 08:32

Da die Kohlensäurewagen keine Seitentüren zum Laden haben (und auch nicht brauchen) sowie die Verstrebungen anders angeordnet sind, mussten die Seitenwangen der Wagenkästen erst einmal "nackich" geschliffen werden ...


... danach war das Nachgravieren der "Verbretterung" angesagt:
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Re: Rommenhöller-Wagen

Beitrag von lok1414 am So 23 Aug 2015, 12:38

Eine Woche Urlaub hatte ich in den letzten Tagen eingeschoben. Eine Woche Entspannung pur an der Mosel und Alzette auf den Spuren des Erzbergbaus. ... und kaum eine Tag Zuhause geht´s wieder weiter.

An den Seiten des Gehäusekasten die Verstrebungen und an der Kopfseiten die Zugangstüren (zu den CO2-Flaschen) anbringen.





Nun noch ein paar Feinarbeiten am Fahrwerksrahmen, etwas Gewicht in den Wagenkasten einbauen, dann geht´s schon ans Zusammenbauen und Lackieren ....
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Re: Rommenhöller-Wagen

Beitrag von Babbedeckel-Tommy am So 23 Aug 2015, 20:32

Bericht in die "Bauberichte" verschoben Wink
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Re: Rommenhöller-Wagen

Beitrag von Posten 15 am So 23 Aug 2015, 21:40

Hallo Wolfgang,

interessannte Fahrzeuge baust du da zusammen! Die waren mir vorher garnicht bekannt!
Sehr schön, freue mich schon auf die Fortsetzung!

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Re: Rommenhöller-Wagen

Beitrag von lok1414 am Di 01 Sep 2015, 21:52

... Lackieren wollte ich das Gehäuse vor gut 10 Tagen um schnell weiter zu kommen ... schnell! ... eben schnell mal machen. Will sagen, es machte "quatsch" und die Farbe war "meterdick" auf dem Gehäuse ... Schei...

Acryllack kann man mit Wasser abwaschen - sagt man. Ist aber nicht so einfach. Viel Wasser, Geduld und eine Zahnbürste befreiten das Gehäuse von der überflüssigen Farbe. Danach war trocken angesagt - über einige Tage. Danach kam dann noch der Glasfaserpinsel zum Einsatz, dann war die Farbe zu 95% von den Wänden und aus den Rillen ... so konnte es bleiben.

Also auf ein Neues! Erst mit einem Pinsel ganz, ganz dünn die weiße Farbe aufgetragen, in mehreren Durchgängen ... und immer wieder gut durchtrocknen lassen. Wenn das Wetter besser wird - d.h. es trocken ist - wird ganz dünn nur noch genebelt.

Ich melde mich wieder mit Bildern vom Ergebnis.
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Re: Rommenhöller-Wagen

Beitrag von lok1414 am Do 03 Sep 2015, 14:13

Wie schon "angedroht", hier die Bilder aus der Farbenwerkstatt





Nach dem endgültigen Durchtrocknen geht es in die Schildermalerei zur Beschriftung.
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Re: Rommenhöller-Wagen

Beitrag von lok1414 am Sa 05 Sep 2015, 20:29

Das Fahrwerk ist aus der "Schildermalerei" zurück:





Die Beschriftung des Wagenkasten dauert noch ein wenig, da ein Schriftzug fehlt.
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