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Wikingerschiff Skuldelev 3 / Teil II

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Beitrag von maxl So 28 Sep 2014, 11:52

Danke für die Erläuterung, Steffan! Der Begriff "Segel reffen" schwirrte mir ja im Hinterkopf - aber nun weiß ich's genau! Um das Segel zu reffen, muss es also auf Deckshöhe herabgelassen und dann wieder hochgezogen werden. Sehe ich das richtig? Gruß Michael (maxl)
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Beitrag von Glufamichel So 28 Sep 2014, 12:18

Ich finde es einfach faszinierend, wie genial akribisch Steffan und Kurt diese Schiffe angehen. Und die gekonnte Alterung...
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Beitrag von Pirxorbit Di 30 Sep 2014, 11:02

Hallo, danke euch, heuet klemmte es etwas mit dem Weiterkommen... eigentlich wollte ich das Segel an die Rah anbringen. Dazu hatte ich ja schon zwei kleine Eisenringe an die Enden (Noken) vorbereitet. Da sollen die Ecken ran, passt auch wenn auch knapp. Man kann das Oberliek gut durchsetzten. (Man kann die Oberkante gut spannen) Das Segel wird dann noch mit kleinen Schlaufen an der Rah fixiert. Nur habe ich vergessen das die Ecken auch runter gezogen werden, da muss also noch eine zusätzliche Befestigung her. Eigentlich kein Problem währen da nicht die kleinen "Drachen", die ich da mal in einem voreiligen Moment hingemalt habe, im Weg. Die Rah muss also noch mal in die Werkstatt. Die Malerei gefällt mir eigentlich auch nicht mehr, sieht nach chinesischer Malerei aus... Da muss ich mir etwas neues einfallen lassen. Immerhin brauche (noch) ich keine neue Rah.
TiPP: Niemals eine Rah kürzen, bevor das Segel fertig ist. Stoff verhält sich recht eigenwillig.

LG Steffan
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Beitrag von Plastikschiff Di 30 Sep 2014, 11:22

Ich drück dir die Daumen, Steffan.
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Beitrag von Pirxorbit Di 30 Sep 2014, 15:00

Danke fürs drücken... eigentlich wollte ich heute gar nicht aber dann hab ich doch etwas versucht... eine neue Verzierung der Rah. Die Drachen ließen sich in ein par Sekunden einfach abkratzen...

Wikingerschiff Skuldelev 3 / Teil II - Seite 9 Img_6910
Wikingerschiff Skuldelev 3 / Teil II - Seite 9 Img_6911

Die Banderolen gehen jetzt ganz rum... Ich fand die Drachen ja nicht mehr so klasse, weil sie fand ich nicht in die Zeit passten, hab jetzt aber auch keine Vorlage gesucht, sondern frei mit etwas Floralem angefangen, zum Schluss sind dann auch noch ein par Runen dazu gekommen... hoffe das passt jetzt, außen sollte jetzt genug Platz zum Knoten sein...

LG Steffan
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Beitrag von Plastikschiff Di 30 Sep 2014, 15:43

Ob es jetzt gut ist oder nicht , das zu beurteilen kann und darf und will ich mir nicht anmaßen. Allein die Schönheit vermag ich zu beurteilen, sieht man an meinem Hildchen Wink .
Und ich finde das deine Arbeit sehr schön ausschaut.
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Beitrag von Cpt. Tom Di 30 Sep 2014, 15:46

Ich finde auch das die neue Verzierung sehr gut aussieht Steffan. Gefällt mir.....!!
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Beitrag von Pirxorbit Fr 03 Okt 2014, 18:08

... Danke Reinhard, Tom...

Heute habe ich das Segel an die Rah angeschlagen... hoffe das ich das nicht noch mal machen muss. Was für ein Gefummel... Klar hatte ich heute morgen nicht mehr genug Seil. Jedenfalls nicht von dem Dünnen. Dann habe ich noch eine Befestigung improvisiert, die Verhindert das die oberen Ecken nach unten gezogen werden....

Zwar noch nicht am Schiff aber da hängt es ...
Wikingerschiff Skuldelev 3 / Teil II - Seite 9 Skulde56
vorne
Wikingerschiff Skuldelev 3 / Teil II - Seite 9 Skulde57
hinten
Das Segel ist leicht aufgegeit (hochgezogen). Man kann es natürlich bis fast an die Rah hochziehen um das Segel schnell wegzunehmen ohne das es ins Wasser fällt.

die Rah und die Ecken...
Wikingerschiff Skuldelev 3 / Teil II - Seite 9 Skulde58
Wikingerschiff Skuldelev 3 / Teil II - Seite 9 Skulde59
Wikingerschiff Skuldelev 3 / Teil II - Seite 9 Skulde60

An der Nok ist außen der umwickelte Eisenring mit der "geteerten" Leine befestigt, dann kommt das Seil, das die Seitenlieken an der Rah hält. Sonst würde es nach unten weggezogen werden.
Wahrscheinlich muss ich die Bändsel und Knoten zum Teil noch an die richtigen stellen schieben... ein par Enden trotzen der Schwerkraft, aber für heute habe ich genug.

LG Steffan
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Beitrag von Jörg Fr 03 Okt 2014, 18:25

Sieht im Gesamteindruck richtig toll aus, Steffan ... man meint,
da wurde ein "richtiges" - also 1:1~ - Segel samt Rah fotografiert ... shocked

Gruß - Jörg - Wink
Jörg
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Beitrag von Pirxorbit Fr 03 Okt 2014, 18:46

Danke Jörg,

das kann ich gebrauchen... sicher hätte man das Segel einfacher machen können, aber je mehr ich im Netz nach Vorlagen gesucht habe je mehr "Extras" scheint es zu geben. Ist schon etwas anderes, wenn man vorher keinen Plan hat... jetzt brauche ich am Rumpf ein par neue Belegmöglichkeiten... Hätte man die schon alle vorher eingebaut währe es nicht so ein Gefummel... Das Boot ist jetzt ziemlich komplex geworden und es geht nur noch langsam weiter... 2 Monate für das Segel. Ich glaube es selber nicht. (Hatte auch nicht so viel zusammenhängende Zeit) So ein Segel muss damals richtig was wert gewesen sein...

LG Steffan
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Beitrag von Jörg Fr 03 Okt 2014, 19:06

Was zählt, Steffan, ist das überzeugende Ergebnis Deiner Mühe;
nach der aufgewendeten Zeit fragt am Ende niemand mehr ... Wink

Du hast Dir ja alles erst mühsam so nach und nach erschließen müssen;
für die alten Wikinger dagegen war das aktuelles Wissen und Können. Very Happy

Gruß - Jörg - Wink
Jörg
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Beitrag von Plastikschiff Fr 03 Okt 2014, 19:09

Hallo lieber Steffan,
du hast es gemacht. Und du hast es sehr gut gemacht. Die Malereien an der Rah sind richtig töll geworden. Wenn das Modell fertig sein wird weiss man sicher nicht wo man zu erst hinsehen soll. So wunderschön ist dein Modell.
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Beitrag von maxl Fr 03 Okt 2014, 19:24

Steffan - das Segel ist eine modellbauerische Spitzenleistung! Der Aufwand, die Zeit haben sich mehr als gelohnt. Ich kann mich nicht erinnern, so etwas schon gesehen zu haben... Gruß Michael (maxl)
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Beitrag von Pirxorbit Sa 04 Okt 2014, 09:27

Hallo Guten Morgen,

Danke euch für die netten Worte und euer Interesse. Bin selber froh das das Segel bald fertig ist und scheinbar passt... Das mit dem nicht wissen wo man hingucken soll finde ich auch etwas problematisch. Die elegante Form des Rumpfes geht etwas unter, wenn Segel und Mast aufgestellt sind. In einem Museum in Island haben die Aussteller beides getrennt. Der Mast und das Segel hängen diagonal an der Wand und der Decke hinter dem Rumpf. Die Lösung wurde wohl auch gewählt weil die Halle nicht hoch genug gebaut werden konnte.

Hier noch die Mittelschot, damit wird das Segel nach unten gezogen.
Wikingerschiff Skuldelev 3 / Teil II - Seite 9 Skulde61

Michael, noch zu Deiner Frage, ob die Wikinger immer das Segel runter genommen haben um zu reffen... Sieht fast so aus. Es gibt keine Möglichkeit in den Mast zu klettern wie bei späteren Schiffen. Allerdings, denke ich, die unteren Reffs bekommt man vielleicht auch eingebunden wenn die Rah nur etwas abgesengt wird, aber beim Oberen muss die Rah so weit runter das man ankommt.

LG Steffan
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Beitrag von Falco 2014 Sa 04 Okt 2014, 09:44

Guten Morgen Steffan,

dein Segel ist wirklich eine modellbauerische Spitzenleistung!!!  Very Happy  Very Happy  Very Happy
Das wird für mich später mal eine Riesenaufgabe, befürchte ich.
Selbst, wenn das Segel, das sie bei der Roar Ege in Roskilde benutzen, keine Geitaue hat, kann das Original sie doch gehabt haben. Verstehe gut die Schwierigkeit, im Netz entsprechendes zu finden.
Als ich in Roskilde war, sind dort auch noch andere Nachbauten von Wikingerschiffen gesegelt, die das Rick etwas anders aufgebaut hatten. Ich stelle mal zwei Fotos rein:

Wikingerschiff Skuldelev 3 / Teil II - Seite 9 Roskil19

hier sieht man den Einsatz der Geitaue gut:

Wikingerschiff Skuldelev 3 / Teil II - Seite 9 Roskil20

Damals sind wir auf einer kleinen Insel gelandet, wo auch die anderen Schiffe festgemacht hatten. Das Segel setzen ging bei denen dann recht schnell.

LG

Kurt
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Beitrag von Pirxorbit Sa 04 Okt 2014, 10:10

Danke für die Bilder, klasse. Das ist ja nicht gerade ein kleiner Wikinger. Ist mir auch schon aufgefallen das die Roar-Ege keine hat. Wahrscheinlich kann man die kleineren Segel noch ohne beherrschen. Kommt wohl auch auf den Wind an...

Da sehe ich doch gleich einen kleinen Fehler bei meinem Boot... hab die Blöcke für die Geitaue nicht dicht unter die Rah gehängt... jetzt kann man das Segel nicht ganz hoch ziehen... aber das lass ich so, geht ohnehin nicht so gut, weil der Stoff immer noch etwas zu dick ist.

Das muss ja eine interessante Reise gewesen sein. Very Happy

LG Steffan
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Beitrag von Plastikschiff Di 07 Okt 2014, 09:17

moin moin lieber Steffan,
schade das du nicht die Möglichkeit hattest mit Kurt zusammen diese Reise zu machen. Ganz besonders dein arbeiten am Segel finde ich faszinierend. Den BB des Schiffes habe ich jeider nicht mitverfolgt, ich kam zu spät. Was ich dem Kurt auch sagte, ihr beiden sei Schuld daran das es immer mehr unter uns gibt die sich für "die ollen Wickinger" und ihre Schiffe interessieren. Sicher ist das du mit deinem Wissen ein ganz besonders Modell baust. Eigendlich zu schade für eine Vitriene. So wie du mir/uns dein Wissen vermittelt has könntest du es auch z.B. in einer Schule ( z. B.Werkunterricht) machen.
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Beitrag von gipsy the barbet Di 07 Okt 2014, 13:26

Halo Steffan und Kurt
kleiner Tip an euch beide
im Neuen GEOLINO Spezial : Die Wickinger
findet ihr einige Interessante Bilder
ist zwar eher für Kinder gedacht, aber ihr könnt ja mal wenn ihr am Kiosk seit ein Blick reinwerfen Very Happy

LG
gipsy the barbet
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Beitrag von Pirxorbit Di 07 Okt 2014, 18:24

Hallo Reinhard,

Danke für die Blumen... na ja, ich in dieses Jahr nicht wirklich weggekommen, und zum Segeln ist es jetzt zu kalt, jedenfalls wenn es zum Vergnügen sein soll... Das mit dem Unterrichten ist nicht so mein Ding, glaube auch nicht das es viele Leute gibt die den Nerv hätten Modeellbau zu machen... schon gar nicht in der Schule.

... Hi Billy, hab gleich mal geblättert. (online) Danke, da sind ein par gute Artikel drin, aber ich bin im Besitz der Geo Epoche "Wikinger"-Ausgabe... nach den Bildern sind da die gleichen Artikel, nur für Kinder... Also ein gutes Heft. Ich kaufe eins für meinen Neffen... ach nee, der kann noch nicht lesen...


So nun mal weiter... Ich hoffe ich schaff das Segel, also richtig fertig. Jetzt fehlen noch die Reffbändsel, 20 Schnüre mit Stoppknoten (gähn) ....

Na ja, also bevor ich das Segel wirklich brauche muss der Rumpf fertig werden. Ein Problem mit dem ich mich schon einige Zeit rumschlage ist, wie haben die Wikinger ihre Schiffe trocken gehalten?
Die Schiffe waren ja oben offen, es gibt keine Abläufe oder wasserdichte Decks. Also muss jeder Tropfen Wasser der an Bord kommt wieder raus. Und das von Hand und eventuell schnell, besonders wenn eine Welle eingestiegen ist, liegt das Boot gleich ein par cm tiefer und die nächste kommt bestimmt. Wie haben die Wikinger das gemacht? Eimer gab es, Pumpen hab ich noch nicht gefunden, also nicht von den Wikingern... (Die Roar Ege hat eine Elektro-Pumpe in einem Kasten, die das Schiff stehst über Wasser hält) Dann habe ich ein Ösfaß gefunden, allerdings im Zusammenhang mit dem Nydam-Boot (ca. 400-600 n.C., steht in Schleswig und ist ein Ruder-Boot mit einer gewissen Ähnlichkeit zu späteren Wikinger-Schiffen)
Code:
http://de.wikipedia.org/wiki/Ösfass

Mangels Gegenbeweis hab ich das Ösfaß an Bord genommen.
Wikingerschiff Skuldelev 3 / Teil II - Seite 9 Img_7011
Wikingerschiff Skuldelev 3 / Teil II - Seite 9 Img_7010
Die Schaufel ist aus Lindenholz, der obere Griff ein Stück Bambus-Stengel aus meinem Wok-Besen, mit Garn umwickelt, der untere Teil ist aus Papier... Hab ich nicht anders hinbekommen, gebogen, gespalten und oben ein Loch durch. Hab Holz mit Dampf gebogen, nix und Buchenholz gesägt, zerbrochen, also hab ich dann eine Papierrolle mit Leim und Sekundenkleber gehärtet (Dank, an alle Papier/Karton-Modell-Bauer und im Besonderen an Michael) Ist jetzt nicht sooo Klasse geworden, aber es geht.

So und nun, wie schöpfen? Das Wasser sollte sich an der tiefsten Stelle in Rumpf sammeln, also da wo der Mast steht. Also in meinem Laderaum. Da liegen aber die Ballast-Steine. Zwischen den Steinen ist Schöpfen nicht einfach möglich. Es muss also etwas gegeben haben, was das Lenzen (Schöpfen von Wasser und nach Außenbords zu befördern) an der tiefsten Stelle möglich macht ohne die Seine wegzunehmen. Habe jetzt einen "Brunnen" gebaut, ein Gitterkäfig vor dem Mast. Gerade groß genug um die Schöpfkelle rein zu bekommen. Auch nicht "bewiesen", also nur eine These ...
Wikingerschiff Skuldelev 3 / Teil II - Seite 9 Lenzbr10
Die Gitter halten eine Spalte frei aus der man schöpfen kann. Später werden die Gitter wahrscheinlich komplett von den Steinen verdeckt werden.
Wikingerschiff Skuldelev 3 / Teil II - Seite 9 Lenzbr11
Oben geschützt und zusammengehalten duch einen Rahmen (Nieten und Finish folgen noch)
Wie geschrieben alles nur eine Annahme. Wenn jemand etwas von historischen Pumpen von den Wikingern weiss, bitte melden.
Sonst folgen noch Eimer... und gab es Schwämme, oder etwas ähnliches?

LG Steffan
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Beitrag von maxl Mi 08 Okt 2014, 10:05

Hallo Steffan - über das Problem des Schöpfens (wenn Ballast-Steine im Weg sind) habe ich noch nie nachgedacht. Was du als Lösung vorschlägst, klingt absolut plausibel! Die Schöpfkelle: Wieder mal Spitze! Gruß Michael (maxl)
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Beitrag von Plastikschiff Mi 08 Okt 2014, 10:43

moin moin steffan,
sorry das ich erst heute reagiere. Aber ich musste erst mal ne Nacht drüber schlafen. Deine Theorie mit der Schöpfkelle scheint im ersten Augenblick siche eine Möglichkeit. Beim zweiten Blick stelle ich mir die Welle vor, und dann die armen Teufel mit ihrem Schüppchen*. Meinst du nicht das es eine andere Lösung gegeben hat?

*wieder ein Detail in absoluter Spitzenleistung.
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Beitrag von Falco 2014 Mi 08 Okt 2014, 11:25

Hallo Steffan,
ist schon eine faszinierende Idee mit dem Gitter und der Schöpfkelle. Ich bezweifel aber, dass das in der Praxis funktioniert hätte. Weiß aber im Augenblick auch keine Lösung, muss noch ein wenig recherchieren.
Den Einwand von Reinhard - Schüppchen - kann ich gut nachempfinden. Es gibt bei flickr eine Reihe über Haithabu, in der der Nachbau des kleinen Beibootes des Gokstadschiffes vorgestellt wird. Dort gibt es ein Lenzfass, aus einem Stück Holz geschnitzt, das schon etwas größer ist. Es kommt auch zum Einsatz, da das Boot voll Wasser gelaufen ist.
Ich habe es damals bei meinem Nachbau des Beibootes auch aus einem Buchenholzstab nachgebaut.
Finde jetzt die Seite bei flickr gerade nicht, werde aber danach suchen.

LG

Kurt
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Beitrag von Figurbetont Mi 08 Okt 2014, 11:59

Hi Steffan, 

toll, an was du alles denkst.
Und die Ausführung wie immer erste Sahne.

...es gab zur Römerzeit schon Kolbenpumpen,
nach dem gleichen Prinzip wie unser Vorfahren
die hatten, mit ihren Schwengelpumpen.
Eigentlich kannst du da sicher sein, daß die Wikinger
diese auf ihren Schiffen hatten...600 Jahre nach den Römern.
Ich glaube so Pumpen wurden nur bei Bedarf rausgekramt und
dann in ein Loch in der Bodenbeplankung gesteckt.

ich schau auch mal nach.
Aber das mit den Pumpen in der Römerzeit ist eindeutig belegt.
Da gab es Riesenpumpen aus Metall und kleinere aus Holz/Metall.

liebe Grüße
vom Ossi  Very Happy
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Wikingerschiff Skuldelev 3 / Teil II - Seite 9 Empty Re: Wikingerschiff Skuldelev 3 / Teil II

Beitrag von Figurbetont Mi 08 Okt 2014, 12:15

ich hab grad nachgeschaut....

die älteste gefundene Pumpe nach dem hubkolbenprinzip
stammt von 250 v. Chr. Erfunden wurde das Prinzip 
in antiken Griechenland. Die Römer haben das Prinzip dann 
weiterentwickelt zu einer Doppelkolbenpumpe, die wesentlich 
leistungsfähiger war.
Dann teilt sich die geschichte.....nach der römerzeit ab dem 6. Jahrhundert
gerieten diese Art der Pumpen in den westlichen europäischen
Ländern in Vergessenheit bis zum 16. Jahrhundert wurde mit 
Schöpfrädern Wasser gepumpt.
Im oströmischen Reich und im nahen Orient gab es diese
Kolbenpumpentechnik weiterhin.
Vermutlich kannten die Wikinger durch ihre Handelsreisen
mit Ostrom diese Dinge sehr genau.


das hat mich dochmal interessiert.....
hab ich wieder was gelernt. 

liebe Grüße
vom Ossi  Very Happy
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Wikingerschiff Skuldelev 3 / Teil II - Seite 9 Empty Re: Wikingerschiff Skuldelev 3 / Teil II

Beitrag von Gast Mi 08 Okt 2014, 12:40

Hallo Wikinger !

Gestern entdeckte ich in der Hamburger Zentralbücherei-Liste ein neues Buch,daß sogar schon in der Filiale in meiner Nähe vorrätig war--ich also hin und eine 2014-Auflage von JOCHEN VON FIRCKS geliehen.Der Hinstorff -Verlag hat wieder etwas Besonderes herausgegeben.ISBN 978-3-356-01821-9.

Das Buch ist sehr klar strukturiert.Hergestellt und gedruckt in Germany !

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