Der lustige Modellbauer
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Tonnenleger Bussard.

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Tonnenleger Bussard.

Beitrag von Gast am Mi 20 Mai 2009, 13:07



...und schon naehert sich ein weiteres Schiff..



Aha,ein dampfbetriebener Tonnenleger...
Warten wir ab,ob wir ihn genauer zu Gesicht bekommen...


...und somit werden wir uns ein wenig genauer mit Schiff und Historie befassen.

Erstmal mit den technischen Daten:
Tonnenleger Bussard
Name: Bussard
Typ: Seezeichendampfer
Werft: Jos. L. Meyer Werft, Papenburg, Deutschland, Baunummer 203
Baujahr: 1905/06
Baukosten: 224.000 Goldmark
Flagge: Deutschland
Heimathafen: bis 1919 Sonderborg, dann Kiel, heute Kieler Schifffahrtsmuseum
Homepage: www.dampfschiff-bussard.de
Länge: 40,60 m
Breite: 8,10 m
Tiefgang: 3,30 m
Vermessung: 246,95 BRT

Maschine
3-Zylinder-dreifach-Expansionsmaschine, 540 PS bei 115 U/min
Kessel
Typ: Zweiflammrohrkessel, schottische Bauart, handbeschickte Kohlenfeuerung
Baujahr: 1946
Hersteller: Jos. L. Meyer Werft
Heizfläche: 124,25 m²
Rostfläche: 4,20 m²
Druck: 12 kg/cm²
Heizfläche: 124,25 m²
Rostfläche: 4,20 m²

Dann die Historie in Stichpunkten:

Schiffshistorie
· 1905 im Auftrag der Königlichen Wasserbau-Inspektion Flensburg auf der Meyer Werft in Papenburg mit Baunummer 203 auf Kiel gelegt
· ab 1906 in Sonderburg stationiert
· 1919 verlegt an den Tonnenhof nach Kiel verlegt, Einsatzgebiet östliche Ostsee
· auch als Bereisungs- und Versorgungsdampfer war die "Bussard" für das Feuerschiff "Fehmarnbelt" im Einsatz
· 1949 neuer Kessel wurde im Jahre eingebaut
· in den fünfziger Jahren mehrmals umgebaut.
· bis 1979 Start- und Zielschiff während der Kieler Woche auf der Bahn "Bravo"
· 1979 Außerdienststellung
· 2001 erster Versuch, die "Bussard" erneut in Fahrt zu bringen
· 2002 Wiederzulassung des Kessels
· 2003 erfolgte der Einbau einer neuen Schwanzwelle
· Mai 2005 die 540 PS strake Hauptmaschinesteht läuft wieder unter Dampf
· seit Anfang 2006 Fahrdienst als Tradidionsschiff


Tonnenleger Bussard, wie alles begann


Der Seezeichendampfer Bussard wurde im Auftrag der Königlichen Wasserbau-Inspektion Flensburg auf der Jos. L. Meyer Werft in Papenburg gebaut.

Mit der Baunummer 203 wurde der Bussard im Jahre 1906 abgeliefert. Für dieses Spezialschiff mussten 224.000 Goldmark bezahlt werden, für jene Zeit eine stattliche Summe.

Zunächst war der Bussard in Sonderburg stationiert, als erster Kapitän war Herr W. Petersen aus Sonderburg an Bord tätig. Ab 1919 wurde der Tonnenhof nach Kiel verlegt, der Bussard war seit dem auch in Kiel beheimatet. Die östliche Ostsee
war das Einsatzgebiet des Schiffes.
Als Bereisungs- und Versorgungsdampfer war der Bussard für das Feuerschiff „Fehmarnbelt" im Einsatz. Dabei wurde Proviant, Wasser, Brenn- und Treibstoffe sowie Ersatzteile transportiert, auch das 14-tätige Auswechseln der Besatzungen war eine Aufgabe. Mit seinem Schleppgeschirr konnten die Feuerschiffe auf Station geschleppt werden.

Aber die Hauptaufgabe war das Auslegen, Einholen und Bergen von Tonnen. Die Tonnen wurden dann kontrolliert und wenn nötig auch an Bord instand gesetzt. An den Tonnen wurden auch die Ketten und Laternen geprüft. Da damals die Laternen mit Gas betrieben wurden, musste auch der Gasvorrat gemessen und gegebenenfalls nachgefüllt werden. Dazu hatte der Bussard einen Gasvorrat von ca. 43qm3 an Bord. Diese Tanks wurden dann aber 1943 ausgebaut.

Ein neuer Kessel wurde im Jahre 1949 eingebaut. Der Kessel wurde von der Jos. L. Meyer Werft in Papenburg geliefert und eingebaut.
In den fünfziger Jahren wurde der Bussard mehrmals umgebaut. So wurde die Brücke vergrößert und eine Funkbude aufgesetzt. Unter Deck wurden die Räumlichkeiten für die Besatzung verbessert. Eine neue Messe wurde auf dem Achterdeck gebaut.

Der Bussard in den dreiziger Jahren
Allgemein bekannt wurde der Bussard dann auf der Kieler Woche als Start- und Zielschiff auf der Bahn „Bravo". Die weithin sichtbare Rauchfahne war für die Segler ein sehr hilfreicher Indikator für die Windrichtung. Bis 1979 wurden diese Fahrten durchgeführt.
Eine ganz normale Arbeitswoche an Bord begann am Montagmorgen. Der Kapitän traf sich mit den Zuständigen vom Tonnenhof um den Wochenplan zu besprechen.

In der Maschine wurden die Vorräte an Schmierstoffen und Ersatzteile für den laufenden Betrieb übernommen. Das Frischwasser für den Bordgebrauch wurde gebunkert. Benötigtes Material für die Instandsetzung der Tonnen sowie auch neue Tonnen wurden verladen. Alle zwei Wochen wurden die Kohlevorräte aufgefüllt. Normalerweise waren es 50t Kohle, die insgesamt in die beiden Bunker gefüllt wurden. Der Heizer machte wieder Feuer im Kessel und fuhr langsam den Dampfdruck nach oben während der Koch zum Einkaufen das Schiff verließ. Bei kalten Kessel musste 30 Stunden vor Fahrtbeginn angeheizt werden. Bei voller Fahrt hatten die Heizer gut was zu tun. Ca 400kg Kohle mussten geschaufelt werden um den Leitenden Ingenieur genügend Dampf zu geben.

Am nächsten Tag war dann um 09:00 ablegen vom Tonnenhof in Kiel. Abends wurde dann geankert oder ein Hafen angelaufen. Am Freitag ging es dann wieder zum Tonnenhof nach Kiel zurück.

Die hohen Betriebskosten für den Bussard waren der Hauptgrund für die Außerdienststellung im Jahre 1979. Neue, modernere Schiffe übernahmen die Aufgaben des Bussards.


Eine Gruppe von ehrenamtlichen Dampfschifffreunden startete 2001 erneut den Versuch, den Bussard in Fahrt zu bringen. Ein Jahr später wurde der Kessel, das Herzstück eines Dampfschiffes, vom TÜV wieder zugelassen, während der Werftzeit 2003 erfolgte der Einbau einer neuen Schwanzwelle. Nach weiteren Arbeiten rund um das Schiff lief auch im Mai 2005 die Hauptmaschine, eine dreifach Expansionsmaschine mit 540PS, wieder mit Dampf. Die Rumpfuntersuchung während der Werftliegezeit Anfang 2006 bei der Lindenau Werft in Kiel verlief positive, die Plattenstärke wurde bis auf zwei kleine Punkte eingehalten. Der sich 2005 gegründeter Verein „Dampfer Bussard e.V." kümmert sich um die weiteren Instandsetzungen sowie um den späteren Fahrbetrieb des Schiffes. Der Bussard ist als Traditionsschiff von der GSHW zugelassen und kann mit 50 Personen in See stechen.

Baujahr: 1905/06
Bauwerft: Meyer Werft Papenburg
Baupreis: 224.000 Goldmark
Auftraggeber: Königliche Wasserbau-Inspektion Flensburg
Heimathafen: bis 1919 Sonderborg, dann Kiel

Vermessung: 246,95BRT
Länge: 40,6m
Breite: 8,10m
Tiefgang: 3,3m


Bussard mit Tarnung im 2. Weltkrieg.


Bussard als Schlepper und Eisbrecher.


Text u Bilder teilweise von:

Dampfer Bussard e.V.

www.dampfschiff-bussard.de


Heute liegt sie an der Museumsbrücke des Kieler Stadt- und Schiffahrtsmuseums.
Fotograf:Helmut Seger.

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Re: Tonnenleger Bussard.

Beitrag von John-H. am Mi 20 Mai 2009, 15:44

Der Pott hat ja ne bewegte Geschichte!!!

Schöne Bilder Helmuth!!! Bravo
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Re: Tonnenleger Bussard.

Beitrag von Gast am Mi 20 Mai 2009, 16:01

WHV hat die Bussard im Programm.

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Re: Tonnenleger Bussard.

Beitrag von Frank Kelle am Mi 20 Mai 2009, 19:52

Danke für den Hinweis Joe, ich wollte gerade fragen... ich wusste nicht mehr WER das Schiff im Programm hat, nur DAS es ein Model davon gibt
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Re: Tonnenleger Bussard.

Beitrag von Gast am Mi 20 Mai 2009, 21:25

Das Foto mit der Kriegstarnung hab ich extra ausgewaehlt..als Beweis,welche Fantasie damals geherrscht hat...erinnert mich an das Tarnschema,was JSC bei der Tirpitz verwendet hat.Also,so uebertrieben war das gar nicht. shocked

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Re: Tonnenleger Bussard.

Beitrag von kaewwantha am Mi 20 Mai 2009, 22:40

Hallo helmuth,
das sind auch wieder sehr tolle Bilder, genauso wie die Geschichte über das Schiff.
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Re: Tonnenleger Bussard.

Beitrag von John-H. am Mi 20 Mai 2009, 22:49

Helmuth Lubos schrieb:Das Foto mit der Kriegstarnung hab ich extra ausgewaehlt..als Beweis,welche Fantasie damals geherrscht hat...erinnert mich an das Tarnschema,was JSC bei der Tirpitz verwendet hat.Also,so uebertrieben war das gar nicht. shocked

Aber deswegen sieht die Tarnung nicht minder sche.... aus!!! 😢
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Re: Tonnenleger Bussard.

Beitrag von Gast am Do 21 Mai 2009, 07:49

Tolle Bilder Helmuth und auch die Geschichte dazu, rundet einfach alles ab!!!

aber die Tarnung evil or very mad heute wird man bestraft wenn man etwas so beschmiert Twisted Evil

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Re: Tonnenleger Bussard.

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