Der lustige Modellbauer
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Der Bahnhof Munkedal

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Der Bahnhof Munkedal

Beitrag von Jürgen(S) am So 03 Nov 2013, 20:26

Der Bastelbogen „ Bahnhof  Munkedal" 1:45
Teil  1 Voraussetzung für den Bau            
Wie auf den Umschlag angegeben, so gebraucht man einen PC mit WIN98, Schreibprogramm WORD, und für Fotos und Bastelbogen Ausschrift  ein Bildbehandlungsprogramm, Typ PHOTO – PAINT. Für die Ausschrift  im Maßstab 1:45  einen   A-3  Schreiber, für alle anderen  HO bis Z  einen A-4 Schreiber.
Als erstes schlagen wir vor das du folgende Seiten ausschreiben tust .
Mjskala.TIF
Dokum1.TIF
Munkmo13.TIF
Diese Angaben sind für den CD – sonst kopieren (ist alles kopiefrei)
Ich verwende  für unsere Bastelbogen  170 bis 200g Papier ,
Bekannte dich mit den Bastelbogen, indem du Dokum1.tif betrachtest. Seiten mit 1x werden 2 mal gebraucht, xxx bedeutet 4 mal ausschreiben usw.
Folgende Blätter, 10,11,12,15 und 19 werden vor dem ausschneiden mit 170g Papier verstärkt (auf die Rückseite kleben, jedenfalls bei den größeren Maßstäben) da es die Außenseiten sind.
Wenn alle Seiten ausgeschrieben sind, sollte man überlegen soll es mit Inneneinrichtung sein?
Soll Beleuchtung vorkommen. Wir schlagen vor  ja, gern auch hier hat Conrad Elektronik billige LED´s , die man nie tauschen braucht . Also, bevor später die Wände verbaut werden an das Licht denken.
Die Bildersammlung Munkmo 13.tif zeigt  Bilder Sequenzen vom Bau des Modells.
Und nun brauchen wir noch einen stabilen Boden, gerne 6 –10 mm Spanplatten.
Nun geht es los.
Baut man in den kleineren  Baugrössen, oder ist nicht so händigt  , sollte man nicht die Fensternischen verwenden von Blatt 14 , und dann nur die Fensterpartien ausschneiden , und später mit Overheadfolie hinterlegen und einkleben .Das gebraucht man auch für die Seite 1  , Bushalteplatz , und unterteil vom  Telefonkiosk .
So jetzt alles ausschneiden , falzen und Biegen  und Fensterteile  einkleben ,siehe Bild Munkmo12.tif .
Dann wird Blatt 3 , der Grund auf die Bodenplatte geklebt ,wo du ersehen kannst , wo Außenwände und Innenwände stehen sollen . Wenn dieses fertig ist , schaue Bild Munkmo1.tif an , hier sind Vorschläge für die Einrichtungen , man nehme was man hat  , die Bänke in der Wartehalle sind u.a. auf Blatt 31 , welche später auch für den Aussenbereich sind  .
Nicht zu vergessen , Ausschmückungen  wie Blumen im Fenster , ein paar Personen ,Reklame usw. Wird Blatt 3 nochmals verwenden für den Boden in der ersten Etage .
Als nächste Bauetappe  Kommen die Dachstühle   Blatt 24 ,die enden werden zu einem 4 Kant Rohr   gefalzt  , bei kleineren Maßstäben  können auch Holzstäbe angewandt werden . Erst werden die Dachstühle von den Endgabeln bis zum mittleren Ausbau eingeklebt, dann werden die kleinen Räume Blatt 7,8,9 unter die Dachstühle eingebaut gegen die Endgabeln, wonach der Einbau der Zwischenwand  Blatt 25  folgt.   Für den Fußbodenbelag ist Blatt 2 vorgesehen.
Siehe auch  Foto 10 . Im Mitteil wird aus Resten jetzt ein Zwischendach eingebaut, auf welchen du dann die restlichen Dachstühle  vom Blatt 26 montieren kannst.
Bevor jetzt an die Dacharbeiten rangehst werden erst noch die grünen Endteile außerhalb der Wände   an die Dachstühle geklebt, da hier ein kleiner Knick im Dach ist . (Bild 9) Bevor dann die Dachziegel draufkommen erst noch ein paar Längsstreifen in Längsrichtung kleben wie aus Bild 5 ersichtlich.
Die Dachziegel haben etwas plus , da es nicht immer leicht ist im rechten Winkel zu Bauen . Als letztes wird dann der Schornstein von Blatt 17 gebaut. Blatt 18 ist Reserve, falls man einen anderen Bahnhof als wie Munkedal Bauen will,  Wie wir in der Historie Beschreibung darauf hinwiesen, so gab es 16 Bahnhöfe nach dem Vorbild Munkedal, doch bei manchen waren die Fester etwas anders  
Der Extra Ausbau, die Lagerhalle in Munkedal
Abweichend bei den 16 Bahnhöfen sind zum Beispiel  die verschiedenen zubauten, wie die Lagerhalle in Munkedal. Wie das aussieht ist auf Foto 8 zu sehen. Zur Schienenseite ungleich ein kleiner Ausbau für das Stellwerk  , und wenn man mit Fensterverglasung baut , so sind auf Blatt 6 verschiedene Zubehör , wie das Stellwerk Kästen usw.
Der Vorgang ist ähnlich, wie beim Hauptgebäude, erst kommt das Grundstück Blatt 4 , wird auf die Bodenplatte geklebt , wo du ersehen kannst , wo Außenwände und Zwischenwände hinkommen .
Außenwände sind auf Blatt  16, und der Fußboden auf Blatt 5. Auch hier erst alle Wände montieren, dann an die Inneneinrichtung denken. Auf Blatt 6 ist auch ein Paketwagen, der im Original hier im Museum ist. Diesen Trick kann man auch mit anderen   Einrichtungen verwenden, sogar bei / mit Personen. Einfach fotografieren, dann im Bildbehandlungsprogramm spiegelwenden, wie es bei älteren Bastelbögen war , und dann einkleben , denn bei Einrichtungen kann man oft nur von 2 Seiten sehen .
Wenn die Einrichtungen fertig sind, wird aus Papierresten, streifen  im Zwischendach eingeklebt, siehe Foto 8 , kopiere Blatt 4  noch einmal und klebe es als Zwischendach ein . Hier kommen dann die Dachstühle drauf. Wie es auf Foto 7 ersichtlich ist , auch hier dann auf die Dachstühle wiederum aus Papierresten zur Versteifung Streifen kleben  ( wie beim richtigen Hausbau )  Zuletzt kommt dann das Dach  laut Blatt 30 .
Das Resultat dürfte  dann aussehen wie es auf Foto 1,2,3  bei unserem Model im Maßstab 0 aussieht .
Mit ein bißchen Fantasie  werden jetzt die restlichen Kleinteile angebracht , Dachrinnen , Rohre , Bahnhofsuhr , Beleuchtung  usw. Die Uhr ist auf Blatt 6 ,kann ja auch in 0 mit richtiger Uhr gemacht werden , was oft als Geschenk beim Kaffe Kauf oder dergleichen erhältlich ist . Dachrinnen und Rohre im Zubehörladen, wie z.B. von Auhagen  und anderen Firmen, oder auch runde  Holzleisten  die billig im Blumenladen erhältlich sind.
Auf Blatt 29  ist auch ein alter Typ des Schwedischen Telefonkiosk zu sehen. Zuletzt kommen dann noch  die Steinbelegung  was sehr typisch hier in Bohuslän war, dies ist auf Blatt 32 . So wir wünschen viel Glück beim Bauen.
Und jetzt zu den Bildern
































































Viel Spass beim Bauen ,und so sieht er fertig aus

Wenn es erwünscht ist kann ich einen Folgebericht machen über Vorbild dieses Bahnhofes und der Bohusbahn.
mfG
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Re: Der Bahnhof Munkedal

Beitrag von Jörg am So 03 Nov 2013, 22:22

Hallo Jürgen,
ein umfangreicher, offenbar sehr anspruchsvoller Bogen ... Bravo
- ich nehme an, sogar eine Eigenentwicklung?
Die vorgestellten Bilder der einzelnen Bögen sind aber
in dieser Form für Interessenten nicht direkt ausdruckbar ...
glaube ich ... scratch 

Auf Deiner Anlage ist der Bahnhof jedenfalls - immer wieder - sehr schön anzusehen! Very Happy 
Das weckt selbstverständlich die Neugier auf einen Folgebericht zum Vorbild! Beifall
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Re: Der Bahnhof Munkedal

Beitrag von Jürgen(S) am So 03 Nov 2013, 22:50

Hallo Jörg
richtig oder ? Natürlich nicht so ausdruckbar für Spur 0 , das würde mit erlaubter Bildgrösse nicht möglich sein .
Ich hatte Frank schon mal eine CD geschickt , wo auch ersichtlich ist wie man die Bilder mit welcher % Satz ausdrucken kann für die Spurweiten 0 bis N .
Ihr Moderaten könnt ja mal diskutieren -wenn interesse von den Mitgliedern ist -wie man es den Mitgliedern die Interesse haben es anbieten kann - CD Kopieren zum selbstkostenpreis (oder sponsring fürs Forum ) ist für mich OK ...
Der Folgebericht kommt - im nächsten Beitrag.
mfG
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Re: Der Bahnhof Munkedal

Beitrag von Jürgen(S) am So 03 Nov 2013, 22:58

Teil  1 Historik       zusammengestellt  von Jürgen Boldt

Die Landesbahn „ Bohusban „ ist eine einspurige Hauptstrecke in Schweden zwischen Göteborg  bis fast an die Norwegische Grenze . Politisch, historisch betrachtet hatte man hier aber ähnliche Probleme wie im norddeutschen Land Schleswig – Holstein, wo zwischen Hamburg und der dänischen Grenze das dänische Königshaus einen großen Einfluss bei dem ersten bauten der Eisenbahn hatte, man durfte nur an den Küsten bauen, aber keine Querverbindungen zwischen der Nord und Ostsee. Das würde Einfluss auf die dänische Schifffahrt haben.

Ähnliche politische Betrachtungen gab es auch hier, wo wechselweise die Dänen und die Norweger vorhaben im landesteil Bohuslän beeinflussten. Seid dem man auch hier Bahnstrecken baut hat man diskutiert ,eine Verlängerung nach Norwegen zu bauen , doch der kürzeste Weg ist nicht immer politisch der richtige Weg .

Und in dieser Hinsicht hat sich auch nichts geändert im Jahr 2000,mit der heutigen Macht über die Steuergelder wird viel verschleudert was dem einem Transport weg unter die Arme greift, trotz das mit gleichen Voraussetzungen die Bahn als Transportweg nur die Hälfte kosten würde.

Nun dieser Artikel soll ja ein bisschen über die Bohusban abhandeln, und nicht politischen Wahnsinn.
Ein Rückblick,

1856  Baute man hier in Schweden die erste Eisenbahn.

1867  Aber die  erste Schmalspurbahn hier. Zwischen  Uddevalla, Vänersborg  und Herrljunga.  Der erste Bahnhof in Uddevalla war daher im Hafen, wo heute ein Museum ist, aber leider nichts über Eisenbahn hat. Später wurde diese Bahn dann auf Normalspur umgebaut, wie man die Bohusban baute, die zwischen Göteborg und Strömstad gehen sollte. Doch diese U V H J  Bahn Linie hatte nur ein paar km Bahnstrecke in Bohuslän und betrachtest daher nicht als Bohusban.

1895    wurde eine andere Schmalspurbahn eröffnet, die U L B, Lelången Bahn   ging von  Uddevalla aus in Richtung Dalsland und verließ nach ca.  10 km das Bohuslän .Auch  deshalb   keine Bohusban, am 26.9.1964 ging hier der letzte Schienenbus von der Serie   Y b o 5 p. Der gleiche Typ geht heute noch bei der Museumsbahn der A G J.

1895     Wurde auch die andre Schmalspurbahn  in Munkedal eröffnet. Am 10.11.1893 hatte   man die Konzession erhalten für die Papierfabrik eine Bahn anzulegen, die sogar   elektrisch  betrieben werden könnte. Doch das hat man nie durchgeführt. Dahingegen   war es die erste Private Eisenbahn in Bohuslän. Auch diese 600mm Bahn wurde in  50ziger Jahren noch auf Normalspur umgebaut. Auch hier endete der Betrieb 1965.

1983wurde doch der Museumseisenbahn Klub  MJK gegründet  und seid dem hat jeden Sommer wieder der Dampfbetrieb sein Leben auf der ehemaligen 600 mm Bahn gehalten .

1898   wurde von dem Reichstag beschlossen, das man die Bohusban bauen sollte, hier gibt es zwar  verschiedene Angaben, bei der Kulturverwaltung von Tanum kam man mit einer Feierschrift  1983 heraus  und meinte der Bau  begann am 3.3.1899 mit der Privatbahn von Strömstad  nach Skee , als man 1982 von der Kulturbehörde in Stenungsund anlässlich der 75 Jahresfeier  eine Schrift herausbringt , wird da festgelegt , das man am 1.3.1901 den ersten Spatenstich machte , und hier meint man den Reichsbahnteil der Bohusban zwischen Göteborg und Skee . Da dies auch in anderen Publikationen hervorgeht kann man wohl meinen, das dies der richtige Stichtag ist.  

1909  Wurde endlich die Bohusban den Betrieb übergeben, und zwar am 3.6.1909, konnte man durchgehend von Göteborg  nach Strömstad fahren. Aber schon am 16.12.1903  war die Bahn fertig vom Norden (Strömstad) bis nach Uddevalla, und zu dem Zeitpunkt musste man dann mit der  U V H J  nach Herrljunga fahren , um per Eisenbahn Göteborg zu erreichen .( das heißt fast wie heute, denn seid 1983 gehört die Bohusban der Landesverkehrsgesellschaft  Västtrafik  , und der Endbahnhof der SJ ist Uddevalla mit der Strecke über Trollhättan .

1910  hat man noch viel vor  , eigentlich schon seid der Mitte von 1800  . U.a. wollte man mehrere Strecken bauen, die die Bohusban kreuzten sollte.  Hogstorp –Küste, Munkedal – Frändefors, Munkedal – Ed – Billingsfors , Strömstad – Ed  , Dingle – Lysekil , aber alle Pläne , verbleiben nur Pläne

1913   wird doch eine weiter Linie eingeweiht. Die Lysekilsbahn  findet Anschluß nördlich von Munkedal   bei Smedberg, doch der Personenverkehr hört schon auf 1983 wie die neuen Verkehrsgesellschaften  Bohustrafik  von den Politikern erfunden wird .( Wie über all, es ist besser mit 3 Busse zu fahren als wie mit einem Zug.)

1936  hatte man noch volles Vertrauen zur Eisenbahn, die Schienen  Model 1896 werden aus- getauscht und mit 40,5 kg Schienen ersetzt .

1939   wird Bahn noch elektrifiziert erst bis nach Uddevalla  und bis Anfang 1950 auf dem  Rest  ,auch die Lysekilsbahn , welche jetzt zur Bohusban gehörte .  Dann  begann doch die Aufteilung der SJ , und die Einführung der Verkehrsgesellschaften , hier erst die Bohustrafik Gesellschaft und jetzt die Västtrafik Gesellschaft . Nur die Schienen verblieben bei einer neuen Abteilung der SJ, die Banverke.

1983     nahm Bohustrafik Form an, es wurden neue Bus Terminals gebaut , wie in Uddevalla , der ZOB „ Kampenhof „ doch ohne direkten Anschluss zur Eisenbahn . Viele Politiker wollten nochmals das Rad erfinden, wo viele Steuergelder verschwanden, ohne das eigentlich was nützliches oder neues dabei herauskam. Dahingegen schaffte man  Fahrpläne die wohl mehr für  Michael Schuhmacher gedacht waren , aber nicht für einen fungierenden  Kollektivverkehr   .
Teil 2: Die Bahnhöfe der Bohusban.
Wie bei dem Teil 1, Historik der Bahn, so fing man auch mit dem Bau der Bahnhöfe  im Norden an, in der Zeitspanne von 1901 bis 1908. Und das interessante war , das ursprünglich 16 der 20 Bahnhöfe mehr oder wenig nach den gleichen Unterlagen gebaut wurden. Man kann heute sagen, der Grundtyp steht heute noch in Munkedal  .Abweichend hiervon sind folgende Bahnhöfe: Endbahnhof Göteborg, wo mehrere Strecken zusammenlaufen, typisch für die Gründerzeiten  als Sackbahnhof.

Nächster Kreuzbahnhof ist Uddevalla , Übergang zu den Linien ULB,UVHJ ,SJ ,Smedberg  Übergang zur Lysekilsbahn , welche am Anfang eine Privatbahn war.
Daher sind auch die Haltestellen der Lysekilsbahn von anderen Architekten. Der 4 Bahnhof der nicht in das Konzept passt, ist der Bahnhof von Strömstad (etwas spanisch inspiriert), und somit der Endbahnhof ist, am Anfang aber zu einer Privatbahn  gehörte.

Alle anderen Bahnhöfe sind nach dem Grundtyp in Munkedal gebaut ( siehe auch unsern Bastelbogen ) Zwar hat man mal Fenster , mal Türen geändert , und auch verschiedene  Räumlichkeiten für Lager usw. dazu gebaut  , das kann man in der Fotomappe ersehen .  

Mehrere Haltestellen  werden schon zwischen 1965 bis 1969 geschlossen, u.a. Skee, Överby, Kragenäs, Orrekläpp und Hogstorp. Hogstorp wird sogar 1983 abgerissen, trotz das die Spuranlagen ende der 60ziger Jahre als Reserve Anlage zum aufstellen von Güterwagen für Uddevalla gebraucht werden.
Der Abbau geht weiter, und zwischen 1964 bis 1975 werden folgende Bahnhöfe geschlossen, Rabbalshede, Hällevadsholm, Trättelanda, Smedberg, Saltkällan und Torsberg. Auch wenn die SJ mit dem Abbau begann , so kommt die große  Vandalisierung dieses Kulturerbes  mit dem Einzug der Landes Verkehrsgesellschaften   und der Aufteilung der SJ in Produkteinheiten .

Die Politiker hatten vollauf zu tun um das Rad noch mal zu erfinden, und man vergaß die Koordinierung der verschiedenen Verkehrsträger.

Wie ging es weiter mit den Bahnhöfen?
Da jetzt die meisten Bahnhöfe der Banverke zugeordnet waren (in gewissen Fällen der SJ –Produktion „Gebäude“) und nicht einmal Geld vorhanden war für den Unterhalt der Bahn, so wurden Häuser einfach abgerissen, oder vermietet
Scheußliche Beispiele gibt es, wie z.B. Ljungskile Bahnhof mit scheußlicher Reklame, zugenagelte Fenster usw. Und schon gar nicht wollen wir über die Bahnanlagen und Schienen sprechen, man könnte glauben, hier ist schon seid Jahrzehnten kein Zug mehr gegangen, manchmal sieht man keine Schienen mehr im Grünen.
Nur Munkedal  sieht wirklich noch aus, wie zu guten alten Zeiten, und das letzte mal wurde hier 1998 vieles erneuert und restauriert.
Dahingegen ist es mit der Bemannung, wie auch überall anders, und zeigt klar und deutlich auf die Nachteile der Aufteilung der SJ. Jeder macht nur das, was er glaubt machen zu müssen – also keine Zusammen Ordnung.
Ganz deutlich ist das in der Provinzhauptstadt  Uddevalla, besonders seid dem man ein neues Terminal 10 km nördlich von Uddevalla ( bei Torp) gebaut hat (natürlich nur für Busse ) hier halten die Lang Fahrt Busse Typ Göteborg – Oslo , Berlin – Oslo usw.  Der arme reisende der von Uddevalla nach Berlin will, muss schon wirklich wissen was er will, geht er zum Bussterminal der Västtrafik, erfährt er nur was da geht, Eisenbahn (SJ) , da muss er schon zum Bahnhof gehen  , fragen Sie aber nicht nach Berlin oder Kopenhagen , da hört die Welt in Göteborg auf . Und diese giere hat natürlich auch dazu beigetragen , das diese Terminals auch nicht mehr andere , für den reisenden wichtige Abteilungen haben . Die Taxizentrale, sowie Touristeninformation  sind abgezogen, weil die Miete zu hoch war, der Bahnhof liegt einen guten Kilometer weg  und das Resultat, man nimmt lieber das Auto. Überall  das gleiche Bild, und ein solcher Blödsinn wird auch noch mit Steuergeldern finanziert.
Sollte ein Privater seine Anlagen so verwalten , hätte man schon längst eine Zwangsverwaltung eingeführt .
Hier ist keine Rede von gesunder ökologischer Verteilung  der Steuergelder. Allein die Kosten der neuen Autobahnbrücke bei Uddevalla hätte den Ausbau der Bohusban zu einer zweispurigen Hauptbahn nach Norwegen finanziert , und wahrscheinlich den Ausbau der Autobahn (E-6) in seiner jetzigen Planierung ein Fragezeichen gesetzt. Es geht ja in Österreich und der Schweiz, auch hier ist 75% der E-6 reiner Transitverkehr nach Norwegen. Mit einer gesunden Verteilung hätte es wahrscheinlich für Eisenbahn und Strassenausbau gereicht.
1992    wurde der Bahnhof von Uddevalla nochmals restauriert, für eine Summe von 7 Millionen Kronen, abgesehen der Ausschmückung von Munkedal, und den Austausch einiger Brücken, so sind bei der Bohusban die Gelder ausgeblieben  für einen attraktiven Verkehrsträger.
















Wenn es gefallen hat - kommt im nächsten Teil ein Bericht über Unfälle auf der Bahn und welche züge da fuhren .
mfG
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Re: Der Bahnhof Munkedal

Beitrag von Jürgen(S) am So 03 Nov 2013, 23:13

Teil 3 Unglücke

Das größte Unglück ist ja die Aufteilung der SJ und Bildung der Verkehrsgesellschaften, aber reine Eisenbahnunglücke, sind zum Glück sehr sparsam auf der Bohusban. Hin und wieder natürlich an den Bahnübergängen, oft schlecht abgesichert aber zum Teil auch eine Portion von Unachtsamkeit der Autofahrer, und das bezeichne ich nicht als reines Eisenbahnunglück.
Dahingegen habe ich durch Einsicht in Protokollen, des öfteren sehen können , das Entgleisungen, oft auf Industriespuren, Hafenspuren, Zeitungsrubriken machen können.
Dies ob mal durch geringe Geschwindigkeiten nur geringer Sachschaden entsteht, so kann man es auf der ersten Seite von Zeitungen finden.
Das täglich Lastautos die E-6 blockieren, weil Sie in Graben gefahren sind oder dergleichen, trotz Autobahn,- gibt knapp eine Notiz .
Sollte man nur ein zehntel der Strassenbaukosten für den Unterhalt der Bahnanlagen geben , und damit die Schienen besser unterhalten, würde nicht in den Protokollen stehen:“ zu breite Spur , Schlechte Schwellen usw.“ So einen Teil kann man der Media zuschreiben, den Rest den Politikern. Oder liegt das an der besseren Marketing im Wegbauwesen?
Ich habe mehrere Archive durchgekämpft, und dabei in diesen hundert Jahren nur 2 richtige Eisenbahnunglücke finden können.
Und diese waren in der modernen Zeit, und ich habe sie selber folgen können.
Freitag der 8 Juli 1977, war ein Schwarzer Tag. Am Morgen gegen 6.55 kollidierten ein Güterzug und ein Personentriebwagen 5 km östlich von Uddevalla auf der Strecke nach Öxnered. 2 SJ angestellte kamen dabei ums Leben. Im übrigen viel Sachschaden. Man glaubt, das es daran lag das man eine Verwechslung zwischen Winter und Sommer Fahrplan vorkam.

Bilder vom Unglück. Heute mit dem ATC System wäre wohl auch das nicht passiert.
Zur Zeit des zweiten Unglückes 1987 hatte ich gerade das Glück, eine freiwillige Extralehre bei den Banverken in Öxnered zu machen, um mehr über das SJ Signalwesen zu lernen , und ich muss schon sagen , das ich imponiert war , über das können der Fachleute bei der SJ (so auch wenn ich mich vorher kritisch über die Banverke geäußert habe , so gilt das nicht dem Personal , sondern mehr der politischen Akzeptanz )
Wie ich morgens kurz vor sieben durch Uddevalla mit dem Auto nach Öxnered fahre, habe ich zur linken Seite auf der Bahn einen von diesen Paprika Zügen (X-9) und wir kommen gleichzeitig nach Öxnered, wo auch die Werkstätte der Signalabteilung der SJ waren. Ich hörte ein heftiges einbremsen des Zuges und dann einen Bums. Das Unglück war ein Faktum. Der X-9 war in der Schienen Kreuzung mit einer Rc –Lokomotive zusammen geknallt . An diesem Tage bekam ich Urlaub um das Unglück zu dokumentieren.






500 m vom ehemaligen Museum -eine Sonnenkurve
gleich kommt der letzte Teil
Züge der Bohusbahn
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Re: Der Bahnhof Munkedal

Beitrag von Jürgen(S) am So 03 Nov 2013, 23:23

Teil  4    Züge auf der Bohusbahn



Auch hier verweisen wir auf die Fotomappe , wo wir zeigen was sich hier in den letzten Jahren so abgespielt hat . Von den Oldtimern Typen  X-7  auf der Lysekilsbahn, zu den jetzigen Urtypen der (TYP S Bahn) x-10 bis x – 12  in den verschiedenen Farbvarianten der SJ und der Lokalbahnen, welche jetzt hier gehen. Mehr von Interesse ist natürlich  und sonst?
Natürlich bei Jubiläumsfahrten,
Bohusban 75 und 80 Jahre, so fuhr man mit Dampflokomotiven wo auch ich teilnahm. Zu der Zeit gab es noch SJ – Chefs , mit dem Herz an der richtigen Stelle . Wir hatten Glück als meine Frau und ich vom Hobby  zur Kultur Wirksamkeit übergingen und unser Eisenbahnmuseum starteten. Im Aufbruch  der SJ , die Aufteilung in Produkteinheiten , so verschwand das genuine bei der SJ .
Paar Jahre später hätten wir nicht alle Tips erhalten wo man gratis Schrott von der SJ erhalten konnte. So haben wir unser Museum aufgebaut. So erhielten wir Information, wenn sich hier etwas besonderes tat.
Heute  kann man nicht mal Information über den gewöhnlichen Verkehr erhalten.
Eine besondere Reise, war wie der MOROP uns 1988 besuchte ( nicht alle , aber die Prominenz ) Das war wohl das erste und letzte mal , das auf jeden Bahnhof auf Deutsch und Französisch ausgerufen wurde . (Manchmal vergaß man sogar das Schwedische) Solche Züge hat es nie wieder gegeben.

1987      ging zum ersten und letzten mal  die erste S- Bahn von Stockholm (X-6-261) nach Munkedal – auf den weg zu unserem Museum , wo er seid dem steht . Paar Jahre später hatten wir den im Originalzustand wieder hergestellt , es gab eine reihe von Ausstellungszügen  ,oft gezogen von einer Ra –Lokomotive .  

1988      , trotz das keine Personenzüge mehr auf der  Lysekilsbahn gingen, so gingen hier in
diesem Jahr die längsten Personenzüge in der Geschichte der Bahn .

800 Pfadfinder hatten einen Extrazug  gemietet  ,paar Wochen später ein Festival in Lysekil
Ansonsten gehen auf dieser Strecke jetzt nur noch Güterzüge, heute von Rc –Lokomotiven gezogen – aber seid 1983 nur mit reduzierter Geschwindigkeit .
(Würden Autotransportunternehmen akzeptieren  unter so langer zeit mit nur 40 km/h zu fahren? )
Sonst sind es nur  Sonderzüge, die von sich sprechen lassen, oft Eisenbahnfreunde die unterwegs sind  - oft zu unseren Museen, wie ein Triebwagen von Mittelschweden.
Dahingegen  geht seid einigen Jahren ein Firmenzug der Fähren Verbindung von Strömstad nach Norwegen (Skandilin) mit ihren eigenen wagen als Colortrain.
Ein geglückter Versuch für Tanz freudige Wochenende reisende .
Ein weniger gelungener Versuch  war die Probefahrt unter knapp 6 Monaten, indem man versuchte wie in Österreich Autozüge zu organisieren  - noch ein Plump im Protokoll der Politiker. Man baute Schienenanlagen ab  ebenso andre Voraussetzungen  und das Fiasko war einprogrammiert.






Die gleiche Loktype die ich auch im Museum hatte

















Tja ,dieser X10 Triebwagen bekam den gleichen Namen unser X6
Das war die Hintergrundinformation zum Bastelbogen Bahnhof Munkedal .
Hoffe es hat gefallen.
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Re: Der Bahnhof Munkedal

Beitrag von kaewwantha am Mo 04 Nov 2013, 20:08

Hallo Jürgen,
vielen Dank für Deine Mühe, die Geschichte des Bahnhofes so kompetent aufzubereiten.
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Re: Der Bahnhof Munkedal

Beitrag von Jürgen(S) am Mo 04 Nov 2013, 20:56

Danke Helmut
Und wie Jörg auch fragte -ja es ist ein eigener Entwurf nach den Originalzeichnungen der SJ .
Zu dem Zeitpunkt wurde mit Politikern wegen dem Autobahnausbau darüber diskutiert ,bei einem Neubau aus meinem Museum ein Landesverkehrsmuseum zu machen .Dazu hatte ich dann auch die Idee ,das jede Kommune ein Objekt wählen durfte (als Touristen -kauf -objekt -Bastelbogen) was wir im Museum verkaufen würden und somit Reklame für jede Kommune zu machen - Mit dem Bahnhof Munkedal war unser Beitrag für Munkedal als Vorweiseobjekt.
Auch dazu hatte ich ein Modell gebaut ,da ich von der SJ Zeichnungen vom Bahnhof Trelleborg bekommen hatte - hier das Modell des neuen Museums

Auch hier kann man im kleinem Bild meinen Triebwagen und die Hg Lok sehen.
Inzwischen wurde aber das Land "Bohuslän" einkorperiert zu einer Grossregion - und wie immer des do mehr Köche (indiesem fall Politiker)
ja resultat ist ja bekannt . Und hier hat die Bussloby gewonnen und da passte das Thema Eisenbahn in so mancher hinsicht nicht rein.
A pro po Bus und Bastelbogen .
So habe ich mal in meinem Archiv gesucht und gefunden -ein Bus zum Thema -das erste Projekt was ich damals gemacht habe - noch handgezeichnet -handcoloriert -da war Computer noch nicht jedermans sache -das aber in einem gesonderten Bericht.
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Re: Der Bahnhof Munkedal

Beitrag von Jürgen(S) am Do 07 Nov 2013, 15:02

Da ich heute gerade mal in meinem alten CD Archiv geblättert habe -hier noch ein paar Bilder aus der gleichen Zeit -
Auch das Modell des gedachten "Landesverkehrsmuseums Bohuslän" wurde nach den Zeichnungen der SJ in TT Grösse gebaut - wieder zu erkennen die Originalfahrzeuge der SJ unsere Hg Lok (die ich dann später auch noch mal in 0 gebaut habe -siehe mein Register ) und den 3 Teiligen Triebwagen x-6 )


Auch den kleinen Schienenbus wurde hier in TT gebaut und später auch in 0

wie man hier sieht liegen 3 Schienen dort -da es diesen Triebwagen in vielen Spurweiten gab.

Zum gleichen Zeitpunkt wurde auch dieser Liftwagen gebaut in 0 ,

der auch nun bei der MOB in 2 ex vorhanden ist und einer ging auch als Geschenk mit kleinem Dio an das Eisenbahnmuseum in Ängelholm
(zwischen Göteborg und Malmö)


Das als kleine komplettierung zum Thema Munkedal.
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Re: Der Bahnhof Munkedal

Beitrag von Glufamichel am Do 07 Nov 2013, 16:21

Hallo Jürgen,
das Drumherum ist genauso wichtig und interessant bei einer Präsentation finde ich. Vor allen Dingen, wenn man sich so in ein Projekt hinein kniet, funktioniert es sowieso nur mit fundierten Kenntnissen.
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Re: Der Bahnhof Munkedal

Beitrag von Jürgen(S) am Do 07 Nov 2013, 16:32

Danke Uwe für die Blumen
nunja ,wurde ja nix mit dem 2ten Museum und das erste wurde später abgerissen (siehe meine Hausseite )
aber viel hat man dabei gelernt - was jetzt bei meiner MOB zu gute kommt .
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Re: Der Bahnhof Munkedal

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