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Wikingerschiff Skuldelev 3 / Teil I

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Re: Wikingerschiff Skuldelev 3 / Teil I

Beitrag von Falco 2014 am So 03 Aug 2014, 17:45

...das sieht klasse aus, Steffan. Die Verstärkung wertet das Aussehen noch zusätzlich auf, egal ob es dem Original entspricht oder nicht. Dein Schiff ist das Original.
Die Idee mit dem Belegnagel finde ich sowieso nicht abwegig, das kann durchaus auch damals so gewesen sein. Im Urlaub in Schweden im Juni habe ich das bei einem Nachbau so ähnlich auch gesehen, muss mal nachschauen, ob ich Fotos gemacht habe.

Was mich bei den Fotos von deinem Schiff immer wieder verblüfft ist, dass man wirklich das Gefühl hat, in einem echten Schiff zu sitzen, toll!!!

LG

Kurt
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Re: Wikingerschiff Skuldelev 3 / Teil I

Beitrag von Pirxorbit am So 03 Aug 2014, 18:10

... der Trick mit den Bildern ist, das ich häufig mein Handy zum fotografieren benutze. Die kleine Kamera kann man schön in "Augenhöhe" halten....

Die "richtige" Schotführung ist wohl nicht sicher überliefert. Man hat ja nur die Löcher im Rumpf gefunden. Bei dem Modell in Roskilde hat der Erbauer eine von den Hinteren Wanten weggelassen und stattdessen das Fall eingesetzt. Wahrscheinlich geht das auch. Wenn Du Bilder findest würde ich mich freuen... das hat aber bestimmt noch Zeit. Wollte erstmal den Rumpf so weit vollenden, das ich den Mast nicht immer wieder runternehmen muss. Meine Seile machen ständig Fussel, besonders wenn man auch noch damit rumspielt... Very Happy

LG Steffan
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Re: Wikingerschiff Skuldelev 3 / Teil I

Beitrag von Falco 2014 am So 03 Aug 2014, 18:39

... ich musste gerade herzlich lachen. Das mit dem "rumspielen" habe ich auch.

LG

Kurt
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Re: Wikingerschiff Skuldelev 3 / Teil I

Beitrag von Pirxorbit am Mo 04 Aug 2014, 17:46

.... so jetzt mach ich noch eine Baustelle auf... Die Wikinger wollen jetzt auch noch ein Segel.
Bei dem Bausatz war ein Stück nesselähnlicher Baumwollstoff. Der hatte mir von Anfang an nicht gefallen... Also hab ich immer nach dem passende Stoff gesucht. Erst wollte ich Loden nehmen aber den gibt es nicht in so dünn, dann dachte ich es geht aus schmalen Stoffbändern (Die Originalsegel waren aus ca. 70 cm breiten Bahnen) aber auch da wurde ich nicht recht fündig. Ich ab sogar eine Stoffserviette im Restaurant mitgehen lassen...
Jetzt war ich zum 3ten Mal in einem Stoffladen, hier gleich um die Ecke und habe endlich eine fachkundige Beratung erhalten. (Was wohl auch daran liegt das ich genau erklärt habe, was ich mit dem Stoff machen will und die Verkäuferin mich nicht für verrückt erklärt hat...) Also jedenfalls hat sie mir alle Stoffe gezeigt die in Frage kommen können... Rohseide, Seidentaft (mit dünnen Kettfäden, der dadurch in eine Richtung leichter faltet, gut zu reffen) und es gibt diverse Baumwoll- und Leinenstoffe. Zum Schluss habe ich Baumwolle genommen, fein gleichmäßig gewebt, nicht so durchsichtig und er fällt schön. Und günstig bin ich auch noch weggekommen... nur 40cm, und ohne Versandkosten.

Heute hab ich mal ein Nähversuch mit dem Stoff gestartet, er ist halb so dünn wie die Stoff-Serviette, denke das macht eine Menge aus, weil ich keine dicken Nähte haben will. Ich habe eine kleine Ecke erstmal genau entlang der Fäden abgeschnitten und die Kante umgenäht. Dabei verbrauche ich ca.4 mm Stoff:


... sieht zum Teil noch recht holprig aus. Ich muss halt noch üben. Denke mit der Zeit bekommt man ein besseres Gefühl für den richtigen Abstand und vergurkt auch nicht jeden 3. Stich. Dann hab ich noch ein wenig mit Fett, Wachs und Farb-Pulver gespielt. Die Färbung soll den Stoff ja nicht steif machen... Ein bisschen fester wird er aber schon. Vielleicht guck ich noch mal nach gefärbtem Stoff? Die Ecke hat ein kleines Auge bekommen.
Rückseite:

...sieht etwas rauer aus, aber ich bin optimistisch das es mit Übung besser geht.
Die Kante soll noch ein ein Liektau bekommen, mal sehen wie das geht, Hab schon gegoogelt, die Segelmacher vernähen immer nur das Kardeel welches den Stoff berührt. Das sieht sehr sauber aus... Soll eine schlimme Arbeit sein stand da...

LG Steffan
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Re: Wikingerschiff Skuldelev 3 / Teil I

Beitrag von Falco 2014 am Mo 04 Aug 2014, 18:54

Hallo Steffan, finde ich eine gelungene Idee, den Stoff mit Fett, Wachs und Farbpulver zu behandeln. Sieht wirklich gut aus. Außerdem hast du es auch hinterher leichter, wenn du dem Segel eine bestimmte Form geben möchtest.
Was mir nicht so gut gefällt, ist die Umnähung der Kanten. Das mag aber daran liegen, dass man so die Nähte nicht in Relation zum gesamten Segel sehen kann. Müsste man ein anderes Foto haben.
Ich finde, das stimmt vom Maßstab her nicht. Ich weiß nicht, welche Fadenstärke du genommen hast, aber wenn man`s hochrechnet, kommt ja fast schon ein dünnes Tau raus.
Ich habe bei einem meiner Schiffe das Segel sogar mal von einer Näherin umnähen lassen, sah aber immer noch zu watzig aus.
Inzwischen bin ich dazu übergegangen, das Liektau anzukleben. Geht mit Pattex mit ein bißchen Übung gut und bleibt beweglich. Und vor allem, man sieht keine Nähte, die würde man in dem Maßstab in echt auch nicht mehr erkennen.
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Re: Wikingerschiff Skuldelev 3 / Teil I

Beitrag von Figurbetont am Mo 04 Aug 2014, 19:03

wie immer Steffan,
jedesmal wenn ich deine fortschritte bestaune
denke ich dran....ohne fleiß kein Preis...
aber auch ohne den Willen und dein Talent gehts halt auch nicht.
klasse arbeit...da steckt viel, viel nachdenken und genaues
recheschieren dahinter.

was soll an mehr sagen dazu....klasse !

viele Grüße
vom Ossi  Very Happy 

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Re: Wikingerschiff Skuldelev 3 / Teil I

Beitrag von Pirxorbit am Mo 04 Aug 2014, 20:11

Hallo Kurt,

vielleicht hast du Recht, mal sehen, ich habe in dem Stoffladen auch ein Klebefaden gesehen, aber nicht gekauft, vielleicht kann ich mir so die Naht ersparen, Patex? Vielleicht auch eine Möglichkeit, aber hast Du den Stoff nicht trotzdem an den Kanten vernähen müssen? Ich meine der fliegt doch auseinander?
Das Garn das ich genommen habe ist dünnes Nähgarn, mal sehen ob es dünneres gibt. Die Proportionen sind schwer zu sehen... ich hab auf die Schnelle ein Bild mit der Rah und einem möglichem Liektau gemacht... Klar ist die Naht 1,5-2mm breit, entspricht 3-4cm, also eigentlich zu dick... Glaube das ist immer ein Problem beim Modellbau, kleine Details mit viel liebe gebastelt aber immer ein par zehntel zu groß...

Bin ja schon froh das ich nicht eine normal-breite Naht habe...

Danke Ossi... rumgucken und suchen gehört einfach dazu... Und vielleicht etwas Talent... aber vor allem üben. Na ja, das ist meine erste Näharbeit. Das Segel sieht im wirklichen Leben aus als würde es aus dem Liektau wachsen. Da hat Kurt recht. Auch wenn die Wikinger damals grobes Hanfgarn zum Nähen genommen haben ist jedes Garn noch zu dick für den Modellbau... Ich geh morgen mal in das Nähgeschäft und hoffe die Frau ist da...

LG Steffan

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Re: Wikingerschiff Skuldelev 3 / Teil I

Beitrag von karl josef am Mo 04 Aug 2014, 21:41

steffan,finde deine segelarbeit sehr schön gemacht  Cool  ich finde das die segel ein wenig zuviel glanz(zu speckig aussehen)
nein klasse arbeit  Bravo 
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Re: Wikingerschiff Skuldelev 3 / Teil I

Beitrag von Pirxorbit am Mo 04 Aug 2014, 22:04

Danke Rainer... ist nur eine Probe, aber ich denke ich werde das Segel so ähnlich machen... muss nur noch Nähen üben, aber wenn man es noch nie gemacht hat ist die Lernkurve recht steil...
Der Glanz kommt vom frischen Pferdefett. Die Wikinger sollen für ihre Segel Schafwolle benutzt haben. Damit es sich nicht gnadenlos vollsaugt haben sie die Wolle , die an sich schon recht wasserabweisend ist, zusätzlich mit Pferdefett (Aus der Mähne gekämmt) eingestrichen. Zufälliger Weise bin ich seit Jahren in Besitz einer Dose farbloser Pferdefett-Schuhcreme, die ich jetzt zum Einsatz gebracht habe. Der Glanz geht mit der Zeit etwas zurück. Zusätzlich kommt noch Bienenwachs zum Einsatz. Das verschließt zum Teil die Stoffstruktur, in der Hoffnung das der Stoff dann feiner aussieht... theoretisch.

LG Steffan

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Re: Wikingerschiff Skuldelev 3 / Teil I

Beitrag von Falco 2014 am Mo 04 Aug 2014, 22:19

Hallo Steffan,
ich habe verdünnten Weißleim, also Holzleim - du kannst aber auch Tapetenkleister nehmen - zur Festigung der Kanten genommen. Die gehen dann nicht mehr auseinander und du behälst eine dünne Kante, an der du das Tau befestigen kannst.
Hat bei meinen letzten Segeln gut funktioniert.
Tapetenkleister, oder eben den verdünnten Holzleim, kannst du auch nehmen, wenn du einem Tau eine bestimmte Form geben willst, z.B. eine aufgeschossene Leine darstellen o.ä.

LG

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Re: Wikingerschiff Skuldelev 3 / Teil I

Beitrag von Pirxorbit am Di 05 Aug 2014, 10:57

Hi Kurt,

das mit dem Leim geht schon mal sehen... andererseits habe ich ja extra einen Stoff gekauft der sehr Flexibel ist. Ich bin mir noch nicht sicher wie ich das Segel später positionieren werde. im Moment denke ich werde wohl ein Reff einbinden. es soll ein reff oben und zwei im unteren Teil geben. Ich hatte einige Experimente mit Gummiarabikum im Tauwerk gemacht, das Tau wird fester und lässt sich formen. Allerdings schlecht später verändern, mann muss es dann etwas feucht machen.
Um ein Stoff zuverlässig zu kleben muss man wohl einen stärkeren Kleber benutzen...

Hier der Versuch ein Tau an die Kante zu nähen... Der Faden ist mir noch ein par mal gerissen. Die Naht habe ich einer Original-Naht vom Segelmacher abgeguckt...

bei dem Tau wird dabei immer nur das zum Segeltuch gewante Kardell vernäht. Wenn man keinen Fehler macht sieht man das Garn dann kaum..

Auch getestet habe ich eine kleine naht, die die einzelnen Stoff-Bahnen andeuten soll, geht auch regelmäßiger denke ich, und die Bahn ist etwas schmal, jetzt 2cm später sollen es dann 3 cm sein, so das eine Bahn ca 60 cm breit in 1:1 währe.

LG Steffan
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Re: Wikingerschiff Skuldelev 3 / Teil I

Beitrag von Figurbetont am Di 05 Aug 2014, 11:18

Hi Steffan,

du verrückter Kerl,
aber das muß man halt sein, in diesem Ringen um Genauigkeit.
egal wie, du machst das klasse, ob mans später sieht oder nicht.
egal, da muß man durch...ich versteh das sehr gut.

liebe Grüß
vom Ossi  Very Happy 

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Re: Wikingerschiff Skuldelev 3 / Teil I

Beitrag von Pirxorbit am Di 05 Aug 2014, 11:31

... Man soll sehen das Nichts zu sehen ist, Ossi, das Liektau ist schon zu sehen. So ganz verrückt bin ich nicht... Very Happy

Danke Ossi
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Re: Wikingerschiff Skuldelev 3 / Teil I

Beitrag von Plastikschiff am Di 05 Aug 2014, 13:11

Hallo Steffan,
zum färben deines Leinens geht sehr gut starker schwarzer Tee.
Am besten einen Teebeutel aufschneiden und den Inhalt mit der Menge einer viertel Tasse Wasser kochen. Den Stoff zusammenknubbeln und eine Nacht stehen lassen.
Dein Stoff scheint mir etwas zu grob zu sein, Maßstab????????????????
Ich würde ein altes Taschentuch nehmen und so wie oben beschrieben behandeln.
Ein herzlicher Gruß
Reinhard
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Re: Wikingerschiff Skuldelev 3 / Teil I

Beitrag von Straßenbahner am Di 05 Aug 2014, 13:36

Hallo Steffan,
das mit dem Nähen da würde ich mal in einer Änderungsschneiderei wie es in vielen Orten gibt mal nachfragen ob die Dir das nähen können und was das kostet (also bei mehreren nachfragen). Denn die haben Maschinen da können Ziernähte mit ganz feiner Nähseide oder gröberen Nähgarn gemacht werden. Auch die Stichbreite lässt sich einstellen. Die Umrandung vom Stoff da gibt es auch etliche Lösungsmöglichkeiten. Wenn Du das Sauber hinbekommen willst dann geh doch zu so einer Fachfrau die kann Dir bestimmt weiterhelfen. Vielleicht ist es eine die selbst gerne bastelt und dann bekommst Du bestimmt ein prima Segel. Ist nur ein Vorschlag von mir zu Deiner Näherei.

Gruß Helmut
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Re: Wikingerschiff Skuldelev 3 / Teil I

Beitrag von Pirxorbit am Di 05 Aug 2014, 13:55

.... Hallo Reinhard,

Tee ist natürlich auch eine Möglichkeit, ich bin da im Moment ehr bei etwas brachialeren Möglichkeiten der Färberei mit Pigmentpulvern und Fett. Nachteil: ich habe immer nachhaltig versaute Finger (Hab mir schon wieder keine Gummihandschuhe besorgt)  Nebenbei... Ich bin eindeutig Kaffee-Trinker.... Trotzdem Danke für den Tipp, ich habe mal Schatzkarten für Kinder mit genau der Methode gealtert, hat super geklappt. Tee und Bügeleisen... fertig!
Die Idee mit dem Taschentuch hatte ich auch schon, letztendlich habe ich einfach Stoff gekauft, im Fachgeschäft (aus dem man Taschentücher und Blusen nähen kann). Ich sag mal so der Baumwollstoff ist der feinste den ich bekommen konnte. Leider kann ich nicht sagen ob die Fadenzahl im Endeffekt maßstabsgerecht ist. Aber der Stoff ist so fein das man kaum eine Struktur erkennt. Man braucht schon eine Lupe (Lesebrille) um die Fäden zu sehen.


LG Steffan ... muss weg... zur Arbeit...




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