Der lustige Modellbauer
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Robert E.Lee von Constructo

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Leitern oder Regale?

Beitrag von Guenter am So 13 Jan 2013, 19:34

An verschiedenen Stellen im Schiff gibt es Leiter-artige Treppen, die von einem Stockwerk ins nächste führen.
Im Baukasten sind dazu vorgefertigte Seitenteile vorhanden, denen nur noch die Stufen eingepasst werden müssen. Allerdings ist mir hier der Baukasten doch ein wenig zu grob gehalten: für ca. 2m Höhenunterschied beim Original sind immerhin 4 Stufen vorgesehen… Das ist dann eher ein Regal als eine Treppe Very Happy

Aber des Modellbauers Freund ist die Lehre – diesmal nicht die, die ich bekomme, wenn ich mir meine Bauversuche anschaue, sondern die, mit der man wiederholbar Schnitte in Leisten machen kann.

Ich habe eine kleine Modellbau-Kreissäge von Maxxon, die gerade die Schnittbreite für die Dicke der Stufen-Leisten hat. Dazu habe ich aus Brettchen eine Unterlage gebastelt, die gerade so hoch ist, dass die Schnitt-Tiefe des Sägeblatts den vorgefrästen Schnitten an den Leitern-Seitenteilen entspricht. Dann habe ich (mit gutem Augenmaß und viel Glück) mit einem Tacker eine Halterung gemacht, in die die vorhandenen Einschnitte der Leiter passen, so dass der rechts überstehende Teil gerade so liegt, dass die Kreissäge einen Schnitt mitten zwischen zwei existierende Schnitte macht. Mit den beiden kleinen Leisten kann ich die Leiter-Seitenteile so fixieren, dass der Winkel des Schnitts stimmt.



Wie man auf dem Bild sehen kann, ist leider ca. 0,2 mm Toleranz in meiner Lehre, und so kommen die Schnitte nicht alle genau in die Mitte zwischen den vorhandenen Schnitten. (Es kann auch sein, dass die Constructo-Konstrukteure hier nicht ganz exakt gearbeitet haben). So kann ich die Anzahl der Stufen verdoppeln, ohne eine komplett neue Konstruktion erstellen zu müssen. Damit sind es immerhin 8 Stufen pro Stockwerk; mehr sind auch mit dem vorhandenen Material nicht mehr sinnvoll möglich; bei der Front-Treppe werde ich dann schon noch ein paar mehr Stufen bauen können.



Dann habe ich noch die Dicke der Seitenteile mit Hilfe meiner Kreissäge halbiert und mit viel Schmirgeln auch noch die Breite etwas verkleinert. Dann habe ich meine Leisten für die Stufen halbiert und eingeklebt. Ich denke, das Ergebnis ist die Mühe wert gewesen.
Hier noch mal die beiden Leiter-Varianten im Vergleich im eingebauten Zustand:


Damit habe ich alles vorbereitet, um das nächste Deck aufzusetzen. Das schaffe ich auch bald - der Winter ist des Modellbauers Freund sunny
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Re: Robert E.Lee von Constructo

Beitrag von Stahlschiffbauer am So 13 Jan 2013, 19:49

Schick , schick .
Und das mit den Treppen ist ne gute Idee , ich hab auch so ein Maschinchen das kann ich schön nachmachen .

Gruß Mario
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Re: Robert E.Lee von Constructo

Beitrag von JesusBelzheim am So 13 Jan 2013, 19:57

Deine neue Treppe sieht gut aus Günter Bravo
So ein Maschinchen habe Ich leider noch nicht Traurig 1 :
Aber was nicht ist, kann noch kommen Wink
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Re: Robert E.Lee von Constructo

Beitrag von blindman am So 13 Jan 2013, 20:00

Deine Fortschritte können sich sehen lassen, Günter. Das Ändern der Treppen hast du gut umgesetzt. Bei der Victory sind die Stufen der Niedergänge eigentlich auch zu weit auseinander, aber das war mir zu filigran, das zu ändern.
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Ostern - es geht weiter

Beitrag von Guenter am Mo 01 Apr 2013, 13:55

Nachdem ich etwa drei Monate so vor mich hin gewerkelt habe, gibt’s jetzt wieder was zum Schauen: ich habe das nächste Stockwerk, das “Texas”, gebaut. Texas heißt es übrigens, weil ursprünglich die Dampfschiffe nur ein Stockwerk hatten. Und etwa zu dem Zeitpunkt, als Texas zu den Vereinigten Staaten dazu kam, wurde das zweite Stockwerk erfunden – und weils “on top” war, hieß es einfach Texas…

Von der Herstellung nichts bewegendes, einfach viel Arbeit. Die Details gabs bei den anderen Blog-Einträgen schon, also einfach ein paar Bilder:



Eine Besonderheit gibts aber doch für den Aufbau: er wird nicht mit dem darunter liegenden Deck verbunden werden, sondern bildet die Grenze zwischen fest verbautem und abnehmbaren Teil des Dampfers – schließlich muss ich ja irgendwie an die Elektrik im Schiff ran, die etwa so aussehen soll:



Mir scheint die gewählte Stelle ganz praktisch, weil sich nachher um den gesamten Texas eine Reling erstrecken wird, die dann die Unsauberheiten beim nur aufgesetzten Oberteil verbergen wird. Hoffentlich…
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Die Freitreppe

Beitrag von Guenter am Mo 01 Apr 2013, 14:00

Die Freitreppe im Vorschiff ist einigermaßen aufwändig herzustellen, weil sie außerhalb des Rumpfes zusammengebaut werden muss. Ich habe sie dann auch gleich bemalt, damit es weniger Kleckser im fertigen Modell gibt.
Aufwändig ist der Bau hauptsächlich deshalb geworden, weil die Treppenstufen nicht so gut aneinander kleben (das Holz lässt sich nicht gut kleben), und man muss ja die Stufen so aufeinander kleben, dass sie genau den Abstand zwischen Absatz und dem vorgestanzten Loch im Oberdeck ausfüllen.
Damit das auch klappt, habe ich den ausgestanzten Rest mit Klammern oben an der Treppe befestigt und dann die Unterteile an den Zwischenabsatz geklebt. Das nächstgelegene Gewicht dient zum aneinanderpressen:


Die Klammern dienen gleichzeitig als Abstandshalter zum Boden - sehr flexibel und auf den Zehntelmillimeter justierbar Very Happy
Die unteren Treppenstufen sind dann ein wenig einfacher, weil größer. Am Schluss sieht’s dann so aus:

…und es hat auch tatsächlich gepasst – im dritten Anlauf… vorher ist mir das Ding immer wieder beim zusammenbauen auseinandergebröselt. Aber als guter Modellbauer hat mal viieel Geduld Wütend oder viel Zeit Very Happy
Immerhin hat der Balken über der Treppe dafür gesorgt, dass mein Oberdeck, das vorher ein wenig windschief war, jetzt hübsch gerade ist und einen guten Aufsatz für mein abnehmbares Texas bildet – alles in allem bin ich ganz zufrieden.
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Re: Robert E.Lee von Constructo

Beitrag von Jörg am Mo 01 Apr 2013, 14:08

Guenter schrieb:– alles in allem bin ich ganz zufrieden.
Mit Recht, Guenter ... Freundschaft

Die Treppe ist eine ziemlich komplexe und anspruchsvolle Konstruktion,
die Du ansprechend gemeistert hast!

Gruß - Jörg - Wink
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Re: Robert E.Lee von Constructo

Beitrag von JesusBelzheim am Mo 01 Apr 2013, 16:19

Die Treppe hast du sauber hinbekommen Guenther Bravo
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Re: Robert E.Lee von Constructo

Beitrag von Guenter am Fr 17 Mai 2013, 18:55

Modellbau geht weiter - ich bin jetzt am Heck tätig gewesen.

Bei der Erstellung der Heckreling hatte ich ein paar Schwierigkeiten zu meistern.

Die Heckreling besteht aus 12 hölzernen Pfeilern, durch die drei Lagen von Messingdraht gezogen werden, die dann die Heckreling bilden. Die hölzernen Pfeiler herzustellen, war nicht besonders schwer, auch wenn in die 2×2 Hölzer je drei Bohrungen a 1mm in möglichst gleichem Abstand gebohrt werden mussten. Ich habe das “frei Hand” gemacht und musste nachher feststellen, dass hier Augenmaß nicht das Maß der Dinge ist. Aber zumindest das Anmalen der Pfosten hat Spaß gemacht... Very Happy



Da das Heck eine 180°-Rundung bildet und die Pfeiler gleichmäßig verteilt werden sollen, fühlte ich mich ein wenig wie die Bewohner der Höhle von Lascaux,
in der die steinzeitlichen Künstler ein Pferd malen wollten, aber keine ausreichend große gerade Höhlenwand gefunden haben.
Also haben wie einfach um die Ecke gemalt. Obwohl keiner der Maler jemals das gesamte Pferd sehen konnte, hat es genau dieselben Proportionen wie alle anderen gemalten Tiere in der Höhle – wirklich ansehenswert... Cool

Code:
http://www.lascaux.culture.fr/?lng=de#/de/00.xml
Ich habe das Problem so gelöst, dass ich einen Streifen Malerkrepp in Länge des Heckbereichs abgemessen, auf den Arbeitstisch geklebt und in gleichmäßigen Abständen mit Markierungen versehen habe.


Den habe ich dann ums Heck geklebt und konnte so die Pfeiler recht gleichmäßig ankleben.


Leider habe ich beim Bau des ersten Stockwerks nicht beachtet, dass das Deck weit genug übersteht, um die Pfeiler darunter festzumachen, so dass ich hier ein wenig improvisieren musste. scratch Aber das Ergebnis scheint mir für einen Missisippi-Dampfer ganz angemessen zu sein.


Das Anbringen der Reling hörte sich ganz einfach an: einfach den Messingdraht an geeigneter Stelle abschneiden und durch die bereits gebohrten Löcher schieben. Leider hat der Draht eine Menge Eigendynamik, nämlich Zug oder Druck, je nachdem wie er gerade gebogen ist. Der erste Draht ging relativ einfach, aber spätestens beim dritten sind mir die Pfeiler des öfteren um die Ohren geflogen, weil der Kleber dem Druck oder Zug des Drahts nachgab Auahahn . Aber Geduld ist die Tugend des Modellbauers, und so habe ich dann doch noch eine fertige Heckreling hinbekommen.


Nun fehlt nur noch ein Pinselchen Farbe, und dann ist der Abschnitt fertig - und der nächste Bericht folgt auf dem Fuße (bzw. den Fingern)


Zuletzt von Jörg am Fr 17 Mai 2013, 22:41 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet (Grund : Direktlink codiert)
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Re: Robert E.Lee von Constructo

Beitrag von Jörg am Fr 17 Mai 2013, 22:49

Gar nicht übel - trotz Improvisation und Tücke des Objekts!

Hättest die Pfeiler zur Not auch mit den Decks und der Wand verdübeln können, z.B. mit hölzernen Zahnstochern.
Aber am Ende ist ja alles gut gegangen! Very Happy


Bitte keine Direktlinks einstellen, Guenther!


Gruß - Jörg - Wink
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Re: Robert E.Lee von Constructo

Beitrag von Cpt. Tom am Sa 18 Mai 2013, 06:43

Wow, super umgesetzt. Dein Dampfer sieht absolut Klasse aus und die Reeling ist auch genial.
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Re: Robert E.Lee von Constructo

Beitrag von JesusBelzheim am Sa 18 Mai 2013, 14:28

Eine schoene und saubere arbeit Guenther Bravo
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Re: Robert E.Lee von Constructo

Beitrag von Guenter am Sa 18 Mai 2013, 20:50

Jörg schrieb:Hättest die Pfeiler zur Not auch mit den Decks und der Wand verdübeln können, z.B. mit hölzernen Zahnstochern.
Gute Idee, werd ich mir merken. Hier gings leider nicht, weil beide Decks schon verklebt waren...
Jörg schrieb:Bitte keine Direktlinks einstellen, Günter!
Yes Sir - ich werds mir merken...
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Es gibt ihn noch...

Beitrag von Guenter am Mo 10 März 2014, 20:10

Oh Mann, wenn ich sehe, dass ich fast ein Jahr keinen Fortschritt mehr gepostet habe, werde ich ganz rot Empört 
Aber es ist auch wenig passiert.
Aber jetzt habe ich doch weiter gebaut.

Nachdem das Schiff bis zum Hurricane Deck (fast) fertig ist, habe ich die Fernsteuerung eingebaut. Die beiden Servos sind jetzt echte “Rudermaschinen”, und der Boden ist durch echten Bootslack absolut wasserdicht. Ich habe sogar schon einen Schwimmversuch in der Badewanne gemacht und gesehen, dass es etwas hecklastig ist. Kein Wunder, schließlich sind die Heckaufbauten auch das meiste Holz am Schiff. Aber durch Wegfräsen der Mittelteile der nicht sichtbaren Platten und die Verlagerung der Batterie in den vorderen Rumpfteil ergibt sich eine einigermaßen brauchbare Wasserlage. Und die beiden Schornsteine sind ja auch vor der Mittellinie anzubringen…

So sieht's von innen aus:




Aber dann kam der große Aha-Effekt: die Verbindung zwischen den (Zinkguss-)Schaufelradspeichen und den (Holz-)Schaufeln ist so instabil, dass schon beim Einbauen der Schaufelräder und beim Einpassen in die Lager das eine und andere Schaufelblatt abfällt. Und beim Versuch, das Boot in der Badewanne mit den Schaufeln anzutreiben, endet mit mehreren abgefallenen Schaufeln.

Offensichtlich müsste ich die kompletten Schaufelräder neu konstruieren, um das Boot wirklich fahrtauglich zu machen - alles aus Holz und dann gut verkleben. Und dazu habe ich dann doch keine Geduld – zumindest vorläufig ist also die Variante “ferngesteuert schwimmend” gestorben. Schade eigentlich, aber was nicht ist, kann ja noch werden – V2.0 ist ja “in”.
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Re: Robert E.Lee von Constructo

Beitrag von Erik der Wikinger am Mo 10 März 2014, 20:17

Hallo Guenter!
Da ist ja noch Leben in der Robert E. Lee, wenn auch nicht das was du dir vorstelltest Wink
Wirds halt ein Standmodell oder du holst erst mal Luft und überlegst dir das noch mal mit der neu Konstruktion Very Happy
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Echt ätzend

Beitrag von Guenter am Mo 10 März 2014, 20:24

Damit auf dem Dampfschiff die Mittelgänge und -salons nicht komplett mit Petroleum beleuchtet werden mussten, war auf dem Dach des Passagierdecks meist ein “Skylight” (Oberlicht) aufgesetzt, eine kleine Erhöhung, durch die Licht in den Mittelteil des Decks gelangen konnte. Auch meine Robt. E. Lee hat so ein Skylight, und das ist jetzt dran. Im Original soll das gebaut werden, indem 5x5x5mm große Holzwürfel als Pfeiler dienen und die Oberlichter-Fenster durch zwei Messingdraht-Stücke angedeutet werden. Auf der Verpackung sieht das dann etwa so aus:

Oberlicht-OriginalHier habe ich mal wieder den Plan, das besser zu machen. Was mir vorschwebte, war ein Fenster, das so ähnlich aussieht wie die anderen Fenster, die aus Zinnguss waren. Da ich aber noch nie Zinn gegossen habe, wollte ich jetzt auch nicht damit anfangen. Der nächste Gedanke war Ätztechnik, und so habe ich mich daran gemacht, eine Schablone mit meinem Lieblings-Malprogremm (PowerPoint) zu erstellen. Das hat aber nicht so recht geklappt, weshalb ich meinen MSDN-Account genutzt habe und mich mit “Expression Design” beschäftigt habe. Das hat dann auch gereicht, um sowohl für die Oberlichter als auch für die Veranda-Bordüren (kommt später dran…) eine Vorlage zu erstellen. Da ich auch keine Ätztechnik beherrsche, suchte ich einen Auftragsfertiger. Das war ziemlich langwierig, und zwischendrin hat mir ein Anbieter Preise in deutlich dreistelliger Höhe genannt, so dass ich schon aufgeben wollte. Dann habe ich aber doch noch einen Shop gefunden, der mir sehr fachkundig und zuvorkommend geholfen hat und mir für einen sehr angemessenen Preis die Vorlage in Messingblech geätzt hat. Ich kann ihn nur weiter empfehlen: Ätztechnik Herbert Caspers in Solingen.

Nach sehr kurzer Zeit kam ein kleiner Brief an, der folgendes enthielt (hier schon ein bisschen angeknabbert :-)



Die Vorlagen habe ich dann anstatt der Messingstäbe beim Bau des zentralen Oberlichts und der beiden kleinen Oberlichter des Maschinenraums verwendet. Ich habe sie einfach auf die oben erwähnten Pfeiler-Stücke aufgeklebt. Die (durch ungenaue Messung der Pfeilerstücke) entstehende Lücke habe ich einfach mit Holzleim zugeschmiert – nachher sieht das keiner mehr. Das entstandene Oberlicht habe ich vor dem Einbau in der Standard-Farbe weiß angemalt und oben beplankt.

Hier ein paar Bilder dazu:


Ich finde, die geätzten Oberlichter machen sich deutlich besser als die Vorlage.

Das gesamte Oberdeck ist immer noch abnehmbar – die Idee, oberhalb des zweiten Stockwerks zu “schneiden”, hat sich bisher prima bewährt.

Auf dem Oberlicht ist noch mal eine Kabinenflucht, die jetzt auch meine letzten Fenster verbraucht hat. Im Baukasten waren leider vier Fenster, die schlecht gegossen waren, so musste ich auf der Kabinenflucht ein paar Fenster auslassen. Sieht aber keiner, der den Baukasten nicht danebenstellt…



Jetzt kommen wieder etliche Kleinteile (die dunkle Umrandung der Decks, Bemalung der Kabinenflucht) und dann die Krönung: das Steuerhaus.
Hier noch ein kleines Schmakerl: wie kriege ich es hin, dass das abnehmbare Oberdeck gut auf das Unterdeck passt, wenn ich mal wieder ein Deck aufklebe:

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Re: Robert E.Lee von Constructo

Beitrag von Jörg am Mo 10 März 2014, 21:09

Prima! - Deine Ätzteilfensterchen sind eine deutliche (!) optische Aufwertung des Modells, Günter ...  Bravo 

Schade, dieses Problem mit den Schaufelrädern ... Traurig 1
Läßt sich da nichts als Eigenbau in vereinfachter Form machen, was funktionieren könnte Question 

Gruß - Jörg -  Wink
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Ätzteile - nächste Version

Beitrag von Guenter am So 06 Apr 2014, 12:25

Ich hab mich wieder motiviert - der Blick auf den See, das im Bau befindliche Modell meines Sohns... Also weiter machen, damit Platz fürs nächste Modell wird :-)
Als nächstes sind die Stützen und das Geländer der Veranda am Hurricane Deck dran. Es sind immerhin ca. 100 Stützen in gleicher Länge herzustellen, zu bemalen und anzubringen. Zum Glück habe ich meine kleine Proxxon Kreissäge mit Anschlag, da ist das "nur noch" eine Menge Sägerei und Schleiferei, aber die Länge und im Wesentlichen auch die Ausrichung der Enden stimmt schon. Dafür habe ich mir noch selbst eine zusätzliche Herausforderung besorgt, nämlich das abnehmabre Deck. Deshalb kann ich die Stützen nur am Dach des Hurricane Deck anbringen, und das Geländer nur am Decksboden. Und die Stützen müssen trotzdem so gerade sein, dass ich das Ganze auch noch ineinanderstecken kann...

Laut Modellplan ist als Bogen zwischen den Stützen ein kleines Holzklätzchen vorgesehen. Das ist aber im Detail so schrecklich grob, dass das einfach nicht in Frage kommt. Wie schon beim Skylight, bin ich der Fotoätzerei nahegekommen. Der erste Wurf war immerhin schon eine Menge zierlicher als der Holzklotz. Aber als ich das Ergebnis gesehen habe, und vor allem, nachdem ich gesehen habe, was der Ätzbetrieb (vielen Dank auch!) noch an der Vorlage geändert hatte und wie feine Strukturen sich da abbilden lassen, hat mich der Ehrgeiz gepackt. Ich musste die Bögen sowieso noch einmal machen lassen, weil ich mich bei der Breite der Stützen vermessen hatte. Also habe ich mich einen ganzen Nachmittag hingesetzt und wesentlich feinere Bögen designed.

Hier der Vergleich der drei Varianten - eindrucksvoll, oder?


Die Original-Bögen sind ja genau zwischen den Pfeilern. Mein Kupfer ist aber wesentlich schmaler. Ich habe zuerst versucht, in die Pfeiler einen Schlitz einzusägen und die Bögen mittig anzubringen. Das sieht dann so aus:


Aber leider sieht man die Bögen dann nur noch, wenn man so dicht ran geht wie auf dem Foto. Wenn man wie Otto Normalverbraucher das Modell ein wenig von oben betrachtet, dann werden die Bögen ganz durch den Dachvorsprung überdeckt, und dafür wollte ich mir nicht so viel Arbeit machen. Also habe ich beim Rest des Bootes die Bögen vor die Pfeiler geklebt. Das ist zwar in der Detailansicht nicht ganz so schön, weil man den Übergang sieht, aber in alle Pfeiler eine genau 0,2 mm dicke Schicht in genau der richtigen Größe abzuschleifen, das habe ich mir dann doch nicht zugetraut.

Mein Endergebnis sieht so aus (vor dem Steichen und nach der ersten Runde - die zweite steht noch aus):







Wie man sieht, ist es mir nicht so ganz gelungen, die Pfeiler senkrecht anzukleben. Das liegt daran, dass die Pfeiler erst auf die Kupferbögen aufgeklebt wurden und dann das Ganze am Stück ans Dach geklebt wurde, damit die Pfeiler den richtigen Abstand voneinander haben. Dazu habe ich dann die fertig aneinander geklebten Pfeiler samt Bögen so zurecht gebogen, dass sie direkt der Dachkante folgen. Aber auf dem Tisch eine so filigrane Struktur genau gerade auszurichten, ist mir mangels Erfahrung einfach nicht gelungen. Aber beim nächsten Mal wird alles besser...
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In der Zwischenzeit...

Beitrag von Guenter am Fr 14 Nov 2014, 19:29

Hallo,

jetzt hab ich wirklich lange nichts mehr von mir hören lassen. Aber mir kam da so einiges dazwischen, insbesondere eine selbstverschuldete Verzögerung:
Ich habe meinem Sohn (8 Jahre) ein Modell zu Weihnachten geschenkt, den Ramborator von aero-naut. Nachdem er schon ein paar einfache Standmodelle mit mir zusammen gebastelt hatte, sollte jetzt mal was schwimmbares gebaut werden.
Naja, er hat halt nicht so viel Geduld wie ich - also musste der Dampfer erst mal auf's Regal und ein größeres Teil auf die Werkbank.
Und weil ich dann natürlich nicht untätig rumstehen wollte, wenn er Modell fährt, musste ich mein 25 Jahre altes Modell ("Bugsier 3" von Graupner) vom Dachboden holen und renovieren. War aber noch ganz gut in Schuss, so dass hauptsächlich Farbe und ein paar LEDs Einzug gehalten haben.
Beide Modelle hab ich dann pünktlich zum Sommerurlaub fertig gekriegt.

Aber so musste die Robert E. Lee bis September warten, bis wieder was passiert. Sleep
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Es ist vollbracht!

Beitrag von Guenter am Fr 14 Nov 2014, 20:05

Vorgestern abend ist es passiert: ich habe das letzte Teil an meine Robert E. Lee angebracht: die US-Fahne.

Jetzt ist mein Modell fertig. Es ist zwar (erst mal) “nur” ein Standmodell, aber es macht mich schon ein bisschen stolz, wenn ich es so anschaue.

Zwei Dinge, die in der Bauanleitung vorgesehen sind, habe ich allerdings nicht eingebaut. Das Eine ist das Ankerspill. Laut Anleitung soll man in das Vorderdeck zwei Löcher für Anker bohren, diese jeweils mit einer Messingöse rahmen und davor zentriert ein Ankerspill setzen. Dieses ist als Holz-Fertigteil im Baukasten enthalten. Das sieht dann etwa so aus:

So auf dem Bild ist das ja noch ganz nett. Allerdings ist auch hier dem Baukastenersteller der Maßstab verrutscht, was man erkennt, wenn man das Ankerspill vor eine Tür positioniert:

Das Spill ist (den Maßstab umgerechnet) etwas über 2,20m hoch, und die Löcher für die Hölzer, mit denen das Spill gedreht werden soll, liegen weit über Kopfhöhe! Das wollte ich meinen Matrosen dann doch nicht zumuten, also blieb das Spill im Baukasten.

Das zweite Teil, das ich weggelassen habe, erwähne ich nicht – das ist dem geneigten Besucher überlassen. Ich sage nur so viel, dass es ein durchaus wichtiges Teil für das Schiff ist. Wer als erster im Kommentar das fehlende Teil erwähnt, bekommt von mir einen Karton mit Wein zugeschickt  Winker 2

Ein paar Details möchte ich noch erwähnen:

       
  • die Zugseile für die Schornsteine sind aus zwei Strängen sehr dünnen Kupfergarns, das mit Hilfe eines Bohrers verdrillt wurde. Schwarz angemalt macht das einen sehr schönen Eindruck. Leider ist das so entstandene Draht”seil” so stabil, dass es schwer fällt, die Seile zu spannen, wie man leider auch sehen kann.
       
  • die beiden Ladebäume zum Positionieren der Gangways sollen eigentlich auch auf dem Oberdeck verspannt werden. Das ging aber nicht, wenn ich das Oberdeck weiter abnehmbar haben wollte. Also habe ich diese Verspannung gelassen und die Bäume mit Sekundenkleber am Boilerdeck festgeklebt.
       
  • in das Steuerhaus habe ich (wie es sich für einen Missisippi-Dampfer gehört) eine Bank eingebaut. Leider habe ich erst nach dem Zusammenbau des Steuerhauses gemerkt, dass die Bank natürlich seitwärts eingebaut sein sollte; aber da sowieso keiner drauf sitzt, kann ich’s verkraften.


Aber schaut selbst; hier kommt eine ganze Galerie Bilder:








Der Experte sieht natürlich sofort, dass hier ein Amateur am Werke war  Pfeffer Insbesondere muss ich mir bei Gelegenheit noch was einfallen lassen, wie ich die Pfeiler des abnehmbaren Decks noch gerader bekomme. Das Problem ist hier, dass sie nur am Dach befestigt sind, aber im Endeffekt erst fest geklebt werden können, wenn sich das Deck im eingebauten Zustand befindet, da sie genau hinter der Reling herunter kommen müssen. Und beim Einsetzen des Oberteils verbiegen sich einige davon immer wieder, weil sie fester an der Messing-Bordüre hängen als an der Holzdecke...

Aber mein Spruch lautet ja: "ein gutes Modell wird nie fertig"!

Und übrig bleibt ein leergefressener Baukasten.
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Re: Robert E.Lee von Constructo

Beitrag von Jörg am Fr 14 Nov 2014, 22:02

Nun, lieber Guenter ... ohne auf den ausgelobten Karton mit Wein spekulieren zu wollen,
behaupte ich, daß Du (warum auch immer) auf das Ruderblatt verzichtet hast;
liegt das nicht sogar da im großen Fach des geleerten Baukastens ... Question   shocked

Das Ruderblatt (wenn ich damit richtig liege?) ließe sich aber immer noch problemlos anbauen.  Wink

Ansonsten gefällt mir der imposante Schaufelraddampfer recht gut,
trotz der erwähnten Widrigkeiten und einigen (mitgelieferten) Maßstabsabweichungen ... Cool

Das schöne, dekorative Modell kann sich auf jeden Fall sehen lassen ...
und die Erfahrungen, die Du beim Bau sammeln konntest, kommen sicherlich zukünftigen Projekten zugute;
z.B. in Form von eigenen kleinen, sinnvollen Verbesserungen einer Bausatzvorgabe?

Gruß - Jörg - Wink
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Re: Robert E.Lee von Constructo

Beitrag von Erik der Wikinger am Sa 15 Nov 2014, 01:21

Ich such erst gar nicht, kenn mich mit der Robert E. Lee überhaupt nicht aus.. Embarassed

Aber herzlichen Glückwunsch zur Fertigstellung des Schiffs 2 Daumen
Gefällt mir sehr gut und wirkt stimmig!
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Laune : Meist gut :)

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Re: Robert E.Lee von Constructo

Beitrag von Guenter am Sa 15 Nov 2014, 14:16

Jörg schrieb:Nun, lieber Guenter ... ohne auf den ausgelobten Karton mit Wein spekulieren zu wollen,
behaupte ich, daß Du (warum auch immer) auf das Ruderblatt verzichtet hast;

Hallo Jörg,

da sieht man mal wieder: die Modellbauer haben scharfe Augen für die Details. Richtig, das Ruder fehlt. Freundschaft

Anfangs hatte ich es nicht angebracht, weil ich Angst hatte, das es im Bauprozess abfällt, und dann war ich so mit der Fernsteueranlage beschäftigt, dass ich es ganz vergessen habe. Abgesehen davon, ist das Teil, das im Baukasten herumdümpelt, überhaupt nicht brauchbar. Die richtigen Dampfer hatten an der Stelle ein richtig langes Brett, damit überhaupt was passiert; das was der Konstrukteur hier beigepackt hat, ist höchstens für Koggen geeignet :-) Als Funktionsmodell werde ich es nach Art der Panzer steuern, mit einzeln angesteuerten Schaufelrädern; das ist auch originalgetreu (die Schiffe hatten jeweils einen Ingenieur pro Rad, und die mussten dafür sorgen, dass bei Geradeausfahrt die zugehörigen KOlben genau um 90 Grad versetzt liefen, damit das Schiff ruhig fuhr). Also bleibt das Teil erst mal im Baukasten.

Schick mir einfach 'ne PM, dann kommt die Lieferung prompt!



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Re: Robert E.Lee von Constructo

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