Der lustige Modellbauer
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Diskussion zu "Ätzen ist kein Hexenwerk !"

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Beitrag von doc_raven1000 am Do 09 Jun 2011, 21:28

Hallo Florian,
das ist Superinteressant, ich setze mich schon mal in die erste Reihe, und will mir mal die Unterschiede zum Ätzen einer Platine ansehen Very Happy
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Beitrag von bluetrain am Do 09 Jun 2011, 21:37

Oh ja.
Schutzbrille auf, und ab nach vorne.
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Beitrag von Florian am Do 09 Jun 2011, 23:28

Ich hoffe bis jetzt ist alles verständlich, falls nicht einfach fragen Very Happy

Gruß Florian
Florian
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Beitrag von kaewwantha am Do 09 Jun 2011, 23:33

Hallo Florian,
da werde ich mich doch auch dazugesellen und den Bericht verfolgen.
Bis jetzt ist es verstandlich beschrieben.
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Beitrag von Jörg G am Fr 10 Jun 2011, 05:13

Danke Florian, das Du Dir die Mühe machst und mir versuchst zu erklären, wie das Ganze funktionert. Hüpfeding
Jörg G
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Beitrag von Gast am Fr 10 Jun 2011, 21:19

Moin Florian, Super erklärt! Keine Fragen soweit...
Weitermachen!- BITTE wink1
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Beitrag von AlfredErnst am Mo 13 Jun 2011, 23:12

Hallo Florin,

Danke für den Bericht, werde Ihn weiterhin verfolgen.
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Beitrag von Jörg G am Di 14 Jun 2011, 00:18

Na bitte, auch wenn ich mir das nicht recht vorstellen kann, warum die Säure im Ätzbad nicht alles auffrisst, so ist mir schon um einiges klarer, wie das im Prinzip funktioniert.
Jörg G
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Beitrag von Florian am Di 14 Jun 2011, 00:22

Hallo Jörg.

das Blech ist durch eine Fotolack geschützt, nur wo das Blech belichtet wurde wird der Lack durch das Entwickeln entfernt. Das eigentliche Ätzteil ist noch immer durch den Lack geschützt und wird so nicht angegriffen

Gruß Florian
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Beitrag von Kaffeesachse am Mi 21 Sep 2011, 21:34

Hallo Modellbauer,

Das ist ja ätzend, was ich jetzt entdeckt habe. Vielleicht kan ich auch paar Tips beisteuern. Ich baue nämlich gerade an einer neuen Ätzanlage. Die alte war aus Glas und stand beim Hochwasser in der Garage. Außerdem war aber dort auch das Drechselholz aufgeschichtet. Könnt Ihr Euch vorstellen, was passiert, wenn das Wasser bis knapp unter die Decke steigt? Natürlich versuche ich bei einem Neubau die alten Schwächen zu beseitigen. Das Ergebnis des Ätzvorgang soll einfach reproduzierbarer werden. Ich arbeite mit heißem Eisen(III)clorid. Heiß ätzt schnell und schnell gibt nur geringe Unterätzungen. Also, wenn es fragen gibt, her damit!
Grüße von Kaffeesachse
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Beitrag von Babbedeckel-Tommy am Mi 21 Sep 2011, 21:37

Hallo Reiner,

dann fange doch am besten gleich an und berichte ALLES! sunny

Ja ich weiß erst kommt die Arbeit, dann das Berichten... Wink
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Beitrag von Florian am Mi 21 Sep 2011, 22:55

Moin Moin

Eisen III Chlorid ist fürs Ätzen von Platinen ja noch ganz ok. Aber für sehr feine Ätzteile aus Messing absolut ungeeignet. Da geht nur Natriumpersulfat oder besser Salpetersäure. Bei Salpetersäure sind erhöhte Sicherheitsbestimmungen von nöten sind Very Happy

Florian
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Beitrag von Kaffeesachse am Sa 01 Okt 2011, 17:29

Hallo Florian,

heute komme ich endlich dazu Dir zu antworten. Mit dem Ätzmittel magst Du Recht haben, wenn die Teile in einem Bad behandelt werden. Meine Ätzanlage versprüht das Ätzmittel, indem es auf eine sehr schnell laufende Scheibe tropft. Der Antriebsmotor stammt übrigen aus einer alten Fruchtsaftzetrifuge. Damit erreiche ich, dass sehr viel Luft bzw. Sauerstoff beim Ätzvorgang dabei ist. Ein weiterer Vorteil, ich kann den Ätzvorgang optisch verfolgen, was in einem Tauchbad mit Eisen(II)clorid überhaupt nicht möglich ist. Im unteren Teil des Ätzbehälters sammelt sich das Ätzmittel wird anschließend wieder aufgeheizt und nach oben gepumpt, um erneut versprüht zu werden.
Die Heizung muß dabei doch recht leistungsfähig sein, da durch den hohen Lufteinsatz beim Versprühen das Ätzmittel stärker gekühlt wird. Doch nur heiß, ätzt auch wirklich schnell! Der alte Glasbehälter ist beim Hochwasser 2002 zerstört worden. er war schnell ersetzt. Dreh und Angelpunkt ist aber die Pumpe für heißes Ätzmittel. Ich muß das Zeug nur einen halben Meter hochpumpen. Während des Studiums hatten wir dafür eine Art Becherwerk aus PVC. Das Ätzmittel wurde geschöpft. Meine erste Pumpe war ein Polyäthylenschlauch. Mit Walzen wurde der zusammengedrückt und hat so schluckweiße das Ätzmittel transportiert. Die neue Pumpe ist nun eine richtige Zahnradpumpe aus Plaste-Zahnrädern eines alten Druckers. Das Gehäuse ist auch aus Plaste. Alle Schrauben und Metallteile kommen nicht mit dem Ätzmittel in Berührung. Zusammengehalten wird alles durch zwei Flanschplatten und 10 Schauben. Mit einer elektrischen Handbohrmaschine als Antrieb habe ich eine Förderhöhe von über 2 m erreicht. Im Moment recheriere ich noch einem dicht schließenden Behälter als Ätzraum. Bisher habe ich die gesamte Ätztechnik in eine große Plastewahnne gestellt, so dass alles, was trotz Dichtung irgendwo herauskam, in diese Wanne tropfen mußte und dort aufgefangen wurde.
Übrigens, ich könnte die Anlage auch mit Natriumpersulfat befüllen. Mal sehen was dabei heraus kommt. Dazu muß sie aber erst mal wieder einsetzbar sein.
So viel für heute dazu. Bilder von der Pumpe kommen beim nächsten Mal mit.
Besten Gruß Reiner
Kaffeesachse
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Beitrag von dietmartillmann am Sa 01 Okt 2011, 22:52

Hallo Kaffeesachse, hallo Florian,

die Ätzanlage, die der kaffeesachse beschreibt, gibt es in einer abgespeckten Industrieausführung bei Saemann Ätztechnik und ist leider sehr teuer. Deshalb kann ich auch verstehen, das der Kaffeesahcse die Anlage selber bau. Bedingt durch das Sprühverfahren wird hier sehr wenig Ätzflüssigkeit gebraucht, ist also auch sparsam und durch den hohen Sauerstoffanteil sehr schnell. Und durch die Schnelligkeit entsteht nur eine gewringe Unterätzung.

Während meinen Studiums an der FH Hagen hatte wir eine Durchlaufätzanlage, in der Du auf der einen Seite die fotobeschichtete Paltine (belichtet und entwickelt) hinteinführtes und nach kurzer Zeit kam sie uf der anderen Seite ferig heraus. Die Anlage arbeitete noch mit Eisen(III)Clorid. Das war in den 80er Jahren des vorigen Jahrhunderts (Mann, bin ich tatsächlich schon so alt?). Heute arbeitet man nicht mehr so, oder nur für Einzelanfertigungen. Dafür gibt es bei Conrad Elektronik das sogenannt Ätzset. Dabei ist auch eine Belichtungslampe, Entwickler 2 Plastikschalen und eben das berüchtigte Eisen(III)clorid. Keine heizung, keine Umwälzpumpe.... Eisen(III)clorid in die Schale, heisses Wasser drauf, Platine rein und wippen. Und nach einiger zeit haste die Platine geätzt.

Durchätzen von Messing für den Modellbau - vergiss es. geht dmit nicht, Eher wird das Wasser zu Eis!

Viel Spaß beim Ätzen.
dietmartillmann
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Beitrag von Kaffeesachse am Mo 03 Okt 2011, 15:38

Hallo Dietmar,

danke zunächst für Deine Ergänzungen. Dass es so eine Anlage fertig gibt wußte ich nicht. Einen wesentlichen Punkt bei dem Verfahren hast Du vergessen. Durch das herablaufende Ätzmittel werden Rückstände des Ätzprozesses aus den Vertiefungen gespühlt. Damit kann unverbrauchtes Ätzmittel besser angreifen. Die Rückstände erzeugen diese typisch braune Farbe und setzen sich als Schamm am Boden des Ätzbehälters ab. Man sollte die unverbrauchte Ätzflüssigkeit also ein Stück über dem Boden abpumpen. Restlos verhindern kann man es nicht, das verbrauchtes Ätzmittel mit abgepumpt wird. Eine Beruhigungszone nach Art eines Trapses ist aber ganz hilfreich.

Mit dem Hinweis auf die Technik des vorigen Jahrhunderts (Wir werden alle nicht jünger!) hast, mich angestachelt etwas weiter zu denken. So habe ich die nicht mehr benötigten Reste der alten Ätzanlage verschrottet. Die Versuche mit der Zahnradpumpe zeigen nämlich, dass die Zentrifuge samt der Fliehkraftscheibe entbehrlich ist. Der erziehlte Druck reicht aus, um das Ätzmittel über Düsen direkt auf das Werkstück zu sprühen. Das erleichtert auch das gleichzeitige Ätzen von Vorder- und Rückseite, was sich logischer Weise in der halben Ätzzeit niederschlagen sollte. Der Bauaufwand für die Zahnradpumpe ist relativ gering, sofern die Zahnräder vorhanden sind! Da ich mindestens noch eine Pumpe für die Rückseite bauen muß, werde ich die einzelnen Schritte mal im Bild festhalten.
Falls eine Pumpe für mehrere Düsen nicht ausreicht, bekommt jede Düse eine extra Pumpe. Es könnte also druchaus auch eine „4-motorige Ätzmaschine“ entstehen.
Dann werde ich auch das Natriumpersulfat testen.

Zum Ätzmittel Eisen-III-Clorid folgender Hinweis. Unter
Code:
http://weidling-gmbh.de/aetztechnik.htm
sind ätzbare Strukturen mit 0,2 mm angegeben. Das sollte uns doch wohl reichen! Überhaupt scheint die Industrie das alte Eisen-III-Clorid zu bevorzugen:
Weitere Hinweise unter : aetzen.de oder thomaspfeifer.net
Sehr anschaulich für alle Modellbauer [code]www.themt.de[code]
Man muß sich übers Menue zu Modellbau – Teile anfertigen – Ätzen durchklicken.
Da findet man auch schon ein paar Tricks.

Ein lustiger Tip von einem bekannten zum Ätzset von Conrad. Man kann die Schale mit dem Ätzbad schaukeln. Man kann aber auch das Ätzbad mit dem Vibrator der Frau bewegen...falls sie das Ding nicht mehr benötigt. Da verschwäpprt man nicht so viel.

Gruß Reiner



Zuletzt von John-H. am Mo 03 Okt 2011, 17:09 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet (Grund : Link bearbeitet!)
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Beitrag von Dirk Kohl am Mo 03 Okt 2011, 15:48

Na das klingt ja sehr interessant,könntet ihr vieleicht auch mal ein Bild der Ätzanlagen mit einstellen.
Dirk Kohl
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Beitrag von Kaffeesachse am Mo 03 Okt 2011, 17:54

Hallo Dirk,
wie ich schon schrieb, meine alte Anlge ist zerlegt. Lies bitte einmal meine Antwort an Dietmar. Dort erfährst Du, warum sie in ihrer alten Form nicht wieder zusammengebaut wird. Von der neuen gibt es aber dann Bilder! Zunächst zeige ich, wie die Zahnradpumpe entsteht.
Gruß Reiner
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Beitrag von dietmartillmann am Mo 03 Okt 2011, 19:01


Code:
 http://weidling-gmbh.de/aetztechnik.html

Wurde wegen Direktlink geändert

Bitte beim nächsten mal darauf achten!
dietmartillmann
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