Der lustige Modellbauer
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Raddampfer "Dilette"

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Raddampfer "Dilette" Empty Raddampfer "Dilette"

Beitrag von Slyv am So 09 Jan 2011, 20:35

Hallo Schiffbauer.

Im Dezember 2009 packte mich die Bastelwut, ich wollte - gehauen oder gestochen - einen kleinen Schaufelraddampfer. Und da es nirgends einen Bausatz gab, der mir wirklich gefallen hätte, beschloss ich, das ganze selber zu planen.

Als Antriebsmaschine sollte eine Wilesco D3 (deren kleinste Maschine) zum Einsatz kommen. Anfangs wollte ich sie noch leicht umbauen (damit sie besser auf den Rumpf passt) aber später habe ich dann doch den Rumpf so geplant, dass ich die Maschine in Originalzustand oben drauf setzen kann.

So ist dann mein erster Raddampfer (eigentlich mein erstes Wassergefährt überhaupt) entstanden, der Dilettantendampfer a.k.a. "Dilette":
Raddampfer "Dilette" Brunne10


Den Rumpf habe ich aus einer 20mm dicken Styroporplatte ausgeschnitten, er ist 38cm lang und 25cm breit. Den Styroporkern habe ich rundum mit 2mm dickem Balsaholz beplankt (mit Kontaktkleber) und anschliessend mit mehreren Schichten Bootslack versiegelt.

Das Schaufelrad hat 120mm Durchmesser und ist 45mm breit. Es besteht aus Birkenfurnier (0,6mm 3fach verleimt) und wurde aus der Spraydose lackiert. Die Einzelteile mit der Laubsäge auszusägen war ganz schön friemelig, aber das Zusammensetzen der Teile war dann erst die eigentliche Geduldsprobe... Empört

Raddampfer "Dilette" Schauf10
Raddampfer "Dilette" Schauf11
Das Schaufelrad mit seinen 16 Schaufeln, das wiegt fertig lackiert gerade mal 15g!


Die Achse ist ein 6mm Messingrohr, in den Lagerblöcken (aus 5mm dicken Flugzeugsperrholz) stecken kleine Modellbau-Kugellager. Die Antriebs-Untersetzung der Maschine ist etwa 1:10, das hölzerne Antriebsrad besteht aus 2 runden Stücken 3mm Flugzeugperrholz, welche ich erst rundgeschliffen, dann die Aussenkante schräg angeschliffen und dann so zusammengeleimt habe, dass das fertige Rad eine V-förmige Rille in der Aussenfläche hat. Dieses Rad hat 60mm Durchmesser.

Oben am Rumpf stehen 2 Gewindestifte (M3) raus, da wird der Maschinensockel drauf gefädelt (hat 2 Löcher für Befestigungsschrauben) und mit 2 M3 Muttern festgeschraubt. Dann wird die Maschine mit einer Wilesco-Antriebswelle mit dem Antriebsrad auf der Messingachse verbunden.

Und so schaut es aus, wenn der Dampfer fährt:
Auf unserem Dorfbrunnen: