Der lustige Modellbauer
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M 1935

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M 1935 - Seite 7 Empty Re: M 1935

Beitrag von Gravedigger77 am Di 04 Dez 2018, 07:42

WS222 schrieb:Fluitin ist eigentlich der Handelsname für Kolophonium. Im Elektroniklötzinn ist das im Kern enthalten und ideal für Leiterplatten und vieles Andere.
Lötfett funktioniert irgendwie anders, dadurch kriege ich sehr kleine und schlanke Verbindungen hin. Dagegen sieht das mit Kolophonium verlötete Material eher wie geklebt aus.
Wenn ich Leitungen verzinne, nehme ich auch manchmal Lötfett, weil das tatsächlich Zinn spart....  

Wenn das aussieht wie geklebt passt die Temperatur nicht ganz.
Ist bei den neuen Lötzinnen ein Problem da kein Blei mehr mir drin ist.
Musst mal versuchen etwas zu spielen
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Beitrag von WS222 am Di 04 Dez 2018, 07:54

Ich trau mich nicht an Temperaturen über 270 Grad, weil sich dann der Leiterplattenkleber auflöst und Kolophonium eigentlich verbrennt. Das mit dem Blei klingt aber als gute Erklärung
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Beitrag von WS222 am Di 11 Dez 2018, 09:21

Weiter mit einer Menge Details, hier die beiden Otterkräne.
Lassek liefert einige Komponenten im Maßstab 1:50, so dass man sich das Entwerfen und fertigen von Einzelteilen sparen kann.
Der fertige Bausatz sieht dann so aus:

M 1935 - Seite 7 Dsc_0620

Für das Räumen der am häufigsten verwendeten Ankertauminen gab es zwei Verfahren: Entweder die Kombintation aus Schwimmer auf dem Wasser und einem Schlitten, der wie ein Scherbrett aus der Hochseefischerei aussah, oder ein Otter, der durch eine eingebaute Tiefensteuerung eine konstante Tiefe halten konnte. Diese Einheiten wurden hinter dem Schiff hergeschleppt und sollte die Taue der Minen mit speziellen Schneidgreifern durchtrennen, so dass sie an die Wasseroberfläche aufstieg und dann zerstört werden konnte.
Die Otter konnten bei höheren Geschwindigkeiten und in größeren Tiefen eingesetzt werden, waren durch die Tiefensteuerung (die mit 8kg Quecksilber gefüllt war) aber empfindlicher. Ein Otter wog über 600kg und konnte, anders als die Schwimmer, nicht mehr von Hand ausgesetzt werden.
Auf Deck sieht das dann so aus:

M 1935 - Seite 7 Dsc_0621
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Beitrag von Plastikschiff am Di 11 Dez 2018, 09:25

Hy Winfried,
sehr schöne Detail Arbeit von dir.
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Beitrag von WS222 am Di 18 Dez 2018, 09:09

So,
letzter Baubericht vor Weihnachten. Bis zum nächsten Jahr ist dann erst mal Pause.
Weiter geht es mit dem Entfernungsmesser. Bis in die 40er konnte nur mit optischen Triangulationsmessern eine Distanz vermessen werden. Das geht so:
Zwei Spiegel, die in einem definierten Abstand montiert sind, werden auf ein Objekt gerichtet. Zwischen den Spiegeln sitzt eine Person, die beiden Bilder über zwei weitere Spiegel sieht. Beide Bilder müssen durch das Verstellen der äußeren Spiegel zur Deckung gebracht werden. Wenn der Verstellwinkel bekannt ist, kann man daraus die Entfernung berechnet werden.

Auf den Minenräumern befand sich ein 3m Messgerät, der Bauplan hierzu kommt von Jürgen Eichard. Diese Baupläne haben eine sagenhafte Qualität: Jedes Detail, bis hin zu den Verbindungsleitungen zwischen den Schaltkästen, ist eingezeichnet.

Das Ganze sieht dann so aus:

M 1935 - Seite 7 Dsc_0623

Sockel aus Alu, der eigentliche Messbalken ist aus PS, der Rest kommt aus dem 3D- Drucker und aus der Lasercutterei

Entgegen der allgemeinen Meinung vertritt Eichard übrigens die Theorie, dass der Messbalken vertikal geneigt und dadurch auch für die Luftabwehr geeignet war.
Weiterer Bauzustand, hier schon in grau:

M 1935 - Seite 7 Dsc_0624

Beziehungsweise in der entgültigen Position auf der Brücke:

M 1935 - Seite 7 Dsc_0711

Ob dieses Gerät tatsächlich so gefahren wurde? Kann ich nicht sagen, es sieht ziemlich groß aus. Auf Photos ist noch ein anderes Modell gegeben zu sehen, dass wesentlich schlanker wirkt.
Kann mir einer der Spezialisten einen Hinweis geben?
Alex?
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Beitrag von Plastikschiff am Di 18 Dez 2018, 10:00

Hallo lieber Winfried,
ich weiß das ich mich wiederhole. Aber was du hier zeigst ist so toll das mir kein Wort des Lobes einfällt was deiner Arbeit angemessen ist. Bravo Bravo Bravo Bravo
Dir und deiner Familie wünsche ich von Herzen ein besinnliches Weihnachtsfest und alles Liebe und Gute für dich und deine Familie.
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Beitrag von WS222 am Mi 02 Jan 2019, 19:43

Hallo und euch allen ein gesegnetes 2019,

die Weihnachtskekse sind gegessen, die Böller aufgebraucht und es ist wieder Zeit für einen weiteren Baubericht:

Es geht weiter mit der Räumwinde....
Der Bauplan hilft hier nicht wirklich weiter, weil die abgebildete Winde nur wenig Ähnlichkeit mit den Photos hat.
Gefunden habe ich das hier:

M 1935 - Seite 7 2016-012

Problematisch sind die Spills: Anders als das, was man so als Zubehör kaufen kann, haben diese hier Rillen!

Seit einiger Zeit besitze ich eine kleine Drehbank und habe folgendes gemacht:
16 Messingbleche 0,2mm zusammengelötet, mit einem 3mm Loch versehen, achteckig gesägt, mit einer Schraube und Mutter versehen und dann in die Drehbank eingespannt. Problematisch ist, dass man das Ganze sehr fest zusammenschrauben muss, um ein Durchdrehen der Schraube zu bermeiden. Leider haben ich dabei mehrere Gewinde ruiniert, bis ich auf die Idee gekommen bin, einen durchgebohrten M3 Abstandshalter zu verwenden. Dadurch kriegt man genug Kraft auf die Schraube und das Durchdrehen ist weg.
Hier das Ergebnis:

M 1935 - Seite 7 Dsc_0630

Die Zahnräder sind von Ebay und die großen Seilrollen kommen aus dem Modellbauversand. Das Ganze wirkt etwas breit aber egal!

Hier die Winde in Bunt:



Hinzugekommen sind einige Handräder und die beiden Bügel, mit denen die Seile auf den Rollen geführt werden
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Beitrag von WS222 am Fr 11 Jan 2019, 13:43

Die Kriegsmarine scheint einige spezielle Bootsgattungen geschaffen zu haben und der Hochseeminensucher gehört für mich dazu. Mit den beiden 105mm Geschützen ist die Feuerkraft ja schon fast mit einem leichten Zerstörer zu vergleichen.

Als Vorlage für die Geschütze dient Bauplan 105mm skc/32 von Eichardt.

Das Geschütz selber besteht aus einem 3D- Teil. Als Rohr wurde ein gedrehtes Alurohr verwendet, wie es im Plastikmodellbau erhältlich ist. 75mm im Maßstab 1/35 entspechen 107mm in 1/50: Passt also. Dazu kommt dann noch die hydraulische Rohrbremse aus Messing

M 1935 - Seite 7 Dsc_0635

Der Sockel der Lafette besteht aus einem Aludrehteil, die Seitenteile sind wieder Lasercut.

M 1935 - Seite 7 Dsc_0636

Bereits angebaut sind die Halter für die Sitze der Geschützbedienung und die Wellen für die Handräder.

Es ist mir wieder mal der Fehler unterlaufen, den ich bei den Bullaugen für die Brücke und das Deckshaus gemacht habe:
Bei den Bohrungen habe ich das Außenmaß angegeben und nicht die tatsächliche Bohrung. Das kostet dann viel Zeit, um die Öffnungen wieder auf das richtige Maß zu bekommen.
Hier habe ich die Bohrungen für die Handräder auch auf ein Außenmaß angegeben und konnte das dann mit Messinghülsen wieder anpassen.
Beim nächsten Modell werde ich nur noch kleine Zentrierbohrungen setzen, und das dann selber vergrößern
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Beitrag von WS222 am Fr 18 Jan 2019, 07:58

Zusammengesetzt sieht das Geschütz dann so aus:

M 1935 - Seite 7 Dsc_0638

Der Bohrer wird dann besimmt mal gegen eine Welle ausgetauscht.....

Weiterhin sind Sitze für die Bedienung und die Halter für den Splitterschutz angebracht.

Der Splitterschutz besteht wieder aus Karton:

M 1935 - Seite 7 Dsc_0639

Vor dem Zusammenkleben wurden von innen PS- Leisten eingeklebt, um zusätzliche Stabilität zu bekommen. Die Ecken wurden dann gespachtelt und vorsichtig verschliffen. Der Karton lässt sich tatsächlich wie Balsaholz verarbeiten, allerdings gibt es beim Schleifen Stellen, die nicht so richtig wollen. Im Zweifel hilft hier etwas dünnflüssiger Sekundenkleber zur Stabilisierung
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Beitrag von WS222 am Do 07 Feb 2019, 14:33

Nach einer längeren Berichtspause gehts weiter:

Zusammengebaut und ohne Bohrer sieht das Geschütz so aus:

M 1935 - Seite 7 Dsc_0640

Hinzugekommen sind die beiden Optiken für die Bedienungen und der motorische Einzug hinten auf dem Verschluss. Man kann das Thema bestimmt noch weiter treiben, aber hier hört meine Lust auf, weil vieles hinterher unter dem Splitterschutz verschwindet.
Von Innen sieht der Splitterschutz so aus:

M 1935 - Seite 7 Dsc_0641

und von Außen so:

M 1935 - Seite 7 Dsc_0642

Die Verschlüsse für die Optiken sind geöffnet und die Wartungsluke unter dem Geschützrohr geöffnet dargestellt.
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Beitrag von WS222 am Do 07 Feb 2019, 14:38

Hier die Stellprobe auf dem Backdeck:

M 1935 - Seite 7 Dsc_0712

Für meinen Geschmack wirkt das Ganze etwas zu groß, allerdings konnte ich keinen Fehler finden.

Laut Literatur kann das Geschütz als schwere Flak eingesetzt werden. Leider kann ich das so nicht bestätigen. Bei 50 Grad ist leider Schluss
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Beitrag von Al.Schuch am Do 07 Feb 2019, 14:46

Wirklich schönes Teil, wie immer perfekt umgesetzt.
Gruß
Alex
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Beitrag von Al.Schuch am Do 07 Feb 2019, 15:23

Ich habe übrigens Unterlagen zum Geschütz gefunden.
Hast du noch Interesse daran?
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Beitrag von WS222 am Do 07 Feb 2019, 15:30

Hallo Alex,

auf jeden Fall!!
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Beitrag von Al.Schuch am Do 07 Feb 2019, 15:39

Ok, ich scann sie später und schick sie dir.
Ich habe übrigens auch keine Einzeltürme mit höherer Elevation gefunden.
Das bezieht sich möglicherweise nur auf die offene Aufstellung.
Die Doppeltmontierung dagegen, z.b. auf Z-25, konnte auch Steilfeuer schießen.
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Beitrag von WS222 am Fr 15 Feb 2019, 09:45

Da im Moment kaum zum Bauen komme und auch zum Schreiben wenig Lust habe, hier einfach mal ein paar Eindrücke:

M 1935 - Seite 7 Dsc_0713

Viele der montierten Sachen, also Schornstein und die Leiter hatte ich ja schon vorgestellt. Neu ist der Morsescheinwerfer auf dem Brückennock und das Beiboot (Plastik, irgendwo beim Modellbauhändler gefunden)

Und das hier:

M 1935 - Seite 7 Dsc_0714

Von Backbord auf das Deckshaus. Hinten sieht man die Mechanik für die Pinasse, vorne eine der zugekauften Rettungsinseln. Unten als Krönung den Lackierunfall, bei dem vor dem Sprayen der Durchgang nicht ausreichnd maskiert wurde. Das ist in der Zwischenzeit behoben. Weil das Holz vorher schon mit Bootslack behandelt wurde, war das kein so großes Thema....
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