Der lustige Modellbauer
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'Strip Down' Fokker DR.I / Artesania Latina, 1:16

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Re: 'Strip Down' Fokker DR.I / Artesania Latina, 1:16

Beitrag von Straßenbahner am Do 28 Feb 2019, 01:12

Hallo Jörg,
auch wenn Du leise fluchst ich weis nur eins Du machst aus diesem Bausatz wieder ein super Modell.
Wünsche Dir weiterhin viel Erfolg bei dem weiteren Aufbau.

Gruß Helmut Winker 2
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Vor-Bild ...

Beitrag von Jörg am Do 28 Feb 2019, 10:11

Vielen Dank für Eurer Interesse und den Zuspruch ... das freut mich und spornt an! Freundschaft

Wie man auf den letzten Bildern sehen konnte, habe ich mich auch bei den Tragflächen nicht
an die von Artesania Latina gezeigte Farbgebung mit braun bemalten Rippen gehalten.
Trotz 'Echtholz' macht Farbe hier auf jeden Fall Sinn, um die Laserkanten zu kaschieren;
keinen Sinn macht dagegen ein Anstrich der Rippen mit relativ dunklem Braun,
denn am Vorbild wurde hier fast ausschließlich (helles) Sperrholz verarbeitet.
Auch im Zusammenspiel mit den Nasenkanten und Dreieckverkleidungen am Rumpf (bemalte Ms- und St-Ätzeile!)
sollte hier am Modell eine insgesamt möglichst homogene, in sich stimmige Farbwirkung erreicht werden.

Hier mal als interessanter Vergleich einer der (flugfähigen) DR.I-Nachbauten von Herrn Achim Engels
aus Schorndorf - einem der, wenn nicht sogar DEM weltweit führenden Experten zum Thema Fokker ...  Cool
Code:
https://i.servimg.com/u/f27/14/34/18/33/dr_i_197.jpg
Bild aus Urheberrechtsgründen im Code!

Der strukturelle Aufbau ist vollständig authentisch, beim Bau wurden sogar die damals üblichen
Methoden und Verfahren angewendet. Momentan noch nicht authentisch sind der Motor
(deshalb auch die provisorisch etwas nach vorne versetzte Cowling) und die 'moderne' Bereifung.
Das am Schuppentor aufgehängte Höhenleitwerk eines Fokker D.VII trägt als Sichtschutzanstrich
die charakteristische, sogenannte Fokker-Stromung (am Modell auf dem Fahrwerkflügel eingebracht).

Insgesamt vermittelt das Bild einen sehr schönen Eindruck davon, wie es unter der Bespannung aussieht;
auch für die von mir in etwa angestrebte farbliche Gesamtwirkung meines 'Strip Down' Modells.  Very Happy

Ansonsten ... sind weitere Ausrüstungsteile zwar in Arbeit, aber noch nicht vorzeigbar.
Derzeit werden z.B. an Befestigungspunkten der beiden Schutzkufen und der Spandau-MG
kleine Pins eingearbeitet, die eine dauerhafte und sichere Verbindung der Bauteile unterstützen sollen.


mehr dazu demnächst ... Gruß - Jörg -  Wink
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Pins'n'Holes ...

Beitrag von Jörg am So 03 März 2019, 22:54

Zu den Schutzkufen ... wenn man diese Bauteile (M57) so wie in der Bauanleitung gezeigt,
einfach in ihre Aufnahmen im unteren Holm steckt, liegen sie 'platt' und unmittelbar an der Tragfläche an!

Das ist falsch!  shocked   shocked   shocked

... Will man die Schutzkufen im korrekten Winkel montieren,
müssen die hinteren Aufnahmen der Kufenhalter im Holm aufgefüttert werden.
Weil dann diese Halterungen praktisch nur stumpf an der Oberfläche angeklebt werden könnten,
wurden hier kleine Pins eingearbeitet, die die Klebeverbindung zusätzlich sichern und verstärken ...



Damit ergibt sich nun die korrekte Anstellung der Schutzkufen unter der Tragfläche von selbst!  Cool

Auch der Zusammenbau der beiden Spandau lMG 08/15 ist mittlerweile fast geschafft ...  Very Happy
Ärgerlich ... besonders die vorderen Endstücke der Kühlmäntel (D1) fallen sehr 'dünn' aus;
vor allem an den Fadenkreuzen ist kaum Substanz vorhanden - die Ringe sind völlig ruiniert!!!  Daumen runter

... ein im Bastelfundus noch vorrätiger universeller Ätzteil-Satz von ABER
mit Handrädern in verschiedenen Durchmessern liefert Ersatz für die unbrauchbaren Fadenkreuze ...  Cool



  • Einzelnes ABER-Handrad auf eine geeignete, ebene Unterlage legen,
  • Ätzteilrahmen mit den ruinierten Fadenkreuzen genau darauf positionieren
  • und mit ganz wenig Sek.Kleber miteinander verbinden ... fertiges Ergebnis ...  Very Happy


Die Probeanpassung der beiden MG zeigt, daß deren Montagepunkte im Rumpfgerüst alle nicht besonders präzise
und damit hilfreich beim korrekten Ausrichten der MG sind ...  Suspect  Ich will deshalb versuchen,
beide MG starr miteinander zu verbinden, um sie als in sich stabile Baugruppe in das Rumpfgerüst zu kleben ...

In die 'Prallschutzpolster' an den Enden der beiden MG wurden Bohrungen eingebracht;
das dann beide MG verbindende, mittlere 'Polster' (M50) erhält kleine Pins,
um diese Klebeverbindungen möglichst stabil gestalten zu können ...



Die beiden Spandau lMG 08/15 in schwarzer Basisfarbgebung,
auch die Leergurtabführungen (M49) sind schon angeklebt ...



Das ist nun der aktuelle Stand ... weiter demnächst ...  Cool

Gruß - Jörg - Wink
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Spandau lMG 08/15 ...

Beitrag von Jörg am Fr 08 März 2019, 19:26

Es fügt sich zusammen, was zusammen gehört ...  Very Happy
- und was nicht passen will, wird passend gemacht!  Twisted Evil

Die beiden als separate 'Einheit' zusammengesetzten Spandau-lMG 08/15;
eigentlich sollten die ja 'neu' bleiben, aber um die Details etwas mehr herauszuholen,
wurde dann doch noch mit Eisenfarbe trockengepinselt ...  Very Happy



Die MG-Einheit konnte wie erhofft, problemlos in den Rumpf eingesetzt werden.
Die vorgesehenen Montagepunkte stimmen nicht oder wurden nur teilweise getroffen;
wichtiger ist hier die korrekte, parallele Ausrichtung der beiden MG und ihre Stellung zu den Gurtzuführungen!  Cool



Das Einharzen der MG-Halterungen war etwas fiddelig, aber immer noch leichter,
als nach Bauanleitung die MG einzeln auszurichten, anzukleben,
dann das mittlere Prallschutzpolster und auch noch die Leergurtabführungen einzeln anzubringen ...



Wie man sieht, sitzt z.B. die hintere Halterung des rechten MG deutlich neben dem vorgesehenen Montagepunkt;
das wird noch mit schwarzer Farbe kaschiert ...  Grinsen

Wenn die MG fest im Rumpf sitzen, können die Flexiblen Wellen zu den Zentralsteuerungen eingezogen werden.
Die Gitarrensaiten wurden von vorne durch die vorbereiteten Aderendhülsen im Frontschott geschoben, mit Pinzette
innerhalb des Rumpfes in die vorbereiteten Bohrungen an den MG-Unterseiten 'bugsiert' und mit Sek.Kleber gesichert.

Die 'Wellen' wurden vorne an den Aderendhülsen passend abgezwickt und ebenfalls fixiert.
Auch hier wurden alle Klebe- und Montagepunkte mit 2-K-Harz nachgearbeitet.

Flexible Wellen (aus Gitarrensaiten) führen von den MG, unter dem Mun.Gurtkasten durch ...



... nach vorne zu den ergänzten 'Zentralsteuerungen' der MG-Synchronisation ...



Alles in Allem hat die von der Bauanleitung abweichende Montage der MG mit den ergänzten Wellen
also so funktioniert, wie sie angedacht und vorbereitet worden war ...  Cool

TEST! ... Daneben, alles gut!  sunny



Bei dieser Gelegenheit wird auch die Dreieckverkleidung auf dem Rumpfrücken angeklebt.

Die Verbindungstellen zu den Teilverkleidungen (Cockpiteinrahmung) sind nicht so toll gelungen,
auch hier mußte farblich nachgebessert werden ...



So ... was steht denn nun eigentlich alles noch aus?  Suspect

- Die Blechverkleidung (mit Wartungsklappe) vorne unter dem Rumpf;
- danach kann auch das Fahrwerk verklebt und verspannt werden.
- zum Schluß noch Motor und Motorverkleidung (Cowling) ankleben.

Ach ja ... der Propeller fehlt natürlich auch noch! Very Happy


... doch dazu mehr in der Fortsetzung ... Gruß - Jörg - Wink
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Re: 'Strip Down' Fokker DR.I / Artesania Latina, 1:16

Beitrag von eydumpfbacke am Fr 08 März 2019, 20:08

Sehr schön, Jörg Cool Bravo
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So kleine Sachen wieder ...

Beitrag von Jörg am Sa 09 März 2019, 00:04

Danke, Reinhart ... scheint so, als kommt das Ziel nun langsam in Sicht ... Cool

Was auch noch in's Auge fällt ...  Suspect

Die Motorhaube/Cowling schließt nicht bündig an die dahinter befindliche Verkleidung an;
hier entsteht (wie auch schon an den Prototyp-Modellen!) eine äußerst unschöne Stufe ...



Die Haube muß etwas höher ... kann aber nicht, weil hier massiv 'Material' im Weg ist:
die Passhilfen am Frontschott tun das, was sie sollen und 'blocken' die Motorhaube von innen!  Twisted Evil



Die Haube etwas 'aufweiten' geht auch nicht ... dann passt der Durchmesser nicht mehr!

... die Haube wird im Bereich der Paßhilfen innen etwas dünner 'gedremelt' ...



dadurch erhält sie hier etwas Spiel und läßt sich soweit nach oben verschieben,
daß sie nun wie gewünscht bündig mit der Rumpfverkleidung fluchten kann ...  Cool



Dann wären da noch diese Abstrebungen am Höhenleitwerk anzubringen ...

Die vorgesehenen Druckgußteile M28L/R sind völlig überdimensioniert und setzen zu weit vorne am Rumpfgerüst an.
Das gefällt mir so nicht - stattdessen wurden hier feinere Streben aus 1mm Ms-Draht angebracht ...  Very Happy



Den heutigen Abschluß gibt Unser erfolgreiches Komiker-Duo ... sunny




... weiter demnächst ... Gruß - Jörg -  Wink
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Re: 'Strip Down' Fokker DR.I / Artesania Latina, 1:16

Beitrag von eydumpfbacke am Sa 09 März 2019, 13:56

perfekt Cool Großer Meister
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Re: 'Strip Down' Fokker DR.I / Artesania Latina, 1:16

Beitrag von OldieAndi am Sa 09 März 2019, 21:31

Hallo Jörg,

ich fürchte, ich wiederhole mich zwar dauernd, aber dennoch (was soll man auch sonst dazu sagen): Was für ein filigranes und komplexes Modell und wie aufwändig gebaut! Cool
Durch Deine Baubeschreibungen und Hinweise auf die fehlerhaften Stellen und ganz besonders durch Deine Bilder gewinnt man noch einen ganz anderen Blick auf diese alten Vögel. Wirklich lehrreich, danke!

Schöne Grüße
Andreas
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Re: 'Strip Down' Fokker DR.I / Artesania Latina, 1:16

Beitrag von Jörg am Mo 11 März 2019, 23:56

perfekt ... ist was anderes, Reinhart - aber man gibt sich zumindest Mühe.

Herzlichen Dank auch Dir, Andreas ... naja, ich hatte mich zwar schon sehr auf den Bau dieses Modells gefreut,
aber leider wurde auch sehr schnell klar, daß das ganz und gar nicht so einfach und problemlos wird ... shocked
Hab' also im weltweiten Netz nach Berichten gesucht, die vielleicht zeigen, wie andere Modellbauer
dies oder jenes Problem gelöst haben ...

Was soll ich sagen ... bis jetzt habe ich lediglich zwei (!) englischsprachige Berichte
und ein Stop-Motion-Video gefunden, die den Zusammenbau des Modells behandeln! shocked

Diese Bauberichte geben leider nichts her ... alles wurde (inklusive der offensichtlichen Fehler
und Abweichungen vom Vorbild!)
völlig kritiklos zusammengesetzt, so gut es eben ging?!  shocked
Auch das (übrigens gut gemachte!) Video suggeriert, daß die Bauteile fast wie von alleine zusammenlaufen
und am Ende steht da wiederum nur ein Modell inklusive aller Fehler und Ungenauigkeiten ...  shocked
- also im Grunde auch nicht wirklich ergiebig oder gar hilfreich!

So versuche ich nun, meine eigenen Erfahrungen beim Zusammenbau des Modells
und mögliche Lösungsansätze für Probleme oder sogar Fehler zu beschreiben und zu zeigen ... Grinsen

Mir kommt hier z.T. auch das über die Jahre angesammelte 'unnütze Wissen' zum Fokker DR.I zugute,
denn speziell dieses ungewöhnliche Flugzeug hat mich schon seit meiner Jugend sehr interessiert
und 'landete' auch von Anfang an immer mal wieder in unterschiedlichen Maßstäben auf meinem Basteltisch ... Cool

Vor etlichen (!) Jahren gebaut ... der Uralt-Kit von SMĚR in 1:44 ... Very Happy



Ob mein Bericht 'lehrreich' ist? - Keine Ahnung ... aber ich hoffe, daß er am Ende
für andere, an diesem Bausatz interessierte Modellbauer vielleicht ein wenig hilfreich ist?


Gruß - Jörg -  Wink
Jörg
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Re: 'Strip Down' Fokker DR.I / Artesania Latina, 1:16

Beitrag von Straßenbahner am Di 12 März 2019, 02:04

Hallo Jörg,
ob die Motorhaube immer so dicht mit der Maschine abgeschlossen hat?

habe da ein Bild von einer Maschine.

Code:
https://i.pinimg.com/originals/48/56/85/485685d9f32a4221e8e8f84787bf18cd.jpg

vielleicht sind unter diesem Link noch ein paar gute Bilder für Dich dabei.

Code:
https://www.pinterest.de/pin/289285976041257068/?lp=true

Gruß Helmut Winker 2
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Re: 'Strip Down' Fokker DR.I / Artesania Latina, 1:16

Beitrag von Rafi am Di 12 März 2019, 11:57

Beeindruckend, hier ist ein echter Virtuose am Werk! Wo die meisten (darunter auch ich) in Ehrfurcht vor so einem Bausatz erstarren würden bringst du noch zahlreiche Verfeinerungen an. Very Happy
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Re: 'Strip Down' Fokker DR.I / Artesania Latina, 1:16

Beitrag von Falco 2014 am Di 12 März 2019, 14:10

Das ist jetzt schon ein museumsreifes Modell, Jörg. Ich kann einfach nur weiter staunend zuschauen.

LG
Kurt
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Re: 'Strip Down' Fokker DR.I / Artesania Latina, 1:16

Beitrag von eydumpfbacke am Di 12 März 2019, 17:28

Jörg schrieb:perfekt ... ist was anderes, Reinhart - aber man gibt sich zumindest Mühe.

Hallo Jörg, im Vergleich zum dem, was ich mache, ist das perfekt.
Ich könnte das so nicht.
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Re: 'Strip Down' Fokker DR.I / Artesania Latina, 1:16

Beitrag von Jörg am Di 12 März 2019, 23:59

Danke Euch allen ... aber nu' macht mich mal nicht verlegen ...

Ja, Helmut - die Motorhaube schloß wirklich mit dem Rumpf, bzw. den Rumpfverkleidungen
sehr eng anliegend ab. Auf Deinem Bild ist eines der Vorserienmuster zur Fronterprobung abgebildet,
hier mit Lt. Werner Voss im Cockpit.
Diese drei Maschinen hatten noch die Militärnummern Fok. F I 101 - 103/17 (Serie: Fok. DR I .....).

Der dunkle Steifen um die Haube herum (direkt hinter dem Typenschild) ist das Spannband.
Dieses dünne Stahlseil verläuft in einer den Haubenumfang umlaufenden Sicke und fixiert die Haube am Rumpfgerüst.
Die Haube überlappt dabei den mit Leinenstoff bespannten Rumpfbereich und auch die Obere Rumpfabdeckung.
Die Schlieren direkt hinter der Haube belegen allerdings, daß sich hier trotz dem sogenannten Spritzblech
hinter dem Motor und eng daran anliegender Motorhaube ein gut Teil Öl (Verlustschmierung!) seinen Weg
durch die Überlappungen dieser Bleche hindurch suchte und auch fand!  Wink

Größere Spalten oder gar Absätze (wie leider am Modell!) gab es aber nicht,
weil Haube und Rumpfabdeckungen aus relativ dünnen Aluminiumblechen bestanden.

Der folgende Bildausschnitt ... entstammt einer Serie offizieller Fotos, die etwa April 1918
im Auftrag des Kommandierenden Generals der Luftstreitkräfte (Kogenluft) gemacht worden sind ...


(Bild gemeinfrei)

Im Bild sind der Ansatz der Motorhaube und das Spannband gekennzeichnet;
man erkennt hier am Schattenwurf auch die relativ geringen Materialstärken recht gut.
Das Spannband ist gelöst/geöffnet, beim 'Spannen' dürfte sich die Motorhaube,
vor allem im unteren Bereich der Rumpfseiten, also noch etwas enger anlegen.

Am Modell sollte man deshalb (wie gezeigt) versuchen, den Versatz zwischen Haube
und Rumpfabdeckung so gut wie möglich auszugleichen ... zumal die ansonsten am Absatz
sichtbare Materialstärke des Druckgußteils hier nicht 'Blech', sondern 'Panzerstahl' suggeriert;
denn der ca. 1 mm Absatz am Modell entspräche maßstäblich hochgerechnet 16 mm! ...  Suspect

Gruß - Jörg - Wink
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Re: 'Strip Down' Fokker DR.I / Artesania Latina, 1:16

Beitrag von Glufamichel am Mi 13 März 2019, 00:21

Beifall Ich finde dein fliegendes Skelett klasse, Jörg. Alleine schon dein Aufwand für die Korrektur Bravo
Glufamichel
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Re: 'Strip Down' Fokker DR.I / Artesania Latina, 1:16

Beitrag von Straßenbahner am Do 14 März 2019, 01:28

Hallo Jörg,
vielen Dank für Deine ausführliche Erklärung. Es ist schon Interessant was dazumal so alles gebaut wurde.
Man kann da wirklich sagen: "Die tollkühnen Männer in ihren fliegenden Kisten".
Aber auch die Frauen zogen bald nach, wenn auch etwas später, bedingt durch den 1. Weltkrieg.

Gruß Helmut Winker 2
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Re: 'Strip Down' Fokker DR.I / Artesania Latina, 1:16

Beitrag von Jörg am Do 14 März 2019, 10:43

Danke, Uwe ... mir gefällt's mit den gemachten Korrekturen inzwischen auch soweit ...  Cool

Hallo Helmut, auch einige Frauen waren praktisch von Anfang an mit dabei;

z.B. machte Melli Beese im September 1911 als erste deutsche Frau ihren Pilotenschein,
gründete 1912 die "Flugschule Melli Beese GmbH" und gewann zahlreiche Flugwettbewerbe.

oder die US-Amerikanerin Harriet Quimby, die 1912 im Alleinflug als erste Frau
den Ärmelkanal überquerte - nur drei Jahre nach Louis Blériot ... Very Happy

Aber Du hast Recht ... nicht nur wegen politischer und gesellschaftlicher Zwänge oder Vorurteilen
waren Pilotinnen bis weit nach dem II. Weltkrieg sicherlich die Ausnahme ... Grinsen

Gruß - Jörg - Wink
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Re: 'Strip Down' Fokker DR.I / Artesania Latina, 1:16

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