Der lustige Modellbauer
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Serapis von Airpiccola

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Serapis von Airpiccola

Beitrag von Serapis am Mi 15 Feb 2017, 12:54

Wie schon angedroht einige Infos zu meinen derzeitigen Projekt. Begonnen wurde das in meiner Jugend als Familienprojekt. Dann ging das mit der Arbeit los und ich habe meine Heimat verlassen. Mein Vater wollte das Schiff vollenden, was aber nicht mehr geklappt hat. Seine Feinmotorik und Augen ließen nach. Es wurde nur noch notdürftig fertig gestellt. Dann verschwand es für einige Jahre im Keller, was auch spuren hinterlassen hat. Seit einigen Monaten ist es bei mir.

Die Gesamtansicht:





Bei genauem Hinsehen sieht alles Wüst aus.



Sauber gemacht hat auch keiner






Also erst mal alles weg was stört. Segel, Rahen, Masten und Takellage



Dann Putzwerkzeug, Gallseife, Pinsel, Pfeifenreiniger und Deck schrubben.







Der Unterschied ist zu sehen....







An den Stellen an denen die Kanonen standen sind helle Stellen und Leimreste zusehen



Also Deck schmirgeln und ausbessern







Die Stückpforten sind auch nicht sauber ausgearbeitet und die Nägel der falsch angenagelten Rüsten habe viele Löcher hinterlassen.



Also Holznägel schnitzen und die Löcher zu machen....





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Re: Serapis von Airpiccola

Beitrag von JesusBelzheim am Mi 15 Feb 2017, 16:01

Eine saubere Arbeit bisher Rudolf Bravo

Mit Betonung auf Sauber Wink
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Re: Serapis von Airpiccola

Beitrag von Serapis am Do 16 Feb 2017, 13:48

Mal ein Update, wie es Neudeutsch so schön heißt..... Die Stückpforten wurden nachgearbeitet.

Zur Info ein Bild wie es vor Arbeitsbeginn ausgesehen hat. Die Deckel lagen auf dem Rumpf auf, die Scharniere von außen auf den Rumpf genagelt



Eine Stückpforte ohne Deckel. Vor allem die Unterkante ist unsauber gearbeitet.



Nachdem das ausgefranste Holz entfernt ist werden die Reparaturstücke eingeklebt.



Die Reparaturhölzer nacharbeiten.



Mal sehen ob die Schablone für die Pforten passt....



Hier und da noch von der Deckseite ein Stück neue Laibung einfügen....



Wenn Farbe drüber ist wird von den Ausbesserungsarbeiten nicht mehr viel zu sehen sein....
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Kupferplatten im Eigenbau

Beitrag von Serapis am Sa 18 Feb 2017, 13:06

Wenn ich das richtig recherchiert habe war die Serapis mit Kupfer beschlagen. Das soll im Modell auch so sein. Nach einiger Überlegung hab ich mir weiches Kupferblech von 0,3 mm Dicke besorgt und einen günstigen Hebelschneider. Heut Vormittag hab ich die ersten Versuche gemacht. Etwas Feintuning ist noch nötig, aber die Richtung stimmt.....

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Es kommt Farbe in Spiel

Beitrag von Serapis am So 26 Feb 2017, 12:47

Die ersten Schritte in Richtung Bemalung sind gemacht.....

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Re: Serapis von Airpiccola

Beitrag von Serapis am Sa 15 Apr 2017, 13:31

Es ist soweit, Kupfern steht an. Doch bevor es an die Arbeit geht standen einige Recherchen an was die Kupferung um die Zeit um 1779 angeht. Hier mal die Ergebnisse meiner Recherchen, vielleicht helfen sie ja dem ein oder anderen Kollegen hier weiter:

Die Kupferplatten wurden in verschieden Stärken und Größen hergestellt.

In England und Amerika waren sie allgemein 4 Fuß (121,92 cm) lang und 12 Zoll (30,48 cm) bis 14 Zoll (35,53 cm) breit, die holländischen maßen 120,00 cm mal 50,00 cm. Frankreich benutzte vor dem Jahr 1820 162,50 X 48,8 cm große Platten, danach kleinere mit dem Maß 108,3 X 32,5 cm. Für besondere Stellen am Rumpf kamen Sondergrößen zum Einsatz. Ihre Stärke wurde in Gewicht angegeben. So gab es sie von 14 Unzen pro Quadratfuß über 16, 18, 20, ... bis 32 Unzen pro Quadratfuß. In Millimeter umgerechnet entspricht dies folgenden Werten:

14 oz = 0,48 mm
16 oz = 0,55 mm
18 oz = 0,62 mm
20 oz = 0,68 mm
22 oz = 0,75 mm
24 oz = 0,82 mm
26 oz = 0,89 mm
28 oz = 0,96 mm
30 oz = 1,03 mm
32 oz = 1,10 mm

Diese unterschiedlich starken Platten wurden den ungleich stark belasteten Zonen des Unterwasserschiffs zugeordnet. Dabei fanden allgemein die stärksten Bleche am Vorschiff, mittschiffs in Höhe der Wasserlinie, am Kiel und am Achtersteven mit Ruder Verwendung.

Was die Anordnung der Platten angeht ist nicht viel herauszufinden. Man geht davon aus das diese überwiegend dem Verlauf der Beplankung folgte. Als sicher ist anzusehen das die obere Platte mit ihrem unteren Rand immer über der darunterliegenden Reihe gelegen hat und die Vordere immer die Hintere überlappt hat.

Wenn die Plattenstärken auf Modellgröße umgerechnet werden, kommen selbst bei der dicksten Platte mal grade so 0.02 mm raus. Das ist deutlich dünner als ein Blatt Papier und dürfte von der Festigkeit ungefähr dem entsprechen, was haushaltsübliche Alufolie zu bieten hat. Also für´n Modellbau nicht wirklich zu gebrauchen. So dürfte sich die Plattenstärke kaum maßstabsgetreu umsetzen lassen. Das wird ein Kompromiss zwischen Maßstab und brauchbarer Verarbeitung nötig sein....
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Re: Serapis von Airpiccola

Beitrag von Serapis am Fr 21 Apr 2017, 12:59

Kupferplatten herstellen.

Das ist sicher nicht der Einzige Weg an Kupferplatten für den Rumpfbeschlag zu kommen, aber so mache ich es halt.

Rohmaterial ist in vielfältiger Form zu bekommen, da muss jeder sehen was zu ihm und sein Model passt.

Für mein Model sollten die Platten ca. 10 x 20 mm sein. Also erst mal mit Schablone und Anreißnadel das Maß aufzeichnen.








Um die Nagelköpfe darzustellen wird die Kupferplatte von der Rückseite mit einen Kopierrad wie es Schneider verwenden, bearbeitet. So entstehen kleinen Dellen die von der Vorderseite wie Nagelköpfe aussehen. Die originalen Platten wurden überlappend angenagelt. Da ich das auch so darstellen möchte wird von den Außenkanten nur einen lange und eine kurze Seite perforiert.



Die Platten wurden nicht nur am Rand sondern auch in der Fläche angenagelt. Das wird von hinten angezeichnet.



Dann kommt wieder das Kopierrad zum Einsatz. Da die Flächen nicht so dicht genagelt waren wie die Ränder wir hier ein Rad mit größeren Zacken genommen.





Schneiden mit den Hebelschneider......



Die geschnittenen Platten sind noch recht verbogen.....



....Daher werden sie von der Rückseite gedohmt.



Die fertigen Platten haben eine leichte Krümmung. Das sorgt dafür das die Ränder am Model richtig anliegen.

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Re: Serapis von Airpiccola

Beitrag von NavyRalf am Fr 21 Apr 2017, 14:12

Hallo Rudolf,

es geht doch nichts über eine gründliche Werftüberholung

und natürlich eine gepflegte Reinschifforgie Hüpfeding

Lass die Matrosen schwitzen

Ich Hocke mich mal dazu

Gestatte mir noch eine Frage zu Deiner Altersangabe

Wenn das ernst gemeint ist, bist Du der älteste Schiffseigner östlich von Moskau......
...... oder so sunny

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Re: Serapis von Airpiccola

Beitrag von Serapis am Fr 21 Apr 2017, 14:19

Hallo Ralf,

du bist gerne eingeladen bei der Überholung zuzusehen..... Winker 2

Ach, ja, mein Alter. Ist schon nervig mim Rollator und Werkzeug immer um die Ecken in den Keller zu kommen.. tongue

Neee, is nicht ernst gemeint Pfeffer
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Re: Serapis von Airpiccola

Beitrag von NavyRalf am Fr 21 Apr 2017, 14:35

Hallo Rudolf,

schön mit Vaseline einreiben das Teil, ne Disco-Kugel dran und ein ordentliches Soundsystem

dann bist Du "Rockin Rollator" der König vom Keller lol! lol! lol!
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Re: Serapis von Airpiccola

Beitrag von Serapis am Fr 21 Apr 2017, 14:48

Hi Ralf,

hab ne alternative zum Rollator, die wird im Keller nebenan restauriert.....

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Re: Serapis von Airpiccola

Beitrag von NavyRalf am Fr 21 Apr 2017, 15:11

Hi Rudolf,

Wow, ne Schicke alte BMW

aber ob das ne alternative für das passieren der engen Kellerkurven ist...

ich stell mir das gerade vor, so mit Lederkappe, große Brille aus den 50ern (ala Horst Lichter), riesen Rauchwolke hinterher und dann durch die Kellergänge brezeln.........

wenn das die Ökos wüssten.....


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Re: Serapis von Airpiccola

Beitrag von Serapis am Fr 21 Apr 2017, 15:18

Kommt noch ein Beiwagen dran, dann kipp ich wenigsten nich um Ablachender Alter Mann

Dat muss nach Benzin riechen  Cool Sch.... auf Ökos, würde Werner sagen Empört
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Re: Serapis von Airpiccola

Beitrag von NavyRalf am Fr 21 Apr 2017, 15:21



so issess... in beiden Fällen
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