Der lustige Modellbauer
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Wikinger-Boot Skuldelev 2 (1:20)

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Re: Wikinger-Boot Skuldelev 2 (1:20)

Beitrag von Pirxorbit am Sa 03 Nov 2018, 23:26

Hallo Tom, das es so gewölbt aussieht wie ein toter Fisch an Land, lag nur daran das ich am hinteren Ende auch angefangen habe Holz wegzuschneiden. Jetzt bin ich schon näher an der Endform, aber in der Mitte ist immer noch etwas zu viel.
Das Ganze zieht sich ganz schön, und es ist ja jetzt auch schon der dritte Ansatz. Jetzt allerdings ist es das Heck. Hab auch noch nie etwas Geschnitzt außer Gesichter in Wäscheklammern.




Hi Kurt, das ist schon das ganze Heck, aber ich arbeite nur auf einer Seite. Die Teile sind so abgestützt das sie nicht wackeln und an Stellen die nicht gebraucht werden mit der Platte verschraubt. wenn ich eine Seite fertig habe, muss ich das Teil wenden und die Rückseite machen. Dazu brauche ich dann wohl auch eine neue Platte weil alles spiegelverkehrt ist. Hoffe ich verschnitz mich nicht.
Der zentrale Klotz ist aus einer 28x28 mm Quadratleiste aus dem Baumakt. Gebraucht wird aber eigentlich nur 26mm. ich müsste also noch 1 mm schmaler. Ich habe ja meinen Plan selber gezeichnet. Ich denke das das Heck etwas voller wird als bei der Havhingsten. Der Achtersteven neigt sich auch etwas nach vorne. als Vorlage hatte ich eine Zeichnung aus dem Netz. Darum musste der Klotz auch breiter werden.
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Re: Wikinger-Boot Skuldelev 2 (1:20)

Beitrag von Pirxorbit am Do 08 Nov 2018, 18:09

Moin Moin,
heute sind die kleineren Messer gekommen...





Very Happy

LG Steffan
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Re: Wikinger-Boot Skuldelev 2 (1:20)

Beitrag von Pirxorbit am Sa 10 Nov 2018, 16:23

Hallo es geht weiter mit einem kleinen Anbauteil. Da die Planken des Schiffs nicht wie sonst, oder bei moderneren Holzschiffen, nicht stumpf mit den Steven verbunden werden, sondern mit nach oben gezogen werden, müssen sie an den Enden spitz zulaufen. Da es ab einer gewissen Breite nicht mehr möglich ist sehr schmale Planken zusammen zu nieten, wurden mehrere zusammengefasst. Hier der Versuch ein solches Teil zu Bauen:

Als erstes wieder ein Teil aus Pappe... bzw Pappen... schneiden, schnippeln, zusammenkleben...


Dann habe ich das Holz aus einer 2mm Platte geschnitten, gewässert, in ein nasses Geschirrhandtuch gewickelt und mit einem Bügeleisen heiß gemacht.
Der gebogene "Rohling"




Dann die Planken anzeichnen, das geht nur frei Hand...

oben ist glatt eine Ecke abgebrochen, bei dem Versuch das Teil über kreuz zu biegen. Zum Glück brauche ich die Ecke nicht.

dann entlang der Linien schneiden und mit dem Beitel die Planken herausarbeiten




Die Ansätze für die einzelnen Planken werden abgeschrägt..


Noch einmal an die Helling anpassen... interessanter Weise hat es sich ein ganzes Stück zurück gebogen. Aber passt wenn man es mit den Fingern andrückt.
Da muss ich wohl noch einmal mit Dampf biegen.


Auf der Innenseite habe ich auch so viel Holz weggenommen, das die Platte überall ca. 1mm dick ist.


Da am Heck soll es später hin


Lg Steffan

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Re: Wikinger-Boot Skuldelev 2 (1:20)

Beitrag von Cpt. Tom am Sa 10 Nov 2018, 16:28

Super Steffan...jetzt kann ich mir das ganze auch gut vorstellen und das was Du geändert hast gefällt mir sehr gut Very HappyVery HappyVery Happy
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Re: Wikinger-Boot Skuldelev 2 (1:20)

Beitrag von Falco 2014 am Sa 10 Nov 2018, 20:37

Klasse hinbekommen Steffan,
War mit Sicherheit eine Heidenarbeit. Ich denke, ich kann das beurteilen. Hier zahlt sich deine Vorarbeit aus. Was ich besonders gelungen finde, ist, dass du die Ansatzstücke so dünn hinbekommen hast. Das wird der Form des Stevens zugute kommen.
Sieht jetzt schon alles unheimlich gut aus.

LG
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Re: Wikinger-Boot Skuldelev 2 (1:20)

Beitrag von Pirxorbit am Sa 10 Nov 2018, 23:04

Danke euch fürs Mut machen. Es ist wirklich viel aufwändiger als ich dachte. Und es kommt ja auch noch die andere Seite. Ich hab mir schon einiges ausgedacht, wie ich da die Maße einhalten kann. Aber auch hier ist es so das es halt das erste Mal ist. Ich mache häufig lange Pausen weil ich nicht Sicher bin, oder ich auf Werkzeug warten muss, Ich hatte mir einen Satz Schnitzmesser gekauft. Es waren 6 Stück, von denen ich nachher nur 2 wirklich brauchen konnte. Dann habe ich noch 2x zugeschlagen wobei ich dann auch wieder nur eine Trefferquote von 50% hatte. Wahrscheinlich währe ein VHS-Kurs in Jesuskreuz-Schnitzen einfacher gewesen als es mit Try And Error zu versuchen (Jesuskreuz-Schnitzer ist ein Beruf, jedenfalls hab ich mal einen Kennengelernt, sollte also keine Herabsetzung sein) Vielleicht schaffe ich es am WE das Teil zu wenden, und dann hoffe ich das die beiden ungefähr gleich werden. Andererseits (haha) wird später wohl niemand, bei einem Modell von 1,4m, die Seiten vergleichen.
Empört

Hi Kurt, das dünn hinkriegen ist mit den Messern nicht so schwer. Man braucht nur den graden Kerbschnitz-Beitel und für die Konturen, also die Absätze ein Messer, auch wieder das gerade. Der Beitel schneidet fast wie von selbst glatte Flächen. Ohne Schleifen und Staub... Und kein Lärm von irgendwelchen Bohrern oder Fräsen. Es macht mir richtig Spass damit (öööh noch).
Für das Ansatzstück habe ich die 4 Messer gebraucht die oben im Bild sind. Wenn es nicht zu eng wird, kann man auf das schmale Messer verzichten. Es ist nur 2mm breit, und schneidet das Holz wie Butter, weil die ganze Kraft auf die kleine Klinge wirkt. Leider sind die Messer recht teuer und man braucht etwas zum Schärfen. Aber is doch Hobby  Very Happy

LG Steffan
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Re: Wikinger-Boot Skuldelev 2 (1:20)

Beitrag von Pirxorbit am So 11 Nov 2018, 19:21

Heute bin ich nicht so recht weiter gekommen.... wahrscheinlich Angst.

Aber ich war im Netz unterwegs auf der Suche nach einem Problem. Ich baue zwar die Skundelev 2 und nicht die Havingsten, also den Nachbau aus Roskilde, aber natürlich richte ich mich danach. Das Schiff ist nicht nur einfach ein Nachbau, sondern ist auch genau mit  den alten Techniken gebaut worden. Also mit den korrekten Werkzeugen, den richtigen Materialien etc... Da schwimmt es nun im Hafen und ist BLAU! Guck man im Netz findet man kaum blaue Pigmente, die die Wikinger um 1020 gehabt haben können. Überhaupt scheint Blau eine schwierige Farbe zu sein. Es gibt Völker die kein Wort für Blau haben. Blau aus Färberwaid gibt es erst ab dem frühen Mittelalter, und es ist organisch. Kann mir nicht so recht vorstellen das man damit ein Schiff streicht. Und die Wikinger waren halt früher dran.
War schon kurz davor die Farbe zu verwerfen. Hab aber jetzt doch noch etwas gefunden: Es gibt im Saarland  Wallerfanger Blau. Also ein Bergwerk wo schon die Römer einen blauen Farbstoff abgebaut haben, ein Azuritgestein. Das Pigment sieht so Blau aus wie das Schiff. Das muss höllisch teuer gewesen sein.

Leider hab ich nicht gefragt welche Farbe für den Bau benutzt wurde. Aber es ist ja auch noch Zeit.

LG Steffan
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Re: Wikinger-Boot Skuldelev 2 (1:20)

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