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Black Pearl von Horst und Marcus - Teil 3

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Re: Black Pearl von Horst und Marcus - Teil 3

Beitrag von Der Bastler am Sa 22 Apr 2017, 20:00

Hallo Serapis,  Winker 2

ja ich habe die Fässer selbst gebaut.
Die Großen Fässer habe so gebaut schau mal hier

http://www.der-lustige-modellbauer.com/t13941p300-black-pearl-von-horst-und-marcus-teil-1

Die kleinen Fässer ( 1cm) habe ich gedrechselt. Mit der Bohrmaschine und einer Feile.

Gruß Horst Winker 3
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Re: Black Pearl von Horst und Marcus - Teil 3

Beitrag von Straßenbahner am So 23 Apr 2017, 02:27

Hallo Horst,
habe auch das Buch von "Wolfram zu Mondfeld Schiffsmodelle" vorliegen.
Auf Seite 101 unter Historische Anker ist der Pflichtanker mit 453 cm Länge angegeben, aber mit Ring also Gesamtlänge über alles! Gesamtgewicht 7060 Pfd.
Bei Deiner Zeichnung ist das nur der Metallteil 80 mm vom Anker mit Ankerstock aber ohne Ring.

Auf Seite 102 wird ja die Größe des Pflichtankers berechnet das seit dem 16. Jahrhundert gilt.
Formel:
(Schiffslänge + Breite) x Breite  : 2 = Gewicht in Pfund

z.B. ein Schiff von 80 Amsterdamer Fuß (1Fuß = 283mm) Länge und 22 Fuß Breite hatte dann einen Pflichtanker von:  (80 + 22) x 22 : 2 = 1122 Pfund.

Um die Länge zu bestimmen multiplizierte man das Gewicht in Tonnen (1122 Pfund = 0,561 Tonnen) mit der Zahl 1160 ( wie die 1160 Zustande kommt ist leider nicht erklärt) und
daraus wird die Kubikwurzel gezogen. Das ergibt dann  die Länge in Amsterdamer Fuß.

0,561 x 1160 = 650,76   √³ 650,76 = 8,66 Amsterd. Fuß = 2,45 Meter

Es wird angegeben dass diese Formel für Holland galt, die anderen Länder aber berechneten nach ähnlicher Formel, so dass es nur zu geringen Abweichungen kam.
Nach den Zeichnungen im Buch nach zu urteilen, ist der Ankerstock genau so lang wie die gesamte Ankerlänge.

Also wenn Du bei Deiner Ankerlänge noch den Ring mit einbeziehst dann wird das ganze schon kürzer.

Der Buganker von der WASA wird im Buch mit einer Gesamtlänge von  410 cm angegeben, und ein Gewicht von 5256 Pfd.

Hoffe ich habe etwas zur Verwirrung beigetragen, bin selber über die Größe und das Gewicht erstaunt.  Embarassed
Habe mir nochmals das Bild von der Hermione angesehen, das ist schon gewaltig wenn man die Ankerlänge mit der Schiffswand vergleicht.  Staunender Smilie

Gruß Helmut Winker 2
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Re: Black Pearl von Horst und Marcus - Teil 3

Beitrag von Pirxorbit am So 23 Apr 2017, 09:50

Hallo Horst,
Du könntest Dir auch noch Bilder von der Victory in Plymouth angucken... einfach "Victory Anker" googeln und Bilder anschauen. Auch wenn die Black Pearl kleiner ist sieht man das die Anker recht groß ausfallen. Das mussten sie auch sein, weil sie nur halten, wenn sie richtig flach auf Grund liegen. Deswegen der lange Ankerstock. Der Balken aus Holz bringt unter Wasser kein Gewicht mehr auf die Waage, nur durch den längeren Hebel lässt sich die Flunke in den Grund drehen. Da es auch keine Anker-Kette gab sondern nur eine Trosse (die auch kaum zusätzliches Gewicht bringt) wirkt nur das Gewicht des Schaftes und der eisernen Flunken, um den Anker in den Grund zu graben.
Ich bin der Meinung das Dein großer Anker so richtig ist... Auf den Bildern von der Victory sieht man auch wie der Anker am Schiff befestigt war. Auf Deinen Bildern oben sieht man, dass der Flaschenzug sehr weit nach hinten gezogen worden ist. So würden aber das Seil von den Rollen laufen. Der Anker könnte auch durch eine Kette gehalten werden und nicht auf dem Brett für die Wanten liegen, so daß er etwas weiter vorne unter dem Kran gesichert währe.

LG Steffan
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Re: Black Pearl von Horst und Marcus - Teil 3

Beitrag von Der Bastler am So 23 Apr 2017, 16:41

Hallo Modellbauer,  Winker 2

Winker Hello   Helmut und Steffan ich danke Euch für Eure wirklich tolle Unterstützung.  
DANKE_DANKE_DANKE  Freundschaft  Gentleman   Freundschaft  Gentleman

@ Helmut ich habe mir den Plan von Melpa nochmal näher angesehen. Auf dem Plan der Decksdraufsicht sieht mann auch sehr gut das der Anker vom Kranbalken bis zum Rüstbrett geht.
Auf dem Plan wo die Ankerteile abgebildet sind habe ich mal mit dem Foto
Programm IrfanView nachgemessen und hier die Messdaten.
570 px
2.85 in
90°
72.39 mm

Helmut schrieb,
Hoffe ich habe etwas zur Verwirrung beigetragen, bin selber über die Größe und das Gewicht erstaunt.
Auf Seite 101 unter Historische Anker ist der Pflichtanker mit 453 cm Länge angegeben, aber mit Ring also Gesamtlänge über alles! Gesamtgewicht 7060 Pfd.
Bei Deiner Zeichnung ist das nur der Metallteil 80 mm vom Anker mit Ankerstock aber ohne Ring

@ Helmut das hast Du.
Ich habe das Buch Historische Schiffsmodelle von Herrn Mondfeld. Da wird zwar auf anderen Seiten ebenfalls der Anker beschrieben. Da sind auch Zeichnungen wie und aus welchen Maßen sich ein Anker zusammen setzt.
Und da sind die Maße ohne Ankerring.
Da wird auch für den Pflichtanker 5200 Pfd. und 5,09 m angegeben.
Du schreibst ja auch der Anker der Wasa war 410 cm und 5256 Pfd. dann kann das ja wohl mit der größe meines Ankers zur Pearl stimmen.
Ich danke Dir auch für die ausführliche Berechnungsanleitung eines Ankers.  Gentleman

Steffan schrieb,
Du könntest Dir auch noch Bilder von der Victory in Plymouth angucken... einfach "Victory Anker" googeln und Bilder anschauen.

@ Steffan Danke  Gentleman  für den Tip aber das habe ich als erstes getan bevor ich Euch hier im Forum damit belästige. Ich hatte ja auch schon geschrieben das die Victory und die Endeavour sehr große Anker hatten.

Steffan schrieb,
Ich bin der Meinung das Dein großer Anker so richtig ist...

@ Steffan die Pearl hat im Modell eine Breite über alles von 180 mm. Demnach müßte der Anker nach der Formel
Schiffsbreite durch 2 = länge Ankerschaft noch etwas größer sein.

Steffan schrieb,
Auf Deinen Bildern oben sieht man, dass der Flaschenzug sehr weit nach hinten gezogen worden ist. So würden aber das Seil von den Rollen laufen. Der Anker könnte auch durch eine Kette gehalten werden und nicht auf dem Brett für die Wanten liegen, so daß er etwas weiter vorne unter dem Kran gesichert währe.

@ Steffan ich danke  Gentleman  für Deine Aufmerksamkeit.
Du hast da vollkommen Recht und ich werde Deinen Vorschlag berücksichtigen oder ich müßte einen 90 mm Anker bauen.

@ Helmut und Steffan ich glaube nun doch so langsam an die großen Größen der Anker.  Dank Eurer Hilfe komme ich zu dem Schluß entweder ich behalte den 80 mm Anker und hänge ihn nach Steffans Vorschlag auf oder ich baue einen 90 mm Anker der dann auf dem Rüstbrett aufliegt.

Ich danke Euch beiden nochmal für Eure Mithilfe Gentleman und ich glaube das Thema Anker ist entschieden.

Mit freundlichen Gruß Horst   Winker 3
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Re: Black Pearl von Horst und Marcus - Teil 3

Beitrag von Der Bastler am Mi 03 Mai 2017, 18:40

Hallo Modellbauer,  Winker 2

ich bin immer noch mit meinen Ankern zur Pearl beschäftigt.
In einem anderen Modellbaubuch (Quelle Buch Schiffsmodellbau von Orazio Curti; Verlag Delius Klasing)
habe ich gelesen das dieser Anker (Bilder unten) die Urform darstellte.
Anker wurden früher im Verhältnis 3:1 gebaut. Das heißt der Schaft war dreimal so lang wie die Arme.
Von den Engländern auch "old plain" (alte Bauweise) oder "long shanked" (langer Schaft) genannt.
Nur mal soviel zu dieser Ankerart.

Ich habe nun 2 Anker dieser Bauart aus Holz als Muster hergestellt.
Ankerstock und der Ankerschaft sind 90 mm lang und die Arme je 30 mm.
Das entspricht einer Länge von real 4,50 mtr.
Die Klebestreifen halten vorerst die beiden Ankerstockhälften zusammen.
Nieten und Stockbänder mache ich erst später wenn ich alle Teile aus Messing fertig habe.
Und so sehen die Anker nun aus.  Ich werde die Anker mal zur Ansicht ans Modell bauen.
Bilder werden nachgeliefert.









Mit freundlichen Gruß Horst  Winker 3
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Re: Black Pearl von Horst und Marcus - Teil 3

Beitrag von Der Bastler am Mo 15 Mai 2017, 12:17

Hallo Modellbauer,  Winker 2

nach einer kleinen Pause melde ich mich auch mal wieder.
Ich bin immer noch mit meinen Ankern zur Pearl beschäftigt. Ich komme einfach nicht so recht weiter.
Vieleicht liegt es auch daran das ich keine richtige Lust zum basteln habe.  Alter Mann   Sleep 2  

Wie versprochen die Bilder.
So sieht der Anker am Modell nun aus.



Dann habe ich auch die Ankerstockbänder und die Nieten angebracht und die Holzteile mit Holzlasur gestrichen.
Die Messingteile habe ich dann auch brüniert.

Wenn es jemanden interessiert wie ich die Stockbänder aus Lötzinn gemacht habe,
zeige ich das mal in den folgenden Bildern.
Zuerst in das Buchenholz eine Nut von 1mm Breite und 0,5 mm Tiefe gefräßt.
In diese Nut habe ich Lötzinn in 1mm Dicke gelegt und mit einem kleinen Hammer platt gehämmert.





Das Ergebnis sieht dann so aus. Das Material ist sehr weich und läßt sich sehr gut
und einfach mit dem Finger und ohne Hilfsmittel biegen.



Und so sehen die fast fertigen Holzanker an der Pearl aus.









Da ich das richtige Messing Material noch nicht bestellt habe ( Warum weiß ich auch nicht )
habe ich einfach mal mit dem Material aus meinem Lager versucht einen Anker aus Messing zu bauen.
Wie gesagt der erste Versuch.
Ich wollte auch den Micro-Brenner testen aber das ging gewaltig daneben. Nach vielen Fehlschlägen habe ich dann gemerkt das ich das falsche Lot verwendet hatte.
Statt Silberlot habe ich 2 mm Messinglot verarbeiten wollen, was nicht ging.   Pfeffer
Aus Frust habe ich dann Weichlot verwendet und hier nun die Bilder vom weich gelöteten Anker aus rundem Messing 4mm.













Und hier nun der Vergleich zum Holzanker.



So das wars erstmal wieder.
Ich hoffe das es mit viel Lust am Modellbau bald weiter geht.   Cool

Mit freundlichen Gruß Horst  Winker 3
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Re: Black Pearl von Horst und Marcus - Teil 3

Beitrag von LouisCypheer am Di 16 Mai 2017, 20:27

Wieder mal wunderschöne Details - lass Dir Zeit wenn du keine Lust hast lass es sein-ich mach jetzt schon wieder mal 1 Jahr Pause-irgendwann wirds schon fertig

Grüße Herbert
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