Der lustige Modellbauer
Hallo! Bitte loggen Sie sich ein - oder, falls Sie noch kein Mitglied in unserem Forum sind, würden wir uns freuen, Sie als neues Mitglied begrüssen zu können!
Bitte beachten Sie: Emailadressen über web.de, hotmail und gmx.net werden vom System nicht mehr akzeptiert. Bitte wählen Sie eine andere Adresse zur Anmeldung.

Plastik-Modellbau meets Dampfmaschine: Die Chaperon als Bausatz

Seite 2 von 3 Zurück  1, 2, 3  Weiter

Nach unten

Re: Plastik-Modellbau meets Dampfmaschine: Die Chaperon als Bausatz

Beitrag von John-H. am Mo 19 Okt 2015, 21:47

Aber warum liegt der Motor nicht mittig im Boot! Question scratch
avatar
John-H.
Co - Admin
Co - Admin

Laune : Kommt drauf an, aber meist heiter!

Nach oben Nach unten

Re: Plastik-Modellbau meets Dampfmaschine: Die Chaperon als Bausatz

Beitrag von Guenter am Mo 19 Okt 2015, 22:35

weil in der Mitte eine Verstärkung des Decks ist; da ist die Treppe drüber (die in der Mitte aufs Hurricane Deck führt) und damit es da nicht bricht, gibt's die Verstärkung...
Auf dem Bild mit dem Sperrholz und dem Kessel kann man die sehen, wenn man genau hinschaut (direkt vor dem Kessel und unter der Treppenseitenwand)
avatar
Guenter
Mitglied
Mitglied

Laune : Immer ein wenig unzufrieden, aber guten Mutes

Nach oben Nach unten

Re: Plastik-Modellbau meets Dampfmaschine: Die Chaperon als Bausatz

Beitrag von John-H. am Mo 19 Okt 2015, 22:46

Ah, alles klar, danke für die Info! Very Happy Freundschaft
avatar
John-H.
Co - Admin
Co - Admin

Laune : Kommt drauf an, aber meist heiter!

Nach oben Nach unten

Re: Plastik-Modellbau meets Dampfmaschine: Die Chaperon als Bausatz

Beitrag von Jörg am Mo 19 Okt 2015, 23:26

Interessant, Guenter ...  shocked

viel dazu schreiben kann ich in diesem Stadium zwar nicht,
bin aber ein treuer und gebannter Zuschauer Deines Projekts

Gruß - Jörg - Wink
avatar
Jörg
Moderator
Moderator


Nach oben Nach unten

Re: Plastik-Modellbau meets Dampfmaschine: Die Chaperon als Bausatz

Beitrag von rc-radi am Di 20 Okt 2015, 10:39

Guenter ---- du hast ´ne PN -- sunny
avatar
rc-radi
Modellbaumeister
Modellbaumeister

Laune : Nojaa, ´s bassd scho irchendwie....gell...

Nach oben Nach unten

Re: Plastik-Modellbau meets Dampfmaschine: Die Chaperon als Bausatz

Beitrag von didl am Di 20 Okt 2015, 22:06

Da bin ich auch dabei.
Wird ein interessantes Modell mit einem ausgefallenem Antrieb.
Heckrad mit Kurbel 2 Daumen
avatar
didl
Detailliebhaber
Detailliebhaber


Nach oben Nach unten

Re: Plastik-Modellbau meets Dampfmaschine: Die Chaperon als Bausatz

Beitrag von rc-radi am Mi 21 Okt 2015, 09:12

didl schrieb:
......Heckrad mit Kurbel 2 Daumen

Da werden dann die all zu neugierigen Mitglieder zum kurbeln hingestellt....... Ablachender lol!
avatar
rc-radi
Modellbaumeister
Modellbaumeister

Laune : Nojaa, ´s bassd scho irchendwie....gell...

Nach oben Nach unten

Vor dem Einbau kommt der Ausbau...

Beitrag von Guenter am Mi 21 Okt 2015, 20:18

Nachdem der Kessel (zumindest provisorisch) seine Position gefunden hat, geht's mit dem Heck weiter. Hierfür habe ich die relevanten Teile erst mal aus dem alten Modell ausgebaut. Glücklicherweise sind alle Komponenten mit Silikonschlauch verbunden (Danke für die Hilfe bei der Ersatzbeschaffung, Herbert!) und so mit einem kleinen, aber beherzten Schnitt leicht zu trennen. Hier das passende vorher-nachher-Bilderpaar:


Die Beute sind zwei ca. 9 cm lange doppelt wirkende oszillierende Zylinder mit einem Hub von mehr als 6 cm! Da passt eine Menge Dampf rein - aber der Kessel war ja durchaus dafür dimensioniert. Die Dinger sind offensichtlich handgefertigt. Da hat einer deutlich mehr Geschick (und Werkzeug) gehabt als ich...


Außerdem habe ich das Umsteuerventil ausgebaut, aber bisher noch nicht auseinandergenommen. Ursprünglich kam es mir sehr kompliziert vor: ein Eingang und fünf Ausgänge! Aber beim genauen Hinsehen stellt sich raus, dass es ein ganz "normales" Umsteuerventil ist, das nur für beide Richtungen ein T-Stück gleich mit eingearbeitet hat.
mit Prinzipschaltbild:
Mal sehen, ob ich herausfinde, wo das Teil undicht ist. Dazu muss ich "nur noch" herausfinden, wie ich es an meinen Kompressor anschließe, ohne was kaputt zu machen...
avatar
Guenter
Mitglied
Mitglied

Laune : Immer ein wenig unzufrieden, aber guten Mutes

Nach oben Nach unten

Ran ans Heck - oder jetzt gibt's kein Zurück mehr

Beitrag von Guenter am Sa 24 Okt 2015, 20:54

Das Heck ist im Basuatz eine Konsturktion aus 10mm starkem Hartplastik. Sehr schön exakt gefräst und sogar mit einer kleinen Nut versehen, dass es auch genau an der richtigen Stelle im Heck zu liegen kommt. Die Halte-Streben zum Dach des Boiler-Decks hin sind nur ein wenig dick geraten Traurig 1 aber da werde ich nichts dran machen, das kann nur schlimmer aussehen nachher...
(das Bild ist scho9n der "Nachher"-Zustand - ich hab vergessen, vorher ein Bild zu machen Embarassed )


Mit meiner Schablone habe ich nachgeschaut, wo in etwa die Kolben hin müssen, damit sie nachher auch brav oszillieren. Das ist glücklicherweise etwa einen Zentimeter über der Deckskante und direkt außerhalb der Heck-Konstruktion. Das Anzeichnen der Position hatte es in sich - die Heck-Konstruktion ist in alle möglichen Richtungen schief: sie steht schon auf dem Teil des Hecks, der das Ruder aufnehmen soll und deshalb nach bereits oben geneigt ist, und die Halterung des Schaufelrads geht auch nicht waagerecht nach hinten. Beim dritten Mal hat die Zeichnung dann aber gestimmt Very Happy Dummerweise gehört der zu erstellende Ausschnitt aber gerade da hin, wo der Bausatz-Ersteller das Teflon-Lager für die Antriebswelle des Elektro-Motors eingesetzt hat. Bis jetzt hätte ich prinzipiell das MOdell noch genau so bauen können wie im Baukasten enthalten. Aber nun schlägt die Stunde der Wahrheit! Aber als ordentlicher Bastler ist der Baukasten ja sowieso nur ein Anhaltspunkt - also die kleine Proxxon-Stichsäge angeworfen und rein mit dem Loch. Das kleine Teil war damit aber schon grenzwertig ausgelastet; ist wohl doch eher für dünne Bretter gedacht...

Hier die Aktion im Bild (vorher/nachher):


Soweit ist das alles ok. Dummerweise ist der Kolben zu breit, um noch komplett hinter der Seitenwand zu verschwinden. Das hat mich dazu gebracht, noch mal einen Blick auf die "Original"-Pläne aus den USA zu werfen. Und siehe da - da stimmt was nicht im Baukasten! Der Baukasten hat ein von vorne bis hinten durchgehendes Seitenteil des Boilerdeck-Aufbaus. Das Original hat aber im vorderen Bereich (vor der Küche) einen deutlich schmaleren Aufbau als im Heck. Hier der Ausschnitt aus dem Plan (skaliert auf die Bausatz-Größe):


Im hinteren Bereich ist er dafür etwas breiter als der Baukasten - und das ist genau der Platz, der mir fehlt! Jetzt muss ich mal in mich gehen, ob ich dem Baukasten oder dem Original folge. Vorne würde das nämlich bedeuten, dass der Kessel ziemlich strack in den Aufbau passt (aber passen würde er - der Aufbau ist dann etwa so breit wie jetzt das Plastik-Teil, auf dem der Kessel sitzt, siehe Bilder weiter oben). Und außerdem müsste ich dann das komplette Deck aus Holz nachbauen - der Bausatz hätte da auf jeder Seite ca. 2 cm Lücke...

Was meint ihr?

Günter
avatar
Guenter
Mitglied
Mitglied

Laune : Immer ein wenig unzufrieden, aber guten Mutes

Nach oben Nach unten

Re: Plastik-Modellbau meets Dampfmaschine: Die Chaperon als Bausatz

Beitrag von didibuch am So 25 Okt 2015, 10:10

Hallo Günter,

wäre es nicht sowieso gut, etwas mehr Platz zu haben? Da entsteht doch viele Wärme, die auch irgendwo hinwill?
Aber egal, wie du dich entscheidest: Es sieht schon interessant aus.

Viele Grüße
Dieter
avatar
didibuch
Schneidmatten-Virtuose
Schneidmatten-Virtuose


Nach oben Nach unten

Re: Plastik-Modellbau meets Dampfmaschine: Die Chaperon als Bausatz

Beitrag von Guenter am Fr 04 Dez 2015, 21:47

Nach deutlich viel Zeit, die mit Urlaub, Krankheit und ca. 15 Stunden Arbeit am Modell vergangen ist, muss ich mich doch wieder mal melden.
Ich habe mich entschlossen, dem Original-Plan zu folgen. Das bedeutet natürlich, dass ich auch das Hauptdeck nicht mehr aus dem Baukasten nehmen kann, und schon sind meine zwei "kleinen" Sperrholzplatten zu wenig. Gut, wenn man einen Schreiner zum Freund hat: der hat mir eine Tafel 1,50m x 1,50 m besorgt und auch gleich zwei Streifen abgeschnitten, aus denen ich das Hauptdeck und das Boilerdeck gestalten werde. Der Rest hat dann auch ins Auto gepasst Razz
Dann wurde viel gesägt. Ich habe das komplette Hauptdeck und die zugehörigen Wände in Holz nachgebaut. Die Nut- und Feder-Konstruktion habe ich dabei übernommen; so konnte ich die Teile immer wieder zusammenstecken und auseinanderbauen - beim Planen der "Inneneinrichtung" und Anpassen ein durchaus hilfreiches Vorgehen.
Als ich den Aufbau verschlankt habe, war aber plötzlich die Treppe zum Boilerdeck (bzw. deren Ausschnitt in der Front-Wand) viel zu breit. Also auch da wieder nachgemessen und festgestellt, das die geneigten Bootsbauer den Aufstieg mehr für Männer und weniger für reifberockte Frauen designed haben - der ist ziemlich eng. Aber ich habe ein Foto, bei dem auch Frauen auf den Oberdecks sind, also scheint's doch gereicht zu haben.
Hier meine drei Versuche (links das endgültige, rechts das nach Bauplan-Maßen gefertigte):


Und so sieht das Ganze dann von vorne aus (links der Bausatz, rechts meine Version):

Der Kessel steht immer mittendrin, um zu schauen, ob noch alles passt. Aber das tuts noch, ich hab mal (fast) alle wesentlichen Teile des Dampfantriebs positioniert:



Das weiße Plastikteil ist übrigens die Seitenwand des Küchenanbaus; den muss ich jetzt auch noch nachbauen - aber zumindest hab ich jetzt genug Holz dafür Very Happy Vorne im unteren Bild sieht man die Pumpe, mit der der Vorbesitzer des Dampfantriebs das Wasser in den Kessel gepumpt hat; das muss ich auch noch irgendwo unterkriegen.
Auf jeden Fall bleiben die beiden seitlichen Ausschnitte am Kessel offen, und die Treppe wird auch nur aus Stufen bestehen, aber nicht vollverkleidet sein, so dass auch da noch Luft reinkommen kann.

Das Einzige, was mir noch nicht so ganz klar ist, ist der Platz für eventuell noch einzubringenden Ballast. Aber vielleicht mach ich den einfach aus Blei als Boden unter die restlichen Teile, dann ist das zumindest brandsicher Very Happy
avatar
Guenter
Mitglied
Mitglied

Laune : Immer ein wenig unzufrieden, aber guten Mutes

Nach oben Nach unten

Re: Plastik-Modellbau meets Dampfmaschine: Die Chaperon als Bausatz

Beitrag von John-H. am Fr 04 Dez 2015, 21:53

Datt sieht schon alles akkurat und ordentlich aus, Günter! Bravo
avatar
John-H.
Co - Admin
Co - Admin

Laune : Kommt drauf an, aber meist heiter!

Nach oben Nach unten

Re: Plastik-Modellbau meets Dampfmaschine: Die Chaperon als Bausatz

Beitrag von kaewwantha am Sa 05 Dez 2015, 12:14

Hallo Günter,
das weiss alles zu gefallen was Du bisher gebaut hast.
avatar
kaewwantha
Moderator
Moderator

Laune : Immer zu gut

Nach oben Nach unten

Die Dampfmaschine ist drin!

Beitrag von Guenter am So 31 Jan 2016, 18:02

Jetzt war ich aber eine lange Zeit still, da ist ein Update überfällig. Leider hatte ich in letzter Zeit eine Menge anderes um die Ohren, so dass der Modellbau ein wenig kurz kam; aber ganz untätig war ich doch nicht.

Die Dampfmaschine ist drin!

Die letzten 20+ Arbeitsstunden habe ich damit verbracht, die Dampfmaschinen-Bestandteile in mein Schiff einzubauen.

Für die Nicht-Dampf-Experten habe ich mal ein Bild mit Beschriftung gemacht; ich hoffe, das gibt zumindest eine Idee, wofür die vielen Teile zuständig sind und warum da so viele Rohre drin sind.


(kleine Korrektur: der Pfeil zum Gas-Heizungs-Ablauf ist falsch, das ist der kleine Schlauch etwas höher vor dem Kondensator)

Baubeschreibung
Ich habe mir eine Holzplatte mit darauf geklebter Alu-Platte hergestellt, damit ich alle Teile festschrauben kann und trotzdem das Ganze außerhalb des Schiffs aufzubauen und betreiben zu können. Die exakte Positionierung der verschiedenen Elemente war nicht so einfach; der Platz im Rumpf ist begrenzt, es gibt einige Streben, die drin bleiben müssen, um diue Aufbauten stabil zu halten, die Leitungen sollten einigermaßen klar geführt werden können, und so weiter. Und dann sollte das Ganze ja auch noch zum Modell passend untergebracht werden. Zumindest die Position des Kessels und der Dampf-Schornsteine war damit klar. Die habe ich auch zuerst montiert.

Ich habe mich entschieden, die Kessel-Speisung mit Wasser genau so zu machen wie im alten Modell: das Wasser wird in einen druckfreien Kessel eingefüllt und mit einer handbetriebenen Pumpe über ein Rückschlagventil in den Kessel gepumpt. So kann ich auch Wasser nachfüllen, ohne den Kessel drucklos machen zu müssen. Ich habe zwar auch eine Flasche, die ähnlich einer Sprühflasche für Fensterreiniger funktioniert, aber der Kessel hat keine Öffnung, die für eine direkte Befüllung geeignet gewesen wäre. Und die gewählte Anordnung ist auch einfacher zu bedienen; die Gefahr, dass Wasser daneben und damit in den Rumpf gelangt, ist deutlich geringer. Die Pumpe war im Original mit grüner Industriefarbe lackiert. Darunter war aber reines Messing (Messing-Guss), so dass ich die Farbe entfernt habe, weil es so „metallisch“ viel besser in das Ensemble passt. Wasserkessel, Dampfauslass und Kondensator habe ich mattschwarz lackiert – sieht einfach mehr nach Dampfmaschine aus. Ihr könnt's ja dierkt mit den Bildern weiter vorne vergleichen...

Die zweite Besonderheit ist ein Gas-Regelventil, das bei Erreichen eines bestimmten Drucks im Kessel die Gaszufuhr beschränkt. Damit bin ich etwas freier in der Grundeinstellung und verbrauche nur so viel Gas, wie zur Aufrechterhaltung des Drucks notwendig ist. Nicht, dass das bei der Riesen-Gaskartusche so wesentlich wäre, aber weniger Gas bedeutet auch weniger Wärme und die Automatik befreit mich von der manuellen Einstellung, die doch meistens nicht so exakt ist.

Beim längeren Betrieb an der Gaskartusche neigt diese dazu, durch den Druckabfall stark abzukühlen, und es kommt kein Gas mehr nach. Um dem abzuhelfen, gibt es neben der Haupt-Dampfleitung noch eine zweite (am anderen Abgang des Kessel-Doms mit eigener Regelung) Leitung, die ein kleines Messing-Teil unter der Gas-Kartusche anwärmt und damit die Kartusche heizt. Ob ich das brauche, muss ich später sehen.

Das Steuerventil und die Zylinder sind am Heck-Modul des Modells befestigt, an dem später auch das Schaufelrad befestigt wird. So wird ein guter Kraftschluss erreicht, da das Ganze in einem Block ist. Den Ölabscheider mit den beiden Dampf-Auslässen habe ich mit Schlauchschellen an diesen Block befestigt, da das die Position ist, die er laut Modellplan haben muss. Die Verbindung zwischen der Alu-Platte und dem Heck-Modul ist über Silikonschläuche realisiert, so dass man die beiden Teile voneinander trennen kann. Auch die Verbindung zwischen Steuerventil und Zylinder sind mit Schlauch – das war bedeutend einfacher, als hier die richtige Krümmung und die richtige Länge für Kupferrohre zu finden.

Die Dampfleitung wird zunächst durch den Feuerkanal geführt, wo der Dampf noch einmal aufgeheizt wird. Dann muss er leider einmal durchs ganze Schiff – eine ziemlich weite Strecke. Dafür habe ich statt Kupfer-Rohr ein stabileres Messing-Rohr gewählt. Zur Abstützung habe ich zwei Messing-Stangen drangelötet und diese im Boden einfach in Bohrungen desselben Durchmessers gesteckt. Sieht durchaus hübsch aus. Leider kann ich das Messing nicht frei lassen, weil dann der Dampf bis zum Heck wahrscheinlich schon kondensiert wäre. Daher habe ich die komplette Länge mit Topflappengarn umwickelt. Sieht auch (noch) schön aus und isoliert weitaus besser.
Frage an die Experten: was kann ich denn verwenden, um die schon ion Auflösung begriffene Isolioerung direkt am Feuerkanal des Kessels zu ersetzen? Ich habe die Befürchtung, dass mir da das Topflappengarn (100% Baumwolle) anbrennt...

Die Plastik-Box im hinteren Teil wird die Fernsteuerung aufnehmen, so ist sie gut vor dem unvermeidlichen Ölfilm gesichert, der beim Betrieb entstehen wird.

Hier noch zwei Bilder dazu: einmal von oben (Fotomontage, hat nicht auf einmal auf die Platte gepasst) und einmal in Schrägsicht; so kann man sich eher vorstellen, wie das dann später von außen aussieht.

avatar
Guenter
Mitglied
Mitglied

Laune : Immer ein wenig unzufrieden, aber guten Mutes

Nach oben Nach unten

Re: Plastik-Modellbau meets Dampfmaschine: Die Chaperon als Bausatz

Beitrag von Glufamichel am So 31 Jan 2016, 18:27

Moin Günther,
mal 2 Möglichkeiten zur Rohrisolierung. Vielleicht ist etwas verwertbares für dich dabei...
Code:
http://www.ebay.de/itm/Flachdichtung-Dichtschnur-Dichtband-13-x-3-mm-Kaminglasdichtung-Kamindichtung-/261580050352?hash=item3ce762cfb0:g:afcAAOSw-vlVi7Mh

Code:
http://www.ebay.de/itm/10m-Ofendichtung-Isolier-Dichtschnur-Dichtung-z-Kamin-Rauchrohr-abdichten-1-m-/310969113175?hash=item4867341a57:g:b1EAAOxy3cJTgv~E
avatar
Glufamichel
Moderator
Moderator


Nach oben Nach unten

Re: Plastik-Modellbau meets Dampfmaschine: Die Chaperon als Bausatz

Beitrag von Straßenbahner am Mo 01 Feb 2016, 00:19

Hallo Günther, Baumwolle brennt sehr schnell, also besser den Vorschlag von Uwe verwenden.

Code:
https://de.wikipedia.org/wiki/Brennprobe

Gruß Helmut
avatar
Straßenbahner
Lupenbesitzer
Lupenbesitzer

Laune : meist heiter

Nach oben Nach unten

Re: Plastik-Modellbau meets Dampfmaschine: Die Chaperon als Bausatz

Beitrag von Guenter am Mo 01 Feb 2016, 16:49

Glufamichel schrieb:Moin Günther,
mal 2 Möglichkeiten zur Rohrisolierung. Vielleicht ist etwas verwertbares für dich dabei...

Super Hinweis! Ich hab gleich (allerdings nicht bei einem deiner Links) 2m bestellt. Leider sind die meisten Dichtfäden viel zu dick für meinen Maßstab (12-15mm Daumen runter ), aber es gibt auch kleinere...
Fotos vom Einbau kommen nach Lieferung Very Happy
avatar
Guenter
Mitglied
Mitglied

Laune : Immer ein wenig unzufrieden, aber guten Mutes

Nach oben Nach unten

Re: Plastik-Modellbau meets Dampfmaschine: Die Chaperon als Bausatz

Beitrag von Pirxorbit am Mo 01 Feb 2016, 18:07

Hallo Günter,
guck hier weiter gespannt zu... Die ganze Maschinerie  hat einen schönen Scham. Gibt es auch eine Regelung für die Geschwindigkeit? ... So ein Ventil oder so. Kenn nur meine kleine Dampfwalze. Die konnte man auch abdrehen, Ventil schließen und hoffen das der Kessel hält... Und eine Pfeife gibt es die auch? Hab mir vor ein par Wochen mal einen Film angesehen... es gab da so tolle Dampforgeln Very Happy Wurden gespielt um Fahrgäste anzulocken... Ich glaube man braucht ganz dringend so eine Orgel... nicht? scratch

LG Steffan
avatar
Pirxorbit
Superkleber
Superkleber

Laune : ok

Nach oben Nach unten

Re: Plastik-Modellbau meets Dampfmaschine: Die Chaperon als Bausatz

Beitrag von Guenter am Mo 01 Feb 2016, 19:38

Pirxorbit schrieb:Gibt es auch eine Regelung für die Geschwindigkeit?
Klar. Das ist das Umsteuerventil in der Mitte zwischen den Zylindern. Wird über den einen Servo angesteuert und kann mehr oder weniger Dampf auf die Zylinder geben und auch die Ansteuerung umkehren - fürs Rückwärtsfahren...
Pirxorbit schrieb: Und eine Pfeife gibt es die auch? ab mir vor ein par Wochen mal einen Film angesehen... es gab da so tolle Dampforgeln Very Happy
Pfeife ist ein Problem, weil mit der Verkleinerung leider auch der Ton höher wird. Dann klingt das mehr nach der Emma von Jim Knopf als nach Dampfer... Ich plane für eine spätere Ausbaustufe ein Soundmodul, und das muss natürlich auch eine Melodien spielen können. Im Original heißt das übrigens Calliope und war ziemlich wichtig,weil dann gleich jeder wusst, welches Boot da amkommt...

mfg Günter
avatar
Guenter
Mitglied
Mitglied

Laune : Immer ein wenig unzufrieden, aber guten Mutes

Nach oben Nach unten

Re: Plastik-Modellbau meets Dampfmaschine: Die Chaperon als Bausatz

Beitrag von Jörg am Di 02 Feb 2016, 00:23

Echt beeindruckend, Günter! Bravo   - ich schau' dann mal einfach still und staunend weiter zu! shocked

Gruß - Jörg - Wink
avatar
Jörg
Moderator
Moderator


Nach oben Nach unten

Es geht voran!

Beitrag von Guenter am Mo 11 Apr 2016, 15:30

Ist schon wieder ganz schön lange her, dass ich euch an meinem Modell habe teilhaben lassen. In der Zwischenzeit habe ich mich ziemlich lange mit dem Abdichten der Dampfmaschine rumgeschlagen - da kommt noch ein Bericht nach.
Heut geht es aber um das Boiler-Deck. Ich hatte zwischendurch keine Lust auf Details und habe mal das nächste Deck aufgesetzt. Wie inzwischen gewohnt, habe ich nach kurzer Betrachtung des Bausatzes die "mach's doch selbst" Variante bevorzugt. Dafür gab es mindestens zwei Gründe:

  • Im Bausatz gehen die Türen bis zum nächsten Deck, haben also keinen Türsturz. Das hat einmal den Nachteil, dass es nicht originalgetreu ist, und zum anderen ganz profan: die Wände zwischen den Kabinentüren würden ganz einsam da rum stehen (und bei 21 Türen sind das ziemlich viele, schmale Wände). Da ich bisher immer noch keine Decks miteinander verklebt habe (und das auch nicht so schnell vorhabe), ist mir das einfach zu wackelig
  • Im Original ist die Wand nach vorne hin abgerundet, im Baukasten (weil's halt mit planen Plastik-Teilen einfacher ist) ist die Abrundung als 45°-Winkel realisiert. Das war mir dann auch nicht genau genug. Also hab ich ein paar Leisten um eine Erbsendose gebunden und festgeklebt (aneinander, nicht an der Dose  Very Happy )
  • und außerdem bin ich schon dran gewöhnt Very Happy

Das Aussägen der Wände und das Aneinanderleimen mit einer hinterlegten Leiste als Stabilisierung war einfach, und der Maßstab stimmt. Aber nun muss ich 21 Türen nachbauen, weil im Bausatz dazu fertige Spritzteile beiliegen, die jetzt natürlich zu groß sind Grinsen . Schon fast industrielle Fertigung, aber mindestens eine Form wert. Also habe ich mir auf einem Brett mit ein paar Leistenstücken eine Form gefertigt, in der ich die Türen bauen kann. Dort, wo die Türleisten aneinandergeklebt werden sollen, habe ich vorsorglich Löcher gebohrt, damit die Tür nur an sich selbst klebt und nicht an der Form. IM Nachhinein haben sich diese Löcher als ganz praktisch zum Lösen der Türen aus der Form erwiesen - von selbst wollten die da gar nicht mehr raus...
Hier ein Bild von der Baustelle:



Die Tür"balken" sind aus 1x2mm Leisten, die Türfüllung aus Furnier. Die Scheibe werde ich zu gegebener Zeit aus dem Baukastenmaterial hinterkleben.
Hier mal ein Vergleich:


Im Zusammenhang sieht das dann so aus:






Als nächstes kommt die Lattung ans Boilerdeck. Da ist sie (im Gegensatz zum Main Deck) vertikal, was meinen bauerischen Fähigkeiten sehr entgegenkommt.

Mit diesem Schritt habe ich die 100-Stunden-Marke beim Bau erreicht - ich fürchte, da kommt noch einiges drauf...

Demnächst mehr, dann vielleicht wieder von der Dampfmaschine.
avatar
Guenter
Mitglied
Mitglied

Laune : Immer ein wenig unzufrieden, aber guten Mutes

Nach oben Nach unten

Es gibt mich (und das Modell) noch!

Beitrag von Guenter am Di 27 März 2018, 18:20

Ui, ist das lange her, dass ich hier mal was veröffentlicht habe!
Irgendwie kommen dauernd tausend kleine Projektchen dazwischen und viele Tage vergehen damit,
über den nächsten Schritt nachzudenken.
Aber ich bin noch dran! Ich werde mal ein wenig vom Fortschritt berichten.

Zuerst aber noch ein Bild zum Thema Verdrängung.
Nachdem John-H. schon bemerkt hat, dass da nicht viel Luft ist,
habe ich das Modell noch einmal samt Dampfmaschine ins Becken gesetzt.

Und siehe, es ist wahrlich nur noch eine Handbreit Freibord:



Aber noch bin ich guten Mutes Very Happy


Zuletzt von Jörg am Mi 28 März 2018, 22:47 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet (Grund : Bildgröße angepaßt)
avatar
Guenter
Mitglied
Mitglied

Laune : Immer ein wenig unzufrieden, aber guten Mutes

Nach oben Nach unten

Aktueller Stand der Dinge

Beitrag von Guenter am Di 27 März 2018, 18:26

In den letzten anderthalb Jahren habe ich ca. 3 qm Holz zersägt,
ziemlich wenig Leim verbraucht (muss ja Gewicht sparen) und etliche Kleinigkeiten erledigt.
Aktuell hat das Modell seine komplette Bauhöhe erreicht (ausschließlich Masten und Schornsteinen)
und die Seitenwände sind bemalt.

Auf dem Boiler Deck ist bis auf Brusthöhe eine rote Schutzfarbei aufgebracht,
die bei Transport von Rindern die schöne weiße Farbe nicht verschmuddeln lässt  Essen 2
Ich habe es sogar mit Hilfe von Schablonen geschafft, den Schiffsnamen in schönen Wildwest-Buchstaben
samt Schatten aufzubringen. Das Schaufelrad ist aus den Baukasten-Teilen zusammengeklebt und angemalt.

Hier kommen ein paar Bilder vom aktuellen Zustand:









Zuletzt von Jörg am Mi 28 März 2018, 22:50 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet (Grund : Bildgrößen angepaßt)
avatar
Guenter
Mitglied
Mitglied

Laune : Immer ein wenig unzufrieden, aber guten Mutes

Nach oben Nach unten

Das Texas

Beitrag von Guenter am Di 27 März 2018, 18:33

Bei der Gestaltung des Texas (also der Aufbauten, die über dem Oberlicht und unter dem Pilot House sind)
wollte ich besonders schlau sein. Im Baukasten ist das Dach des Texas einfach eine gerade Platte.
Aber auf dem Bild des Schiffs ist das Dach schön gewölbt.



Also habe ich von obigem Foto eine Vergrößerung erstellt, die für mein Modell genau passt,
diese auf eine Holzplatte geklebt und mit Cellophan abgedeckt.
Darauf habe ich dann die einzelnen Wand-Teile und Oberlichter genau ausgerichtet, und auch die Türen passen genau zum Bild.



Das fertige ERgebnis ist dann auch hübsch rund geworden (siehe vorheriger Beitrag).
Allerdings ist mir eins erst ganz zum Schluss aufgefallen:
das Foto wurde nicht genau von querab  gemacht, sondern von ein bisschen schräg hinten.
Das nennt man "Perspektive" - und es verzerrt die Proportionen auauau
Ich hätte das Bild noich ein wenig horizontal strecken müssen, damit die Proportionen stimmen!
So sind dann die Türen im Texas ein wenig schmaler als im Main Deck, dafür aber ein bisschen höher Very Happy Very Happy.



Naja, wenn das Modell mal fertig ist, habe ich gleich den ersten Änderungswunsch auf Lager...


Zuletzt von Jörg am Mi 28 März 2018, 22:53 bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet (Grund : Bildgrößen angepaßt)
avatar
Guenter
Mitglied
Mitglied

Laune : Immer ein wenig unzufrieden, aber guten Mutes

Nach oben Nach unten

Re: Plastik-Modellbau meets Dampfmaschine: Die Chaperon als Bausatz

Beitrag von Babbedeckel-Tommy am Mi 28 März 2018, 21:05

Hallo Günter,

schön, dass es hier weitergeht! Very Happy


Du bräuchtest die Türen im Maindeck auch nur mit einem Holzahmen umkleiden,
dann wirken die dunkleren Türen auch schmaler.
avatar
Babbedeckel-Tommy
Moderator
Moderator

Laune : Berufspessimist

Nach oben Nach unten

Re: Plastik-Modellbau meets Dampfmaschine: Die Chaperon als Bausatz

Beitrag von Gesponserte Inhalte


Gesponserte Inhalte


Nach oben Nach unten

Seite 2 von 3 Zurück  1, 2, 3  Weiter

Nach oben


 
Befugnisse in diesem Forum
Sie können in diesem Forum nicht antworten