Der lustige Modellbauer
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Mein HO-Fahrzeugpool

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Re: Mein HO-Fahrzeugpool

Beitrag von lok1414 am Mi 12 Apr 2017, 08:26

Es gibt mal wieder einen Neuzugang und ein lang gehegter Traum geht in Erfüllung.

... M+F DE2500 (202 002); unmotorisiert ...
Zur Geschichte der Lokomotive: Die Baureihe DE 2500 von Henschel-BBC bezeichnet eine Kleinserie von drei dieselelektrischen Versuchslokomotiven. Als Baureihe 202 wurden sie bis in die 1980er Jahre bei der Deutschen Bundesbahn probeweise eingesetzt. Ihre Besonderheit sind die erstmalog bei der DB angewendeten Drehstrom-Asynchron-Fahrmotoren, welche durch einen von einem Dieselmotor angetriebenen Drehstromgenerator gespeist wurden. Die Lokomotiven sind modular aufgebaut und konnten sowohl auf zweiachsigen als auch auf dreiachsigen Drehgestellen (für Strecken mit geringerer zulässiger Achslast) eingesetzt werden.

Die Fahrzeuge erhielten aufgrund der deutlichen Abweichungen vom Farbschema der Deutschen Bundesbahn bei den Eisenbahnern die Spitznamen „Weißer Riese“ (202 002-2, in Anlehnung an ein seinerzeit populäres Waschmittel), „Roter Ochse“ (202 003-0), später für die NS in gelb „Kanar“ („Kanarienvogel“), und „Blauer Bock“ (202 004-8, nach einer Fernsehsendung im deutschen Fernsehen), seltener auch „Blauer Engel“.
Alle Lokomotiven sind der Nachwelt erhalten geblieben:

  • 202 002-2 (weiß): vor dem Bombardier Transportation Werk Kassel im Freien aufgestellt, wurde zu einem Konferenzraum umgebaut und der Maschinenraum deswegen komplett entkernt
  • 202 003-0 (rotorange): Deutsches Technikmuseum Berlin
  • 202 004-8 (blau): Technoseum, Mannheim




Als ich Ende 1972 die 202 003 das erste mal in Heidelberg Hbf. vor einem Eilzug nach Mannheim sah, war´s um mich geschehen: "Die einmal als Modell ....!" Bei M+F erschien Mitte der 1970er Jahre unter Bestell-Nummer B153 ein Modell der DE2500 mit der Achsfolge Bo'Bo. Doch der Preis war für mich damals, in Preußens Diensten und gerade frisch verheiratet,  "jenseits von gut und böse". Es hieß warten. Doch der Gedanke ließ mich nicht los. Dann war das Modell vom Markt verschwunden ... und M+F auch. Lange Zeit träumte ich ... selber bauen?, woher die Pläne? ... Dann, mit dem Internet-Zeitalter gab es Möglichkeiten an Bau-Pläne zu kommen und bei einem bekannten "Internet-Kaufhaus" tauchte immer mal wieder Bausätze und/oder Fertigmodelle auf. Doch der Preis ...! Also doch selber bauen. Ich fing an Zeichnungen zu erstellen, X-Mal dann "auf Eis gelegt". Dann fand ich ein verlockendes Internet-Angebot. Die Krux, es war ein Doppelpack. Zweimal die M+F DE2500 als 202 002 zu einem Preis .... der mich sehr nervös machte. Dann war es meine Frau, die mich überzeugte: "Kauf sie dir und mir als Hochzeitsgeschenk ..."

Jetzt gibt es zwei neue Probleme, zwei "orangene" Probleme, denn die Loks müssen/sollten motorisiert werden: eine als Bo'Bo (202 003-0 mit rotorangenem Anstrich) und eine dann als Co'Co (202 004-8 mit blauem Anstrich und geändertem Dach).

PS: Die, auf dem Bild fehlende, Drehgestellblende ist nur beim Aufgleisen abgefallen ...
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Re: Mein HO-Fahrzeugpool

Beitrag von gronauer am Mi 12 Apr 2017, 09:39

Hey Wolfgang!

Ich will ja nicht "unken", aber stand M+F in Modellbahnerkreisen nicht für Mu.....+ Fu.......?
Die Idee kam mir spontan, wegen der beim aufgleisen abgefallenen Drehgestellblende. Embarassed Nix wie weg

Gruß
Manfred
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Re: Mein HO-Fahrzeugpool

Beitrag von lok1414 am Mi 12 Apr 2017, 11:36

Einen schönen guten Morgen nach Münster, lieber Manfred.
Ja, ja .... M+F und sein Ruf "Mu ...+ Fu", stimmte aber nur bedingt; es gab Bauteile ... oh,ha! ... die hätte ich besser aus einem Baumstamm geschnitzt ...
Doch bei der DE2500 war das schon anders. Die Seiten, einschl. Dach, und der Boden sind aus geätztem Messing, die Anbauteile und Pufferbohlen aus Weißmetall. Die Drehgestelle haben einen Messingrahmen und die Blenden sind aus Weißmetall:








Mit den beiden "rollfähigen" Maschinchen bin ich vollauf zufrieden (na ja, die Betriebsnummer stimmt nicht, müßte 202 003 sein) ... und nicht nur weil ich Jahrzehnte darauf gewartet habe.
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Re: Mein HO-Fahrzeugpool

Beitrag von GregMic am Mi 12 Apr 2017, 12:06

Hallo Wolfgang

Gratulation zu deinem lang gehegten und endlich wahr gewordenem Wunsch. Ich kann mich jetzt irren, aber hatte nicht einmal Lima oder Rivarossi (sind bekannterweise ja aus dem gleichen Haus) die 202 in allen drei Ausführungen um 1995/96 heraus gebracht?
Und zu Manfred's Hinweis: Na ja, es kam auch darauf an, was der Bastler aus M+F- Bauteilen machte. Wer den Bausatz lieblos und schnell zusammen murkste..... Wer sich aber die Mühe machte und die Bauteile sorgfältig entgratete und hier und da leichte Anpassungsarbeiten durchführte und bei den Antrieben mit Akribie und Geduld heranging, erhielt recht ordentliche und zuverlässige Modelle. Jedenfalls ist das meine persönliche Erfahrung mit M+F.

Gruß, Gregor
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Re: Mein HO-Fahrzeugpool

Beitrag von lok1414 am Mi 12 Apr 2017, 13:10

Hallo Gregor,
das stimmt. Um die Zeit hatte Lima mal so was auf dem Schirm bzw. im Katalog. Ist aber außer einer Vorankündigung und einer Zeichnung im Katalog. Ist aber, wie man weiß, nichts draus geworden.
Harries ist im Augenblick der einzige Anbieter und Liliput hat, lt. Katalog, auch ein Herz für die drei Loks.

Code:
http://liliput.de/de/2016-07-29-08-49-32/liliput/h0/diesellokomotiven/item/1685-l132052-diesellokomotive-henschel-bbc-de-2500-epoche-iv.html
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Re: Mein HO-Fahrzeugpool

Beitrag von Bastlerfuzzy am Mi 12 Apr 2017, 17:19

Hallo Wolfgang,

das ist doch mal ein Modell, seinerzeit war M+F wohl der einzige Anbieter, soweit ich mich erinnere. Die 202 003 konnte ich in Berlin bewundern.
Der eine Führerstand sieht fast so aus, wie von der BR 103.
Code:
https://de.wikipedia.org/wiki/Henschel-BBC_DE_2500#/media/File:DE2500-UMAN.jpg
Den Führerstand anzubauen dürfte nicht so schwierig sein, aber die Lackierung...??? scratch
Auf jeden Fall werde ich Deinen BB weiter verfolgen.

Gruß Dietmar
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Re: Mein HO-Fahrzeugpool

Beitrag von lok1414 am Do 13 Apr 2017, 07:44

Hi Dietmar,
ja, der 202 003 haben sie damals im Rahmen der "UmAn"-Erprobung einseitig eine andere Kopfform verpasst; die in der Tat sehr an eine E03 erinnert. Aber DIE Form ist nicht so mein Ding. Ich mag sie lieber eckig, weil das die Charakteristik der Henschel-Loks widerspiegelt.

Wie die besondere Lackierung hinzubekommen wäre, dazu hatte der "rc-radi" vor nicht allzu langer Zeit einen Bericht zum Thema "Aqua-Transfer" eingestellt.
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Nachtrag zur 01 220

Beitrag von lok1414 am Do 13 Apr 2017, 14:36

@ Stefan:
Die neue 01 220-HK hat nun Ihre 1.000 mm Vorlaufräder bekommen ...





War eine Menge Fräsarbeit erforderlich, um Platz zu schaffen für die größeren Räder bei Kurvenfahrt. Jetzt läuft die Lok störungsfrei durch die Weichen meiner kleinen Teststrecke.

------
Kann ein Admin diesen Teil an die richtige Stelle ("Vorstellung der 01 220"), weiter vorn, verschieben - danke.
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Re: Mein HO-Fahrzeugpool

Beitrag von maxl am Do 13 Apr 2017, 14:50

Für diese wunderbar filigranen Räder hat sich der Aufwand wirklich gelohnt, Wolfgang! Man mag gar nicht gauben, ein H0-Modell vor sich zu haben! Gruß Michael (maxl)
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Re: Mein HO-Fahrzeugpool

Beitrag von steef derosas am Do 13 Apr 2017, 15:59

Hi Wolfgang
Die drehgestell-räder steigern die lok sprunghaft. Du soltst Dich mal hinnsetzen auf einen sicheren abstand, mit ein genügsahmes täschen kaffee, und die lok jetzt in dieser zustand zur gänze ansehen, sammt 30kbm Tender. Ich bin mir sicher das das täschen kaffee selten so gut geschmeckt hatt.      Essen 2 Bravo

Eine neugierfrage, sind es zufällich liliput, oder Weinert drehgestellräder?
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Re: Mein HO-Fahrzeugpool

Beitrag von Bastlerfuzzy am Do 13 Apr 2017, 19:19

Hallo Wolfgang,

die neuen Vorlaufräder Deiner HK-01 sehen schon super aus. War schon ein Aufwand, aber die Arbeit hat sich gelohnt.
Zur BR 202, Du hast schon recht, die normale Lok sieht besser aus. Obwohl, die UmAn würde mich schon reizen.......
Es ist zu hoffen, daß es die 202 endlich als Serienmodell schafft.

Gruß Dietmar
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Re: Mein HO-Fahrzeugpool

Beitrag von lok1414 am Sa 15 Apr 2017, 15:56

@ Stefan: Die Räder sind von Liliput ... nicht exakt 11,49 mm am Laufkreis (... es sind nur 11,3 mm), dass wäre noch mehr Fräs-Arbeit gewesen.


@Dietmar: Im aktuellen Liliput-Katalog gibt es eine Vorankündigung zur BR 202: "... der Preis für das Modell L132052, Diesellok Henschel-BBC DE 2500, Lok-Nr. 202 004-8, Epoche IV, statt vorher UVP 360,00 € nun 275,00 €".

Produziert werden sollen zwei Versionen:
- Diesellok DE2500 Nr. 202 003-0, orange, 4-achsig
- Diesellok DE2500 Nr. 202 004-8, blau , 6-achsig
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Re: Mein HO-Fahrzeugpool

Beitrag von steef derosas am Sa 15 Apr 2017, 17:19

0.19 mm. Das ist sehr wenich. Es tut die lok GAHR kein abbruch Massstab
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Re: Mein HO-Fahrzeugpool

Beitrag von lok1414 am Di 25 Apr 2017, 22:02

Der aktuelle Neuzugang:

... Liliput 45 001 ...







Der Kessel bei diesem Modell ist in der ursprünglichen unsymetrischen 3-domigen Ausführung der beiden Prototypen-Loks. Ab der 45 003 kam noch ein weiteres Sanddom hinzu. Während der Zeit des 2. WKs sollte auch die BR45 ins "Kriegslok-Programm" auf genommen werden. Aber es blieb bei Entwürfen für eine "schwere Kriegslok". Die junge Bundesbahn verpaßte der BR 45 neue Hochleistungs-Kessel mit den Domanordnungen S-S-D bzw D-S-S-D (45 012, 014). Die letztere Domanordnung wäre ein lohnender Umbau bzw Neubau.
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Re: Mein HO-Fahrzeugpool

Beitrag von Bastlerfuzzy am Mi 26 Apr 2017, 10:57

Hallo Wolfgang,

da hast Du Dir ein schönes "Trum" zugelegt. Die Liliput Lok sieht schon gut aus, es gibt sie ja auch in der letzten DB Ausführung mit neuen Kessel.

Gruß Dietmar
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Re: Mein HO-Fahrzeugpool

Beitrag von lok1414 am Do 18 Mai 2017, 20:40

Man(n) gönnt sich ja sonst nichts ... die Nachtjagd war einmal wieder von Erfolg gekrönt ...

... Lima 280 008 (umgenummert in V80 010) ...
Historisches: Dieser Lokomotivtyp wurde als erste neuentwickelte Diesellok für den Streckendienst der Deutschen Bundesbahn (DB) gebaut. Die Baureihe wurde in den Jahren 1951/1952 in einer Anzahl von nur zehn Exemplaren gebaut.
Typisch für das Erscheinungsbild ist der in beide Richtungen nutzbare Führerstand in der Fahrzeugmitte, der die Motorräume überragt. Die Kombination eines einzelnen Mittenführerstandes mit zwei vollverkleideten, innen begehbaren Enden ist im deutschen Lokomotivbau einzigartig.
Sie bildete die Grundlage aller weiteren Entwicklungen der DB auf diesem Sektor: mittelschnellaufender Dieselmotor, hydraulisches Getriebe, Kraftübertragung auf die Achsen mittels Gelenkwellen. Ursprünglich waren drei verschiedene Motoren mit 800 bis 1000 PS eingebaut; später erfolgte der Einbau von 1.100 PS starken MTU-Motoren. Alle Motoren sind aufgeladene V12-Viertaktdieselmotoren.


Das Model:




Das Modell ist mit vollem Pufferbohlen-Behang (Bremsschläuche, Mehrfach-Traktions-Stecker, Dampfheizungs-Kupplung) und Federpuffer ausgerüstet. Sehr realistisch sind die geöffneten Motorraum-Klappen dargestellt; so wie die Loks seiner Zeit im täglichen Einsatz waren. Mit geschlossen Klappen konnte man die Loks nur während der Wintermonate sehen. Die Beleuchtung wird durch vier LEDs realisiert, Fahrtrichtungsabhängig weiß/rot wechselnd. Die Umbauten sind akzeptabel ausgeführt worden. Die "neue" Beschriftung ist mittlerweile etwas abgegriffen. Eine andere, vollkommene Beschriftung, zum Bw Bamberg passend, wird demnächst aufgebracht und kleine Lackschäden ausgebessert.

Das Modell war für das Märklin-System umgebaut, das habe ich kurzerhand wieder rückgängig gemacht. Dabei ist nun der Mittelschleifer und das Umschaltrelay übrig geblieben. Ich habe keine Verwendung, wer Interesse hat ... für kleines Geld + Porto (zahlbar nach Prüfung), der melde sich via PN.

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Re: Mein HO-Fahrzeugpool

Beitrag von lok1414 am Fr 19 Mai 2017, 21:05

... noch etwas ergänzendes zu den Einsätzen der BR V80:

Schon nach den ersten Einsatzmonaten hatte sich aber gezeigt, daß der Bau als Mehrzwecklokomotive nicht den gegebenen Verhältnissen entsprach: Für den Streckendienst war die Lok zu schwach ausgefallen, für den Rangierdienst war die Ausrüstung zu aufwendig. Deshalb wurden die Maschinen der Baureihe V 80 hauptsächlich im Vorortverkehr und vor leichten Eilzügen eingesetzt. Besonders in Frankfurt konnte im Wendezugbetrieb ein schneller Verkehr mit kurzem Aufenthalt im überlasteten Kopfbahnhof durchgeführt werden. Im Pendeldienst wurden die Strecken nach Bad Homburg, Kronberg und Bad Soden befahren. Im Eilzugdienst waren die Lokomotiven über Limburg und Westerburg bis nach Köln eingesetzt. Erwähnenswert ist hier der Zuglauf E 792/E 793 von Frankfurt nach Köln, der ab Sommerfahrplan 1956 mit drei VT-Steuerwagen von der V 80 gefahren wurde. Durch den Einsatz der Steuerwagen konnte der Aufenthalt in Au (Sieg) beim Kopfmachen erheblich verkürzt werden.

Bis auf V 80 001, die mehrfach zwischen Bamberg und Griesheim umstationiert wurde, bevor sie im April 1954 im Tausch gegen V 80 007 endgültig nach Griesheim kam, blieben die V 80 002, 004, 005, 008 und 010 bis zur Auflösung des Bw Griesheim in Frankfurt.

Ab 1958 wurden alle Maschinen mit Schalldämpfern ausgerüstet, die das laute Motorgeräusch verringern sollten. Dieser Aktion war aber wenig Erfolg beschieden, so dass die Schalldämpfer bis 1968 wieder verschwanden. Ab 1962 wurde die V 80 nach und nach von den stärkeren V 100.20 (spätere 212) aus ihren angestammten Diensten verdrängt und ab Dezember 1963 waren alle V 80 in Bamberg stationiert.
Aber auch dort waren sie vor den V 100 und neuen Triebwagen nicht sicher. Ihr Einsatzgebiert verlagerte sich auf Nebenstrecken und Güterzugdienste. Gelegentlich- beim Ausfall der V 188- kamen V 80 in Doppeltraktion zum Einsatz. 1968 erfolgte die Umbennung in 280 und es erfolgte der "Umzug" ins BW Coburg. Auch hier bediente die V 80 Nebenstrecken und fuhr schwere Güterzüge, nicht selten bis zu 1000 t schwer.
Aber bei diesen Leistungen knickten immer wieder die langen Gelenkwellen ab, daher wurden diese Einsätze wieder aufgegeben. Nach zahlreichen Übernahmen im Personenverkehr durch Schienenbusse sowie Streckenstilllegungen kamen die 280er wieder zurück nach Bamberg, wo sie dann ab 1976 ausgemustert wurden. Als letzte war 280 002 am 5. April 1978 auf ihrer "Stammstrecke" nach Ebermannstadt im Einsatz.
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