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Western-Dioramen für 54 - 90 mm Figuren

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Re: Western-Dioramen für 54 - 90 mm Figuren

Beitrag von Falkenauge am Mo 31 Aug 2015, 11:54


Eine Ergänzung für die Artilleriestellung ergab sich ziemlich rasch: Aus Resten angemischter Modelliermasse entstanden die ersten beiden Kanonenkugeln. Dabei stellte ich fest wie schwierig es ist, gleichmäßig runde Kugeln in passender Größe zu formen. Die zu groß geratene Kugel schmirgelte ich mühsam ab. Die Kugel in der richtigen Größe nahm ich mir als Grundlage für eine „Massenproduktion“. Mit der lufthärtenden Modelliermasse HOBBY CLAY classic von PANDURO hatte ich ja die Erfahrung gemacht, dass die Oberfläche porzellanartig aushärtet und damit nur schlecht an anderen Materialien oder an bereits erhärteten Bereichen hält [Kapitel 6.4, 8.6]. Also ging ich davon aus, dass ich mit diesem Material gut eine Kugelform basteln kann. Die fertige Kugel wurde kräftig eingeölt und dann gestaltete ich die untere Hälfte der Form mit kastenartiger Vertiefung hinten, die das seitliche Verrutschen der Form verhindern soll. Nach gut 24 Stunden Härtungszeit bekam die Oberfläche der unteren Form wieder einen Anstrich mit Speiseöl und ich presste die zweite Formhälfte auf. Die kleine Öffnung an der Vorderseite dient später zum Auspressen überschüssiger Modelliermasse. Wie erwartet ließ sich am nächsten Tag die obere Hälfte leicht abheben und die „Masterkugel“ entnehmen. Zur Kugelanfertigung gab ich dann APOXIE SCULPT in die eingeölte Form, presste die Hälften aneinander und nahm das überschüssige Material vorne weg. Zum Aushärten entnahm ich die Kugel vorsichtig und legte sie beiseite.

https://www.der-lustige-modellbauer.com/t20373-bemalungen-umbauten-eigenbau-neue-fuhrwerke-fur-meine-dioramen











Nach einigen Modellierungstagen hatte ich einen ausreichenden Bestand an Kanonenkugeln und bemalte sie mit Gun Metal (MODEL MASTER Nr. 1795). Zwei Kugelgrößen mit kleinerem Durchmesser entstanden frei Hand für meine Kanonen vom italienischen Hersteller GP, zu dem ich bislang keine näheren Informationen finden konnte. Die kleinsten Kugeln sind für meine Kanone aus napoleonischer Zeit von den EDITIONS ATLAS COLLECTIONS, die eigentlich zu 54 mm produziert wurde, aber aus meiner Sicht als kleine Feldhaubitze auch zu 70 mm passt. Nun entstehen immer mal wieder Kanonenkugeln aus Modelliermasseresten, wenn ich für diese keine andere Verwendung habe. Einige warten noch auf die Bemalung.







Nun sah die Szene auf der Bodenplatte schon viel besser aus.





https://www.der-lustige-modellbauer.com/t11728-recycling-fur-den-modellbau-kostenloses-bastelmaterial

Diesmal nahm ich mir die Zeit und deckte die Figurensockel mit Dornbüschen (Kastanien-Fruchtkapseln) ab.

Viele Grüße, HW
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Re: Western-Dioramen für 54 - 90 mm Figuren

Beitrag von severato am Mo 31 Aug 2015, 15:43

das sieht ja super gut aus. auch die kanonen kugeln sind toll gemacht.
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Re: Western-Dioramen für 54 - 90 mm Figuren

Beitrag von Falkenauge am Di 01 Sep 2015, 11:30


Danke, Heiri!

Ja, so langsam nähert sich die Szene dem Endstadium. Vielleicht beginne ich gegen Mitte oder Ende dieses Monats mit der Gestaltung einer Bodenplatte zur Verbindung beider Zaunelemente. Dafür entstanden seit den Bildern der Artilleriestellung noch weitere Dioramen für die Vitrine.

https://www.der-lustige-modellbauer.com/t20674-bemalungen-umbauten-modellierungen-neue-indianer-fur-meine-dioramen

https://www.der-lustige-modellbauer.com/t20371-bemalungen-umbauten-modellierungen-neue-tiere-fur-meine-dioramen

Das Duo TOMKER-Jäger und Umbau-Bison gefiel mir so gut, dass ich beschloss für beide eine eigene Bodenplatte zu gestalten. Auf Papier legte ich mit dem Jäger und dem Bison die Umrisse fest und gestaltete dann die gesamte Platte mit der lufthärtenden Modelliermasse HOBBY CLAY classic von PANDURO. Damit erreichte ich den festen Halt für den Drahtstift, der die Standsicherheit des Jägers gewährleistet. Mit drei Pfeilen hatte ich mir seine Position auf der Unterlage angezeichnet. Die drei Pfeile rechts davon markieren die Position des rechten Hinterhufes des Bisons. Mit der festen Bodenplatte wollte ich auch den späteren Einbau in die geplante Vitrinen-Bodenplatte [siehe unten] erleichtern. Über eine weitere Stellprobe legte ich den Platz für die größeren Büschel fest und markierte die Plätze direkt auf der Platte mit Kreuzen.





Am übernächsten Tag – Trocknungspause des großen Teils war länger als erwartet – bestrich ich die Platte mit Holzleim und ergänzte Streumaterial und Spülbürsten-Büschel. Letztere sind diesmal schwarz, da ich den Bürstenkopf von meiner Physiotherapeutin geschenkt bekommen hatte. Zwei größere Stücke eines Holzgranulats sollen kleinere Felsstücke darstellen und wurden nach dem Abbürsten des überzähligen Streumaterials mit Holzleim bestrichen, um die Oberfläche zu glätten. Nach erneuter Trocknungspause konnte ich die Bodenplatte bemalen und wollte mich dabei am bereits vorhandenen Prärieboden für die bisherige Jagdszene und an der Platte zur JANETZKI-Jagdszene orientieren [siehe oben]. So begann ich die Grundbemalung des Bodens in Braun (Dispersionsfarbe Zimt). Allerdings hatte ich bereits bei den Recherchen zu den Vitrinen-Böden für meine Cowboys im Wohnzimmer festgestellt, dass oft rötliche und helle Sandsteine die Gesteinsformationen bilden. Daher bekamen die Steine und die glatten Flächen dieses Bodens auch eine Grundbemalung in hellem Rot (MODEL MASTER Acryl Nr. 4603 Skin Tone Warm). Anschließend überarbeitete ich auch die beiden fertigen Böden mit der gleichen Farbe. Mit dunkelgrüner Dispersionsfarbe für die Grasflächen war die Grundbemalung des Bodens abgeschlossen.





Dann lasierte ich die gesamte Bodenfläche mit schwarzer Dispersionsfarbe. Nach der Trocknungspause granierte ich die steinigen Flächen mit Weiß und das Gras mit Gelb. Lasur und Granierung waren natürlich jetzt auch für die anderen beiden Bodenplatten nötig. Die Bemalung der schwarzen Büschel war schwieriger als erwartet. Obwohl ich die gut haftenden und deckenden Kunstharzfarben benutzte, war vom Grün anfangs kaum etwas zu sehen. Nach der Aufhellung mit Beige kam es dann aber doch zur Geltung.





An den beiden Vergleichsfotos mit dem Original-Bison von TOMKER und meinem SCHLEICH-Umbau ist zu erkennen, dass ich zum Schluss noch kleine Büsche aus Island-Moos ergänzt hatte, die auch auf der Bodenplatte zum JANETZKI-Indianer vorhanden sind. Diese musste ich dann ebenfalls auf dem größeren Prärieboden ergänzen.





Damit hatte ich eine Figur, die gut zur Bodenplatte mit dem toten Indianer-Pony passte und gleichzeitig auch eine besonders sichere Standfläche brauchte. Und nach den guten Erfahrungen mit Kleindioramen auf Vitrinenböden im Wohnzimmer, zu denen auch schon Hintergründe gemalt worden waren, bot es sich für mich an, den Prärie-Boden in der Schlafzimmer-Vitrine auf die gesamte Fläche zu erweitern.



Die vorhandene Bodenplatte wollte ich lose in die gesamte Fläche integrieren und dabei versuchen, möglichst geringe Nähte und damit wenig sichtbare Übergänge zu erzeugen. Ausgangspunkt für die Bodenplatte war wieder Pappe eines Umzugskartons. Weitere lose einzubauende Elemente waren die große Bodenplatte zur Bisonjagd-Szene von JANETZKI ARTS und die neue Szene mit dem TOMKER-Indianer.



Mit der Vorbereitung des Pappbodens begann ich Ende Mai 2015 als bei den noch fehlenden Indianern gerade die Bemalungsfortsetzung begonnen hatte. Die Probeaufstellung ergab die genaue Position der drei einzubauenden Bodenplatten und zeigt ein ziemliches Gemetzel.

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Re: Western-Dioramen für 54 - 90 mm Figuren

Beitrag von severato am Di 01 Sep 2015, 14:02

sieht doch gut aus gefählt mir.
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Re: Western-Dioramen für 54 - 90 mm Figuren

Beitrag von Falkenauge am Mi 02 Sep 2015, 10:49


Danke, Heiri!

Die aufgezeichneten Umrisse der Bodenplatten wurden möglichst senkrecht mit scharfem Bastelmesser nachgefahren, so dass auch der Untergrund der Einzelelemente aus isolierten Platten besteht. Wie alle meine Pappböden bekamen auch hier alle Teile eine Kantenversiegelung mit Holzleim. Vom Rücken her war es dann erforderlich, auf den Wohnzimmertisch auszuweichen, auch wenn dort dafür eigentlich kaum noch Platz war. Zur Gestaltung der erforderlichen stabilen Kanten zu den losen Einbau-Elementen und zum Untergrund für den Sockel des Reiters von Elastolin wählte ich meine lufttrocknende Modelliermasse HOBBY CLAY classic von PANDURO. In den größeren Bereichen steckte ich schon Büschel ein. Dies geschah nach dem Foto auch noch bei dem Eckteil für hinten links.





Aufgrund der bislang gemachten Erfahrungen mit dieser Modelliermasse erwartete ich nicht unbedingt, dass die Kanten fest auf der Pappe haften. Also war ich am nächsten Tag auch nicht überrascht über den unvollendeten Kantenverlauf und klebte etwa die Hälfte der Teile mit dem Kraftkleber wieder fest. Deutlich erkennbar sind auch die entstandenen Schrumpfungslücken.



Nach der Trocknungspause von weiteren gut 10 Stunden füllte ich die freien Flächen mit Spachtelmasse auf und brachte dort gleich Büschel und Papageien-Vogelsand an. Auch die Risse in den Kanten zu den fertigen Einzelelemente wurden mit der Spachtelmasse korrigiert. Mit dem zusätzlichen Einsatz zweier Stühle reichte der Platz gerade aus, um konzentriert und entspannt die Geländegestaltung durchzuführen.



Der Einbau der Einzelelemente führte noch zu einigen Geländeergänzungen mit der lufttrocknenden Modelliermasse. Damit musste ich eine weitere Trocknungspause einlegen und danach die teilweise erforderlichen Fixierungen der neuen Strukturen mit Kleber durchführen.



Jetzt kam der Moment, endgültig die verbliebenen Nähte zu den drei isolierten Bodenplatten möglichst wenig sichtbar zu gestalten. Dafür klebte ich mit dem Kraftkleber Kopierpapier in unregelmäßigem Randverlauf auf die Kanten der Vitrinen-Bodenplatte. Abschnitt für Abschnitt arbeitete ich mich langsam voran.





Die Papierränder, die angrenzenden Flächen und die kleinen Ergänzungsteile wurden dann auch mit Streumaterial versehen. Als Kleber kam hier Holzleim zum Einsatz. Um dabei die Einzelelemente zu schonen, hatte ich sie erst mal wieder aus dem Aufbau entfernt.



Nach der Trocknung des Leims entfernte ich am nächsten Tag die überschüssigen Sandkörner und dann machte ich eine Probe in der Vitrine und überprüfte damit, ob hinten oder an den Seiten eventuell zuviel Material aufgetragen worden war. Die Fummelei, um die beiden kleineren Elemente in der Mitte einzufügen, konnte ich mir dabei sparen. An der von vorne gesehen rechten Kante war tatsächlich einiges Material mit scharfem Messer zu entfernen und auch die beiden isolierten Eckteile waren leicht zu groß.



Die Korrekturen erforderten erneute Kantenversiegelungen mit Holzleim und damit auch wieder eine Bearbeitungspause.

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Re: Western-Dioramen für 54 - 90 mm Figuren

Beitrag von Falkenauge am So 06 Sep 2015, 13:34


Für die Bemalung im Wohnzimmer schob ich die Einzelelementen wieder unter, um die Gestaltung der Übergänge gut kontrollieren zu können. Wie beim zuletzt entstandenen Sockel zur TOMKER-Szene begann ich mit einem Gesamtanstrich in Braun, übermalte danach die felsigen Bereiche rötlich und die Vogelsandkörner als Grasflächen mit Dunkelgrün. Wieder lasierte ich alles mit Schwarz und granierte dann die Felsen mit Weiß und die Gräser mit Gelb. Betrachtet man in der Aufsicht die Grasflächen und die felsigen Böden, dann sind die isolierten Elemente kaum noch zu erkennen.





Bei der TOMKER-Szene waren mir die größeren Grasbüschel noch zu dunkel und so überarbeitete ich sie nochmals, indem ich mit Beige drüberstrich. Nun war ich zufrieden und bemalte daher auch die Büschel des Vitrinenbodens in Beige. Damit diese Büschel farblich zum größeren Prärieboden und zur JANETZKI-Szene passten, bemalte ich auch dort die Büschel neu.



Nach der Bemalung aller Bereiche und deren Trocknung klebte ich noch Island-Moos auf. Sieht man nun die Nähte noch? Nun ja, teilweise schon, aber insgesamt war ich doch zufrieden.



Die Bilder mit meinem Standard-Himmel gefielen mir richtig gut, auch wenn dieser etwas zu kurz für die gesamte Szene ist.









Und mit den Probeaufnahmen auf dem Fotoplatz im Schlafzimmer wurde der Wohnzimmertisch frei für die Gestaltung des passenden Hintergrundbildes. Ich wollte die Gelegenheit nutzen, solange der Platz in der Vitrine noch nicht belegt war.

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Re: Western-Dioramen für 54 - 90 mm Figuren

Beitrag von severato am So 06 Sep 2015, 15:24

das sieht ja coul aus gefählt mir.
habe da eine frage mahlst du die figuren selber an oder sind die schon bemahlt. und sind das estolin figuren?
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Re: Western-Dioramen für 54 - 90 mm Figuren

Beitrag von Blaasi am So 06 Sep 2015, 20:36

Winker Hello

Ich möchte ja nicht einfach nur nachplappern was andere sagen - aber außer 'sieht toll aus' , 'gute Arbeit' und ähnlichen Äußerungen fällt mir nichts anderes ein. Besonders die Kanonen und - Kugeln haben es mir angetan Cool
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Re: Western-Dioramen für 54 - 90 mm Figuren

Beitrag von Falkenauge am Mo 07 Sep 2015, 18:58


Danke für das Lob!

Die Indianer zur Bisonjagd sind vorwiegend in eigener Bemalung und teilweise auch noch nicht fertig. Auch bei den Bisons sind einige in eigener Bemalung. Hersteller sind neben Elastolin/Preiser Diedhoff, Hofmann, Janetzki Arts und Knaus. Insgesamt ist die Szene noch nicht ganz im Endzustand, da auch noch zwei Pferde in Arbeit sind.

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Re: Western-Dioramen für 54 - 90 mm Figuren

Beitrag von Falkenauge am Mi 09 Sep 2015, 10:04


Dass das Vitrinenbord gerade frei war, wollte ich ausnutzen. Parallel zu den beiden kleinen Hintergründen im Wohnzimmer [siehe oben] begann ich daher auch mit dem ersten Hintergrund für die größte Vitrine im Schlafzimmer. Die Zwischenablage des neuen Präriebodens auf dem Bett ergab wieder zusammen mit meiner Lieblingsbettwäsche einen durchaus reizvollen Anblick. Zur Nacht wanderte das Teil dann auf den Fotoplatz.





Wie bei diesen ersten Hintergründen waren für die Nass-in-Nass-Technik von Bob Ross Himmel und Bodenfläche aus Dispersionsfarben die Grundlage, auf die ich nach der Trocknung das Flüssig-Transparent auftrug. Für diese nächtliche Trocknungspause blieb der Hintergrund auf dem Tisch. Für die Leine in der Küche war er zu lang. Wie man sehen kann, war die gegenüberliegende Fläche in Nähe der Lichtlupe frei für die Bemalungsfortsetzung an den Figuren.



Auch hier entstanden mit den Ölfarben zuerst einige Wolken. Dann malte ich im zentralen Teil ein größeres Gebirge mit Wald an der Wurzel und davor liegender Prärie. Da ich die Techniken und den jeweils gewählten Pinsel zuerst an den kurzen Hintergründen fürs Wohnzimmer geübt hatte, sind aus meiner Sicht hier die Strukturen am besten gelungen. Aber auch bei diesem Hintergrund ergaben sich Malprobleme durch das zu dick aufgetragene Flüssig-Transparent.





Ausreichend großen Karton zur Verstärkung hatte ich mir bei STAPLES gekauft. Bei geschickter Ausnutzung der Fläche von 100 x 70 cm reichte der Rest sogar noch für die beiden langen Regale in der linken Hängevitrine im Wohnzimmer [siehe oben]. Das Einpassen der Bodenfläche vor den Hintergrund war etwas fummelig, da ja die beiden losen Einsätze dabei nicht verrutschen durften.





Das größere Bodenteil war leichter anzulegen. Mit den bislang fertigen Figuren ergibt sich schon ein gutes Bild.



Der Vergleich zum Bord darüber zeigt wiederum, das sich für mich der Aufwand mit dem Malen von Hintergründen lohnt.

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Re: Western-Dioramen für 54 - 90 mm Figuren

Beitrag von severato am Mi 09 Sep 2015, 16:13

stimmt die modelle sehen so super aus und geben auch viel mehr her.
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Re: Western-Dioramen für 54 - 90 mm Figuren

Beitrag von Blaasi am Mi 09 Sep 2015, 17:28

Winker Hello

Heiri hat vollkommen Recht. Im oberen Regal sieht es ähnlich aus wie im Laden wo die Figuren eine Ware sind. Unten ist es eine hübsch präsentierte Sammlung. Cool
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Re: Western-Dioramen für 54 - 90 mm Figuren

Beitrag von Falkenauge am Mi 09 Sep 2015, 20:56


Ihr habt Recht: Ausgeführte Szenen mit passender Bodenplatte und Hintergrund sehen toll aus. Nur werde ich es nicht bei jedem Vitrinenbord machen können. Dafür reicht leider mein Platz nicht aus. Aber mit einfacher Bodenplatte und Hintergrund sieht auch die "Massenansammlung" deutlich besser aus als ohne.

Viele Grüße, HW


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Re: Western-Dioramen für 54 - 90 mm Figuren

Beitrag von Falkenauge am Sa 12 Sep 2015, 13:18


Lange Zeit hatte ich überschüssige Spachtelmasse bei der Geländegestaltung meist entsorgt. Mit der Fertigstellung der Vitrinen-Bodenplatte zur Bisonjagd hatte ich dann aber eine gute Idee: Kleine Felsstrukturen wären eine variable Ergänzung für Figurenaufnahmen auf meinem Fotoplatz im Schlafzimmer. Also entleerte ich den Gipserbecher auf ein Zeitungsblatt. Das mittlerweile ziemlich zähflüssige Material ließ sich mit dem Spachtel eckig begrenzen und teilweise in die Höhe ziehen. Nach der Härtung ergänzte ich Schichtfugen und andere Strukturen mit dem Bastelmesser. Als Gestein hatte ich Sandstein gewählt, wie er oft in der Prärie auftritt.





Nach dem Aufkleben von Papageien-Vogelsand und kleinen Grasbüscheln bemalte ich das Geländestück mit den gleichen Farben und Methoden wie die schon erwähnte Bodenplatte zur Bisonjagd.







Zum Schluss ergänzte ich rundherum Island-Moos, um die Kanten dem jeweiligen Untergrund auf dem Fotoplatz besser anzugleichen.



















Lege ich dann je nach Blickwinkel noch weiteres Moos lose hinzu, habe ich eine flexibel einsetzbare, optisch gut angepasste Geländestruktur mit einer Grundfläche von ca. 14 x 8 cm bei einer Höhe von nicht ganz 4 cm.

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Re: Western-Dioramen für 54 - 90 mm Figuren

Beitrag von severato am Sa 12 Sep 2015, 14:59

sieht gut aus gefählt mir.
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Re: Western-Dioramen für 54 - 90 mm Figuren

Beitrag von Falkenauge am So 13 Sep 2015, 13:39


Danke, Heiri!

Für ein Prärie-Kleindiorama mit dem PLAYMOBIL-Tipi wollte ich ursprünglich das oberste Bord in der Hängevitrine mit den Bisons nutzen. Aber auch in der Mitte war das Bord dafür nicht hoch genug. Da blieb nur die Fläche auf dem Sideboard im Schlafzimmer in der Ecke zum Fenster. Also musste ich für das Kleindiorama mit dem Whiskey-Händler einen neuen Platz suchen und wollte es zuerst nach oben auf die andere größere Hängevitrine versetzen, aber dort kam die schöne Szene gar nicht mehr zur Geltung. Der Händler mit dem Wagen und den trinkenden Indianern wurde samt der Bodenplatte von meinem Sammlerfreund Thomas „Zauberer56“ Radloff geschaffen und recht preiswert auf dem Marktplatz vom FIGUREN-JOURNAL angeboten. Ich hatte die Szene hier schon näher vorgestellt.





Also kam mein kleines Musik-Center bereits Mitte Mai 2015 nach unten auf den Nachtschrank und dessen Bord wurde frei für den Whiskey-Händler. Die kleine Baumgruppe bekam ich als Zugabe von Thomas und zwei der von mir von einem größeren Felsstück abmontierten Apachen zu Pferd (IPM, MADE IN CHINA) hatte ich schon länger aufs Gelände gestellt.



Die Umstellung auf das Bord über dem Nachtschrank erforderte aus meiner Sicht endgültig eine Überarbeitung der Ränder, damit der Gesamteindruck geschlossener wirkt. Die Holzkanten hatten mich nämlich schon länger gestört. Mit der geplanten Geländeerweiterung bekam ich auch Platz für den dritten reitenden Apachen und für einen landenden Adler MADE IN CHINA. Deren Aufbau erfolgte Mitte Juni.



Die Figuren-Ergänzungen für das Diorama mit dem Whiskey-Händler führten Mitte Juni 2015 auch zu Umstellungen in der großen Hängevitrine überm Bett. Alle meine Original-Vignetten von IPM (MADE IN CHINA), über die ich hier auch schon berichtet habe, hatten nun Platz auf dem obersten Bord.



Außerdem ergänzte ich einen Masse-Felsen (Elastolin), einen Resin-Adler mit Felsen (Made in China) und einen Indianer aus Masse, der hinterm Felsen liegt (ebenfalls von Elastolin).



Allerdings war mit den Figurengruppen keine so geschlossene Geschichte zu erzählen wie mit der Bisonjagd auf dem untersten Bord. Der Apachen-Felsen brachte mich auf die Idee der Geländegestaltung mit einem Felsgrat im Hintergrund. Dort konnten nun Mutter und Tochter besser zur Geltung kommen und außerdem war etwas höher auch noch ein guter Platz für meinen zweiten Adler MADE IN CHINA. Für den Probeaufbau nahm ich zur Höhenermittlung leere Zigarettenschachteln. Der Masse-Felsen und der hinter einem kleinen Fels liegende Masse-Indianer (beide Elastolin) passten für mich links vorne gut ins Bild.



Mitte Juli brauchte ich aufgrund fehlender Konzentrationsfähigkeit wieder etwas gröbere Bastelarbeiten und begann die Felsgestaltung mit der Vorbereitung des Untergrundes. Für den Pappboden nahm ich einen Teil passender Größe vom ersten Hintergrundbild der Wüsten-Szene im Wohnzimmer, das auf Karton aufgezogen worden war und einem verbesserten Bild weichen musste. Das Teil konnte ich auf dem Essensplatz von Angelika aufbauen und dort in Ruhe im Sitzen arbeiten, weil sie frühestens in zwei Tagen wieder zum Frühstück zu erwarten war. Da mir die Höhe der Zigarettenschachteln bei der Probeaufstellung gut gefallen hatte, klebte ich mehrere zusammen und auf den Untergrund, um die Sockelgrößen von Mutter mit Tochter und dem Adler zu erreichen. Außerdem klebte ich für die Seiten und den Hinterrand Streifen aus Verpackungskarton auf.





Für den Aufstellbereich von Mutter und Tochter war eine größere Unterlage als die Zigarettenschachteln nötig, für die ich kräftigeren Verpackungskarton nahm.





Mit dem Kraftkleber waren die Basteleien besonders gut durchzuführen, da er anfangs noch das Verschieben der Teile erlaubt.

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Re: Western-Dioramen für 54 - 90 mm Figuren

Beitrag von Falkenauge am Mo 14 Sep 2015, 11:45


Mit der lufthärtenden Modelliermasse HOBBY CLAY classic von PANDURO gestaltete ich die hohen Felsen und die Kanten zu den IPM-Vignetten, die ich mit Frischhaltefolie abgedeckt hatte.







Insgesamt verbrauchte ich 1,5 kg der lufthärtenden Modelliermasse bis mein Vorrat aufgebraucht war, aber es fehlte leider noch ein kleiner Teil für die gewünschte Gestaltung der Felswand unter Mutter und Tochter.





Da ich zur Lieferung der Modelliermasse einige Tage warten musste und Angelika sich zum Frühstück angemeldete hatte, wanderte das Teil samt Figuren wieder in die Vitrine. Dieser Probeaufbau war eh geplant und auch nötig: Der Adler war zu weit nach hinten gesetzt worden und der vordere Bereich rechts unter dem Apachen-Felsen musste mehr aufgefüllt werden. Die Teile beim Adler ließen sich leicht wegnehmen, da diese Modelliermasse sich schlecht mit anderen Materialien verbindet.



Anfang August nahm ich das Gelände dann wieder aus der Vitrine. Vor der Ergänzung mit neuem Material verklebte ich die vielen losen Teile mit Kraftkleber und ordnete dabei den Bereich beim Adler neu. Außerdem verfüllte ich die Lücken weitgehend mit Holzleim.



Dann konnten nach ausgiebiger Trocknungspause die Arbeiten mit der lufthärtenden Modelliermasse fortgesetzt werden. Für den rechten, hohen Bereich hinterm Apachen-Felsen formte ich ein lose auflegbares Felsstück, um eine optisch gefällige Geländestruktur zu erreichen. Nur so kann die Vignette weiterhin auch einzeln genutzt werden. Dies war auch der einzige Bereich, den ich diesmal mit Frischhaltefolie schützte. Bei den anderen Geländeergänzungen verzichtete ich auf den Schutz, um die noch offenen Zwischenräume besser sehen zu können. Nach gut 24 Stunden Härtungspause zeigte es sich, dass auch noch einige der Ergänzungen per Kleber zu befestigen waren und dass der Adler-Felsen zu viele Trocknungsrisse hatte. Also musste nochmals nachmodelliert werden.





Insgesamt war ich mit dem Gesamtbild sehr zufrieden. Der Einsatz der teureren Modelliermasse hatte sich für mich gelohnt: Mit Spachtelmasse hätte ich die dünnen, aufragenden Felsen auf dem Pappuntergrund nicht so gut und so schnell hinbekommen!

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Re: Western-Dioramen für 54 - 90 mm Figuren

Beitrag von severato am Mo 14 Sep 2015, 14:27

sieht bis jetzt intressant aus. bin geschpant wie es dan aus sieht wen es ferdig ist.
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Re: Western-Dioramen für 54 - 90 mm Figuren

Beitrag von Falkenauge am Di 15 Sep 2015, 12:27


Danke, Heiri!

Anfang August begann die Kantenbearbeitung beim Whiskey-Händler, da zuvor die Felsgestaltungen für die IPM-Vignetten abgeschlossen sein mussten [siehe oben]. Auf dem ersten Bild ist auch der Adler zu sehen, den ich eingangs schon erwähnt hatte. Zuerst musste ich entscheiden, wie ich die Geländeerweiterungen an allen Seiten gestalten sollte und wie deren Befestigung an den Holzkanten am besten durchzuführen wäre. Einen einfachen Pappuntergrund wollte ich diesmal nicht nehmen, da dessen unregelmäßige Kantenquerschnitte so offen auf den Bord viel deutlicher zu erkennen sind als in den Vitrinen. Dann hatte ich eine einfache und kostengünstige Idee: Ich bohrte die vorhandenen Kanten an und steckte Holzdübel rein. Mit Kugelschreiber markierte ich mir die neuen Außenkanten. Auf Genauigkeit kam's nicht an: Das Gelände steht ja frei auf einem Bord.





Mit der gleichzeitigen Gestaltung von drei Geländeteilen bekam der Begriff „Küchenschlacht“ bei mir mal wieder eine völlig neue Bedeutung: Fensterbank und Bodenflächen waren belegt! Um die von mir ergänzten Figuren gut an den Untergrund anpassen zu können, schützte ich die Sockel mit Frischhaltefolie.





Die Ausfüllung der noch offenen Zwischenräume mit Spachtelmasse aus dem Baumarkt ging beim Felsengelände recht zügig und problemlos. Ich nahm dabei jeweils die noch etwas flüssigeren Anfangsmischungen aus dem Gipserbecher und wechselte mit der anziehenden Masse zu den Kanten beim Whiskey-Händler. Die vorhandene Menge an Füllspachtel reichte gerade zum Abschluss dieser Geländegestaltung. Die beiden Teile von Elastolin hatte ich mit Frischhaltefolie geschützt und drückte sie am Abend zum Schluss der Gestaltung leicht in die Oberfläche. So hatte ich nach der Härtung kleine Kanten um die Figuren herum.





Parallel formte ich die neuen Randbereiche beim Whiskey-Händler mit recht zähflüssiger Spachtelmasse aus dem Baumarkt (OBI), wobei diese zähflüssige Masse der Rest im Gipserbecher von der Gestaltung des Felsbodens für die Vitrine war und dementsprechend schnell verarbeitet werden musste. Leider hatte ich die benötigte Menge an Füllspachtel völlig unterschätzt: Den Felsboden bekam ich gerade noch fertig, aber hier hatte ich gerade die unteren Bereiche zweier Kanten geschafft.





Wenigstens beim Felsengelände konnte es weiter gehen. Das erste Probefoto machte ich am Mittag des nächsten Tages in der Vitrine und stellte nur den Adler auf seinen Platz, um die Passgenauigkeit zu überprüfen. Der Adler stieß nicht mehr hinten an, aber die langen Kanten hinten und vorne hatten zu viel Material bekommen. Hier musste ich mit scharfem Bastelmesser korrigieren.



Für die Probebilder auf dem Fotoplatz mit allen Figuren wählte ich zwei Ausschnitte, damit ich anhand der Fotos die Bemalung der Kanten zu den Vignetten gut durchführen konnte. Dabei zeigte es sich, dass durch die Materialentfernung der Felsen am liegenden Gewehrschützen vorne überragte. Um ihn verschieben zu können, schnitzte ich die hintere Kante neu ein.





Außerdem konservierte ich alle Außenkanten der Bodenplatte noch mit Holzleim.

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Re: Western-Dioramen für 54 - 90 mm Figuren

Beitrag von severato am Di 15 Sep 2015, 16:10

sieht schon toll aus bin mahl geschpand wie es weiter geht.
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Re: Western-Dioramen für 54 - 90 mm Figuren

Beitrag von Falkenauge am Mi 16 Sep 2015, 10:47


Danke, Heiri!

Mit Angelikas Hilfe hatte ich  wieder Füllspachtel, den sie mir von ROLLER holte, da meine Recherche im Internet zeigte, dass dort der Sack mit 5kg um fast € 5,- preiswerter war als bei OBI. So konnte es schon wenige Tage später weiter vorangehen und zwar etwas rückenfreundlicher, da ich das fertige Felsengelände für die Vitrine auf die freie Fläche beim Tannen-Diorama legen konnte, wo ein kleineres Teil auf den vermutlich anfallenden Spachtelmasserest wartete. Nun lag das Gelände vom Whiskey-Händler auf der Fensterbank. Das Anmischen einer möglichst zähflüssigen Masse zeigte zu meiner angenehmen Überraschung, dass die Spachtelmasse von ROLLER besser war als die fast doppelt so teure von OBI, denn es entstanden dabei kaum Klumpen. Da ich nun mit höherer Konzentration den oberen Bereich der Kanten in die endgültige Gestalt bringen musste, brauchte ich nach der Verarbeitung des Materials aus einem Gipserbecher bereits eine Erholungspause. Dabei benötigte ich etwa 2½ gut gefüllte Becher, um die Gestaltung abzuschließen. Zur Anpassung der ergänzten Figuren brauchte ich sie nur leicht in die noch weiche Oberfläche einzudrücken. Gegen Mitternacht waren die Bastelarbeiten abgeschlossen und am frühen Nachmittag des nächsten Tages stellte ich das Bodenteil hochkant vor das sonnenbeschienene Küchenfenster, damit auch die Kanten von unten her gut durchtrocknen trocknen können. Jetzt hatte ich einen kompakten Block von ca. 65 x 33 cm.

https://www.der-lustige-modellbauer.com/t12619-gestaltung-eines-dioramas-mit-den-tannen-von-playmobil#354722







Nach ausgiebiger Trocknungspause von insgesamt fast 48 Stunden überarbeitete ich die Kanten teilweise noch mit dem Messer, da sie für das spätere Ankleben des Hintergrundes möglichst glatt sein mussten. Auch für dieses Gelände fand ich es sinnvoll, Testbilder am Aufstellplatz und mit den Figuren auf dem Fotoplatz zu machen. Jetzt macht es auf dem Bord schon einen viel besseren Eindruck.













Auf dem Fotoplatz machte ich mehr Bilder, damit ich anhand der Fotos die Bemalung der Kanten zu den ergänzten Figuren gut durchführen konnte.

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Re: Western-Dioramen für 54 - 90 mm Figuren

Beitrag von Falkenauge am Do 17 Sep 2015, 11:14


Bei den letzten Gestaltungsetappen mit Spachtelmasse hatte ich auch schon die Entscheidung getroffen, dass ich das gesamte Bodenteil vom Whiskey-Händler neu bemale würde, denn ich befürchtete, die Originalfarben des gekauften Geländes nicht hundertprozentig zu treffen. So tränkte ich erst mal alles gründlich mit Tiefgrund. Da die Kanten auch von unten zu behandeln waren, stellte ich das Geländeteil auf und legte nach dem ersten Durchgang eine Pause ein, bevor ich es umdrehte und es an die Tränkung des restlichen Teils ging. Während dieses Geländeteil wieder auf der Küchen-Fensterbank lag, befand sich der Vitrinenboden auf Angelikas Essensplatz auf dem Wohnzimmertisch. So konnte ich zwischen Malen im Stehen und Malen im Sitzen wechseln, was für meinen Rücken besser ist als eine konstante Haltung – egal, ob sitzend oder stehend. Trotzdem waren zwischendurch immer wieder Pausen im Liegen nötig.



Auch beim Felsengelände erfolgte die Tränkung der Spachtelmasse mit Tiefgrund, was bei den modellierten Felsen nicht nötig war und daher hier ganz schnell ging.



Dann bemalte ich die ebenen Bereiche und die Kanten zuerst mit dunkelbrauner Dispersionsfarbe (Farbton Oxidbraun). Da der Farbton noch von BAHR stammt und nicht mehr viel in der Tube war, hatte ich die Befürchtung, dass der Rest nicht für das ganze Gelände reichen würde. Denn dies dunkle Braun benötigte ich auch noch für die Felsenlandschaft der IPM-Vignetten. Das kleine, isolierte Auflageteil zum Apachen-Felsen bemalte ich gleich in der Küche, da im Wohnzimmer der Platz knapp war. Nach der Bemalung der Felsen im Wohnzimmer reichte der Vorrat aber doch aus, um die Kanten auch von unten zu bemalen.





Hier dehnte ich die dunkle Grundbemalung auch auf die Felsen aus, da der Apachen-Felsen in dunklen Brauntönen gefärbt ist.



Diesmal begann ich am nächsten Tag gegen Mittag im Wohnzimmer die Lasur mit Schwarz, denn beim Whiskey-Händler brauchte ich ja zwei Farben zur Grundbemalung. So war wenigstens hier die Trocknung der Farbe sicher abgeschlossen. Die Taschenlampe leistete mir dabei gute Dienste, denn in manchen Härtungsrissen der Modelliermasse blitzte der helle Karton durch und mit der direkten Beleuchtung konnte mir kaum einer dieser Fehler der Grundbemalung entgehen. Mit schmalem Pinsel und unverdünnter Farbe ging ich in die Spalten. Für die nächsten Felsen aus lufthärtender Modelliermasse ist es sicher sinnvoll, den Unterbau zuvor schwarz anzumalen. Bei der Überarbeitung der Lasur mit dem Schwamm ging auch an einigen der erhöhten Stellen bei der Modelliermasse die braune Farbe verloren, aber da hier eh heller graniert werden würde, war dies für mich nicht weiter tragisch.



Nach der Lasur granierte ich bereits am frühen Abend ganz vorsichtig mit Hellbraun (Farbton Zimt), damit der insgesamt dunkle Gesamteindruck weitgehend erhalten bleibt. Die endlich mal wärmere Witterung hatte für schnellere Trocknung gesorgt. Zur Füllung eventuell dabei zu entdeckender Lücken hatte ich mir das dunkle Braun nochmals geöffnet und musste es tatsächlich auch einsetzen. Außerdem holte ich nach und nach die Figuren hinzu und setzte sie immer wieder einzeln in das Gelände, damit die Farbübergänge möglichst optimal wurden. Vom Ergebnis war ich so begeistert, dass ich mir für ein Testbild den Himmel vom Fotoplatz ins Wohnzimmer stellte.







Der kleine Spalt unterm Vorderteil des Apachen-Felsens über den Pferden der Spurensucher ist ein Aufstellfehler der Vignette von mir und wurde erst bei der Bildbearbeitung entdeckt. Das kleine Zusatzelement beim Apachen-Felsen passt sich so gut an, dass es als eigenständiges Bauteil gar nicht auffällt. Die Ecke wirkt wie aus einem Guss! Mehr kann man wohl nicht erreichen, oder?

Viele Grüße, HW
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Re: Western-Dioramen für 54 - 90 mm Figuren

Beitrag von DickerThomas am Do 17 Sep 2015, 12:16

Klasse HW, 2 Daumen

sieht sehr schön aus Bravo
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Laune : fast gut

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Re: Western-Dioramen für 54 - 90 mm Figuren

Beitrag von severato am Do 17 Sep 2015, 12:26

stimmt sieht doch klasse aus.
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Laune : frölich

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Re: Western-Dioramen für 54 - 90 mm Figuren

Beitrag von Falkenauge am Fr 18 Sep 2015, 10:24


Danke für das Lob!

Zur Abwechslung gegenüber dem anderen Felsengelände wählte ich hier für die Felsen einen selbst angemischten Grauton, mit dem ich auch die Figurensockel teilweise überarbeiten musste, damit sie ins Gelände passen. Nachdem ich mit der Aufbewahrung angemischter Dispersionsfarben in leeren Lebensmittelverpackungen aus Plastik schlechte Erfahrungen gemacht hatte, da diese trotzdem recht bald eintrockneten, nahm ich diesmal ein Glas mit Schraubverschluss. Der rechts liegende Nussknacker ist übrigens eine wirklich gute Öffnungshilfe bei verklebten Schraubverschlüssen von Farbtuben! Am Bild ist zu erkennen, dass der linke Felsen im Hintergrund etwas heller geworden war. Da ich hier mit Grau begonnen hatte, war eventuell noch ein etwas höherer Weißanteil im Pinsel und dazu kam, dass hier die Originalbemalung von vornherein heller gewesen war. So rührte ich am nächsten Vormittag die Farbe im Glas nochmal kräftig durch und bemalte den Felsen neu.





Nach der Trocknung auch des letzten Farbauftrags, während der ich das Felsengelände im Wohnzimmer weiter bearbeitet hatte, lasierte ich am frühen Nachmittag mit Schwarz. Jetzt wirken die Felsen wieder gleichmäßig in der Grundfarbe.



Die Lichter wollte ich noch am Abend durch Granieren mit Hellgrau bei den Felsen und Hellbraun (Farbton Zimt) am Boden setzen. Das warme Wetter und die Zeitspanne, die ich brauchte, um zuerst das Felsengelände im Wohnzimmer zu granieren, sorgten für eine ausreichende Trocknungszeit. Allerdings kam Angelika überraschend zu Besuch und danach hatte ich für gezielte Bemalung am Küchenfenster nicht genügend Licht, da ich vor den Lampen stand. Also ging es erst am nächsten Tag weiter. Damit war der erste Bemalungsdurchgang abgeschlossen.



Ergänzend zur Bisonjagd-Szene wollte ich auf dem Regalboden darüber eine Szene zeigen, für die viele neue Modellierungen nötig sind, die ich erst beginnen werde, wenn die angefangenen Projekte abgeschlossen sind. Damit die Vitrine einen optisch geschlossenen Gesamteindruck bekam, gestaltete ich vor dem Einsatz von Streumaterial für den obersten Vitrinenboden und das erweiterte Gelände für den Whiskey-Händler einen einfachen ebenen Boden. Während der Trocknungspausen der Felsengelände konnte ich so die Zeit gut nutzen und überlegte dabei auch, dass der Boden schon eine Struktur bekommen sollte, auf der die für später geplante Szene stattfinden könnte. Für eventuell nötige Drahtstifte zur Standsicherheit der noch zu modellierenden Figuren bastelte ich den Untergrund aus der dickeren Pappe eines Umzugskartons. Allerdings hatte ich kein passend großes Stück zur Hand und so stückelte ich Reste zusammen, mit denen ich die hintere Kante bildete.





Zur Verdeckung der beiden Lücken entstand eine Auflage aus dem Karton einer Pizza-Verpackung mit unregelmäßigem Verlauf der vorderen Kante. Beim Foto zur Passgenauigkeit in der Vitrine wurde mir endgültig klar, dass dieser einfache Boden auch für die geplante Szene genutzt werden kann, da alle Figuren in eigener Modellierung entstehen sollten und damit ein Einbau von Sockeln nicht nötig sein würde. Der Test ergab, dass ich an einigen Stellen vorne Material wegnehmen musste, damit die Türen problemlos geschlossen werden können. Mit scharfem Bastelmesser entstand eine schräge Vorderkante mit unregelmäßig geschwungenem Verlauf.





Da mein Holzleim-Vorrat zur Neige ging und der MACGEIZ-Shop in meiner Nähe geschlossen hat, verzichtete ich auf die mehrfache Kantenversiegelung, sondern trug gleich auf die erste Holzleimschicht Papageien-Vogelsand auf und drückte ihn leicht in die strukturbedingten Öffnungen der dicken Pappe.







Dann bekam alles einen Grundanstrich mit brauner Dispersionsfarbe (Farbton Zimt).

Viele Grüße, HW
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Re: Western-Dioramen für 54 - 90 mm Figuren

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